„Wir fordern die sofortige Freilassung von Yıldız Tar sowie ein Ende der Hetzpolitik, der Repressionen und der systematischen Menschenrechtsverletzungen gegen LGBTQIA+-Personen in der Türkei.“
LGBTIQ+-Organisationen in Deutschland haben eine gemeinsame Erklärung für den Journalisten und Kaos GL-Chefredakteur Yıldız Tar veröffentlicht, der am 25. Juni im Rahmen von Razzien in Ankara im Vorfeld des NATO-Gipfels verhaftet wurde.
Mit den Worten „Wir rufen die demokratischen Institutionen in Europa, internationale Organisationen, Menschenrechtsgremien und politische Entscheidungsträger dazu auf, angesichts dieser Verletzungen nicht zu schweigen“, forderten die Organisationen ein Ende der Repressionen gegen LGBTIQ+-Personen in der Türkei.
„Unsere Solidarität kennt keine Grenzen“
Laut einem Bericht von Kaos GL betonten die Organisationen, dass die Verhaftung von Tar einer Kriminalisierung des Journalismus und der Menschenrechtsarbeit gleichkomme, und erklärten:
„Die Repressionen gegen LGBTQIA+-Personen in der Türkei verschärfen sich sowohl im physischen als auch im digitalen Raum immer weiter. Pride-Paraden werden verboten, friedliche Demonstrationen werden mit Polizeigewalt niedergeschlagen, Queer-Räume werden ins Visier genommen und die Social-Media-Konten von LGBTQIA+-Organisationen sowie -Aktivisten werden blockiert. Auch der Zugang zu Apps, die eine sichere Kommunikation und Sozialisierung ermöglichen, wird eingeschränkt. Die Verhaftung des Journalisten, KAOS GL-Chefredakteurs und LGBTQIA+-Aktivisten Yıldız Tar ist eines der jüngsten Beispiele für die Kriminalisierung von Journalismus und Menschenrechtsarbeit.
Wir fordern die sofortige Freilassung von Yıldız Tar sowie ein Ende der Hetzpolitik, der Repressionen und der systematischen Menschenrechtsverletzungen gegen LGBTQIA+-Personen in der Türkei. Wir rufen die demokratischen Institutionen in Europa, internationale Organisationen, Menschenrechtsgremien und politische Entscheidungsträger dazu auf, angesichts dieser Verletzungen nicht zu schweigen. Unsere Solidarität kennt keine Grenzen. LGBTQIA+-Rechte, Meinungsfreiheit und Gleichberechtigung gelten für alle.“
Briefadresse des inhaftierten Journalisten und LGBTIQ+-Aktivisten Tar:
Yıldız Tar Yıldız
Sincan Cezaevi F1 / B1 – 3/43
Ankara / Türkei
(TY) Bianet