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4 Februar 2026 0 Kommentare
Information

Sachsen: Jahrelange Wartezeiten bei Einbürgerungen

von Fremdeninfo 20 August 2023
von Fremdeninfo

Sachsen: Jahrelange Wartezeiten bei Einbürgerungen

 Von FAZ
  • Personalmangel in Sachsen : Zum Teil jahrelange Wartezeiten bei Einbürgerunge
  

Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (Mitte, SPD) mit neu eingebürgerten Leipzigern 2015 im Neuen Rathaus. Heute müssen Antragsteller zum Teil jahrelang auf die Einbürgerung warten. Bild: dpa

Die Einbürgerungsbehörden in Sachsen stünden „kurz vor dem Kollaps“, sagt der sächsische Ausländerbeauftragte. Antragsteller müssten oft Jahre auf ihre Einbürgerung warten.

Bei der Bearbeitung von Anträgen zur Einbürgerung kommen die Behörden in Sachsen kaum hinterher. Die Kommunen fürchten, dass mit dem neuen Staatsbürgerschaftsgesetz die ohnehin schon langen Bearbeitungszeiten noch länger werden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in großen sächsischen Städten ergab.

Die Einbürgerungsbehörden arbeiteten am Anschlag und stünden „praktisch kurz vor dem Kollaps“, sagte der sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth (CDU). Zum Teil jahrelange Wartezeiten seien nicht hinnehmbar. „In Leipzig, Dresden und Chemnitz warten teilweise mehr als 1000 Anträge auf Bearbeitung. Auch bei einigen Landratsämtern dauert die Bearbeitung teilweise 21 Monate“, sagte Mackenroth.

Laut Innenministerium wurden in Sachsen im vergangenen Jahr 2276 Menschen eingebürgert. Das waren nur wenig mehr als im Jahr zuvor: 2021 waren es 1913. Die mit Abstand meisten Neubürger waren im vergangenen Jahr Syrer (790), danach folgen Ukrainer (202), Vietnamesen (98), Staatenlose (75), Iraker (69), Polen (67), Rumänen (58) und Russen (57).

Rückstau aus der Corona-Zeit

Eine Sprecherin des Innenministeriums bestätigte, es gebe „verbreitet erhebliche Wartezeiten“. Die Behörden müssten Rückstände aufarbeiten, die durch die Corona-Pandemie entstanden seien, als erkrankte Mitarbeiter ausfielen und der Kontakt zu den Antragstellern erschwert war.

Zudem gebe es viele Vorschriften. Die Identität des Bewerbers müsse zweifelsfrei geklärt werden, Urkunden müssten von den deutschen Botschaften im Herkunftsland beschafft sowie das Entlassungsverfahren aus der alten Staatsangehörigkeit geregelt werden.

Es sei davon auszugehen, dass die Zahl der Einbürgerungsanträge mit dem neuen Staatsangehörigkeitsrecht weiter steigen werde, hieß es aus dem Ministerium. So soll es in Zukunft einfacher werden, deutscher Staatsbürger zu werden. Die Bewerber müssten künftig nicht mehr unbedingt ihre alte Staatsbürgerschaft ablegen. Eine Einbürgerung soll schon nach fünf statt wie bisher erst nach acht Jahren möglich sein. Bei besonders guter Integration kann die Frist sogar auf bis zu drei Jahre verkürzt werden.

Mehr zum Thema

Eine Sprecherin der Stadt Leipzig sagte, die stark gestiegenen Antragszahlen der vergangenen Jahre „resultieren noch aus der Flüchtlingswelle von 2014 bis 2016“. In Dresden dauert die Einbürgerung laut dem Stadtsprecher „derzeit etwa 16 Monate“. Ein unkompliziertes Verfahren sei nach zwei bis vier Wochen abgeschlossen. Bei intensiver Urkundenprüfung, Ermittlungen wegen eventueller Straftaten und der Entlassung aus der bisherigen Staatsangehörigkeit könne es hingegen mehrere Jahre dauern. Die Fälle würden nach Priorität abgearbeitet, vorgezogen würden etwa Anträge, bei denen für eine Berufsausübung die deutsche Staatsangehörigkeit vorausgesetzt werde.

20 August 2023 0 Kommentare
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Information

Prag will kein Atatürk-Denkmal im eigenen Stadtgebiet haben

von Fremdeninfo 19 August 2023
von Fremdeninfo

 

Prag will kein Atatürk-Denkmal im eigenen Stadtgebiet haben

Von DPA
https://dtj-online.de/wp-

Andernorts ist das Gedenken an Atatürk kein Problem, vor allem natürlich in der Türkei selbst: Hier ist eine bronzene Atatürk-Statue in Samsun zu sehen. Foto: samsun.gov.tr

Die Stadt Prag hat die Aufstellung eines Atatürk-Denkmals abgelehnt. Die Verwaltung der tschechischen Hauptstadt verwies in ihrem Beschluss auf die „Ereignisse von 1915“.

