• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Flüchtlinge

Asylanträge in Deutschland auf Rekordtief – erstmals seit 2015 nicht mehr Spitzenreiter...

19 April 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Keine Arbeit für 20 Asylbewerber – warum Neuss die Vorgaben nicht erfüllt

13 April 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Die in Europa gestellten Asylanträge sind deutlich weniger geworden. In Deutschland wird...

3 März 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Migrationswende mit GEAS: Das ändert sich jetzt für Asylbewerber

27 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Ausreisepflichtige: Poseck verteidigt Handyortung: „Vereinbar mit EU-Recht“

26 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Migrantenboot kollidiert mit Küstenwache vor griechischer Insel – Polizei spricht von 14...

4 Februar 2026 0 Kommentare
Information

Özdemir kritisiert Indiens Ausfuhrstopp für Weizen

von Fremdeninfo 17 Mai 2022
von Fremdeninfo

 

Özdemir kritisiert Indiens Ausfuhrstopp für Weizen

Von

dtj-online

–

16.05.2022

uploads/
14.05.2022, Baden-Württemberg, Stuttgart: Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, spricht bei der Abschluss-Pressekonferenz des G7-Treffens der Agrarminister zu Journalisten. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Die G7-Staatengruppe tritt angesichts steigender Getreidepreise für freie Märkte ein – da kommt der indische Exportstopp zum falschen Moment. Minister Özdemir findet deutliche Worte.

Agrarminister Cem Özdemir (Grüne) hat sich für offene Märkte ausgesprochen und den indischen Exportstopp für Weizen kritisiert. „Wir haben alle miteinander, gerade die großen Exportnationen, auch eine Verantwortung für den Rest der Welt“, sagte Özdemir am Samstag in Stuttgart nach Abschluss des Treffens mit seinen Amtskollegen der G7-Industriestaatengruppe. „Ich sehe das sehr kritisch“, sagte er mit Blick auf die Entscheidung Neu Delhis.

Nach dem Willen der Ressortchefs sollen die G7-Staats- und Regierungschefs nun über das Thema beraten, wie Özdemir berichtete. Indien sei beim Gipfel auf Schloss Elmau in Bayern Ende Juni zu Gast. Deutschland führt derzeit die Staatengruppe. Die internationalen Getreidemärkte sind wegen des Russland-Ukraine-Kriegs besonders angespannt, die Preise gehen nach oben. Der Höhenflug bedroht insbesondere arme Länder, die auf Importe angewiesen sind.

Neue Aufgaben für G20

Die G7 sprechen sich Gastgeber Özdemir zufolge grundsätzlich gegen Exportstopps aus. „Wir rufen dazu auf, die Märkte offen zu halten.“ Indien als weltweit zweitgrößter Weizenproduzent hatte zuvor angekündigt, die Ausfuhr des Getreides mit sofortiger Wirkung zu verbieten. Die Entscheidung sei angesichts des Anstiegs der weltweiten Weizenpreise getroffen worden, wodurch Neu Delhi die Lebensmittelsicherheit Indiens gefährdet sieht.

Die G7 wollen laut Özdemir die Preise für Produktions- und Lebensmittel stärker überwachen als bisher, dabei gehe es beispielsweise um Düngemittel. Dazu solle das Agrarinformationssystem der G20-Gruppe der Industrie- und Schwellenländer gestärt werden.

Ernährungssicherheit und Klimaschutz vereinen

„Es darf keine übermäßige Lagerhaltung von Agrarprodukten in einzelnen Ländern geben – das ist unsolidarisch und führt zu weiteren Preissteigerungen“, sagte Özdemir. Der G7-Gruppe gehören neben der Bundesrepublik die USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien, Italien und Japan an.

Özdemir sieht nach eigenen Worten „Rückenwind“ aus den Reihen der G7 für seine Agrarpolitik. Die Gruppe stimme überein, dass Ernährungssicherung, Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität nur im Dreiklang erreicht werden könne.

Der Krieg in der Ukraine habe den Druck auf die weltweiten Ernährungssysteme erhöht, resümierte der Berliner Ressortchef. Nach einer Debatte mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Mykola Solskyj sicherten die Ministerinnen und Minister bereits am Freitag Hilfe zu. Dabei geht es unter anderem um den Getreideexport aus dem kriegserschütterten Land. „Putins Krieg verstärkt den Hunger in der Welt“, sagte Özdemir mit Blick auf Kremlchef Wladimir Putin.

Neue Routen für Transport

Die G7 prüft nun Alternativen zum Schiffstransport von Getreide aus der Ukraine, um die russische Blockade zu brechen. Nachdem es beim Schienentransport über Rumänien wegen der unterschiedlichen Spurbreite der Bahnen Probleme gebe, prüfe man etwa die Ausfuhr über die baltischen Häfen, sagte Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) am Samstag zum Abschluss eines G7-Treffens nahe dem Weißenhäuser Strand an der Ostsee.

Die Gruppe der G7 forderte Russland auf, die Blockade ukrainischer Getreideexporte zu beenden. Russlands grundloser Krieg in der Ukraine habe die globalen Wirtschaftsaussichten mit stark steigenden Nahrungsmittel-, Kraftstoff- und Energiepreisen verschlechtert, hieß es in einer beim Treffen der Außenminister verabschiedeten Erklärung. Rund 43 Millionen Menschen stünden nur einen Schritt entfernt von einer Hungersnot. Es drohe Ernährungsunsicherheit und Unterernährung.

dpa/dtj

17 Mai 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Information

Bratwurstbude“: Deniz Yücel schmeißt als PEN-Präsident hin

von Fremdeninfo 16 Mai 2022
von Fremdeninfo

Bratwurstbude“: Deniz Yücel schmeißt als PEN-Präsident hin

Von

dtj-online

–

14.05.2022

 
 
 

;“>

 
13.05.2022, Thüringen, Gotha: Christoph Nix, PEN-Mitglied, steht neben Deniz Yücel (l), Präsident der Schriftstellervereinigung PEN-Zentrum Deutschland, zu Beginn der Mitgliederversammlung am Rednerpult. Foto: Martin Schutt/dpa

Es war die wohl kürzeste Amtszeit in der Geschichte des deutschen PEN: Nach nur siebenmonatiger Amtszeit warf Deniz Yücel als Präsident der Schriftstellervereinigung hin. Vorangegangen waren heftige Debatten und ein nur knapp gescheiterter Antrag. 

Nach dem überraschenden Rücktritt des PEN-Präsidenten Deniz Yücel ist eine Neuausrichtung der Schriftstellervereinigung nötig. Die Mitgliederversammlung des PEN-Zentrums Deutschland wollte am Samstag erneut im thüringischen Gotha zusammentreffen. Am Freitag hatten Mitglieder appelliert, endlich wieder zu Sachlichkeit zurückzukehren – fraglich ist, ob das rasch gelingt. An Sichtbarkeit hat PEN mit den teils öffentlich ausgetragenen Streitereien der letzten Monate gewonnen, an Ansehen wohl nicht.

Für seinen Rücktritt fand Yücel am Abend keine sachliche Formulierung: „Ich will keine Galionsfigur für diese Bratwurstbude sein“, sagte der 48-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Der Journalist erklärte zugleich seinen Austritt aus der Vereinigung. Kurz zuvor war ein Antrag auf die Abwahl von Yücel knapp gescheitert: Von 161 abgegebenen gültigen Stimmen votierten 75 gegen die Abberufung, 73 dafür.

„Wichtigtuer und Selbstdarsteller“

Der 48-Jährige war erst im vergangenen Oktober an die Spitze des PEN-Zentrums gerückt. Der Führungsstil der Spitzenriege und interne Querelen hatten seither zu heftigem Streit in der Vereinigung geführt und diese entzweit. Dabei ging es unter anderem um Beleidigungen, Mobbingvorwürfe und den Umgangston. Auch in Gotha wurde bei der Jahresversammlung am Freitag über Stunden hitzig und in sehr aufgebrachter Stimmung debattiert.

Die Mehrheit der Mitglieder seien „Wichtigtuer und Selbstdarsteller“, die den Verein gekapert hätten und für die verfolgte Autoren nur Beiwerk seien, rechnete Yücel am Abend emotional mit der Vereinigung ab. Die schwelenden Konflikte und Spannungen wären, wenn nicht in diesem Präsidium, dann in einem anderen ausgebrochen. Der 48-Jährige hatte sich schon zum Auftakt des Treffens mit Buh-Rufen und Beleidigungen konfrontiert gesehen.

Das PEN-Zentrum Deutschland hat nach eigenen Angaben 770 Mitglieder und ist eine der weltweit mehr als 140 Schriftstellervereinigungen, die im internationalen PEN vereint sind. Die drei Buchstaben stehen für die Wörter Poets, Essayists und Novelists.

dpa/dtj

16 Mai 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Information

Nato-Beitritt von Finnland und Schweden: Erdoğan zurückhaltend

von Fremdeninfo 14 Mai 2022
von Fremdeninfo

Nato-Beitritt von Finnland und Schweden: Erdoğan zurückhaltend

Von

dtj-online

–

14.05.2022

 
 

 
>
Erdoğan zufolge stehen einige der skandinavischen Länder der PKK offen gegenüber. Foto: İletişim Başkanlığı

Jahrzehntelang waren Schweden und Finnland neutral. Doch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Lage fundamental verändert – in wenigen Tagen schon könnte es ernst werden. 

Die US-Regierung hat sich, anders als der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, für einen Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens ausgesprochen. „Die Vereinigten Staaten würden einen Nato-Beitritt Finnlands oder Schwedens unterstützen, sollten diese sich dafür entscheiden“, sagte die Top-Diplomatin des Außenministeriums für Europa, Karen Donfried, am Freitag. Ein formeller Mitgliedsantrag der beiden Länder wäre ein „weiterer Beweis für die strategische Fehlkalkulation“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Finnland und Schweden seien „geschätzte Nato-Partner“ und „blühende Demokratien“, so Donfried. Mit Blick auf Äußerungen des türkischen Präsidenten Erdoğan sagte die Top-Diplomatin, dass nun die Position der Türkei geklärt werden müsse. Erdoğan hatte gesagt: „Derzeit beobachten wir die Entwicklungen bezüglich Schwedens und Finnlands, aber wir haben keine positive Meinung dazu.“ Skandinavische Länder seien „Gasthäuser für Terrororganisationen“ wie die PKK. Die Türkei ist seit 1952 Mitglied des Bündnisses. Den Statuten des Verteidigungsbündnisses zufolge muss jede Entscheidung über eine Erweiterung einstimmig getroffen werden.

Biden telefoniert mit Andersson

US-Präsident Joe Biden telefonierte am Freitagmorgen (Ortszeit) mit Schwedens Ministerpräsidentin Magdalena Andersson und dem finnischen Präsident Sauli Niinistö. Biden habe in dem Gespräch die Unterstützung für die Nato-Politik der offenen Tür bekräftigt, hieß es aus dem Weißen Haus. Er habe außerdem betont, dass Schweden und Finnland das Recht hätten, über ihre Zukunft selbst zu entscheiden. US-Außenminister Antony Blinken reist am Samstag zu informellen Beratungen der Nato-Außenminister nach Berlin.

Finnland und Schweden sind bereits enge Partner der Nato, waren aber traditionell bündnisfrei. Russlands Einmarsch in die Ukraine löste in beiden Ländern eine intensive Nato-Debatte aus.

dpa/dtj

 

 

 

 

 

 

 

 

14 Mai 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Information

Türkischer Kassationshof bestätigt Urteil gegen Kaftancıoğlu

von Fremdeninfo 13 Mai 2022
von Fremdeninfo

Türkischer Kassationshof bestätigt Urteil gegen Kaftancıoğlu

Von

dtj-online

–

13.05.2022

 
 
 

;“>

 
Parteichef Kılıçdaroğlu umarmt Kaftancıoğlu während einer Unterstützungsdemo vor der Parteizentrale in Istanbul. Foto: CHP İstanbul İl Başkanlığı

Der Kassationshof (türkisch: Yargıtay) hat Haftstrafen von insgesamt rund fünf Jahren sowie ein Politikverbot gegen Canan Kaftancıoğlu bestätigt. Will Ankara damit den Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu schwächen?

Canan Kaftancıoğlu dürfe sich damit fünf Jahre lang nicht mehr politisch betätigen, sagte ihr Anwalt Ergün Özer der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Er kündigte Einspruch an. Ob Kaftancıoğlu die Haftstrafe antreten muss, war zunächst unklar.

Kaftancioglu ist CHP-Vorsitzende der Provinz Istanbul und eine einflussreiche Unterstützerin ihres Parteikollegen Ekrem Imamoglu – dem Bürgermeister von Istanbul. Sie wurde im Jahr 2019 wegen mehrerer Anklagepunkte, darunter Präsidentenbeleidigung und öffentlicher Herabwürdigung des türkischen Staates, zu fast zehn Jahren Haft verurteilt worden.

„Weggefährte“ des Erdoğan-Rivalen

Das Oberste Gericht in Ankara bestätigte nach Angaben des Anwalts nun die Urteile in drei Anklagepunkten mit einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren, 11 Monaten und 20 Tagen. Urteile wegen Terrorpropaganda und Volksverhetzung hob das Gericht demnach auf. Die Anklage hatte sich auf Twitter-Nachrichten aus den Jahren 2012 bis 2017 gestützt.

Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu rief alle Abgeordneten seiner Partei dazu auf, sich aus Protest umgehend zur Istanbuler Parteizentrale zu begeben. Der Istanbuler Bürgermeister İmamoğlu bezeichnete Kaftancıoğlu als seinen „Weggefährten“ und verurteilte die Entscheidung als politisch motiviert.

Strebt İmamoğlu Präsidentschaftskandidatur an?

İmamoğlu wird von einigen als Oppositionskandidat gegen Staatschef Recep Tayyip Erdoğan bei der Präsidentenwahl im kommenden Jahr gehandelt. Der Sieg İmamoğlus bei der Bürgermeisterwahl 2019 hatte Symbolwert: Davor wurde die Metropole mehr als 25 Jahre lang von Erdoğans Regierungspartei AKP regiert.

dpa/dtj

 

13 Mai 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Information

Mafia-Rhetorik als Staatsjargon in der Türkei

von Fremdeninfo 12 Mai 2022
von Fremdeninfo

Mafia-Rhetorik als Staatsjargon in der Türkei

Von

dtj-online

–

11.05.2022

 
 
 
Innenminister Süleyman Soylu (r.) und Oppositionspolitiker Ümit Özdağ gehen nicht gerade zimperlich miteinander um. Collage: DTJ

„Junge, ich werde dich finden!“, „Du Operationskind, Du Soros-Kind!“, „Du bist kein Mann“. Diese Worte stammen aus den höchsten Reihen der türkischen Politik. Dieser niveaulose Jargon, der stark an die Mafia erinnert, ist mittlerweile in aller Munde. Und das ist vielleicht eine Erklärung dafür, warum so viele Figuren aus der Unterwelt in der türkischen Öffentlichkeit spielen. Treiber dieses Stilbruchs ist unter anderem der türkische Innenminister.

Sedat Peker ist zu einem der wichtigsten Gesichter der jüngeren türkischen Geschichte geworden. Wie ihm das gelungen ist? Der Mafia-Pate hat mit seinen Enthüllungen die gesamte innenpolitische Lage des Landes auf den Kopf gestellt. In 10 Youtube-Folgen hat Peker kurzerhand offengelegt, dass türkische Regierungsmitglieder in Drogengeschäfte verwickelt und sogar an Ermordungen beteiligt sind.

Mittlerweile ist es um den in Abu Dhabi im puren Luxus verweilenden Peker wieder still geworden. Auch seine alternativen bzw. indirekten Sprachrohre wie die Exil-Journalisten Erk Acarer und Cevheri Güven bringen keine echten Neuigkeiten mehr über Pekers Rachefeldzug. Doch das vergangene Jahr 2021 hat Peker dominiert und seine „Ruhe vor dem Sturm“ bereitet der türkischen Regierung nach wie vor Kopfzerbrechen.

Innenminister Soylu setzt fast nur noch auf Mafia-Rhetorik

Nichtsdestotrotz hat der gesamte Prozess rund um die Peker-Enthüllungen bislang einiges zutage gefördert. Zum Beispiel, dass der türkische Innenminister Süleyman Soylu zum einen leicht zu provozieren ist und zum anderen in seinen Formulierungen bei laufender Kamera gerne unter die Gürtellinie rutscht. Denn unmittelbar nach den ersten Peker-Videos begann Soylu mit seinen streng gemaßregelten Live-Interviews in diversen türkischen Sendern. Bis heute sinkt die Hemmschwelle des aktuell höchsten Verantwortlichen für die innere Sicherheit der Türkei immer weiter. Seine aggressive Wortwahl bezieht sich nicht mehr nur auf Mafiosis, sondern auch auf einfache Oppositionelle.

Zuletzt sprach Soylu in einem TV-Interview über den Oppositionspolitiker Ümit Özdağ. Soylu bezeichnete ihn als „Operationskind“. In der niederen türkischen Umgangsform gilt dieses Wort als indirekter Ausspruch des Fluches „Hurensohn“. Dass Soylu seinen Adressaten in gleichem Atemzug auch „Soros-Kind“ nannte, untermauert diesen Angriff auf die Eltern besagter Person.

„Junge, ich werde dich finden!“

Gleichzeitig meinen beide Begriffe, dass Ümit Özdağ ein Verräter auf dem Gehaltszettel des Milliardärs und Philanthropen George Soros sei. Wie in vielen anderen Ländern ist Soros auch in türkischen populistischen Kreisen ein verschwörungstheoretisches Feindbild.

Obwohl die verbalen Ausraster des türkischen Innenministers hinlänglich bekannt sind, hat sich der Oppositionspolitiker Özdağ hiervon verleiten lassen. „Da die Beleidigungen nicht nur meine eigene Person, sondern auch meine Familie tangieren, werde ich vor das Innenministerium gehen. Unbewaffnet. Süleyman, Junge, ich werde dich finden. Dann werden wir sehen, wer ein „Operationskind“ und ein „Soros-Kind“ ist und wer nicht“, erwiderte er als Antwort auf Soylus Angriff.

Und der Vorsitzende der Sieges-Partei ließ seinen Worten tatsächlich Taten folgen. Soylu hingegen ließ die Einladung zum Duell vor dem Innenministerium verstreichen. Deshalb habe die Türkei gesehen, dass Soylu Angst habe und nicht „Manns genug“ sei, so Özdağ. Dieser Streit werde nun so lange weitergehen, bis einer der beiden Personen sterbe.

Schlechte Aussichten auf bessere Zeiten in der Türkei

Angesichts der immer näher rückenden Wahlen 2023 ist aktuell davon auszugehen, dass sich die Eskalationsspirale weiter dreht. Ganz zum Leidwesen der von der Wirtschaftskrise gepeinigten türkischen Bevölkerung. Denn weder Regierung noch Opposition stricken an konstruktiven Plänen zur Stabilisierung der türkischen Wirtschaft. Lediglich die von Ali Babacan geführte DEVA-Partei macht das zum Thema Nummer eins. Für eine echte Verbesserung sei es wichtig, das Vertrauen ausländischer Investoren und Unternehmen wieder zu gewinnen.

Vertreter anderer Parteien hingegen spielen das Spiel anders und lassen sich in ihrer Rhetorik auf die Kampfansagen türkischer Regierungsmitglieder ein. Dazu zählen auch andere Hoffnungsträger wie Meral Akşener von der IYI-Partei oder auch gelegentlich Kemal Kılıçdaroğlu von der CHP. Die Zeichen stehen schlecht. Ein weiterer Wahlkampf unter der Gürtellinie kommt auf die Menschen in der Türkei zu.

 

 

12 Mai 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Information

Der Türkei laufen die Ärzte davon

von Fremdeninfo 10 Mai 2022
von Fremdeninfo

Der Türkei laufen die Ärzte davon

Von

Stefan Kreitewolf

–

10.05.2022

.
Die Ausstattung vieler türkischer Krankenhäuser und Arztpraxen ist gut, beim Personal aber herrscht Knappheit (Symbolfoto). Quelle: Pixabay

Begehrte Fachkräfte: Hunderte Mediziner verlassen jährlich die Türkei. Ihr Ziel: Europa und die USA. Indes herrscht im Land Ärzte-Mangel, obwohl Staatspräsident Erdoğan die Krankenhäuser modernisieren lässt. Woran das liegt.

Miese Bezahlung, Gewalt und Druck aus der Politik: Viele junge türkische Ärzt:innen sehen in ihrer Heimat keine Zukunft mehr. Hunderte der begehrten Fachkräfte suchen ihr Glück jährlich im Ausland. Allein im Jahr 2021 verließen laut türkischer Ärztekammer mehr als 1.500 Mediziner:innen das Land.

Der Grund? Druck aus der Politik – allen voran von Präsident Recep Tayyip Erdoğan. Viele der weltoffenen Doktor:innen sahen sich erst nach dem Putschversuch von 2016 unter Generalverdacht gestellt. Dann kam Corona. Und in der Pandemie erhöhte sich der Druck aus Ankara noch einmal.

Druck aus der Politik, Angriffe von Patienten

Erdoğan warf einigen Mediziner:innen vor, schuld an der Ausbreitung des Virus zu sein. Und wer seine Corona-Politik oder die offiziellen Infektionszahlen infrage stellte, musste harte Konsequenzen fürchten. Die Folge: Körperliche Angriffe durch unzufriedene Patient:innen häuften, die Arbeitsbedingungen in türkischen Krankenhäusern verschlechterten sich.

Dabei brüstet sich gerade der allmächtige Präsident gern mit den Krankenhäusern des Landes. In den vergangenen Jahren hatte er in der gesamten Türkei riesige städtische Spitäler bauen lassen. Ausgestattet mit neuester Technologie und Tausenden von Betten, sollten sie das Gesundheitswesen des Landes nach vorn bringen.

Gehälter gering, Preise steigen

Bei den Wähler:innen sorgte das für Popularität. Doch der Betrieb der Krankenhäuser ist in Zeiten von Flucht und Ärztemangel keinesfalls gesichert. Das liegt auch an der schlechten Bezahlung der Mediziner:innen im internationalen Vergleich. Eine Fachärztin verdient in der Türkei rund 20.000 Lira – umgerechnet circa 1.270 Euro.

Proteste in der Türkei: Hausärzte schließen Praxen

Wegen der derzeitigen Hyperinflation und der schwierigen Lage der türkischen Wirtschaft ist das nicht besonders viel. Zumal die Preise für Lebensmittel, Energie und Wohnen in den vergangenen Monaten regelrecht explodierten (DTJ-Online berichtete). Hinzu kommt: Türkische Ärzt:innen erhalten nur geringe Rentenbeiträge. Klar, dass das Ausland mit höheren Löhnen lockt.

Besonders beliebt: Deutschland

Mittlerweile werben sogar internationale Agenturen um türkische Ärzt:innen und bieten an, sie nach Europa, in die USA oder nach Kanada zu vermitteln. An den besten Medizinfakultäten des Landes finden regelmäßig entsprechende Infoveranstaltungen statt. Besonders hoch im Kurs: Deutschland, wo ebenfalls viele Angestellte im Gesundheitswesen selbst das Weite suchen.

Eine große türkische Community, gute Perspektiven auf dem Jobmarkt, wirtschaftliche Sicherheit: Klar, dass Deutschland als beliebtes Auswanderungsland für türkische Mediziner:innen gilt. Und weil hierzulande Ärzte-Mangel herrscht, kommen die bestens ausgebildeten Doktor:innen vom Bosporus wie gerufen.

Für das Gesundheitssystem in der Türkei verheißt das indes nichts Gutes. Schließlich betreiben sich die modernen Kliniken des Landes nicht von selbst.

 
 
 
 
 
 
10 Mai 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Information

der Türkei flammt der Streit um die syrischen Flüchtlinge wieder auf

von Fremdeninfo 9 Mai 2022
von Fremdeninfo

INeue Zürcher Zeitung Deutschland

der Türkei flammt der Streit um die syrischen Flüchtlinge wieder auf

Videos sind in der Türkei ein bedeutendes Mittel der politischen

Kommunikation. Die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan produziert regelmässig aufwendige Filme, um auf die Errungenschaften ihrer langen Amtszeit zu verweisen, ihre Sicht auf die nationale Geschichte darzustellen oder ihre Gegner anzugreifen.

Auch andere Akteure wissen die Macht des Mediums zu nutzen. Niemand war damit so erfolgreich wie der flüchtige Mafiaboss Sedat Peker. Seine Ausführungen über die Verstrickungen zwischen Politik und organisiertem Verbrechen, die in einem Hotelzimmer in Dubai aufgezeichnet wurden, hielten das Land während Wochen in Atem.

«Lautlose Invasion»

Nun gibt erneut eine Videoproduktion zu reden. Fast vier Millionen Mal wurde der Film «Lautlose Invasion» bisher angesehen, seitdem er vergangene Woche auf der Videoplattform Youtube aufgeschaltet wurde . In dem viertelstündigen Machwerk wird das düstere Bild einer Türkei im Jahr 2043 gemalt, in der Araber das Land dominieren und Türken diskriminiert werden.

Am Ende des vor Vorurteilen triefenden Videos spricht die Filmemacherin Hande Karacasu in dramatischen Worten von den hohen Geburtenraten der syrischen Flüchtlinge, der titelgebenden lautlosen Invasion und der Notwendigkeit, zu handeln, bevor es zu spät sei.

Auftraggeber dieses filmischen Pamphlets ist Ümit Özdag, der Chef der kleinen, aber umso lauteren Zafer Partisi (Siegespartei). Die erst im August 2021 gegründete Kraft am äussersten rechten Rand kommt in Meinungsumfragen zwar nicht einmal auf ein Prozent der Stimmen. Mit ihrer regen und oftmals provokativen Präsenz in den sozialen Netzwerken versteht sie es aber, über ihre Grösse hinaus Aufmerksamkeit zu erregen.

Özdag, der in München Politik studiert hat, war früher Mitglied von Erdogans nationalistischem Koalitionspartner MHP und gehörte später, nach deren Abspaltung, der oppositionellen IYI-Partei an. Beiden im rechtsnationalen Lager verankerten Parteien wirft er vor, in der Flüchtlingsfrage nicht entschlossen genug aufzutreten. Regelmässig ruft er dazu auf, alle Flüchtlinge aus der Türkei auszuweisen.

Veränderte Stimmungslage

Die schlechte Wirtschaftslage und der damit verbundene dramatische Wohlstandsverlust stellen zwar mit Abstand die grösste Sorge der Türkinnen und Türken dar. Die Jahresinflation lag im April bei 70 Prozent – und das sind nur die offiziellen Zahlen. Das unabhängige Forschungsinstitut Enag kam in seiner Berechnung vom Donnerstag auf eine Jahresinflation von schwindelerregenden 157 Prozent.

Doch auch die Flüchtlingsthematik ist politisch brisant. Denn die Stimmung gegenüber den 5,5 Millionen Ausländern im Land, von denen die grosse Mehrheit Flüchtlinge und Migranten sind, hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch verändert. Besonders im Fokus stehen die 3,7 Millionen Syrer, die in der Türkei temporären Schutz geniessen.

War zu Beginn des syrischen Bürgerkriegs die Solidarität mit den in der Türkei Schutzsuchenden noch gross, werden sie gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zunehmend als Last wahrgenommen. Ein besonders in säkularen Kreisen tief verwurzelter Antiarabismus verstärkt das Phänomen. Polemische Äusserungen gegen Flüchtlinge und ihre vermeintlich grosszügige Unterstützung durch den Staat sind an der Tagesordnung. Mitunter kommt es auch zu Gewalt. Im vergangenen Sommer gab es in Ankara pogromartige Szenen gegen syrische Geschäfte.

Ein gefundenes Fressen für die Opposition

Die gewandelte Stimmungslage ist für Präsident Erdogan ein Problem. Die bereitwillige Aufnahme syrischer Bürgerkriegsflüchtlinge war nicht nur ein humanitärer Akt, sondern auch eng mit Erdogans Ambitionen für eine Führungsrolle in der sunnitischen Welt verbunden. Entsprechend stark fällt die Kritik an ihm persönlich aus.

Nicht nur radikale Kräfte wie die Siegespartei, auch die gemässigten, grossen Oppositionsparteien versuchen mit Blick auf die Wahlen im kommenden Jahr daraus Kapital zu schlagen. Der Krieg in Syrien sei vorüber, der Grund für den Aufenthalt nicht mehr gegeben, heisst es. Irgendwann müsse jeder Gast nach Hause gehen.

Der Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu, der Chef der kemalistischen CHP, verspricht im Falle eines Wahlsiegs Verhandlungen mit dem Regime in Damaskus über die – freilich unrealistische – Rückkehr aller syrischen Flüchtlinge. Hunderttausende von syrischen Kindern gehen hier zur Schule, es gibt Zehntausende von syrischen Geschäften.

In den vergangenen Wochen beschuldigte Kilicdaroglu die Regierung, Syrer in der Türkei in grossem Stil einzubürgern, um sich zusätzliche Wählerstimmen zu sichern. Bereits im Sommer 2021 hatte Kilicdaroglu angesichts der zu erwartenden Massenflucht aus Afghanistan nach dem Fall Kabuls den ungenügenden Schutz der türkischen Landesgrenze kritisiert.

Regierung zieht die Schrauben an

Angesichts seiner schlechten Umfragewerte kann der türkische Präsident diese Kritik nicht ignorieren. Wie vor den Lokalwahlen vor drei Jahren zieht die Regierung daher die Schrauben gegenüber den Syrern und anderen Ausländern im Land demonstrativ an.

Diese Woche kündigte Erdogan an, die Voraussetzungen für die Rückkehr von bis zu einer Million Menschen zu schaffen. Dafür will die Türkei in den syrischen Regionen unter Kontrolle verbündeter Kräfte 100 000 neue Häuser bauen. Noch vor einem Monat hatte Erdogan versichert, seine Regierung werde niemanden zurückschicken.

Auf Druck des nationalistischen Koalitionspartners MHP entschied die Regierung zudem, den Syrern dieses Jahr nicht zu erlauben, für die Feierlichkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan zu Verwandten in der Heimat zu reisen. Zuvor hatte es eine Diskussion darüber gegeben, ob der Schutzstatus durch einen Heimaturlaub nicht verwirkt werde.

In der aufgeheizten Wahlkampfstimmung hat sich der Ton gegenüber den Syrerinnen und Syrern in der Türkei nochmals verhärtet. Für eine Debatte über langfristige Perspektiven für jene, die nach zehn Jahren im Land hier heimisch geworden sind, über Integration und die Voraussetzungen für ein gütliches Zusammenleben gibt es keinen Platz. Auf Dauer wird man sich aber diesen Fragen nicht verschliessen können.

9 Mai 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Politik

Die Türkei sollte ihre grenzüberschreitende Kurdenverfolgung einstellen, sofort!

von Fremdeninfo 9 Mai 2022
von Fremdeninfo

Die Türkei sollte ihre grenzüberschreitende Kurdenverfolgung einstellen, sofort!

Cumali Yagmur

Heute findet der Völkermord der Türkei an der kurdischen Bevölkerung grenzübergreifend im Irak und in Syrien nach wie vor statt, wie jeden Tag. Und die ganze Welt schaut nur zu. Während der Angriff Russlands auf die Ukraine weltweit verurteilt wird, schweigt man hier.

Wie jeder Diktator spielt der türkische Präsident Erdogan auch hier ein doppeltes Spiel. Er bietet sich als Vermittler im Krieg zwischen der Ukraine und Russland an, weil er glaubt, in der Europäischen Union EU über einen guten Ruf zu verfügen und will so die Aufnahme der Türkei in die EU befördern. Durch den Besuch des Bundeskanzlers Scholz in der Türkei empfindet er sich in seiner Bedeutung bestätigt, zumal Scholz von diesem Besuch zurückkehrte, ohne mit der türkischen Opposition gesprochen zu haben und ohne die Verletzungen der Menschenrechte in der Türkei und die Inhaftierungen oppositioneller Politiker zumindest erwähnt zu haben. Ihm, Scholz, war es somit gleichgültig, dass die Entscheidung des Freispruchs des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte des HDP-Ex-Co-Vorsitzenden Selahattin Demirtaş und des Kulturaktivisten Osman Kavala in der Türkei nicht umgesetzt wurde. Mit diesen Vorgaben nehmen Erdogan und seine Leute quasi als Vertreter der Europäischen Union ihre Position als Vermittler zwischen der Ukraine und Russland ein. Er kann nicht erfolgreich sein, weil wechselnde Positionen vertritt und nicht vertrauenswürdig ist.

In Ungarn gewann der nationalkonservative Politiker Victor Orban die Wahl zum Ministerpräsidenten erneut mit großer Mehrheit, trotz des Zusammenschlusses sechs oppositioneller Parteien. Auch Orban bot sich durch seine Verbundenheit mit Putin als Vermittler an. Doch dieser Diktator Putin sitzt mit niemandem am Verhandlungstisch, trotz des gegen ihn und das ganze Land verhängten Embargos.

Der türkische Politiker Tayiip Erdogan Bahçeli sprach es aus: auch hier bei uns hier greift ein Diktator Kurden an „und ernährt sich von ihrem Blut“, um Wahlen zu gewinnen! Deswegen wird grenzüberschreitend Krieg im Irak und in Syrien gegen die kurdische Bevölkerung geführt und Völkermord an ihnen begangen. Und zur Rechtfertigung werden diese weiterhin als Terroristen tituliert.

Aber auch nationalistische und rassistische türkische Oppositionsparteien unterstützen den Völkermord an den Kurden im Irak, in Syrien und das Überqueren der Grenzen in andere Länder. Auch sie unterstützen ohne zu zögern diese Angriffe auf die Kurden. Auch wenn der CHP-Vorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu sagt: „Unsere Soldaten sollten im gesegneten Monat Ramadan nicht bluten. Auch wenn der Islam verteidigt wird, darf es keinen Krieg geben im heiligen Monat Ramadan“; unterstützten andere Oppositionsparteien den Völkermord an den Kurden.

Keine andere Oppositionspartei als die HDP durfte sich bereits seit Jahren behaupten, das faschistische AKP-MHP-Regime habe ohne jeden Widerstand die Grenzen anderer Länder überschritten und gesagt, dass die dort lebenden Kurden Völkermord begehen. Der irakische Außenminister erklärte dagegen öffentlich, die Türkei solle sich nicht in unsere inneren Angelegenheiten einmischen und alle Kräfte abziehen und bestellte den türkischen Botschafter ein.

Zu wenige Bürgerlichen Parteien Linken und Demokraten stellen sich gegen diesen schmutzigen Krieg und den Völkermord,

Sie tun dies gemeinsam mit dem Kollaborateur KDP, der dem faschistischen türkischen AKP-MHP-Regime seit Jahren zum Grenzübertritt verhilft, während sie im Irak Mord und Völkermord an Kurden in Syrien verüben. Die KDP-Mitglieder im Irak zögern nicht, die Angehörigen der Barzani-Familie und die irakischen Regrung Kurden zu verraten.

Sie applaudieren zusammen mit dem faschistischen Regime AKP und MHP diesem Mord und dem Völkermord an ihrem eigenen Volk. Progressive Kräfte in der ganzen Türkei sollten das verurteilen; genauso wie wir den Angriff Russlands auf Ukraine und die Tötung wehrloser Kinder, Frauen und Zivilisten verurteilen, sollten wir den Angriff der Türkei auf die Kurden verurteilen.

Im Krieg werden Menschen getötet, Dörfer und Städte zerstört. Kriege sind der Feind von allem und können niemals der Weg sein zur Lösung irgendeines Problems. Vernünftig und tugendhaft denkenden Menschen lösen Probleme, indem man im Dialog zusammensitzt.

9 Mai 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Information

Diyarbakır: Größte armenische Kirche im Nahen Osten wiedereröffnet

von Fremdeninfo 9 Mai 2022
von Fremdeninfo

Diyarbakır: Größte armenische Kirche im Nahen Osten wiedereröffnet

Von

dtj-online

–

08.05.2022

 
 
 
 
Münir Karaloğlu, der Gouverneur von Diyarbakır, spricht während der Wiedereröffnung der St.-Giragos-Kirche in Diyarbakır. Foto: Diyarbakır Valiliği

Die St.-Giragos-Kirche in Diyarbakır war 2015 bei Kämpfen stark beschädigt worden. Nach jahrelanger Restaurierung hat das größte armenische Gotteshaus im Nahen Osten nun wieder eröffnet. Die Details zum feierlichen Akt.

2015 bei Gefechten zwischen PKK-Terroristen und türkischem Militär stark beschädigt, eröffnete die St.-Giragos-Kirche im südosttürkischen Diyarbakır nun wieder. Der türkische Kulturminister Mehmet Nuri Ersoy würdigte die Kirche als wichtigen Bau für das Weltkulturerbe.

An der Eröffnung nahm auch der armenische Patriarch in der Türkei, Sahag Maschalian, teil. Am Sonntag soll erstmals nach Jahren wieder ein Gottesdienst abgehalten werden. Er freue sich sehr darüber, sagte der Leiter der Kirchenstiftung, Ergün Ayık, der Deutschen Presse-Agentur.

Bewegte Geschichte

Die im 14. Jahrhundert erbaute Kirche habe jahrelang als Zentrum der armenischen Kirchen in Südostanatolien gegolten und trage daher einen „hohen geistigen Wert“ für Armenier. Der überdachte Raum betrage 1.300 Quadratmeter, das mache sie zur größten armenischen Kirche im Nahen Osten.

Das Gotteshaus hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Nach der Vertreibung der Armenier im Osmanischen Reich nutzten im Ersten Weltkrieg deutsche Soldaten das Kirchengebäude als Kaserne. Das Kaiserreich war der engste Verbündete des Osmanischen Reiches. Dann wurde das Gotteshaus zum Warenlager.

19 Millionen Türkische Lira

Später verfiel die Kirche zunehmend und wurde zwischen 2010 und 2012 wieder aufgebaut. Doch schon im Jahr 2015 geriet die im Stadtteil Sur gelegene Kirche in die Mitte eines Konflikts: Ein Waffenstillstand zwischen der PKK und der türkischen Regierung war gescheitert.

PKK-Kämpfer und Militär lieferten sich auch in Sur Gefechte, jahrelang war das Gebiet abgesperrt. Inzwischen gibt es dort keine Kämpfe mehr. Die Kirche habe – angefangen von den Fenstern über Einschusslöcher – starke Schäden erlitten, sagte Ayık. Die vom Staat unterstützte Restaurierung habe zwei Jahre gedauert und etwa 19 Millionen Türkische Lira (ca. 1,2 Millionen Euro) gekostet.

dpa/dtj

9 Mai 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Warum Russen massenweise Immobilien in der Türkei kaufen

von Fremdeninfo 9 Mai 2022
von Fremdeninfo

Warum Russen massenweise Immobilien in der Türkei kaufen

Von

Stefan Kreitewolf

–

07.05.2022

 
 
 

>

 
Aktuell besonders begehrt: Immobilien an der türkischen Riviera nahe Antalya. Foto: Unsplash

Steigende Preise, mangeldes Angebot: Reiche Russen kaufen aktuell massenweise Wohnungen und Häuser in der Türkei auf – besonders an der beliebten Mittelmeerküste. Ihr Ziel: ein türkischer Pass.

Sonne, Strand und Palmen: Das verspricht die sonnenverwöhnte türkische Riviera. Und viele Russ:innen zieht das aktuell besonders an. Als Folge des Krieges können Bürger:innen der Russischen Föderation nämlich in viele Länder der Welt nicht mehr ohne Weiteres einreisen.

Anders in der Türkei: Die seit jeher bei Russ:innenen beliebten Urlaubsdestinationen Antalya und Co. erleben aktuell einen Run der besonderen Art. Viele gut betuchte Tourist:innen aus Russland bemühen sich derzeit um Wohnungen und Häuser in der Türkei als Zuflucht vor der tristen Realität daheim.

250.000 US-Dollar für „Goldenen Pass“

Hinzu kommt: die Aussicht auf den sogenannten „Goldenen Pass“. Denn Ausländer, die Immobilien im Wert von 250.000 US-Dollar kaufen, und sich verpflichten, diese für mindestens drei Jahre zu behalten, können in nur drei Monaten die türkische Staatsbürgerschaft erwerben.

Die Aussicht auf einen neuen Pass inklusive Reisefreiheit bringt aktuell viele Russ:innen in die Türkei. Immobilienmakler berichten von einem starken Anstieg russischer Investitionen seit dem Einmarsch in der Ukraine. Indes sorgt das in der Türkei für steigende Immobilienpreise und einen leergefegten Markt.

Weniger Sorgen für Russen

Hinzu kommt: Wer es sich leisten kann, verlegt seine mobilen Vermögenswerte in die Türkei. So liegen besonders viele Yachten und Boote von russischen Oligarch:innen in türkischen Häfen – zum Beispiel die „Solaris“ von Noch-Chelsea-Besitzer und Multimilliardär Roman Abramowitsch.

Wird die Türkei zum Refugium russischer Oligarchen?

Wer es schafft, einen türkischen Pass zu ergattern, hat als Russ:in weniger Sorgen – und kann sogar ab und an in die Heimat fliegen. Denn Istanbul ist, neben Dubau, eine der wenigen noch verbliebenen Drehscheiben für den Luftverkehr Russlands mit der westlichen Welt.

Geldregen aus Moskau

Ein weiterer Vorteil: an vielen türkischen Geldautomaten bekommen mit  russischen Bankkarten Geld. Für die türkische Wirtschaft zahlt sich das bereits aus. Besonders die von der Covid19-Pandemie stark betroffene Tourismusindustrie sowie der unter der Inflation leidende Immobilienmarkt nehmen den Geldregen aus Moskau gern entgegen

 

 

9 Mai 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Neuere Beiträge
Ältere Beiträge

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025
  • Begegnungen am Radweg: Eine Geschichte von Mensch, Natur und einem besonderen Rabenfreund

    23 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Unterstützung von der DEM-Partei: „Ich würde das sofort unterschreiben“

    6 Mai 2026
  • Nach Schüssen in türkischem Kulturverein – Mann verhaftet

    6 Mai 2026
  • Hessen verliert mehr EU-Arbeitskräfte als neu zuziehen

    6 Mai 2026
  • Letzter Artikel: Grausamkeit!..

    5 Mai 2026
  • Erfolg in der Politik: Erfordert Ehrlichkeit, Kompetenz und Verantwortung

    5 Mai 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

22 Juli 2025

Neueste Artikel

Die Schande der deutschen Afghanistan-Politik
25 August 2025
Antidemokratische Praktiken gegen Kurden müssen aufhören
25 August 2025
Merkel zu Migration: „Bis jetzt haben wir viel geschafft“
25 August 2025

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff
14 Oktober 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung