Artikel von Marla Noss/ Die Zeit
Vor den Kommunalwahlen in Niedersachsen hat der Grünen-Kreisverband Vechta einem seiner Kandidaten wegen einer rassistischen Äußerung die Unterstützung entzogen. »Für rassistische Parolen und menschenfeindliche Äußerungen gibt es bei uns keinen Platz – unabhängig davon, von wem sie geäußert werden«, teilte der Kreisverband mit.
Zuvor hatten mehrere Medien über ein drei Jahre altes Video berichtet, in dem der Kandidat zum Song L’amour toujoursmit der Parole »Ausländer raus« zu hören sei. Intern soll der Mann die Aufnahmen als eine unüberlegte Stichelei zwischen Jugendlichen aus Nachbargemeinden erklärt haben, wie der Verband weiter mitteilte. Er habe seine Wortwahl bedauert und sich dafür entschuldigt.
Nach Angaben des Verbandes wird der Kandidat bei den Wahlen am 13. September weiterhin auf dem Stimmzettel stehen, da die Wahlvorschläge verbindlich eingereicht worden seien. Von dem Kreisverband und den Grünen erhalte er jedoch keine weitere aktive Unterstützung. Demnach werden ausschließlich die Wählerinnen und Wähler darüber entscheiden, ob er ein Mandat bekommt.
Die Mitgliedschaft in der Partei bleibt dem Kreisverband zufolge bestehen. Der Kandidat wolle diese aber bis auf Weiteres ruhen lassen, um Schaden von der Partei abzuwenden. »Eine klare politische Abgrenzung von seinen Aussagen bedeutet für uns nicht, ein junges Mitglied menschlich fallen zu lassen«, teilte der Verband dazu mit
Fazit:
Bündnis 90/Die Grünen müssen die Vergangenheit dieses Mitglieds genau untersuchen. Sollte er/sie „Migranten raus“ gerufen haben, ist ein Parteiausschlussverfahren unumgänglich. Eine migrationsfeindliche Person ist mit den Grundsätzen der Partei nicht vereinbar und darf nicht in ihren Reihen geduldet werden.“


Tatsächlich stammt der Großteil der Döner heutzutage aus industrieller Produktion. Aufgrund günstiger Arbeitskräfte und niedriger Fleischkosten werden sie oft in Polen nach „türkischer Art“ vorbereitet und nach Deutschland geliefert. Auch in Berlin, Frankfurt und Duisburg gibt es große Dönerfabriken. Früher bereitete jeder Laden seinen Döner selbst zu; heute ist handgemachter Döner aufgrund von Hygienevorschriften und Standards nur noch selten zu finden – die meisten Betriebe nutzen Fertigprodukte. (An dieser Stelle muss eine Ausnahme erwähnt werden: In Frankfurt gibt es einen sehr alten Laden namens „Köylü Döner“, die ihren Döner noch immer selbst herstellen. Dieser Ort ist so sauber und berühmt, dass sogar der ehemalige Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Ignatz Bubis, dort Döner geschnitten hat – er hat sogar Angela Merkel dorthin geführt, damit auch sie zum Messer greift.)
