• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Flüchtlinge

Asylanträge in Deutschland auf Rekordtief – erstmals seit 2015 nicht mehr Spitzenreiter...

19 April 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Keine Arbeit für 20 Asylbewerber – warum Neuss die Vorgaben nicht erfüllt

13 April 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Die in Europa gestellten Asylanträge sind deutlich weniger geworden. In Deutschland wird...

3 März 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Migrationswende mit GEAS: Das ändert sich jetzt für Asylbewerber

27 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Ausreisepflichtige: Poseck verteidigt Handyortung: „Vereinbar mit EU-Recht“

26 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Migrantenboot kollidiert mit Küstenwache vor griechischer Insel – Polizei spricht von 14...

4 Februar 2026 0 Kommentare
Rassismus

Nach Morden in Hessen: „Der rassistische Diskurs wird geduldet

von Fremdeninfo 8 August 2019
von Fremdeninfo

Nach Morden in Hessen: „Der rassistische Diskurs wird geduldet“

von Pitt v. Bebenburg

Auf die Vorfälle der vergangenen Wochen sind teils rassistisch aufgeladene Debatten gefolgt. Die Ausländerbeiräte in Hessen sind beunruhigt.

Frankfurt – Die Ereignisse der vergangenen Wochen haben Enis Gülegen, den Vorsitzenden der hessischen Ausländerbeiräte, aufgewühlt: der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, die Schüsse auf einen Eritreer in Wächtersbach, der Mord an einem achtjährigen Jungen am Frankfurter Hauptbahnhof. Jedes Mal folgten teilweise rassistisch aufgeladene Debatten. „Wir dürfen nicht zulassen, dass wachsendes Misstrauen durch solche Taten und rechte Hetze unsere Gesellschaft spaltet“, mahnte der Frankfurter Gülegen.

 

Frankfurt: Rechte Hetze spaltet Gesellschaft

Herr Gülegen, Sie wollen nicht zulassen, dass rechte Hetze die Gesellschaft spaltet. Wie wollen Sie das erreichen?
Wir müssen aufzeigen, dass im Rechtspopulismus der Grund liegt, dass wir zur Zeit solche Gewaltausbrüche erleben wie beim Mord an Herrn Lübcke. Der rassistische Diskurs ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Mitte der Gesellschaft. Wenn wir Menschen zu Fremden machen, legitimieren wir deren Andersbehandlung. Das reicht bis zu Gewaltausbrüchen und in letzter Konsequenz bis zu Mord und Totschlag.

Sie haben den Mord an Regierungspräsident Walter Lübcke erwähnt, der mutmaßlich von einem Neonazi begangen wurde. Es gab auch die Schüsse auf einen Mann aus Eritrea, die offenbar rassistisch motiviert waren. Ist der Rechtsextremismus in der Gesellschaft gefährlicher geworden?
Die Gewalt ist nichts Neues. Wir kennen sie seit den Gewaltausbrüchen in Solingen, Rostock und Hoyerswerda in den 90er Jahren. Was tatsächlich neu ist: Rechtspopulismus und Rechtsextremismus treten enthemmter auf. Diese Morde geschehen nicht im luftleeren Raum. Ihre Grundlage ist der rassistische Diskurs. Er tritt in der Mitte der Gesellschaft auf, dort wird er geduldet. Am Fall Lübcke sehen wir, dass die Gewalt nicht nur Ausländer trifft, dass es nicht nur eine Frage der Ethnizität ist, sondern dass Rechtsextremisten einen ideologischen Kampf führen. Die tödlichen Schüsse von Ohio sind übrigens auch in diese Reihe einzuordnen, auch das ist eine rassistische Tat.

Frankfurt: AfD leigitmiert rassistischen Diskurs

Welche Rolle spielt aus Ihrer Sicht die AfD?
Die AfD übernimmt die Legitimationsrolle. Sie legt den Nährboden für einen rassistischen Diskurs. Die AfD hat in ihrem Grundsatzprogramm deutlich rassistische Erklärungszusammenhänge. Diese werden in bestimmten Kreisen so aufgenommen, dass man andere bekämpfen darf. Man kann nicht sagen, dass die AfD dadurch zu Mordanschlägen anstiften würde. Aber es ist der Zusammenhang, der hergestellt wird. Das ist das Gefährliche.

Zur Person

Enis Gülegen ist seit 2013 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte in Hessen (Agah). Er sitzt als Mitglied in der Kommunalen Ausländervertretung in Frankfurt und gehört auch dem Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks an.

Mehr als 90 Ausländerbeiräte sind in der Agah zusammengeschlossen. Sie vertreten die Interessen der ausländischen Bevölkerung in ihrer Kommune oder ihrem Landkreis und werden alle fünf Jahre direkt von der ausländischen Bevölkerung gewählt.

Der Diplompädagoge Gülegen unterrichtet seit mehr als 30 Jahren Deutsch für Menschen, die aus dem Ausland nach Frankfurt gekommen sind. Zuletzt war er mehr als ein Jahrzehnt an der Sophienschule tätig, die zum Schuljahresende geschlossen wurde. Nun wechselt Gülegen an die Philipp-Holzmann-Schule.

Was kann man diesem Klima entgegensetzen?
Wir müssen uns auf unsere demokratischen Grundsätze besinnen. Die Einhaltung dieser Grundsätze von allen, auch von Migranten, ist die einzige Grundlage, auf der wir uns auf ein friedliches Zusammenleben zurückbesinnen können. Wir müssen Diskriminierung bekämpfen, auf allen Ebenen. Auf dem Wohnungsmarkt zum Beispiel ist Diskriminierung eine Tatsache. Der Frankfurter Magistrat hat selbst festgestellt, dass Migranten dort für schlechtere Wohnungen höhere Mieten bezahlen müssen. Es gibt die Diskriminierung im Bildungsbereich, es gibt die Diskriminierung im Arbeitsbereich, es gibt sie überall. Wenn wir sie hinnehmen, legen wir die Grundlage dafür, dass Menschen zu Fremden und zu Außenseitern gemacht werden. Das, was wir jetzt erleben mit den Gewaltausbrüchen, ist die schlimmste Konsequenz, die in der Kontinuität folgt.

Nach dem Mord an einem achtjährigen Jungen im Frankfurter Hauptbahnhof haben Sie betont, dass Nationalität und Hautfarbe des Täters keine Rolle spielen. Läuft die Debatte in die falsche Richtung?
Ja, sofern sie in diese Richtung geführt wird. Von Rechtsradikalen und Rechtspopulisten werden solche Taten bewusst instrumentalisiert. Deswegen haben wir darauf hingewiesen, dass Mord überall Mord ist und auf niederen Beweggründen basiert. Ob jemand einer anderen Ethnie angehört oder einer anderen Religion, das ist völlig egal. Ich möchte aber unterstreichen: Es ist wirklich begrüßenswert, dass nach dem furchtbaren Mord in Frankfurt alle demokratischen Kräfte davor gewarnt haben, dass durch Rechtsradikale und Rechtspopulisten eine Instrumentalisierung versucht wurde.

Sollte die Polizei die Staatsangehörigkeit oder die Hautfarbe eines Täters erwähnen? Sollten die Medien dies tun?
Da gibt es eine sehr begrüßenswerte Linie des Presserats: Wenn es ausschlaggebend ist für die Nachricht, dass die Nationalität erwähnt wird, dann soll sie natürlich erwähnt werden. In dem Fall in Frankfurt habe ich keinen Zusammenhang gesehen, dass der Täter eine dunkle Hautfarbe hat oder einer anderen Ethnie angehört. Insofern wäre es nicht notwendig gewesen zu unterstreichen, dass derjenige ein Eritreer war.

 

8 August 2019 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
IMG_7923.jpg
Bildung

Türkisch-Unterricht an deutschen Schulen: KMK will prüfen

von Fremdeninfo 9 Oktober 2017
von Fremdeninfo

Türkisch lernen von Konsulatslehrern

Türkisch-Unterricht an deutschen Schulen: KMK will prüfen

  • dtj-online
  • KulturPolitik
  • 7. Oktober 2017 14:21

ARCHIV: Schüler an einer türkischen Schule. Prometheus72 / Shutterstock.com

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Susanne Eisenmann (CDU), will den sogenannten Konsulatsunterricht in Deutschland auf den Prüfstand stellen. Sie werde das Thema bei der KMK-Sitzung am 12. Oktober zur Sprache bringen, kündigte die baden-württembergische Kultusministerin in einem Interview der «Heilbronner Stimme» (Samstag) an.

Beim Konsulatsunterricht schicken die Herkunftsländer Lehrer nach Deutschland, um Kinder zu unterrichten, deren Wurzeln in ihrem Kulturkreis liegen. Der muttersprachliche Unterricht findet meist an staatlichen Schulen statt, wird aber nicht von der Schulaufsicht kontrolliert. Kritik gibt es unter anderem am Unterricht für türkischstämmige Schüler. Die Gewerkschaft GEW, aber auch Politiker verschiedener Parteien befürchten eine politische Einflussnahme der Türkei.

Ist der Türkische Konsulatsunterricht noch zeitgemäß?

«Natürlich geht es zentral um die Frage, ob die Grundlage für den Unterricht – die Wanderarbeiterrichtlinie der EU von 1977 – noch zeitgemäß ist», sagte Eisenmann. «Damals ging es darum, dass Kinder von Wanderarbeitern den Kontakt zu ihrem Herkunftsland nicht verlieren. Seitdem sind Jahrzehnte vergangen.» Heute gehe es um Integration. «Wir wollen schauen, ob wir zu einem gemeinsamen Vorgehen finden, ob wir auch europäisch initiativ werden müssen.»

Eisenmann: Pädagogisch-didaktischen Erfahrungen von Konsulatslehrern genau überprüfen

Änderungsbedarf sieht Eisenmann insbesondere bei der Überprüfung der Konsulatslehrer. Man müsse sich das genau anschauen in der KMK: «Über welche pädagogisch-didaktischen Erfahrungen verfügen die Lehrkräfte? Ich halte es für sinnvoll, dass wir bestimmte Anforderungen stellen, die die Lehrkräfte erfüllen müssen.»

 

9 Oktober 2017 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Allgemein

Fremdeninfo

von Fremdeninfo 2 Oktober 2016
von Fremdeninfo

Unsere „Fremden“ Info-Zeitung besteht in Niedersachsen als Redaktion. In anderen Bundesländern haben wir Unterstützer, die regelmäßig den Informationsaustausch, die Aktualisierung der Nachrichten, die Berichterstattung, die Kommentierung etc. gestalten, koordinieren und auch mitschreiben.

Die „Fremden“ Info Online-Zeitung ist in Hannover ansässig und hat hier ihre Redaktion. Sie beschäftigt sich überwiegend mit den rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten der EinwandererInnen und Flüchtlinge in der Stadt Hannover, in den Gemeinden der Region Hannover und in dem Land Niedersachsen. Wir sind hier vor Ort und nehmen an allen entscheidungserheblichen Entwicklungen in der Stadt, bei Verbänden, politischen Parteien und bei Behörden teil, verfolgen, verwerten und analysieren alle aufkommenden Fragen betreffend der Mitbürger hier mit Migrations- bzw. Fluchthintergrund. Wir beteiligen uns bei Demonstrationen zur Geltendmachung von Rechten für Flüchtlinge. Wir sind dabei, wenn gegen Diskriminierungen vorgegangen wird. Wir waren dabei beim Bündnis „Bunt, statt braun“, haben zur Teilnahme aufgerufen, haben selbst daran teilgenommen und haben darüber berichtet. Wir waren dabei bei der Veranstaltung im Pavillon in Hannover bei der Veranstaltung „Sexismus und Gewalt gegen Frauen“ dabei. Wir waren auch vor Ort bei der Kundgebung „Tanzen gegen Gewalt und Sexismus zum Nachteil von Frauen“ dabei. Darüber hinaus sind wir beteiligt an „Niedersachsen packt an“. Wir führen mit den Beteiligten regelmäßig Gespräche, tauschen Meinungen aus, hören uns Vorträge an und werten diese in unserer Online-Zeitung aus. Die Folgen, die daraus für die Mitbürger aller Nationalitäten in Hannover entstehen, werden öffentlich gemacht. Es werden auch Lösungsvorschläge unterbreitet, wie die Stadt Hannover z. B. die Probleme mit der Gewalt angehen sollte. 

Weiterlesen
2 Oktober 2016 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Erster Mai: Wir sind noch hier
Politik

Erster Mai: Wir sind noch hier

von Can Taylan Tapar 1 Mai 2026
von Can Taylan Tapar

Die Politik des Überlebens

Chicago, 1886. Arbeiter, die für den Achtstundentag auf die Straße gingen, wurden mit Kugeln empfangen. 140 Jahre sind seither vergangen; die Jahreszahlen haben sich geändert, die Waffen haben sich geändert, die Rhetorik hat sich geändert. Doch die Szenerie bleibt vertraut.

Der 1. Mai ist kein bloßer Gedenktag. Oder zumindest nicht nur das. Historisch gesehen ist dies der Moment, in dem sich die arbeitenden Klassen als Subjekte konstituieren und ausrufen: „Wir sind hier und wir haben Forderungen.“ Man muss nicht in die Ferne blicken, um zu sehen, wie sehr dieser Moment heute eingeengt und abgeschliffen wird.

In der Türkei sind an diesem Morgen die Plätze in vielen Städten hinter Barrikaden verborgen. Der Taksim-Platz ist gesperrt, die Straßen befinden sich im Belagerungszustand. Der Staat erträgt es nicht, dass die Arbeiter ihren eigenen historischen Tag begehen. Das ist kein Detail; es ist der Kern der Sache.

Die institutionalisierte Form des Faschismus

Man muss das Kind beim Namen nennen: Was in der Türkei geschieht, ist kein gewöhnlicher autoritärer Regierungsstil, sondern ein institutionell gefestigtes Ein-Mann-Regime. Das Recht wurde instrumentalisiert, um die Opposition zum Schweigen zu bringen. Die Justiz fungiert als verlängerter Arm der Macht. Wahlen finden statt, doch die Entscheidung der Wähler kann durch institutionelle Mechanismen für ungültig erklärt werden.

Osman Kavala ist seit 2017 inhaftiert. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) ordnete mehrfach seine Freilassung an; die Türkei ignorierte dies beharrlich. Selahattin Demirtaş sitzt seit 2016 im Gefängnis. Auch hier wurden die Urteile des EGMR missachtet. Figen Yüksekdağ wurde ihr Abgeordnetenmandat entzogen und sie wurde verhaftet; sie ist bis heute nicht frei. Ekrem İmamoğlu gewann die Wahlen in Istanbul zweimal; daraufhin schaltete sich die Justiz ein, ein politisches Verfahren wurde eröffnet, und dem gewählten Bürgermeister droht der Ausschluss aus dem Amt.
Dies sind keine Einzelfälle. Es ist das Funktionieren eines Systems.

Die Operationen gegen die Kommunalverwaltungen sind Teil desselben Systems. Die Einsetzung von Zwangsverwaltern (Kayyum) anstelle gewählter Bürgermeister ist längst kein Werkzeug mehr, das sich allein gegen die kurdische Politik richtet; es ist zu einem Instrument gegen jede Form oppositioneller Lokalverwaltung geworden. Die Vorstellung, dass demokratische Legitimität nicht aus der Wahlurne stammt, sondern in Ankara abgesegnet werden muss, wurde in der Türkei de facto zur festgeschriebenen Rechtsnorm.

Hinter diesem Bild muss eine Klassenanalyse stehen: Das Regime befindet sich nicht nur im Krieg mit der politischen Opposition, sondern auch mit der organisierten Arbeiterschaft. Streikverbote, die faktische Entmachtung von Tarifvertragsrechten, institutionelle Hürden gegen gewerkschaftliche Organisierung – all dies ist kein Zufall. Es sind Mechanismen, die das System produziert, um die Arbeiterklasse fragmentiert und wehrlos zu halten. Denn die Geschichte hat eines immer wieder gezeigt: Die organisierte Arbeiterschaft ist die größte Bedrohung für solche Regime.

Das Fallen der Maske

Die Türkei ist Teil eines globalen Bildes. Und dieses Bild wird immer weniger verhüllt, immer deutlicher erkennbar.
Das Massaker, das seit über einem Jahr in Gaza andauert, lässt sich heute selbst mit Argumenten des Kriegsrechts nicht mehr kaschieren. Israels Operationen gegen den Libanon wurden trotz der Haftbefehle des Internationalen Strafgerichtshofs unter dem diplomatischen Schutz Washingtons fortgesetzt. Die militärische Intervention der US-israelischen Koalition gegen den Iran hat die regionalen Gleichgewichte faktisch neu gezeichnet. Während all dies geschah, wurde die Funktionslosigkeit des UN-Sicherheitsrates erneut besiegelt; es zeigte sich, dass das Völkerrecht lediglich ein Vorschlag ist, der in dem Moment ausgesetzt werden kann, in dem er mit den Interessen der Hegemonialmächte kollidiert.

Der Ukraine-Russland-Krieg kann als existenzieller Reflex des russischen Kapitals gegen den strukturellen Druck der US-geführten NATO-Erweiterung gelesen werden. Doch die Konsequenzen tragen immer dieselben: Arbeiter, die an die Front geschickt werden; arbeitende Familien, die vertrieben werden; Sozialausgaben, die gekürzt werden, weil die Budgets in die Aufrüstung fließen.

Venezuela und Kuba stehen – wenn auch auf unterschiedlichen Ebenen – seit Jahrzehnten unter Wirtschaftsblockaden. Diese Blockaden wurden nicht entworfen, um das Schicksal der Völker zu ändern, sondern um Herrschaftssysteme zu bestrafen. Den Preis zahlen die Völker.

Die Rüstungsausgaben erreichten 2024 weltweit den höchsten Stand der Geschichte. Nach Daten des Stockholmer Friedensforschungsinstituts (SIPRI) überstiegen die globalen Militärausgaben 2,4 Billionen Dollar. Im gleichen Zeitraum wurden Zusagen zur Klimafinanzierung nicht eingehalten, globale Bildungsdefizite nicht behoben und die Gesundheitssysteme konnten sich nach der Pandemie nicht erholen.

