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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

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4 Februar 2026 0 Kommentare
Information

Hamas-Angriff: Israels Luftwaffe beschießt Ziele in Gaza – viele Tote gemeldet

von Fremdeninfo 7 Oktober 2023
von Fremdeninfo

 

Hamas-Angriff: Israels Luftwaffe beschießt Ziele in Gaza – viele Tote gemeldet

Artikel von Alexander Preke -Der Spiegel

 

Die israelische Armee hat mit Luftschlägen gegen Gaza auf den Überfall der palästinensischen Terrororganisation reagiert. Es gibt Berichte über eine dreistellige Zahl an Todesopfern.

Hamas-Angriff: Israels Luftwaffe beschießt Ziele in Gaza – viele Tote gemeldet © Mohammed Salem / REUTERS

 

Die israelische Luftwaffe hat nach dem Großangriff aus dem Gazastreifen auf Israel Ziele in dem Palästinensergebiet beschossen. Dutzende Kampfjets seien an der Operation »Eisernes Schwert« beteiligt gewesen, teilte ein Sprecher der israelischen Armee mit.

Laut des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen wurden bei den Luftschlägen mindestens 198 Palästinenser getötet, es soll mehr als 1600 Verletzte geben. Eine unabhängige Bestätigung für diese Angaben gibt es bislang nicht.

 

Armee: Militäranlagen der Hamas attackiert

Bei den Attacken der Hamas in Israel wiederum sind seit dem Morgen mindestens 40 Menschen gestorben, wie die Rettungsorganisation Roter Davidstern mitteilte. Das israelische Gesundheitsministerium berichtete zudem von mehr als 900 Verletzten in Krankenhäusern. Es gibt zudem unbestätigte Berichte über mehrere Entführungen von Israelis in den Gazastreifen, unter anderem sollen die Terroristen laut TV-Sender N12 rund 50 Geiseln im israelischen Kibbuz Beeri gefangen halten.

Die israelische Armee teilte mit, bei den Angriffen im Gazastreifen seien 17 Militäranlagen und vier Kommandozentren der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas angegriffen worden. Dass es den israelischen Luftschlägen viele Menschen zum Opfer fallen könnten, kommt für Experten nicht überraschend, da die Hamas ihre Kommandozentralen häufig in zivilen Wohngebieten hat. Dem Militärexperten Carlo Masala zufolge informiert die israelische Armee die Bewohnerinnen und Bewohner üblicherweise aber vor Angriffen.

Die USA wollen nun sicherstellen, dass Israel auch künftig »über die notwendigen Mittel zur Selbstverteidigung« verfügt. »In den kommenden Tagen wird sich das Verteidigungsministerium dafür einsetzen, dass Israel über das verfügt, was es braucht, um sich zu verteidigen und die Zivilbevölkerung vor willkürlicher Gewalt und Terrorismus zu schützen«, teilte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin mit.

 

7 Oktober 2023 0 Kommentare
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Frauen

Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi: Eine Stimme gegen Irans Regime

von Fremdeninfo 6 Oktober 2023
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Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi: Eine Stimme gegen Irans Regime

Artikel von Othmara Glas FAZ

 

Narges Mohammadi © Reuters

 

Ob Narges Mohammadi den Friedensnobelpreis im Dezember persönlich wird entgegen nehmen können, ist fraglich. Denn dafür müsste sie erst einmal aus dem Gefängnis freigelassen werden.

In der für die Gewalt ihrer Wachen berüchtigten Haftanstalt Evin in Teheran verbüßt die 51 Jahre alte Menschenrechtsaktivistin ein zehnjährige Haftstrafe für die „Verbreitung von Propaganda gegen den Staat“. Es ist nicht ihr ersten Aufenthalt im Gefängnis: Seit ihrer ersten Festnahme 1998 folgten ein Dutzend weitere. Etliche Male wurde sie bereits verurteilt, insgesamt belaufen sich ihre Strafen auf 31 Jahre Haft und 154 Peitschenhiebe. Weitere Verfahren laufen.

Gebrochen hat sie das nicht: Mohammadi meldet sich regelmäßig aus dem Gefängnis, spricht in Interviews über die Vergewaltigung und den Missbrauch weiblicher Insassen, belehrt ihre Mitgefangenen über ihre Rechte.

Sie zahlt einen hohen Preis

Geboren 1972 in der Großstadt Zandschan, erlebt sie als Neunjährige die Islamische Revolution mit. Ein Onkel und zwei Cousins werden festgenommen, weil sie sich politisch engagieren. Mohammadis Mutter besucht sie regelmäßig im Gefängnis. Eines Tages verliest der Nachrichtensprecher im Fernsehen den Namen einer der Cousins. Er war hingerichtet worden. Ihre Mutter soll Mohammadi, so erzählte sie es einmal der New York Times, davor gewarnt haben, sich politisch zu betätigen. Der Preis, sich mit der Regierung anzulegen, sei in einem Land wie Iran einfach zu hoch.

Doch davon lässt sie sich nicht abhalten. Mohammadi zieht nach Qazvin, studiert dort Physik. An der Universität gründet sie eine Wandergruppe für Frauen und einen Club für zivilgesellschaftliches Engagement. So lernt sie auch ihren Mann kennen. Taghi Rahmani gibt geheime Vorlesungen über Zivilgesellschaft. 1999 heiraten beide, bekommen Zwillinge.

Zusammen ist die Familie allerdings selten. Einer von beiden sitzt meist im Gefängnis. Schon den ersten Hochzeitstag hatte Rahmani in Einzelhaft verbracht. Das Paar zieht nach Teheran, wo sich Mohammadi in Organisationen, die für Frauen- und Minderheitenrechte kämpfen, engagiert. Auch für zum Tode Verurteilte Gefangene setzt sie sich ein. Ihr Geld verdient sich mit Zeitungstexten über Frauenrechte und als Ingenieurin. 2008 wird sie von ihrem Unternehmen gefeuert, nachdem die Regierung Druck gemacht hatte. Zwei Jahre später wird sie aufgrund ihrer Mitgliedschaft des Defenders of Human Rights Centers verhaftet und verurteilt.

Ihre Familie, die mittlerweile im französischen Exil lebt, hat Mohammadi seit Jahren nicht gesehen. Die Jahre im Gefängnis haben ihr gesundheitlich zugesetzt, sie hat neurologische Schäden. 2020 erkrankte sie zudem an Corona. Doch ihre Stimme ist nicht verstummt.

6 Oktober 2023 0 Kommentare
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Rassismus

Belit Onay: Diskriminierung von Sinti und Roma «frustrierend»

von Fremdeninfo 6 Oktober 2023
von Fremdeninfo

Belit Onay: Diskriminierung von Sinti und Roma «frustrierend»

Artikel von dpa
Belit Onay (Grüne), Oberbürgermeister Hannover, spricht beim Niedersächsischen Städtetag. © Julian Stratenschulte/dpa

 

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay hat die Ergebnisse einer Studie zur Diskriminierung von Sinti und Roma in der Landeshauptstadt als frustrierend bezeichnet. «Leider ist Antiziganismus nicht nur in Teilen der hannoverschen Stadtverwaltung präsent, sondern auch in der Gesellschaft», sagte der Grünen-Politiker der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» (Freitag). Ziel müsse sein, das Bewusstsein für Rassismus und Diskriminierung zu schärfen, mahnte er: «Wir müssen uns als Stadtverwaltung immer wieder den Spiegel vorhalten und uns fragen: Ist das so richtig, wie wir handeln?» Hannover sei eine «tolerante und weltoffene Stadt».

Die Stadt hatte am Mittwoch eingeräumt, «dass es antiziganistische Handlungsmuster innerhalb der Verwaltung» gebe. Das belege ein 2021 veröffentlichter Forschungsbericht zu «Mechanismen des institutionellen Antiziganismus». In der Studie der Soziologen Tobias Neuburger und Christian Hinrichs heißt es, Mechanismen des Antiziganismus wirkten unter anderem in «Wohnungs- und Bauämtern, Sozialleistungsbehörden, Schulen und Gesundheitsämtern». Beispielsweise seien die Menschen gezielt in abgelegenen Unterkünften untergebracht und damit verdrängt worden.

Die Wissenschaftler untersuchten die Verwaltungsstrukturen von 2013 bis 2019 für die Unabhängige Kommission Antiziganismus mit Unterstützung des Bundesinnenministeriums und in Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover. Von 2019 bis 2020 wurden 71 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung befragt.

«Selbstverständlich haben wir den Anspruch, Unterkünfte für Obdachlose und Geflüchtete in eine bestehende Infrastruktur einzubinden, also etwa mit Supermärkten in der Nähe und Haltestellen für den öffentlichen Nahverkehr», sagte Onay. Allerdings fehlten geeignete Flächen für Unterkünfte.

Der Oberbürgermeister erklärte, möglicherweise hätten manche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung einzelne Problemfälle verallgemeinert: «Dann ist der Schritt nicht weit zu einer diskriminierenden Grundhaltung gegenüber Sinti und Roma. Das gilt es jetzt aufzuklären – allerdings wäre es falsch, den Fehler einzig auf der Ebene der Sachbearbeitung zu suchen.»

 

6 Oktober 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Migrationspolitik: Grünen-Basis rebelliert gegen Parteiführung

von Fremdeninfo 5 Oktober 2023
von Fremdeninfo

 

Migrationspolitik: Grünen-Basis rebelliert gegen Parteiführung

Artikel von Von Markus Balser, Berlin

Annalena Baerbock zu Besuch in einem Flüchtlingslager im Nordirak. © Michael Kappeler/DPA

Nach dem Ja der Ampel zur EU-Asylreform brodelt es in der Partei. Vergeblich versuchen Außenministerin Baerbock und Fraktionschefin Haßelmann, die Brüsseler Einigung als Erfolg zu verkaufen.

Grünen-Basis rebelliert gegen Parteiführung

Offenbar ahnte man bei den Grünen schon, was sich da zusammenbraut. Die EU-Staaten hatten sich am Mittwochmittag erst Minuten zuvor auf einen Krisenmechanismus zur Eindämmung illegaler Migration nach Europa verständigt, da ließ Außenministerin Annalena Baerbock auch schon ihre Deutung des Beschlusses verschicken: „Wir haben in Brüssel bis zur letzten Minute hart und erfolgreich darum gerungen, dass es nicht zu einer Aufweichung von humanitären Mindeststandards kommt“, erklärte Baerbock. Man begrüße die erreichten Verbesserungen, sagte wenig später auch Fraktionschefin Britta Haßelmann. Die Botschaft aus der Grünen-Führung: Man habe ja getan, was machbar gewesen sei. Das Ergebnis könne sich nun sehen lassen.

Doch genau daran gibt es innerhalb der Partei inzwischen erhebliche Zweifel. Schon seit Monaten tobt bei den Grünen eine heftige Auseinandersetzung über den richtigen Kurs der Asylpolitik in der eigenen Koalition. Besonders umstritten war dabei die am Mittwoch erfolgte Zustimmung zur europäischen Asylreform, die weite Teile der Partei für inhuman halten. In diesen Tagen aber wird deutlich: Der Unmut der Grünen Basis richtet sich längst nicht mehr nur gegen die Koalitionspartner SPD und FDP. Wütend ist man bei den Grünen inzwischen auch auf die eigene Parteispitze.

Öffentlich machte das am Mittwoch die parteiinterne Bundesarbeitsgemeinschaft Migration und Flucht. Man sei „entsetzt“ über den Kurs der eigenen Führung, erklärten Svenja Borgschulte und Markus Schopp, der Sprecherin und dem Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft in einer gemeinsamen Erklärung, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt.

Die Grüne gäben ihre humanitären Grundsätze auf, lautet ein Vorwurf

Denn die geplante GEAS-Reform sehe eine „historisch beispiellose Verschärfung des in der EU geltenden Asyl-Rechts vor“. Entgegen den Behauptungen der eigenen Parteispitze könnten selbst Schutzsuchende aus Syrien und Afghanistan künftig in den geplanten geschlossenen Lagern an den Außengrenzen eingesperrt und ohne Prüfung ihrer Fluchtgründe in Drittstaaten außerhalb der EU abgeschoben werden, heißt es weiter. Das bedeute die „Aufgabe Grüner Kernpositionen“. Die Parteispitze ignoriere Parteibeschlüsse und versuche die Basis mit „Falschbehauptung intern ruhigzustellen“. Die Grünen gäben ihre humanitären Grundsätze auf, würden dadurch aber keine Probleme lösen, warnen die Chefs der Arbeitsgemeinschaft.

Die Warnungen reichen weit, wie der Streit um die Migrationspolitik die eigene Partei beeinflussen werde. „An der Basis brodelt die Stimmung“, warnt das Papier. „Uns kontaktieren viele Mitglieder, die entweder ungläubig sind über den Kurs unserer Parteispitze oder frustriert überlegen, das Handtuch zu werfen und auszutreten.“ Die Arbeitsgemeinschaft geht davon aus, dass sie für viele Grüne spricht. Schließlich waren Zehntausende neue Mitglieder seit 2015 zu de

Grünen gekommen, weil sie sich für Geflüchtete einsetzen.

Wasser auf die Mühlen rechter Regierungen in Europa“

Auch die Grüne Jugend kritisierte die Einigung heftig. Die aktuelle Verständigung sei „Wasser auf die Mühlen rechter Regierungen in Europa“, sagte der Co-Chef der Nachwuchsorganisation, Timon Dzienus. „Trotz Änderungen an der Krisenverordnung verschlechtert sich die humanitäre Lage für Geflüchtete weiter.“ Er halte die deutsche Zustimmung „zu dieser Chaosverordnung für falsch. Das individuelle Asylrecht wird so in ganz Europa weiter infrage gestellt“, sagte Dzienus.

Vizekanzler Robert Habeck hatte kürzlich schon einen neuen Kurs der Grünen in der Migrationspolitik angedeutet. Seine Partei sei zu pragmatischen Lösungen bereit, um den Zuzug bereits an den EU-Außengrenzen zu senken, sagte der grüne Wirtschaftsminister unlängst in einem Interview. Wenn die Grünen das Recht auf Asyl weiter schützen wollten, dann müssten sie „die Wirklichkeit annehmen und die konkreten Probleme lösen – auch, wenn es bedeutet, moralisch schwierige Entscheidungen zu treffen.“ Die Grünen wüssten, dass sie eine Verantwortung tragen, sagte Habeck weiter.

5 Oktober 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Kein Wundermittel: Die schwierige Migrationspolitik Artikel von dpa

von Fremdeninfo 4 Oktober 2023
von Fremdeninfo

Kein Wundermittel: Die schwierige Migrationspolitik

Artikel von dpa
Zuletzt hielten sich mehr als eine Million ukrainische Kriegsflüchtlinge in Deutschland auf. © Soeren Stache/dpa

Die Migration nach Deutschland zieht an: Von Januar bis August stellten mehr als 200.000 Menschen erstmals einen Asylantrag in Deutschland, die meisten aus Syrien und Afghanistan. Das ist ein Anstieg um 77 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zudem hielten sich zuletzt mehr als eine Million ukrainische Kriegsflüchtlinge hier auf.

Die Kommunen ächzen, warnen vor Überlastung und fordern mehr Hilfe vom Bund. CDU-Chef Friedrich Merz verlangt von Kanzler Olaf Scholz (SPD) direkte Gespräche nach den Landtagswahlen in Bayern und Hessen am Sonntag, «um gemeinsam das Problem der illegalen Migration nach Deutschland schnell zu lösen» – so zumindest ließ Merz sich vor Kurzem auf der Plattform X (vormals Twitter) zitieren. Doch ist das überhaupt vorstellbar? Ein Überblick zu aktuellen Forderungen.

Sichere Herkunftsländer

Bei Ländern, die als sogenannte sichere Herkunftsstaaten deklariert werden, geht man davon aus, dass es dort in der Regel weder Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Behandlung gibt und dem betroffenen Ausländer damit in seiner Heimat kein ernsthafter Schaden droht. Aktuell gilt das für die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Ghana, Senegal, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Nordmazedonien, Albanien, Kosovo und Montenegro. Das soll unkompliziertere Asylverfahren ermöglichen.

Die Liste soll nun auf Georgien und Moldau erweitert werden – was auch die Grünen mit Verweis auf die EU-Perspektive dieser Länder mittragen. Grundsätzlich lehnen sie das Konzept aber ab, eine Erweiterung etwa auf die nordafrikanischen Maghreb-Staaten ist damit nicht in Sicht.

Obergrenze

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat zuletzt eine «Integrationsgrenze» für die Aufnahme von Geflüchteten von etwa 200.000 Menschen pro Jahr ins Gespräch gebracht. Er selbst sprach von einem «Richtwert». Mehr als ein politisch erklärtes Ziel kann eine solche «Grenze» angesichts des im Grundrecht garantierten individuellen Rechts auf Asyl und völkerrechtlicher Verpflichtungen derzeit aber auch nicht sein.

EU-Asylreform

Nach jahrelangen, weitgehend erfolglosen Verhandlungen versuchen die EU-Staaten derzeit, Verschärfungen der gemeinsamen Asylregeln zu verabschieden. Das ist aus deutscher Sicht auch deshalb wichtig, weil Migranten, die erst einmal Europa erreicht haben, sich dort relativ frei bewegen können. Ein Kernpunkt sind Zentren, in denen Menschen, die aus recht sicheren Ländern kommen, unter haftähnlichen Bedingungen für in der Regel zwölf Wochen untergebracht werden sollen. Wer keine Chanc

en auf Asyl hat, soll von dort wieder zurückgeschickt werden. Insbesondere die deutschen Grünen tun sich mit den geplanten Verschärfungen allerdings schwer

Abschiebungen

Die Forderung nach mehr Abschiebungen ist ein Dauerbrenner in der deutschen Migrationsdebatte. Wer hierzulande kein Asyl oder anderen Schutz erhält und auch nicht etwa wegen Krankheit vorerst als Geduldeter bleiben darf, soll Deutschland wieder verlassen müssen, zur Not auch gegen seinen Willen. Das setzt allerdings die Kooperationsbereitschaft jener Länder voraus, in die Menschen abgeschoben werden sollen, in der Regel die Herkunftsstaaten. Die haben aber oft wenig Interesse daran, da das bei der eigenen Bevölkerung unpopulär ist und da die Betroffenen wenn möglich auch die Familie daheim finanziell unterstützen.

Grenzkontrollen

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat jüngst verstärkte flexible Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien und Polen angekündigt. Ähnliche Forderungen kommen aus CDU und CSU seit Längerem. Gerade erst haben CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann und der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei (CDU), in der «Bild»-Zeitung gemeinsam für stationäre Grenzkontrollen zur Schweiz, zu Polen und zu Tschechien geworben – an der Grenze zu Österreich gibt es sie schon.

Auch deren Nutzen als Instrument gegen unerwünschte Zuwanderung wird allerdings bezweifelt. Denn wer an der Grenze Asyl verlangt, dessen Antrag muss in der Regel auch geprüft werden. Das tut offenbar nicht jede und jeder, wie die Zurückweisungen an der österreichischen Grenze zeigten, schreibt der Rechtswissenschaftler Daniel Thym im «Verfassungsblog». Eine gewisse Abschreckungswirkung gebe es wohl. Allerdings verlagerten sich Einreiserouten erfahrungsgemäß, wenn Abschnitte kontrolliert würden und wer einmal zurückgewiesen werde, könne es anderswo wieder versuchen. «Es gibt keine Statistik, wie viele zurückgewiesene Personen später doch einreisen», schreibt Thym.

 

4 Oktober 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Migrationspolitik: Disput um Arbeitserlaubnis für Asylbewerber

von Fremdeninfo 3 Oktober 2023
von Fremdeninfo

Migrationspolitik: Disput um Arbeitserlaubnis für Asylbewerber

Artikel von Von Roland Preuß, Berlin S.Z 

 

Rief die Parteien zur Kompromissbereitschaft auf: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (re.) mit Bundestagspräsidentin Bärbel Bas beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit. © FABIAN BIMMER/REUTERS

Disput um Arbeitserlaubnis für Asylbewerber

Bei der Asylpolitik beteuern sowohl die Ampelparteien als auch die Union ihre Bereitschaft, gemeinsam eine große Reform zu stemmen, auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief am Montagabend alle demokratischen Parteien zur Zusammenarbeit in der Flüchtlingspolitik auf. Doch wie eine solche Einigung aussehen soll, darüber zeichnen sich harte Konflikte ab. So lehnt die Union die jüngsten Forderungen aus der Ampel nach einer Streichung der verbliebenen Arbeitsverbote für Asylbewerber klar ab. „Ich kann mir eine Zustimmung der Union zur völligen Streichung der Arbeitsverbote in einem Migrationspakt mit der Ampelkoalition nicht vorstellen“, sagte Thorsten Frei, der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion der Süddeutschen Zeitung. „Man löst damit keine Probleme, sondern schafft neue.“

Welche Asylsuchenden arbeiten dürfen, hängt von ihrem Status ab. In den ersten drei Monaten dürfen sie keine Arbeit aufnehmen, danach ist dies grundsätzlich möglich, liegt aber im Ermessen der Ausländerbehörde. Wenn das Asylverfahren nach neun Monaten noch nicht abgeschlossen ist, besteht in der Regel ein Anspruch auf eine Arbeitserlaubnis. Auch anerkannte Asylbewerber dürfen uneingeschränkt arbeiten. Das Verbot bleibt hingegen bestehen, wenn er oder sie aus einem sicheren Herkunftsland wie etwa Ghana kommt oder wenn jemand seine Identität verschleiert, zum Beispiel falsche Angaben zur Herkunft macht. „Für diese beiden Gruppen dürfen wir die Arbeitsverbote auch nicht aufheben“, sagte Frei.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katharina Dröge, hatte eine Streichung aller Einschränkungen gefordert. „Wir brauchen endlich eine vollständige Abschaffung der vielfach noch bestehenden Arbeitsverbote für Geflüchtete. Das ist sinnvoll und kurzfristig umsetzbar“, sagte Dröge den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dafür erhielt Dröge Unterstützung vom Koalitionspartner FDP, der die Grünen beim Thema Asyl zuletzt attackiert hatte. Für eine zügige Integration in den Arbeitsmarkt sei es „sinnvoll, bestehende Beschäftigungsverbote zu lockern oder aufzuheben“, sagte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai am Dienstag der SZ.

Hinter dem Streit steht die Frage, ob Deutschland durch schnellere Arbeitserlaubnisse noch mehr Migranten anzieht als bisher – oder ob man so Städte und Gemeinden entlastet, weil diese weniger Sozialleistungen aufwenden müssen. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sprach sich im SWR dafür aus, dass mehr Asylbewerber arbeiten können. Er schränkte allerdings ein: Man dürfe die Themen Flucht und Verfolgung nicht mit Arbeitskräfteeinwanderung verwechseln.

Frei sagte dagegen, eine Arbeitserlaubnis für alle Flüchtlinge würde das Ziel konterkarieren, abgelehnte Bewerber schnell in ihre Heimat zurückzuführen. „Asyl wäre dann der einfachste Weg, um in Deutschland eine Arbeit zu finden.“ Auch Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger warnte vor einer Vermischung der beiden Wege, obwohl Unternehmensvertreter seit Langem über einen Mangel an Arbeitskräften klagen. Die Zuwanderung von Arbeitskräften sei „die gezielte Suche nach Personen für eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit“, sagte er. Solche Zuwanderung

biete Chancen für Betriebe. „Bei der irregulären Migration erwartet die Bevölkerung – und mit ihr wir Arbeitgeber – ein entschlossenes Vorgehen auf nationaler und europäischer Ebene.“

Angesichts der Schwierigkeiten, die sich da abzeichnen, rief Bundespräsident Steinmeier zur Kompromissbereitschaft auf. Er hoffe sehr, dass die demokratischen Parteien nach den Landtagswahlen in Hessen und Bayern kommenden Sonntag „untereinander zu Verständigungen kommen“, sagte er am Montagabend in der ARD. Sollte die Flüchtlingspolitik ein ewiges Streitthema bleiben, würden andere davon profitieren, sagte er, ohne die AfD zu nennen. „Wir brauchen eine Begrenzung der Zugänge, das ist keine Frage.“

Bundeskanzler Scholz hatte der Union vor vier Wochen einen „Deutschland-Pakt“ zur Erneuerung des Landes vorgeschlagen. Der Kanzler will damit vor allem die Modernisierung der Infrastruktur und schnellere Planungsprozesse vorantreiben, die Union will hingegen zuvorderst über Zuwanderung sprechen – ein Thema, bei dem sich CDU und CSU gegenüber der uneinigen Koalition in der Offensive sehen. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte Scholz zuletzt mangelnde Gesprächsbereitschaft vorgeworfen und zugleich deutlich gemacht, was die Union neben einer Beibehaltung von Arbeitsverboten verlangt. In einem gemeinsamen Papier mit Frei, das der SZ vorliegt, fordert er von Scholz unter anderem Transitzonen an der Landesgrenze mit einem beschleunigten Verfahren für Asylbewerber, deren Antrag voraussichtlich abgelehnt wird.

Die Bundesregierung müsse zudem die Maghreb-Staaten Nordafrikas und Indien zu sicheren Herkunftsländern erklären, heißt es da. Damit würden auch für Asylbewerber dieser Staaten Arbeitsverbote gelten.

3 Oktober 2023 0 Kommentare
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Politik

33 Jahre Deutsche Einheit: Hunderttausende feiern in Hamburg

von Fremdeninfo 3 Oktober 2023
von Fremdeninfo

33 Jahre Deutsche Einheit: Hunderttausende feiern in Hamburg

Artikel von dpa

 

 

Hamburg richtet in diesem Jahr die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit aus. © Jonas Walzberg/dpa

 

Appelle an Gemeinsinn und Zusammenhalt in der Gesellschaft in Elbphilharmonie und Michel sowie Fischbrötchen und Bier an der Alster: Deutschland hat den 33. Tag der Deutschen Einheit zentral in Hamburg gefeiert. Staatsspitze und Kirchen machten sich dabei auch für Eigeninitiativen und Solidarität stark. Derweil haben rund 700.000 Menschen das zweitägige Bürgerfest zur zentralen Einheitsfeier besucht.

Protokollarischer Höhepunkt war der Festakt in der Elbphilharmonie mit der gesamten Staatsspitze, den Regierungschefs der Länder und den insgesamt rund 1300 geladenen Gästen. Darunter waren unter anderem Altkanzler Gerhard Schröder (SPD), Ex-Bundespräsident Christian Wulff, der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev, Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko, Drag Queen Olivia Jones und der Komiker Otto Waalkes.

Appelle von Politikern

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) appellierte als Gastgeber an den Gemeinsinn der Bürgerinnen und Bürger in Krisenzeiten. Nur ein starkes demokratisches Deutschland könne Verantwortung übernehmen für ein starkes Europa, das sich für Frieden, Demokratie und Menschenrechte einsetze, sagte der Bundesratspräsident. «Nicht Populismus und Polarisierung, sondern Gemeinsinn und Kooperation sind das Gebot der Stunde. Dafür tragen wir alle Verantwortung.»

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, mahnte in seiner Festrede an, den Staat mit seinen Institutionen und Regularien einfacher und effizienter zu gestalten. «Er muss – auf allen Ebenen – besser, schneller, vor allem lösungsorientierter werden.» Gleichzeitig sei auch ein handlungs- und leistungsfähiger Staat auf private Initiative und persönliches Engagement angewiesen.

Das Grundgesetz baue darauf, dass Bürgerinnen und Bürger sich einbringen, sagte Harbarth. «Dieses Sich-Einbringen ist nicht nur Quell von Innovation und Fortschritt, von wirtschaftlicher Prosperität und ökologischer Nachhaltigkeit, sondern zugleich das unverzichtbare Band, das unsere Gesellschaft zusammenhält.» Zudem rief er zu mehr Miteinander auf: «Die Demokratie lebt auf Dauer nur, wenn wir alle miteinander im Gespräch bleiben. Wagen wir dieses Gespräch über die Grenzen des Bekannten hinaus, in Respekt und mit Stil.»

Die Repräsentanten der obersten Verfassungsorgane wechseln sich bei den Einheitsfeiern als Redner neben dem jeweiligen Regierungschef des Gastgeberlandes ab. Im vergangenen Jahr hatte Bundestagspräsidentin Bärbel Bas in Erfurt die Rede gehalten, im Jahr davor in Halle/Saale die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Kanzler Olaf Scholz warb deshalb über die Plattform X (vormals Twitter) dafür, neue Entwicklungen als Gelegenheit zur Gestaltung zu begreifen. «Wo Neues am Horizont auftaucht, bieten sich immer auch Chancen.» Dem Mut der Ostdeutschen sei viel zu verdanken. «Sie schenkten unserem Land seine Einheit in Frieden und Freiheit. Auch in herausfordernden Zeiten wie diesen geht es darum, Horizonte zu öffnen.»

Kirchen beschwören Zusammenhalt und Humanität

Zuvor hatten sich die gesamte Staatsspitze und zahlreiche Gäste bereits zu einem ökumenischen Gottesdienst im Hamburger Michel eingefunden, wo Hamburgs Bischöfin Kirsten Fehrs ebenfalls den Zusammenhalt in der Gesellschaft beschwor. «Lasst uns zusammenhalten, was derzeit in Politik und Gesellschaft so auseinanderdriftet», mahnte die Bischöfin des evangelischen Sprengels Hamburg und Lübeck in ihrer Predigt.

Hamburgs katholischer Erzbischof Stefan Heße rief in seiner Predigt bei dem Festgottesdienst zur Solidarität mit Flüchtlingen auf und forderte eine Reform des europäischen Asylsystems. «Wir brauchen einen besseren Flüchtlingsschutz und eine faire Verantwortungsteilung zwischen allen EU-Mitgliedsstaaten – kurz gesagt: Wir brauchen eine menschenwürdige und eine solidarische Flüchtlingspolitik.»

Gegendemo der linken Szene

Die Feierlichkeiten hatten bereits am Montag mit einem großen Bürgerfest begonnen. Rund um Rathaus und Binnenalster kamen dazu nach Angaben des Sprechers des Bürgerfestes schon am ersten Tag mehr als 300.000 Besucherinnen und Besucher zusammen. Bei der «Nacht der Einheit» konnten sie bis zu später Stunde an vielen Orten der Innenstadt ein Programm aus Live-Musik, Tanzaufführungen und Ausstellungen verfolgen.

Heute trübte zwar das Wetter mit viel Wind und Regenschauern die Feierlaune etwas ein. Dennoch herrschte am und um den Rathausmarkt großer Andrang, wo sich die Verfassungsorgane Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht präsentierten. Ebenfalls beliebt waren in der nahe gelegenen Mönckebergstraße – eine bekannte Einkaufsstraße – die Zelte der Bundesländer sowie die Blaulichtmeile, eine Leistungsschau etwa von Polizei und Feuerwehr.

Es gab aber auch Proteste gegen die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit. Bereits kurz nach dem Start stoppte die Polizei am Montagabend jedoch den Demonstrationszug mit mehreren Hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie dpa-Reporter berichteten. Die Demonstranten aus der linken Szene hatten ein Transparent enthüllt, auf dem Deutschland vulgär beschimpft wurde.

Die Einheitsfeier bildete den Schluss- und Höhepunkt der Bundesratspräsidentschaft Hamburgs. Am Nachmittag übergab Bürgermeister Tschentscher den Staffelstab symbolisch an Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Sie übernimmt das Amt am 1. November.

Das Motto ihrer Bundesratspräsidentschaft lautet «Vereint Segel setzen». Vereint stehe für das vereinte Deutschland, sagte sie. Segel setzen passe zu einem Bundesland mit viel Wasser wie Mecklenburg-Vorpommern. «Und es beschreibt auch die Aufgabe, vor der Deutschland steht.»

Botschafter würdigt Moskaus Rolle bei Wiedervereinigung

Deutschlands Botschafter in Russland, Alexander Graf Lambsdorff, betonte indes die Rolle Moskaus bei der deutschen Wiedervereinigung. «Ohne unsere Partner in den USA, in Frankreich und Großbritannien, aber damals eben auch in der Sowjetunion, würde es den deutschen Nationalfeiertag gar nicht geben», sagte Lambsdorff bei seiner Festansprache in der Botschaft vor Diplomaten, Wirtschaftsvertretern und Journalisten. Die aktuelle Politik Moskaus hingegen kritisierte Lambsdorff.

Der Fall der Berliner Mauer sei auch eine Folge des «starken Freiheitsdrangs der Völker Mittel- und Osteuropas» gewesen, erinnerte der Botschafter. Nach dieser «Freiheit, Frieden, Sicherheit und nationaler Souveränität» strebe jetzt auch die Ukraine. Russland hingegen trage mit seinem Krieg Gewalt in das Nachbarland. Die Gewalt richte sich dabei auch nach innen, gegen Kritiker und Andersdenkende im eigenen Land, sagte Lambsdorff. Zugleich gab er sich optimistisch, dass die diplomatische Arbeit auf Dauer zu einer Wende in Russlands Politik führen werde. «Ich bin überzeugt: Die Gewalt wird nicht das letzte Wort haben», sagte Lambsdorff.

3 Oktober 2023 0 Kommentare
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Information

Eigentlich sollte die rechte Parteichefin bei einer Veranstaltung ihrer Partei in Mödlareuth zum Tag der Deutschen Einheit auf die Bühne

von Fremdeninfo 3 Oktober 2023
von Fremdeninfo

Eigentlich sollte die rechte Parteichefin bei einer Veranstaltung ihrer Partei in Mödlareuth zum Tag der Deutschen Einheit auf die Bühne. Doch es gab Sicherheitsbedenken.

Von Dpa

 

Alice Weidel, AfD-Bundesvorsitzende, in einer Videobotschaft bei einer Wahlkampf-Veranstaltung der AfD, unweit vom Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth. © Foto: dpa/Martin Schutt

 

AfD-Chefin Alice Weidel hat einen Auftritt bei einer Kundgebung ihrer Partei kurz vor den Landtagswahlen in Bayern aus Sicherheitsgründen abgesagt. „Am vorletzten Wochenende gab es einen sicherheitsrelevanten Vorfall. Frau Weidel und ihre Familie wurden von Sicherheitsbehörden aus ihrer privaten Wohnung an einen sicheren Ort verbracht, da sich Hinweise verdichtet hatten, die auf einen Anschlag auf ihre Familie hindeuteten“, sagte ein Sprecher der Politikerin am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Aus Vorsichtsgründen habe sie daher auf öffentliche Auftritte verzichtet. Eine Sprecherin des Bundeskriminalamts sagte auf Anfrage, dass man sich nicht zu einzelnen Sachverhalten äußere.

Die AfD hatte Weidel als Hauptrednerin zum Tag der Deutschen Einheit in Mödlareuth geladen – einem Ort, der sowohl in Bayern als auch in Thüringen liegt und durch den früher die innerdeutsche Grenze verlief. Der Termin sollte der Höhepunkt des AfD-Wahlkampfes in Bayern sein. Weidel wandte sich mit einer Videobotschaft an ihre Anhänger. „Ich würde nichts lieber tun, als heute bei euch zu sein, aber ich kann es leider nicht“, sagte sie und rief dazu auf, der bayerischen Staatsregierung unter Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei der Wahl am kommenden Sonntag einen Denkzettel zu verpassen.

Zu einer Kundgebung zum Tag der Deutschen Einheit hatten auch CDU und CSU geladen. Auch zahlreiche Gegendemonstranten der AfD-Kundgebung waren gekommen, um für Demokratie und Weltoffenheit und gegen Rechtsextremismus aufzutreten. Aufgerufen hatte dazu unter anderem die Aktion „Mödlareuth grenzenlos bunt“. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberfranken und der Thüringer Polizei verlief bis zum Nachmittag alles ruhig. Insgesamt kamen den Angaben zufolge 5000 bis 6000 Menschen in den Ort.

Bis zur Wiedervereinigung verlief durch Mödlareuth die Grenze zwischen der Bundesrepublik und der Deutschen Demokratischen Republik. Heute wird im Deutsch-Deutschen Museum die Geschichte von Teilung und Einheit erzählt, Teile der Mauer und der Sperranlage sind noch erhalten. (dpa)

3 Oktober 2023 0 Kommentare
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Religion

Historisch“: Islamkolleg Deutschland vergibt erstmals Abschlusszeugnisse

von Fremdeninfo 3 Oktober 2023
von Fremdeninfo

 

„Historisch“: Islamkolleg Deutschland vergibt erstmals Abschlusszeugnisse

Von dpa / dtj 

 Osnabrück: Christian Wulff (r.), Bundespräsident a.D., überreicht dem Absolventen Muhamed Memedi (M) das Zertifikat bei der Abschlussfeier für die ersten Absolventen der Imam-Ausbildung. Aiman Mazyek (l.), Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, steht daneben. Die Ausbildung soll einen Beitrag zu einer in Deutschland entstandenen Qualifizierung für religiöse Multiplikatoren und Multiplikatorinnen in Moscheen leisten. Foto: Friso Gentsch/dpa

  • Nach wie vor wird in vielen Moscheen in Deutschland in den Herkunftssprachen gepredigt, vor allem auf türkisch und arabisch. Seit einigen Jahren kommt auch die deutsche Sprache vermehrt zum Einsatz. Fortan dürfte sich dieser Trend verstärken.

Die ersten 26 Absolventen des Islamkollegs Deutschland haben am Samstag in Osnabrück ihre Abschlusszertifikate bekommen. Die Frauen und Männer nahmen an einer berufsbegleitenden praktischen Ausbildung zum Imam teil. Es sei ein historischer Tag, sagte Altbundespräsident Christian Wulff, der Vorsitzender des Kuratoriums des Kollegs ist. „Das erste Mal werden Imame ihre Ausbildung in Deutschland in deutscher Sprache abschließen, das hat es zuvor nicht gegeben“, so Wulff. Angesichts der Millionen in Deutschland lebender Muslime sei dies längst überfällig gewesen. „Es ist ein großer Beitrag zur Integration“, betonte Wulff.

„Es ist für mich eine große Freude und ein Meilenstein für den Islam in Deutschland“, erklärte Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime. Es gebe einen großen Bedarf für qualifizierte Imame in den Moscheegemeinden in Deutschland.

Neben Imamen werden auch Seelsorger ausgebildet

Das Islamkolleg Deutschland wurde Ende 2019 mit Sitz in Osnabrück gegründet, im Sommer 2021 nahmen die ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Ausbildung auf. Das vom Bundesinnenministerium geförderte Kolleg ist die erste verbandsübergreifende und in Kooperation mit islamischen Theologinnen und Theologen aus Deutschland gegründete Einrichtung für die Ausbildung von islamischen Geistlichen und Seelsorgern in deutscher Sprache, sagte der wissenschaftliche Direktor Bülent Uçar.

Voraussetzung für die grundständige Imam-Ausbildung ist in der Regel der Abschluss eines wissenschaftlichen Studiums der islamischen Theologie in Deutschland. Das Kolleg bemühe sich, ein möglichst großes Spektrum der islamischen Theologie abzubilde

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Menschenrechte in der Türkei: Erdogan will Urteil nicht anerkennen

von Fremdeninfo 3 Oktober 2023
von Fremdeninfo

 

Menschenrechte in der Türkei: Erdogan will Urteil nicht anerkennen

Artikel von Erkan Pehlivan F:R 

 

 

Zu  Unrecht wegen Terrorismus verurteilt

Menschenrechte in der Türkei: Erdogan will Urteil nicht anerkennen

Die Türkei muss rund 100.000 Fälle neu aufrollen, weil die Betroffenen zu Unrecht verurteilt wurden. Präsident Erdogan will das Urteil ignorieren.

Ankara – In seinem Urteil in der vergangenen Woche hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) entschieden, dass die Messenger-App „ByLock“ nicht als Beweis für Terrorismus gewertet werden darf. Rund 100.000 Menschen wurden deswegen in der Türkei zu Unrecht wegen Terrorismus verurteilt. Jetzt müssen die Fälle vor türkischen Gerichten neu aufgerollt werden. Doch von Seiten der Regierung hagelt es Kritik an dem Straßburger Gericht.

Regierung und Verfassungsgericht wollen EGMR-Urteil nicht umsetzen

Das Urteil des EGMR sei nicht hinnehmbar und das europäische Tribunal habe seine Kompetenzen überschritten, wütete nach dem Urteil Justizminister Yılmaz Tunç. Auch der Präsident des türkischen Verfassungsgerichts, Zühtü Arslan, will das Urteil komplett ignorieren. „Am Ende werden die Gerichte in der Türkei entscheiden. Wir werden uns die Wiederaufnahmeverfahren ansehen. Die Fälle werden auch zum Verfassungsgericht kommen. Dann werden wir entscheiden“, so Arslan vor der Presse.

Ähnlich sieht es auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan: „Der EGMR hat seine Kompetenzen überschritten und die Souveränität der Türkei missachtet. Es ist daher nicht möglich, auf den EGMR zu hören“, sagte Erdogan in einer Fraktionssitzung.

u Unrecht wegen Terrorismus verurteilt

Menschenrechte in der Türkei: Erdogan will Urteil nicht anerkennen

 

lerdings ist die Türkei verpflichtet, Urteile des EGMR anzuerkennen und umzusetzen. In einem Interview mit dem TV-Sender KRT sieht die Rechtsexpertin Professorin Serap Yazici keinen Ausweg für die Türkei, als das EGMR-Urteil umzusetzen. Die Türkei habe 1954 die europäische Menschenrechtskonvention ratifiziert. 1987 hat sie das individuelle Recht für Klagen vor dem EGMR anerkannt. 1989 hat sie die Urteile des EGMR für bindend erklärt. Und 2004 „hat die AKP-Regierung die EGMR-Urteile über das nationale Recht gestellt“, so Yazici.

Ein Ignorieren des Urteils des europäischen Tribunals verstößt damit gegen internationale Verträge und auch türkisches Recht. Sollte die Erdogan-Regierung das Urteil nicht umsetzen, droht dem Land großer Ärger, vor allem aber mit der EU. International würde das Land noch weiter isoliert werden und an Glaubwürdigkeit verlieren, was die Wirtschaft zusätzlich belasten würde.

30.000 Klagen wegen ByLock vor EGMR eingereicht

Geklagt vor dem EGMR hatten 8.500 Personen, die wegen ByLock auf ihrem Handy wegen Terrorismus verurteilt wurden. Vor dem Gerichtshof wird nun der Fall des Lehrers Yüksel Yalçınkaya verhandelt. Der Lehrer wurde nach dem Putschversuch 2016 verhaftet und 2017 zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, weil er die ByLock-App genutzt haben soll. Der Mann soll inzwischen im europäischen Exil leben. (erpe)

3 Oktober 2023 0 Kommentare
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