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Drei Festnahmen nach antisemitischer Beleidigung

von Fremdeninfo 12 November 2023
von Fremdeninfo

Drei Festnahmen nach antisemitischer Beleidigung

Artikel von dpa

 

Ein Mann trägt Handschellen. © Stefan Sauer/dpa/Illustration

 

Weil sie zwei Männer jüdischen Glaubens antisemitisch beleidigt haben sollen, sind in Frankfurt drei Männer festgenommen worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hielten sich nach derzeitigen Erkenntnissen ein Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Frankfurt und ein Mitglied der Jüdischen Gemeinde Dortmund am Samstagabend vor dem Eingang eines Hotels auf, als die drei Tatverdächtigen sie aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit beleidigten. Die beiden Männer waren laut Polizei im Rahmen der jährlichen Ratsversammlung des Zentralrats der Juden in Deutschland Gäste in dem Hotel. Einer von beiden habe zum Tatzeitpunkt eine Kippa getragen.

Die Polizei nahm die drei teils stark alkoholisierten Tatverdächtigen im Alter von 39, 39 und 44 Jahren den Angaben zufolge noch vor Ort fest. Bei ihnen handele es sich um aus Baden-Württemberg angereiste American Football-Fans, hieß es. Sie müssten sich nun aufgrund der Beleidigung verantworten.

12 November 2023 0 Kommentare
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Treffen mit Scholz: Erdogan kommt nach Deutschland

von Fremdeninfo 12 November 2023
von Fremdeninfo

 

Treffen mit Scholz: Erdogan kommt nach Deutschland

Von: Expes

 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, hier am 3. November 2023, kommt nächsten Freitag (17. November) nach Deutschland. © AFP

 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kommt am 17. November zu einem Kurzbesuch nach Deutschland. Wie die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann am Freitag (10. November 2023) in Berlin mitteilte, ist ein gemeinsames Abendessen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Bundeskanzleramt geplant.

Bei dem Gespräch gehe es um „die gesamte Bandbreite politischer Themen“, sagte sie. Vor dem Treffen mit Scholz werde Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Erdogan empfangen. 

Recep Tayyip Erdogan besucht Deutschland erstmals seit 2020

Es ist der erste Besuch des Präsidenten in Deutschland seit 2020, als er an der Libyen-Konferenz der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teilnahm. Scholz hatte den türkischen Staatschef nach dessen Wiederwahl zum Präsidenten im Mai dieses Jahres nach Deutschland eingeladen. Der Bundeskanzler war im März 2022 zu einem Antrittsbesuch in die Türkei gereist.

Der Besuch gilt vor allem wegen Erdogans Haltung zum Gaza-Krieg als heikel. Nach der Terrorattacke auf Israel mit mehr als 1400 Toten hatte Erdogan die islamistische Hamas als „Befreiungsorganisation“ bezeichnet. Die mit der Türkei in der Nato verbündeten USA und die EU stufen sie dagegen als Terrororganisation ein.

Als Folge des Gaza-Krieges hat Erdogan den Kontakt zum israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit den Worten abgebrochen: „Netanjahu ist für uns keine Art von Gesprächspartner mehr. Wir haben ihn gelöscht, wir haben ihn durchgestrichen.“ Bereits in der Vergangenheit hatte der türkische Präsident Israel wegen der Palästinenserpolitik als „terroristischen Staat“ bezeichnet und sich immer wieder als Verfechter der palästinensischen Sache inszeniert.

Andererseits ist die Türkei ein wichtiger Partner für die Bundesregierung. In Deutschland leben rund drei Millionen türkischstämmige Menschen, so viele wie nirgendwo sonst außerhalb der Türkei. Es gibt zudem enge Wirtschaftsbeziehungen. Deutsche Urlauberinnen und Urlauber sind nach den Russen die zweitgrößte Touristengruppe in der Türkei.

Der Nato-Partner Türkei hat für Deutschland und die EU zudem eine wichtige Brückenfunktion in die islamische Welt. Das Land spielt auch bei der Steuerung der Zuwanderung nach Europa eine zentrale Rolle. In dem Gespräch zwischen Scholz und Erdogan dürfte es um die Wiederbelebung des EU-Türkei-Abkommens zur Unterbringung von Flüchtlingen in der Türkei gehen.

Beziehung zwischen Deutschland und Türkei häufig turbulent

Erdogan legt sich aber immer wieder mit seinen Verbündeten in der Nato an. Mit Blick auf den Gaza-Krieg warf er westlichen Ländern Heuchelei vor und verurteilte Israels Vorgehen als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.

Die Bundesregierung hielt sich mit Kritik daran bisher zurück. Von einzelnen Koalitionspolitikern kamen dennoch klare Worte. FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai etwa sagte: „Erdogans permanente Hassreden gegen Israel und seine Solidarität mit der Terrororganisation Hamas sind unerträglich. Das muss Konsequenzen haben und darf von der Bundesregierung nicht ignoriert werden.“

Auch in der Vergangenheit waren die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei häufig turbulent. 2017 hatte die Inhaftierung deutscher Staatsbürger das Verhältnis zwischen Berlin und Ankara schwer belastet. Ein Tiefpunkt war erreicht, als Erdogan die damalige Kanzlerin Merkel persönlich mit Nazi-Vergleichen attackierte. (dpa

12 November 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Wagenknecht beklagt Abzocke: „Diese Ukrainer kommen nur her, um Leistungen zu bekommen“

von Fremdeninfo 11 November 2023
von Fremdeninfo

Wagenknecht beklagt Abzocke: „Diese Ukrainer kommen nur her, um Leistungen zu bekommen“

Von: dpa

Sahra Wagenknecht 2020 im Deutschen Bundestag: Die einstige Linken-Politikerin beklagt Fälle von Sozialleistungsmissbrauch ukrainischer Kriegsflüchtlinge. © dpa

 

Wenn Ukrainer in ihre Heimat zurückfahren, dort faktisch leben, und nur herkommen, um die Leistung zu bekommen, dann stehen da große Fragezeichen“, sagte Wagenknecht am Freitag den Sendern RTL/Ntv.

„Ich kenne konkrete Fälle. In meiner Heimatstadt wurden ganze Häuser angemietet für ukrainische Flüchtlinge und die Nachbarn haben sich gewundert, dass da niemand ist.“ Sie wolle aber „nicht pauschalisieren“.

Sarah Wagenknecht: Leistungen für abgelehnte Asylbewerber kürzen

Die Klage über „Sozialtourismus“ von Ukrainerinnen und Ukrainern hatte vor etwa einem Jahr bereits CDU-Chef Friedrich Merz erhoben. Später schränkte er ein, es seien nur Einzelfälle. Deutschland hat etwa eine Million Menschen aus dem von Russland angegriffenen Land aufgenommen, die bei dauerhafter Anwesenheit und Erreichbarkeit für ihr Jobcenter in Deutschland Grundsicherung beziehen können.

Wagenknecht ist im Oktober aus der Linken ausgetreten und bereitet die Gründung einer eigenen Partei vor, mit der sie bei der Europawahl 2024 antreten will. In dem Fernsehinterview argumentierte sie – ähnlich wie die Union – auch dafür, Leistungen für abgelehnte Asylbewerber weiter zu kürzen: „Wer keinen Asylanspruch hat, soll nur noch sehr minimal Leistung bekommen.“

Es seien nicht die Ärmsten der Armen, die nach Deutschland kämen, denn „die können keine Schleuser bezahlen“, meinte Wagenknecht. Deutschland müsse das Signal in die Welt senden: „Wir schaffen es nicht mehr.“ (dpa/mg)

11 November 2023 0 Kommentare
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Pro-Palästina-Demonstrationen: Zehntausende Menschen protestieren

von Fremdeninfo 11 November 2023
von Fremdeninfo

 

Pro-Palästina-Demonstrationen: Zehntausende Menschen protestieren

Artikel von Florian Gontek Der Spiegel

Auch am Samstag bekundeten vielerorts Menschen ihre Solidarität mit Palästina. Die Polizei prüfte die Kundgebungen auf volksverhetzende Äußerungen und israelfeindliche Banner – musste aber nur selten eingreifen.

Pro-Palästina-Demonstrationen: Zehntausende Menschen protestieren © TOBIAS SCHWARZ / AFP

Seit dem Ausbruch des Gaza-Israel-Kriegs nach den Attacken vom 7. Oktober rufen propalästinensische Gruppen weltweit immer wieder zu Protesten auf. Nicht immer verläuft das ohne Probleme: Bei zahlreichen Demonstrationen kam es in letzter Zeit zu antisemitischen Parolen und Straftaten. Auch an diesem Samstag gab es breite Solidaritätsbekundungen im In- und Ausland, im Großen und Ganzen verliefen sie jedoch friedlich.

In München sind am Samstagnachmittag nach Angaben der Polizei rund 2500 Menschen zu einer Kundgebung zusammengekommen. Die Demonstration begann am Odeonsplatz und verlief zunächst weitgehend friedlich, wie ein Polizeisprecher sagte. Rund 200 Beamte waren im Einsatz.

Die Teilnehmer forderten unter anderem einen Waffenstillstand im Nahostkonflikt. Die Kundgebung unter dem Namen »Stoppt den Krieg – Freiheit für Palästina« wurde vom Münchner Zweig der Bewegung »Palästina spricht« organisiert.

300.000 Demonstranten in London

In London gingen zur selben Zeit etwa 300.000 Menschen auf die Straße, wie die Polizei mitteilte. Der »Nationale Marsch für Palästina« begann gegen zwölf Uhr Ortszeit in der britischen Hauptstadt. Teilnehmende schwenkten palästinensische Flaggen und riefen Slogans wie »Waffenstillstand jetzt« und »Freies Palästina«. Die Veranstalter hatten mit mehr als 500.000 Menschen gerechnet. Begleitet wurde die Veranstaltung von 1850 Polizisten.

Die Menge zog vom zentralen Hyde Park über die Vauxhall-Brücke zur US-Botschaft an der Themse. Auch britische Gewerkschaften und Politiker beteiligten sich an dem Protestmarsch, darunter der frühere Chef der Labour-Partei, Jeremy Corbyn. Zuletzt hatten mehrere Politiker der traditionell palästinafreundlichen Sozialdemokraten aus Protest gegen die Weigerung des amtierenden Parteichefs Keir Starmer, eine Waffenruhe im Gazastreifen zu fordern, ihre Ämter abgegeben.

Der Protestmarsch fand am wichtigsten britischen Gedenktag für die Weltkriegstoten statt, dem »Armistice Day«. Mit den Feiern am Jahrestag des Waffenstillstands im Ersten Weltkrieg 1918 erinnern die Menschen im Vereinigten Königreich an die gefallenen Soldaten. Premierminister Rishi Sunak hatte es »respektlos« genannt, dass die Veranstaltung stattfindet.

Nur vereinzelte Zwischenfälle in Berlin

Auch in Berlin hatten sich für propalästinensische Demonstrationen Tausende Menschen versammelt. Die Polizei zählte vor Beginn der am Oranienplatz startenden Protestbewegung rund 2600 Menschen, wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte. Mit Sprechchören sowie auf Schildern und Transparenten forderten sie unter anderem Freiheit für Palästina und sprachen mit Blick auf das Vorgehen Israels im Gazastreifen von Genozid.

Die Polizei prüfe, bei welchen Äußerungen es sich um strafrechtlich relevante Inhalte handele und inwiefern eingegriffen werde, sagte die Sprecherin. In mindestens einem Fall griffen Beamte einen Teilnehmer aus der Demo heraus und führten ihn weg. Der Demozug sollte vom Oranienplatz bis zum Platz der Luftbrücke in Berlin-Tempelhof laufen.

In Wuppertal sind nach Polizeiangaben etwa 200 Menschen zu propalästinensischen Demonstration zusammengekommen. Zu einer zeitgleichen proisraelischen Kundgebung in der Innenstadt hätten sich etwa 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammengefunden, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei schrieb am Nachmittag über den Nachrichtendienst X: »Die Versammlung verläuft insgesamt überwiegend friedlich.«

Die größere Kundgebung, bei der viele Menschen Palästinafahnen dabei hatten, war laut Polizei unter dem Motto »Stoppt die israelischen Kriegsverbrechen« angemeldet.

Das sollten auch die polizeilichen Vorgaben für die Demo sicherstellen. Unter anderem hatten die Einsatzkräfte den Demo-Teilnehmern eine ausdrückliche Solidarisierung mit der Terrororganisation Hamas verboten. Auch das Existenzrecht des Staates Israel durfte nicht infrage gestellt werden. Das werde man bei Plakaten, Fahnen oder gerufenen Parolen überprüfen, hatte ein Polizeisprecher angekündigt.

Seit Beginn des Krieges wurden mehr als 11.000 Menschen getötet. Die Zahl der Verletzten wird derzeit auf rund 27.500 geschätzt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

11 November 2023 0 Kommentare
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Erdoğans Deutschlandbesuch: Fast jeder Zweite wünscht sich Ausladung

von Fremdeninfo 11 November 2023
von Fremdeninfo

 

Erdoğans Deutschlandbesuch: Fast jeder Zweite wünscht sich Ausladung

 
Von: dpa
 

Im Fokus: Recep Tayyip Erdoğan. Foto: Nedim Enginsoy/AP/dpa

Einer Umfrage zufolge ist fast jeder Zweite in Deutschland gegen den geplanten Berlin-Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. In einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 45 Prozent dafür aus, dass Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Erdoğan aufgrund seiner Haltung zur palästinensischen Hamas auslädt.

32 Prozent befürworteten, dass der türkische Präsident trotzdem im Kanzleramt empfangen wird. Fast ein Viertel der Befragten machte keine Angaben. Es wird erwartet, dass Recep Tayyip Erdoğan in der kommenden Woche auf Einladung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zu seinem ersten offiziellen Besuch seit fünf Jahren nach Deutschland kommt. Anlass ist unter anderem das Test-Länderspiel zwischen Deutschland und der Türkei am 18. November.

Erdoğan bezeichnet Hamas als „Befreiungsorganisation“

Das Treffen mit Scholz im Kanzleramt könnte am Freitag stattfinden. Offiziell angekündigt ist es aber noch nicht. Nach der Terrorattacke auf Israel mit mehr als 1.400 Toten hatte Erdoğan die islamistische Hamas als „Befreiungsorganisation“ bezeichnet. Die mit der Türkei in der NATO verbündeten USA und die EU stufen sie dagegen als Terrororganisation ein.

 Erst vor wenigen Tagen brach der türkische Machthaber den Kontakt zu Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ab (DTJ-Online berichtete). Der deutsche Bundestag sowie Kanzler Scholz hatten zuvor immer wieder betont, dass die Sicherheit Israels „deutsche Staatsräson“ sei. Zwischen den beiden Regierungschefs gäbe also viel zu besprechen.

 

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Flüchtlinge

Migrationsdebatte brodelt: Bamf-Chef schreibt Brandbrief an Faeser

von Fremdeninfo 11 November 2023
von Fremdeninfo

Migrationsdebatte brodelt: Bamf-Chef schreibt Brandbrief an Faeser

Artikel von Lisa Mariella Löw( Merkur )

Migrationsdebatte brodelt: Bamf-Chef schreibt Brandbrief an Faeser

Fast doppelt so viele Asylsuchende wie angegeben, gibt es laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Der Ansturm sei nicht mehr zu bewältigen. Wird Faeser eingreifen?

Berlin – Dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) fehlen hunderte Millionen Euro und Personal, da die wahren Zahlen der Asylsuchenden in Deutschland fast doppelt so hoch seien wie angegeben. Das schrieb BAMF-Chef Hans-Eckard Sommer in einem Brandbrief an Innenministerin Nancy Faeser (SPD), wie Focus Online berichtete. Er schlägt damit noch vor dem Treffen mit Faeser am 14. November Alarm.

Deutschland ächze unter dem Zustrom von Geflüchteten. Die Lage sei „äußerst kritisch“, die wahren Zahlen noch viel höher, die finanziellen Mittel nicht ausreichend, erläuterte Hans-Eckard Sommer in seinem Brandbrief am 3. November. Offiziell habe es in den jüngsten Monaten jeweils etwas mehr als 30.000 Asylgesuche in Deutschland gegeben. Doch „diese Zahlen geben den tatsächlichen Asylzugang nicht wieder“, schrieb Sommer. „Die Länder haben mittlerweile erhebliche Registrierungsrückstände, sodass wir es tatsächlich im September mit rund 50.000 und im Oktober mit rund 55.000 Zugängen zu tun hatten.“

Hunderte Millionen Euro fehlen dem Bamf

 

Nancy Faeser zu Koalitionsverhandlungen mit CDU-Hessen © Bereitgestellt von Merkur

 

Es gebe bereits 280.000 Asylgesuche statt der offiziell dargestellten 244.000. Bei den Erstanträgen gebe es 49.000 mehr als bisher registriert. Statt die Asylgesuche wie angekündigt schneller zu bearbeiten, stapeln sich die Anträge immer höher.

Hinzu komme die schwierige Personalsituation. Denn aktuell bekäme er kaum feste Stellen. Stattdessen müsse er auf Leiharbeitskräfte und befristete Verträge setzen. Zudem leidet die Digitalisierung der Behörde unter fehlenden IT-Fachleuten. Sommer schreibt, es fehlten hunderte Millionen Euro, um das Bamf für die Herausfo

rderungen zu rüsten.

Brandbrief an Faeser: Bamf-Chef richtet Appell an Ministerin

Deswegen müsse er darauf hinweisen, „dass die vorgesehenen Mittel und Stellen in keiner Weise ausreichen“. Das Bamf sei unterbesetzt und werde den Ansturm nicht bewältigen können, wie Focus Online berichtet. Sein Appell an Faeser ist eindeutig: „Ich bin auf Ihre Unterstützung angewiesen.“

Der Bamf-Chef ist nicht der erste, der einen Brandbrief an die Innenministerin verfasst hat. Bereits im September wandte sich Sebastian Gruber (CSU), Landrat von Freyung-Grafenau, an Faeser. Er schrieb, dass er mit seinem Landkreis direkt an der Grenze zu Tschechien überfordert sei und forderte sie auf, die Probleme ernster zu nehmen,

wie der Bayrische Rundfunk berichtete.

Auch die nordrhein-westfälische Integrations- und Flüchtlingsministerin Josefine Paul (Grüne) hat im Oktober in einem Brandbrief an Faeser gefordert, dringend die Bamf-Kapazitäten zu erweitern. „Die Bundesinnenministerin hätte in gleicher Weise in ihrer Zuständigkeit beim Bamf längst für mehr Personal sorgen müssen“, sagte Paul der Westdeutschen Zeitung. Und auch Bundeskanzler Olaf Scholz hat bereits einen Brandbrief wegen den steigenden Flüchtlingszahlen bekommen. (Lisa Mariella Löw)

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„Es gibt keine Rechtfertigung dafür, Zivilisten anzugreifen“: Macron fordert Waffenruhe im Gazastreifen“

von Fremdeninfo 11 November 2023
von Fremdeninfo

„Es gibt keine Rechtfertigung dafür, Zivilisten anzugreifen“: Macron fordert Waffenruhe im Gazastreifen“

Tagrsspiegel 

 

Zivilisten, Babys, Frauen und alte Menschen bombardiert und getötet, kritisierte Macron in einem Interview. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht die Schuld dafür bei der Hamas.

 

 

Der französische Präsident Emmanuel Macron. © Foto: AFP/Filippo Monteforte

 

Angesichts des Leids der Zivilbevölkerung während des israelischen Militäreinsatzes gegen die islamistische Hamas hat der französische Präsident Emmanuel Macron eine Waffenruhe im Gazastreifen gefordert. „Es werden Zivilisten, Babys, Frauen und alte Menschen bombardiert und getötet. Es gibt keine Rechtfertigung dafür, Zivilisten anzugreifen. Wir fordern Israel dazu auf, damit aufzuhören“, sagte Macron in einem am Samstag veröffentlichten Interview des britischen Fernsehsenders BBC. „Ich möchte alle an das Völkerrecht erinnern, ich fordere eine Waffenruhe.“

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies die Vorwürfe Macrons umgehend zurück. „Die Verantwortung für das Leid der Zivilisten liegt bei der Hamas, nicht bei Israel. Während Israel alles in seiner Macht Stehende tut, um Zivilisten zu verschonen, und sie dazu aufruft, die Kampfgebiete zu verlassen, missbraucht die Hamas sie als menschliche Schutzschilde und tut alles dafür, um zu verhindern, dass sie in sicherere Gegenden gehen“, schrieb Netanjahu auf der Nachrichtenplattform X, ehemals Twitter. „Die Verbrechen, die die Hamas heute in Gaza verübt, wird sie morgen in Paris, New York und der ganzen Welt verüben. Die Staatschefs sollten die Hamas verurteilen, nicht Israel.“ (dpa)

11 November 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Linnemann wirft Grünen Blockade im Kampf gegen illegale Migration vor

von Fremdeninfo 11 November 2023
von Fremdeninfo

Linnemann wirft Grünen Blockade im Kampf gegen illegale Migration vor

Die Welt

 

Die Politik müsse dafür sorgen, sagt Carsten Linnemann, „dass nur nach Europa kommt, wer einen positiven Asylbescheid hat, einen echten Schutzgrund“. Dafür benötige es bestimmte Maßnahmen. Die Grünen müssten umdenken.

Es könne nur einen Deutschlandpakt geben, wenn ein Umdenken stattfinde, sagt Linnemann dpa/Moritz Frankenberg © Bereitgestellt von WELT
 

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann wirft den Grünen vor, Anstrengungen gegen illegale Migration nicht zu unterstützen. „Die Grünen lehnen ernsthafte Maßnahmen zur Eindämmung der illegalen Migration ab“, sagte Linnemann der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Es könne nur einen Deutschlandpakt geben, wenn ein Umdenken stattfinde und Maßnahmen beschlossen würden, die „geeignet sind, um illegale Migration deutlich zu reduzieren“.

Die Politik müsse dafür sorgen, „dass nur nach Europa kommt, wer einen positiven Asylbescheid hat, einen echten Schutzgrund“. Dafür brauche es Aufnahmezentren in Drittstaaten, in denen die Asylverfahren durchgeführt werden. „Aber das wird insbesondere von den Grünen nicht gewollt“, sagte Linnemann.

„Wir haben in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt pro Jahr 270.000 Flüchtlinge registriert, aber rund jeder zweite Asylantrag wird abgelehnt“, sagte der Politiker weiter. Es sei eine Mär, dass das jetzige System besonders human wäre. „Im Augenblick kommen vor allem diejenigen, die stark und jung sind. Wer wirklich Hilfe braucht, schafft es gar nicht nach Deutschland.“

Er fordert eindeutiges Bekenntnis zu Israel von islamischen Einrichtungen

Linnemann verlangte zudem von islamischen Einrichtungen in Deutschland ein Bekenntnis zu Israel. „Wir brauchen ein Bekenntnis aller islamischen Einrichtungen, dass sie das Existenzrecht Israels anerkennen und Antisemitismus ablehnen“, sagte Linnemann. „Wenn es das nicht gibt, haben sie keine Berechtigung, in Deutschland ihre Arbeit fortzusetzen.“

Die Bundesregierung tue zu wenig, um den politischen Islam zu bekämpfen. „Das Islamische Zentrum in Hamburg, das ein verlängerter Arm des Mullah-Regimes im Iran ist, ist noch immer nicht geschlossen. Das ist doch das völlig´

falsche Signal. Innenministerin Nancy Faeser müsste es einfach nur unterschreiben, aber sie macht es nicht“, kritisierte Linnemann.

Die große Mehrheit der Muslime wolle in Deutschland in Frieden und Freiheit leben, betonte Linnemann. Der politische Islam aber wolle „unsere freiheitliche Demokratie zerstören und zu einem Kalifat machen“. „Wenn wir den politischen Islam entschieden bekämpfen, wäre das ein Befreiungsschlag für die liberalen und säkularen Muslime in Deutschland. Wir müssen klarmachen: Wer unsere Werte teilt, ist Teil unserer Gesellschaft, unabhängig davon, welchen Glaubens er ist. Aber wer sie bekämpft, hat sich das falsche Land ausgesucht.“

11 November 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Kriegsflüchtlinge: Wagenknecht beklagt Leistungsmissbrauchsfälle bei Ukrainern

von Fremdeninfo 10 November 2023
von Fremdeninfo

Kriegsflüchtlinge: Wagenknecht beklagt Leistungsmissbrauchsfälle bei Ukrainern

 

Kolner Stadt- Anzeiger dpa

Im Oktober aus der Linken ausgetreten und bereitet die Gründung einer eigenen Partei vor: Sahra Wagenknecht. © Heiko Rebsch/dpa

 

Die frühere Linken-Politikerin Sarah Wagenknecht beklagt Fälle von Sozialleistungsmissbrauch ukrainischer Kriegsflüchtlinge. „Wenn Ukrainer in ihre Heimat zurückfahren, dort faktisch leben, und nur herkommen, um die Leistung zu bekommen, dann stehen da große Fragezeichen“, sagte Wagenknecht den Sendern RTL/Ntv.

„Ich kenne konkrete Fälle. In meiner Heimatstadt wurden ganze Häuser angemietet für ukrainische Flüchtlinge und die Nachbarn haben sich gewundert, dass da niemand ist“, sagt sie. Sie wolle aber „nicht pauschalisieren“.

Die Klage über „Sozialtourismus“ von Ukrainerinnen und Ukrainern hatte vor etwa einem Jahr bereits CDU-Chef Friedrich Merz erhoben. Später schränkte er ein, es seien nur Einzelfälle. Deutschland hat etwa eine Million Menschen aus dem von Russland angegriffenen Land aufgenommen, die bei dauerhafter Anwesenheit und Erreichbarkeit für ihr Jobcenter in Deutschland Grundsicherung beziehen können.

Wagenknecht ist im Oktober aus der Linken ausgetreten und bereitet die Gründung einer eigenen Partei vor, mit der sie bei der Europawahl 2024 antreten will. In dem Fernsehinterview argumentierte sie – ähnlich wie die Union – auch dafür, Leistungen für abgelehnte Asylbewerber weiter zu kürzen: „Wer keinen Asylanspruch hat, soll nur noch sehr minimal Leistung bekommen.“ Es seien nicht die Ärmsten der Armen, die nach Deutschland kämen, denn „die können keine Schleuser bezahlen“, meinte Wagenknecht. Deutschland müsse das Signal in die Welt senden: „Wir schaffen es nicht mehr.“ (dpa)

10 November 2023 0 Kommentare
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Bundestag ruft zum Schutz jüdischen Lebens auf

von Fremdeninfo 9 November 2023
von Fremdeninfo

Bundestag ruft zum Schutz jüdischen Lebens auf

Artikel von Dpa Deutsche Presse-Agentu von Merkur

 

 

85. Jahrestag der Pogromnacht

Bundestag ruft zum Schutz jüdischen Lebens auf

Bundestag © Bereitgestellt von Merkur

Der Antisemitismus in Deutschland nimmt zu, Jüdinnen und Juden fühlen sich hier nicht mehr sicher. Der Bundestag verurteilt das am 85. Jahrestag der Pogromnacht von 1938 übereinstimmend.

Berlin – Zum 85. Jahrestag der NS-Pogromnacht von 1938 hat sich der Bundestag besorgt über den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland gezeigt und zum Schutz jüdischen Lebens aufgerufen. Dass Jüdinnen und Juden heute auch in Deutschland offenen Antisemitismus und Hass erlebten, sei unerträglich, sagte die Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) am Donnerstag. „Die historische Verantwortung Deutschlands für den Holocaust muss sich jetzt in konkretem Handeln zeigen.“ Bas wies auf die Lehre aus dem Holocaust hin, dass sich solche Mordtaten nie wiederholen dürften. „Nie wieder ist jetzt.“

Die Debatte wurde von der 102-jährigen Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer, dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und dem israelischen Botschafter Ron Prosor verfolgt. Die Abgeordneten begrüßten sie mit langem Beifall.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser betonte, die deutsche Demokratie setze sich zur Wehr. Die SPD-Politikerin verwies auf die erlassenen Betätigungsverbote für die islamistische Hamas-Bewegung und das Netzwerk Samidoun. Den deutschen Ableger von Samidoun habe sie aufgelöst. „Wir arbeiten schon an weiteren Verboten.“ Aus der Erinnerung an den Zivilisationsbruch des Holocaust heraus sei es wichtig, heute nicht zu schweigen, wenn Jüdinnen und Juden zur Zielscheibe von Hass und Hetze würden.

Özdemir: Antisemitischem Hass entgegenstellen

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir rief zum gemeinsamen Schutz jüdischen Lebens auf. „Es ist vornehmste republikanische Pflicht eines jeden Bürgers dieses Landes, von uns allen, sich dem antisemitischen Hass entgegenzustellen.“ Der Grünen-Politiker forderte auch, das Verhältnis zu muslimischen Dachverbänden zu überprüfen. „Erst nach Aufforderung Antisemitismus auf Deutsch verurteilen, um danach auf Türkisch und Arabisch das Gegenteil zu sagen, das darf künftig nirgendwo mehr durchgelassen werden.“

Die Union warf der Ampel-Koalition vor, nicht scharf genug gegen Antisemitismus vorzugehen, der sich insbesondere seit dem Überfall der Hamas auf Israel und dem Gegenschlag der israelischen Armee bei Demonstrationen zeigt. „Der Kampf gegen Judenhass auf unseren Straßen gehört nicht nur ins Plenarprotokoll, sondern mit konkreten Maßnahmen ins Bundesgesetzblatt“, betonte Alexander Dobrindt, der Vorsitzende der CSU-Abgeordneten. Antisemitismus müsse als besonders schwerer Fall der Volksverhetzung eingestuft und Hetze gegen Israel mit einer Mindestfreiheitsstrafe von sechs Monaten belegt werden.

Debatte um „importierten Antisemitismus“

Deutschland müsse sich selbstkritisch fragen, ob man aufmerksam genug hingeschaut habe und ob die Sichtbarkeit jüdischen Lebens zur Selbstverständlichkeit geworden sei, sagte die FDP-Abgeordnete Linda Teuteberg. „Nein, das ist ein bitte

ist ein bitterer, ein beschämender Befund in diesen Tagen.“ FDP-Fraktionschef Christian Dürr betonte, er erwarte von jedem, unabhängig von der Herkunft, dass er sich dem Schutz jüdischen Lebens in Deutschland verpflichtet fühle. Zuwanderer, die diese Werte nicht teilten, seien nicht willkommen. Bedauerlicherweise seien in der Vergangenheit auch Menschen eingebürgert worden, „obwohl sie antisemitisch auffällig geworden sind“.

Der Vorsitzende der Linksfraktion, Dietman Bartsch, nannte es allerdings falsch, nur von „importiertem Antisemitismus“ zu sprechen. Der Antisemitismus sei auch nach der Niederschlagung der Nazis 1945 nicht weg gewesen, weder im Osten noch im Westen. Für die AfD machte dagegen Beatrix von Storch allein die Migrationspolitik für den neuen Judenhass verantwortlich. „Diesen Antisemitismus, der real jüdisches Leben und die Existenz Israels bedroht und auslöschen will, finden wir nicht unter der arbeitenden deutschen Bevölkerung.“

9 November 2023 0 Kommentare
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