Der Punkt ist folgender: Die Kapitalistenklasse sieht keine Notwendigkeit mehr, eine Maske zu tragen. Sie hat kein Interesse mehr daran, das Völkerrecht zu achten, Institutionen funktionsfähig zu halten oder den Anschein einer demokratischen Front zu wahren. Das ist keine Frage des Charakters; es ist eine strukturelle Transformation. Je tiefer die Akkumulationskrise wird, desto niedriger sinkt die Hemmschwelle der Klasse, zu Gewalt und offener Repression zu greifen.

Warum der 1. Mai immer noch existiert

Inmitten all dessen ist die Existenz des 1. Mai kein gewöhnliches Ritual.
Die Menschen, die trotz Tränengas, Wasserwerfern und Festnahmen versuchen, zum Taksim-Platz zu marschieren, vollziehen keine rein symbolische Geste. Gewerkschafter, die in den von Zwangsverwaltern geführten Kommunen Arbeitersolidarität organisieren, kennen die Rechnung von Ursache und Wirkung. Ein Arbeitervertreter, der in einer Rede zum 1. Mai Gaza thematisiert, hat intuitiv begriffen, dass es eine gemeinsame Basis mit dem palästinensischen Werktätigen gibt.

Die Frage, warum der Sozialismus „notwendig“ ist, ist kein Thema einer rein philosophischen Debatte mehr. Sie wird auf dem Feld, ganz konkret, beantwortet: Weil dieses System jedes Mal dieselbe Antwort gibt, wenn es um die Forderungen der Werktätigen geht. Barrikaden. Kugeln. Zwangsverwalter. Verhaftung. Blockade.

Die Zahl derer, die die Alternative nicht als theoretischen Wunsch, sondern als praktische Notwendigkeit sehen, wächst. Sowohl in der Türkei als auch in Lateinamerika und unter den arbeitenden Generationen des Südens. Es ist weder möglich noch notwendig, all diese Menschen in ein und dasselbe Programm zu pressen. Aber was sie eint, ist dies: In einer Welt, in der die rohe Gewalt so offen spricht, muss auch die Gegenseite organisiert und unverblümt sein.

Der 1. Mai ist der Tag, an dem diese Wahrheit jedes Jahr aufs Neue ausgesprochen wird.

Auch heute wird sie ausgesprochen. Hinter den Barrikaden, zwischen den Mauern der Gefängnisse, aus den belagerten Städten heraus.
Wir sind noch hier.

1 Mai 2026 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Allgemein

Deniz Yücel: Journalist verlässt nach elf Jahren die «Welt»

von Fremdeninfo 30 April 2026
von Fremdeninfo

 Von: Der Spiegel 

 Deniz Yücel wurde einer breiten Öffentlichkeit bekannt, als er in einem türkischen Gefängnis eingesperrt wurde. Seine Redaktion kämpfte damals bis zur Freilassung. Nun verkündet Yücel seinen Abschied von der »Welt

Der Journalist Deniz Yücel verlässt die Redaktion der »Welt«. Was auf den Tag genau vor elf Jahren begonnen habe, ende morgen in aller Freundschaft, schreibt er in einem Post auf der Plattform X: »Mach’s gut.« Nähere Details nennt er bislang nicht.

In seiner Zeit als »Welt«-Korrespondent war Yücel von Februar 2017 bis Februar 2018 ohne Anklageschrift im Hochsicherheitsgefängnis Silivri westlich von Istanbul inhaftiert. Erst nach einem langen politischen Tauziehen zwischen Ankara und Berlin kam Yücel frei und konnte ausreisen. Gleichzeitig wurde Anklage erhoben.

DER SPIEGEL fasst die wichtigsten News des Tages für Sie zusammen: Was heute wirklich wichtig war – und was es bedeutet. Ihr tägliches Newsletter-Update um 18 Uhr. Jetzt kostenfrei abonnieren.

Wegen seiner Berichterstattung wurden Yücel Volksverhetzung, Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und Propaganda für die Gülen-Bewegung vorgeworfen. 2020 verurteilte ihn ein türkisches Gericht wegen PKK-Propaganda in Abwesenheit zu zwei Jahren und neun Monaten Haft.

Im Januar 2022 hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Türkei wegen der Inhaftierung Yücels verurteilt und entschieden, dass das Vorgehen seine Menschenrechte auf Freiheit und Sicherheit sowie auf freie Meinungsäußerung verletzt habe. Auch das türkische Verfassungsgericht kam zu dem Schluss, dass die Berichterstattung, aus der die Türkei ihre Vorwürfe generierte, von der Presse- und Meinungsfreiheit gedeckt war.

367 Tage lang saß Deniz Yücel in türkischer Haft. Was bezweckte Präsident Erdoğan, und wodurch kam der Journalist frei? Eine Rekonstruktion des Falls lesen Sie hier.

Yücel, 1973 in Flörsheim am Main geboren, hatte vor seiner Zeit bei der »Welt« bei den Zeitungen »taz« und »Jungle World« gearbeitet. 2017 erhielt er den Theodor-Wolff-Preis, einen der wichtigsten Journalistenpreise Deutschlands. Yücel ist Co-Sprecher der Autorenvereinigung PEN Berlin, die nach eigenen Angaben mehr als 700 Mitglieder aus verschiedenen Bereichen des Literaturbetriebs zählt

30 April 2026 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Allgemein

Rassismus: Razzia in Hannover

von Cumali Yağmur 30 April 2026
von Cumali Yağmur

 

Quellenangabe: HAZ

Plakat am Spielplatz: Verdacht auf Volksverhetzung
Mehr als ein Jahr nachdem Unbekannte in Groß-Buchholz ein rassistisches Fake-Plakat aufgestellt haben, konnten Polizei und Staatsanwaltschaft nun drei Beschuldigte ausfindig machen. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover auf Anfrage bestätigt, gab es bereits im März Durchsuchungen an den Adressen der mutmaßlichen Täter.
Die Tafel war Mitte Februar 2025 auf einem Spielplatz in Groß-Buchholz aufgetaucht und sollte den Anschein erwecken, als sei sie von der Stadtverwaltung hergestellt worden – inklusive offiziellem Hannover-Logo. Auf dem Schild wurde vor angeblichen Gewalttaten und Vergewaltigungen durch Migranten in der Nachbarschaft gewarnt.
Das ist die „Sturmfeste Niedersachsen“
In sozialen Medien hatten mutmaßliche Mitglieder der rechtsradikalen Gruppe „Sturmfeste Niedersachsen“ auf Fotos neben der Tafel posiert. Dabei zeigten die Vermummten das White-Power-Handzeichen, ein Neonazi-Symbol für die vermeintliche Vorherrschaft der „weißen Rasse“. Ob Personen, die auf den Bildern zu sehen sind, zu den nun Beschuldigten gehören, ist unklar.
Der niedersächsische Verfassungsschutz bezeichnet die „Sturmfeste“ als lokalen Ableger der rechtsextremistischen Identitären Bewegung. Auf ihrem Instagram-Account plustern sich junge Männer beim Kampfsport, Wandern und dem Verteilen von Aufklebern auf.
Gefälschtes Plakat im Look der Verwaltung
„Im Rahmen der Ermittlungen wurden Mitte März 2026 Durchsuchungsbeschlüsse an den Wohnanschriften der Beschuldigten vollstreckt“, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. „Dabei wurden Beweismittel sichergestellt, die noch ausgewertet werden müssen.“ Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung dauern noch an.
Die Stadt hatte das Schild sofort nach seiner Entdeckung entfernen lassen. „Das Schild widerspricht in seiner Botschaft unseren freiheitlichen Grundwerten“, teilte die Verwaltung mit. Auch Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) verurteilte das rassistische Plakat in Groß-Buchholz.
Weitere mutmaßlich rechtsextreme Taten
In den vergangenen Wochen gab es in Hannover zwei Straftaten mit mutmaßlich politischem Hintergrund. Mitte April verwüsteten Unbekannte Blumenkränze und beschmierten Gedenkplatten am ehemaligen Konzentrationslager in Ahlem. Knapp einen Monat zuvor wurde das Holocaust-Mahnmal an der Oper in der Innenstadt großflächig mit Farbe besprüht. Die Ermittlungen in beiden Fällen dauern an.

30 April 2026 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
İsa Turan
Allgemein

Zwischen Traum und Herkunft

von Cumali Yağmur 30 April 2026
von Cumali Yağmur
  • Zwischen Traum und Herkunft
  • Isa  Turan

Unsere Ausrichtung sollte nicht nur unseren Träumen gelten, sondern der Realität, in der wir uns befinden. Denn der Mensch ist nicht nur ein Teil des Ortes, an dem er weilt, sondern zugleich sein Repräsentant.

Der Boden, auf dem wir leben, ist längst nicht mehr nur ein bloßer Raum. Er ist eine stille, aber tiefe Realität, die unsere Erinnerungen, unsere Verluste und unsere Vergangenheit in sich trägt.

Aus diesem Grund gewinnt unsere Orientierung erst dann an Bedeutung, wenn wir diese Realität begreifen und uns ihr stellen. Menschen und Gesellschaften müssen zunächst ihre gegenwärtige Lage richtig erfassen, um ihre Ziele erreichen zu können.

Ansätze, die von der Realität losgelöst sind und lediglich auf idealen sowie theoretischen Zielen basieren, sind meist zum Scheitern verurteilt. Denn dieses Land ist nicht nur der Ort, an dem wir wohnen; es ist zugleich der stille Zeuge unserer Verluste und unseres Gedächtnis

30 April 2026 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Allgemein

Der 24. April und unsere Intellektuellen: İlber Ortaylı und Heath Lowry

von Fremdeninfo 29 April 2026
von Fremdeninfo

Von Prof. Dr. Taner Akçam

Die Geschichte meiner Bekanntschaft mit Ortaylı und Heath Lowry
Es ist bekannt, dass Ortaylı mich nicht besonders mag. Er hat nie damit hinterm Berg gehalten, sich abfällig über mich zu äußern. Einige seiner Reden dazu sind auch auf YouTube zu finden. Gemeinsamen Freunden gegenüber soll er behauptet haben, ich sei von Deutschland mit einem Spezialauftrag in die Türkei geschickt worden. Meine Aufgabe bestünde demnach darin, durch die Behauptung „Es gab einen Völkermord an den Armeniern“ und das Argument „Andere Nationen haben das auch getan“, den psychologischen Druck auf Deutschland zu mindern.

Diese Behauptung stammte nicht allein von Ortaylı. In einem Dossier, von dem ich 1996 erfuhr und das vermutlich von Geheimdiensten an eine Gruppe von Akademikern verschickt wurde, fanden sich ähnliche Anschuldigungen.

Die Geschichte dahinter ist folgende: 1977 war ich als politischer Flüchtling nach Deutschland geflohen. Nach 17 Jahren im Exil kehrte ich 1993 als Akademiker in die Türkei zurück. Mit finanzieller Unterstützung des Instituts in Hamburg, an dem ich arbeitete, wollte ich ein Dokumentationszentrum für die jüngere Geschichte – den Zeitraum von 1878 bis 1925 – gründen. Ich hatte für damals über 10.000 Mark fast das gesamte Material zu diesem Thema aus den Archiven des deutschen Auswärtigen Amtes erworben.

Mein Vorhaben scheiterte. Der verstorbene Zafer Toprak verhinderte im Rahmen der Geschichtsstiftung (Tarih Vakfı), dass ich das Projekt dort umsetzte. Denn das Projekt sei „ein Spiel des Westens“ gewesen (ein Satz, den er mir persönlich ins Gesicht sagte). Die Bilgi-Universität wiederum schreckte vor dem oben erwähnten Dossier zurück; aufgrund einer Entscheidung des „Akademischen Rats“ zog sie sich von dem Projekt zurück, das ihre Gründer ursprünglich akzeptiert hatten. In diesem Rat saßen mehrheitlich Akademiker, die sich selbst als „progressiv“ bezeichneten, deren Namen ich hier jedoch nicht nennen möchte. Halten wir dies einmal fest.

Ortaylı und die Jungtürken
In dieser Zeit lernte ich İlber Ortaylı kennen. Er war an der Fakultät für Politikwissenschaft der Universität Ankara tätig. Ich besuchte ihn und bat ihn um Unterstützung für mein Projekt.

Wir sprachen sehr lange. Während des Gesprächs wetterte er heftig gegen die Jungtürken (İttihatçılar). Er ließ kein gutes Haar an ihnen. Sie seien eine Horde von Mördern gewesen. Sie hätten die Armenier gnadenlos vernichtet.

Mein Projekt sei sehr wichtig, sagte er. Ich müsse es unbedingt umsetzen. Aber ich solle nicht irgendeiner Universität oder Institution hinterherlaufen. Dort könnten diese Dokumente verloren gehen. Ich solle mich direkt an die Generaldirektion der Staatsarchive wenden und das Projekt mit ihnen durchführen. So würden sie nicht verloren gehen und das Projekt würde an Seriosität gewinnen. Wenn ich wolle, könne er mir helfen, die Kontakte zu knüpfen.

Seit jenem Tag stelle ich mir die Frage: Warum hat İlber Ortaylı das, was er mir über die Jungtürken und die Vernichtung der Armenier sagte, niemals mit der Öffentlichkeit geteilt? Und was wäre passiert, wenn er es getan hätte? Das ist eine schwer zu beantwortende Frage, aber das Thema beschränkt sich nicht nur auf Ortaylı.

Heath Lowry
Das zweite interessante Beispiel ist Prof. Heath Lowry. Lowry ist in Bezug auf den 24. April als Verteidiger der „türkischen Thesen“ und als „Leugner“ bekannt. Ein Skandal, in den er in den 1990er Jahren verwickelt war, und ein kleines Buch, das er über den US-Botschafter Morgenthau schrieb, begründeten diesen Ruf.

Der Grund für den Skandal war ein Empfehlungsschreiben, das Lowry 1990 an den damaligen türkischen Botschafter in Washington, Nuzhet Kandemir, verfasste. Darin gab er Ratschläge, was gegen die Behauptungen zum Völkermord an den Armeniern zu tun sei. Botschafter Kandemir schickte Lowrys Brief versehentlich an Robert Jay Lifton, den Autor des bedeutenden Buches „The Nazi Doctors“. Lifton veröffentlichte diesen Brief zusammen mit zwei anderen Akademikerkollegen. Die Angelegenheit wurde Gegenstand von Unterschriftenkampagnen gegen Lowry. Lowry bezeichnete seine Tat später als „einen dummmen Fehler“, aber da war es bereits zu spät.

Der zweite Grund für Lowrys Ruf als „Leugner“ war seine Broschüre mit dem Titel „The Story Behind Ambassador Morgenthau’s Story“. Die Memoiren von Morgenthau, der von 1913 bis 1916 in Istanbul amtierte, waren von großer Bedeutung und galten bis vor kurzem als eines der Hauptwerke zum Beleg der Völkermordthesen. Lowry behauptete in seiner Arbeit, dass dieses „berühmte“ Buch von Anfang bis Ende aus glatten Lügen und Halbwahrheiten bestehe.

Diese Einleitung bietet wohl genügend Hintergrundinformationen für meine Geschichte mit Heath Lowry.

Begegnung mit Lowry
Als ich 1993 in die Türkei zurückkehrte, erzählte mir ein Freund, dass Heath Lowry mich kennenlernen wolle. Mein Buch „Türkische Nationalidentität und die Armenische Frage“ war gerade erst erschienen. Lowry hatte zu meinem Freund gesagt: „Wenn ein Türke so ein Buch schreibt, ändert das die gesamte Sachlage“, und wollte mich treffen.

Ich weiß nicht, ob es sie noch gibt, aber wir trafen uns vor der ISIS-Buchhandlung in der İstiklal-Straße, nahe Tünel. Ich erinnere mich an ein sehr langes und angenehmes Gespräch. Was mir im Gedächtnis blieb, waren seine lobenden Worte über mein Buch und eine Anekdote, die er erzählte.

Ich erinnere mich nicht mehr genau, welcher Institution er es vorgeschlagen hatte, aber er regte bei einer staatlichen Stelle an, einen Dokumentarfilm über die Ereignisse von 1915 in Van und Umgebung zu drehen, um den Völkermordbehauptungen entgegenzuwirken. Es war bekannt, dass armenische Freiwilligenverbände damals gemeinsam mit den Russen Massaker an Kurden verübt hatten. Schließlich wurde dieses Projekt, an dem er selbst beteiligt war, realisiert, aber die Behörden veröffentlichten den Film nie. Den Grund nannte er mir lachend: Die Kurden im Film sprachen Kurdisch!

Das Telegramm von Talat Pascha
Später, ich glaube es war 1995, traf ich Heath Lowry bei einer Konferenz in Bursa wieder. Ich erinnere mich, dass wir uns im Treppenhaus unterhielten. „Die Staatsarchive haben ein Buch herausgegeben, hast du das gesehen?“, fragte er. Ich wusste nichts davon. „Sie haben Archivdokumente zur armenischen Frage veröffentlicht. Schau es dir unbedingt an“, sagte er. Dann erklärte er den Grund: „Sie haben ein Telegramm von Talat Pascha veröffentlicht. Sie haben sich ins eigene Fleisch geschnitten [den Ast abgesägt, auf dem sie saßen]. Sie sind Idioten. Das Telegramm besagt: ‚Tut den anderen Christen nicht das an, was den Armeniern angetan wurde.‘“ Laut Lowry schloss dieses Telegramm das Thema der „Völkermordbehauptungen“ im Kern ab.

Meine Dissertation stand kurz vor der Veröffentlichung als Buch. Als ich ihm das erzählte, sagte er: „Finde das Dokument und benutze es unbedingt, es ist sehr wichtig.“ Denn der Staat gab damit selbst zu, dass die Massaker an den Armeniern eine geplante Vernichtung waren, und veröffentlichte das entsprechende Dokument dazu selbst.

Ich besorgte mir das Buch sofort. Und ich fand das Telegramm, das ich in unserem Fachgebiet „berühmt“ machen sollte. Das Telegramm war auf den 12. Juli 1915 datiert und an den Gouverneur von Diyarbakır, Reşit, gerichtet. Talat schrieb in diesem Telegramm, dass Nachrichten in Istanbul eingetroffen seien, wonach „700 Personen, bestehend aus Armeniern und anderer christlicher Bevölkerung, nachts aus der Stadt geführt und wie Schafe abgeschlachtet wurden“, und verlangte, dass dies gestoppt werde. Denn „die disziplinarischen und politischen Maßnahmen, die für die Armenier beschlossen wurden, [dürfen nicht] auf andere Christen…“ übertragen werden.

29 April 2026 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Allgemein

Gedenkveranstaltung zum 111. Jahrestag des Völkermords im Osmanischen Reich

von Fremdeninfo 29 April 2026
von Fremdeninfo

Von:Mehmet Tanli

Der Geschichtsforscher und Autor des Buches „Die verlorenen Mädchen von Dersim“, Kazım Gündoğan,
hielt anlässlich des 111. Jahrestags des Völkermords an den Armeniern eine Rede bei einer Gedenkveranstaltung in der Hauptkirche St. Petri in Hamburg. In seiner Rede sagte Gündoğan Folgendes:

Sehr geehrte Gäste, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
wir haben uns heute hier versammelt, um des Armenischen Völkermords vom 24. April 1915 zu gedenken – nunmehr zum 111. Mal. Doch dieses Zusammenkommen sollte nicht allein als rückwärtsgewandte Erinnerungspraxis verstanden werden, sondern zugleich als öffentliche Intervention: als eine Intervention, die historische Gewaltformen analysiert, ihre Kontinuitäten sichtbar macht und gegenüber diesen Kontinuitäten eine ethisch-politische Position bezieht.
In diesem Rahmen möchte ich meine Rede um vier Grundbegriffe gliedern: Leugnung, Erinnerung, Aufarbeitung und Gerechtigkeit.

Leugnung: Kontinuität und Legitimierung struktureller Gewalt
Der Armenische Völkermord, der sich 1915 in der Spätphase des Osmanischen Reiches ereignete, wird häufig als singulärer historischer Bruch behandelt. Diese Betrachtungsweise ist jedoch sowohl analytisch als auch historisch unzureichend.
Der Völkermord ist weniger als Bruch denn als radikalisierte Phase eines langfristigen strukturellen Gewaltregimes zu verstehen.
So war etwa das osmanische Steuersystem Dschizya keineswegs bloß eine fiskalische Regelung, sondern eine juridisch-politisches Strategie, die nicht-muslimische Gemeinschaften – Armenier, Griechen, Syrer und andere Christen – systematisch zu Bürgerinnen und Bürgern zweiter Klasse machte. Diese Ordnung der Ungleichheit brachte am Ende des 19. Jahrhunderts, besonders mit den Armenischen Pogromen von 1894-96, massenhafte Gewaltformen hervor.
Auf diesem historischen Fundament entwickelte das Komitee für Einheit und Fortschritt (İttihad ve Terakki) ein umfassendes Transformationsprogramm, das den Aufbau eines rassenbasierten Nationalstaats ins Zentrum rückte. Dieses Programm lässt sich jedoch nicht allein als säkulares Nationalismusprojekt lesen. Es handelt sich vielmehr um einen vielschichtigen Restrukturierungsprozess, in dem Türkisierung, Islamisierung und Enteignung ineinandergreifen.
In diesem Zusammenhang ist der Völkermord nicht nur eine Folge des türkischen Nationalismus oder des ethnischen Nationalismus. Er ist zugleich ein Prozess, in dem der politische Islam als mobilisierender und legitimierender ideologischer Rahmen fungierte. Die Kodierung nicht-muslimischer Gemeinschaften als „Andere“, ihre Feindmarkierung mittels religiöser Referenzen und ihre Degradierung zu Zielscheiben spielten eine entscheidende Rolle in der gesellschaftlichen Legitimationsproduktion von Gewalt.
Dieser Prozess funktionierte gleichzeitig als ein großangelegter Mechanismus zu Eigentumstransfer und Kapitalakkumulation. Eingezogene Ländereien, Handelsvermögen und Wirtschaftsnetzwerke spielten eine prägende Rolle bei der Herausbildung einer neuen muslimisch-türkischen herrschenden Klasse.
Der Völkermord ist damit nicht nur ein Vernichtungs-, sondern zugleich ein Neuschöpfungsprozess auf ökonomischer, demographischer und politischer Ebene.
Mit der Gründung der Republik verschwand dieses strukturelle Erbe nicht; es gewann unter verschiedenen Formen Kontinuität. Es ist daher nicht möglich, völkermörderische Politik auf eine historisch abgeschlossene Epoche zu begrenzen. Auch die ausgrenzenden und gewaltförmigen Politiken gegenüber den Gemeinschaften der Kurden und Kızılbaş/Aleviten sind Bestandteile dieser Kontinuität.
Die Leugnungspolitiken fungieren als ideologischer Apparat, der diese Kontinuität verdeckt.

Erinnerung: Epistemologie des Widerstands
Der grundlegendste Bereich, der der Leugnung entgegentritt, ist die Erinnerung. Doch Erinnerung ist hier nicht nur als Gedenkpraxis zu verstehen, sondern zugleich als Form der Wissensproduktion und als erkenntnistheoretische Basis des Widerstands.
In diesem Zusammenhang sind die Arbeiten über den Völkermord von Dersim und die alevitisiert-armenischen Überlebenden konkrete Beispiele eines kollektiven Widerstands durch Erinnerungsarbeit gegen die Leugnung. Solche Arbeiten bilden ein wichtiges Glied in der Kette der Völkermorde, sind aber auch Teil der Gedächtnisbildung.
Die Armenier, die die Pogrome von 1894-96 und den Völkermord von 1915 überlebten, waren vielfach ohne gesellschaftliche und institutionelle Stützen, die eine öffentliche Fortführung ihrer Identität ermöglicht hätten. Ein Teil von ihnen wurde innerhalb alevitischer Gemeinschaften alevisiert, ein anderer Teil musste innerhalb muslimischer Gemeinschaften seine Identität verbergen.
Der Völkermord von Dersim von 1937-38 war zwar in erster Linie ein Völkermord an Kızılbaş-Kurden und Zaza-Gemeinschaften, richtete sich aber zugleich auch gegen die verbliebenen Armenier. Die Bevölkerung von Dersim nennt diese Ereignisse Tertele; das ist ein Wort, das eigentlich Weltuntergang bedeutet. Man bezieht es in Dersim auf den ersten und zweiten Völkermord.
Diese historische Erfahrung der Menschen von Dersim verweist auf eine Kontinuität zweier Gewaltmomente:
• Erster Tertele: Armenischer Völkermord 1915
• Zweiter Tertele: Völkermord von Dersim 1937-38
Dieses doppelschichtige Trauma macht den ausgrenzenden Charakter des rassenbasierten Aufbaus eines Nationalstaates und die Kontinuität struktureller Gewalt klar sichtbar.
Diese Erinnerung sichtbar zu machen und zu bewahren, ist nicht nur eine akademische Tätigkeit, sondern zugleich eine offen politische Intervention.

Aufarbeitung: Historische und aktuelle Dimension
Solange Erinnerung sich nicht in Aufarbeitung wandelt, bleibt ihre politische Wirkungsmacht begrenzt.
Aufarbeitung bedeutet nicht nur die Anerkennung des Geschehenen, sondern auch die Anerkennung der Wirkungen dieser Prozesse auf die heutigen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Strukturen.
Aus diesem Grund sollten Völkermorde nicht allein als identitätsbasierte Gewalt betrachtet werden, sondern auch als gewaltsame Neuordnung von Boden-, Eigentums-, Wirtschafts- und Kapitalverhältnissen.
Dieser Ansatz hebt die Aufarbeitung aus der Beschränkung auf den ethischen Bereich heraus und verlagert sie auf eine politische und ökonomische Befragungsebene. Eine solche Aufarbeitung ermöglicht sowohl die Anerkennung der Wahrheit als auch die Schaffung der Bedingungen eines Heilungsprozesses.

Gerechtigkeit: Vom bescheidenen Beitrag zum Kampf für restorative Gerechtigkeit
Die geleisteten Arbeiten erheben keinen Anspruch auf eine abschließende Lösung, sondern streben einen bescheidenen Beitrag zum Kampf für Aufarbeitung und Gerechtigkeit an.
Doch sosehr kleinmaßstäbige Arbeit an Erinnerung und an Wahrheit auch wertvoll ist: Um Völkermorde wirklich aufzuarbeiten und neuen Gewaltformen vorzubeugen, brauchen wir umfassendere kollektive Kämpfe. Dieser Kampf um die Aufarbeitung und Gerechtigkeits ist nicht durch einzelne Ereignisse, sondern durch die Auseinandersetzung mit den systemischen und institutionellen Strukturen möglich, die diese Ereignisse hervorgebracht haben. Dafür muss nicht nur Gerechtigkeit, sondern ein Kampf um restorative Gerechtigkeit als Strategie aller Gesellschaften anerkannt werden.

Gemeinsamer Widerstand und Solidarität
In diesem Zusammenhang ist die heutige Veranstaltung nicht nur eine Gedenkfeier, sondern zugleich eine Praxis des Erinnerungswiderstands und ein starker politischer Appell.
Dieser Appell richtet sich nicht nur an eine bestimmte Gemeinschaft, sondern an alle Völker, die Opfer von Völkermorden geworden sind.
Völkermörderische Ideologien – Nationalismus, Rassismus und auf religiöser Politik basierender Exklusivismus – setzen in unterschiedlichen Formen ihre Existenz fort. Deshalb muss auch der Kampf gegen diese Ideologien nicht fragmentiert, sondern gemeinsam, organisiert und solidarisch geführt werden.
Kleine Widerstandsbewegungen sind wertvoll. Doch für die Vertiefung historischer Aufarbeitungen und den Schutz der Zukunft brauchen wir weitaus stärkere Gemeinschaften und gemeinsame Strategien des Widerstands.

