• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Information

Russland und die Türkei: Es ist komplizier

von Fremdeninfo 11 März 2022
von Fremdeninfo 11 März 2022
192

Russland und die Türkei: Es ist kompliziert

Von

Stefan Kreitewolf

–

10.03.2022

 
 

 
=“Erdogan und Putin“ width
Wladimir Putin (r.), Präsident von Russland, und Recep Tayyip Erdoğan, Präsident der Türkei, treffen sich regelmäßig. Foto: Vladimir Smirnov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Heute trafen sich die Außenminister Russlands und der Ukraine in der Türkei. Das Ziel: eine diplomatische Lösung des Krieges. Präsident Erdoğan, der Putin als „Freund“ bezeichnet, will das für sich nutzen. Doch das könnte kompliziert werden.

Der russische Angriff auf die Ukraine hat viele Illusionen zerstört. Nicht nur Europa schaut weiterhin ungläubig auf die Geschehnisse in der Ukraine. Auch die Türkei ist in einer neuen Welt aufgewacht – und mit ihr Präsident Recep Tayyip Erdoğan. Seine Selbstüberschätzung und sein überregionaler Führungsanspruch haben angesichts des Krieges Risse bekommen.

Nun versucht er sich als Vermittler. Dabei klang seine erste Reaktion auf den Krieg noch entschieden: „Lassen Sie mich sagen, dass die militärische Intervention Russlands heute ab den frühen Morgenstunden auf ukrainischem Boden inakzeptabel ist und wir das verurteilen.“ Aber Erdoğan ist Pragmatiker und will den Krieg für seine Zwecke nutzen.

Montreux, der Bosporus und die Dardanellen

Ins Bild passt: Die Türkei scheute lange davor zurück, die Zufahrt zum Schwarzen Meer durch den Bosporus und die Dardanellen für russische Schiffe zu sperren. Auch auf Druck des Westens hin berief sie sich schließlich auf das Montreux-Abkommen von 1936 (hier geht’s zur türkischen Fassung: Montreux Boğazlar Sözleşmesi) und schloss sie doch. Auch an den westlichen Sanktionen gegen Moskau beteiligt sich Ankara nur zögerlich.

Nun finden Friedensgespräche der russischen und ukrainischen Außenminister in Antalya statt. Auch wenn es keine großen Fortschritte gab, sind sie für den türkischen Präsidenten ein echter Coup. Er beginnt aus dem Konflikt Kapital zu schlagen. So prahlte er in den vergangenen Tagen im staatlich kontrollierten TV mit seinem guten Verhältnis zu Russlands Präsidenten Wladimir Putin.

Erdoğan bezeichnete Putin wiederholt als „Freund“

Für Erdoğan, der Putin wiederholt als „Freund“ bezeichnete, ist sein russisches Pendant indes ein komplizierter Partner. Einerseits bezieht Ankara Waffentechnik aus Moskau – zum Beispiel das russische S-400-Raketenabwehrsystem – und brüskiert damit die Nato-Partner, andererseits stehen sich russische und türkische Truppen in Syrien und Libyen gegenüber.

Putin und Erdoğan eint: Das Streben nach Macht. Das Vakuum, das die America-First-Politik des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump im Nahen Osten und in Nordafrika hinterlassen hat, füllen Russland und die Türkei zunehmend. Und sie kommen sich immer häufiger in die Quere, wie das Beispiel Bergkarabach zeigt.

Türkei abhängig von russischen Importen

Dazu passt, was Daria Isachenko vom Centrum für angewandte Türkeistudien der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, der NZZ sagte: „Die Türkei und Russland verstehen sich nicht als Freund oder Feind, sondern als Partner in einem Zweckbündnis.“ Ein Bündnis ungleicher Partner, denn die Türkei ist abhängig von Russland.

Rund die Hälfte der türkischen Erdgas-Einfuhren, 40 Prozent der Öl-Importe und 75 Prozent der Weizen-Lieferungen stammen aus Russland. Mit dieser strategischen Russland-Partnerschaft wollte Erdoğan es dem Westen zeigen. Angesichts der vielen diplomatischen Zerwürfnisse der vergangenen Jahre suchte er ein ökonomisches Druckmittel. Die Lesart: Wir können auch ohne euch.

Sozialer Frieden in Gefahr

Für die aktuelle Situation bedeutet das: Die Türkei muss sehr vorsichtig mit dem Kreml umgehen. Denn sollte Moskau sich von Ankara hintergangen fühlen, könnte Putin die so wichtigen Rohstofflieferungen stoppen. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Türkei und der historischen Stagflation – schrumpfende Wirtschaft bei gleichzeitig steigenden Preise – ist das für Erdoğan gefährlich.

Weiteres Öl könnte Russland ins Feuer gießen, indem es in Syrien weitere Flüchtlingsströme gen Norden provozierte. Der soziale Frieden in der Türkei ist ohnehin brüchig. In den Großstädten des Landes gab es bereits Pogrom-artige Übergriffe auf syrische Flüchtende.

Der „Freund“ im Kreml hat Erdoğans Großmacht-Ambitionen für seine Ziele genutzt. Nun steht Ankara unter Druck. Zugeständnisse an Russland oder Abkehr mit Folgen? Wie gesagt: Es ist kompliziert.

 

 

 

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

vorheriger Beitrag
Mutmaßlicher Grauer Wolf in Berliner Polizei enttarnt
nächster Beitrag
Scholz in der Türkei: Der Krieg schweißt zusammen

Ähnliche Beiträge

Ein Gastarbeiter der ersten Stunde über Ankunft, Arbeit und die letzte Ruhe in...

7 Dezember 2025

Ein erschütternder Brief erreicht unsere Redaktion: „Ihsan, dessen Entwicklung im Mutterleib stoppte, wurde...

4 Dezember 2025

iyi Parti Abgeordneter Dr. Turan Çömez bringt schockierenden Vorfall auf die Tagesordnung des...

4 Oktober 2025

Türkei: Inflation erstmals seit über einem Jahr wieder gestiegen

4 Oktober 2025

Erdogan bedroht? Journalist Fatih Altayli muss im Gefängnis bleiben

4 Oktober 2025

Liebe Leserin, lieber Leser, HAZ – Hannoversche Allgemeine

1 Oktober 2025

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Belit Onay gewinnt erneut die Oberbürgermeisterwahl in Hannover

    28 September 2026
  • Am 27. September 2026 führte die Polizei in Hannover eine Razzia im kurdischen Verein in der Kornstraße 17 durch.

    28 September 2026
  • Rentner sammelte 58 Euro Pfand: Dann kürzte das Amt seine Grundsicherun

    27 September 2026
  • Berlin: SPD-Landesvorstand stimmt für Sondierungsgespräche mit der Linke

    27 September 2026
  • Islam gehört zu Deutschland“? – Wulff bekräftigt umstrittene Aussage

    26 September 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Am 27. September 2026 führte die Polizei in Hannover eine Razzia im kurdischen Verein in der Kornstraße 17 durch.

28 September 2026

Neueste Artikel

Am 27. September 2026 führte die Polizei in Hannover eine Razzia im kurdischen Verein in der Kornstraße 17 durch.
28 September 2026
Rentner sammelte 58 Euro Pfand: Dann kürzte das Amt seine Grundsicherun
27 September 2026
Berlin: SPD-Landesvorstand stimmt für Sondierungsgespräche mit der Linke
27 September 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung