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4 Februar 2026 0 Kommentare
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Terroranschlag auf Weihnachtsmarkt in Köln geplant: Haftbefehl gegen 15-Jährigen

von Fremdeninfo 29 November 2023
von Fremdeninfo

 

Terroranschlag auf Weihnachtsmarkt in Köln geplant: Haftbefehl gegen 15-Jährigen

Artikel von dpa/BLZ  
2 Std.
Offenbar ist ein Anschlag auf den Kölner Weihnachtsmarkt von der Polizei vereitelt worden.    © Sascha Thelen/dpa

 

Das Amtsgericht Leverkusen hat wegen der Planung und Vorbereitung eines islamistischen Terroranschlags einen Haftbefehl gegen einen 15-Jährigen aus dem Rheinisch-Bergischen-Kreis in Nordrhein-Westfalen erlassen. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf am Mittwoch mit. Der Jugendliche sei bei einer Durchsuchung seiner Wohnung am Dienstag vorläufig festgenommen worden. Weitere Angaben machte die Generalstaatsanwaltschaft nicht.

Wie zuvor aus Sicherheitskreisen verlautete, hatte die Polizei in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg insgesamt zwei Jugendliche festgenommen. Demnach sollen sich der 15-jährige Hauptbeschuldigte und ein 16-Jähriger über die Absicht ausgetauscht haben, einen Anschlag auf vermeintliche „Ungläubige“ zu verüben. Als mögliche Ziele habe der 15-Jährige aus NRW unter anderem eine Synagoge und einen Weihnachtsmarkt genannt.  

Die Ernsthaftigkeit der Pläne und die Frage, ob sich der 15-Jährige in seiner Kommunikation mit anderen mutmaßlichen Islamisten womöglich nur wichtig machen wollte, blieben zunächst offen. Da er jedoch vor kurzem dann ein konkretes Datum und einen öffentlichen Platz nannte, griff die Polizei am Dienstag sicherheitshalber zu, wie es in den Sicherheitskreisen hieß.

Nach WDR-Informationen soll er in einem bei Telegram verbreiteten Video einen Terroranschlag in Deutschland für Freitag, 1. Dezember, angekündigt haben. Mit dem 16-Jährigen soll er sich dem Bericht zufolge über einen Anschlag mit Brandsätzen oder einem Kleinlaster auf einen Weihnachtsmarkt oder eine Synagoge in Köln ausgetauscht haben. Beide Jugendlichen gelten nach WDR-Informationen als Sympathisanten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Vor Bekanntwerden der beiden Festnahmen hatte der Verfassungsschutz am Mittwoch mitgeteilt, dass vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts die Gefahr für mögliche Terroranschläge gegen jüdische und israelische Personen und Einrichtungen sowie gegen „den Westen“ zuletzt deutlich zugenommen hat. So war etwa in Duisburg erst Ende Oktober ein islamistischer Gefährder nach Hinweisen auf ein mögliches Anschlagsszenario festgenommen worden.

Dass die beiden einen Weihnachtsmarkt ins Auge gefasst haben sollen, erinnert an den Anschlag am 19. Dezember 2016 auf dem Breitscheidplatz in Berlin. Damals war ein islamistischer Terrorist in einem entführten Lastwagen in den Weihnachtsmarkt gefahren. Durch die Tat starben insgesamt 13 Menschen, einer von ihnen Jahre später an den Folgen.

29 November 2023 0 Kommentare
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Fridays for Future: Nicht alle wollen sich von Greta Thunberg abgrenzen

von Fremdeninfo 29 November 2023
von Fremdeninfo

Fridays for Future: Nicht alle wollen sich von Greta Thunberg abgrenzen

Artikel von Lukas Fuhr  • FAZ
Die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer spricht bei einer Gedenkveranstaltung am Jahrestag der Pogromnacht in Hamburg © dpa
 

Für Fridays for Future gehören Klimaschutz und Menschenrechte zusammen. Einige prominente Vertreter der Bewegung haben deshalb zum Beispiel eine „politische Patenschaft“ für Umwelt-Aktivisten übernommen, die in Iran im Gefängnis sind. Neben Luisa Neubauer und der Bundessprecherin Pauline Brünger trat vor gut zwei Monaten auch Elisa Baş als Patin für einen Inhaftierten auf. In einer Pressemitteilung hieß es: „Klimaschutz und Menschenrechte können nicht separat behandelt werden, denn es ist die Klimakrise, die durch ihre Folgen weltweit Menschenrechte gefährdet.“

Das, was die 22 Jahre alte Aktivistin Baş mittlerweile offenbar für Einsatz für die Menschenrechte hält, dürfte nun aber zu ihrem Ausschluss aus der Klimabe­wegung führen. Mehrfach warf sie Israel vor, einen „Genozid“ in Gaza zu begehen, und Josef Schuster, dem Präsidenten des Zentralrats der Juden, hierzulande eine „Pogrom-Stimmung“ gegen Paläs­tinenser anzuheizen. Auf Instagram verbreitet Baş grausame Videos, die israe­lische Kriegsverbrechen zeigen sollen, wettert gegen behördliche Demonstrationsverbote in Deutschland und ruft zur Teilnahme an Veranstaltungen auf, deren Organisatoren sich bemühten, diese „so friedlich wie möglich“ zu gestalten.

Bundessprecherin Brünger will sich nicht zu einem „laufenden Verfahren“ gegen Baş äußern. Auch wie viele solcher und ähnlicher Verfahren laufen, will sie nicht sagen – als letztes Mittel seien Ausschlüsse „vergleichsweise selten“. Andere Aktivisten erwarten, dass Baş bald ausgeschlossen wird. Dafür ist bei Fridays for Future ein eigenes Gremium verantwortlich. Dessen Mitglieder werden durch die Ortsgruppen von Fridays for Future gewählt. Unabhängig von der Größe hat jede Ortsgruppe dabei eine Stimme.

Kritik vom Antisemitismus-Beauftragten

Während Fridays for Future gegen deutsche Aktivisten also vorgehen kann, ist die internationale Zusammenarbeit aktuell schwierig. Besonders die Abgrenzung zu Greta Thunberg bindet gerade viele Kapazitäten. Die Begründerin der Schulstreikbewegung hatte mit einem Schild posiert, auf dem „Stand with Gaza“ stand, wenig später skandierte die junge Frau bei einer Demonstration in Amsterdam: „Auf besetztem Land gibt es keine Klimagerechtigkeit!“

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, kritisierte die Aussagen als einseitig und israelfeindlich. Diese seien, sagte er dem „Spiegel“, „durch die verklausulierte Aberkennung des Existenzrechts Israels auch antisemitisch“. Die deutschen Aktivisten versuchen seither, auf Distanz zu gehen, und stellen sich offensiv gegen Judenfeindlichkeit. Luisa Neubauer sagte einen „Klimadialog“ in Magdeburg ab, um auf Einladung der jüdischen Gemeinde in Hamburg am 9. November bei einer Gedenkveranstaltung zu sprechen. Schon zuvor hatte Fridays for Future Deutschland eine Mitteilung verschickt, in der stand: „Wir sind uneingeschränkt solidarisch mit Jüdinnen und Juden, die weltweit und auch hier antisemitische Gewalt erleben.“

Die deutschen Aktivisten haben die Sorge, stets in Mithaftung für die Äußerungen von anderen genommen zu werden. Dabei ist die internationale Zusammenarbeit auch nach Jahren gemeinsamer Streiks eher lose. Absprachen treffen oft diejenigen, die sich besonders engagieren. Fridays for Future ist kein Verband mit nationalen Teilverbänden, sondern fast durchgängig eine Bewegung, in der sich junge Menschen ehrenamtlich einbringen.

Deutsche Aktivisten weisen außerdem darauf hin, dass außerhalb Deutschlands, der Schweiz und Österreichs die Klimastreiks mittlerweile nur noch überschaubar viele Menschen auf die Straße bringen. Die Forderung, den Namen zu wechseln, um nicht mehr mit Greta Thunberg in Verbindung gebracht zu werden, lehnen sie bisher ab. Mit Thunberg zusammen demonstrieren würden sie aber nicht mehr, sagt eine Aktivistin aus dem Saarland. „Insbesondere als deutsche Ortsgruppe sehen wir uns in der Verantwortung, gegen Rassismus und gegen Antisemitismus vorzugehen“, heißt es von Aktivisten aus Bonn.

Hessische Gruppe stellt sich hinter Thunberg

Doch es gibt auch andere Stimmen. Vertreter aus Fritzlar in Hessen teilten der F.A.Z. mit, ihre Ortsgruppe stehe „hinter Greta Thunberg, spezifisch auch hinter ihrem Einsatz für die Palästinenser:Innen“. Der Bundesebene wirft die Ortsgruppe eine „Spaltung“ der Klima­bewegung vor. Die Diskussion über Thunbergs Äußerungen beeinflusse ihre Arbeit vor Ort aber ohnehin kaum. Die Aktivisten aus Fritzlar betonen allerdings auch: „Für uns ist klar, dass wir sowohl gegen den Terror der Hamas, als auch gegen jeden Antisemitismus stehen.“

Vertreter der Bundesebene hingegen weisen darauf hin, dass derzeit alle Abstimmungsprozesse mit Aktivisten anderer Länder ausgesetzt seien. Dazu zählte bisher etwa die Festlegung der Termine für den „globalen Klimastreik“. Diesem Beschluss hätten die Ortsgruppen „mit klarer Mehrheit“ zugestimmt, sagte eine Bundessprecherin der F.A.Z. Der Beschluss gelte für alle Akteure, „die im Namen oder als Teil von Fridays for Future Deutschland handeln.“

Eigentlich, das sagen alle Aktivisten, würden sie gerade lieber über das Klima sprechen. Aber Bundessprecherin Brünger macht sich keine Illusionen, dass das auf der am Donnerstag beginnenden Weltklimakonferenz möglich sein wird. Ein paar Aktivisten von Fridays for Future werden dorthin reisen. Für sie stellen sich dann jede Menge Fragen. Mit wem wollen sie gemeinsam protestieren? Wie viel sollen Klimaaktivisten zum Nahostkonflikt sagen? „Für uns ist diese Klimakonferenz so kompliziert wie nie zuvor“, sagt Brünger und versichert, das Bekenntnis gegen Antisemitismus werde auch in Dubai gelten. Aber die gute Handvoll deutscher Aktivisten wird sich auf der Konferenz in einer Minderheitenposition befinden.

Brünger nimmt an, dass die Verknüpfung von klimapolitischen Forderungen mit Statements zum Terror der Hamas und Israels kriegerische Reaktion darauf auf der Klimakonferenz unvermeidbar sein wird. „In vielen internationalen

progressiven Bewegungen steht das Leid der Palästinenser im Mittelpunkt, das gilt auch für die internationale Klimabewegung. Insofern steht Greta da nicht alleine.“ Wie die deutschen Verhandler nicht nur mit Staaten sprechen könnten, mit denen man dieselben Werte teile, müssten auch Aktivisten einen Weg finden, „Fortschritte für den Klimaschutz zu erreichen“.

29 November 2023 0 Kommentare
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Umfrage Anfang des Jahres: Knapp die Hälfte der Deutschen ist für schnellere Einbürgerungen

von Fremdeninfo 29 November 2023
von Fremdeninfo

dpa

Umfrage Anfang des Jahres: Knapp die Hälfte der Deutschen ist für schnellere Einbürgerungen

Die Ampel-Reform für schnellere Einbürgerungen unterstützten Anfang des Jahres in einer Umfrage noch 49 Prozent. Wie sich der Wert seit dem entwickelt hat, geht aus der Umfrage nicht hervor.

 

Die von der Ampel-Koalition geplante Absenkung der Hürden für die Einbürgerung hat im Frühjahr noch etwa die Hälfte der Bevölkerung überzeugt. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (Dezim), die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Einzelne Aspekte dieses Gesetzesvorhabens fanden zum Zeitpunkt der Befragung – zwischen Ende März und Anfang Mai – teils noch deutlich mehr Zustimmung.

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Ob sich die Einstellungen zur Reform des Staatsangehörigkeitsrechts durch die jüngsten Entwicklungen und Debatten zu Asylpolitik und Arbeitskräfteeinwanderung seither verändert haben, geht aus der Untersuchung allerdings nicht hervor. Der Bundestag berät am Donnerstag erstmals über das Vorhaben.

Zuwanderer sollen laut Kabinettsbeschluss künftig bereits nach fünf Jahren Aufenthalt in Deutschland Staatsbürger werden können. Bisher mussten sie dafür acht Jahre im Land leben. Bei guten Leistungen in Schule oder Job, guten Sprachkenntnissen oder ehrenamtlichem Engagement soll eine Einbürgerung schon nach drei Jahren möglich sein. Wer einen deutschen Pass haben möchte, soll den alten künftig nicht mehr aufgeben müssen.

 

Auf schriftliche Deutsch-Prüfungen und einen Einbürgerungstest soll bei älteren Menschen, die einst über staatliche Abkommen als Arbeitskräfte ins Land gekommen waren, verzichtet werden. Sie müssen nur nachweisen, dass sie sich im Alltag ohne nennenswerte Probleme auf Deutsch verständigen können.

 

Dass der Entwurf in Anerkennung ihrer Lebensleistung für ehemalige „Gastarbeiter“ und ausländische Vertragsarbeiter der DDR Erleichterungen vorsieht, fanden 63 Prozent der vom Dezim befragten Menschen gut. 16 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen beurteilten diesen Vorschlag negativ. 22 Prozent der Teilnehmer der Umfrage entschieden sich auf einer Skala von „sehr gut“ bis „sehr schlecht“ für einen mittleren Wert.

 

Mehr zum Thema auf Tagesspiegel Plus:

Streit bei Einbürgerungsreform droht SPD drängt auf deutschen Pass auch für Bürgergeldbezieher und behinderte Menschen Streit über die Asylpolitik Die Grünen entscheiden sich für die Macht

Kampf gegen irreguläre Migration Faesers Grenzkontrollen zeigen Wirkung

Auf die eher allgemein gehaltene Frage „Wie beurteilen Sie den Vorschlag, dass der deutsche Pass unter bestimmten Voraussetzungen einfacher erworben werden kann?“ antworteten den Angaben zufolge 49 Prozent der Befragten positiv. 34 Prozent der befragten Deutschen und Ausländer äußerten sich negativ. In der Mitte angesiedelt waren die Antworten von 17 Prozent der knapp 3000 Menschen, die an der Befragung teilnahmen. (dpa)

29 November 2023 0 Kommentare
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Einbürgerungsreform: Keine Mehrheit für den Doppelpass

von Fremdeninfo 29 November 2023
von Fremdeninfo

Einbürgerungsreform: Keine Mehrheit für den Doppelpass

Artikel von dpa
Auf schriftliche Deutsch-Prüfungen und einen Einbürgerungstest soll bei älteren Menschen, die einst über staatliche Abkommen als Arbeitskräfte ins Land gekommen waren, verzichtet werden. © Uli Deck/dpa

 

Die von der Ampel-Koalition geplante Absenkung der Hürden für die Einbürgerung hat im Frühjahr noch etwa die Hälfte der Bevölkerung überzeugt. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (Dezim), die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Einzelne Aspekte dieses Gesetzesvorhabens fanden zum Zeitpunkt der Befragung – zwischen Ende März und Anfang Mai – teils noch deutlich mehr Zustimmung.

Auf die eher allgemein gehaltene Frage «Wie beurteilen Sie den Vorschlag, dass der deutsche Pass unter bestimmten Voraussetzungen einfacher erworben werden kann?» antworteten danach 49 Prozent der Befragten positiv. 34 Prozent der befragten Deutschen und Ausländer äußerten sich negativ. In der Mitte angesiedelt waren die Antworten von 17 Prozent der knapp 3000 Menschen, die an der Befragung teilnahmen.

Ob sich die Einstellungen zur Reform des Staatsangehörigkeitsrechts durch die jüngsten Entwicklungen und Debatten zu Asylpolitik und Arbeitskräfteeinwanderung seither womöglich verändert haben, geht aus der Untersuchung nicht hervor. Der Bundestag berät über das Vorhaben erstmals an diesem Donnerstag.

Einbürgerung soll schneller kommen

Zuwanderer sollen laut Kabinettsbeschluss künftig bereits nach fünf Jahren Aufenthalt in Deutschland Staatsbürger werden können. Bisher mussten sie dafür acht Jahre im Land leben. Bei guten Leistungen in Schule oder Job, guten Sprachkenntnissen oder ehrenamtlichem Engagement soll eine Einbürgerung schon nach drei Jahren möglich sein.

Wer einen deutschen Pass haben möchte, soll den alten künftig nicht mehr aufgeben müssen. Das gilt jetzt schon für EU-Bürger und einige Sonderfälle, aber beispielsweise nicht für Menschen aus der Türkei oder den Westbalkanstaaten.

Auf schriftliche Deutsch-Prüfungen und einen Einbürgerungstest soll bei älteren Menschen, die einst über staatliche Abkommen als Arbeitskräfte ins Land gekommen waren, verzichtet werden. Sie müssen nur nachweisen, dass sie sich im Alltag ohne nennenswerte Probleme auf Deutsch verständigen können.

Dass der Entwurf in Anerkennung ihrer Lebensleistung für ehemalige «Gastarbeiter» und ausländische Vertragsarbeiter der DDR Erleichterungen vorsieht, fanden 63 Prozent der vom Dezim befragten Menschen gut. 16 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen beurteilten diesen Vorschlag negativ. 22 Prozent der Teilnehmer der Umfrage entschieden sich auf einer Skala von «sehr gut» bis «sehr schlecht» für einen mittleren Wert.

Die Möglichkeit der doppelten Staatsangehörigkeit für alle Einbürgerungswilligen beurteilten 43 Prozent der Bevölkerung positiv, 37 Prozent fanden das schlecht. Jeder Fünfte äußerte sich zu diesem Teil der geplanten Reform weder positiv noch negativ.

Jannes Jacobsen, einer der Autoren der Studie, meldet grundsätzliche Bedenken an. «Es ist fraglich, ob die geplante Reform die bestehenden Lücken schließen kann», sagt er. Sie könnte in einigen Fällen schneller zum deutschen Pass führen – in anderen die individuellen Hürden aber auch erhöhen.»

Beispielsweise würde der Kreis derjenigen, die bei besonderen Härten auch dann nach Ermessen eingebürgert werden können, wenn sie ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können, kleiner, sollte der Gesetzentwurf in der aktuellen Form beschlossen werden.

Wenige Ausnahmen

Zu den wenigen Ausnahmen, die es hier auch in Zukunft noch geben soll, zählen die ehemaligen Gast- oder Vertragsarbeiter. Unter ihnen sind etliche – vor allem Frauen – die aufgrund langjähriger Beschäftigung im Niedriglohnsektor im Alter teilweise auf Sozialleistungen angewiesen sind. Nach derzeit geltendem Recht ist Voraussetzung für die Einbürgerung, dass jemand sich und seine Angehörigen zu ernähren imstande ist. Davon könne allerdings «zur Vermeidung einer besonderen Härte abgesehen werden.

Zur Anforderung, den Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, könnten sich die Fraktionen der Grünen und der SPD vorstellen, im parlamentarischen Verfahren noch Änderungen beziehungsweise mehr Ausnahmen vorzusehen – etwa für Alleinerziehende.

Die FDP überlegt dem Vernehmen nach, ob man neben dem Ausschlussgrund Antisemitismus auch noch ein Bekenntnis zum Existenzrecht des Staates Israel von Einbürgerungswilligen verlangen sollte. Für eine Konkretisierung sei man an dieser Stelle zwar generell offen, sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Sebastian Hartmann. Eine Einbürgerungsbehörde habe aber keine Ermittlungskompetenz und werde auch nicht zum Gericht.

Von den in Deutschland lebenden Ausländern ist laut einer weiteren Erhebung des Dezim etwa jeder Zweite daran interessiert, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erwerben oder hat dies bereits beantragt. Eingewanderte Frauen haben demnach ein stärkeres Interesse am deutschen Pass als eingewanderte Männer. Die Migrationsforscher hatten dafür rund 430 Menschen befragt, die ohne deutsche Staatsangehörigkeit in Deutschland leben.

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GRÜNE: Überrascht und traurig über den Rückzug der SPD aus der Koalition

von Fremdeninfo 29 November 2023
von Fremdeninfo

GRÜNE: Überrascht und traurig über den Rückzug der SPD aus der Koalition

Vorsitzende wollen die erfolgreiche Politik der vergangenen Jahre fortsetzen 

Hannover, 27. November 2023. Mit Bedauern und Überraschung nimmt der Stadtverband Hannover von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN den Schritt der SPD Hannover zur Kenntnis, die gemeinsame Koalition mit ihnen zu verlassen. Dieser plötzliche Bruch in einem progressiven Bündnis, das bereits viel für Hannover erreicht hat, kommt inmitten konstruktiver Gespräche und stellt die Stadtgesellschaft vor eine politische Krise.

In den letzten Wochen gab es im Zusammenhang mit dem von der Verwaltung vorgestellten Mobilitätskonzept Reibungen zwischen beiden Koalitionspartnern. Jedoch wurde durch gute Gespräche und Verhandlungen beider Parteien ein positiver und konstruktiver Weg eingeschlagen.

„Die Bürger*innen haben 2021 mit einer großen Mehrheit für eine Fortschrittskoalition gestimmt. Sie erwarten zu Recht, dass die gewählten Mandatsträgerinnen und Mandatsträger konstruktiv zusammenarbeiten und gemeinsam Lösungen präsentieren. Unsere Türen bleiben weiterhin geöffnet. Wir laden die SPD ein, sich wieder mit uns an einen Tisch zu setzen und diese Koalition fortzuführen. Die Herausforderungen und Projekte sind zu wichtig und zu groß, als dass sie wegen politischer Spielereien scheitern sollten.“ so Claudia Görtzen, Vorsitzende des Stadtverbandes Hannover von Bündnis 90/Die Grünen.

Die Entscheidung der SPD Hannover hinterlässt eine große politische Lücke in Hannover, und es ist nun von höchster Dringlichkeit, pragmatische Lösungen zu finden. 

„Wir von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hannover sind weiterhin entschlossen, die erfolgreiche Politik der vergangenen Jahre fortzusetzen und die Stadt durch die aktuellen Herausforderungen zu führen, darunter die Umsetzung des HSK und die Klimafolgeanpassungen.“ betont Leon Flores Monteiro, Co-Vorsitzender des Stadtverbandes Hannover von Bündnis 90/Die Grünen.

Gleichzeitig erwägt der Stadtverband gemeinsam mit ihrem grünen Oberbürgermeister Belit Onay alternative Wege, wie Hannover weiterhin gestaltet und regiert werden kann. In diesem Zusammenhang rufen sie alle progressiven Kräfte dazu auf, sich diesem Gestaltungsprozess anzuschließen und gemeinsam mit ihnen Hannover durch die vor uns liegenden Herausforderungen zu lenken. Jetzt kommt es auf das Engagement aller an!

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AKP-Influencer Tuğrul Selmanoğlu träumt in der ARD von einem Kalifat

von Fremdeninfo 28 November 2023
von Fremdeninfo

AKP-Influencer Tuğrul Selmanoğlu träumt in der ARD von einem Kalifat

dtj-online
 

Sucht man in Google auf Türkisch nach „dem Typen, der im Auto brüllt“, wird einem der Social Media-Aktivist Tuğrul Selmanoğlu angezeigt. Foto: Screenshot

 

Am Montag ist im Ersten deutschen Fernsehen (ARD) eine Dokumentation über die Auswirkungen des Nahostkonfliktes erschienen. Dabei fiel auf, dass ein Pro-Erdoğan-Influencer sich ein Kalifat wünscht und für diese Rolle an niemand geringeren als den türkischen Präsidenten höchstpersönlich denkt. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten, da ein Kalifat die Grundpfeiler der Republik und das Erbe von Mustafa Kemal Atatürk de facto auslöschen würde.

Tuğrul Selmanoğlu ist laut türkischen Medienberichten ein Vorstandsmitglied der Union Internationaler Demokraten e.V., der AKP-Lobbyorganisation nach deutschem Recht. Auch selbst bezeichnet sich Selmanoğlu in den sozialen Medien als Vorstandsmitglied der UID (türkisch MKYK – Merkez Yönetim Kurulu Üyesi).

Die Bedeutung dieser Organisation war zuletzt im Mai dieses Jahres zu erkennen, als der türkische Wahlkampf um die Präsidentschaft und das Parlament auch in Deutschland stattfand. Die UID hat mit ihrer bundesweiten Vernetzung dafür gesorgt, dass die türkischen Wählerinnen und Wähler zu den Urnen gingen und mehrheitlich für Erdoğan und die AKP stimmten.

UID, Selmanoğlu und die türkische Wählerschaft

Von rund 1,5 Millionen wahlberechtigten Türken machten etwa 500.000 von ihrem Recht Gebrauch. Aus diesem Topf konnte der amtierende Präsident 67 Prozent der Stimmen für sich ergattern. Auch Selmanoğlu war in dieser Phase ein wichtiger Faktor. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der UID, Köksal Kuş, war er in mehreren Konsulaten zu sehen. Dort traf sich Selmanoğlu mit türkischen Wählerinnen und Wählern, posierte für Selfies und wurde als Vorbild gefeiert.

Deutsch-Türken erkannten den einflussreichen Influencer, der auf X (ehemals Twitter) rund 424.000, auf Facebook 387.000, auf Instagram 305.000 und auf TikTok 43.ooo Follower hat. Mit dieser Reichweite kann Selmanoğlu Meinungen verbreiten. Auch solche, die für Kontroversen sorgen. Doch das tut er nicht nur dort.

Den Christen ihr Papst, den Muslimen ihr Kalif?

In der ARD-Doku „Zerrissene Gesellschaft?“ spricht Selmanoğlu davon, dass muslimische Länder gemeinsam über 17 Millionen Soldaten verfügten, aber über kein Oberhaupt. Ohne einen solchen seien diese Soldaten quasi nutzlos. Dann fährt er fort und zieht einen Vergleich zum Papst der Christen, der alle einen würde (dabei repräsentiert er nur die Katholiken). Die Muslime würden endlich einen Kalifen benötigen. Der letzte, offiziell anerkannte Kalif war der osmanische Sultan. Das Kalifat wurde 1924, zwei Jahre nach dem Sultanat, abgeschafft.

Doch wen hat Selmanoğlu als neuen Kalifen im Sinn? Auf die Nachfrage der Journalistin, ob dies Erdoğan sein soll, antwortet er mit einem Schmunzeln „Sie sagen es“. Somit legt Selmanoğlu offen, dass er sich bereits auf einen Wunschkalifen festgelegt hat. Diese Passage aus der Doku hat der Influencer bereits geschnitten, ins Türkische übersetzt und auf seinen verschiedenen Kanälen gepostet.

Quo vadis Atatürk?

Als die Nachfrage kommt, ob er mit dem geeigneten Anführer „Erdoğan“ meine, antwortet Selmanoğlu mit „Sie sagen es“. Doch in der türkischen Übersetzung der eigenen Worte kommt ein etwas anderer Sinn heraus. Da heißt es ungefähr „Sie haben selbst Erdoğan gesagt“.

Diese Worte haben in der Türkei für Empörung gesorgt. Denn die Einführung eines Kalifen würde die Republik, die laizistischen Grundpfeiler der Türkei und das Erbe Atatürks nicht nur in Frage stellen, sondern aus der Welt schaffen. Viele kommentierten, dass er mit diesen Vorstellungen am liebsten in Deutschland bleiben solle, aber nicht in die Türkei kommen brauche. Worte, die man ansonsten von Rechten kennt.

Selmanoğlu nannte Atatürk einst einen Flüchtling

Auf Türkisch ist Selmanoğlu schon mehrfach ins Fettnäpfchen getreten. Mit einem besonders großen Fauxpas mit Atatürk-Bezug war er bereits in Ungnade gefallen. Der glühende Erdoğan-Anhänger verteidigte einst die Flüchtlingspolitik der AKP-Regierung und zog einen fatalen Vergleich.

In einer Talkrunde bei Beyaz TV sagte Selmanoğlu: „Diese vermeintlichen Atatürk-Fans sollten wissen, dass Atatürk ein Migrant aus Thessaloniki ist, ein Flüchtling“. Dass er im selben Augenblick von seinem Diskussionspartner und Moderator korrigiert wurde, wollte der um kein Wort verlegene Deutsch-Türke nicht so recht wahrhaben und beharrte auf der Position, Atatürk sei ein Flüchtling gewesen.

„Die Deutschen Medien sprechen über diesen Türken“

Wie im Zusammenhang mit der ARD-Doku war Selmanoğlu auch in der Vergangenheit mit selektiven Übersetzungen seiner deutschen Aussagen aufgefallen. Das erste Mal erblickte er das Licht der „Medienwelt“ vor sechs Jahren, als Talkgast in der Sendung Maischberger. Selmanoğlus Worte wurden schon damals ins Türkische übersetzt. In einer Situation sagte er „Ich finde das so absurd“. Im Türkischen wurde daraus „Diese Art von Ihnen ist so ekelhaft“.

In einem Interview mit der türkischen Nachrichtenagentur Ihlas stellte sich Selmanoğlu dann endgültig als Held dar. Er habe die Einladung in die Sendung zunächst ablehnen wollen. Doch seine damals noch 90.000 Follower hätten ihn ermutigt. Zudem habe er den inzwischen verstorbenen, im Zusammenhang mit dem Mafiapaten Sedat Peker in den schweren Verdacht der Korruption geratenen, regierungsnahen Süleyman Özışık um Rat gebeten.

Süleyman Özışık: „Fürchte dich nicht!“

„Ich sagte ‚Abi (Bruder), es ist eine Falle. (…) Was sagst du?’“, habe Selmanoğlu Özışık gefragt. Dieser habe erwidert, dass die türkische Nationalhymne mit „Fürchte dich nicht“ beginne. So habe Selmanoğlu die Einladung angenommen und die aus seiner Sicht unfaire Runde zwischen mehreren Türkei-kritischen Stimmen mit erhobenem Haupt verlassen.

In der Zeit danach hat Selmanoğlu seine Rolle als Social Media-Aktivist für die AKP-Agenda sowie als Funktionär der UID weiter gefestigt. Durch regelmäßigen Content in Social Media zu allen erdenklichen Themen hat er seine Reichweite immer weiter ausgebaut. Ob die Methoden stimmen, ist ihm und seinen türkischsprachigen Followern wohl egal. Denn solange sie kein Deutsch verstehen, geht sein Plan auf.

28 November 2023 0 Kommentare
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Hannovers SPD gegen VerkehrswendeGrüne werden immer einsamer

von Fremdeninfo 27 November 2023
von Fremdeninfo

Hannovers SPD gegen Verkehrswende: Grüne werden immer einsamer

aus der taz

Die SPD in Hannover lässt das Bündnis mit den Grünen platzen. Grund dafür ist das Verkehrswende-Konzept des grünen Oberbürgermeisters Belit Onay.

Muss jetzt noch häufiger alleine fahren: Hannovers grüner Oberbürgermeister Belit Onay Foto: Michael Matthey/dpa

 

HAMBURG taz | Mit einer autofreien Innenstadt wollte Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) bis zum Ende des Jahrzehnts Hannover zur selbsternannten Stadt der Fußgänger machen, doch diesen Plan hat die örtliche SPD nun fürs Erste zunichte gemacht: Am Montag gab sie bekannt, dass sie ihr Bündnis mit den Grünen im Stadtrat platzen lässt. „Statt ideologischer Starrheit sowie ständigem Streit steht für uns das Lösen von Problemen im Vordergrund“, erklärte der hannoversche SPD-Vorsitzende Adis Ahmetović den Austritt. Die düpierten Grünen sehen die Landeshauptstadt nun in einer „politischen Krise“.

Im September stellte Onay sein Konzept zur Umwandlung der Innenstadt vor, das ohne Mehrheit im Stadtparlament nicht umgesetzt werden kann. Zentrales Ziel des Konzeptes ist, dass sie bis 2030 „nahezu autofrei“ werden soll; Fußgänger:innen, Radfahrer:innen, Busse und Bahnen sollen bei der groß angelegten Umgestaltung konsequent Vorrang erhalten. Hinzu soll nach Onays Ansicht die auch in Hannover darbende Innenstadt künftig weniger eine Konsummeile sein, sondern durch Grün- und Aufenthaltsflächen revitalisiert werden.

Doch während Onays Initiative bundesweit zustimmende Aufmerksamkeit hervorrief, regte sich schnell nach der Vorstellung nicht nur bei der Stadtrat-Opposition um die CDU Widerstand. Auch in der Koalition mit der SPD wuchs die Wut: Die Bür­ge­r:in­nen seien weder befragt noch eingebunden worden, bemängelten die Genoss:innen. Die Grünen sahen das als vorgeschobene Kritik, da es schließlich zuvor Beteiligungsveranstaltungen gegeben hatte.

Dass sie das Bündnis mit den Grünen nun verlasse, liege aber gar nicht allein an Onays Innenstadt-Konzept, betonte die SPD am Montag. Die derzeitige Koalitionsarbeit sei geprägt von Misstrauen und Konflikten. „Das erschwert eine konstruktive Zusammenarbeit seit längerem“, sagte der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Lars Kelich.

SPD will mit wechselnden Mehrheiten gestalten

Die Grünen teilen diese Einschätzung nicht: „Unüberbrückbare inhaltliche Differenzen bestehen nicht“, widersprach Onay. Und Hannovers Grünen-Chefin Claudia Görtzen forderte die SPD auf, wieder in das Bündnis zurückzukehren: „Die Herausforderungen und Projekte sind zu wichtig und zu groß, als dass sie wegen politischer Spielereien scheitern sollten.“

Dass es dazu kommt, ist aber unwahrscheinlich. So brachte die SPD am Montag schon die Idee ein, künftig mit wechselnden Mehrheiten in Hannover Politik machen zu wollen. Der oppositionellen CDU, die Onays Innenstadt-Konzept radikal ablehnt, gefällt der Vorschlag. „Als CDU sind wir bereit, uns mit unseren Inhalten und unserem Engagement konstruktiv für die Zukunft unserer Stadt einzubringen und in dieser für Hannover schwierigen Situation Verantwortung zu übernehmen“, erklärte CDU-Fraktionschef Felix Semper.

27 November 2023 0 Kommentare
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Hannover: SPD beendet rot-grüne Koalition im Rathaus

von Fremdeninfo 27 November 2023
von Fremdeninfo

Hannover: SPD beendet rot-grüne Koalition im Rathaus

Artikel von Marc Röhlig  •Der Spiegel

 

Vier Jahre lang regierte in Hannover der Grüne Oberbürgermeister Belit Onay gemeinsam mit der SPD. Doch nun haben die Sozialdemokraten das Bündnis beendet. Unter anderem die Verkehrspolitik wurde zum Streitpunkt.

 

Hannover: SPD beendet rot-grüne Koalition im Rathaus © IMAGO/dts Nachrichtenagentur

 

Über Jahrzehnte regierten Sozialdemokraten im Hannover Rathaus, dann wurde 2019 der Grüne Belit Onay neuer Oberbürgermeister. Er regierte die Stadt in einem rot-grünen Bündnis. Doch nun hat die SPD die Koalition mit den Grünen im Rat der Stadt aufgekündigt.

Hintergrund sei nicht nur das Mobilitätskonzept, sagte Daniel Cord, Geschäftsführer des SPD-Unterbezirks Region Hannover, am Montag. Vielmehr habe die Zusammenarbeit in der Koalition nicht geklappt. Hannovers Oberbürgermeister Onay hatte mit seinem Plan, bis zum Jahr 2030 eine nahezu autofreie Innenstadt zu schaffen, auch Kritik ausgelöst.

Die Hand in Richtung der Grünen bleibe ausgestreckt, sagte Cord. Die SPD wolle nicht in eine neue Koalition einsteigen, sondern auf das Konzept wechselnder Mehrheiten im Rat setzen.

Hoffen auf die demokratischen Kräfte

Onay kritisierte den Schritt auf dem Kurznachrichtendienst X. Die Aufkündigung der Koalition sei keine gute Nachricht für Hannover – insbesondere nicht in solch turbulenten Zeiten. Er forderte die demokratischen Kräfte im Stadtrat zu pragmatischer und kooperativer Zusammenarbeit auf.

Der Rathauschef muss sich seine Mehrheiten im Rat künftig suchen. Die SPD könnte theoretisch auch gemeinsam mit CDU und FDP Vorhaben blockieren. Onay hatte 2019 die jahrzehntelange SPD-Herrschaft beendet.

27 November 2023 0 Kommentare
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Bremen: Große Ehre für einen der ersten türkischen Gastarbeiter

von Fremdeninfo 27 November 2023
von Fremdeninfo

Bremen: Große Ehre für einen der ersten türkischen Gastarbeiter

dtj-online

In Gröpelingen, Bremen, wurde der Mustafa-Karabacak-Platz eingeweiht – eine Anerkennung für einen der ersten türkischen Gastarbeiter vor Ort und seine Verdienste.

An einem regnerischen Novembertag wurde in Gröpelingen der Spielplatz an der Brombergerstraße offiziell zum Mustafa-Karabacak-Platz benannt. Diese Ehrung markiert einen historischen Moment, da es die erste öffentliche Anerkennung eines türkischen Arbeitsimmigranten in Bremen ist.

Mustafa Karabacak kam, wie viele andere Menschen aus der Türkei in den 1960er Jahren, die es als sogenannte Gastarbeiter nach Deutschland zog, 1965 nach Bremen und arbeitete in den Stahlwerken, wo er sich durch aktive Unterstützung seiner Kollegen und Landsleute hervortat. Als 1972 das Betriebsverfassungsgesetz geändert wurde, gründete er den ersten türkischen Betriebsrat in Bremen. Trotz seines Engagements für die türkische Community unterstrich er stets die Bedeutung der Integration.

Ehrung erfolgt posthum

Die Namensgebung des Platzes würdigt nicht nur Karabacaks Verdienste, der 2012 das Bundesverdienstkreuz erhielt, sondern symbolisiert auch die anhaltende Integration im Stadtteil Gröpelingen. Halime Cengiz, Tochter von Karabacak, betonte auch die Rolle ihrer Mutter und die generelle Bedeutung von Frauen im Hintergrund.

Karabacak selbst konnte den historischen Tag nicht miterleben. Er starb im Jahr 2021. Die Erinnerung an ihn wird nun durch den Mustafa-Karabacak-Platz aufrechterhalten, der darüber hinaus für eine gelungene Integration und Zusammenarbeit im Herzen Gröpelingens steht.

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Nach Freilassung aus Hamas-Gefangenschaft: Geiselangehörige berichtet von Haftbeding

von Fremdeninfo 26 November 2023
von Fremdeninfo

Nach Freilassung aus Hamas-Gefangenschaft: Geiselangehörige berichtet von Haftbeding

Von :Tsp, AFP, dpa

Am Samstagabend ließ die radikalislamische Hamas weitere Gefangene frei. Die Cousine einer israelischen Geisel erzählt von den Erfahrungen ihrer Familienmitglieder.

Eine Frau hält bei einer Demonstration ein Plakat einer Geisel, die von der Hamas im Gazastreifen festgehalten wird. © Foto: imago/UPI Photo/IMAGO/DEBBIE HILL

 

Die Cousine einer israelischen Geisel, die am Samstag zusammen mit ihrem Sohn und ihrer Mutter aus der Gefangenschaft der Hamas entlassen wurde, erzählte dem Sender Channel 12, was ihre Familie in den letzten Wochen durchlebt hat.

So wurden sie etwa während der gesamten Gefangenschaft zusammengehalten, allerdings ohne den Großvater, der mit ihnen entführt wurde.

„Sie wussten nicht, was mit meinem Onkel (ihrem Großvater) geschah… sie dachten, er sei verstorben“, sagte sie. Und beschrieb, dass die Hamas-Mitglieder, die die Familienmitglieder bewachten, bewaffnet waren und ihre Gesichter sichtbar waren. 

Prekäre Bedingungen für die Geiseln

„Es war beängstigend, sie machten das immer wieder mit ihnen (Sie machten eine Geste der Enthauptung mit ihren Händen, Anm.)“, fügte sie hinzu. Ihr zufolge aßen die Gefangenen an manchen Tagen nur Fladenbrot und Reis. Sie schliefen auf Reihen von geformten Plastiksitzen, wie sie in Wartezimmern verwendet werden.

„Wenn sie auf die Toilette mussten, klopften sie an die Tür, und manchmal mussten sie anderthalb Stunden warten, bis sie gehen konnten“, berichtet die Frau. 

Kleines deutsches Mädchen kommt wieder zu ihrer Familie zurück

Auch eine vierjährige Deutsche, Raz, war sieben Wochen lang in den Händen von Terroristen der Hamas. Jetzt sitzt Raz eng umschlungen mit ihrem Vater, ihrer Mutter und zweijährigen Schwester auf einem Krankenhausbett in Israel. „Ich habe geträumt, dass ich nach Hause komme“, sagt sie zu ihrem Vater Joni. Er erwidert: „Jetzt ist dein Traum wahrgeworden.“ Mitarbeiter der Klinik dokumentierten das emotionale Wiedersehen.

Zusammen mit ihrer Mutter Doron und Schwester Aviv war Raz bei dem Massaker der Islamisten am 7. Oktober in den Gazastreifen verschleppt worden. Am Wochenende konnte ihr Vater sie endlich wieder in den Armen halten.

Als die drei bei einem Besuch der Oma im Grenzgebiet entführt wurden, war er mehr als hundert Kilometer entfernt. Durch ein Video, das später im Gazastreifen verbreitet wurde, erfuhr er von der Geiselnahme. Nun hat das Bangen um das Leben seiner Liebsten erstmal ein Ende.

„Ich bin glücklich, dass ich meine Familie zurückhabe“, sagt der Vater in einer Videobotschaft. „Aber ich feiere nicht, ich werde nicht feiern, bis die letzte der Geiseln nach Hause zurückgekehrt ist.“ Ob die restlichen Geiseln noch am Leben sind oder unter welchen Bedingungen sie vor Ort sind, ist unklar. „Es gibt noch Menschen mit gebrochenem Herzen“, sagt Joni mit Blick auf die vielen Familien, die noch immer auf ein Lebenszeichen ihrer Angehörigen hoffen.

Geiselrückgabe ist Teil einer Vereinbarung zwischen Israel und der Hamas

Nach stundenlangen Verzögerungen hat die radikalislamische Hamas am Samstagabend eine zweite Gruppe von Geiseln freigelassen. Wie die israelische Armee mitteilte, kehrten die 17 Freigelassenen über Ägypten nach Israel zurück.

Nach Angaben der israelischen Regierung handelt es sich um 13 Israelis und vier Thailänder. Unter den freigelassenen Israelis sind vier deutsche Doppelstaatler. Im Gegenzug ließ Israel 39 palästinensische Gefangene frei.

Israel und die Hamas hatten sich am Mittwoch nach langwierigen Verhandlungen unter Vermittlung von Katar, den USA und Ägypten auf eine viertägige Feuerpause geeinigt. Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass insgesamt 50 israelische Geiseln sowie 150 palästinensische Gefangene freigelassen werden sollen.

Der Krieg zwischen Israel und Hamas dauert nun bereits seit rund sieben Wochen an. Am 7. Oktober waren hunderte Kämpfer der von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuften Hamas nach Israel eingedrungen und hatten dort Gräueltaten überwiegend an Zivilisten verübt, darunter zahlreiche Frauen und Kinder.

Nach Angaben der israelischen Regierung wurden etwa 1200 Menschen getötet, rund 240 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Als Reaktion darauf begann Israel damit, Ziele im Gazastreifen aus der Luft und vom Boden aus massiv anzugreifen. Nach Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen

lassen, wurden seitdem mehr als 14.800 Menschen im Gazastreifen getötet. (Tsp, AFP, dpa)

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