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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

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Rassismus

Nach Morden in Hessen: „Der rassistische Diskurs wird geduldet

von Fremdeninfo 8 August 2019
von Fremdeninfo

Nach Morden in Hessen: „Der rassistische Diskurs wird geduldet“

von Pitt v. Bebenburg

Auf die Vorfälle der vergangenen Wochen sind teils rassistisch aufgeladene Debatten gefolgt. Die Ausländerbeiräte in Hessen sind beunruhigt.

Frankfurt – Die Ereignisse der vergangenen Wochen haben Enis Gülegen, den Vorsitzenden der hessischen Ausländerbeiräte, aufgewühlt: der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, die Schüsse auf einen Eritreer in Wächtersbach, der Mord an einem achtjährigen Jungen am Frankfurter Hauptbahnhof. Jedes Mal folgten teilweise rassistisch aufgeladene Debatten. „Wir dürfen nicht zulassen, dass wachsendes Misstrauen durch solche Taten und rechte Hetze unsere Gesellschaft spaltet“, mahnte der Frankfurter Gülegen.

 

Frankfurt: Rechte Hetze spaltet Gesellschaft

Herr Gülegen, Sie wollen nicht zulassen, dass rechte Hetze die Gesellschaft spaltet. Wie wollen Sie das erreichen?
Wir müssen aufzeigen, dass im Rechtspopulismus der Grund liegt, dass wir zur Zeit solche Gewaltausbrüche erleben wie beim Mord an Herrn Lübcke. Der rassistische Diskurs ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Mitte der Gesellschaft. Wenn wir Menschen zu Fremden machen, legitimieren wir deren Andersbehandlung. Das reicht bis zu Gewaltausbrüchen und in letzter Konsequenz bis zu Mord und Totschlag.

Sie haben den Mord an Regierungspräsident Walter Lübcke erwähnt, der mutmaßlich von einem Neonazi begangen wurde. Es gab auch die Schüsse auf einen Mann aus Eritrea, die offenbar rassistisch motiviert waren. Ist der Rechtsextremismus in der Gesellschaft gefährlicher geworden?
Die Gewalt ist nichts Neues. Wir kennen sie seit den Gewaltausbrüchen in Solingen, Rostock und Hoyerswerda in den 90er Jahren. Was tatsächlich neu ist: Rechtspopulismus und Rechtsextremismus treten enthemmter auf. Diese Morde geschehen nicht im luftleeren Raum. Ihre Grundlage ist der rassistische Diskurs. Er tritt in der Mitte der Gesellschaft auf, dort wird er geduldet. Am Fall Lübcke sehen wir, dass die Gewalt nicht nur Ausländer trifft, dass es nicht nur eine Frage der Ethnizität ist, sondern dass Rechtsextremisten einen ideologischen Kampf führen. Die tödlichen Schüsse von Ohio sind übrigens auch in diese Reihe einzuordnen, auch das ist eine rassistische Tat.

Frankfurt: AfD leigitmiert rassistischen Diskurs

Welche Rolle spielt aus Ihrer Sicht die AfD?
Die AfD übernimmt die Legitimationsrolle. Sie legt den Nährboden für einen rassistischen Diskurs. Die AfD hat in ihrem Grundsatzprogramm deutlich rassistische Erklärungszusammenhänge. Diese werden in bestimmten Kreisen so aufgenommen, dass man andere bekämpfen darf. Man kann nicht sagen, dass die AfD dadurch zu Mordanschlägen anstiften würde. Aber es ist der Zusammenhang, der hergestellt wird. Das ist das Gefährliche.

Zur Person

Enis Gülegen ist seit 2013 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte in Hessen (Agah). Er sitzt als Mitglied in der Kommunalen Ausländervertretung in Frankfurt und gehört auch dem Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks an.

Mehr als 90 Ausländerbeiräte sind in der Agah zusammengeschlossen. Sie vertreten die Interessen der ausländischen Bevölkerung in ihrer Kommune oder ihrem Landkreis und werden alle fünf Jahre direkt von der ausländischen Bevölkerung gewählt.

Der Diplompädagoge Gülegen unterrichtet seit mehr als 30 Jahren Deutsch für Menschen, die aus dem Ausland nach Frankfurt gekommen sind. Zuletzt war er mehr als ein Jahrzehnt an der Sophienschule tätig, die zum Schuljahresende geschlossen wurde. Nun wechselt Gülegen an die Philipp-Holzmann-Schule.

Was kann man diesem Klima entgegensetzen?
Wir müssen uns auf unsere demokratischen Grundsätze besinnen. Die Einhaltung dieser Grundsätze von allen, auch von Migranten, ist die einzige Grundlage, auf der wir uns auf ein friedliches Zusammenleben zurückbesinnen können. Wir müssen Diskriminierung bekämpfen, auf allen Ebenen. Auf dem Wohnungsmarkt zum Beispiel ist Diskriminierung eine Tatsache. Der Frankfurter Magistrat hat selbst festgestellt, dass Migranten dort für schlechtere Wohnungen höhere Mieten bezahlen müssen. Es gibt die Diskriminierung im Bildungsbereich, es gibt die Diskriminierung im Arbeitsbereich, es gibt sie überall. Wenn wir sie hinnehmen, legen wir die Grundlage dafür, dass Menschen zu Fremden und zu Außenseitern gemacht werden. Das, was wir jetzt erleben mit den Gewaltausbrüchen, ist die schlimmste Konsequenz, die in der Kontinuität folgt.

Nach dem Mord an einem achtjährigen Jungen im Frankfurter Hauptbahnhof haben Sie betont, dass Nationalität und Hautfarbe des Täters keine Rolle spielen. Läuft die Debatte in die falsche Richtung?
Ja, sofern sie in diese Richtung geführt wird. Von Rechtsradikalen und Rechtspopulisten werden solche Taten bewusst instrumentalisiert. Deswegen haben wir darauf hingewiesen, dass Mord überall Mord ist und auf niederen Beweggründen basiert. Ob jemand einer anderen Ethnie angehört oder einer anderen Religion, das ist völlig egal. Ich möchte aber unterstreichen: Es ist wirklich begrüßenswert, dass nach dem furchtbaren Mord in Frankfurt alle demokratischen Kräfte davor gewarnt haben, dass durch Rechtsradikale und Rechtspopulisten eine Instrumentalisierung versucht wurde.

Sollte die Polizei die Staatsangehörigkeit oder die Hautfarbe eines Täters erwähnen? Sollten die Medien dies tun?
Da gibt es eine sehr begrüßenswerte Linie des Presserats: Wenn es ausschlaggebend ist für die Nachricht, dass die Nationalität erwähnt wird, dann soll sie natürlich erwähnt werden. In dem Fall in Frankfurt habe ich keinen Zusammenhang gesehen, dass der Täter eine dunkle Hautfarbe hat oder einer anderen Ethnie angehört. Insofern wäre es nicht notwendig gewesen zu unterstreichen, dass derjenige ein Eritreer war.

 

8 August 2019 0 Kommentare
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Bildung

Türkisch-Unterricht an deutschen Schulen: KMK will prüfen

von Fremdeninfo 9 Oktober 2017
von Fremdeninfo

Türkisch lernen von Konsulatslehrern

Türkisch-Unterricht an deutschen Schulen: KMK will prüfen

  • dtj-online
  • KulturPolitik
  • 7. Oktober 2017 14:21

ARCHIV: Schüler an einer türkischen Schule. Prometheus72 / Shutterstock.com

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Susanne Eisenmann (CDU), will den sogenannten Konsulatsunterricht in Deutschland auf den Prüfstand stellen. Sie werde das Thema bei der KMK-Sitzung am 12. Oktober zur Sprache bringen, kündigte die baden-württembergische Kultusministerin in einem Interview der «Heilbronner Stimme» (Samstag) an.

Beim Konsulatsunterricht schicken die Herkunftsländer Lehrer nach Deutschland, um Kinder zu unterrichten, deren Wurzeln in ihrem Kulturkreis liegen. Der muttersprachliche Unterricht findet meist an staatlichen Schulen statt, wird aber nicht von der Schulaufsicht kontrolliert. Kritik gibt es unter anderem am Unterricht für türkischstämmige Schüler. Die Gewerkschaft GEW, aber auch Politiker verschiedener Parteien befürchten eine politische Einflussnahme der Türkei.

Ist der Türkische Konsulatsunterricht noch zeitgemäß?

«Natürlich geht es zentral um die Frage, ob die Grundlage für den Unterricht – die Wanderarbeiterrichtlinie der EU von 1977 – noch zeitgemäß ist», sagte Eisenmann. «Damals ging es darum, dass Kinder von Wanderarbeitern den Kontakt zu ihrem Herkunftsland nicht verlieren. Seitdem sind Jahrzehnte vergangen.» Heute gehe es um Integration. «Wir wollen schauen, ob wir zu einem gemeinsamen Vorgehen finden, ob wir auch europäisch initiativ werden müssen.»

Eisenmann: Pädagogisch-didaktischen Erfahrungen von Konsulatslehrern genau überprüfen

Änderungsbedarf sieht Eisenmann insbesondere bei der Überprüfung der Konsulatslehrer. Man müsse sich das genau anschauen in der KMK: «Über welche pädagogisch-didaktischen Erfahrungen verfügen die Lehrkräfte? Ich halte es für sinnvoll, dass wir bestimmte Anforderungen stellen, die die Lehrkräfte erfüllen müssen.»

 

9 Oktober 2017 0 Kommentare
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Allgemein

Fremdeninfo

von Fremdeninfo 2 Oktober 2016
von Fremdeninfo

Unsere „Fremden“ Info-Zeitung besteht in Niedersachsen als Redaktion. In anderen Bundesländern haben wir Unterstützer, die regelmäßig den Informationsaustausch, die Aktualisierung der Nachrichten, die Berichterstattung, die Kommentierung etc. gestalten, koordinieren und auch mitschreiben.

Die „Fremden“ Info Online-Zeitung ist in Hannover ansässig und hat hier ihre Redaktion. Sie beschäftigt sich überwiegend mit den rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten der EinwandererInnen und Flüchtlinge in der Stadt Hannover, in den Gemeinden der Region Hannover und in dem Land Niedersachsen. Wir sind hier vor Ort und nehmen an allen entscheidungserheblichen Entwicklungen in der Stadt, bei Verbänden, politischen Parteien und bei Behörden teil, verfolgen, verwerten und analysieren alle aufkommenden Fragen betreffend der Mitbürger hier mit Migrations- bzw. Fluchthintergrund. Wir beteiligen uns bei Demonstrationen zur Geltendmachung von Rechten für Flüchtlinge. Wir sind dabei, wenn gegen Diskriminierungen vorgegangen wird. Wir waren dabei beim Bündnis „Bunt, statt braun“, haben zur Teilnahme aufgerufen, haben selbst daran teilgenommen und haben darüber berichtet. Wir waren dabei bei der Veranstaltung im Pavillon in Hannover bei der Veranstaltung „Sexismus und Gewalt gegen Frauen“ dabei. Wir waren auch vor Ort bei der Kundgebung „Tanzen gegen Gewalt und Sexismus zum Nachteil von Frauen“ dabei. Darüber hinaus sind wir beteiligt an „Niedersachsen packt an“. Wir führen mit den Beteiligten regelmäßig Gespräche, tauschen Meinungen aus, hören uns Vorträge an und werten diese in unserer Online-Zeitung aus. Die Folgen, die daraus für die Mitbürger aller Nationalitäten in Hannover entstehen, werden öffentlich gemacht. Es werden auch Lösungsvorschläge unterbreitet, wie die Stadt Hannover z. B. die Probleme mit der Gewalt angehen sollte. 

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2 Oktober 2016 0 Kommentare
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KulturReligion

Bundeskongress der Räte der Religionen in Stuttgart

von Fremdeninfo 14 Oktober 2026
von Fremdeninfo

Von: Mehmet Tanlı

Die 9. Jahrestagung des Bundeskongresses der Räte der Religionen sowie der festliche Abendempfang fanden unter großer Beteiligung im Neuen Schloss in Stuttgart statt. An diesem Kongress nahm auch Ecevit Emre Dede, Vorsitzender des Rates für Weg und Ritual der Föderation der Alevitischen Gemeinschaften in Europa (AABK), teil.

In seinem Resümee zu diesem bedeutenden Kongress betonte Ecevit Emre Dede: „Liebe Deniz Kiral, die ehemals den Vorsitz des Bundes der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland (BDAJ) innehatte, hat Großartiges bei der Vorbereitung und Koordination dieser überaus fruchtbaren und sinnvollen Veranstaltung für den gesellschaftlichen Frieden, die gleichberechtigte Staatsbürgerschaft und die Glaubensfreiheit geleistet. Wir danken ihr von ganzem Herzen für die erfolgreiche Koordination dieser Veranstaltung.“

An diesem besonderen Abend, an dem die Brücken zwischen den Glaubensgemeinschaften gestärkt wurden, kamen zahlreiche hochrangige Politiker, renommierte Wissenschaftler und führende Persönlichkeiten verschiedener Glaubensrichtungen aus den Bereichen Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Zu den hochkarätigen Gästen, mit denen Ecevit Dede intensive Gespräche führte, gehörten:

  • Oliver Hildenbrand (Minister für Soziales, Gesundheit und Integration des Landes Baden-Württemberg)
  • Søren Schwesig (Stadtdekan von Stuttgart)
  • Dr. Michael Blume (Beauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg gegen Antisemitismus)
  • Dr. Dr. Josef Önder (Bundes- und Landesrepräsentant der Syrisch-Orthodoxen Kirche)

Alevitische Deyiş und Nefes finden großen Anklang und hohe Beachtung

Im kulturellen Programm des Kongresses trug ein großer Chor, begleitet von Fırat und Cem an der Bağlama, alevitische Deyiş und Nefes vor, die im Saal großen Anklang fanden und lebhafte Resonanz hervorriefen. Besonders die Darbietung von Aşık Veysels „Uzun İnce Bir Yoldayım“, Aşık Daimis „Ben Beni Bilmez İdim“ und Edip Harabis „Vahdetname“ auf einer derart renommierten Bühne berührte die Teilnehmer zutiefst und zählte zu den ergreifendsten Momenten des Abends.

Unseren Glauben kraftvoll und eindrucksvoll repräsentiert

Ecevit Emre Dede ergänzte: „Darüber hinaus war es für uns eine große Ehre, Seite an Seite mit den Dedes, Vorstandsmitgliedern und Gemeindemitgliedern aus vier bis fünf verschiedenen Cemevis unserer Föderation zu stehen. Die institutionelle Stärke, das intellektuelle Erbe und die Sichtbarkeit der alevitischen Gemeinschaft auf dieser hochkarätigen internationalen Plattform zu erleben, erfüllte uns mit tiefem Stolz. Als Aleviten sind wir fest entschlossen, unseren Glauben, unsere Werte und unsere Gemeinschaft auch künftig mit aller Kraft in all jenen Bereichen zu repräsentieren, in denen Vielfalt als Bereicherung gilt und das Ideal des friedlichen Zusammenlebens auf der Grundlage gegenseitigen Respekts im Mittelpunkt steht.“

Die Sichtbarkeit alevitischer Glaubensvertreter ist von entscheidender Bedeutung

Die gesellschaftliche Repräsentation der Aleviten ist von existenzieller Bedeutung. Ihre Präsenz auf derart wichtigen Plattformen in Deutschland – sei es im sozialen, kulturellen und politischen Bereich oder auf rechtlicher und institutioneller Ebene – ist entscheidend für die Anerkennung des Alevitentums, für die Artikulation ihrer Anliegen und Nöte sowie für den interreligiösen Dialog. Obwohl das Alevitentum eine tief verwurzelte Glaubens- und Lebensweise Anatoliens darstellt, hat seine Sichtbarkeit und Repräsentation im öffentlichen Raum im Laufe der Geschichte verschiedene Phasen durchlaufen und bleibt auch heute noch ein viel diskutiertes Thema.

14 Oktober 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Halk TV: Türkische Regierung übernimmt Kontrolle eines oppositionsnahen Sender

von Fremdeninfo 14 Oktober 2026
von Fremdeninfo

          Artikel von Tom-Luca Freund/ Die Zeit

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Die türkische Regierung hat nach einer Razzia die Kontrolle über den oppositionsnahen Sender Halk TV übernommen. Die Polizei habe einen Zwangsverwalter eingesetzt und der Sendebetrieb sei gestoppt worden, teilte der meistgesehene Nachrichtensender des Landes mit. Gegen 17 Menschen wurden von der türkischen Staatsanwaltschaft Haftbefehle wegen »Bestechung, Manipulation von Ausschreibungen und Geldwäsche« erlassen, elf Mitarbeiter wurden festgenommen

In einem von Halk TV geteilten Video ist Chefredakteur Suat Toktaş zu sehen, der mit dem von den türkischen Behörden eingesetzten Verwalter spricht, um ihn davon zu überzeugen, die Livesendung nicht zu stoppen. »Was hier gerade passiert, ist gesetzwidrig«, sagte er. Die Polizei durchsuchte Halk TV zufolge die Räumlichkeiten des Senders und hinderte die am Morgen eintreffenden Mitarbeitenden am Betreten des Gebäudes.

Auch gegen den Direktor von Halk TV, Cafer Mahiroğlu, wurde ein Haftbefehl ausgestellt. Der im Ausland lebende Mahiroğlu sprach von einem »dunklen Tag für die Türkei« und bezeichnete die gegen ihn gerichteten Vorwürfe als »haltlos«. Er warf der islamisch-konservativen Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdoğan vor, die Justiz des Landes für politische Zwecke zu instrumentalisieren. »Wir werden diesen Sender zurückbekommen«, schrieb Mahiroğlu bei X.

Die Opposition kritisierte das Vorgehen der Sicherheitskräfte deutlich. »Im Morgengrauen in einen Fernsehsender einzudringen und einen Verwalter zu ernennen, ist etwas, das nur Diktatoren tun würden«, schrieb der Vorsitzende der Oppositionspartei Yeni Parti, Özgür Özel, auf X. »Leider ist es genau das, was sie mit unserem Land gemacht haben.« Auch Medienrechtsorganisationen verurteilten die Razzia bei Halk TV. Diese sei »einer der bedeutendsten Schritte in den Bestrebungen der Regierung, den Informationsfluss zu monopolisieren«, sagte der Co-Vorsitzende der Medienrechtsorganisation MLSA, Veysel Ok. »Die Stellung von Halk TV als meistgesehenem Nachrichtensender zeigt auch das eigentliche Ziel dieses Eingriffs: der Öffentlichkeit ihr Recht zu nehmen, Nachrichten aus verschiedenen Quellen zu beziehen«, sagte Ok.

Türkei auf Pressefreiheitsranking auf hinterem Platz

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Die Razzia bei Halk TV erfolgte zwei Wochen nach der Sperrung eines anderen unabhängigen Mediums. Anfang Oktober blockierte die türkische Regierung das Onlinemedium T24, weil es angeblich »LGBT-Propaganda« produziert hätte. T24 war eines der größten Onlinemedien der Türkei und berichtete regierungskritisch. Seit Mitte September wurden außerdem auf Anordnung eines Gerichts zahlreiche Accounts auf der Plattform X gesperrt. Zu den Betroffenen gehören neben der LGBTQI+‑Bewegung auch Journalisten, Anwälte und Menschenrechtsorganisationen.

Auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen belegte die Türkei in diesem Jahr erneut einen der hinteren Plätze. Das Land landete auf dem 163. Platz von insgesamt 180 betrachteten Ländern.

14 Oktober 2026 0 Kommentare
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Cumali Yağmur
Allgemein

Ein Teil der Last der Wirtschaftskrise in Deutschland wird von eingewanderten Rentnerinnen und Rentnern getragen.“

von Cumali Yağmur 14 Oktober 2026
von Cumali Yağmur

                        Von: Cumali Yağmur

Die Last der sich verschärfenden Wirtschaftskrise in Deutschland tragen zu einem großen Teil eingewanderte Arbeiterinnen und Arbeiter. Die meisten der inzwischen im Ruhestand befindlichen Migrantinnen und Migranten haben in schweren Berufen gearbeitet. Obwohl sie körperlich schwere Arbeit verrichteten, verdienten sie sehr wenig und erhalten deshalb heute eine äußerst geringe Rente. Da sie mit ihrer Rente nicht über die Runden kommen, sind sie auf Wohngeld und Sozialhilfe angewiesen.

Um Unterstützung vom Sozialamt und Wohngeld zu erhalten, müssen sie dem Sozialamt Cent für Cent offenlegen, wofür sie ihre Rente ausgeben, sowie all ihre Einnahmen und Ausgaben nachweisen. Da sie oft selbst die offiziellen Schreiben der Behörden nicht verstehen, sind sie auf die Hilfe von Dolmetscherinnen und Dolmetschern angewiesen.

Aufgrund ihres begrenzten Einkommens können sie nicht einmal für einen Urlaub in ihre Heimat reisen und bleiben daher ständig zu Hause. Manche müssen im Winter sogar im Kälteschutzzustand verharren, da sie die Heizung nicht nach Belieben aufdrehen können. Sie leben unter sehr schweren Bedingungen und geraten in große Bedrängnis, weil sie sich weder nach ihren Wünschen ernähren noch kleiden können.

Nicht nur eingewanderte Beschäftigte befinden sich in einer schwierigen Lage; das Einkommensniveau von Rentnerinnen und Rentnern in Deutschland ist generell sehr niedrig, und die ausgezahlten Renten reichen nicht aus. Dieser Zustand wird als „Altersarmut“ bezeichnet. Viele deutsche Rentnerinnen und Rentner können mit ihrer Rente nicht mehr in Deutschland leben und sehen sich gezwungen, in günstigere Auslandsregionen auszuwandern. Sie befinden sich in einer so prekären Lage, dass sie nicht einmal ihren Enkelkindern ein Geschenk zum Geburtstag kaufen können.

Unter den Arbeiterinnen und Arbeitern mit Migrationshintergrund ist die Mehrheit nicht einmal mehr in der Lage, einmal im Jahr in den Urlaub zu fahren, um ihre Verwandten im Heimatland zu sehen. Die steigenden Lebensmittelpreise und die Inflation treffen Rentnerinnen und Rentner direkt. Aufgrund der steigenden Mieten wird denjenigen, die Wohngeld beziehen, nahegelegt, in günstigere Wohnungen umzuziehen. Doch dass Rentnerinnen und Rentner die Wohnung verlassen müssen, in der sie seit Jahren leben, fällt ihnen sehr schwer; sie können das Haus und das Viertel, an das sie sich über Jahre hinweg gewöhnt und in dem sie gearbeitet haben, nicht einfach von heute auf morgen aufgeben. Die Wohnungsmieten sind in den letzten Jahren jedoch so stark gestiegen, dass sich nicht einmal mehr budgetgerechter Wohnraum finden lässt. Selbst wenn sie eine Wohnung finden, können sie diese wegen der extrem hohen Mieten nicht bezahlen.

Die Rentenanpassungssätze lagen 2024 bei 4,57 %, 2025 bei 3,74 % und 2026 bei 4,24 %. Während die Renten steigen, ziehen die Preise im gleichen Zug ungebremst weiter an. Es wäre gerechter, wenn Bezieherinnen und Bezieher niedriger Renten eine höhere prozentuale Erhöhung erhielten und diese Erhöhung zweimal im Jahr angewendet würde.

Dass in einem Land wie Deutschland mit einem hohen Pro-Kopf-Einkommen von Kinderarmut und Altersarmut gesprochen werden muss, beschädigt das Ansehen des Landes im Ausland zutiefst. Die ungerechte Einkommensverteilung führt dazu, dass in Deutschland einige Menschen verarmen, während andere noch reicher werden. So wie es die Pflicht des Staates ist, für den Lebensunterhalt seiner Bürgerinnen und Bürger zu sorgen, haben auch die Bürgerinnen und Bürger Pflichten zu erfüllen.

Da die Bundesregierung die Bevölkerung jahrelang unter dem Vorwand von „Reformen“ hinhielt, verarmen die Armen immer weiter, ohne dass dies den Staat kümmern würde. Friedrich Merz zerstört das soziale Verständnis des Staates vollkommen und betreibt Politik im Interesse der Reichen. Bärbel Bas hielt diese von Friedrich Merz gegen das Volk gerichtete Politik nicht mehr aus und trat zurück.

Die Bundesregierung und Friedrich Merz verfolgen das Ziel, das Renteneintrittsalter anzuheben, um die Macht des Kapitals zu stärken und die Menschen noch mehr für das Kapital arbeiten zu lassen. Durch die Anhebung des Rentenalters müssen die Menschen länger zugunsten der Kapitalinteressen arbeiten; dennoch werden sie beim Eintritt in den Ruhestand nicht genug Geld erhalten, um angemessen davon leben zu können.

Während Friedrich Merz die Kapitalschützer noch reicher macht, kümmert ihn die Verarmung der Bevölkerung keineswegs. Wählerinnen und Wähler wenden sich von der CDU ab und sehen die AfD als Retter. Die Menschen fallen auf die verlogene Demagogie der AfD herein und geben ihr ihre Stimme; die Partei erzielt in den ostdeutschen Bundesländern hohe Stimmanteile. Laut bundesweiten Umfragen steigt die AfD mit Werten von über 30 % zur stärksten Kraft auf.

Diese Entwicklung verheißt nichts Gutes für die Demokratie und die Gesellschaft im Land, und alle sorgen sich um ihre Zukunft. Auch die im Land lebenden eingewanderten Minderheiten sowie Arbeiterinnen und Arbeiter sind sehr besorgt darüber, ob sie in Zukunft überhaupt noch ihre Renten erhalten werden. Die Gewerkschaften, sozialen Organisationen und demokratischen Parteien im Land müssen diese Lage berücksichtigen, schon jetzt den Kampf aufnehmen und neue Formen des Arbeits- und Gesellschaftskampfes entwickeln

14 Oktober 2026 0 Kommentare
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Frauen

In Paris stärken Frauen den Kampf gegen Gewalt

von Fremdeninfo 14 Oktober 2026
von Fremdeninfo

                  Atılım Paris/Avrupa Demokrat

In Paris sind Frauen auf die Straße gegangen, um gegen sexistischer und sexueller Gewalt zu demonstrieren und ein umfassendes Gesetz zu fordern. Bei der Aktion mit Lichtern erhoben die Frauen ihre Stimme gegen Gewalt; mit ihren Liedern während des Marsches stärkten sie die Solidarität und ihre Entschlossenheit zum Kampf. Die französische Nationalversammlung nahm den Gesetzentwurf an, der den Kampf gegen sexuelle und sexistische Gewalt an Frauen und Kindern stärken soll.

In der französischen Hauptstadt Paris stärken Frauen den Kampf gegen Gewalt.

Die Frauen, die auch eine Sitzblockade vor dem Parlament durchführten, forderten konkrete Schritte zur Prävention von Gewalt gegen Frauen und Kinder, zum Schutz der Opfer und zur Verhinderung der Straflosigkeit der Täter. Die Proteste fanden zu einer Zeit statt, in der der umfassende Gesetzentwurf im Parlament debattiert wurde und in die Abstimmungsphase eintrat.

Auch der Bund Sozialistischer Frauen (SKB) in Frankreich nahm an der Aktion teil und bezog seinen Platz im Kampf der Frauen für Gleichheit, Freiheit und ein gewaltfreies Leben. Die Frauen sind mit ihren Lichtern, ihren Liedern und ihrem organisierten Kampf auf den Straßen.

Umfassender Gesetzentwurf gegen Gewalt passiert das Parlament in Frankreich

Die französische Nationalversammlung hat den Gesetzentwurf angenommen, der den Kampf gegen sexuelle und sexistische Gewalt an Frauen und Kindern stärken soll. Während die an den Senat zu übermittelnde Regelung wichtige Schritte zum Schutz der Opfer und zur Verbesserung der Ermittlungen enthält, werden die Finanzierung und die Rechte ausländischer Opfer weiterhin diskutiert.

Der in Frankreich als „umfassendes Gesetz“ bezeichnete Entwurf wurde am 13. Oktober in der Nationalversammlung in erster Lesung mit 503 Ja-Stimmen ohne Gegenstimmen angenommen. Die Fraktion La France Insoumise (LFI / Unbeugsames Frankreich) enthielt sich der Stimme. Damit der Entwurf in Kraft treten kann, muss das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen werden.

Die Regelung, die aus der Arbeit von mehr als 140 feministischen und Kinderrechtsorganisationen hervorgegangen ist, zielt darauf ab, einen ganzheitlichen Ansatz zu schaffen, der die Prävention von Gewalt, die Unterstützung von Opfern und die Strafverfolgung der Täter umfasst. Die Montagsdemonstrationen nach der Ermordung des Kindes Lyhanna rückten die Forderung nach einer umfassenden gesetzlichen Regelung wieder in den Mittelpunkt der Agenda.

Mindeststandards für Ermittlungen werden eingeführt

Zu den Kernartikeln des Entwurfs gehört die Festlegung von Mindestermittlungsschritten, um zu verhindern, dass Gewaltanzeigen ohne ausreichende Untersuchung eingestellt werden. Auch die Einrichtung von spezialisierten Polizeieinheiten und Justizstrukturen ist vorgesehen.

Eine der bemerkenswertesten Bestimmungen des Entwurfs ist die Regelung von Inzest als eigenständiger Straftatbestand im Strafgesetzbuch und die Ausweitung seiner Definition auf Cousins und Cousinen ersten Grades. Um die Gewalt, der Kinder ausgesetzt sind, festzustellen, ist geplant, Schulgespräche schrittweise auszuweiten und ab 2032 jährlich durchzuführen. Zudem ist für kindliche Opfer ein medizinischer Versorgungsprozess vorgesehen, der die Behandlung psychischer Traumata umfasst.

Recht auf bezahlten Sonderurlaub für Opfer erneut angenommen

Der Artikel über den Sonderurlaub für Opfer, der in den Parlamentsdebatten am 9. Oktober abgelehnt worden war, wurde am 13. Oktober erneut zur Abstimmung gestellt und dem Text hinzugefügt.

Die Regelung sieht vor, dass Beschäftigte, die Opfer von sexuellen Übergriffen, sexueller Belästigung oder sexistischem Verhalten wurden, ohne Lohnverlust Urlaub nehmen können, um gerichtliche, medizinische, psychologische und administrative Schritte zu erledigen. Im privaten Sektor beträgt die Urlaubsdauer zehn Tage, sofern kein Tarifvertrag vorliegt; durch Tarifverträge kann diese Dauer verlängert werden. Für Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind höchstens zehn Arbeitstage Sonderurlaub vorgesehen.

Artikel zum Schutz gewaltbetroffener Opfer ohne Aufenthaltsrecht gestrichen

Der Entwurf enthielt ursprünglich einen Artikel, der verhinderte, dass gegen ausländische Opfer, die sexuelle Gewalt bei der Polizei anzeigen, eine Ausreiseaufforderung erlassen wird. Dieser Schutz war insbesondere für Personen ohne Aufenthaltsrecht von großer Bedeutung. Der Artikel wurde jedoch während der Debatten im Parlament gestrichen. Somit besteht für diese Personen weiterhin das Risiko der Abschiebung aufgrund ihres Aufenthaltsstatus, selbst wenn sie die Gewalt anzeigen.

Die Streichung des Artikels wurde durch Änderung Anträge der rechtsextremen Rassemblement National sowie von Zentrums- und rechten Fraktionen angenommen. Die LFI begründete ihre Enthaltung bei der Schlussabstimmung damit, dass der Entwurf keinen ausreichenden Schutz für die schutzbedürftigsten Gruppen, allen voran ausländische Frauen, biete.

Auch die sexuelle Ausbeutung im digitalen Raum wurde in den Debatten diskutiert. Die angenommene Regelung macht die Bestrafung von Personen, die kostenpflichtige Online-Sexualdienstleistungen in Anspruch nehmen, vom Vorliegen einer sexuellen Ausbeutungssituation abhängig. Die Bestimmung beinhaltet kein allgemeines Verbot für Plattformen wie OnlyFans.

Finanzbedarf von drei bis vier Milliarden Euro

Die für die Umsetzung des Gesetzes erforderliche Finanzierung bleibt eine der größten Unsicherheiten des Prozesses. Die Regierung bezifferte die Kosten der Maßnahmen am Ende der Parlamentsdebatten auf drei bis vier Milliarden Euro.

Die Ministerin für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Aurore Bergé, erklärte, man werde sich bemühen, im Haushalt 2027 Mittel für diesen Bereich bereitzustellen.

Die nächste Station des Entwurfs wird der Senat sein. Ob die im Parlament angenommenen Schutzbestimmungen im Endtext erhalten bleiben und wie viel Kapital für die Umsetzung bereitgestellt wird, wird die Hauptagenda der kommenden Verhandlungen bilden.

14 Oktober 2026 0 Kommentare
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Allgemein

MIT DEM DENKEN DER ALTEN WELT KÖNNEN WIR DIE HEUTIGE ZEIT NICHT VERSTEHEN

von Fremdeninfo 14 Oktober 2026
von Fremdeninfo

Beitrag von Celal Işık/ Istanbul

Nationale revolutionäre und sozialistische Bewegungen sind, wie auf der ganzen Welt, auch in unserem Land vom anti-systemischen in den systemkonformen Bereich abgeglitten.

Der Prozess, der mit der UdSSR und China begann und sich später mit den sozialistischen Ländern in Lateinamerika, Afrika, auf dem Balkan und in Asien fortsetzte, ist heute – bis auf ein, zwei Ausnahmen (Nordkorea und Kuba) – vollständig zu einem Teil des kapitalistischen Systems geworden.

Und die einst dreipolige Welt, die zu einem Drittel sozialistisch war, wurde heute durch eine multipolare kapitalistische Welt ersetzt.

Als das sozialistische System zusammenbrach, das einst die Inspirationsquelle für nationale revolutionäre sowie sozialistische Bewegungen war und für dessen Beitritt sie kämpften, brach auch die größte Stütze und Orientierung der national-sozialistischen revolutionären Bewegungen weg.

Somit befindet sich das kapitalistische System – nun im Vorteil, seine derzeit größte Angst, den Sozialismus, losgeworden zu sein – im Prozess, die Welt neu zu gestalten.

Die kapitalistische Welt erlebt heute die Widersprüche und Konflikte zwischen ihren eigenen Blöcken. Der Widerspruch Russlands und Chinas zum westlichen Kapitalismus ist kein Widerspruch mehr zwischen Sozialismus und Kapitalismus oder zwischen Arbeit und Kapital. Die herrschenden Konflikte und Kriege resultieren aus dem internen Wettbewerb und der Aufteilung der Märkte innerhalb der kapitalistischen Welt.

Sich mit der Denkweise dieser vergangenen, als alt geltenden Welt nationaler und sozialistischer Bewegungen zu organisieren und zu handeln, hat heute so gut wie keine gesellschaftliche Entsprechung mehr.

Trotzdem gibt es leider eine konservative Linke, die nach der Logik der Vergangenheit handelt und deren gesellschaftlicher Rückhalt nahezu bei null liegt.

Die Linke hat sich jedoch von einer systemkritischen Position in eine systemkonforme Linke verwandelt. Obwohl sie sich in einer systeminternen, reformistischen Position befindet, ist die Heuchelei, weiterhin den Anspruch zu erheben, eine anti-systemische revolutionäre Bewegung zu sein, inakzeptabel.

Die kurdische politische Bewegung und ihr Anführer Öcalan haben die oben beschriebene Veränderung als Erste erkannt, auf die genaueste und realistischste Rhetorik sowie Haltung für die heutige Zeit hingewiesen und handeln entsprechend deren Erfordernissen.

Er ist zu einem Akteur geworden, der sein eigenes Paradigma im Einklang mit der sich verändernden Welt von gestern bis heute erneuern kann, der am offensten spricht und sowohl der Gesellschaft als auch den Staaten der Region und ihren Regierenden Lösungsvorschläge anbietet:

  • Er hat gesehen, dass ein unabhängiger kurdischer Staat in der heutigen Welt und unter den Bedingungen des Nahen Ostens nicht realistisch ist.
  • Stattdessen tritt er dafür ein, die bestehenden Staaten der Region in Staaten zu transformieren, die alle Völker zusammenleben lassen und ihnen gleiche Bürgerrechte gewähren.

Er hat erkannt, dass die Forderung nach der Abspaltung der Kurden und der Gründung eines unabhängigen Staates weder in der Türkei noch in Syrien, dem Irak oder dem Iran den Interessen der Kurden dienen kann; im Gegenteil würde dies dazu führen, dass die Kurden im Nahen Osten mit vier „feindlichen“ Staaten in einen nie endenden Krieg geraten. Er hat Warnungen ausgesprochen, um dies zu verhindern.

Öcalans neues Paradigma und die Politik der Integration mit den Staaten, in denen die Kurden leben, bewahrt die Kurden davor, in allen vier Ländern zur Zielscheibe (zum Feind) zu werden.

Schauen Sie: M. Karayılan, bei dem kein Zweifel besteht, dass er im Einklang mit dieser neuen Ideologie Öcalans steht, sagte gegenüber einer internationalen Presseorganisation: „Wir sind in einer Allianz mit der Türkei.“

Direkt im Einklang mit dieser Aussage von Karayılan kommt auch eine Äußerung von D. Bahçeli: „Als Alternative zu Israel braucht es eine Allianz der Republik Türkei und der Kurden“, sagt er.

Sehen Sie, in diesem Sinne sagt auch der YNK-Vertreter Bafıl Talabani, dass ein Prozess ähnlich dem in der Türkei und Syrien auch im Iran stattfinden müsse.

Aus all diesen Entwicklungen müssen wir Folgendes verstehen:

  1. Das Zeitalter der nationalen Revolutionen und der unabhängigen Nationalstaaten ist vorbei.

Der Nationalstaat, der das kapitalistische System einst hervorgebracht, vergrößert und am Leben erhalten hat, wird heute durch das globalisierte Kapital und das kapitalistische System selbst liquidiert. Sozialisten sollten heute keine abgelaufenen nationalen Revolutionen gegen das globalisierte Kapital und den Kapitalismus verteidigen, sondern eine globale Revolution.

  1. Kampf für Transformation statt neuer Staaten:

Anstatt zusätzliche Staaten zu den Nationalstaaten zu schaffen, muss dafür gekämpft werden, die bestehenden zu verändern und sie dahin gehend anzupassen, dass sie die gleichberechtigte Staatsbürgerschaft der Völker anerkennen.

  1. Befreiung von Ideologien:

Es ist notwendig, Verfassungsänderungen zu erzwingen, um die bestehenden Staaten von jeglicher Fessel des Nationalismus, der Religiosität und des Eigentums zu befreien. Staaten haben keine Sprache, Religion oder Konfession – Menschen haben diese.

In der Türkei scheint die nationalistische kurdische Bewegung sowie die nationale Linke noch reichlich Zeit zu brauchen, um für das oben beschriebene Paradigma zu erwachen.

Auch die Neue Partei (Yeni Parti) muss diesen Prozess unterstützen, damit das monistische Paradigma dieser Republik geändert und sie in eine pluralistischere, demokratischere Republik transformiert wird.

Im Wissen, dass dies kein Prozess ist, der von heute auf morgen abgeschlossen sein wird, liegt es im Interesse der gesamten Türkei und ihrer Bürger, ihn Schritt für Schritt voranzutreiben.

14 Oktober 2026 0 Kommentare
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Wichtige Erklärung von Karayılan: Wir ziehen unsere geheimen Spezialkräfte aus Istanbul und den türkischen Städten zurück

von Fremdeninfo 13 Oktober 2026
von Fremdeninfo

                Von Avrupa Demokrat

Murat Karayılan, Kommandant des HPG-Hauptquartiers, erklärte, dass sie ihren Kräften, die sich in Istanbul und anderen Städten in „geheimer Mission“ befinden, den Befehl zum Rückzug gegeben haben. Karayılan bestätigte zudem die Gespräche mit Staatsvertretern und sagte bezüglich des Rückzugs aus Metina: „Wir haben uns aus Metina zurückgezogen; wenn sie es leugnen, werden wir die Videos zeigen.“

Der HPG-Hauptquartierkommandant Murat Karayılan beantwortete Fragen von The Amargi zum aktuellen Stand des Prozesses.

Karayılan erklärte, dass neben dem Rückzug der Kräfte innerhalb der Grenzen und der Räumung von vier Kriegstunneln sowie einer Stellung im grenznahen Metina auch den Kräften in Istanbul und anderen Städten, die sich in „geheimer Mission“ befinden, der Befehl zum Rückzug erteilt wurde.

Zudem gab Karayılan an, dass die Entscheidung zum Rückzug aus Metina nach „Dialogen und internen Diskussionen“ getroffen wurde und dass in der aktuellen Phase keine externen Vermittler wie die USA, die EU oder die UN beteiligt sind. Während Karayılan bestätigte, dass PKK-Delegationen mit Staatsvertretern verhandeln, bestätigte er die Behauptungen nicht, dass sich einige PKK-Führungskräfte direkt mit Öcalan auf İmralı getroffen hätten.

Zum Rückzug der Kräfte in der Türkei sagte Karayılan Folgendes:

„Zweitens haben wir auch unseren Spezialkräften, vor denen sich der türkische Staat am meisten fürchtet und deren Rückzug aus der Metropole Istanbul sowie aus den türkischen Städten er fordert, den Befehl zum Rückzug gegeben. Das sind keine Personen, die mit großem Trubel aufgedeckt wurden. Sie sind in geheimer Mission. Wir holen sie heraus. Das haben wir getan.“

GESPRÄCHE MIT DEM STAAT BESTÄTIGT

Im Interview wurde Karayılan auch zu den Meldungen befragt, wonach einige PKK-Führungskräfte, darunter Duran Kalkan, Öcalan auf İmralı getroffen haben sollen. Auf die Frage: „Sind auch Sie nach İmralı gereist und haben Herrn Öcalan getroffen?“, antwortete Karayılan wie folgt:

„Dazu kann ich nichts bestätigen. Dem ist nicht so. Aber unsere Delegationen sprechen mit den Staatsvertretern. Das ist wahr. Solche direkten Gespräche kann ich jedoch nicht bestätigen; das ist ein anderes Thema.“

In einem anderen Teil des Interviews erklärte Karayılan ebenfalls, dass Gespräche zwischen Öcalan und der Staatsdelegation sowie zwischen Vertretern der Bewegung und der Staatsdelegation stattfänden, nannte jedoch keine Details zu direkten Gesprächen auf İmralı.

„WIR HABEN UNS AUS METİNA ZURÜCKGEZOGEN; WENN SIE ES LEUGNEN, WERDEN WIR DIE VIDEOS ZEIGEN“

Zum Rückzug aus Metina sagte der HPG-Hauptquartierkommandant Murat Karayılan Folgendes:

„Wir haben 41 Jahre lang gekämpft, aber der türkische Staat war nicht erfolgreich. Sie halten sich für erfolgreich. Wenn wir auf Metina blicken: Wir haben uns als Ergebnis eines Dialogs zurückgezogen. Sie konnten uns Metina nicht gewaltsam wegnehmen. Das ist eine offenkundige und historische Tatsache. Niemand sollte das leugnen. Wenn es geleugnet wird, werden wir die Videos des Rückzugs zeigen.

Wir haben unsere Kräfte mit Dutzenden von Fahrzeugen zurückgezogen. Die Wahrheit ist, dass sie uns nicht besiegen konnten. Und wir konnten sie nicht aus Kurdistan vertreiben. Das ist ebenfalls eine Tatsache. Deshalb sagen wir, dass wir Allianzen eingehen und in ein Zeitalter der Freiheit eintreten wollen. Wir wollen eine Allianz mit dem türkischen Staat eingehen.“

„WENN FRIEDEN GESCHAFFEN WIRD, GEHE ICH AUCH, ABER MIT DIESER DENKWEISE IST DAS NICHT MÖGLICH“

„Als Volk arbeiten wir zusammen und haben eine Allianz gebildet. Wir wollen, dass der türkische Staat die Kurden in sich aufnimmt“, sagte Murat Karayılan und fuhr fort:

„Wir wollen, dass er die Kurden außerhalb der Grenzen der Türkei nicht als Feinde sieht und keine Angst vor ihnen hat. Wir wollen, dass der türkische Staat keine Angst vor den Kurden hat und aufhört, die Kurden und uns anzugreifen. Wir wollen Frieden. Wenn Frieden geschaffen wird, gehe ich auch. Aber mit dieser Denkweise ist das nicht möglich.

In der Denkweise des türkischen Staates existiert diese Situation jedoch nicht; sie sagen ‚Legt die Waffen nieder‘. Nur ‚Waffen, Waffen, Waffen‘. Wir machen Frieden. Wir beenden die Feindschaft. Das ist nicht nur eine Entwaffnung und das Ende des bewaffneten Kampfes. Wir wollen Frieden mit dem türkischen Staat schließen und müssen der Feindschaft ein Ende setzen. Das kann jedoch nicht einseitig sein. Es ist zweiseitig.“

STAAT BESTÄTIGT DEN RÜCKZUG

Derweil wurde die Erklärung der kurdischen Bewegung „Wir haben 4 Kriegstunnel in Metina geräumt“ auch von staatlicher Seite bestätigt.

Medienberichten aus dem Umfeld des Palastes zufolge erklärten „Sicherheitsquellen“ des Staates, dass die Gebiete „Xebat, Yajk, Sabri und Sason“ in den Medya-Verteidigungsgebieten mit Stand vom 8. Oktober geräumt wurden.

In der Erklärung hieß es:

„Diese Entwicklung ist ein Indikator dafür, dass der Prozess mit Entschlossenheit fortgesetzt wird. Nach der Beendigung der Aktivitäten der PKK/KCK in allen Gebieten wird in den folgenden Phasen des Prozesses eine gesellschaftliche Versöhnung mit den Organisationsteilnehmern erreicht, die unter Nutzung des Gesetzes in unser Land zurückkehren.“

13 Oktober 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Neue  Partei Wütenberg, lass uns im Lichte der Republik für immer zusammen sein!

von Fremdeninfo 13 Oktober 2026
von Fremdeninfo

  Von: Vorsitzende Şirin Üstün

Am Samstagabend, den 17. Oktober, veranstalten wir neben unserer Feier zum Tag der Republik einen bedeutungsvollen Abend, an dem wir unsere Solidarität mit dem Journalisten Murat Ağırel und TELE3 zum Ausdruck bringen werden. Bei dieser Veranstaltung geht es nicht darum, ein Panel abzuhalten, sondern gemeinsam das gemeinsame Gewissen und den Geist der Solidarität für den türkischen Demokratiekampf zu repräsentieren.

An diesem Abend werden wir die Stimme der Friedenssuche unseres Landes, des Widerstands derer sein, die zum Schweigen gebracht werden sollen, und unseres Glaubens an die Demokratie.

Demokratie bedeutet heute in der Türkei, den Willen der Gewählten zu verteidigen; die Freiheit von Politikern zu verteidigen, die wegen ihrer Gedanken im Gefängnis sitzen. Demokratie bedeutet, den Willen des Volkes, die Unversehrtheit der Urne und die Rechtsstaatlichkeit zu verteidigen.

Wir werden uns bei dieser Veranstaltung mit unseren Weggefährten aus verschiedenen europäischen Ländern zusammenfinden – aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und vielen weiteren Orten. Wir werden Merdan Yanardağ, Murat Ağırel, Ekrem İmamoğlu und allen unseren Weggefährten, die ihren Kampf fortsetzen, unsere Grüße, unsere Zuneigung und unsere Solidaritätsbotschaften übermitteln. Wir werden gemeinsam laut rufen, dass sie nicht allein sind und dass ihr Kampf unser gemeinsamer Kampf ist.

Denn wir glauben, dass der Pluralismus im Teig dieser Länder und die Kultur des Zusammenlebens in der Seele Anatoliens liegt. Der Weg des Zusammenlebens führt über die Achtung der Sprache, der Religion, des Glaubens und der politischen Gedanken eines jeden sowie darüber, unsere Unterschiede als Reichtum anzusehen.

Wir werden einmal mehr mit Nachdruck zum Ausdruck bringen, dass wir gegen die Politik der Treuhänder (Kayyum) sind, dass wir die Kriminalisierung der Opposition nicht akzeptieren und dass demokratische Rechte und Freiheiten für alle garantiert werden müssen.

Am 17. Oktober werden wir uns nicht nur zu einer Veranstaltung treffen; wir werden gemeinsam unseren Glauben an Demokratie, Freiheit, Frieden und Solidarität unter Beweis stellen.

Wir laden alle unsere Weggefährten ein, an diesem bedeutungsvollen Abend unsere Solidarität zu stärken, unsere gemeinsame Stimme zu erheben und dem Demokratiekampf neue Kraft zu verleihen.

Denn wir wissen, dass der Kampf für Demokratie, Freiheit und Frieden nur gemeinsam, Schulter an Schulter, gewonnen werden kann.

Samstag, 17. Oktober

Uhrzeit: 18:00 Uhr

Ort: Sängerhalle / Stuttgart

13 Oktober 2026 0 Kommentare
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Allgemein

EU-Parlament fordert Vorgehen gegen Muslimbruderschaft

von Fremdeninfo 13 Oktober 2026
von Fremdeninfo

Das Europäische Parlament hat eine Resolution zum Vorgehen gegen Netzwerke der Muslimbruderschaft verabschiedet.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur European Jewish Press stimmten 381 Abgeordnete dafür, 167 dagegen, 15 enthielten sich. Der von der französischen EVP-Abgeordneten Céline Imart eingebrachte Text fordert eine Prüfung, ob Personen und Organisationen mit Verbindungen zur Muslimbruderschaft die Kriterien für eine Aufnahme in die EU-Terrorliste erfüllen.
Die Resolution verlangt zudem strengere Kontrollen ausländischer Finanzierungen und eine lückenlose Nachverfolgung europäischer Fördergelder bis zu den Endempfängern. Organisationen, die entsprechenden Netzwerken zugerechnet werden, sollen von Veranstaltungen und Treffen der EU-Institutionen ausgeschlossen werden. Auch die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten mit Europol und Eurojust soll verstärkt werden.
Im Zentrum der Debatte stand der Vorwurf, islamistische Organisationen versuchten, demokratische Institutionen und die Zivilgesellschaft gezielt zu unterwandern. Als Beispiel wurde der europäische muslimische Jugend- und Studierendenverband FEMYSO genannt. Dieser bestreitet Verbindungen zur Muslimbruderschaft. Sozialdemokratische, grüne und weitere linke Abgeordnete lehnten die Resolution überwiegend ab. Ein unmittelbares EU-weites Verbot der Muslimbruderschaft wurde mit der Abstimmung nicht beschlossen

13 Oktober 2026 0 Kommentare
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CDU-Politiker soll rassistischen Angriff erfunden haben – nun ermittelt Staatsanwaltschaft gegen ihn

von Fremdeninfo 12 Oktober 2026
von Fremdeninfo

              VON. WELT

Ein Bürgermeisterkandidat in Uetersen soll eine fremdenfeindliche Attacke auf sein Auto erfunden haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt gegen den CDU-Politiker Baris Karabacak aus dem schleswig-holsteinischen Uetersen wegen des Verdachts, eine Straftat vorgetäuscht zu haben. Der 39-jährige Bürgermeisterkandidat hatte Ende September, kurz vor der Wahl, einen fremdenfeindlichen Angriff auf sein Auto angezeigt. Das berichtet die „Bild“.

Am 23. September hatte Karabacak der Polizei gemeldet, unbekannte Täter hätten in der Nacht sein Auto beschädigt und Scheiben eingeschlagen. Zudem sei an dem Fahrzeug sein eigener Wahlkampfflyer mit einer handschriftlichen ausländerfeindlichen Botschaft befestigt worden. Dem Bericht zufolge stand darauf: „KEINE TÜRKEN – ALLE RAUS“.

Doch nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Itzehoe gegen den Politiker, wie die Zeitung berichtet. Demzufolge wirft die Behörde Karabacak vor, er habe sich den Vorfall nur

Karabacaks Rechtsanwalt Mutlu Günal erklärte gegenüber „Bild“: „Herr Karabacak bestreitet den gegen ihn erhobenen Vorwurf mit Nachdruck.“ Sein Mandant vertraue den „objektiven Ermittlungen der Staatsanwaltschaft“ und gehe davon aus, „dass das Verfahren zeitnah eingestellt wird“.

Karabacaks Familie stammt aus der Türkei, er selbst ist in Pinneberg geboren. Amtsinhaber und Mitbewerber Dirk Woschei (SPD) hatte nach dem mutmaßlichen Angriff von einem „Angriff auf die demokratische Kultur der Stadt“ gesprochen.

„Konkrete Anhaltspunkte, dass diese Darstellung nicht der Realität entsprechen könnte“

Zweifel an der Darstellung gab es bereits kurz danach. Peter Müller-Rakow, Sprecher der Staatsanwaltschaft Itzehoe, sagte „Bild“: „Am 24.09.2026 haben sich konkrete Anhaltspunkte dafür ergeben, dass diese Darstellung nicht der Realität entsprechen könnte.“

Daraufhin habe die Behörde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. „Im Rahmen dieses Verfahrens ist gegen den nunmehr Beschuldigten ein Durchsuchungsbeschluss erlassen und vollstreckt worden“, so Müller-Rakow. Zudem sei „unter anderem ein elektronisches Gerät beschlagnahmt worden“, das derzeit ausgewertet werde.

ausgedacht.

12 Oktober 2026 0 Kommentare
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Die Scham der Vergangenheit darf nicht das Schweigen von heute sein: Für eine Zwei-Staaten-Lösung gegen den Völkermord in Gaz

von Fremdeninfo 12 Oktober 2026
von Fremdeninfo

                    Fatih Kurgulu / Berlin

Deutschland, das zu dem von Israel an den Palästinensern begangenen Völkermord schweigt, schämt sich für das, was es seinerzeit den Juden angetan hat. Aus dieser Scham heraus schafft es Deutschland nicht, seine Stimme gegen den Völkermord zu erheben, den Israel an den Palästinensern verübt.

Der in der Vergangenheit in Deutschland verübte Völkermord an Juden, Sinti und Roma sowie an Menschen, die sich dem Hitler-Faschismus widersetzten, kann niemals unterstützt werden; er muss aufs Schärfste verurteilt werden, und solche menschenfeindlichen Tragödien dürfen sich niemals wiederholen.

Dieser Völkermord wurde während des Hitler-Faschismus begangen, und diese Generation lebt heute nicht mehr. Die nachfolgenden Generationen sind mit der Verurteilung dieser Taten aufgewachsen und haben Völkermorde in jeder Epoche verflucht – was auch vollkommen richtig und notwendig war.

Die neue Generation hat jedoch keinen Grund, sich zu schämen oder zögerlich zu sein. Was Israel heute den Palästinensern antut, muss ebenso aufs Schärfste verurteilt werden. Wer auch immer einen Völkermord an der Menschheit verübt, muss verurteilt werden. Der Völkermord, den Israel an den Palästinensern in Gaza begeht, darf keinesfalls akzeptiert werden und ist aufs Schärfste zu verurteilen.

Niemand stellt das Existenzrecht Israels als Staat infrage; ebenso gehört es jedoch zur Pflicht des Staates Israel, das Staatsrecht der Palästinenser zu verteidigen. Im Israel-Palästina-Konflikt muss die Zwei-Staaten-Lösung als der dienlichere und grundlegende Weg zur Gewährleistung des Friedens angesehen werden.

Der Terror der Hamas kann niemals verteidigt werden; Terrorismus und jegliche Form von Terrormethoden dürfen keinen Platz in der Politik haben.

Den in Deutschland lebenden Juden wurde die notwendige Unterstützung zuteil, und diese muss auch weiterhin gewährt werden. Es müssen Voraussetzungen und gleiche Bedingungen geschaffen werden, damit sowohl Juden als auch Migranten in Deutschland leben können. Heute müssen Staaten von terrortypischen Methoden und Vorgehensweisen Abstand nehmen und verbleibende Mängel in der Demokratie beseitigen. Die Staaten müssen sich von einer kolonialistischen Mentalität lösen und demokratische Methoden und Wege einschlagen.

Egal wo auf der Welt: Man muss sich gegen Völkermorde erheben und sie aufs Schärfste verurteilen. Diese Haltung Israels zu kritisieren, steht in keinerlei Zusammenhang mit Antisemitismus.

Ich verurteile das aggressive Verhalten Israels im Nahen Osten aufs Schärfste; Israel kann sich damit niemals im Recht sehen. Es muss sich unverzüglich mit den Palästinensern für den Frieden an den Verhandlungstisch setzen und das Recht auf zwei Staaten erörtern.

12 Oktober 2026 0 Kommentare
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