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4 Februar 2026 0 Kommentare
Bildung

Internationaler Vergleich Der Pisa-Erfolg der anderen

von Fremdeninfo 6 Dezember 2023
von Fremdeninfo
 

Internationaler Vergleich Der Pisa-Erfolg der anderen

Die Hälfte der Länder schneidet im Pisa-Test schlechter ab als zuvor. Doch einige trotzen dem Trend. Diese Faktoren können zum Erfolg führen.
Fast 700.000 Jugendliche aus 81 Ländern haben voriges Jahr den zweistündigen Test absolviert, in mehr als der Hälfte der Länder ohne großen Erfolg: Die 15-Jährigen konnten deutlich schlechter rechnen und lesen als bei der Pisa-Studie 2018. Im Bereich Mathematik fällt der Rückgang in Deutschland, Island, den Niederlanden, Norwegen und Polen besonders deutlich aus – so der Befund der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).
Über die Pisa-Studie

Die Pisa-Studie erscheint alle drei Jahre. Die aktuelle Erhebung war pandemiebedingt um ein Jahr verschoben worden. In Pisa 2022 ging es nach 2003 und 2012 erneut schwerpunktmäßig um Mathematik. So wurden nicht nur die mathematischen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler getestet, sondern auch ihre Emotionen, Motivation und Einstellung zum Fach.

In Stichproben wurden 15-Jährige aus 37 OECD-Staaten getestet. In Deutschland nahmen 6116 Jugendliche an 257 Schulen an den Pisa-Tests teil. Erhoben werden auch die soziale Herkunft und der Zuwanderungshintergrund der Jugendlichen. Für Mathematik wurden zwei Drittel der Aufgaben im Vergleich zu früheren Erhebungen neu entwickelt.

Dabei hatte die Regierung in Deutschland nach dem ersten Pisa-Schock 2001 gezeigt, dass sie in der Lage ist, gegenzusteuern. Bis 2012 verbesserte sich die Leistung der deutschen Schülerinnen und Schüler deutlich. Aber wenn man diese Bemühungen nicht aufrechterhalte, gerieten die Dinge ins Wanken, sagte OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher bei der Vorstellung der internationalen Ergebnisse in Paris, »das ist in Deutschland deutlich sichtbar«.

Die Bundesrepublik habe ein Problem, talentierte Leute für den Lehrerberuf zu begeistern. Das liege weniger an der Bezahlung, sondern vielmehr daran, dass der Job nicht attraktiv genug sei. Negativ wirke sich zudem aus, dass Deutschland bei der Digitalisierung sehr spät dran gewesen sei, so das Urteil. Dadurch sei das Land schlechter auf die Pandemie vorbereitet gewesen als Estland oder insbesondere die asiatischen Staaten.

Details zu den deutschen Ergebnissen lesen Sie hier: Fast ein Drittel der 15-Jährigen scheitert an einfachen Matheaufgaben. 

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    Der Leistungsrückgang könne aber nur teilweise auf die Coronapandemie zurückgeführt werden, so Schleicher. In Lesekompetenz, Naturwissenschaften und Mathematik registrierten die Forscher bereits vor 2018 sinkende Punktzahlen. »Covid-19 hat wahrscheinlich eine gewisse Rolle gespielt, aber ich würde es nicht überbewerten«, sagte Schleicher. Man müsse auf die strukturellen Bedingungen schauen: Politische Entscheidungsträger sollten die dauerhaften Merkmale der Bildungssysteme ernst nehmen.

Worauf kommt es an? Schleicher analysiert, welche Faktoren ein Bildungssystem resilient machen: Damit meint er die Fähigkeit eines Landes, Lernfortschritte, Bildungsgerechtigkeit und Wohlergehen der Schülerinnen und Schüler zu erhalten und zu fördern.

Persönliche Unterstützung wichtig

Beispiel Chancengerechtigkeit: In Dänemark, Finnland, Hongkong (China), Irland, Japan, Kanada, Korea, Lettland, Macao (China) und im Vereinigten Königreich habe ein großer Teil der 15-Jährigen die Grundkompetenzen erreicht, »während zugleich ein hohes Maß an sozioökonomischer Fairness gewährleistet war«, teilte die OECD mit. In Deutschland liege der Anteil der mathematischen Kompetenz, der durch den Status der Eltern erklärt werden könne, hingegen über dem OECD-Schnitt, heißt es in der Studie.

 Schleicher hob bei der Vorstellung der Ergebnisse zudem hervor, wie sich persönliche Unterstützung auf die Leistung der Schüler auswirke. So gebe es in den OECD-Ländern einen starken Zusammenhang zwischen der Erreichbarkeit der Lehrkräfte für Hilfestellungen und den durchschnittlichen Mathematikleistungen. Schüler, die ihre Lehrkräfte als Unterstützung wahrnahmen, waren demnach auch zuversichtlicher, unabhängig von zu Hause aus lernen zu können.

Eltern müssen Fragen stellen

»Wie war es in der Schule?«, sei eine Frage, die Eltern viel häufiger stellen sollten, sagte Schleicher. Denn auch das Interesse und die Unterstützung aus dem Elternhaus wirke sich positiv auf die Leistungen aus. Allerdings habe die Beteiligung der Eltern am schulischen Lernen ihrer Kinder in den vergangenen Jahren deutlich nachgelassen.

Eine Ausnahme bildeten Macau (China), Mexiko und Rumänien, heißt es in der Studie. In einigen anderen Ländern gingen die Lehrkräfte wiederum vermehrt auf Eltern zu, doch das Gesamtbild gebe Anlass zur Sorge. »Eltern dürfen nicht dem Irrglauben verfallen, die Bildung ihrer Kinder sei ausschließlich Sache der Lehrkräfte«, sagte Schleicher. Eine Förderung der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule komme den Kindern zugute.

Schulen sollten sich zudem des Wohlbefindens der Kinder und Jugendlichen annehmen. Durchschnittlich 16 Prozent der befragten 15-Jährigen litten demnach unter Einsamkeit. In den Niederlanden und Korea sei das nur bei neun Prozent der Teenager der Fall. »Mit Blick auf die Zukunft sollten die Lehrkräfte die Kinder ermutigen, über Einsamkeit zu sprechen, um das damit verbundene Stigma abzubauen«, rät Schleicher.

Selbst Länder, die bei Pisa gut abschneiden, haben noch Nachholbedarf bei der psychischen Gesundheit der Kinder. In Singapur berichteten etwa sehr viele Befragte von großen Versagensängsten und geringer Beteiligung an außerschulischen Aktivitäten wie Sport. Im Gegensatz etwa zu Spanien und Peru mit niedrigeren durchschnittlichen Pisa-Testergebnissen.

Das zeigt, wie komplex die Lage ist, ein Zaubermittel für gesellschaftlichen Bildungserfolg gibt es nicht. Immerhin knapp die Hälfte der teilnehmenden Länder trotzten dem Trend: Sie konnten das Pisa-Ergebnis von 2018 halten oder sich sogar verbessern, etwa Saudi-Arabien, Kambodscha und Paraguay. »Viele der Bildungssysteme mit stabilen Leistungen blieben jedoch relativ leistungsschwach«, verdienten aber Anerkennung für die Verbesserung, erläutert Schleicher im zweiten Band der Pisa-Studie 

, in dem die Daten interpretiert werden.

Interessant sind auch die Auswirkungen des Smartphones. Die Pisa-Studie zeigt, dass sich eine moderate Nutzung digitaler Geräte positiv auf die Schülerleistungen auswirken kann, allerdings gilt es dafür, die Technologie lernunterstützend einzusetzen und Ablenkungen zu vermeiden. Wer lange zum Zeitvertreib am Handy hänge, bringe schlechtere Leistungen: Schüler, die ihre digitalen Geräte in der Freizeit maximal eine Stunde täglich nutzen, haben demnach in Mathematik 49 Punkte mehr als solche, die das fünf bis sieben Stunden pro Tag tun

6 Dezember 2023 0 Kommentare
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Frauen

Gedenken an Tuğçe Albayrak: Tausende kommen an ihrem Geburts- und Todestag zusammen

von Fremdeninfo 5 Dezember 2023
von Fremdeninfo

Gedenken an Tuğçe Albayrak: Tausende kommen an ihrem Geburts- und Todestag zusammen

Von: Dtj

Menschen versammelten sich letzte Woche vor dem Sana Klinikum in Offenbach, um Tuğçe Albayrak zu gedenken. Foto: Tuğce Albayrak e.V.

 

Vor neun Jahren endete das Leben von Tuğçe Albayrak tragisch, doch ihre Geschichte lebt weiter in den Herzen derer, die sich zum Jahrestag in Offenbach versammeln. 

Am neunten Jahrestag, den 28. November 2023, versammelte sich eine große Menschenmenge vor dem Sana Klinikum in Offenbach, um Tuğçe Albayraks Todestag, der zugleich auch ihr 23. Geburtstag war, zu gedenken. Das Datum stand ganz im Zeichen der Erinnerung an eine junge Frau, die durch ihren selbstlosen Einsatz für andere zu einer Symbolfigur der Zivilcourage wurde. Ihr Tod hatte damals nicht nur deutschlandweit Bestürzung ausgelöst, sondern auch zu einer breiteren Debatte über Gewalt, Zivilcourage und die Notwendigkeit, Opfern von Gewalt beizustehen, geführt.

Die tragischen Ereignisse, die zu ihrem Tod führten, ereigneten sich in der Nacht des 15. November 2014. Tuğçe war mit Freunden in einem McDonald’s-Restaurant in Offenbach unterwegs, als sie Schreie aus der Damentoilette hörte. Dort geriet sie zwischen die Fronten eines Streits zweier Gruppen. Mutig und uneigennützig versuchte sie zu schlichten und schützte die belästigte Frau. Doch die Situation eskalierte, als Sanel M. Tuğçe mit voller Wucht ins Gesicht schlug. Sie stürzte zu Boden und erlitt schwere Kopfverletzungen. Nach mehreren Tagen im Koma verstarb Tuğçe schließlich am 28. November, rund zwei Wochen nach dem schlimmen Vorfall. M. wurde später wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu drei Jahren Jugendstrafe verurteilt und nach Serbien abgeschoben.

Pianist spielt Lieblingslieder der Deutsch-Türkin

Die Trauerfeier am Klinikum brachte das Leben in Offenbach zum Stillstand, da Tausende zusammenkamen, um Tuğçe die Ehre zu erweisen. Die tiefe Anteilnahme war überall spürbar, der Verkehr kam aufgrund der Ansammlung an Menschen, die wiederholt Abschied nehmen und die Erinnerung an die junge Frau wach halten wollten, zum Erliegen.

Der Höhepunkt der Ehrung war die Darbietung des renommierten Pianisten David Martello. Mit einfühlsamen Interpretationen von Tuğçes Lieblingsstücken trug er dazu bei, die Atmosphäre mit Respekt und Empathie zu erfüllen. Die musikalische Hommage an die Verstorbene fand im Rahmen der Gedenkveranstaltung statt, die von Tuğce Albayrak e.V. organisiert wurde.

Angesichts der überwältigenden Anteilnahme teilte der Verein später auf Twitter mit: „Es bedarf einer guten Seele, um [sich] einen unauslöschlichen Platz in so vielen Herzen zu verschaffen.“ Diese Worte spiegeln die tiefe Wirkung wider, die Tuğces Handeln und ihre Opferbereitschaft in der Gemeinschaft hinterlassen haben.

Der Abend machte einmal mehr deutlich: Sie wird nicht nur als Opfer, sondern vor allem als Heldin und Vorbild für Zivilcourage in Erinnerung behalten. Ihr Vermächtnis lebt weiter durch diejenigen, die sich von ihrem Mut inspirieren lassen und sich für das Wohl anderer einsetzen.

5 Dezember 2023 0 Kommentare
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Archive

Korruptionsprozess gegen Netanyahu geht weiter

von Fremdeninfo 4 Dezember 2023
von Fremdeninfo

Korruptionsprozess gegen Netanyahu geht weiter

Von Tagesschau Stand: 04.12.2023 14:50 Uhr

Israels Regierungschef Netanyahu muss sich weiter wegen Korruption und Bestechlichkeit vor Gericht verantworten. Das Verfahren soll laut Medienberichten nach einer Pause heute wieder aufgenommen werden.

Der Korruptionsprozess gegen Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu wird Medienberichten zufolge fortgesetzt. Die Verhandlung werde an diesem Montag von einem Bezirksgericht in Jerusalem wieder aufgenommen, meldete die „Times of Israel“.

Der Prozess wurde demnach – wie alle nicht dringenden Gerichtsverfahren – nach dem Angriff der militant-islamistischen Hamas in Israel am 7. Oktober vorübergehend ausgesetzt. Eine entsprechende Verordnung sei aber in der vergangenen Woche ausgelaufen. Israelischen Medien zufolge könnte Netanyahu in einigen Monaten in den Zeugenstand gerufen werden

 

 

 

 

Israel Netanyahu formell wegen Korruption angeklagt

Eine entsprechende Anklageschrift ging bei Gericht ein. mehr

Vorwürfe der Korruption und Bestechlichkeit

Der Korruptionsprozess gegen den 74-Jährigen läuft seit mehr als drei Jahren. Er wird unter anderem wegen Bestechlichkeit, Betrug und Untreue angeklagt.

So wird dem israelischen Regierungschef vorgeworfen, als Kommunikationsminister dem Telekom-Riesen Bezeq Vergünstigungen gewährt zu haben. Im Gegenzug berichtete den Vorwürfen zufolge das zum Konzern gehörende Medium Walla positiv über Netanyahu. Zudem soll er dem kritischen Zeitungsverleger Arnon Moses angeboten haben, im Gegenzug für positive Berichterstattung dessen Konkurrenzblatt zu schwächen.

Außerdem wird Netanyahu vorgeworfen, von befreundeten Milliardären Luxusgeschenke im Wert von rund 700.000 Schekel (rund 174.000 Euro) angenommen zu haben, darunter Schmuck, Zigarren und Champagner. Im Gegenzug für die Geschenke setzte sich Netanyahu laut Anklage für ein Gesetz ein, das dem israelischen Hollywood-Produzenten Arnon Milchan Steuern in Millionenhöhe erspart hätte.

Netanyahu vor Gericht Historischer Prozessauftakt in Israel

Als erster amtierender Premier steht Netanyahu vor Gericht. Die Anklage: Bestechlichkeit, Betrug und Untreue. mehr

Kritik an Prozesswiederaufnahme im Krieg

Netanyahu hatte in der Vergangenheit stets alle Vorwürfe zurückgewiesen und von einer „Hexenjagd“ gesprochen. Ihm nahestehende Politiker kritisierten die Wiederaufnahme des Verfahrens mitten im Krieg. Wegen der Einberufung von Reservisten werden vermutlich weniger Zeugen und Anwälte an den Anhörungen teilnehmen

4 Dezember 2023 0 Kommentare
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Information

Mitten in Paris Touristen angegriffen und einen Deutschen getötet.

von Fremdeninfo 4 Dezember 2023
von Fremdeninfo

 Mitten in Paris Touristen angegriffen und einen Deutschen getötet.

 

 

Sicherheitsdiskussion in Frankreich

Das beunruhigt mich schon“

 

Am Samstag hat ein mutmaßlich islamistischer Attentäter auf offener Straße mitten in Paris Touristen angegriffen und einen Deutschen getötet. Seitdem ist in Frankreich eine innenpolitische Debatte über Sicherheit entflammt.

 

Stefanie Markert

Von Stefanie Markert, ARD Paris

Vier Messerstiche und zwei Hammerschläge und ein Leben war ausgelöscht, das eines 23-jährigen deutsch-philippinischen Krankenpflegers. Am Tatort hängen an einem Absperrzaun gelbe Rosen und rote Gerbera. Der Eiffelturm in Sichtweite.

Der mutmaßliche Attentäter hat einen Touristen getötet. Und die Touristen haben reagiert. Einige sagen, mit der Terrorgefahr müsse man leben, andere gehen abends nicht mehr aus und manch einer ist radikal und will nie wieder kommen.

Xavier hat ein Restaurant in dem Viertel, das Endpunkt der olympischen Eröffnungszeremonie auf der Seine sein wird. Durch den Anschlag kamen am Sonntag weniger Gäste – und in rund acht Monaten zu den Spielen?

„Dann werden viele Leute kommen und dann kann auch viel passieren. Ist die Sicherheit nicht garantiert, wird es schwierig. Das beunruhigt mich schon“, sagt Xavier. Er ist wegen der Terrorgefahr besorgt, wie Umfragen zufolge über 80 Prozent seiner Landsleute.

Mutmaßlicher Täter festgenommen Deutscher Tourist bei Attacke in Paris getötet

Zwei weitere Menschen sollen verletzt, der mutmaßliche Täter festgenommen worden sein. mehr

Problem mit Kontrollen nach Haftstrafen

Zu Olympia werde es Sicherheitszonen geben, aber keinen Plan B für die Eröffnung, sagt Innenminister Darmanin. Live in die TF1-Abendnachrichten geeilt, äußert er sich zum 26-jährigen Täter. Ja, Frankreich habe ein Problem mit Kontrollen nach Haftstrafen, wie auch er sie wegen Anschlagsplänen bis 2020 verbüßt habe.

Freigelassen nahm der mutmaßliche Täter Kontakt zum späteren islamistischen Mörder des Lehrers Samuel Paty auf, wurde wieder verstärkt kontrolliert und weiter psychiatrisch betreut. Bis Ende April 2023 – bis zu einem positiven Gutachten.

Der Minister wurde deutlich: „Man muss sicher ändern – und das haben wir im Krisenstab mit der Premierministerin besprochen – dass Behörden, Präfekt oder Polizei eine Therapie anordnen können. Das ist heute so nicht möglich. Eine Konsequenz aus dem Geschehenen ist eine Pflicht zu psychiatrischen Behandlung.“

Neues Einwanderungsgesetz geplant

Scharf reagierte er auf Vorwürfe des extrem rechten Rassemblement National, die Sicherheits- und Einwanderungslage sei außer Kontrolle. Darmanin schrieb vielmehr RN-Fraktionschefin Marine Le Pen ins Pflichtenheft: „Als ich 2021 mit dem Justizminister ein Antiterrorgesetz vorgelegt habe, das eine sehr lange Kontrolle für entlassene Häftlinge vorsah, hat Madame Le Pen es nicht mit abgestimmt. Sie will lieber von den Problemen leben.“

Nun komme ein neues Einwanderungsgesetz, um kriminelle Ausländer besser ausweisen zu können. Wer im Parlament nicht dafür stimme, so Darmanin, lade eine enorme Verantwortung auf sich, wenn solch ein radikalisierter Täter zuschlage.

Der mutmaßliche Attentäter vom Eiffelturm ist allerdings in Frankreich geboren und Franzose. Anti-Terror-Staatsanwalt Jean-Francois Ricard ging Sonntagabend vor die Presse und erklärte zum Motiv des Täters, der mit 18 Jahren zum Islam konvertiert sei.

„In einem Video bekennt er sich zum Islamischen Staat. Er hat es auf seinem Konto bei X veröffentlicht, wo sich auch viel Material über die Hamas, Gaza und Palästina befindet. Er hat das Konto Anfang Oktober eingerichtet“, so Ricard.

Mutter meldete sich vor Tat bei Polizei

Er wollte ums Leben gekommene Muslims rächen und selbst als Märtyrer sterben. Inzwischen sind seine nicht religiösen, vor 30 Jahren aus dem Iran eingewanderten Eltern auch in Polizeigewahrsam.

„Ende Oktober 2023 hat die Mutter des Aggressors ihre Besorgnis gemeldet. Ihr Sohn würde sich von der Außenwelt zurückziehen“, so Staatsanwalt Ricard. „Es gab aber keinen Anhaltspunkt, der eine erneute strafrechtliche Verfolgung ermöglicht hätte.“

Fragen ließ Ricard nicht zu. Doch die stellt man sich in Frankreich: Haben die Behörden versagt? Hat Frankreich die Mittel, um sich zu schützen? Und auf dem Titelblatt der Zeitung „Le Parisien“ liest man an diesem Montagmorgen: War die Terrorattacke vermeidbar?

4 Dezember 2023 0 Kommentare
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Information

62 Prozent Inflation, 40 Prozent Zinsen und eine schwache Lira: Darum boomt die türkische Wirtschaft trotzdem

von Fremdeninfo 4 Dezember 2023
von Fremdeninfo
 

62 Prozent Inflation, 40 Prozent Zinsen und eine schwache Lira: Darum boomt die türkische Wirtschaft trotzdem

Artikel von Romanus Otte  
 
Die türkische Wirtschaft wächst, der Gegenwind allerdings aus. Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Die Wirtschaft der Türkei gleicht einem Tanz auf dem Vulkan. Die Menschen ächzen unter 62 Prozent Inflation. Die Lira gehört zu den schwächsten Währungen der Welt. Im Kampf gegen den Verfall hat die Zentralbank den Leitzins auf 40 Prozent angehoben. Da wäre es kein Wunder, läge die Wirtschaft am Boden. Doch im Gegenteil: Gerade erst hat die OECD die Prognose für die Türkei für 2023 auf 4,5 Prozent angehoben. Das Land am Bosporus zählt aktuell zu den wachstumsstärksten Ländern der Welt.

Die Türkei bleibt ein Phänomen. Lange hatte Präsident Recep Tayyip Erdogan mit seiner Wirtschaftspolitik für Kopfschütteln gesorgt. Als die Preise in der Türkei stark stiegen, hatte er verlangt, die Zinsen zu senken. Wer in der Zentralbank und im Finanzministerium seinen „Erdoganomics“ nicht folgen wollte, ersetzte er durch willfährige Gefolgsleute. In Folge stieg die Inflation 2022 auf sagenhafte 85 Prozent. Die Landeswährung Lira verfiel. Größere Verluste verzeichnete nur der argentinische Peso.

Nach seinem knappen Wahlsieg bei der Präsidentenwahl im Februar überraschte Erdogan dann erneut, diesmal mit einer 180-Grad-Wende. Er holte den früheren Finanzminister Mehmet Simsek zurück. Erdogan hatte den Ökonomen zuvor zeitweise durch seinen Schwiegersohn ersetzt. Auf Vorschlag Simseks machte er die an der Wall Street ausgebildete Bankerin Hafize Gaye Erkan zur Gouverneurin der Zentralbank – und gelobte eine Rückkehr zu wirtschaftlicher Vernunft

Die neue Präsidentin der türkischen Zentralbank, Hafize Gaye Erkan. © Arif Hudaverdi Yaman / Anadolu
Die neue Präsidentin der türkischen Zentralbank, Hafize Gaye Erkan.

Die Neuen machten sich an die Arbeit. Finanzminister Simsek erhöhte zahlreiche Steuern, um das Etatdefizit zu begrenzen und die Kosten des verheerenden Erdbebens zu Jahresbeginn stemmen zu können. Erkan schwor die Zentralbank auf den Kampf gegen die Inflation ein und erhöhte die Zinsen in schnellen Schritten, zuletzt an 23. November, auf 40 Prozent. Die Inflation stieg zunächst weiter.

Türkei: Hohe Inflation, schwache Währung

Zum einen macht die weiche Lira die Importe für die Türkei teuer. Die Türkei trifft das hart, weil sie über 95 Prozent ihrer Energie und viele Lebensmittel importieren muss. Zum anderen fachte der Staat die Preise mit den Steuererhöhungen neu an. Zum Dritten wurde der gesetzliche Mindestlohn innerhalb eines Jahres um 100 Prozent angehoben.

Nachdem die Inflation vorübergehend zurückgegangen war, zog sie seit dem Sommer wieder an. Nun scheint ein Höhepunkt erreicht. Im November stieg die Inflation zwar noch einmal, aber „nur“ noch von 61,4 auf 62 Prozent. Das war weniger stark als erwartet.

Der Anstieg der Inflation hat sich verlangsamt. Im Monatsvergleich stiegen die Preise im November nur noch um 3,3 Prozent. Im Juli und August hatte der Preisanstieg zum Vormonat noch fast zehn Prozent betragen.

Weniger Erfolg hatte die Zentralbank bisher bei der Lira. Allen Zinserhöhungen zum Trotz fiel die Währung Ende November auf einen historischen Tiefststand von fast 29 Lira für einen Dollar. Anfang Dezember war der Kurs bei 28,90 nur knapp besser. Seit Jahresbeginn hat die Lira zum Euro und zum US-Dollar fast ein Drittel ihres Wertes

verloren.

Angesichts der Wirtschaftsdaten war es überraschend, als die Industrieländerorganisation OECD die Wachstumsprognose für die Türkei in ihrem November-Ausblick noch einmal auf 4,5 Prozent anhob. In der G20 der größten Industrie- und Schwellenländer wachsen dieses Jahr nur Indien, China und Indonesien stärker. Die Türkei steht nicht nur weit besser da als das rezessionsgeplagte Deutschland, sondern auch als jedes andere europäische G20-Land.

Auch in den kommenden beiden Jahren traut die OECD der Türkei trotz horrend hoher Zinsen Wachstumsraten von 2,9 Prozent und 3,2 Prozent zu. Auch dies ist mehr als in der OECD insgesamt oder den G20. Und stärker als in Deutschland würde die Türkei damit allemal wachsen.

Erdogans Wende wird auch an den Kapitalmärkten wahrgenommen. Die Ratingagentur S&P hob am Freitag ihren Ausblick für die Kreditwürdigkeit der Türkei an. Sie beurteilt die Perspektive des Landes nun mit „positiv“ statt bisher mit „neutral“. Das Rating beließ S&P zwar bei „B“. Der positive Ausblick bringt die Türkei aber einer Hochstufung seiner Kreditwürdigkeit näher.

Drei Gründe für das türkische Wirtschaftswunder

Es sind vor allem drei Faktoren, die die türkische Wirtschaft in Schwung halten oder sogar neu in Schwung bringen.

Die Bevölkerung wächst. Auch in der Türkei nimmt das Bevölkerungswachstum zwar ab, es beträgt aber immer noch 0,7 Prozent im Jahr. Pro-Kopf hinkt die Wirtschaftsleistung der Türkei hinterher. Die vergleichsweise junge Bevölkerung steht für Wachstumschancen und einen Nachholbedarf beim Konsum. Den sehen auch Unternehmen wie der chinesische Onlinehändler Alibaba, der Milliarden in der Türkei investieren will.

Die Türkei profitiert von Russlands Krieg gegen die Ukraine. Auch Erdogan hat den Krieg zwar kritisiert. Die Türkei hat sich aber als einziges Nato-Mitglied den Sanktionen gegen Russland nicht angeschlossen. Im Gegenteil: Die Türkei ist als Kunde und Lieferant Russlands in die Bresche gesprungen. Der Handel beider Länder nimmt zu. In den ersten acht Monaten 2023 wuchsen die türkischen Exporte nach Russland um 63 Prozent. Russland löste damit Deutschland als größten Handelspartner der Türkei ab.

Die Türkei ist zu dem eine Drehscheibe im Russland-Handel geworden. Die EU warnte die Türkei bereits Ende 2022 davor, Russland bei der Umgehung von Sanktionen zu unterstützen.

Zu den Branchen, die in der Türkei stark wachsen, gehört die Rüstungsindustrie. Das Unternehmen Baykar steigerte seinen Umsatz laut dem Friedensforschungsinstitut Sipri 2022 um 94 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Baykar kletterte damit von Platz 100 auf Platz 74 der größten Rüstungsunternehmen der Welt.

Der zwiespältige Effekt des Erdbebens. Das verheerende Erdbeben Anfang des Jahres im Grenzgebiet zu Syrien hatte die Wirtschaftsleistung in der Region zunächst stark zurückgeworfen. Zehntausende Menschen starben, über eine Million Menschen verlor ihr Obdach, Fabriken wurden zerstört oder mussten ihre Produktion einschränken. Doch seit Monaten sorgt der Wiederaufbau für einen Bauboom, von dem erhebliche Teile der türkischen Wirtschaft profitieren.

4 Dezember 2023 0 Kommentare
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eutscher Pass: Einbürgerungspläne stocken deutlich

von Fremdeninfo 4 Dezember 2023
von Fremdeninfo

Deutscher Pass: Einbürgerungspläne stocken deutlich

Von dpa/dtj

Eine aus Indien stammende Frau hält nach der Einbürgerung ihren neuen Pass in den Händen. Foto: Fabian Sommer/dpa

 

Die Ampel tut sich mit einigen ihrer Vorhaben zur Migrationspolitik schwer. Besonders FDP und Grüne liegen weit auseinander. Oft steht am Ende ein Kompromiss, mit dem nur die SPD gut leben kann, wie sich nun im Bundestag zeigte.

Bei Beratungen über beschleunigte Einbürgerungen und die Beseitigung von Abschiebungshindernissen hat sich gezeigt, dass die trennende Linie in der Migrationspolitik nicht immer zwischen Koalition und Opposition verläuft. Während es bei der ersten Lesung im Plenum des Bundestages am Donnerstag von der Union zumindest Lob für den verlängerten Ausreisegewahrsam und von der Linken Zuspruch für die erleichterte Einbürgerung gab, meldete die Grünen-Politikerin Filiz Polat bei beiden Gesetzesvorhaben Nachbesserungsbedarf an.

Mit ihrer Reform des Staatsangehörigkeitsrechts will die Bundesregierung Deutschland für Fachkräfte attraktiver machen und die Lebensleistung der sogenannten Gastarbeitergeneration anerkennen. Es gehe darum zu zeigen, dass Deutschland eine liberale Demokratie sei und keine „Blut-und-Boden-Gemeinschaft“, sagte Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP).

Ehrenamtliches Engagement soll Einbürgerung beschleunigen

Zur Erinnerung: Zuwanderer sollen künftig bereits nach fünf Jahren Aufenthalt in Deutschland Staatsbürger werden können. Bisher müssen sie mindestens acht Jahre im Land leben. Bei guten Leistungen in Schule oder Job, guten Sprachkenntnissen oder ehrenamtlichem Engagement soll die Einbürgerung schon nach drei Jahren möglich sein.

Wer einen deutschen Pass haben möchte, soll den alten dafür nicht mehr aufgeben müssen. Das gilt jetzt schon für EU-Bürger und einige Sonderfälle, aber beispielsweise nicht für Menschen aus der Türkei. Die geplante Reform ermögliche es mehr Menschen, in Deutschland heimisch zu werden, ohne dass sie dafür ihre Wurzeln abbrechen müssten, sagte SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese.

Positiv-Beispiel Mevlüde Genç

Polat erinnerte sichtlich bewegt an Mevlüde Genç . Die gebürtige Türkin, die 1993 durch einen von Neonazis verübten Brandanschlag auf ihr Haus in Solingen zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte verloren hatte, war 1995 Deutsche geworden.

Auf schriftliche Deutsch-Prüfungen und einen Einbürgerungstest soll bei Älteren, die über staatliche Anwerbeabkommen als Arbeitskräfte ins Land gekommen waren, verzichtet werden. Sie müssen nur nachweisen, dass sie sich im Alltag ohne nennenswerte Probleme auf Deutsch verständigen können. Die Anforderung, selbst komplett für den eigenen Lebensunterhalt aufzukommen, soll für diese Menschen nicht gelten. Vor allem Frauen aus dieser Gruppe bekommen aufgrund von langjähriger Beschäftigung im Niedriglohnsektor oft nur eine geringe Rente.

CDU spricht von „Staatsangehörigkeitsentwertungsgesetz“

Polat sagte, in den weiteren Beratungen sollten auch andere Menschen, „die unverschuldet arbeitslos geworden sind“, berücksichtigt werden. Die FDP hatte in den vergangenen Tagen mehrfach betont, sie sei gegen weitere Ausnahmen für Menschen, die nicht für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen.

Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU) sprach von einem „Staatsangehörigkeitsentwertungsgesetz“. Für ausländische Fachkräfte sei eine schnelle Einbürgerung unwesentlich. Wichtiger seien zügige Visaverfahren, ein rascher Familiennachzug sowie Unterstützung bei der Wohnungssuche.

Rassismus und Antisemitismus: Gleiche Regeln für Deutsche und Nicht-Deutsche

Abgeordnete der Ampel-Koalition betonten, der Entwurf sehe Regelungen vor, um eine Einbürgerung von Rassisten und Antisemiten zu verhindern. Gökay Akbulut (Linke) meinte: „Solche Gesinnungsprüfungen finde ich wenig hilfreich.“ Klare Kante gegen Antisemitismus und Rassismus sei wichtig, doch sollte dies für Deutsche und Nicht-Deutsche gleichermaßen gelten. Generell sei es aus Sicht ihrer Fraktion aber gut, „dass das Staatsbürgerschaftsrecht endlich reformiert werden soll“.

Für die geplanten Verfahrensvereinfachungen zur Abschiebung warb Bundesinnenministerin Nancy Faeser. Die SPD-Politikerin erklärte, wer vollziehbar ausreisepflichtig sei, müsse Deutschland auch verlassen. „Der Rechtsstaat darf sich nicht auf der Nase herumtanzen lassen.“ Der Entwurf für ein „Rückführungsverbesserungsgesetz“ sehe teils Maßnahmen vor, die einen „Eingriff in elementare Grundrechte“ darstellten, kritisierte Polat. Ihre Fraktion wolle daher genau prüfen, ob dies gerechtfertigt sei. Der FDP-Innenpolitiker Stephan Thomae fand dagegen, dies sei eine Reform mit Augenmaß.

Keine Adhoc-Abschiebungen mehr

Das Vorhaben soll dafür sorgen, dass Abschiebungen nicht mehr so oft im letzten Moment scheitern, etwa weil die Betroffenen nicht auffindbar sind. Die Höchstdauer des Ausreisegewahrsams soll von derzeit zehn auf 28 Tage verlängert werden. Ferner sind erweiterte Befugnisse von Behörden vorgesehen, etwa sollen Behördenvertreter in Gemeinschaftsunterkünften auch andere Räume als das Zimmer des Abzuschiebenden betreten dürfen. Schleuser sollen zudem schneller ausgewiesen werden können.

Es sei zwar zu begrüßen, dass die Ampel nun erste Anstrengungen unternehme, um Abschiebungshindernisse zu beseitigen, meinte der CDU-Innenpolitiker Christoph de Vries. Diese seien aber nicht ausreichend. Noch wichtiger wäre es, die Kontrolle darüber, wer einreise, zurückzugewinnen.

Kritik von Links und Rechts

In den Jahren 2021 und 2022 gab es pro Jahr rund 12.000 Abschiebungen. Im Gesetzentwurf heißt es, es werde angenommen, dass durch die verschärften Regelungen jährlich rund 600 Ausreisepflichtige mehr als bisher abgeschoben werden könnten. Ende Oktober hielten sich nach Angaben des Bundesinnenministeriums 250.749 Ausreisepflichtige in Deutschland auf. Darunter waren 201.084 Menschen, die eine Duldung besaßen, also eine temporäre Aussetzung der Abschiebung. Gründe für eine Duldung können etwa eine Erkrankung sein oder fehlende Ausweisdokumente.

Das Gesetzesvorhaben zeige, dass sich die Koalition aus SPD, Grünen und FDP „dem gesellschaftlichen Druck von Rechts“ gebeugt habe, kritisierte Clara Bünger (Linke). Bernd Baumann (AfD) sagte, ein Ausreisegewahrsam unter einem halben Jahr „bringt gar nichts“.

dpa/dtj

4 Dezember 2023 0 Kommentare
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„Tatort“-Star fordert Fans auf: „Meldet das!“

von Fremdeninfo 3 Dezember 2023
von Fremdeninfo

 

„Tatort“-Star fordert Fans auf: „Meldet das!“

Artikel von Dominik Göttker Der Westen 

 

Dass prominente Persönlichkeiten immer wieder Opfer von Betrügern im Netz werden, ist leider nichts Neues. Da werden Fake-Profile erstellt, Fans angeschrieben und Inhalte beworben, die der jeweilige Star wahrscheinlich nicht einmal mit der Kneifzange anfassen würde. Noch schlimmer traf es nun jedoch Sibel Kekilli. Die einstige „Tatort“-Schauspielerin – Kekilli spielte zwischen 2010 und 2017 die Rolle der Sarah Brandt im Kieler Teil der Krimireihe – wurde ebenfalls Opfer von Identitätsdiebstahl. Und das auf besonders perfide Art und Weise.

So wurde ein Facebook-Account unter der Namen der ehemaligen „Tatort“-Schauspielerin angelegt. So weit nichts Neues, könnte man denken. Darauf jedoch wurde Sibel Kekilli als Rassistin hingestellt, ist doch über einem Posting, das die 43-Jährige in einem Restaurant zeigt, vermeintlich in ihrem Namen geschrieben: „Heute haben mich die Ukrainer im Restaurant angeschrien, zuerst gestoßen und ohne sich zu entschuldigen, geschrien. Es war so unangenehm, so heuchlerisch. Wir helfen ihnen, laden sie ein und sie spucken uns in den Rücken.“

„Tatort“-Star wendet sich eindringlich an die Fans

 

Sibel Kekili

Mal ganz davon abgesehen, dass der Satzbau sich so gar nicht nach Sibel Kekilli anhört, sind auch solche Aussagen aus dem Munde der Trägerin des Bundesverdienstkreuzes nicht zu erwarten. Und doch wendet sich die Schauspielerin eindringlich an ihre Fans.

 Dr. Eckart von Hirschhausen: „In Düsseldorf wurde mein Leben verändert“

„Beware folks, this is fake. I have no account on facebook! IG ist the only one. Please report“, schreibt sie in ihrer Instagram-Story. Übersetzt also: „Vorsicht Leute, das ist eine Fälschung. Ich habe kein Konto auf Facebook! Nur bei Instagram. Bitte meldet das.“

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Und so bleibt nur zu hoffen, dass niemand wirklich auf die Idee kommt, die widerlichen Aussagen für bare Münze zu nehmen und sie mit Sibel Kekilli in Verbindung zu bringen.
3 Dezember 2023 0 Kommentare
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Frauen

Gewalt gegen Frauen: AKP und MHP lehnen Untersuchung ab

von Fremdeninfo 2 Dezember 2023
von Fremdeninfo

 

Gewalt gegen Frauen: AKP und MHP lehnen Untersuchung ab

 

Im türkischen Parlament bilden die AKP und die MHP eine Mehrheit. Foto: TBMM

 

In der Türkischen Nationalversammlung stößt ein Antrag zur Untersuchung von Gewalt gegen Frauen auf Ablehnung. Die regierenden AKP und MHP verwarfen mit ihren Stimmen die Initiative – trotz besorgniserregender Statistiken.

Im türkischen Parlament wurde am Dienstag ein Antrag zur Untersuchung aller Formen von Gewalt gegen Frauen durch die Stimmen der AKP- und MHP-Abgeordneten abgelehnt. Eingebracht hatte den Antrag die oppositionelle CHP.

Warum sie das tat, begründete die CHP-Abgeordnete Aliye Timisi Ersever aus Ankara. Sie präsentierte dem Plenum eine Liste der Frauen, die im Jahr 2023 aufgrund unzureichender Maßnahmen ihr Leben verloren hätten.

Jede vierte Frau von männlicher Gewalt betroffen

32% der Frauen in der Türkei sind von Gewalt betroffen, die von Männern ausgeht. Das ist, bezogen auf die OECD-Länder, die höchste Rate. Mehr als jede vierte Frau im Land erlebt demzufolge also männliche Gewalt. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2023 wurden insgesamt 253 Frauen getötet. Bei 194 weiteren Frauen besteht der Verdacht auf einen gewaltsamen Tod.

Im Jahr 2022 wurden 334 Frauen getötet, wobei 154 von ihren Ehemännern ermordet wurden. 23 der getöteten Frauen sollten mithilfe einer sogenannten Schutzanordnung besonderen Schutz genießen. Dennoch fanden auch sie den Tod.

 Ersever kritisierte die Regierung vor dem Hintergrund dieser bedrückenden Realität scharf. Insbesondere prangerte sie die Aufkündigung des Istanbul-Abkommens an, das einst mit der Hoffnung auf weitreichende Gewaltpräventionsmaßnahmen verabschiedet wurde, sowie die anhaltende Ignoranz gegenüber Frauenrechten seitens der Regierungsparteien.

2 Dezember 2023 0 Kommentare
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Information

Wegen hoher Inflation: Türkische Firmen wandern nach Ägypten aus

von Fremdeninfo 30 November 2023
von Fremdeninfo

Wegen hoher Inflation: Türkische Firmen wandern nach Ägypten aus

Artikel von Elmas Topcu, Aram Ekin DuranDW Deutsch

 

Wegen anhaltender hoher Inflation sind immer mehr türkische Firmen auf der Suche nach neuen Standorten. Mit günstigen Produktionskosten und Visafreiheit wird Ägypten eine attraktive Alternative.

Mit günstigen Produktionskosten und der Visafreiheit lockt Ägypten immer mehr türkische Firmen ins Land am Nil. © Gehad Hamdy/picture alliance/dpa

 

Mit einem breiten Lächeln ging er auf Erdogan zu. Er streckte seine Hand aus und grüßte freundlich den türkischen Staatspräsidenten. Die Fotografen schossen fleißig ihre Bilder, denn es ist immer noch nicht selbstverständlich, dass der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gemeinsam in die Kameras lächeln. Fast zehn Jahre lang standen sich die beiden feindselig gegenüber. Sie machten keinen Hehl daraus, dass sie sich nicht ausstehen können. Erst vor einem Jahr brachte Katar die beiden am Rande der Fußball-WM zusammen. Dem kurzen Händeschütteln folgten dann in diesem Jahr zwei offizielle Treffen; einmal beim G-20-Gipfel in Neu-Delhi im September und eines beim Gipfel der Organisation für islamische Zusammenarbeit in Riad vor wenigen Wochen.

Zehn Jahre Eiszeit

Fast zehn Jahre herrschte zwischen Kairo und Ankara Eiszeit. Als 2013 der damals demokratisch gewählte Präsident Muhammed Mursi, der der islamistischen Muslimbruderschaft nahestand, vom damaligen Armeechef und heutigen Präsidenten al-Sisi gestürzt wurde, ergriff Erdogan sofort Partei; er stellte sich auf die Seite des gestürzten Mursi. Den neuen Machthaber al-Sisi nannte er Putschist, Mörder, Tyrann und Pharao.

Das Symbol der Muslimbrüder, die vier gestreckten Finger, machte Erdogan sogar zu seinem eigenen. Überall zeigte er es. Die Oppositionspolitiker im Land nannte er häufig al-Sisi, um seinen Groll und Hass zu demonstrieren.

Zehn Jahre Eiszeit

Fast zehn Jahre herrschte zwischen Kairo und Ankara Eiszeit. Als 2013 der damals demokratisch gewählte Präsident Muhammed Mursi, der der islamistischen Muslimbruderschaft nahestand, vom damaligen Armeechef und heutigen Präsidenten al-Sisi gestürzt wurde, ergriff Erdogan sofort Partei; er stellte sich auf die Seite des gestürzten Mursi. Den neuen Machthaber al-Sisi nannte er Putschist, Mörder, Tyrann und Pharao.

Das Symbol der Muslimbrüder, die vier gestreckten Finger, machte Erdogan sogar zu seinem eigenen. Überall zeigte er es. Die Oppositionspolitiker im Land nannte er häufig al-Sisi, um seinen Groll und Hass zu demonstrieren.

Wegen anhaltender hoher Inflation sind immer mehr türkische Firmen auf der Suche nach neuen Standorten. Mit günstigen Produktionskosten und Visafreiheit wird Ägypten eine attraktive Alternative.

Mit einem breiten Lächeln ging er auf Erdogan zu. Er streckte seine Hand aus und grüßte freundlich den türkischen Staatspräsidenten. Die Fotografen schossen fleißig ihre Bilder, denn es ist immer noch nicht selbstverständlich, dass der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gemeinsam in die Kameras lächeln. Fast zehn Jahre lang standen sich die beiden feindselig gegenüber. Sie machten keinen Hehl daraus, dass sie sich nicht ausstehen können. Erst vor einem Jahr brachte Katar die beiden am Rande der Fußball-WM zusammen. Dem kurzen Händeschütteln folgten dann in diesem Jahr zwei offizielle Treffen; einmal beim G-20-Gipfel in Neu-Delhi im September und eines beim Gipfel der Organisation für islamische Zusammenarbeit in Riad vor wenigen Wochen.

Zehn Jahre Eiszeit

Fast zehn Jahre herrschte zwischen Kairo und Ankara Eiszeit. Als 2013 der damals demokratisch gewählte Präsident Muhammed Mursi, der der islamistischen Muslimbruderschaft nahestand, vom damaligen Armeechef und heutigen Präsidenten al-Sisi gestürzt wurde, ergriff Erdogan sofort Partei; er stellte sich auf die Seite des gestürzten Mursi. Den neuen Machthaber al-Sisi nannte er Putschist, Mörder, Tyrann und Pharao.

Das Symbol der Muslimbrüder, die vier gestreckten Finger, machte Erdogan sogar zu seinem eigenen. Überall zeigte er es. Die Oppositionspolitiker im Land nannte er häufig al-Sisi, um seinen Groll und Hass zu demonstrieren.

Kairo wiederum warf Erdogan vor, den Terror der islamistischen Muslimbrüder zu unterstützen und ihnen Zuflucht am Bosporus zu gewähren.

Auch im Libyen-Konflikt standen Ägypten und die Türkei auf gegnerischen Seiten. Im Mittelmeer verfolgten sie unterschiedliche Interessen, wenn es um neue Gasvorkommen ging.

Dennoch wurden die beiden zur Annäherung gezwungen – durch krisenhafte Weltpolitik und schlechte wirtschaftliche Lage in den eigenen Ländern. Vor einem Jahr kamen die türkischen und ägyptischen Wirtschaftsdelegationen nach neun Jahren erstmals zusammen, von da an bewegten sich die Handelsbeziehungen nur voran.

Die anhaltende hohe Inflation in der Türkei

Viele türkische Unternehmen sind im eigenen Land schon seit einigen Jahren sehr unzufrieden. Erdogans unkonventionelle Niedrigzinspolitik treibt die Inflation ununterbrochen in die Höhe. Zuletzt lag die Teuerungsrate offiziell bei mehr als 61 Prozent. Hohe Energiekosten und eine unsichere Zinspolitik der Zentralbank kamen hinzu.

Auch das neue Duo mit dem neuen Finanzminister Mehmet Simsek und der neuen Chefin der türkischen Zentralbank Hafize Gaye Erkan konnten die Märkte bisher nicht beruhigen, obwohl sie die Rückkehr zu einer konventionellen Wirtschaftspolitik eingeleitet haben. Stabilität und einstellige Teuerungsrate versprechen sie ab 2025 bis 2026. Für viele Unternehmen zu spät – und zu unsicher.

Denn diesen bereiten zunehmend hohe Produktionskosten, hohe Energieausgaben und die unsichere Devisen- und Zinspolitik der Regierung schon seit einer Weile das Kopfzerbrechen. Einige schauen sich schon seit langem im Ausland um.

Ägypten stand immer im Fokus, weil Personal- und Produktionskosten dort viel günstiger sind als am Bosporus. Mit der Aufhebung der Visumspflicht im April dieses Jahres wurde dann die letzte Hürde abgebaut.

Bereits dieses Jahr haben die türkischen Gesamtinvestitionen im Land am Nil die 2,5 Milliarden US-Dollar-Marke erreicht. Schätzungen zufolge werden es Ende des Jahres über drei Milliarden Dollar.

Zollfreier Handel mit Drittländern

Neben den kostengünstigen Produktionskonditionen haben türkische Firmen, die sich in Ägypten niederlassen, auch die Möglichkeit, sich Zugang zum zollfreien Handel mit weiteren Ländern zu verschaffen. Somit können sie neue internationale Märkte erschließen, prognostizieren die Experten.

„Ägypten war ohnehin attraktiv, aber Aufhebung der Visapflicht für türkische Staatsbürger ist der Wendepunkt gewesen“, betont Mustafa Denizer, der Vorsitzenden des Türkisch-Ägyptischen Business Council im Gespräch mit der DW. Um international wettbewerbsfähig bleiben zu könnten, seien türkische Firmen seit einigen Jahren schon auf der Suche nach anderen Ländern gewesen. „Mit der Visafreiheit ist der Knoten geplatzt“, so Denizer.

Ihm zufolge sind bereits 35 türkische Industriefirmen in Ägypten aktiv, diese setzen jährlich mehr als 1,5 Milliarde Dollar um.

Auch der zollfreie Handel mit den USA, der EU, Südamerika und den einigen afrikanischen Ländern biete türkischen Investoren vielfältige Möglichkeiten, so Denizer weiter. Türkische Firmen, die in Ägypten kostengünstig produzieren, hätten somit die Möglichkeit, Zugang zu all diesen Märkten zu bekommen.

Personalkosten in der Türkei 500 Dollar

Laut offiziellen Angaben liegen Personalkosten in der Türkei bei einem Arbeiter monatlich bei 500 Dollar. In Ägypten sind es nur 150 Dollar. Außerdem sind dort die Energiekosten viel niedriger als in der Türkei. Daher produzieren jetzt schon viele türkische Größen wie Arcelik, Sisecam, Temsa, Yildiz Holding und viele andere vor Ort.

Nach eigenen Angaben exportiert Temsa zum Beispiel die in Ägypten hergestellten Busse und Transporter von dort aus in die Empfängerländer. Yildiz Holding mit der örtlichen Süßwarenmarke Pladis verzeichnet im ägyptischen Markt, der in der MENA-Region der zweitgrößte ist, große Erfolge.

Yesim Textil betreibt drei Fabriken in Kairo, Alexandria und Isma’ilia und beliefert von dort aus viele weltbekannten Sportmarken. Die Elektroriese Arcelik, der in Europa mit der Marke Beko bekannt ist, hat zuletzt 100 Millionen Dollar in eine neue Fabrik investiert. Ende des Jahres ist die Eröffnung geplant. Iskefe Holding, LCWaikiki, Eroglu Group und viele weitere haben ebenfalls neue Investitionen angekündigt.

70.000 Menschen beschäftigen türkische Firmen in ihren Unternehmen in Ägypten – die bei Zulieferern nicht mitgezählt. Ein Drittel der Textil- und Kleiderproduktion im Land stammt aus den Maschinen der türkischen Fabriken.

Willkommenskultur für türkische Firmen

Laut Denizer, der selbst in der Textilbranche tätig ist, bietet Ägypten türkischen Firmen eine erfolgreiche Willkommenskultur. „Unsere Unternehmen werden dort sehr gut empfangen und betreut“, erzählt er.

Das Einzige, womit die türkischen Firmen Schwierigkeiten hätten, sei die Devisenknappheit im Land. Vor allem türkische Firmen, die für den ägyptischen Binnenmarkt produzieren, bekämen ihre Zahlungen deswegen häufig mit Verzögerung. Aber die türkische Zentralbank verhandelt derzeit mit der ägyptischen, um dieses Problem zu beheben, sagt Denizer.

Auch auf Ministerebene werden die Beziehungen kräftig vorangetrieben. Im Oktober reiste der türkische Wirtschaftsminister Ömer Polat mit einer Delegation ins Land. Der Vorsitzende der Industrie- und Handelskammer der wirtschaftlich starken Stadt Bursa, Ibrahim Burkay, war dabei.

Er ist sehr optimistisch. „Unser Ziel ist in den nächsten fünf Jahren das Handelsvolumen zwischen Ägypten und der Türkei auf 15 Milliarden Dollar zu erhöhen“, sagt er. 2022 lag es bei sieben Milliarden Dollar.

Im Blick hätten türkische Firmen aus Bursa nach seinen Worten insbesondere zwei Sektoren; die Auto- und Textilindustrie. „Wir haben auch die Chance, mit ägyptischen Firmen in Drittländern zu kooperieren“, ergänzt Burkay. Weiteres großes Potenzial sieht der erfahrene Kammerchef bei Messen. „Von unseren langjährigen Erfahrungen in dieser Branche können wir in Ägypten nur profitieren“, so Burkay weiter. Eine große Heimtextilien- und Stoffmesse sei bereits in Planung.

 

30 November 2023 0 Kommentare
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Neuer Eklat um Greta Thunberg – Jüdin findet deutliche Worte: „Kämpfen um unser Überleben“

von Fremdeninfo 29 November 2023
von Fremdeninfo

Neuer Eklat um Greta Thunberg – Jüdin findet deutliche Worte: „Kämpfen um unser Überleben“

Artikel von Marlen Schubert Berliner Levi

 

Greta Thunberg hat sich zu einer Symbolfigur des Klimaaktivismus entwickelt und damit die Aufmerksamkeit der Welt auf die Notwendigkeit eines nachhaltigen Wandels gelenkt. Mit nur 16 Jahren begann sie, jeden Freitag die Schule zu schwänzen, um vor dem schwedischen Parlament für Maßnahmen gegen den Klimawandel zu protestieren.

Diese schlichte Geste entwickelte sich zu einer globalen Bewegung, die unter dem Namen „Fridays for Future“ bekannt ist. Gretas Entschlossenheit und ihre klaren, unbequemen Worte haben nicht nur Politiker und Wirtschaftsführer aufgerüttelt, sondern auch Millionen von Menschen weltweit inspiriert, sich für den Umweltschutz einzusetzen. Doch in letzter Zeit gerät die heute 20-Jährige zunehmend in Kritik. Der Vorwurf: Antisemitismus. „Fridays for Future“ Deutschland hat sich bereits von den Aussagen der Schwedin distanziert (mehr dazu liest du hier).

Über den „Absturz“ von Greta Thunberg

Seit dem terroristischen Angriff der Hamas fällt Thunberg mit einer anti-israelischen Haltung auf. Auch die internationalen „Fridays-for-Future“-Accounts äußern sich „teilweise in Parolen, die man antisemitisch verstehen kann“, sagt Autor Sascha Lobo in seinem Podcast „Feel the News“ (mehr dazu hier). Thunberg kommuniziere rabiat für Palästina und Gaza ohne „ein Wort des Mitgefühls mit den Jüdinnen und Juden zu äußern, die von der palästinensischen Terrororganisation getötet wurden“. Lobo bezeichnet dies als „Absturz“ der schwedischen Klimaaktivistin.

 

 

Greta Thunberg sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert. Von ihrer Kritik an der israelischen Besatzungspolitik bis zu der Leugnung des Existenzrechts Israels. © Robin Utrecht/ANP/dpa
 

Thunberg verwendet laut dem „Spiegel“-Kolumnist immer wieder den Begriff „Palestine Genocide“, zitiert einen Pro-Hamas-Account, der den Angriff der Terrorgruppe auf Israel gefeiert hat. „Greta lässt immer offener ihre radikale, durchaus antisemitische Grundhaltung durchscheinen“, so Lobo. Thunberg habe mit verschiedenen Auftritten und Äußerungen einen „Point of no Return“ überschritten und die Klimabewegung für immer verändert

Auf X (vormals Twitter) schreibt Lobo: „Es ist traurig und schlimm, dass sich Greta Thunberg immer mehr als Antisemitin entpuppt. Auf Twitter die große ‚Solidarität mit Gaza‘ einfordern – und nicht einmal ein einziges Wort zu den von der Hamas bestialisch ermordeten jüdischen Kindern, Frauen, Männern.“

„Sie lebt entspannt ihr Leben und wir kämpfen um unser Überleben“

Die Israelfeindlichkeit der einstigen Ikone der Klimabewegung erreicht ein neues Level. Gemeinsam mit weiteren Aktivisten ruft sie in Stockholm: „Krossa Sionismen!“, zu Deutsch: „Zerschlagt den Zionismus!“ Thunberg stellt so das Existenzrechts Israels in Frage und ruft offen zur „Zerschlagung“ des Zionismus auf, was in letzter Konsequenz auf die Vernichtung Israels abzielt.

Die Jüdin und deutsch-israelische Journalistin, Sarah Cohen-Fantl, verurteilt diese Haltung scharf: „Wie süß, naiv lächelnd Greta Thunberg da vor der israelischen Botschaft in Stockholm steht und fordert, dass Israel ausgelöscht wird (Zionismus bedeutet nichts anderes als das Existenzrecht eines Jüdischen Staates Israel).“

29 November 2023 0 Kommentare
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