Die türkische Botschaft in Prag beabsichtigte, das Denkmal des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk in einem kleinen Park auf der Ankarska-Straße gegenüber des eigenen Botschaftsgebäudes in der Stadt aufzustellen. Die Prager Bezirksverwaltung, insbesondere eine Koalition kleinerer Parteien innerhalb der Verwaltung, äußerte jedoch Bedenken.

Botschafter Bağış bedauert Ablehnung

In einem Statement gegenüber der Internetseite der Zeitung „Mladá Fronta Dnes“ erklärte Jan Lacina, stellvertretender Bürgermeister für Kulturangelegenheiten des 6. Bezirks von Prag, dass bei der Entscheidungsfindung mehrere Kriterien berücksichtigt wurden. Er betonte zudem, dass die Tschechische Republik die „Ereignisse von 1915“ als „Armenischen Völkermord“ anerkenne.

Zugleich betonte er, die Stadt habe den erforderlichen Respekt vor dem Gründer der modernen, säkularen Türkei, die dieses Jahr ihren 100. Geburtstag feiert. Laut BBC News bedauerte Botschafter Egemen Bağış die Ablehnung und unterstrich Atatürks Rolle als Symbol für die heutige Türkei. Die Initiative war ihm zufolge zuvor auf die Zustimmung des Prager Bürgermeisters, des tschechischen Außenministeriums und des nationalen Sicherheitsberaters getroffen

19 August 2023 0 Kommentare
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Politik

Vertrauen der Deutschen in die Demokratie nimmt laut Umfrage rapide ab

von Fremdeninfo 17 August 2023
von Fremdeninfo

 

Vertrauen der Deutschen in die Demokratie nimmt laut Umfrage rapide ab

Von: Welt

 

Immer mehr Deutsche verlieren das Vertrauen in die Demokratie Bildmaschine.de/Sandro Götze © Bereitgestellt von WELT

Die Deutschen vertrauen der Demokratie immer weniger, ergab eine Umfrage der Körber-Stiftung. Demnach glauben viele Befragte, Politiker und Medienschaffende schauten auf sie herab. Das Vertrauen in die Parteien ist auf einen Tiefpunkt gesunken.

Das Vertrauen der Bundesbürger in die Demokratie nimmt einer Umfrage zufolge rapide ab. Während im Herbst 2021 erst knapp ein Drittel der Befragten angab, weniger großes oder geringes Vertrauen in die deutsche Demokratie zu haben, stimmten der Aussage in diesem Sommer bereits 54 Prozent der Deutschen zu. Das ergab eine Befragung im Auftrag der Körber-Stiftung.

Noch dramatischer sei der Vertrauensverlust der Bürger gegenüber den Parteien. Hätten 2020 noch 29 Prozent der Bundesbürger angegeben, Parteien zu vertrauen, sei der Wert 2021 bereits auf 20 Prozent gefallen und habe nun mit 9 Prozent einen Tiefpunkt erreicht.

An der repräsentativen Befragung von policy matters im Auftrag der Körber-Stiftung beteiligten sich im Juni und Juli 1113 Erwachsene. Rund 90 Prozent von ihnen erklärten dabei, dass ihnen ein Leben in Freiheit, Gleichheit vor dem Gesetz sowie das Recht auf freie Meinungsäußerung und freie und geheime Wahlen wichtig seien. Gleichzeitig sagten 71 Prozent aber auch, dass führende Personen in Politik und Medien in ihrer eigenen Welt lebten, aus der sie auf den Rest der Bevölkerung herabschauten. 46 Prozent der Deutschen finden, dass es im Land weniger bis gar nicht gerecht zugeht.

Mehrheit der Bevölkerung möchte stärker einbezogen werden

86 Prozent der Deutschen wünschen sich, bei wichtigen Entscheidungen stärker einbezogen zu werden. Das bezieht sich vor allem auf die kommunale Ebene (93 Prozent) sowie die Landesebene (91 Prozent). Aber auch auf Bundesebene hielten die Deutschen eine stärkere Beteiligung für wichtig (85 Prozent). Gleichzeitig bejahte aber auch mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) die Frage, ob zur Lösung der Probleme Politiker und Politikerinnen nötig seien, „die mehr Macht und Durchsetzungswillen haben, um schnell und durchgreifend Entscheidungen fällen zu können“.

