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am Dienstag bestätigte, hat der 45‑Jährige sich in der Justizvollzugsanstalt das Leben genommen

von Fremdeninfo 21 Juli 2026
von Fremdeninfo 21 Juli 2026
Mutmaßlicher Stade‑Killer begeht Suizid in der JVA
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Artikel von Stefan Henseke

Der mutmaßliche Täter der Bluttat von Stade ist tot. Wie das niedersächsische Justizministerium am Dienstag bestätigte, hat der 45‑Jährige sich in der Justizvollzugsanstalt das Leben genommen. Hinweise auf Fremdverschulden gibt es nach Behördenangaben nicht.Das Niedersächsische Justizministerium teilte am frühen Nachmittag mit: „Der Gefangene wurde heute um 6.05 Uhr von einem hierfür zuständigen Stationsbediensteten im Rahmen der morgendlichen Lebend- und Vollzähligkeitskontrolle in seinem Einzelhaftraum aufgefunden. Der Gefangene wies zu diesem Zeitpunkt bereits keine Körpertemperatur mehr auf.“Ein Notarzt konnte um 6.29 Uhr noch noch den Tod des Gefangenen durch Strangulation feststellen. Die Ermittlungen zu den konkreten Umständen des Todes wurden eingeleitet und laufen derzeit.Nach den tödlichen Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung hatte das Amtsgericht Haftbefehl gegen Fatih G. erlassen. Er war unmittelbar danach in die JVA gebracht worden. Die Staatsanwaltschaft geht aufgrund der vorliegenden Mordmerkmale – darunter Heimtücke und niedrige Beweggründe – von einer sechsfachen Mordtat aus.

Während eines Hilfeplangesprächs mit Mitarbeitern der Einrichtung und des Jugendamtes soll der Mann am 29. Juni plötzlich eine mitgebrachte Schusswaffe gezogen und auf die Anwesenden gefeuert haben. Vier Frauen und zwei Männer starben. Fünf Opfer erlagen noch am Tatort ihren Verletzungen, ein weiteres im Krankenhaus. Drei der Getöteten arbeiteten für das Jugendamt der Region Hannover, drei für die Stader Jugendhilfeeinrichtung.Als Hintergrund der Tat gilt nach bisherigen Erkenntnissen ein Sorgerechtsstreit. Der Verdächtige hatte einen Termin wegen des Sorgerechts für seine drei Monate alte Tochter. Die Mutter des Babys und das Kind blieben unverletzt. Das Jugendamt nahm das Baby in Obhut. Der Mann verfügte laut Behörden über keine waffenrechtliche Erlaubnis.Besonders bewegt zeigt sich die Öffentlichkeit über das Schicksal zweier kleiner Kinder, deren Mutter bei der Tat getötet wurde. Für die Drei- und Vierjährigen kamen über die Plattform GoFundMe bis Dienstagmittag mehr als 810.000 Euro zusammen – rund 30.000 Menschen spendeten.Auf der Spendenseite wird die 32‑Jährige als warmherzige, selbstlose Frau beschrieben, die sich mit großer Hingabe für Familien und Kinder eingesetzt habe. Sie arbeitete für das Jugendamt und wurde bei einem Einsatz in Stade getötet. Erst wenige Wochen zuvor hatten die Kinder ihren Vater verloren.

 

 

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