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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

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Politik

Ende des Volkspartei-Traums: Die Grünen dürfen nicht immer Nein sagen

von Fremdeninfo 2 Oktober 2023
von Fremdeninfo

Ende des Volkspartei-Traums: Die Grünen dürfen nicht immer Nein sagen

Artikel von Rüdiger Soldt  FAZ 
Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir bei einem Redaktionsbesuch im September 2023 © Lucas Bäuml

Zur Regierungshalbzeit stehen die Grünen wieder dort, wo sie eigentlich nicht mehr sein wollten: Sie drohen, wieder zur ins eigene Milieu verliebten Nischenpartei zu werden. Die Migrationskrise und zuvor das missglückte Wärmepumpen-Gesetz könnten sie mit Wucht zurück in eine überwunden geglaubte Phase ihrer eigenen Geschichte katapultieren. Die vollmundigen Wünsche, „grüne Volkspartei“ oder „Brückenpartei“ zu werden, sind verstummt.

Auch von dem Führungsanspruch, den man bei der ökologischen Transformation der Wirtschaft stellvertretend für die gesamte Gesellschaft einnehmen wollte, sprechen die Grünen nur noch selten. Das müsste nicht so sein, denn alle großen Themen der Grünen, etwa der Klimaschutz oder die Bekämpfung des Artensterbens, haben mit dem Überleben der Spezies Mensch zu tun. So erklärt sich auch der zeitweise Höhenflug der Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock 2021.

Beim derzeit wichtigsten Thema, der Flüchtlingspolitik, halten die Bürger die Grünen weder für kompetent noch lösungswillig. Schlimmer, sagen grüne Realos, könne man nicht in der Defensive sein. Allerdings sind das Image einer Partei und ihr tatsächliches Agieren unterschiedliche Dinge. In Zeiten, in denen Politiker dazu neigen, sachpolitische Debatten kulturkämpferisch aufzuladen, können die Menschen Sachentscheidung und Zerrbild gar nicht mehr unterscheiden, auch deshalb wächst in der Bevölkerung der Zorn auf die Grünen.

Es reicht nicht, immer „Dammbruch“ zu schreien

War es bei der Wärmepumpe der fatale Glaube der Technokraten in Robert Habecks Ministerium, man müsse durchregieren, ist es in der Flüchtlingspolitik die grüne Neigung, bei Vorschlägen zum Asylrecht grundsätzlich zunächst Nein zu sagen. Es reiche nicht, sagte der grüne Finanzminister in Baden-Württemberg Danyal Bayaz, immer „Dammbruch“ zu schreien. Das verstärkt den Eindruck der Veto-Partei, der auf Länderebene auch nicht den Tatsachen entspricht: Dort unterstützen von den aktiven grünen Regierungspolitikern bis auf eine Ausnahme alle den Kompromiss für das „Gemeinsame Europäische Asylsystem“.

Die Grünen sind für beschleunigte Asylverfahren; grüne Kommunalpolitiker wenden sich mittlerweile gegen den Bau neuer Erstaufnahmeeinrichtungen. Vielleicht stehen die Grünen also vor einem Häutungsprozess wie 1999, als es um den Kosovo-Einsatz ging.

Der Flurschaden ist schon da. Im grünen Stammland Baden-Württemberg sind sie von 32 Prozent auf 22 Prozent abgerutscht – davon muss der Winfried-Kretschmann-Bonus noch abzogen werden. Man kann Zweifel haben, ob Cem Özdemir es ohne Amtsbonus schaffen kann, Kretschmanns Nachfolger zu werden. In Hessen könnte die CDU mit der SPD koalieren, die Grünen in die Opposition und den Realo Tarek Al-Wazir in den Ruhestand schicken. Bei der CDU ist die Versuchung groß, die Schwäche der Grünen zu nutzen und sie migrationspolitisch zu marginalisieren.

Wer das macht, geht aber die Gefahr ein, dass solche Auseinandersetzungen nicht die CDU, sondern am Ende die AfD stärken. Bei allen Unterschieden wird die CDU die Grünen noch für geräuschlos arbeitende Koalitionen brauchen. Meistens ist die Öko-Partei aus jedem Häutungsprozess gestärkt hervorgegangen.

2 Oktober 2023 0 Kommentare
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Politik

Angela Merkel im ZDF-Interview: Worüber Merkel oft mit Erdoğan gesprochen hat

von Fremdeninfo 2 Oktober 2023
von Fremdeninfo

Angela Merkel im ZDF-Interview: Worüber Merkel oft mit Erdoğan gesprochen hat

Artikel von Anna-Sophie Schneider – Der Spiegel

 

Erstmals seit ihrem Rückzug aus der Politik hat Angela Merkel ein TV-Interview gegeben. Im ZDF sprach die frühere Kanzlerin über ihre Amtszeit und verriet, was sie von AfD-Wählern hält.

Angela Merkel im ZDF-Interview: Worüber Merkel oft mit Erdoğan gesprochen hat © Fabian Sommer / dpa

 

Angela Merkel äußert sich seit ihrem Rückzug aus der Politik nur noch selten öffentlich. Für die

Dokumentation »Am Puls mit Mitri Sirin« trat die frühere Kanzlerin jedoch vor die Kamera und gab erstmals nach Ende ihrer Kanzlerschaft ein TV-Interview. Darin sprach sie unter anderem über die AfD, ein Dauerthema zwischen ihr und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan sowie die DDR.

In dem Interview sagte Merkel, dass sie Bundeskanzlerin aller Menschen war, die dauerhaft in Deutschland leben. »Ich habe darüber auch mit dem türkischen Präsidenten Erdoğan sehr häufig gesprochen«, sagte sie dem ZDF.

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Es sei um die Frage gegangen, wer verantwortlich sei für türkischstämmige Menschen, die hier in zweiter oder dritter Generation wohnen. »Und ich habe immer gesagt: ›Pass auf, deren Bundeskanzlerin bin ich‹.« Deutschland umfasse alle. »Da wir ja jetzt auch in den letzten Jahren sehr viele Menschen haben, die dauerhaft in unserem Land leben und noch nicht immer hier gelebt haben, ist das wieder eine neue Aufgabe, dass wir sie mit aufnehmen.«

Kein Verständnis für AfD-Wähler

In dem Gespräch sprach Merkel (CDU) auch davon, dass sie kein Verständnis dafür habe, wenn Menschen die AfD wählen. »Wenn man sich sozusagen auf Kosten anderer Menschen, auch anders aussehender Menschen und Menschen mit anderer Biografie profiliert, dann ist das nichts, wofür ich Verständnis habe.« Sie verstehe, dass man über manches verärgert sei. Aber sie sei nicht bereit zu akzeptieren, dass man deshalb Ideen und Gedankengut unterstütze, die für sie nichts mit Toleranz zutun hätten. »Da würde ich immer dagegen argumentieren und würde sagen, man kann in dieser demokratischen Gesellschaft auch anders seine Kritik und seinen Ärger zum Ausdruck bringen.«

Die Dokumentation »Am Puls mit Mitri Sirin« wird am Einheitsfeiertag an diesem Dienstag im ZDF ausgestrahlt. Merkel äußerte sich darin auch zur DDR.

Für die frühere Kanzlerin gibt es einen Unterschied zwischen dem Staat DDR und dem persönlichen Leben dort. »Die DDR hat es trotz aller Versuche, Jugendliche immer wieder zu beeinflussen, natürlich nicht geschafft, die Familie zu ersetzen. Man hatte Freunde, man hat gefeiert, wir sind mit den Eltern in den Urlaub gefahren. Das waren ja alles Erlebnisse«, sagte sie dem ZDF.

»Und dann gibt es noch die prägenden Erlebnisse durch den Staat. Ich meine, die Anwesenheit von Freiheit formt Menschen, aber die Abwesenheit von Freiheit formt sie ja auch.« Sie habe immer auch darüber geredet, dass es einen Unterschied gebe »zwischen dem Staat DDR, dessen Überwindung wir natürlich alle begeistert gefeiert haben und einem persönlichen Leben, das ja in jedem Land mehr ist als nur die staatliche Struktur«.

Merkel war bis 2021 Bundeskanzlerin, bei den Wahlen damals stellte sie sich nicht noch einmal zur Wahl. Die frühere Kanzlerin ist in der DDR aufgewachsen.

2 Oktober 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Ramelow über Merz’ Asyl-Aussage: „Die AfD haut sich auf die Schenkel, fühlt sich bestätigt“

von Fremdeninfo 1 Oktober 2023
von Fremdeninfo

 

Ramelow über Merz’ Asyl-Aussage: „Die AfD haut sich auf die Schenkel, fühlt sich bestätigt“

 

Von Tasspiegel

 

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sieht die AfD durch Friedrich Merz’ Aussage über Asylbewerber unterstützt. Einige Parteifreunde stärken dem CDU-Chef dagegen den Rücken.

Thüringens linker Ministerpräsident Bodo Ramelow hat dem Unionsfraktionsvorsitzenden Friedrich Merz (CDU) vorgeworfen, mit seiner Äußerung zur Zahnbehandlung abgelehnter Asylbewerber das Geschäft der AfD zu betreiben. „Die AfD haut sich auf die Schenkel, fühlt sich bestätigt und durch die Bestätigung ihrer Klischees sogar noch unterstützt“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Wer „Ressentiments bedient, der lenkt von den eigentlichen Problemen der medizinischen Versorgung ab“, fügte er hinzu mit Blick auf die wachsende Konzentration von Arztpraxen in den Händen großer Firmen.

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Merz hatte am Mittwoch in einer Diskussion über die Migrationspolitik im Fernsehsender Welt gesagt: „Die werden doch wahnsinnig, die Leute, wenn die sehen, dass 300.000 Asylbewerber abgelehnt sind, nicht ausreisen, die vollen Leistungen bekommen, die volle Heilfürsorge bekommen. Die sitzen beim Arzt und lassen sich die Zähne neu machen, und die deutschen Bürger nebendran kriegen keine Termine.“

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SPD und Grüne reagierten empört. Tatsächlich bekommen Asylbewerber – auch Geduldete, deren Antrag abgelehnt wurde – in den ersten 18 Monaten nur eine medizinische Akutversorgung, danach aber nahezu vollen Zugang zum Gesundheitssystem.

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Wüst verteidigt Merz

In der Union bekam Merz eher Rückendeckung. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) erklärte, Merz habe nur auf die generelle Belastung des Staates, der Gesellschaft und der Sozialsysteme durch die stark gestiegende irreguläre Migration aufmerksam machen wollen. Andere, wie der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), schwiegen.

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Populistische Attacke gegen Asylbewerber Merz verrät seine eigene Partei „Kosten die Beitragszahler viel Geld“ Freie-Wähler-Chef Aiwanger stützt in Asyl-Debatte Merz’ Zahnarzt-Aussage „Lassen sich die Zähne neu machen“ Was ist dran an Merz’ Aussage über Asylbewerber?

Der frühere Vorsitzende der CDU-Grundwertekommission, der Historiker Andreas Rödder, pflichtete Merz bei. Was der Parteichef anspreche, sei „die toxische Kombination, unter der unser Land leidet: die Überforderung durch ungesteuerte Migration plus die wachsenden Defizite unserer Infrastruktur. Insofern hat er völlig recht“, sagte Rödder der Zeitung „Welt“ (Freitag). „Das Problem von Friedrich Merz ist nicht die Aufregung der Linken, sondern (sind) die Heckenschützen in der eigenen Partei.“ (dpa)

1 Oktober 2023 0 Kommentare
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Information

Sollte man Bettlern Geld geben? Experten der Caritas haben klare Empfehlung

von Fremdeninfo 30 September 2023
von Fremdeninfo

Sollte man Bettlern Geld geben? Experten der Caritas haben klare Empfehlung

 

Nach Kontrollen in Hamburg

Sollte ich Bettlern Geld geben?

 

Ein Obdachloser sitzt mit einem Becher in der Hand in der Hamburger Innenstadt und bettelt. Die Stadt will das Herumlungern unterbinden. (Quelle: IMAGO/Hanno Bode/imago

 

Ein Obdachloser sitzt mit einem Becher in der Hand in der Hamburger Innenstadt und bettelt. Die Stadt will das Herumlungern unterbinden. (Quelle: IMAGO/Hanno Bode/imago)

In Hamburg dürfen Bettler in der Innenstadt nicht sitzen oder gar „liegen und lagern“, wenn sie um Geld bitten. Aber sollte man Menschen überhaupt etwas geben? Die Caritas hat einen Leitfaden.

In Hamburg geht die Polizei inzwischen häufiger gegen Bettler und Obdachlose in der Innenstadt vor. Laut dem Hamburger Senat sei Betteln an sich nicht verboten, aber das „Liegen und Lagern“ und schon das „Sitzen außerhalb der dafür vorgesehenen Bereiche“ sei unzulässig.

Doch sollte man Bettlern überhaupt Geld geben? Die Caritas hat dazu einige Tipps zusammengestellt. Die Wohlfahrtsorganisation der katholischen Kirche spricht sich klar dafür aus, Menschen auf der Straße monetär zu unterstützen. „Wer darauf angewiesen ist zu betteln, oder gar auf der Straße lebt, weiß am besten, was er oder sie gerade benötigt und wie das wenige Geld ausgeben wird, das ihm oder ihr zur Verfügung steht“, heißt es in dem Leitfaden. „Es ist ein kleiner, aber entscheidender Raum für die eigene Freiheit und Würde. Und diesen Raum sollten wir den Menschen lassen.“

Alkohol zum Überleben

Dass sich Menschen Alkohol von dem Geld kaufen würden, sei sicherlich möglich, räumt auch die Caritas ein. Wenn jemand wirklich süchtig sei, bräuchte dieser Mensch Alkohol oder Drogen zum Überleben. Ein kalter Entzug auf der Straße kann lebensbedrohlich sein.

Und wie viel sollte ich spenden? Eine Empfehlung gebe es nicht, so die Caritas. Doch man investiere in einen anderen Menschen, in Menschlichkeit und Solidarität. „Meistens gebe ich so viel, dass es mir nicht wehtut. Ich darf mich aber fragen, ob ich nicht großherziger sein könnte in Anbetracht all dessen, wofür ich selbst Geld ausgebe“, so die Caritas.

Wer lieber kein Bargeld auf der Straße weiterreichen möchte, kann auch Vereinen oder Initiativen Geld spenden, die sich um obdachlose Menschen in der Stadt kümmern. Eine Übersicht der Spendenmöglichkeiten hat die Stadt Hamburg zusammengestellt.

Warum Sachspenden nicht immer helfen

Sachspenden weiterzureichen, ist nicht immer hilfreich. „Was aber, wenn es der zehnte Kaffee und das sechste Brötchen an diesem Tag ist, die der bettelnde Mensch geschenkt bekommt, und sie deshalb im Müll landen? Sachspenden sind nur dann okay, wenn die Person, der ich helfen will, ausdrücklich danach gefragt hat“, empfiehlt die Caritas. „Das ist ähnlich wie mit Gutscheinen. Sie bevormunden bettelnde Menschen und sprechen ihnen das Recht ab, frei zu entscheiden.“

Was aber tun, wenn man sich belästigt fühlt? Da zieht die Caritas eine klare Linie: Das Gespräch beenden und „Nein“ sagen. Reicht das nicht, sollte man auf die Situation aufmerksam machen und sich Hilfe im öffentlichen Raum suchen. Aggressives Betteln kann als Nötigung ausgelegt werden und somit strafbar. „Stilles Betteln“ allerdings ist es seit 1974 nicht mehr. Platzverweise lösen das Problem der enormen Armut nicht, sondern verdrängen es nur.

Organisierte Kriminalität?

Problematisch wird es, wenn Bettler Umstände vortäuschen, wie eine verlorene Geldbörse oder eine Beeinträchtigung wie Blindheit. Dies könne als Betrug gewertet werden. Tatsächlich gibt es inzwischen in vielen Städten in Deutschland Menschen, die offensichtlich körperlich beeinträchtigt auf der Straße leben – oder zumindest so tun. Organisierte Bettlerbanden gebe es nicht, betont laut der Caritas die Polizei.

Allerdings gibt es Menschen aus Südosteuropa, die nach Deutschland gekommen sind, in der Hoffnung, hier ein besseres Leben zu finden. Auch falsche Versprechungen in ihren Heimatländern befeuern dies. „Ihre starke Familien- und Gruppensolidarität führt dazu, dass sie sich gemeinsam auf die Reise machen, gemeinsam wohnen und gemeinsam betteln. Das heißt noch lange nicht, dass man es mit ‚organisierten‘ Banden zu tun hat, und erst recht nicht, dass etwas Kriminelles daran wäre“, so die Caritas.

Das ungute Gefühl, das einige verspüren, wenn sie Bettler sehen, ist der Caritas bekannt. Die Angst, selbst sozial abzusteigen und betteln zu müssen, schwingt bei den Begegnungen immer mit. „Sie fühlen sich unsicher und hilflos, schauen lieber weg, als sich der Realität zu stellen, sich mit der unangenehmen Kehrseite unserer Konsum- und Wohlstandsgesellschaft auseinanderzusetzen. Viele Geschichten zeugen davon, wie schnell ein ‚Abstieg aus der Gesellschaft‘ erfolgen kann. Meist sind es mehrere Schicksalsschläge, die zusammenkommen: Krankheit, Jobverlust, Überschuldung, Trennung

30 September 2023 0 Kommentare
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Kultur

Menschenhandel“? Nächster Asyl-Eklat: Jetzt blockt Italien wegen Deutschland – heikle Szene bei Baerbock-

von Fremdeninfo 30 September 2023
von Fremdeninfo

Menschenhandel“? Nächster Asyl-Eklat: Jetzt blockt Italien wegen Deutschland – heikle Szene bei Baerbock-PK

Artikel von Stefan Krieger/ .Merkur

Menschenhandel“? Nächster Asyl-Eklat: Jetzt blockt Italien wegen Deutschland – heikle Szene bei Baerbock-PK

Italiens Innenminister Matteo Piantedosi bricht den Brüssel-Gipfel ab – der Kompromissvorschlag zur Asylreform kommt in Rom nicht gut an.

Berlin/Rom – Erst kam das Machtwort von Bundeskanzler Olaf Scholz, jetzt offensichtlich die Bremse aus Italien. Im jahrelangen Streit um die europäische Asylreform ist eine Einigung näher gerückt. Deutschland machte am Donnerstag beim EU-Innenministertreffen in Brüssel den Weg für die sogenannte Krisenverordnung frei, die als letzter Baustein der Reform gilt. Allerdings meldete dann Italien wegen der Zugeständnisse an Berlin neue Vorbehalte an.

Die Krisenverordnung sieht deutlich verschärfte Maßnahmen vor, wenn durch besonders viele Migranten eine Überlastung der Asylsysteme droht. Damit will die EU die Lehren aus der Flüchtlingskrise 2015 ziehen.

Innenministerin Nancy Faeser sprach in Brüssel von einem „hervorragend ausgehandelten Kompromiss“, dem sie nun zustimmen könne. Es gebe damit endlich „einen Willen zur Mehrheit“ unter den Mitgliedsländern, sagte der amtierende spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska, der die schwierigen Brüsseler Verhandlungen leitete.

Asylreform: Italien äußert Bedenken

Kurze Zeit später äußerte Italien Bedenken – und zwar ausgerechnet in Berlin. Außenminister Antonio Tajani sagte bei einem Auftritt mit Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne), der italienische Innenminister Matteo Piantedosi habe

sich „Zeit erbeten, um die Inhalte dieses Vorschlags näher zu prüfen, auch in rechtlicher Hinsicht“. Italienischen Medien zufolge verließ Piantedosi das Brüsseler Treffen vorzeitig und reiste zurück nach Rom.

Piantedosi kritisierte die NGOs während der Pressekonferenz mit Baerbock. Er beschuldigte sie, den „Menschenhandel“ nach Italien zu unterstützen, wie Bild berichtet. Im Gegensatz dazu äußerte Baerbock ausdrückliche Anerkennung für die Organisationen. Sie und die italienische Küstenwache würden „eine entscheidende Rolle bei der Rettung von Leben im Mittelmeer“ spielen.

Melonis Italien könnte nun die EU-Asylreform blockieren – nach dem deutschen Go. Auch bei einer Baerbock-PK kam es zu einer heiklen Szene. (Collage) © Collage: picture alliance/dpa/LaPresse via ZUMA Press | Cecilia Fabiano // picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

 

Baerbock betonte, die NGOs würden aktiv werden, um der Tragödie „Menschlichkeit entgegenzubringen“. In diesem Jahr seien bereits mindestens 2300 Menschen bei der riskanten Überfahrt über das Mittelmeer gestorben. „2300 Schicksale, Menschen mit Hoffnungen und Plänen für die Zukunft“, fügte sie hinzu. Baerbock sprach sich klar für die Seenotrettung aus. „Ihre Arbeit verdient unsere Unterstützung“. Deswegen habe sie „in einer gemeinsamen Kraftanstrengung“ mit der Bundesinnenministerin die deutschen Anliegen in die Verordnung „hineinverhandelt“.

Die vergangenen 48 Stunden hätten gezeigt, wie wichtig es sei, „bis zur letzten Minute für deutsche, aber auch für europäische Interessen zu kämpfen“,

betonte Baerbock. „Ohne Humanität in der Krise gibt es in Sachen Migration auch keine gemeinsame Ordnung“, erklärte die Ministerin.

Kompromissvorschlag zur Asylreform: Meloni nicht überzeugt

Der Kompromissvorschlag zur Asylreform hatte Berlin überzeugt, aber offenbar noch nicht italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Meloni passt es offenbar nicht, dass Deutschland weiter über private Seenotrettungs-Organisationen Hilfsaktionen für Flüchtlinge im Mittelmeer finanziert.

„Kein überstürztes Handeln, der Text muss vertieft werden“, heißt es nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa aus Rom. In der Tat ist der Streit mit Deutschland über die Aktiavitäten von NGOs nach wie vor sehr groß. In Rom zeige man sich „überrascht“, dass gerade zu dem Zeitpunkt, als in Brüssel der entscheidende Gipfel für die Zustimmung des Migrationspaktes stattfand, sieben von NGOs betriebene Schiffe unter deutscher Flagge im Mittelmeer unterwegs waren – vier davon im italienischen Gebiet.

„Die Nachricht von den sieben unter deutscher Flagge fahrenden NGO-Schiffen bestätigt unsere Befürchtungen. Ist das ein Zufall? Was steckt dahinter? Gibt es ein wahltaktisches Interesse? Einer anderen Art? Das kann nicht sein, das ist etwas, das nicht funktioniert. Vielleicht will jemand eine Einigung verhindern? Es gibt wirklich viel Verwunderung“, betonte Außenminister

Antonio Tajani am Abend aus Berlin, wo er seine Amtskollegin Annalena Baerbock traf, wie Ansa schreibt.

Asylreform: Kann der Kompromiss gerettet werden?

Hintergrund ist der bereits länger schwelende Streit Italiens mit Deutschland über die Finanzierung privater Seenotrettungs-Organisationen im Mittelmeer. Tajani warf den Nichtregierungsorganisationen vor, den „Menschenhandel“ nach Italien zu fördern. Die italienische Zeitung La Stampa berichtete, die an Berlin gemachten Zugeständnisse seien „bei der italienischen Regierung nicht gut angekommen“. Rom könne deshalb vorerst nicht zustimmen. Nun müssten sich die Ständigen Vertreter der EU in Brüssel bemühen, den Kompromiss noch zu retten.

Es vertieft sich jedoch der Eindruck, dass nur eine Klärung zwischen Scholz und Meloni auf dem Gipfeltreffen in Granada nächste Woche einen Ausweg aus der Sackgasse bringen kann. Gleichzeitig heiß es aus italienischen Kreisen, dass es keine Blockade der Vereinbarung gibt, sondern dass der Text lediglich noch „vertieft“ werden muss. Schließlich wurde bis vor wenigen Tagen nicht einmal damit gerechnet, dass bereits in dieser Woche grünes Licht gegeben wird. Ohne Berlin oder Rom, so die Überzeugung in EU-Kreisen, wird das Abkommen ohnehin nicht halten. (skr)

30 September 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Forderung aus Italien: Herkunftsländer von Rettungsschiffen sollen Mittelmeer-Migranten aufnehmen

von Fremdeninfo 29 September 2023
von Fremdeninfo

Forderung aus Italien: Herkunftsländer von Rettungsschiffen sollen Mittelmeer-Migranten aufnehmen

Artikel von Francesco Fontemaggi, Ella Ide, AFP/Tagespigel

 

Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni will, dass Länder unter dessen Flaggen Rettungsschiffen fahren, die geretteten Flüchtlinge aufnehmen. Auch deutsche Schiffe sind im Mittelmeer unterwegs.

Giorgia Meloni, Premierministerin von Italien, spricht während einer Pressekonferenz. © Foto: AFP/LUDOVIC MARIN

 

Herkunftsländer von Rettungsschiffen im Mittelmeer sollen aus Sicht von Italiens ultrarechter Regierungschefin Giorgia Meloni die geretteten Flüchtlinge aufnehmen – und damit häufig Deutschland.

Das forderte Meloni am Freitag in Malta, wo sich Vertreter von neun europäischen Mittelmeer-Anrainerstaaten berieten und zu einer „nachhaltigen und ganzheitlichen europäischen Antwort“ zur Bekämpfung der illegalen Migration aufriefen. Rom hatte Berlin zuletzt wiederholt angesichts unterschiedlicher Ansichten in der Flüchtlingspolitik kritisiert.

Es solle das Land für die Aufnahme von Migranten auf dem Schiff einer Nichtregierungsorganisation verantwortlich sein, unter dessen Flagge das Schiff der Rettungsorganisation fährt, sagte Meloni in Malta. Die Forderung Italiens folgt auf einen Änderungsantrag Deutschlands zu einer europäischen Asylreform, den Rom als „Rückschritt“ betrachtet.

Die Innenminister der EU-Mitgliedstaaten hatten am Donnerstag in Brüssel hinter verschlossenen Türen über das Vorgehen in der Flüchtlingspolitik und mit irregulärer Migration in die EU beraten. Deutschland machte dabei den Weg für die sogenannte Krisenverordnung frei, die als letzter Baustein der europäischen Asylreform gilt.

Die Krisenverordnung sieht deutlich verschärfte Maßnahmen vor, wenn durch besonders viele Migranten eine Überlastung der Asylsysteme droht. Damit will die EU die Lehren aus den Fluchtbewegungen 2015 ziehen.

Mehrere deutsche Rettungsschiffe im Mittelmeer

Italien meldete anschließend allerdings wegen der Zugeständnisse an Berlin neue Vorbehalte an. EU-Innenkommissarin Ylva Johansson sagte jedoch, es werde mit einer Einigung gerechnet. Berichten italienischer Medien zufolge lehnten die Innenminister den italienischen Änderungsantrag ab.

Rom wirft Berlin vor, mehrere Nichtregierungsorganisationen für die Seenotrettung im Mittelmeer zu finanzieren, von denen einige unter deutscher Flagge tätig sind. Kürzlich hatte sich Meloni bei Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wegen deutscher Gelder für Organisationen beschwert, die Flüchtlingshilfe in ihrem Land leisten.

Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP vom Freitag auf Websites zum Verfolgen des Schiffsverkehrs lag ein Schiff der deutschen Organisation Sea-Watch im Hafen der Insel Lampedusa vor Anker. Fünf weitere Schiffe waren demnach auf Rettungsmissionen vor der libyschen und tunesischen Küste unterwegs.

Meloni fordert schnellere Abschiebung illegaler Einwanderer

Bei ihrem Treffen in Malta forderten die Vertreter von neun europäischen Mittelmeer-Anrainerstaaten in einer gemeinsamen Erklärung eine „nachhaltige und ganzheitliche europäische Antwort“ zur Bekämpfung der illegalen Migration. Neben Meloni nahmen auch die Staatsspitzen aus Kroatien, Zypern, Frankreich, Griechenland, Portugal, Slowenien und dem Gastgeberland Malta teil sowie ein Vertreter Spaniens.

Italiens Regierungschefin Meloni sagte, sie sehe „definitiv einen Willen“, gemeinsam voranzugehen. „Diese schönen Ideen“ müssten „so schnell wie möglich in konkrete Taten“ umgesetzt werden. Die Politik zur Beschleunigung der Abschiebung illegaler Einwanderer müsse „auf europäischer Ebene verwaltet werden, um wirklich effektiv zu sein“.

Meloni sprach am Rande des Treffens auch mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Im Mittelpunkt stand dabei nach Angaben der französischen Delegation die Umsetzung des Mitte des Monats vorgestellten Zehn-Punkte-Plans von der Leyens zur Unterstützung Italiens.

Das Land hat einen deutlichen Anstieg ankommender Flüchtlinge verzeichnet. Laut der Regierung in Rom sind seit Jahresbeginn bereits mehr als 133.000 Migranten nach Italien gekommen

das sind fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Tausende von ihnen strandeten auf der bereits überfüllten Mittelmeerinsel Lampedusa.

Nachdem in den vergangenen Tagen schlechte Wetterbedingungen Überfahrten von der nordafrikanischen Küste nach Lampedusa verhindert hatten, erreichte am Freitag wieder ein Boot mit Flüchtlingen die italienische Mittelmeerinsel.

Seit Jahresbeginn sind nach UN-Angaben bereits mehr als 2500 Migranten im Mittelmeer ums Leben gekommen. Zwischen dem 1. Januar und dem 24. September 2023 kamen demnach insgesamt 186.000 Migranten in Italien, Griechenland, Zypern und Malta an.

29 September 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Zehntausende Armenier flüchten aus Berg-Karabach

von Fremdeninfo 29 September 2023
von Fremdeninfo

Zehntausende Armenier flüchten aus Berg-Karabach

Artikel von RP ONLINE

 

Eriwan. Nach der Kapitulation der armenischen Separatisten in Berg-Karabach sind mehr als 65 Prozent der Bevölkerung nach Armenien geflohen. Aserbaidschan verhaftet derweil einen Ex-Separatistenchef.

Geflüchtete Armenier aus Berg-Karabach nach ihrer Ankunft in Goris (Armenien).

Bis Donnerstagabend seien 78.300 Menschen – mehr als 65 Prozent der Bevölkerung Berg-Karabachs – in Armenien angekommen, teilten dortige Behördenvertreter mit. Der Zustrom halte unvermindert an.

Aserbaidschan hatte mit einer Blitzoffensive die vollständige Kontrolle über die Kaukasusregion übernommen. Die autoritäre Regierung Aserbaidschans hatte von den ethnisch armenischen Truppen in Berg-Karabach verlangt, die Waffen niederzulegen und die Separatistenbewegung aufzulösen. Berg-Karabach wurde rund 30 Jahre lang von separatistischen Behörden verwaltet.

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Die Region gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan, verwaltete sich aber seit dem Ende eines Separatistenkrieges 1994 selbst und wurde von Armenien unterstützt. Vergangene Woche zwangen aserbaidschanische Truppen die Separatisten in einer Blitzoffensive zur Aufgabe. Der separatistischen Präsident der Region, Samwel Schachramanjan, verwies auf ein Dekret vom 20. September, wonach Aserbaidschan den Einwohnern Berg-Karabachs den freien, freiwilligen und ungehinderten Abzug nach Armenien gestatte. Am Donnerstag kündigte Schachramanjans Regierung an, sich aufzulösen.

Einige der Flüchtenden sagten, sie sähen für sich keine Zukunft mehr in Berg-Karabach. „Ich habe Stepanakert mit der leisen Hoffnung verlassen, dass sich vielleicht etwas ändert und ich bald zurückkehren kann, und diese Hoffnung ist zerstört, nachdem ich von der Auflösung unserer Regierung gelesen habe“, sagte die 21-jährige Studentin Ani Abaghjan der Nachrichtenagentur AP. Die 30 Jahre alte Rechtsanwältin Anusch Schahramanjan sagte, dass „wir niemals in unsere Heimat zurückkehren können, wenn wir keine unabhängige Regierung haben“.

Aserbaidschan verhaftet Ex-Regierungschef der Separatisten

Unterdessen wurde bekannt, dass die aserbaidschanischen Behörden den früheren Chef der separatistischen Regierung in Berg-Karabach zur Verantwortung ziehen wollen. Sie legten Ruben Wardanjan am Donnerstag Terrorfinanzierung, die Schaffung illegaler bewaffneter Einheiten und einen illegalen Grenzübertritt zur Last.

Vertreter der aserbaidschanischen Behörden sagten, der Milliardär, der in Russland zu Reichtum kam, sei festgenommen worden, als er wie Tausende andere ethnische Armenier versucht habe, von Berg-Karabach aus nach Armenien zu gelangen. Er wurde in die aserbaidschanische Hauptstadt Baku gebracht. Seine Verhaftung schien ein Signal zu sein, dass Aserbaidschan die im Zuge der Blitzoffensive errungene Kontrolle über die Kaukasusregion rasch konsolidieren will. Wardanjan war im Jahr 2022 nach Berg-Karabach gezogen. Er war mehrere Monate lang Regierungschef, dann trat er in diesem Jahr zurück.

29 September 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Berg-Karabach: 70 Prozent der Bevölkerung ist geflohen

von Fremdeninfo 29 September 2023
von Fremdeninfo

 

Berg-Karabach: 70 Prozent der Bevölkerung ist geflohen

Artikel von euronews
 

Ankommende Flüchtlinge in Armenien © Vasily Krestyaninov/Copyright 2023 The AP. All rights reserved

 

Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung von Berg-Karabach ist geflohen. Armenien hat bisher amtlichen Angaben nach fast 85 000 Menschen aufgenommen. Die Vereinten Nationen riefen dazu auf, alle Mittel bereitzustellen, um den Schutz der Menschen zu gewährleisten und um ihre Rechte zu wahren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor schwerwiegenden Folgen.

„Dringliche Bedürfnisse“

„Wir haben von Problemen mit Bluthochdruck, Unterernährung, von Menschen, die Erste Hilfe benötigen, von älteren Menschen, Menschen mit chronischen Krankheiten, die Pflege brauchen, gehört. Wir haben sehr genau nachgefragt, was sie brauchen. Es gibt dringliche Bedürfnisse, die wir versuchen werden zu befriedigen. Und wir versuchen, zusätzliche Hilfsgüter zur Verfügung zu stellen. Aber es gibt auch einige mittel- bis längerfristige Bedürfnisse. Dazu gehört die Unterstützung von Ambulanzen und Krankenwagen“, erläutert Robb Butler, Sondergesandter der WHO.

  • Berg-Karabach: Aserbaidschanische Behörden nehmen früheren Regierungschef fest
  • Exodus: 70.000 Karabach-Armenier auf der Flucht

Rund 30 Prozent der Flüchtlinge sind minderjährig. Viele der Kinder und Jugendliche sind von ihren Familien getrennt. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, hat die Zielsetzung ausgegeben, die Jugendliche und ihre Familien wieder zusammenzuführen.

  • Ziel Armenien: Menschen fliehen aus Berg-Karabach

Die Fluchtbewegung setzte ein, nachdem die aserbaid

aserbaidschanischen Streitkräfte die Truppen der im Gebiet Berg-Karabach gelegenen, international nicht anerkannten Republik Arzach innerhalb kurzer Zeit besiegt hatten. Die Republik hat mittlerweile ihre Selbstauflösung angekündigt. Berg-Karabach gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan, war bisher aber mehrheitlich von einer armenischstämmigen Bevölkerung bewohnt.

29 September 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Elon Musk teilt Beitrag mit Aufruf zu AfD-Wahl – Auswärtiges Amt reagiert

von Fremdeninfo 29 September 2023
von Fremdeninfo

Elon Musk teilt Beitrag mit Aufruf zu AfD-Wahl – Auswärtiges Amt reagiert

Deutschland unterstützt Organisationen zur Seenotrettung im Mittelmeer. Elon Musk sieht das offenbar kritisch. Auf seiner Plattform X teilt der Milliardär einen Beitrag, in dem zur Wahl der AfD aufgerufen wird. Das Auswärtige Amt kontert prompt.

 

X-Eigentümer Elon Musk: „Ist die deutsche Öffentlichkeit sich dessen bewusst?“ REUTERS © Bereitgestellt von WELT

 

Der Tesla-Gründer und Milliardär Elon Musk hat seine Internet-Plattform X (vormals Twitter) genutzt, um sich eine Woche vor den Landtagswahlen in Bayern und Hessen in die deutsche Politik einzumischen. Am Freitag teilte er ein Videoclip eines migrationskritischen X-Nutzers namens „Radio Genoa“, in dem zur Stimmabgabe für die AfD aufgerufen wird.

In dem Beitrag wird kritisiert, dass derzeit acht deutsche Schiffe von Nichtregierungsorganisationen Flüchtlinge und Migranten aus dem Mittelmeer aufnehmen würden, um sie nach Italien zu bringen. „Ist die deutsche Öffentlichkeit sich dessen bewusst?“, schrieb Musk, der nach Angaben der Plattform X dort 158,3 Millionen Follower hat. Das Auswärtige Amt reagierte prompt und schrieb auf Englisch: „Ja. Und man nennt es Leben retten.“

Hintergrund ist die Kritik der italienischen Regierung, dass das Auswärtige Amt in diesem Jahr Seenotrettungsorganisationen mit bis zu zwei Millionen Euro unterstützt. Der Co-Vorsitzende der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung, Jan Phillip Albrecht, forderte die EU-Kommission auf, Musks „Wahlpropaganda“ zu stoppen.

Musk äußert sich in letzter Zeit zunehmend zu politischen Themen. Im Mai moderierte er den Start der republikanischen Präsidentschaftskampagne von Floridas Gouverneur Ron DeSantis auf X. Vergangene Woche traf er sich mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Der Milliardär hatte zudem am Donnerstag in der US-Einwanderungsdebatte Position bezogen

und die texanische Grenze zu Mexiko besucht, um sich mit lokalen Politikern und Strafverfolgungsbehörden zu treffen und sich einen, wie er es nannte, „ungefilterten“ Blick auf die Situation zu verschaffen. Der gebürtige Südafrikaner verwies danach auf X auf seinen eigenen Status als Einwanderer in die USA und bezeichnete sich selbst als „extrem einwanderungsfreundlich“. Er sprach sich für eine Begrenzung irregulärer Grenzübertritte und eine Ausweitung der legalen Einwanderung aus. Später fragte Musk auf X, warum sich die US-Politik mehr um die Ukraine als die Grenze der USA kümmere.

29 September 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Deutschland stimmt Asyl-Krisenverordnung der EU zu

von Fremdeninfo 28 September 2023
von Fremdeninfo

Deutschland stimmt Asyl-Krisenverordnung der EU zu

Die Welt

Innenministerin Nancy Faeser (SPD) stimmt für Deutschland in Brüssel dem „hervorragend ausgehandelten Kompromiss“ zur EU-Asylreform zu. Mit der Krisenverordnung will sich die EU gegen eine neue Flüchtlingskrise wappnen.

Deutschland stimmt Asyl-Krisenverordnung der EU zu © AFP/JOHN THYS

 

Deutschland will der umstrittenen Krisenverordnung zustimmen, damit die groß angelegte EU-Asylreform vorankommt. „Obwohl wir noch weiteren Änderungsbedarf hätten, werden wir heute unserer Verantwortung gerecht. Wir werden heute diesem – wie wir finden – von Spanien hervorragend ausgehandeltem Kompromiss zustimmen“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) bei einem Treffen der 27 EU-Innenminister am Donnerstag in Brüssel.

Die sogenannte Krisenverordnung sieht Sonderregeln für EU-Staaten vor, die unter besonders hohem Migrationsdruck stehen. Dazu zählt, dass Asylsuchende bei der Registrierung an der Außengrenze länger unter haftähnlichen Bedingungen festgehalten werden können. Auch können Standards bei Unterbringung und Versorgung abgesenkt werden.

Faeser betonte, es müsse sichergestellt werden, dass die Krisenverordnung nur im Ausnahmefall greife. Die Mitgliedstaaten müssten daher in jedem Einzelfall mit qualifizierter Mehrheit zustimmen. Der Zugang zu Asylverfahren müsse auch im Krisenfall sichergestellt, Grund- und Menschenrechte gewahrt werden. Zudem brauche es ein Monitoring. „Bekannt ist, dass Deutschland sich für weitere Ausnahmen einsetzt, nämlich den Schutz besonderer Personengruppen“ wie Kinder und Familien, sagte Faeser. „Wir bedauern sehr, dass es keine Mehrheit dafür gibt.“ Dennoch sei der aktuelle Kompromiss zustimmungswürdig.

„Wir wissen, was auf dem Spiel steht“, sagte Faeser. „Nur wenn künftig die Außengrenzen geschützt werden, kann das Europa der offenen Grenzen im Inneren noch eine Zukunft haben.“ Nur wenn es gelinge, die EU-Asylreform insgesamt voranzutreiben, könnten die Staaten dauerhaft und wirksam entlastet werden, die besonders betroffen seien. „Dazu gehört Italien, aber auch Deutschland. Die Situation bei uns in den Kommunen ist sehr angespannt.“

An der Krisenverordnung gibt es heftige Kritik. Nichtregierungsorganisationen wie Amnesty International sehen sie als „Verrat an den Rechten von Menschen auf der Flucht“. „Ärzte ohne Grenzen“ erklärte, man beobachte in ganz Europa, „wie Staaten Abweichungen von Mindeststandards unter dem Deckmantel der ‚Krise‘ oder ‚Instrumentalisierung‘ vornehmen – mit dramatischen Folgen“.

Aber auch innerhalb der EU gibt es Widerstand, vor allem von Polen und Ungarn. Beide Staaten

fordern eine noch härtere Gangart. Ungarns Vertreter betonte am Donnerstag, man brauche Konsens in sensiblen Fragen der Migrationspolitik und diesen Konsens gebe es nicht.

Ob es am Donnerstag zu einer Abstimmung über die Krisenverordnung kommen würde, war zunächst noch unklar. Auf der Tagesordnung war ursprünglich keine Abstimmung vorgesehen, weil es nicht genügend Unterstützung gab. Deutschland galt als Zünglein an der Waage. Mit der Zustimmung der Bundesrepublik dürfte es die notwendige qualifizierte Mehrheit für die Verordnung geben.

Der aktuelle Druck auf die EU-Innenminister ist deshalb so hoch, weil die EU die groß angelegte Asylreform noch vor den Europawahlen im Juni 2024 verabschieden will. Das EU-Parlament hatte vergangene Woche die Verhandlungen zu zwei Gesetzesvorhaben ausgesetzt, weil sich die EU-Mitgliedsstaaten bisher nicht auf eine gemeinsame Position für die Krisenverordnung haben einigen können.

28 September 2023 0 Kommentare
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