Für Sven Tetzlaff, den Leiter des Bereichs Demokratie, Engagement, Zusammenhalt der Körber-Stiftung, bedeuten die Ergebnisse, dass das Vertrauen der Deutschen in die Demokratie und ihre Institutionen auf einer abschüssigen Bahn ist. „Zusammen mit wirtschaftlichen Sorgen der Menschen ist das eine beunruhigende Entwicklung.“ Die Hälfte der Befragten bezweifele, dass das Land für die Transformationsaufgaben gewappnet sei. „Das bremst die notwendige Veränderungsbereitschaft der Menschen zur Bewältigung der großen Herausforderungen deutlich.“

17 August 2023 0 Kommentare
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Information

Istanbuler Bürgermeister İmamoğlu will 2024 wieder kandidieren

von Fremdeninfo 17 August 2023
von Fremdeninfo

 

Istanbuler Bürgermeister İmamoğlu will 2024 wieder kandidieren

 
        istanbuler-buergermeister-imamoglu-will-2024-wieder-kandidieren

Der amtierende Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu beabsichtigt, sich 2024 zur Wiederwahl aufstellen zu lassen. Die Ankündigung birgt Zündstoff, droht ihm seit Monaten doch ein Politikverbot wegen Beleidigung. Die Kommunalwahlen im kommenden Jahr könnten zur Machtprobe werden.Istanbuls Bürgermeister Ekrem İmamoğlu will trotz eines drohenden Politikverbots bei den Kommunalwahlen im kommenden Jahr kandidieren. Er sei bereit, im Rennen um den Posten der wichtigen türkischen Metropole anzutreten, sagte der Politiker der größten Oppositionspartei CHP am Dienstag in Istanbul.

„Ich mache mich auf, um Istanbul erneut gegen Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung zu verteidigen“, bekräftigte İmamoğlu. Der CHP-Parteichef Kemal Kılıçdaroğlu muss der Kandidatur noch zustimmen. İmamoğlu gilt als ärgster Gegner des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan (AKP). Der 52-Jährige hatte mit seinem Sieg bei der Bürgermeisterwahl 2019 die jahrzehntelange Dominanz der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP in Istanbul überraschend beendet.

Machtprobe zwischen Erdoğan und İmamoğlu?

Im vergangenen Jahr war İmamoğlu wegen Beleidigung zu mehr als zwei Jahren Haft und einem Politikverbot verurteilt worden. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, darf er kein politisches Amt mehr ausüben. Kritiker sehen in dem Urteil den Versuch, den beliebten Volksvertreter politisch kaltzustellen.

Die Wahl soll im Frühjahr 2024 stattfinden. Präsident Erdoğan betont immer wieder, dass er Istanbul zurückgewinnen will. Die Kommunalwahlen im kommenden Jahr könnten so zur Machtprobe zwischen ihm und dem Bürgermeister der Millionenmetropole werden.

Auch in Richtung des bei der Präsidentschaftswahl im Mai mal wieder unterlegenen CHP-Chefs Kılıçdaroğlu darf İmamoğlus Ankündigung als Kampfansage aufgefasst werden. Der Istanbuler Bürgermeister mahnt immer wieder den notwendigen Wandel innerhalb der CHP an. Bislang erhob er aber offiziell noch keinen Anspruch auf das Amt des Parteichefs.

dpa/dtj

17 August 2023 0 Kommentare
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Archive

Einbürgerung im Hannover stark gefragt

von Fremdeninfo 16 August 2023
von Fremdeninfo

Einbürgerung im  Hannover  stark gefragt

Cumali Yagmur

Wer einen deutschen Pass haben will, braucht im  Hannover  oftmals Geduld haben..

 In Hannover  die deutsche Staatsbürgerschaft haben will, muss in manchen Fällen Geduld aufbringen, denn das Verfahren von der Antragsstellung bis zur Aushändigung der Einbürgerungsurkunde kann in Ausnahmefällen schon einmal ein bis sogar zwei Jahre dauern.

Ein Grund ist die kontinuierlich steigende Zahl der Anträge, die auch im  Hannover  spürbar ist. Nach Auskunft  Hannover  hat sich die Zahl der Neuanträge seit dem Jahr 2022  verdoppelt. Angestigen.

Jedes Einbürgerungsverfahren habe allerdings eine individuelle Bearbeitungszeit. So könnten Verfahren, bei denen bei Antragstellung alle Voraussetzungen erfüllt sind, binnen weniger Monate abgeschlossen werden. Seien allerdings noch Fragen zu klären, beispielsweise mit den Behörden der Herkunftsländer, könne sich die Bearbeitungszeit bis zu zwei Jahre ausdehnen. Solche Fragen seien beispielsweise Entlassungsverfahren aus der bisherigen Staatsangehörigkeit oder auch Urkundenüberprüfungsverfahren.

Die meisten Einbürgerungsanträge, die beim  Hannover  derzeit gestellt werden, stammen von Menschen aus Syrien, gefolgt vom Irak und der Türkei. Dabei sei die Zahl der syrischen Anträge von 15 im Jahr 2020  gestiegen.

Mindestanforderungen für Neubürger sind neben einer achtjährigen Mindestaufenthaltsdauer Deutsch-Sprachkenntnisse mit B-1-Zertifikat. Als Alternative gilt aber auch ein in Deutschland erworbener Schulabschluss oder ein Abschluss einer in Deutschland absolvierten Berufsausbildung. Außerdem gilt es, an der Volkshochschule einen Einbürgerungstest zu bestehen.

.Einbürgerung künftig schon nach fünf Jahren

 EinwandererInnen sollen künftig nach fünf statt bisher acht Jahren eingebürgert werden können. Voraussetzung ist unter anderem weiter ein Einbürgerungstest und der Nachweis, dass der Lebensunterhalt „überwiegend selbst“ bestritten wird. Zudem will die Ampel-Koalition Bewerbern für die deutsche Staatsbürgerschaft ermöglichen, ihren ausländischen Pass behalten zu können. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, auf den sich die Ministerien jetzt geeinigt haben

16 August 2023 0 Kommentare
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Archive

Nach Festnahme: Abgeordnete sind empört über die Türkei

von Fremdeninfo 15 August 2023
von Fremdeninfo

 

 

Nach Festnahme: Abgeordnete sind empört über die Türkei

Artikel von Helene Bubrowsk    FAZ

 

 

 

 Gökay Akbulut (Die Linke) spricht bei der 100. Sitzung des Deutschen Bundestages am 27. April 2023. © dpa

 

Deutsche Politiker verurteilen die kurzzeitige Festnahme der Bundestagsabgeordneten Gökay Akbulut in der Türkei. „Die Festnahme einer deutschen Staatsbürgerin nur aufgrund von öffentlichen Meinungsäußerungen ist inakzeptabel für die Bundesrepublik Deutschland“, sagte der CDU-Abgeordnete Johann Wadephul der F.A.Z. „Das muss die Bundesregierung gegenüber der türkischen Regierung unmissverständlich klarmachen.“

Der Grünenabgeordnete Max Lucks, Vorsitzender der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe im Bundestag, sagte, er kenne die Linkenpolitikerin „als aufrechte Demokratin“. Er habe ihr seine „volle Solidarität und Unterstützung zugesagt“, nachdem er von dem Vorfall erfahren hatte. Die „kurzzeitige Ingewahrsamnahme“ Akbuluts trotz Diplomatenpasses sei „ein nicht zu entschuldigender Ballast für die deutsch-türkische Freundschaft“.

Akbulut hatte bei der Einreise in die Türkei am 3. August erfahren, dass gegen sie ein Haftbefehl vorliegt. Anschließend war die Politikerin der Partei Die Linke mehrere Stunden lang festgehalten worden, auch nachdem sie sich als Bundestagsabgeordnete ausgewiesen hatte. Ihr sei nach eigenen Aussagen „Terrorpropaganda“ vorgeworfen worden. Dabei ging es offenbar um Einträge in sozialen Medien sowie um politische Äußerungen und Reden zur Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und zur Lage der Kurden. Im Jahr 2019 kritisierte sie zum Beispiel eine türkische Militäroffensive in Nordsyrien, als die Armee die von kurdischen Milizen dominierten Demokratischen Kräfte Syriens angriff. Außerdem setzt sich die in der Türkei geborene Akbulut aus Mannheim, die seit 2017 im Bundestag sitzt, für die Aufhebung des Betätigungsverbots gegen die PKK in Deutschland ein.

Empörung über „Kriminalisierung“

Wadephul hält das Verbot der PKK für „richtig und notwendig“. Er sagt aber auch, dass Deutsche dies kritisieren dürfen, „erst recht natürlich als Parlamentarier“. Mit Blick auf die neu erwachten Bestrebungen der Türkei auf eine baldige Mitgliedschaft in der Europäischen Union sagt der Politiker: „Eine Türkei, die immer wieder vorgibt, möglichst schnell in die EU zu wollen, kann sich derartige Verletzungen rechtsstaatlicher europäischer Standards nicht erlauben.“ Lucks findet es indes „inakzeptabel, dass wieder einmal mehr in der Türkei der Versuch unternommen wurde, eine demokratisch gewählte Abgeordnete zu kriminalisieren“.

Die Deutsch-Türkische Parlamentariergruppe plant im Oktober eine Reise in die Türkei. Lucks betont gegenüber der F.A.Z., dass diese nur mit Akbulut stattfinden werde. „Wir werden sicher nicht von Autokraten und einer politisch instrumentalisierten Justiz eine Delegation des Bundestages abhängig machen.“ Ob die Reise stattfinden kann, ist angesichts des bereits stark beanspruchten Reisebudgets des Bundestags aber noch unklar. Sollte die Gruppe in die Türkei fahren, werde sie auch die „Angst vieler deutscher Staatsbürger, bei einer Einreise aus politischen Gründen festgenommen zu werden, thematisieren“

Das Auswärtige Amt warnt auf seiner Seite davor, dass deutsche Staatsangehörige willkürlich festgenommen, an der Einreise in die Türkei gehindert oder auch mit einer Ausreisesperre beleg

werden können. Vor allem aufgrund des weit gefassten Terrorismusbegriffs in der T könne etwa das „bloße Teilen, Kommentieren oder ‚Liken‘ von Beiträgen in sozialen Medien“ ausreichen für eine Strafverfolgung. Oft berufen sich die Behörden dabei auf die Unterstützung von beziehungsweise Propaganda für als terroristisch eingestufte Organisationen. Zu diesen zählen unter anderem der sogenannte Islamische Staat oder die PKK.

PKK spricht auch junge Deutsche an

Nach Angaben der Bundesregierung vom April wurde seit Juli 2022 in 51 Fällen Deutschen die Einreise in die Türkei verweigert. 64 deutsche Staatsangehörige waren zu jenem Zeitpunkt mit einer Ausreisesperre belegt. Bei 18 von 39 im vergangenen Jahr verhängten Ausreisesperren ging es laut Bundesinnenministerium demnach um Vorwürfe der Propaganda für eine Terrororganisation, die Mitgliedschaft in oder die Unterstützung einer solchen.

Die PKK war 1984 von Abdullah Öcalan gegründet worden, um mittels Guerillaeinheiten für eine kurdische Autonomie zu kämpfen. Zuletzt schrieb Ankara der PKK die Explosion eines Sprengsatzes in der Istanbuler Einkaufsstraße İstiklal zu. Dabei waren im November sechs Menschen getötet und 81 verletzt worden. Die PKK bestritt eine Beteiligung an dem Anschlag. Nach Daten der International Crisis Group sind allein seit 2015 in der Türkei, in Syrien und im Irak mehr als 6600 Menschen bei Zusammenstößen zwischen türkischen Sicherheitskräften und kurdischen Milizen ums Leben gekommen, darunter mehr als 600 Zivilisten.

In Deutschland ist die PKK seit 1993 mit einem Betätigungsverbot belegt und wird seit 2002 auf der EU-Terrorliste geführt. Der im Juni veröffentlichte Verfassungsschutzbericht 2022 widmet den Aktivitäten der PKK mehrere Seiten. Demnach bemühe sich die Organisation in Europa „seit Jahren um ein weitgehend gewaltfreies Erscheinungsbild“. In Deutschland gehe es vor allem um die logistische und finanzielle Unterstützung der PKK, die Rekrutierung neuer Anhänger und „Propaganda in eigener Sache“, etwa durch Demonstrationen oder Volksfeste.

Der Bundesverfassungsschutz resümiert: „Die PKK ist die mitgliederstärkste und schlagkräftigste Organisation im auslandsbezogenen Extremismus in Deutschland.“ Sie habe ein hohes Mobilisierungspotential. Der PKK gelinge es, vor allem junge Menschen in Deutschland „für die Ausreise zum bewaffneten Kampf in den kurdischen Siedlungsgebieten zu rekrutieren“. Im Juni meldeten türkische Staatsmedien, dass Thomas J. aus Mainburg, Kampfname „Azed Sergeş“, bei einem Drohnenangriff auf PKK-Einheiten im Nordirak getötet worden sei.

15 August 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Immer mehr illegale Einreisen nach Deutschland: Zahlen steigen drastisch

von Fremdeninfo 15 August 2023
von Fremdeninfo

Immer mehr illegale Einreisen nach Deutschland: Zahlen steigen drastisch

Artikel von Robert Wagner

Besonders an der Grenze zu Polen werden viele illegale Einwanderer aufgegriffen. Befürchtungen hinsichtlich der Belarus-Route bestätigen sich.

Berlin – Die Zahl illegaler Einreisen nach Deutschland ist drastisch gestiegen. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2023 hat die Bundespolizei 43.815 unerlaubte Grenzübertritte registriert, 51 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das berichtete am Freitag (11. August) die Bild, der ein interner Bericht der Bundespolizei vorliegen soll.

Diese Zahl steht in Widerspruch zu den allerdings sehr ähnlichen Angaben für das erste Halbjahr 2023, die Anfang August von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) veröffentlicht wurden. Demnach seien in den ersten sechs Monaten 45.338 Menschen illegal nach Deutschland eingereist, 56 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (29.174)

Um eine unerlaubte Einreise handelt es sich, wenn ein Mensch ohne Visum, Aufenthaltstitel oder Ausweispapiere die Grenze übertritt. Die meisten illegal Einreisenden sind Geflüchtete, die Schutz suchen und deshalb einen Asylantrag stellen wollen – und der illegale Grenzübertritt ist für Asylsuchende der einzige Weg überhaupt nach Deutschland zu kommen. 

Drastischer Zuwachs an illegalen Einreisen – vor allem aus Polen

Ein Großteil der irregulären Einreisen fand laut dem Bild vorliegenden internen Bericht an der Grenze zu Polen statt, wo 14.303 illegale Einwanderer aufgegriffen wurden – ein dramatischer Zuwachs von 143,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Noch größer ist allerdings der prozentuale Zuwachs illegaler Grenzübertritte aus der Schweiz, der mit 201,8 Prozent angegeben wird.

Aber auch anderen Ländern reisen signifikant mehr Menschen irregulär nach Deutschland ein als noch 2022. Aus Tschechien und Luxemburg kommend überquerten 48,5 beziehungsweise 58,7 Prozent mehr Menschen illegal die Grenze. An der Grenze zu Österreich blieben die Zahlen mit 9786 illegalen Einreisen hingegen auf konstant hohem Niveau.

 

 

Zwei Beamte der Bundespolizei begleiten einen Flüchtling auf dem Gelände der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber © Patrick Pleul/dpa

 Zwei Beamte der Bundespolizei begleiten einen Flüchtling auf dem Gelände der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber © Patrick Pleul/dpa

 Auch die dpa gibt hinsichtlich Polen ähnlich drastische Zahlen an. An der deutsch-polnischen Grenze wurden 2023 demnach von Januar bis Juni 12.331 illegale Einreisen registriert. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 4592. Zuletzt war über eine wachsende Zahl unerlaubter Einreisen über die sogenannte Belarus-Route berichtet worden, die über Polen in den Osten Deutschlands führt. Zwischen Juli 2022 und März 2023 sollen 8700 illegale Einreisen aus Belarus über diese Route registriert worden sein, wie die Welt im Mai 2023 berichtete.

Düstere Prognose“ des Potsdamer Innenministers bewahrheitet sich

Die Politik ist alarmiert, Russland und Belarus scheinen die Route neu zu beleben. „Offenbar kommt rund die Hälfte der Personen, die jeden Monat illegal über die deutsch-polnische Grenze einreisen, über Belarus in die EU“, sagte CSU-Fraktionsvize Andrea Lindholz im Mai der Welt. „Es liegt nahe, dass diese illegalen Einreisen Teil einer Strategie sind, um die EU zu destabilisieren.“ 

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) forderte damals vom Bund Grenzkontrollen an der Grenze zu Polen. Gegenüber dem Tagesspiegel sprach er von einer „düsteren Prognose für die nächsten Monate, denn Russland werde seine Schleuseraktivitäten noch intensivieren“. Diese Prognose hat sich offenbar bewahrheitet: Laut dem aktuellen Bericht von Bild reisten im April, Mai und Juni 2023 jeweils über 200 Prozent mehr Menschen illegal aus Polen nach Deutschland ein.

Die Belarus-Route hatte 2021 schon einmal für Aufsehen gesorgt. Damals kamen in der zweiten Jahreshälfte unerwartet Tausende Geflüchtete, vorwiegend aus dem Irak, Syrien, Jemen und dem Iran, über Belarus und Polen nach Deutschland. Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte im Mai 2012 angekündigt, Migranten nicht mehr an der Weiterreise nach Polen und ins Baltikum zu hindern. Er reagierte damit auf verschärfte Sanktionen der EU, die ihm vorwarf, Menschen in organisierter Form aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen. (rowa)

 

 

 

Immer mehr illegale Einreisen nach Deutschland: Zahlen steigen drastisch

Artikel von Robert Wagner

 

 

 

Auch die dpa gibt hinsichtlich Polen ähnlich drastische Zahlen an. An der deutsch-polnischen Grenze wurden 2023 demnach von Januar bis Juni 12.331 illegale Einreisen registriert. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 4592. Zuletzt war über eine wachsende Zahl unerlaubter Einreisen über die sogenannte Belarus-Route berichtet worden, die über Polen in den Osten Deutschlands führt. Zwischen Juli 2022 und März 2023 sollen 8700 illegale Einreisen aus Belarus über diese Route registriert worden sein, wie die Welt im Mai 2023 berichtete.

Düstere Prognose“ des Potsdamer Innenministers bewahrheitet sich

Die Politik ist alarmiert, Russland und Belarus scheinen die Route neu zu beleben. „Offenbar kommt rund die Hälfte der Personen, die jeden Monat illegal über die deutsch-polnische Grenze einreisen, über Belarus in die EU“, sagte CSU-Fraktionsvize Andrea Lindholz im Mai der Welt. „Es liegt nahe, dass diese illegalen Einreisen Teil einer Strategie sind, um die EU zu destabilisieren.“ 

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) forderte damals vom Bund Grenzkontrollen an der Grenze zu Polen. Gegenüber dem Tagesspiegel sprach er von einer „düsteren Prognose für die nächsten Monate, denn Russland werde seine Schleuseraktivitäten noch intensivieren“. Diese Prognose hat sich offenbar bewahrheitet: Laut dem aktuellen Bericht von Bild reisten im April, Mai und Juni 2023 jeweils über 200 Prozent mehr Menschen illegal aus Polen nach Deutschland ein.

Die Belarus-Route hatte 2021 schon einmal für Aufsehen gesorgt. Damals kamen in der zweiten Jahreshälfte unerwartet Tausende Geflüchtete, vorwiegend aus dem Irak, Syrien, Jemen und dem Iran, über Belarus und Polen nach Deutschland. Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte im Mai 2012 angekündigt, Migranten nicht mehr an der Weiterreise nach Polen und ins Baltikum zu hindern. Er reagierte damit auf verschärfte Sanktionen der EU, die ihm vorwarf, Menschen in organisierter Form aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen. (rowa)

 

 

 

 

15 August 2023 0 Kommentare
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Verband rät Journalisten von privaten Reisen in die Türkei ab

von Fremdeninfo 14 August 2023
von Fremdeninfo
Ausland Kritik an türkischer Regierung

Verband rät Journalisten von privaten Reisen in die Türkei ab

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat Journalisten und Medienschaffenden von beruflichen sowie privaten Reisen in die Türkei abgeraten. Die vorübergehende Festnahme der Bundestagsabgeordneten Gökay Akbulut (Die Linke) bei ihrer Einreise in die Türkei Anfang August zeige „ein weiteres Mal, dass die Erdogan-Autokratie ihre Kritiker als militante Staatsfeinde betrachtet und verfolgt, wenn sie die Möglichkeit dazu hat“, sagte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall laut einer Mitteilung am Montag. Wenn selbst die parlamentarische Immunität einer Abgeordneten nicht vor einer Festnahme schütze, sei die Gefahr für Journalistinnen und Journalisten umso größer

Bundestagsabgeordnete Akbulut wurde in der Türkei kurzzeitig festgenommen (Archivfoto) dpa/Fabian Sommer © Bereitgestellt von WELT

 

Die Politikerin Akbulut war am 3. August in der Türkei kurzzeitig festgenommen worden. Ein von den türkischen Behörden inzwischen wieder gelöschter Haftbefehl sei wegen „angeblicher Terrorpropaganda“ ausgestellt worden, sagte Akbulut dem „Mannheimer Morgen“. Sie verwies auf ihren kurdisch-alevitischen Hintergrund. Die deutsche Botschaft in der Hauptstadt Ankara und das Auswärtige Amt hätten sich eingeschaltet und damit ihre Freilassung bewirkt.

Akbulut ist seit 2017 Bundestagsabgeordnete der Linkspartei für den Wahlkreis Mannheim. Sie ist in der Türkei geboren. Sie hat sich wiederholt kritisch über die türkische Regierung geäußert und setzt sich für eine Aufhebung des deutschen Betätigungsverbots der Arbeiterpartei Kurdistans PKK ein. Die PKK ist in der Türkei, aber auch in der EU, als Terrororganisation eingestuft.

Frank Überall sagte weiter: „Wer sich als Journalist schon einmal kritisch in den eigenen Beiträgen und in den sozialen Netzwerken über die Türkei, ihren Präsidenten oder die Regierungspartei AKP geäußert hat, sollte sich von dem Land fernhalten.“ Alles andere sei ein unkalkulierbares Risiko

14 August 2023 0 Kommentare
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LIEBE LEUTE – PASST BITTE AUF, WENN IHR IN DIE TÜRKEI FLIEGT!!!!

von Fremdeninfo 14 August 2023
von Fremdeninfo
 
 
 
LIEBE LEUTE – PASST BITTE AUF, WENN IHR IN DIE TÜRKEI FLIEGT!!!!
Heute überlasse ich die Warnung an CAN DÜNDAR:
Leider ist es genauso schwierig, in die Türkei einzureisen, wie die Türkei zu verlassen. Mit seinem institutionalisierten Netz von Denunziationen und seiner wachsenden Sicherheitsarmee verwandelt sich das Regime allmählich in einen Polizeistaat. Nicht nur diejenigen, die in der Türkei leben, sondern auch diejenigen, die in Europa leben und im Sommer in die Türkei reisen, um ihre Familie zu besuchen oder Urlaub zu machen, entkommen der Strafverfolgung nicht. Ein regierungskritischer Beitrag in den sozialen Medien, eine Teilnahme auf einer Demonstration in Europa oder ein Foto mit einer „unliebsamen“ Person bringt sie ins Gefängnis statt ans Meer.
Erst kürzlich wurde die deutsche Linkspartei-Abgeordnete Gökay Akbulut bei der Passkontrolle am Flughafen Antalya festgehalten. Gegen sie lag ein Haftbefehl wegen „Terrorropaganda“ vor. Akbulut wurde festgenommen, trotz der Angabe, dass sie ein Parlamentsmitglied sei, und zur Polizeiwache und Staatsanwaltschaft gebracht. Nach intensiven Kontakten mit dem deutschen Außenministerium, der Botschaft und dem Konsulat wurde Akbulut schließlich um Mitternacht „freigelassen“. Das Verfahren wurde eingestellt und der Haftbefehl aufgehoben. Einmal mehr wird deutlich, wie die Justiz in der Türkei funktioniert.
Natürlich hat nicht jeder so viel „Glück“. Letztes Jahr teilte das deutsche Außenministerium mit, dass 64 deutsche Staatsangehörige derzeit in der Türkei inhaftiert sind und zusätzlich 64 aufgrund eines Ausreiseverbots nicht nach Deutschland zurückkehren können. In der Reisewarnung des Auswärtige Amt heißt es: „Halten Sie sich von politischen Veranstaltungen, Kundgebungen und grundsätzlich von größeren Menschenansammlungen fern. Seien Sie sich bewusst, dass in Deutschland getätigte Meinungsäußerungen und Handlungen, wie z.B. die Unterzeichnung von Petitionen mit kurdischen Anliegen, in der Türkei als regierungskritisch wahrgenommen werden könnten und dort deshalb zu strafrechtlichen Konsequenzen führen können“.
Erdoğans Sieg, Europas Niederlage und unser aller Blamage, dass ein demokratisches Land seinen eigenen Staatsangehörigen erklären muss: „Wenn du in der Türkei keinen Ärger bekommen willst, dann kritisiere die Regierung nicht“. Als mein Freund bei seiner Rückkehr in die Türkei meinen Namen im Telefonbuch „korrigierte“, erwiderte ich: „Lass den falschen Namen stehen, nur für den Fall…“
14 August 2023 0 Kommentare
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Türkische Opposition: Neustart nach der Niederlage

von Fremdeninfo 14 August 2023
von Fremdeninfo

Türkische Opposition: Neustart nach der Niederlage

 

Dauer-Wahlverlierer Kemal Kılıçdaroğlu, umgeben von Mansur Yavaş (l.) und Ekrem İmamoğlu. Foto: Kemal Kılıçdaroğlu/Twitt

 

Von Stefan Kreitewolf

Dauer-Wahlverlierer Kemal Kılıçdaroğlu, umgeben von Mansur Yavaş (l.) und Ekrem İmamoğlu. Foto: Kemal Kılıçdaroğlu/Twitter

Viel Frust, wenig Hoffnung: Das ist es, was der türkischen Opposition von der verlorenen Stichwahl Ende Mai  blieb. Nach Wochen der Agonie, ordnen sich Erdoğans Widersacher neu. Und alte Bekannte drängen an die Spitze.

Knapp verloren, intern zerstritten und ohne Mittel: Die türkische Opposition befand sich nach der verlorenen Präsidentschaftswahl Ende Mai lange in der Schockstarre. Präsident Recep Tayyip Erdoğan, der übermächtige Gegner, st0ß seine anfangs so kämpferisch auftretenden Widersacher in ein tiefes Loch. Langsam sortiert sich die Opposition wieder – und stellt sich zum Teil neu auf.

Die Sozialdemokraten der kemalisischen CHP führen eine hitzige Personaldebatte. Parteichef und Wahlverlierer Kemal Kılıçdaroğlu steht in der Kritik. Der amtierende Fraktionschef der CHP, Özgür Özel, wirft ihm vor, „keine Ahnung“ zu haben, „was sich an der Parteibasis abspielt“. Kılıçdaroğlu betont indes, dass die knappe Niederlage bei der Präsidentschaftswahl das beste Ergebnis gewesen sei, das die Opposition gegen den Amtsinhaber je geholt habe. 

İmamoğlu drängt mit Macht an die CHP-Spitze

Intern wird ihm vorgeworfen, die Situation schönzureden. 13 Jahre lang steht Kılıçdaroğlu der CHP vor – und verlor immer wieder krachend gegen Erdoğan. Eine Mehrheit in der Partei fordert längst einen Führungswechsel und grundlegende Reformen. Seine Parteifreunde trauen dem alternden Chef keinen Erfolg mehr dazu. Seine Zeit scheint endgültig abgelaufen zu sein.

Als möglicher Nachfolger Kılıçdaroğlus wird immer wieder der beliebte Istanbuler Oberbürgermeister Ekrem İmamoğlu ins Spiel gebracht. Mit Macht drängt er nun an die Spitze der zerstrittenen Partei. Wie man gegen Erdoğans AKP gewinnen kann, zeigte er bei den Istanbuler Lokalwahlen vor vier Jahren eindrucksvoll. Im kommenden Frühjahr wird dort wieder gewählt.

HDP diskutiert Fusion mit YSP

Amtsinhaber İmamoğlu will wieder antreten – im besten Fall als neuer Parteichef. Doch der charismatische Hoffnungsträger der CHP steht längst im Fadenkreuz der türkischen Regierung. Nach wie vor sieht er sich mit insgesamt drei Anklagen konfrontiert. Offensichtlich politisch motiviert, zielen sie darauf ab, Erdoğans Konkurrenten langfristig politisch kaltzustellen.

Auch die HDP, die zweite große Oppositionspartei, ringt um ihre Zukunft. Ein Kampf um die Deutungshoheit – besonders im Bezug auf die Wahlniederlage – ist entbrannt. Und ein Teil der linken Kurdenpartei drängt darauf, das Bündnis mit der links-grünen YSP zu beenden. Andere machen sich indes für eine Fusion der beiden Parteien unter neuem Namen stark. Noch im September soll ein außerordentlicher Parteitag Zukunftsfragen klären.

14 August 2023 0 Kommentare
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