Abschließend:
Werte Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
was wir heute hier tun, ist nicht nur eine Gedenkfeier. Es ist zugleich Widerstand durch Erinnerung, epistemische Intervention und politische Haltung.
Unsere Arbeiten über den Völkermord von Dersim und die alevitisierten armenischen Überlebenden sind ein konkreter Ausdruck davon: die Erinnerung gegen die Leugnung zu verteidigen, die Wahrheit sichtbar zu machen und zum Kampf für Gerechtigkeit beizutragen.
Zugleich tragen diese Arbeiten einen weiterreichenden Appell in sich:
Erinnerung gegen Leugnung – von der Erinnerung zur Wahrheit, von der Wahrheit zur Aufarbeitung, von der Aufarbeitung zur Gerechtigkeit und von der Gerechtigkeit zu einem gemeinsamen, demokratischen, freiheitlichen Leben…
Gemeinsam…
Ich danke Ihnen.
Mit herzlichen Grüßen,
Kazım Gündoğan
 

29 April 2026 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Allgemein

DER „PROZESS“ MUSS SOWOHL EIGENVERANTWORTLICH ÜBERNOMMEN ALS AUCH GESELLSCHAFTLICH VERANKERT WERDEN

von Fremdeninfo 29 April 2026
von Fremdeninfo


Von Celal Isik

Einschließlich des aktuellen Prozesses wird die Politik im Lande förmlich nach dem Ziel und der Notwendigkeit gestaltet, dass die Regierung die Wahlen erneut gewinnt und ein weiteres Mal an die Macht kommt.

Ich sage „Notwendigkeit“, denn die Ein-Mann-Herrschaft weiß, dass sie im Falle eines Machtverlustes nach 25-jähriger Regierungszeit in einem normalen Rechtsstaat und einer verfassungsmäßigen Ordnung mit hunderten von Akten über Unrecht, Korruption und Verfassungsverbrechen konfrontiert wäre.

Naturgemäß befindet sie sich angesichts dieser Situation in großer Angst und Sorge. Wenn die Macht verloren geht, ist es die Angst davor, keine Rechenschaft ablegen zu können – für die während der Regierungszeit erzielten unrechtmäßigen Gewinne, den Reichtum sowie den Schaden, den man dem Land und der Öffentlichkeit zugefügt hat, und für die begangenen Sünden.

Diese Angst ist eigentlich eine Angst, die alle Menschen im Land beunruhigen sollte. Es herrscht eine Aggressivität und Geisteshaltung vor, die jeden, der nicht so denkt wie sie und sich nicht unterwirft, als inneren Feind betrachtet und versucht, ihn zu neutralisieren. So muss wohl das Innenleben von Tyrannen und Kriminellen aussehen, die davor fliehen, für das begangene Unrecht und die Gesetzlosigkeit vor der Justiz Rechenschaft abzulegen.

Aus diesem Grund stehen vor der Wahl alle erdenklichen Tricks und Pläne auf der Agenda, um zu verhindern, dass sich eine gesellschaftliche Oppositionsfront bildet, die zum Machtverlust führen könnte, und um die Schwächung der bestehenden Hauptopposition sowie anderer oppositioneller Parteien herbeizuführen.

Während man einerseits die CHP angreift, ist andererseits zu beobachten, wie versucht wird, die CHP und die DEM-Partei gegeneinander auszuspielen und sowohl die CHP als auch die DEM-Partei intern zu spalten. Der von Kılıçdaroğlu gegen Özgür Özel und dessen Führung (die den letzten Parteitag gewonnen haben) angestrengte Prozess wegen angeblichen Delegiertenkaufs könnte durch eine regierungsnahe Justizentscheidung zugunsten von Kılıçdaroğlu enden. Dies könnte zur Spaltung der CHP führen. Selbst Mine Kırıkkanats Anspielung auf „Kılıç-Überbleibsel“ (kılıç artığı) ist bezeichnend, da sie dazu dient, eine von der Regierung gewünschte Lagerbildung innerhalb der CHP zu triggern.

Zudem sieht sich das Land vor der Wahl einer Geisteshaltung rücksichtsloser Machthaber gegenüber, die sogar bereit wären, Zwangsverwalter (Kayyum) für die CHP-Führung einzusetzen.

Der Friedensprozess wurde durch unrealistische Behauptungen fast zum Stillstand gebracht und hat sich in einen Vorgang verwandelt, der die Glaubwürdigkeit der DEM-Partei und der Imralı-Delegation sowohl vor ihrer eigenen Basis als auch in der allgemeinen Öffentlichkeit schwächt. Von der Basis her sind bereits Stimmen zu hören: „Habt ihr es gesehen? Wir haben doch gesagt, dass man der AKP und Bahçeli nicht trauen kann.“ Sowohl im kurdischen Viertel als auch im national-linken Lager, das die DEM-Partei nicht akzeptieren kann, wird im Chor das Lied „Der Prozess ist vorbei“ gesungen.

Zudem wird versucht, die DEM-Partei zu spalten und zu schwächen, indem in der Öffentlichkeit eine Wahrnehmung erzeugt wird, als gäbe es einen Widerspruch zwischen Selahattin Demirtaş und Öcalan.

In der Türkei ist neben dem traditionell konservativ-rechten, nationalistischen Lager und dem etatistisch-nationalistischen, sogenannten laizistisch-kemalistischen Lager ein neues demokratisches, säkulares „kurdisches Viertel“ (das mit der HEP begann) zu einer unverzichtbaren und bestimmenden Kraft der Politik geworden. Es gibt weder eine Regierung noch eine Hauptoppositionspartei, die dieses „dritte Viertel“ einfach verstoßen oder bändigen kann. Dennoch sind am Ende des Tages sowohl die Regierung als auch die Hauptopposition auf die Unterstützung dieses dritten Viertels angewiesen.

Allerdings zeigen weder die Regierung noch die Hauptopposition einen aufrichtigen Ansatz oder ein Verständnis dafür, die Forderungen dieses dritten Viertels (bestehend aus Kurden und ihren Weggefährten) nach Demokratisierung und Frieden im Rahmen des „Prozesses“ zu unterstützen. Sie werben lediglich um die Stimmen des dritten Viertels, um Wahlen zu gewinnen; ihr Ansatz ist nicht programmatisch, sondern höchst utilitaristisch und pragmatisch.

Während die DEM-Partei sich gegen die Angriffe der Regierung auf die CHP wendet und betont, dass es ohne die CHP keinen Prozess geben kann, schlägt die Regierung der DEM-Partei einen Prozess ohne die CHP vor – einen Weg, der keine Aussicht auf Erfolg hat.

Während die Regierung versucht, den „Prozess“ bis zur Wahl als Werkzeug für den erneuten Wahlsieg zu instrumentalisieren, gelingt es der Hauptoppositionspartei CHP intern nicht, eine klare Politik in Bezug auf den Prozess zu produzieren. Da sie sich in der kurdischen Frage nicht gemeinsam mit dem dritten Viertel auf ein Konzept für eine „Demokratische Türkei“ einigen kann, ermöglicht sie es der Regierung, Politiken zu verfolgen, die die Kurden und die DEM-Partei hinhalten und für die eigenen politischen Kalküle instrumentalisieren. Hätte die CHP eine klare Vision zum Prozess und könnte sie ihre eigene Partei davon überzeugen, hätten die AKP- und MHP-Regierung in diesem Bereich nicht die Chance, so frei zu manövrieren.

Schlusswort:

Die Entwaffnung und die Entscheidung zur Auflösung der PKK scheinen die Wirksamkeit des „dritten Viertels“ in der türkischen Politik und das Tempo der Demokratisierung durch den unbewaffneten Kampf zu erhöhen. Dies scheint die Politiker des traditionellen ersten und zweiten Viertels zu beunruhigen. Es verdirbt jenen Kreisen die Laune, die von Krieg und Gesetzlosigkeit profitieren.

Trotz allem muss der Kampf für die gesellschaftliche Verankerung des Prozesses und des demokratischen Kampfes fortgesetzt werden.

.
29 April 2026 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Allgemein

In Hannover können Sie bei Anteplove Süßspeisen aus Antep und Maraş-Eis in vollen Zügen genießen.“

von Fremdeninfo 28 April 2026
von Fremdeninfo

Bericht: Cumali Yağmur

Eine Erfolgsgeschichte in Hannover: Anteplove und jesidische Unternehmerinnen

Bei Anteplove, gelegen in einer Passage mitten im Stadtzentrum von Hannover, können Sie authentische Antep-Desserts und das berühmte Maraş-Eis in vollen Zügen genießen. Inhaberin des Betriebs ist Vesile Koyun, eine in Batman geborene Esidin. Koyun, die bereits in jungen Jahren nach Deutschland kam, arbeitete viele Jahre bei Volkswagen. Nach ihrem Ausscheiden nutzte sie ihre Abfindung, um gemeinsam mit ihrer Esidischen Freundin Celile Kizibag ihr eigenes Unternehmen zu gründen.

Schwierigkeiten mit Selbstvertrauen überwunden

Vesile Koyun fasst den Prozess als Unternehmerinnen wie folgt zusammen: „Als Frauen haben wir es trotz aller Herausforderungen geschafft, dank unseres Selbstvertrauens alles zu meistern. Wir haben bewiesen, dass wir als Esidische Frauen jede Hürde mit Mut und Selbstbewusstsein nehmen können.“

Weitere Investitionen in Planung

Die Unternehmerinnen, die neben Anteplove bereits weitere Betriebe führen, beobachten den Markt genau und setzen ihre Investitionen fort. Vor kurzem eröffnete das Team das Restaurant „Leche“; drei weitere Filialen stehen kurz vor der Eröffnung.
Gaumenfreuden und Markenbildung

Die Desserts aus Antep, das Maraş-Eis und die berühmten Halva-Spezialitäten von „Helvacı Ali“ werden mit größter Sorgfalt zubereitet. Wer diese Köstlichkeiten einmal probiert hat, bestellt oft direkt eine zweite Portion. Besonders das Künefe von Anteplove erfreut sich großer Beliebtheit.
Die Betreiberinnen betonen, dass sie in kurzer Zeit zu einer festen Marke in Hannover geworden sind: „Wir haben ein internationales Publikum, und unsere Kunden sind mit dem Service sehr zufrieden. Während der Feiertage war die Nachfrage so groß, dass wir kaum mit den Bestellungen für Süßspeisen und Halva hinterherkamen.“

Von Konkurrenz zu Freundschaft

Trotz der sehr hohen Ladenmieten in Hannover und der Tatsache, dass viele Geschäfte in der Innenstadt schließen mussten, setzen die Unternehmerinnen ihren Weg mutig fort. Auch die Beziehungen zu den benachbarten Einzelhändlern haben sich gefestigt. Während sie zu Beginn noch als Konkurrenten wahrgenommen wurden, pflegen sie heute in einem gesunden Marktumfeld gute Beziehungen zu allen.
Kundenzufriedenheit und Sauberkeit

„Jeder bekommt sein Stück vom Glück. Wenn man die Kunden mit gutem Service überzeugt, werden sie einen weiterempfehlen“, sagt Vesile Koyun und unterstreicht dabei auch die harmonische Zusammenarbeit mit ihrem Personal.
Die Verkaufstheken glänzen, und das gesamte Geschäft ist makellos sauber. Mit freundlichem Personal erwartet Anteplove alle, die die Spezialitäten aus Antep und das Halva von Helvacı Ali entdecken möchten.

Adresse:
Anteplove
Georgstr. 11
30159 Hannover

Mobil: 0172 75 90 970

28 April 2026 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Religion

ETZT IST ES ZEIT, DIE ZUKUNFT INSPIRIERT VON UNSEREN WURZELN ZU GESTALTEN

von Fremdeninfo 28 April 2026
von Fremdeninfo

Von: Turgut Öker

Die Debatten der letzten Wochen haben den Kern der Sache offenbart: Wie wird sich die alevitische Gemeinschaft organisieren? Diese Frage ist nicht neu, aber sie tritt uns zum ersten Mal so offen und scharf entgegen. Denn es ist ein Punkt erreicht, der nicht mehr ignoriert werden kann.

In den letzten dreißig Jahren basierte die Organisierung größtenteils auf Vereinen, Föderationen und Konföderationen. Dieses Modell hat eine Zeit lang funktioniert. Es hat die verstreute Struktur zusammengeführt, Sichtbarkeit verschafft und ein Dach gebildet. Aber heute scheint es nicht mehr möglich, mit demselben Modell fortzufahren. Es trägt nicht mehr.

Das Problem liegt nicht an der Oberfläche, sondern in der Tiefe.
Denn zwischen der Struktur, die wir aufgebaut haben, und der Lehre, auf der wir basieren, klafft eine deutliche Lücke.

Die historische Organisationsform des Alevitentums ist das Ocak-Dergâh-System (Stammlinien und Konvente). Das ist eine Tatsache, die jeder akzeptiert. Aber wenn wir uns die heutigen Strukturen ansehen, ist es schwer, Spuren davon zu finden. Wir erkennen die Wurzel zwar an, aber wir leben nicht mit dieser Wurzel. Die Sprache, die wir verwenden, ist eine andere; das System, das wir errichtet haben, ist ein anderes.

Dies ist kein bloßes Defizit, sondern ein direkter Widerspruch.
Eine Struktur, die keine Verbindung zu ihren Wurzeln hat, kann eine Zeit lang bestehen, beginnt dann aber, sich von innen heraus auszuhöhlen. Genau das ist es, was wir heute erleben. Die Institution ist da, die Abläufe funktionieren, aber der Inhalt wird zunehmend schwächer.

Angesichts dieses Bildes treten zwei verschiedene Reaktionen hervor.
Ein Teil der Gemeinschaft sieht die Lösung darin, die Vergangenheit eins zu eins in die Gegenwart zu übertragen. Das ist nicht möglich. Denn jene Struktur formte sich auf einem anderen gesellschaftlichen Boden, inmitten eines anderen Lebens. Zu versuchen, dasselbe heute aufzubauen, bedeutet nicht, die Vergangenheit zu verstehen, sondern sie in eine erstarrte Form zu verwandeln.

Der andere Teil sieht die gegenwärtige Struktur als die einzige Option an. Er akzeptiert das Vereinsmodell als unantastbar und stempelt jede Kritik als „Rückschritt“ ab. Auch das ist keine Lösung. Denn das Problem ist gerade, dass die bestehende Struktur an ihre Grenzen gestoßen ist.

Die Wahrheit ist:
Es geht weder darum, die Vergangenheit zu kopieren, noch darum, die Gegenwart zu sakralisieren.
Es geht darum, den Kern der Lehre zu bewahren und eine dem Heute angemessene Struktur zu errichten.

Das heute oft genannte Konzept der Rıza Şehri (Stadt des Einvernehmens) konkretisiert diese Diskussion. Wenn dies ein Ziel ist, darf die Entsprechung nicht nur aus Worten bestehen. Rıza (Einvernehmen/Konsens), İkrar (Gelöbnis/Bekenntnis) und Denetim (Kontrolle/Aufsicht) dürfen nicht nur in den Texten stehen, sondern müssen direkt in der Arbeitsweise der Institutionen verankert sein.

Doch heute sehen wir das Gegenteil:
Anstatt dass die Teilhabe wächst, schrumpft sie.
Anstatt dass Entscheidungsmechanismen kollektiver werden, zentralisieren sie sich.
Anstatt dass die Transparenz zunimmt, nimmt sie ab.

Obwohl die Möglichkeiten, breite Schichten der Gesellschaft in den Prozess einzubeziehen, größer sind als je zuvor, verengen sich die Entscheidungsprozesse im Gegenteil auf einen schmalen Rahmen. Dies ist nicht nur ein technisches Problem, sondern ein direktes Problem der Herangehensweise. Eine Struktur, die auf Einvernehmen (Rıza) basieren sollte, wandelt sich zunehmend in ein zentralistisches Entscheidungsverständnis um.

Dieser Zustand ist nicht tragbar.
Denn dies bedeutet nicht nur eine Schwächung der Organisation; es bedeutet eine Erosion der Lehre selbst. Wenn das Einvernehmen schwindet, bleibt nur noch das Gerüst übrig. Der Inhalt entleert sich.

An diesem Punkt ist das, was getan werden muss, klar:
Nicht die Form, sondern das Wesen des Ocak-Dergâh-Modells in der heutigen Zeit zu etablieren.
Das ist keine Nostalgie. Das ist eine Notwendigkeit.

Doch was bedeutet das?

  • Erstens: Das Einvernehmen (Rıza) wird bestimmend sein. Entscheidungsprozesse werden nicht auf Mehrheitsberechnungen, sondern auf der Grundlage von Teilhabe und Akzeptanz basieren. Die Menschen werden Teil des Prozesses sein, nicht außerhalb davon stehen.
  • Die Vereinsstruktur bleibt bestehen, aber ihre Rolle wird sich ändern. Sie wird als rechtliche Basis existieren und ihre Repräsentationsfunktion fortsetzen. Aber sie wird nicht mehr das bestimmende Element sein. Sie wird kein Instrument sein, das den Weg (Yol) definiert, sondern eines, das die vom Weg getroffenen Entscheidungen umsetzt.
  • Befugnisse werden begrenzt. Keine Person und keine Struktur wird über unbegrenzte Macht verfügen. Sowohl Vorstände als auch Glaubensführer (Inanç önderleri) werden der Kontrolle unterliegen. Denn wo es keine Kontrolle gibt, gibt es kein Einvernehmen.
  • Die Kontrolle wird offen sein. Anstelle von Prozessen, die hinter verschlossenen Türen ablaufen, werden hinterfragbare, transparente Mechanismen geschaffen. Kritik wird nicht ausgegrenzt, sondern ein natürlicher Teil des Systems sein.
  • Teilhabe wird ausgeweitet. Die Möglichkeiten der heutigen Zeit werden genutzt. Menschen werden nicht nur Zuschauer sein, sondern Subjekte, die zu den Entscheidungsprozessen beitragen.
  • Die neue Generation wird ins Zentrum gerückt. Ziel ist eine Struktur, die nicht nur die Vergangenheit trägt, sondern die Zukunft gestaltet. Eine Organisierung ohne junge Menschen wiederholt sich selbst, kann aber nicht voranschreiten.

Dies ist keine Liste von Optionen.
Ohne diese Elemente kann der Weg (Yol) nicht errichtet werden.

Es ist ein großer Fehler, die heutige Diskussion auf persönliche Polemiken zu reduzieren. Denn es geht nicht um Personen.
Es geht um das Modell.

Dies ist keine Diskussion, die mit ein oder zwei Artikeln beendet sein wird. Denn es wird immer noch versucht, die bestehende Struktur mit dem Verständnis von vor dreißig Jahren zu führen. Dabei hat sich die Gesellschaft verändert, die Welt hat sich verändert, die Kommunikationsformen haben sich verändert, die Erwartungen haben sich verändert.
Aber wir versuchen, mit derselben Methode weiterzumachen.
Das ist nicht möglich.

Deshalb muss man jetzt offen sprechen:
Entweder bleiben wir innerhalb der Grenzen der bestehenden Struktur und drehen uns in einem immer enger werdenden Raum im Kreis,
oder wir schlagen einen neuen Weg ein, der auf dem Kern unserer Lehre basiert.

Einen dritten Weg gibt es nicht.
Dies ist keine bloße Wahl, sondern eine Schwelle.
Und diese Schwelle ist nun überschritten.

Wir sind uns unserer Wahl sicher: Wir stehen auf der Seite der Ansätze, die dazu dienen, die Zukunft aufzubauen

28 April 2026 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Allgemein

DIESER JUNGE MANN MUSS LEBEN!

von Cumali Yağmur 28 April 2026
von Cumali Yağmur

 Von: İSKAN TOLUN / Köln

In den frühen Morgenstunden verfolge ich regelmäßig die Zeitungen über Google. Doch heute sah ich mich gezwungen, am späten Nachmittag erneut nachzusehen, und als ich die Nachricht über Naser Bekirzade und insbesondere seinen Brief las, hat es mir das Herz zerrissen. Mit einem emotionalen Brief wandte sich ein junger Mann an die Weltöffentlichkeit, an Menschenrechtsorganisationen und insbesondere an Amnesty International. Während er noch von einer Hochzeit und einer eigenen Familie träumte, steht er nun unter dem Schatten der Hinrichtung.

Er wurde wegen angeblicher „Spionage für Israel“ zum Tode verurteilt, wobei das Urteil zuvor zweimal vom Obersten Gerichtshof wegen Mangels an Beweisen aufgehoben worden war. Dennoch wurde er am Samstag, den 25. April, in das Vollstreckungsbüro des Zentralgefängnisses von Urmia gerufen, wo ihm offiziell mitgeteilt wurde, dass der Oberste Gerichtshof das Todesurteil bestätigt hat. Nachdem Naser Bekirzade gegen diese Entscheidung protestiert hatte, wurde er von den zuständigen Beamten beleidigt und grausam gefoltert.

Angesichts dieser Situation hat auch seine Familie einen Appell an die Weltöffentlichkeit gerichtet:
Bekirzades Mutter und Vater, die gegen diese ungerechte Entscheidung protestieren, forderten die Aussetzung der Vollstreckung der Todesstrafe. Die Familie appellierte an die Öffentlichkeit: „Naser hat kein Verbrechen begangen. Wenn unser Sohn etwas getan hätte, warum wurde sein Urteil dann zweimal aufgehoben?“

Wie ich bereits erwähnte, verfasste Naser Bekirzade unmittelbar nach der Bekanntgabe des Hinrichtungsurteils und direkt nach der Folter einen offenen Brief an die Weltöffentlichkeit und Menschenrechtsorganisationen, in dem er um internationale Unterstützung bat. Hier ist sein herzzerreißender Brief:

„Mein geliebtes Volk und meine ehrenhaften kurdischen Brüder und Schwestern,

ich bin Naser Bekirzade. Ihr hört meine Stimme aus dem Zentralgefängnis von Urmia. Vielleicht wird dies meine letzte Stimme sein. Ich bin der Sohn von Molla Mansur, 26 Jahre alt, und habe zwei jüngere Schwestern. Ich wurde im Alter von 23 Jahren verhaftet, in der schönsten Zeit meines Lebens, als meine Hoffnungen auf dem Höhepunkt waren.

Meine Familie, insbesondere meine Mutter und mein Vater, sind seit dem Tag meiner Verhaftung jeden Tag tausend Tode gestorben. Der Schmerz der Trennung hat sie zermürbt; sie sind in jungen Jahren gealtert. Einst waren sie glücklich und träumten davon, ihren einzigen Sohn im Bräutigamsanzug zu sehen. Nur wenige Tage vor meiner Verhaftung wollten wir um die Hand eines Mädchens anhalten. Seit nunmehr vier Jahren wartet dieses Mädchen auf mich. Gerade habe ich erfahren, dass mein Todesurteil bestätigt wurde; ich weiß nicht einmal, wie ich sie anrufen und ihr das sagen soll.

Nachdem ich die Schule beendet hatte, begann ich sowohl auf eigenen Wunsch als auch auf Anraten meines Vaters eine Ausbildung an der religiösen Medrese ‚Selahaddin Eyyubi‘ in Pîranşar. Zwei Jahre später eröffnete ich ein Mobiltelefongeschäft in Urmia, um meinen Vater finanziell zu unterstützen.

Am 2. Januar 2024 wurde ich verhaftet. Drei Monate lang wurde ich in einer Zelle des Geheimdienstes der Revolutionsgarden festgehalten und schwerer psychologischer Folter ausgesetzt. Die 1. Kammer des Revolutionsgerichts von Urmia verhängte im Herbst desselben Jahres, nach zwei Verhandlungen im Sommer 2024, die Todesstrafe, ohne ausreichende Beweise oder Dokumente vorzulegen.

Diese Entscheidung wurde im April 2025 von der 39. Kammer des Obersten Gerichtshofs wegen Mangels an Beweisen aufgehoben. Die Akte wurde zur Neuverhandlung an die 2. Kammer des Revolutionsgerichts von Urmia zurückverwiesen; doch dasselbe Gericht verhängte im Schatten des zwölftägigen Krieges erneut die Todesstrafe. Auch diese Entscheidung wurde im Herbst 2025 wieder aufgehoben und meine Unschuld bestätigt.

Trotzdem wurde die Akte zum dritten Mal an dasselbe Gericht geschickt, und leider wurde im Januar 2026 mit einem Text, der eine Kopie der vorherigen Entscheidung war, zum dritten Mal die Todesstrafe verhängt. Dieses Urteil wurde heute Morgen unter den Kriegsbedingungen des Landes von der 39. Kammer des Obersten Gerichtshofs bestätigt.

Ein Todesurteil zu hören, mag für die meisten Menschen schwer begreiflich sein. Aber es ist eine Strafe, die kein Mensch ertragen kann. Das Urteil hat mich zerrissen. In jedem Moment sehe ich meinen eigenen Tod vor Augen, und meine Familie zerbricht unter dieser Last. Ignorieren Sie diesen Brief nicht; heute trifft es mich, morgen kann es jemand anderen treffen.

Ich bitte mein ganzes Volk, alle ehrenhaften Kurden auf der Welt und die religiösen Gelehrten, bei denen ich ausgebildet wurde, meine Stimme zu erheben. Bringt meine Stimme zu den Menschenrechtsorganisationen – insbesondere zu Amnesty International – und zur ganzen Welt.

Urmia unterscheidet sich vom Rest des Irans. Ich sage das von Herzen: Mein erstes ‚Verbrechen‘ war es, Kurde zu sein, das zweite, Sunnit zu sein. Helfen Sie mir. Ich bin weder der Erste noch der Letzte.

Naser Bekirzade
25. April 2026
Zentralgefängnis von Urmia“

Quelle: MA

Dieser junge Mann muss leben!.. Dieser junge Mann ist unschuldig und schwebt in Lebensgefahr; er könnte jeden Moment, wie Tausende andere, am Galgen hängen. Dagegen müssen sofortige Maßnahmen ergriffen werden.

Während ich Naser Bekirzade eine freie Zukunft wünsche, glaube ich von ganzem Herzen daran, dass die zuständigen Stellen sowie die betroffenen Institutionen und Organisationen aktiv werden und diesen staatlich begangenen Mord stoppen werden. Ich wünsche allen, jeder Institution und Organisation, die sich für das Leben dieses jungen Mannes einsetzen und Sensibilität zeigen, viel Erfolg!..

28 April 2026 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Neuere Beiträge
Ältere Beiträge

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025
  • Begegnungen am Radweg: Eine Geschichte von Mensch, Natur und einem besonderen Rabenfreund

    23 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Erster Mai: Wir sind noch hier

    1 Mai 2026
  • Deniz Yücel: Journalist verlässt nach elf Jahren die «Welt»

    30 April 2026
  • Rassismus: Razzia in Hannover

    30 April 2026
  • Zwischen Traum und Herkunft

    30 April 2026
  • Der 24. April und unsere Intellektuellen: İlber Ortaylı und Heath Lowry

    29 April 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

22 Juli 2025

Neueste Artikel

Deniz Yücel: Journalist verlässt nach elf Jahren die «Welt»
30 April 2026
Rassismus: Razzia in Hannover
30 April 2026
Zwischen Traum und Herkunft
30 April 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff
14 Oktober 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung