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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Information

Elon Musk schickt ersten türkischen Astronauten ins Weltall

von Fremdeninfo 22 Januar 2024
von Fremdeninfo

Elon Musk schickt ersten türkischen Astronauten ins Weltall

Von: dtj

                                                               

 

SpaceX und Axiom Space haben den Start der Axiom Mission 3 (Ax-3) zur Internationalen Raumstation (ISS) auf den heutigen

Donnerstag verschoben. Mit dabei an Bord: Alper Gezeravcı aus der Türkei (r.) Foto: Axiom Spac

 

Die Türkei betritt eine neue Ära in der Raumfahrt, denn der erste türkische Astronaut, Alper Gezeravcı, soll heute mit einer internationalen Crew im Rahmen der Ax-3 Mission zur ISS aufbrechen. Die Leitung dieser historischen Mission liegt bei SpaceX, dem Raumfahrtunternehmen von Elon Musk.

Die geplante Ax-3 Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) verspricht einen historischen Augenblick für die Türkei, da der erste türkische Astronaut, Alper Gezeravcı, daran teilnehmen wird. Die Raketen Falcon 9 B1080-5 und das Raumschiff Crew Dragon C212 Freiheit sollen am 18. Januar vom Kennedy Space Center abheben, mit einem erwarteten Andocken an der ISS am 20. Januar. Ursprünglich sollte die Mission bereits am Mittwoch starten, wurde allerdings verschoben.

Die Mission ist ein internationales Unterfangen, da die Besatzung aus Mitgliedern verschiedener Länder besteht. Der Start, der erste bemannte Raumflug im Jahr 2024, wird von SpaceX durchgeführt. Während der Aufstiegsphase sind mehrere Abbruchzonen vorgesehen, um das Raumschiff im Falle von Problemen sicher absetzen zu können. Die Wetterprognose des 45. Luftgeschwaders der USSF zeigt günstige Bedingungen für den Start, mit einer geringen Wahrscheinlichkeit von Verstößen gegen die Startstandards.

13 Experimente für die Wissenschaft geplant

Die Ax-3-Besatzung besteht unter anderem aus dem erfahrenen US-amerikanischen Astronauten Michael Lopez Alegría, dem italienischen Luftwaffenoberst Walter Velade und dem Türken Alper Gezeravcı. Lopez

Alegría, ein ehemaliger NASA-Astronaut, führt die Mission an und ist ein erfahrener Raumfahrer mit sechs vorherigen Raumflügen. Velade, Pilot der Axiom-3, ist ein italienischer Luftwaffenoffizier mit Erfahrung als Testpilot und Ingenieur. Gezeravcı, der erste türkische Raumfahrer, ist ein erfahrener Pilot der türkischen Luftwaffe.

Erster Türke im Weltall: „In Istanbul ist es gefährlicher“

Halil Kayıkçı aus Istanbul wird bald in die türkischen Geschichtsbücher eingehen. Er bekommt im nächsten Jahr die Gelegenheit, als erster Türke die Erdatmosphäre zu verlassen und ins Weltall zu fliegen. Kayıkçı, Student der Technischen Universität Istanbul (ITÜ) für Luft- und Raumfahrttechnik, ist einer von 107 Menschen aus 60 Ländern, die an einer Verlosung einer privaten Firma … Erster Türke im Weltall: „In Istanbul ist es gefährlicher“ weiterlesen

Wir sind dabei, unser Ziel zu erreichen, einen unserer Bürger in den Weltraum zu schicken“, sagte Präsident Recep Tayyip Erdoğan vergangene Woche. Am Dienstagabend erklärte er, er betrachte diese Mission als „Symbol einer immer mächtigeren und sich behauptenden Türkei“.

Gezeravcı bereit, „die Träume des türkischen Volkes in die Tiefen des Weltraums zu bringen“

Gezeravcı selbst ist sich der hohen Erwartungen bewusst. Er ist nach eigenen Worten bereit, „die Träume des türkischen Volkes in die Tiefen des Weltraums zu bringen“. In einem Interview mit der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu betonte er aber zugleich, dass der Flug zur ISS für sein Land „kein Selbstzweck“ sei. Vielmehr diene er dazu, „die Ziele unserer Weltraumforschung zu erreichen“.

Die Crew wird mehr als 13 Experimente an Bord der ISS durchführen, darunter Forschung zu Lebensmittelkonsum im Weltraum, Strahlenschutz, Eierstockfunktion in der Schwerelosigkeit und biologische Experimente. Nach Abschluss ihrer Zeit an Bord wird die Axiom-3-Mission auf dem gleichen Weg wie andere Crew-Dragon-Missionen zur Erde zurückkehren.

22 Januar 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Mehrere Leichen von Migranten nach Bootsunglück angespült

von Fremdeninfo 22 Januar 2024
von Fremdeninfo

 

Mehrere Leichen von Migranten nach Bootsunglück angespült

 von:R-P Online

 

 

Istanbul. Vor sechs Wochen gab es vor der türkischen Küste ein Bootsunglück mit einen Flüchtlingsboot. Nun wurden einige der Körper der Unfallopfer angespült. Mehr zu den Hintergründen.

                                          

 

Migranten werden auf dem Weg nach Italien über das Mittelmeer aufgehalten (Archivbild).

An der Küste im Süden der Türkei sind sechs Wochen nach dem Untergang eines Flüchtlingsboots binnen weniger Tage neun Leichen angespült worden. Zwei von ihnen wurden Medienberichten zufolge am Montag in der Provinz Antalya gefunden, eine weitere rund 200 Kilometer weiter westlich in der Provinz Mugla.

 Die Behörden gehen davon aus, dass es sich bei einem Großteil der Toten um Passagiere des im Dezember gesunkenen Flüchtlingsbootes handelt. Nach dem Fund von sechs Leichen in der Provinz Antalya hatten die Behörden am Sonntagabend mitgeteilt, dass die Kleidung von fünf von ihnen offenbar in Syrien hergestellt wurde.

Am 11. Dezember hatte die libanesische Botschaft in Ankara das Verschwinden eines Flüchtlingsbootes mit 90 Menschen an Bord gemeldet. Es kam demnach Syrien oder dem Libanon und steuerte die Mittelmeerinsel Zypern an.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) verschwanden im vergangenen Jahr mehr als 3000 Migranten bei ihrer Flucht über das Mittelmeer. Es war die höchste Zahl von Verunglückten seit dem Jahr 2017.

Laut den türkischen Behörden könnte es sich bei einer der in der Provinz Antalya gefundenen Leichen um eine junge Türkin handeln, die Anfang Januar in der Küstenstadt verschwunden war. Medienberichten zufolge wurde dies durch DNA-Analysen bestätigt.

22 Januar 2024 0 Kommentare
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Mutmaßlich ausländerfeindlicher Angriff: Marokkaner und Syrer in Brandenburg am Kopf verletzt

von Fremdeninfo 22 Januar 2024
von Fremdeninfo

                                  

Mutmaßlich ausländerfeindlicher Angriff: Marokkaner und Syrer in Brandenburg am Kopf verletzt

  Von:Tagesspiegel

Eine etwa neunköpfige Gruppe schlug in Elsterwerda zwei Männer aus Marokko und Syrien. Zuvor sollen die Täter eine Frau rassistisch beleidigt haben.

                                                        

Symbolfoto Polizei, Einsatzwagen, Streifenwagen, blaulicht, Potsdam 04.12.2023 Foto: Sebastian Gabsch © Foto: Foto: Sebastian Gabsch

 

Im brandenburgischen Elsterwerda ermittelt die Polizei nach einem mutmaßlichen ausländerfeindlichen Angriff auf zwei junge Männer aus Syrien und Marokko. Sie wurden nach eigenen Angaben am Freitagabend am Bahnhof der Stadt von Mitgliedern einer etwa neunköpfigen Gruppe beleidigt und geschlagen, wie die Polizei in Cottbus am Montag mitteilte. Die Männer wurden am Kopf verletzt, auch eine Brille ging kaputt.

Die Geschädigten im Alter von 18 und 20 Jahren wollten nach eigenen Angaben einer Frau helfen, die von der Gruppe rassistisch beleidigt und angegangen wurde. Ein Täter soll darüber hinaus versucht haben, der Frau ihr Kopftuch herunterzureißen. Als die beiden Zeugen per Telefon die Polizei alarmieren wollten, wurden sie demnach selbst angegriffen.

Danach fuhr die Gruppe, zu der auch drei Frauen gehört haben sollen, mit einem Zug vom Bahnhof davon. Die beiden Geschädigten wandten sich später an die Polizei und zeigten den Vorfall an. Ihre Verletzungen wurden im Krankenhaus versorgt. Die weiteren Ermittlungen übernahm nach Angaben der Beamten der Staatsschutz der Polizei. (AFP)

22 Januar 2024 0 Kommentare
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Nouripour im ntv Frühstart: „Begriff Remigration hat sehr viele Leute erschüttert“

von Fremdeninfo 22 Januar 2024
von Fremdeninfo

Nouripour im ntv Frühstart: „Begriff Remigration hat sehr viele Leute erschüttert“

Ntv,de

Der Grünen-Co-Chef begrüßt die Massendemonstrationen gegen Rechtsextremismus. Ob sie die AfD-Wähler zum Umdenken bringen, bleibe ungewiss. Für die Grünen sind die Proteste aber jetzt schon spürbar: Binnen zwei Wochen seien mehr als Tausend Menschen der Partei beigetreten.

                                                                     

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Der Grünen-Vorsitzende Omid Nouripour hat die Massendemonstrationen gegen Rechtsextremismus auf die Recherchen des Netzwerks „Correctiv“ zu einem Treffen von Rechtsextremen und AfD-Politikern in der Nähe von Potsdam zurückgeführt. „Die Leute sind in Sorge und, ehrlich gesagt, dieser unsägliche Begriff Remigration hat auch sehr viele Leute erschüttert“, sagte Nouripour in der Sendung „Frühstart“ von ntv. Wie diese Proteste auf AfD-Wähler wirken, könne er nicht abschätzen. Aber er hoffe, dass das bei den Wählern der AfD „auch zu einem Umdenken führt, weil die ja auch durch diese Recherchen sehen müssen, welche Menschenverachtung dahintersteckt“, so der Grünen-Chef.

Merz warnt vor „Nazi-Keule“ gegen die AfD

Dass die Massenproteste gegen Rechtsextremismus die Parteien der Mitte schwächen könnten, fürchtet er nicht. Im Gegenteil, die Grünen verzeichneten gerade überdurchschnittlich viele Parteieintritte. „Wir haben gerade ein Riesen Run, wie wahrscheinlich seit Jahren nicht an Neumitgliedern, die bei uns in die Partei einfallen“, sagte Nouripour. Er sprach von einer vierstelligen Zahl von Personen, die die letzten zwei Wochen eingetreten seien. Das zeige, dass „die Leute was machen wollen“. Viele Menschen würden sich gerade zivilgesellschaftlich engagieren, dazu zähle auch der Eintritt in eine Partei. Entscheidend sei die Stärkung der Demokratie, auch wenn es die AfD nicht gäbe. „Das Gedankengut ist ja noch da und das zu bekämpfen, das bleibt“, so Nouripour.

Trump bleibt unvorhersehbar

Der gelernte Außenpolitiker Nouripour ist skeptisch, ob ein wiedergewählter Donald Trump, die Präsidentschaft nutzt, um die USA in ein autoritäres Regime zu verwandeln. Das wisse man nicht, das sei ein Problem. Trump bringe eine große Unberechenbarkeit. „Deshalb müssen wir uns mit allem, was wir haben, darauf vorbereiten, und das geht nur europäisch“, sagte Nouripour.

Als Beispiel von Trumps notorischer Unzuverlässigkeit in seiner ersten Amtszeit schilderte er eine Anekdote aus seiner Heimatstadt Frankfurt: „Bei uns gab es Banken, die Schichten eingeteilt haben, damit jemand um vier, fünf Uhr morgens aufsteht und schaut, was er getwittert hat, damit bei der Börseneröffnung in Frankfurt mit der Zeitverschiebung man auch dann dementsprechend darauf reagieren kann.“

22 Januar 2024 0 Kommentare
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Frankreich: Zehntausende bei Protesten gegen Migrationsgesetz in Frankreich

von Fremdeninfo 22 Januar 2024
von Fremdeninfo

 

                                                     

                                          

Frankreich: Zehntausende bei Protesten gegen Migrationsgesetz in Frankreich

von dpa

                                          

March against Immigration Law Project. Marche contre la Loi immigration à Paris – Sophie Binet, Jac data-portal-copyright= © Bereitgestellt von Handelsblatt
 

Paris, Lille, Caen: In Frankreich sind Tausende Menschen auf die Strasse gegangen. Sie protestieren gegen ein restriktives Migrationsgesetz von Macrons Regierung.

Gegen das umstrittene neue Einwanderungsgesetz sind am Wochenende in Frankreich mehrere Zehntausend Menschen auf die Straße gegangen. Das Innenministerium sprach von 75 000 Protestierenden, die Gewerkschaften dagegen von 150 000. Über 100 Kundgebungen waren in verschiedenen Städten geplant, wie der Fernsehsender franceinfo am Sonntag berichtete.

In Paris versammelten sich mehrere Tausend Menschen in der Nähe des Eiffelturms. In Lille und Caen protestierten jeweils etwa 2000 Menschen, ebenso wie in Metz. Am Samstag waren bereits zwischen 3000 und 4000 Demonstranten in Toulouse auf die Straße gegangen.

Mit dem von Präsident Emmanuel Macron angeschobenen neuen Gesetz sollte Migration besser reguliert sowie grundsätzlich auch die Integration verbessert werden. Auf Druck der konservativen Oppositionspartei Les Républicains, auf deren Stimmen Macrons Mitte-Lager bei der Verabschiedung des Gesetzes angewiesen war, wurde das Gesetz aber verschärft. Noch ist es nicht in Kraft.

Da die Regierung und Macron an einigen Punkten verfassungsrechtliche Zweifel haben, legten sie das Gesetz dem Verfassungsrat vor. Dieser gibt am Donnerstag bekannt, ob Passagen nachgebessert werden müssen.

22 Januar 2024 0 Kommentare
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Bundesweit mehr als 300.000 Menschen bei Demos gegen Rechtsextremismus

von Fremdeninfo 21 Januar 2024
von Fremdeninfo

Bundesweit mehr als 300.000 Menschen bei Demos gegen Rechtsextremismus

 von Werlt

Nach der Großdemo in Hamburg gehen auch am Wochenende Tausende gegen rechts auf die Straße, etwa in Erfurt, Dortmund und Frankfurt. Auslöser sind die Recherchen von Correctiv über ein Treffen Rechter mit Vertretern der AfD. Reporterin Anna-Marleen Howe mit einem Überblick bei WELT TV.

Bundesweit sind am Samstag Hunderttausende gegen rechts und für die Demokratie auf die Straße gegangen. Nach ersten Zählungen der Polizei und der Veranstalter demonstrierten insgesamt mindestens 300 000 Menschen. In einigen Städten lagen noch keine abschließenden Zahlen beider Seiten vor. Allein in Frankfurt am Main und in Hannover demonstrierten nach Angaben von Polizei und Veranstaltern jeweils 35.000 Menschen – ein Motto war „Demokratie verteidigen“. Der Frankfurter Römer war voller Menschen, die Transparente mit Aufschriften wie „Alle zusammen gegen den Faschismus“ und „Kein Platz für Nazis“ trugen. Auch in anderen Städten kamen Zehntausende Menschen zusammen, um friedlich zu protestieren – etwa gegen ein Erstarken der AfD. Bis Sonntagabend wurden bundesweit weitere Zehntausende Menschen bei Demonstrationen erwartet.

In Hannover rief Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die Menschen bei der Kundgebung dazu auf, im eigenen Umfeld klare Kante gegen rechts zu zeigen und für Menschenrechte und Demokratie einzutreten. „Verteidigen wir unsere Demokratie“, appellierte er. Die Demonstranten trugen Plakate mit der Aufschrift wie etwa „Wir sind bunt“ oder „Faschismus ist keine Alternative“.

In Dortmund gab die Polizei die Teilnehmerzahl mit 30.000 an. In Wuppertal schätzte die Polizei die Zahl der Teilnehmer auf etwa 7000. Dort stand die Demo unter dem Motto „Gemeinsam und solidarisch! Gegen Ausgrenzung, Hass und Hetze!“. In Stuttgart versammelten sich die Menschen unter dem Motto „Alle zusammen gegen die AfD“. Ein Sprecher des Veranstalters – das Bündnis Stuttgart gegen rechts – schätzte die Teilnehmerzahl auf 20.000 Menschen – ein Polizeisprecher hielt das für möglich. Ebenfalls 20.000 waren es laut Polizei in

Demonstration auf dem Opernplatz in Hannover

In Kassel sprach die Polizei von 12.000 Teilnehmern – das waren zwölfmal so viele wie erwartet worden waren. Teilnehmer trugen dort Plakate mit Aufschriften wie „Nazis und Antisemiten müssen ausgebürgert werden“ und „Zusammen gegen Extremisten für Demokratie“. Mehr als 12.000 Demonstranten waren es laut Polizei auch in Gießen.

Tausende Menschen gingen auch in Bayern auf die Straße, darunter laut Polizei mindestens 15.000 in Nürnberg. Sprechchöre riefen dort: „Ganz Nürnberg hasst die AfD!“ In Erfurt waren es laut Polizei und Organisatoren mehrere Tausend Menschen. In Halle/Saale demonstrierten nach offiziellen Angaben rund 16.000 Teilnehmer.

Bereits am Freitagabend musste wegen des großen Menschenandrangs eine Demonstration gegen rechts und die AfD in Hamburg abgebrochen werden. Einer der Organisatoren verwies auf Sicherheitsbedenken. Die Polizei sprach von 50.000 Teilnehmern, die Veranstalter gingen von 80.000 aus.

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Demonstranten vor dem Staatstheater auf dem Friedrichsplatz
 

Insbesondere Vertreter von Gewerkschaften, Verbänden, Grünen und SPD hatten dazu aufgerufen, sich an den Protesten zu beteiligen. CDU-Chef Friedrich Merz bezeichnete die bundesweiten Demonstrationen als ermutigend. „Die ‚schweigende‘ Mehrheit erhebt ihre Stimme und zeigt, dass sie in einem Land leben möchte, das weltoffen und frei ist“, teilte er auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Samstagmorgen in Berlin mit. „Wir stehen an der Seite derer, die sich für unsere Demokratie, unseren Rechtsstaat und unsere offene Gesellschaft einsetzen“, sagte Merz. „Lassen wir gemeinsam keine diskriminierenden Sprüche oder rechtsextreme Parolen zu. Wir zeigen gemeinsam ein Stoppschild gegen jede Form von Extremismus und Rassismus: gegen jede Form von Hass, gegen Hetze und gegen Geschichtsvergessenheit.“

NRW-Ministerpräsident dankt Demonstranten

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) dankte den Zehntausenden Menschen, die bundesweit gegen rechts demonstrierten. Das zeige, dass es in der Mitte der Gesellschaft „eine breite Allianz“ gebe, sagte er am Samstag in Düsseldorf. Wüst forderte erneut eine solche „Allianz der Mitte“ auch in der Politik, die sich parteiübergreifend und über alle staatlichen Ebenen hinweg bilden müsse. „Wir brauchen einen Schulterschluss der Demokraten.“ Wüst bezeichnete die AfD als „brandgefährliche Nazi-Partei“. Auf X schrieb der CDU-Politiker, die AfD stehe nicht auf dem Boden des Grundgesetzes. „Die AfD ist keine konservative Partei und erst recht keine wertorientierte Partei.“

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, begrüßte die Kundgebungen. „Ich bin wirklich erfreut, dass die Mitte der Gesellschaft aufsteht“, sagte Schuster der „Augsburger Allgemeinen“. Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, sagte der „Westdeutschen Zeitung“: „Es wäre wünschenswert, wenn die schweigende Mehrheit unserer Bevölkerung klar gegen Extremismus und Antisemitismus Position beziehen würde. Und erfreulicherweise

 

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Demonstranten versammelten sich auf dem Frankfurter Römer
Quelle: dpa/Boris Roessler

 

Auslöser der Proteste ist ein Bericht des Medienhauses Correctiv aus der vergangenen Woche über ein bis dahin nicht bekanntes Treffen von Rechtsradikalen vom 25. November. Daran teilgenommen hatten in einer Potsdamer Villa auch mehrere AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU und der sehr konservativen Werteunion.

Bei dem Treffen hatte der frühere Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, eigenen Aussagen zufolge über „Remigration“ gesprochen. Wenn Rechtsextremisten diesen Begriff verwenden, meinen sie in der Regel, dass eine große Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen soll – auch unter Zwang.

Am Sonntag werden erneut Tausende Menschen bei Demonstrationen erwartet. In München rechnet die Polizei mit bis zu 25.000 Menschen. In Köln erwartet das aus mehr als 50 Parteien, Organisationen und Initiativen bestehende Bündnis „Köln stellt sich quer“ rund 10.000 Teilnehmer. In Berlin ist am Nachmittag (16.00 Uhr) ein Protest vor dem Bundestag geplant. Dazu aufgerufen hat ein breites Bündnis unterschiedlicher Organisationen. Laut Polizei sind 1000 Teilnehmer angemeldet.

Auch in vielen weiteren deutschen Städten sind Kundgebungen und Demonstrationen geplant, unter anderem in Chemnitz, Dresden und Neubrandenburg. In Cottbus wird Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bei einer Demonstration am Vormittag (11.00 Uhr) erwartet.

21 Januar 2024 0 Kommentare
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Frauen

Unberührt in die Ehe – Verzweiflung bei jungen Musliminnen

von Fremdeninfo 20 Januar 2024
von Fremdeninfo

 

 

                                           Unberührt in die Ehe – Verzweiflung bei jungen Musliminnen

                                                       

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Kontraste

Sex vor der Ehe – im Islam noch immer ein Tabu. Passiert es dennoch, wird es für junge Musliminnen oft gefährlich: Wenn die Heirat ansteht, wächst die Angst vor dem Vater oder den Brüdern. In ihrer Verzweiflung lassen Frauen ihre Unschuld durch Ärzte wiederherstellen. Oder sie fliehen und verstecken sich.

Sex vor der Ehe – darüber regt sich heutzutage kaum jemand mehr auf. Doch was, wenn so etwas jungen Frauen muslimischen Glaubens passiert. Eine katastrophe für die Mädchen, wenn es rauskommt! Denn traditionelle muslimische Familien verlangen auf Biegen und Brechen von ihren Töchtern, dass sie als Jungfrauen in die Ehe gehen, – andernfalls drohen schlimme Konsequenzen. Sandra Havenith hat ein junges Mädchen begleitet, das diese Regel nicht befolgt hat.

Sie ist 22. Und Muslimin. Und sie hat Angst. Denn: Seit 5 Jahren ist Celine auf der Flucht – vor ihrer eigenen Familie.

Sie war gerade 17, als sie erfuhr, dass ihre Familie sie verheiraten wollte.

Mit einem Mann, den sie nicht kannte, und den sie nicht wollte. Sie hatte Angst vor der Heirat und vor dem, was dann herauskommen würde: .Celine war keine Jungfrau mehr.

KONTRASTE
„Wie wichtig ist es, Jungfrau zu sein?“
Celine
„Das spielt eine große Rolle.“
KONTRASTE
„Warum?“
Celine
„Ja, keine Ahnung. Wenn Du den Mann heiratest, sollst Du auf jeden Fall Jungfrau sein. Er soll Dich ja entjungfern.“

Sex vor der Ehe: Das ist in vielen muslimischen Familien noch immer unvorstellbar. Es bedeutet die Ehre, den Stolz der Familie zu verletzen. Viele junge Frauen haben deshalb Angst, dass die Wahrheit herauskommt. Manche fürchten sogar um ihr Leben.

Im Internet suchen sie verzweifelt Hilfe. Dort tauschen sie sich aus. Natürlich anonym. Und fast alle wollen nur eins: Einen Arzt finden, der das Jungfernhäutchen wieder herstellt.

Eine Anlaufstelle für solche Operationen ist der Verein Balance. Früher hatte man bei Balance zehn Mädchen im Jahr, heute kommen über 100. Und sie sind bereit, für die OP 130 Euro zu zahlen.

Christiane Tennhardt, Frauenärztin bei Balance
„Die meisten Mädchen weil sie befürchten, dass sie verheiratet werden oder weil sie heiraten wollen und weil sie in der Hochzeitnacht bluten wollen und sie wissen, dass sie schon Geschlechtsverkehr hatten. Sie sind verzweifelt und das Jungfernhäutchen ist nicht mehr intakt und sie wollen es reparieren.“

Eine Operation löst das Problem nicht wirklich. Trotzdem ist es für viele junge Frauen die einzige Alternative. Die Angst vor der Familie und den Konsequenzen ist einfach zu groß.

Und außer ihrer Familie haben Mädchen wie Celine meistens keine Ansprechpartner. In der Schule werden Themen wie Zwangsheirat oder Jungfrau sein kaum besprochen. Das gilt auch für Schulen mit hohem Migrationsanteil, wie hier in Berlin Neukölln:

Mädchen
„Wirklich gesprochen wird darüber eigentlich kaum in der Schule.“
KONTRASTE
„Ist das ein Thema für Euch?“
Mädchen
„Eigentlich nicht.“

Weil nicht darüber geredet wird, wissen viele Mädchen nicht einmal genau, warum sie als Jungfrau in die Ehe gehen sollen und was das für ihr Leben bedeutet.

Mädchen
„Ja, der Mann, den wir heiraten, der will ja auch was Besonderes haben und wenn wir schon Geschlechtsverkehr hatten, dann ist es für ihn ja nichts Neues.“

Mädchen
„Du bist ein sauberes Mädchen und wir möchten auch eine schöne Nachricht bekommen Rein von einer Familie in andere übergegangen. Das ist so der Gedanke von der Familie.“

Eine der Sekretärinnen an dieser Schule. Zu ihr gehen die Mädchen wenn sie Probleme haben. Sie ist ihre Vertrauensperson. Denn sie ist Türkin. Bei Deutschen Lehrern und Sozialarbeitern suchen die Mädchen eher seltener Rat.

Thomas Herzog, Sozialarbeiter
„Ist ja schon eine klare Aussage, wenn die Mädchen zur Sekretärin gehen. Da muss ja was fehlen.“

Was fehlt sind Lehrer und Sozialarbeiter mit Migrationshintergrund, die die Themen der Mädchen kennen und ansprechen.

Thomas Herzog, Sozialarbeiter
„Wenn es zu Konflikt kommt, zum Bespiel, wenn ein Mädchen Geschlechtsverkehr hatte, dann wissen die oft nicht, wo die sich hinwenden sollen. Ist nicht so, dass alle Mädchen gut ihren Müttern sprechen. Sondern die sind erstmal sehr auf sich alleine gestellt.“

Mangelnde Information und damit mangelnde Unterstützung – Wir wollen von der Berliner Schulbehörde wissen warum.

In einer schriftlichen Antwort verweist man uns auf den Ethikunterricht. Dort würden solche Themen behandelt. Zum Beispiel:
„Partnerschaft, Liebe und Sexualität in verschiedenen Kulturen“.

Klingt alles sehr schön – Fakt ist, was der Lehrer konkret behandelt ist seine Sache.
Und ob er überhaupt in der Lage dazu ist, solche schwierigen Themen zu besprechen – danach fragt keiner.
Celine jedenfalls hätte sich Hilfe gewünscht. Die Familie zu verlassen, fiel ihr auch so schon schwer genug. Sie war oft verzweifelt, wusste einfach nicht mehr weiter. Bis heute hat sie den Verlust der Familie nicht verarbeitet

20 Januar 2024 0 Kommentare
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Das neue Staatsangehörigkeitsgesetz darf kein zahnloser Tiger bleiben

von Fremdeninfo 19 Januar 2024
von Fremdeninfo

PM: Das neue Staatsangehörigkeitsgesetz darf kein zahnloser Tiger bleiben

 

 

Pressemitteilung vom Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V. s

 

Das neue Staatsangehörigkeitsgesetz darf kein zahnloser Tiger bleiben

Ein von der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V. seit ihrer Gründung gefordertes Recht – das Recht auf die doppelte Staatsangehörigkeit – wurde heute beschlossen. Obwohl dies gemeinsam mit der Verkürzung der Aufenthaltsdauer eine positive Entwicklung ist, wurde das Gesetz in seiner jetzigen Form leider deutlich verschärft. Außerdem warnt der Verband davor, bei der Reform des Gesetzes die Anforderungen an die bereits überforderten Behörden nicht mitzudenken.

Gökay Sofoğlu, Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V., sagt: „Große Teile der Zivilgesellschaft haben bis zur letzten Sekunde daran gearbeitet, dass die Verschärfungen im Vergleich zur bisherigen Gesetzeslage zurückgenommen werden. Das Ergebnis zeigt aber leider, dass Bezieher*innen von Sozialleistungen, wie z.B. Alleinerziehende, behinderte Menschen oder pflegende Personen zukünftig auf Ermessenseinbürgerungen hoffen müssen.

Der neue Gesetzestext enthält zudem viel politisches Prosa, was die Praxis der Einbürgerungen nicht wesentlich verändert, aber das Ziel hat, ganz bestimmte Menschen in unserem Land unter einen Generalverdacht zu stellen. Muslimisch gelesene Menschen sind zukünftig stärker mit kulturellen Vorbehalten konfrontiert, weil die Regierung Absätze wie zum Bekenntnis zur historischen Verantwortung Deutschlands für die NS-Unrechtsherrschaft oder zur Gleichstellung von Mann und Frau explizit im Gesetz aufführt. Diese Kriterien sind auch jetzt schon Teil unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung und damit legitime Gründe, eine Einbürgerung nicht zu gewähren.“

„Unser neuer Fokus liegt auf den Anwendungshinweisen, die das Innenministerium den jeweiligen Einbürgerungsbehörden an die Hand geben wird“, sagt Aslıhan Yeşilkaya-Yurtbay, Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V. „Dort findet die Einbürgerungspraxis statt und dort werden auch die Probleme entstehen, wenn die Anwendungshinweise ähnlich schwammig wie das Gesetz formuliert sind und die Ermessensspielräume zu groß bleiben. Die Behörden sind schon jetzt überfordert und es gibt sehr lange Wartezeiten für Termine, zehntausende Anträge sind bereits jetzt unbearbeitet. Deshalb ist es wichtig, die Kapazitäten der Behörden zu erhöhen, wenn das Gesetz auch in der Realität funktionieren soll.

19 Januar 2024 0 Kommentare
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Was sich bei der Einbürgerung ändern soll

von Fremdeninfo 19 Januar 2024
von Fremdeninfo

 

Was sich bei der Einbürgerung ändern soll

von Tagesschasu

Überblick  Staatsangehörigkeitsrecht

Was sich bei der Einbürgerung ändern soll

Der Bundestag hat eine Änderung des Staatsangehörigkeitsrechts beschlossen. Einbürgerungen sollen künftig schneller möglich sein. Was genau ist noch geplant? Die Kernpunkte der Reform im Überblick.

Die Abgeordneten des Bundestages haben der Reform des sogenannten Staatsangehörigkeitsrechts zugestimmt. Damit will die Ampelkoalition schnellere Einbürgerungen unter bestimmten Voraussetzungen ermöglichen. Die Kernpunkte des Gesetzentwurfs im Überblick:

Einbürgerungsfrist

Derzeit können Menschen aus dem Ausland den deutschen Pass nach frühestens acht Jahren in Deutschland erhalten. Die Zeitspanne soll auf fünf Jahre verkürzt werden. Bei „besonderen Integrationsleistungen“ soll eine Einbürgerung künftig sogar schon nach drei Jahren möglich sein. Unter solche „Leistungen“ fallen etwa gute Sprachkenntnisse, ein ehrenamtliches Engagement oder sehr gute Leistungen in Schule oder Beruf.

Player: video“Es geht um die Frage der Teilhabe“, Dirk Wiese, stellv. Fraktionsvorsitzender SPD, zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts

Doppelte Staatsbürgerschaft

Eine weitere Neuerung: Künftig soll für Migrantinnen und Migranten grundsätzlich die Mehrstaatigkeit möglich sein – also der Besitz zweier Pässe. Bisher müssen viele Ausländerinnen und Ausländer bei Erhalt der deutschen Staatsangehörigkeit ihre bisherige Staatsangehörigkeit aufgeben. Davon ausgenommen sind unter anderem Bürgerinnen und Bürger aus einem anderen EU-Staat oder der Schweiz. Aus Sicht der Bundesregierung droht das viele Menschen abzuschrecken, aus Verbundenheit zum Heimatland oder zu der im Ausland lebenden Familie.

Deutsche Staatsangehörigkeit für Kinder

In Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern sollen künftig ohne weiteren Vorbehalt die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten, wenn mindestens ein Elternteil seit mehr als fünf Jahren rechtmäßig in Deutschland lebt. Auch hier lag die Frist bislang bei acht Jahren. Prinzipiell sollen in Deutschland geborene Kinder die deutsche Staatsangehörigkeit und die Staatsangehörigkeit ihrer Eltern erhalten und dauerhaft behalten können.

Player: videoKabinett einigt sich auf Gesetzentwurf für Reform der Staatsbürgerschaft

Staatsangehörigkeitsrecht im Kabinett Schnellere Einbürgerungen – wo die Haken sind

Die Fristen für Einbürgerungen sollen herabgesetzt werden – für Menschen, die ihren Lebensunterhalt sichern können. mehr

Sprachkenntnisse

Die schnellere Einbürgerung wäre aber auch künftig an mehrere Voraussetzungen geknüpft. Frauen und Männer aus dem Ausland, die die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten wollen, müssen dafür Nachweise für eine gute Integration und gute Deutschkenntnisse erbringen. Ausnahmen gelten hier für Angehörige der sogenannten Gastarbeitergeneration, die häufig schon seit Jahrzehnten in der Bundesrepublik leben. Für sie soll ein schriftlicher Einbürgerungs- sowie Deutsch-Test entfallen. Mit diesen Erleichterungen solle die „Lebensleistung“ dieser älteren Generation gewürdigt werden, zitiert die Nachrichtenagentur AFP aus dem Gesetzesentwurf der Ampelkoalition, dem das Bundeskabinett im vergangenen August zugestimmt hatte.

Lebensunterhalt

Eine weitere Bedingung für die Einbürgerung ist, dass Migrantinnen und Migranten den eigenen Lebensunterhalt und den von unterhaltsberechtigten Familienangehörigen in der Regel selbst bestreiten müssen. Auch hier sehen die geplanten Regelungen Ausnahmen für Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter vor, die nach 1974 nach Deutschland gekommen sind sowie für sogenannte frühere Vertragsarbeiter der DDR.

Player: audioFaeser im einem Gastartikel zum Thema Einbürgerung

Bekenntnis zum Grundgesetz

Um den deutschen Pass zu erhalten, müssen sich Ausländerinnen und Ausländer – wie bisher – zu der im deutschen Grundgesetz verankerten freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen. Dazu heißt es im Gesetzesentwurf des Bundesinnenministeriums, dass „antisemitisch, rassistisch, gegen das Geschlecht oder die sexuelle Orientierung gerichtete oder sonstige menschenverachtend motivierte Handlungen“ mit der Menschenwürdegarantie des Grundgesetzes unvereinbar sind. 

Bekenntnis gegen Antisemitismus

Das Bekenntnis soll den Plänen der Ampelkoalition nach künftig erweitert werden. Hintergrund sind unter anderem die teils antisemitischen Proteste auf deutschen Straßen nach dem Angriff der Terrormiliz Hamas aus Israel. Darum soll künftig auf das Bekenntnis „zur besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft und ihren Folgen, insbesondere für den Schutz jüdischen Lebens“ gefordert werden. Mit Blick auf Russlands Angriff auf die Ukraine wird auch auf das „Verbot der Führung eines Angriffskrieges“ verwiesen. Haltungen, die dem entgegenstehen, sollen eine Einbürgerung unmöglich machen.

19 Januar 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Migration: Bundestag billigt Maßnahmenpaket für vereinfachte Abschiebungen

von Fremdeninfo 19 Januar 2024
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Migration: Bundestag billigt Maßnahmenpaket für vereinfachte Abschiebungen

Artikel von , dpa

 

 

RCHIV – Abgelehnte Asylbewerber werden am 24.11.2015 in Leipzig (Sachsen) zum Transport zum Flughaf data-portal-copyright= © Bereitgestellt von Handelsblatt

 

 

 

 

Der Entscheidung gingen längere Konflikte in der Bundesregierung voraus. Unter anderem wurden nun Änderungen bei der Höchstdauer des Ausreisegewahrsams beschlossen.

Eine Verlängerung des Ausreisegewahrsams soll künftig verhindern, dass Abschiebungen im letzten Moment noch scheitern. Nach längerem Tauziehen in der Koalition verabschiedete der Bundestag am Donnerstagabend ein entsprechendes Gesetz mit der Mehrheit der Ampel – auch wenn einige Grünen-Abgeordnete dagegen stimmten. Im Gesetz ist eine Reihe von Verfahrensvereinfachungen und Regelverschärfungen vorgesehen, um die Abschiebung von ausreisepflichtigen Ausländern zu erleichtern.

„Wer in Deutschland kein Bleiberecht hat, der muss Deutschland auch wieder verlassen“, betonte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). „Das ist eine Voraussetzung dafür, dass Migration in der Gesellschaft insgesamt akzeptiert wird und Integration auch funktioniert.“

In der Vergangenheit scheiterten Abschiebungen immer wieder daran, dass Betroffene untertauchten und nicht mehr auffindbar waren. Deshalb wird etwa die gesetzliche Höchstdauer des Ausreisegewahrsams von bislang 10 Tagen auf 28 Tage verlängert. Außerdem dürfen Behördenvertreter künftig in Gemeinschaftsunterkünften auch andere Räume betreten als nur das Zimmer des Abzuschiebenden.

Der Gesetzentwurf war in der letzten Sitzungswoche vor Weihnachten kurzfristig von der Tagesordnung des Bundestags genommen worden, weil die Grünen noch Nachbesserungen gefordert hatten. Auf ihr Drängen soll den Betroffenen nun ein Anwalt zur Seite gestellt werden. Für Familien mit minderjährigen Kindern wird zudem die Abschiebehaft grundsätzlich ausgeschlossen.

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