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4 Februar 2026 0 Kommentare
Politik

Jetzt im Livestream: Sahra Wagenknecht stellt Bündnis für Parteigründung vor

von Fremdeninfo 23 Oktober 2023
von Fremdeninfo

Jetzt im Livestream: Sahra Wagenknecht stellt Bündnis für Parteigründung vor

1 Std.

 

Von:pa

Sahra Wagenknecht vollzieht mit einer Vereinsgründung den ersten Schritt in Richtung einer neuen Partei. Die Linke will gegen die Beteiligten Ausschlussverfahren einleiten.

Sahra Wagenknecht. © Foto: REUTERS/ANNEGRET HILSE

 

Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht stellt am Montag in Berlin ihr neues politisches Projekt vor. Das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ ist zunächst als Verein organisiert, dient aber wohl zur Vorbereitung einer eigenen Partei. Damit vollzieht die 54-Jährige den Bruch mit ihrer bisherigen Partei Die Linke. Deren Spitze will gegen die Beteiligten des Vereins Parteiausschlussverfahren einleiten. Gegen Wagenknecht läuft ein solches bereits.

Wagenknecht begründet ihren Schritt damit, es gelte eine politische Leerstelle zu füllen. Viele fühlten sich von keiner Partei mehr vertreten. Neben Wagenknecht haben sich für die Präsentation des neuen Bündnisses in der Bundespressekonferenz mehrere Mitstreiterinnen und Mitstreiter angekündigt. Auf dem Podium sollen die bisherige Co-Vorsitzende der Linksfraktion, Amira Mohamed Ali, Wagenknechts Vertrauter und Fraktionskollege Christian Leye, der ehemalige Geschäftsführer der Linken in Nordrhein-Westfalen, Lukas Schön, und der Unternehmer Ralph Suikat Platz nehmen.

Einer Insa-Umfrage für „Bild am Sonntag“ zufolge könnten sich 27 Prozent der Befragten in Deutschland vorstellen, eine Wagenknecht-Partei zu wählen. Wahlumfragen sind aber generell mit Unsicherheiten behaftet.

Parteiführung kündigt harte Konsequenzen an

Die Linke-Parteispitze will gegen die Wagenknecht-Mitstreiter vorgehen. Gegen die Beteiligten des Vereins BSW sollen Parteiausschlussverfahren eingeleitet werden, heißt es in einer Beschlussvorlage, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte das ARD-Hauptstadtstudio darüber berichtet. Gemeinsam mit den zuständigen Gliederungen soll geprüft werden, wie Mitgliedsrechte entzogen werden können. Jene Abgeordneten, die sich an dem Verein beteiligt, werden aufgefordert, ihre über die Linke errungenen Mandate niederzulegen.

Die Parteispitze will zudem eine Mitgliederoffensive starten. Zugleich hat sie nach monatelangen Spekulationen um Wagenknechts Pläne, die die Linke lähmten, nun Klarheit. „Unser Comeback beginnt heute“, heißt es in dem Papier.

Es soll laut ARD am Montag vom Geschäftsführenden Parteivorstand beschlossen werden. Parteichef Martin Schirdewan hat für 13 Uhr zu einem Statement geladen. „Es ist doch klar, dass diejenigen, die sich an der Bildung einer Konkurrenzpartei beteiligen, in unserer Partei nichts mehr zu suchen haben und rausfliegen werden“, sagte der Parteichef bereits am Sonntag in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“.

Linke sieht mögliche Wagenknecht-Partei nicht als Konkurrenz

Schirdewan erwartet eine Positionierung des Wagenknecht-Bündnisses im rechten Parteispektrum. „Wenn Sahra Wagenknecht mit ihrem Projekt Erfolg haben will, wird sie sich deutlich rechts aufstellen müssen“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“ (Montag). „Und alle Zeichen deuten darauf hin, dass sie genau das zu tun beabsichtigt.“ Das sei keine Konkurrenz für die Linke, sondern für andere, sagte Schirdewan, ohne eine Partei explizit zu nennen. „Eine linke Partei muss Menschen solidarisch zusammenführen, und sie darf sie niemals gegeneinander ausspielen.“

Der Linken-Abgeordnete Gregor Gysi sagte dem ZDF, Wagenknechts Politik-Angebot sei schwierig. „Sie will Flüchtlingspolitik wie die AfD machen, Wirtschaftspolitik wie Ludwig Erhard und Sozialpolitik ein bisschen wie die Linke. Und dann hat man immer die Hoffnung, man kriegt von allen drei Wählerinnen und Wählern. Da kann man sich aber auch täuschen, das kann eine Minusrechnung werden.“ Er glaube, dass Wagenknecht Anfangserfolge haben werde – „und dann nicht mehr“.

Problem für die Linken-Fraktion

Für die Linke-Bundestagsfraktion wäre eine Parteineugründung ein Problem. Sie hat nur noch 38 Abgeordnete. Träten Wagenknecht und mehrere Unterstützer aus, würde es für die Linke nicht mehr für eine eigene Fraktion reichen. Sie könnte nur noch als Gruppe weitermachen mit weniger parlamentarischen Rechten.

Noch ist Dietmar Bartsch neben der Wagenknecht-Unterstützerin Amira Mohamed Ali Fraktionschef. Nach seinen Worten will sich die Linke in der Auseinandersetzung mit anderen Parteien nicht auf das Wagenknecht-Bündnis konzentrieren. „Die Wagenknecht-Partei wird nicht der Bezugspunkt für die Linke sein, sondern ganz klar die chaotische Politik der Ampel-Bundesregierung“, sagte Bartsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag).

„Die Linke wird in den Kommunen, Ländern, außerhalb der Parlamente im Interesse der Wählerinnen und Wähler

solide weiterarbeiten“, kündigte Bartsch an. Er verwies auf die Beteiligung seiner Partei an den Landesregierungen in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen. Seine Partei werde wieder „auf die Erfolgsspur“ kommen, zeigte sich Bartsch überzeugt. (dpa)

23 Oktober 2023 0 Kommentare
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Archive

Teil der Klimabewegung sei auf „antisemitischen Irrwegen“, sagt ein Grüner

von Fremdeninfo 20 Oktober 2023
von Fremdeninfo

Teil der Klimabewegung sei auf „antisemitischen Irrwegen“, sagt ein Grüner

Die Welt

Die Fridays-For-Future-Aktivistin Greta Thunberg hat einen Aufruf geteilt, in dem Israel „Genozid“ und „Staatsterror“ vorgeworfen wird. Scharfe Kritik kommt von den Grünen. Auch FFF Deutschland positionierte sich am Nachmittag – verurteilte Thunberg aber nicht direkt.

 

Teil der Klimabewegung sei auf „antisemitischen Irrwegen“, sagt ein Grüner © dpa/Lucy North

Immer wieder fallen Teile der globalen Klimabewegung durch Antisemitismus auf. So hatte die von Greta Thunberg initiierte „Fridays For Future“ (FFF) bereits 2021 ein antisemitisches Posting geteilt – der deutsche Ableger distanzierte sich damals. Nun hat auch Thunberg selbst einen israelfeindlichen Aufruf auf Instagram geteilt. Bereits vor vier Tagen hatte die Gruppierung „palestinespeaks“ (zu deutsch: „Palästina Spricht“) zu einem „globalen Generalstreik in Solidarität mit Palästina“ aufgerufen, den Thunberg nun in ihrer Instagram-Story mit ihren knapp 15 Millionen Followern teilte.

Thunberg teilte zudem ein Foto von sich mit drei weiteren Aktivisten auf dem Netzwerk X und schrieb dazu: „Heute streiken wir in Solidarität mit Palästina und Gaza. Die Welt muss ihre Stimme erheben und einen sofortigen Waffenstillstand, Gerechtigkeit und Freiheit für die Palästinenser und alle betroffenen Zivilisten fordern.“ In den ersten Tagen nach dem Terrorangriff auf Israel hatte es in sozialen Medien Kritik an Thunberg gegeben, weil sie sich nicht zu den barbarischen Angriffen auf israelische Zivilisten positioniert hatte. Später löschte sie das Foto und teilte es mit einem neuen Beschnitt wieder, weil es Kritik an einem Stofftier auf dem Foto gab.

In dem Instagram-Aufruf heißt es, dass Druck auf den Westen ausgeübt werden solle, um dessen „rassistische Politik“ und den „Genozid in Gaza“ zu stoppen. Außerdem wird behauptet, Israel und der Westen würden „Staatsterror“ ausüben. Das Gegenteil ist wahr: Israel hat nach dem Terrorangriff der Hamas mit 1400 Toten das Recht zur Selbstverteidigung, in der Frage ist das Völkerrecht eindeutig. Dabei muss sich Israel aber an die Regeln und Grenzen halten, die das humanitäre Völkerrecht vorgibt.

Immer wieder fallen Teile der globalen Klimabewegung durch Antisemitismus auf. So hatte die von Greta Thunberg initiierte „Fridays For Future“ (FFF) bereits 2021 ein antisemitisches Posting geteilt – der deutsche Ableger distanzierte sich damals. Nun hat auch Thunberg selbst einen israelfeindlichen Aufruf auf Instagram geteilt. Bereits vor vier Tagen hatte die Gruppierung „palestinespeaks“ (zu deutsch: „Palästina Spricht“) zu einem „globalen Generalstreik in Solidarität mit Palästina“ aufgerufen, den Thunberg nun in ihrer Instagram-Story mit ihren knapp 15 Millionen Followern teilte.

Thunberg teilte zudem ein Foto von sich mit drei weiteren Aktivisten auf dem Netzwerk X und schrieb dazu: „Heute streiken wir in Solidarität mit Palästina und Gaza. Die Welt muss ihre Stimme erheben und einen sofortigen Waffenstillstand, Gerechtigkeit und Freiheit für die Palästinenser und alle betroffenen Zivilisten fordern.“ In den ersten Tagen nach dem Terrorangriff auf Israel hatte es in sozialen Medien Kritik an Thunberg gegeben, weil sie sich nicht zu den barbarischen Angriffen auf israelische Zivilisten positioniert hatte. Später löschte sie das Foto und teilte es mit einem neuen Beschnitt wieder, weil es Kritik an einem Stofftier auf dem Foto gab.

In dem Instagram-Aufruf heißt es, dass Druck auf den Westen ausgeübt werden solle, um dessen „rassistische Politik“ und den „Genozid in Gaza“ zu stoppen. Außerdem wird behauptet, Israel und der Westen würden „Staatsterror“ ausüben. Das Gegenteil ist wahr: Israel hat nach dem Terrorangriff der Hamas mit 1400 Toten das Recht zur Selbstverteidigung, in der Frage ist das Völkerrecht eindeutig. Dabei muss sich Israel aber an die Regeln und Grenzen halten, die das humanitäre Völkerrecht vorgibt.

FFF: Sind Klimabewegung, kein „Expertenrat zu Nahost“

Am Freitagnachmittag äußerte sich die deutsche Sektion von Fridays For Future. Zu Thunberg und denen von ihr geteilten Positionen konkret sagten die Klimaaktivisten nichts. Eine Sprechergruppe erklärte: „Wir sind solidarisch mit den Opfern der Gewalt der Hamas, verurteilen den Terror und hoffen, dass alle Geiseln gesund zurückkehren werden.“ FFF sei zudem „uneingeschränkt solidarisch mit Jüdinnen und Juden, die weltweit und auch hier antisemitische Gewalt erleben.“ Man sehe „auch das Leid der Zivilbevölkerung und insbesondere der Kinder in Gaza“, der „steigende anti-muslimische Rassismus“ in Deutschland erfülle die Gruppe mit großer Sorge.

„All das“, teilte die Aktivistengruppe mit, seien „keine Widersprüche. Unsere Herzen sind groß genug, all das gleichzeitig fühlen zu können.“ Zudem erinnerten die Aktivisten daran, dass „FFF Deutschland eine Klimabewegung ist, und kein Expertenrat zu Nahost“. Dennoch wolle man betonen: „Das Existenzrecht Israels ist nicht verhandelbar. Humanitäres Völkerrecht gilt für alle. Menschenrechte gelten für alle.“

Der Ulmer Bundestagsabgeordnete Marcel Emmerich kritisierte gegenüber WELT Thunberg deutlich: „Solche Solidaritätsaufrufe sind in Wirklichkeit Solidarität mit dem schrecklichen Terror der Hamas.“ Er sei sich sicher, dass „Fridays For Future Deutschland hier, wie schon in der Vergangenheit, klar Stellung beziehen und Haltung zeigen“ werde.

Teile der Klimabewegung befänden sich auf „gefährlichen antisemitischen und antiisraelischen Irrwegen“. Es bestehe dringender Aufklärungsbedarf darüber, wer Täter und wer Opfer ist. „Sowas schadet massiv dem Anliegen für mehr Klimagerechtigkeit“, so Emmerich. „Gerade in dieser Zeit ist es unabdingbar solidarisch an der Seite Israels zu stehen.“ Die Sicherheit Israels sei „nicht verhandelbar“ und der „Terror der Hamas auf das Schärfste zu verurteilen“.

Grüne beklagt, Jugendbewegung schaue einseitig auf Nahost

Auch die niederbayerische Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger kritisierte gegenüber WELT Thunberg deutlich: „Fridays For Future International bleibt bei seiner antisemitischen Linie.“

Es sei enttäuschend, wie einseitig „die globale Jugendbewegung auf die Situation in Israel und Gaza schaut“ und „wie sehr man es an Mitmenschlichkeit und Empathie vermissen“ lasse. Greta Thunberg habe im Kampf um den Klimaschutz viel erreicht. Mit ihrer aktuellen Positionierung beweise sie allerdings, dass das „Mitgefühl für Betroffene der Klimakrise“ offenbar nicht mit „Mitgefühl von barbarischen Vernichtungsaktionen“ betroffene Juden gelte: „Das ist beschämend.“ Auch Schönberger drückte ihre Hoffnung einer deutlichen Distanzierung durch „Fridays For Future“ Deutschland aus. Der deutsche Ableger sei bisher ein „weitestgehend gutes Beispiel dafür, wie der Kampf gegen Klimakrise und Antisemitismus vereint werden“ könne.

Der Accountbetreiber, dessen Aufruf Thunberg teilte, sitzt nach eigenen Angaben in Berlin und bezeichnet sich als „Politische, feministische, demokratische, anti-rassistische Bewegung in Deutschland für palästinensische Rechte“. Auf seinem Account postete dieser diverse israelfeindliche Inhalte, wie etwa den Aufruf „Free palestine from the river to the sea“ (zu deutsch: „Ein freies Palästina vom Fluss bis zum Meer“), der auch als Code für die Auslöschung des Staats Israel bekannt ist. Auch den in dieser Woche von linken Gruppierungen skandierten Ruf „Free palestine from Geman guilt“ findet sich auf dem Account.

20 Oktober 2023 0 Kommentare
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Archive

Israel: Greta Thunberg sorgt mit Gaza-Protestbild für Kontroverse

von Fremdeninfo 20 Oktober 2023
von Fremdeninfo

 

Israel: Greta Thunberg sorgt mit Gaza-Protestbild für Kontroverse

Artikel von Marc Röhlig Der Spiegel

 

Aktivistin Greta Thunberg widmet ihren aktuellen Klimastreik einseitig der palästinensischen Seite. Auf Instagram teilte sie zuvor einen Beitrag mit »Genozid«-Vergleich. Die Hamas erwähnt sie in ihren Posts nicht.

Israel: Greta Thunberg sorgt mit Gaza-Protestbild für Kontroverse © gretathunberg / Instagram

 

: »Niederschmetternd, den Entwicklungen in Jerusalem und Gaza zu folgen. #SaveSheikhJarrah«. Dass Raketen der Hamas auch damals auf Israel gefeuert wurden, kommt dabei nicht vor. (Wann und wie der Konfl

Im Netz ist es seit dem Angriff der Hamas auf Israel an Zwischentönen rar geworden. Viele positionieren sich klar aufseiten Israels – oder der Palästinenser. So auch Greta Thunberg. Nach dem Weiterleiten eines umstrittenen Streikaufrufs hat sich die bekannte Klimaschützerin nun mit eigenen Worten mit den Menschen im Gazastreifen solidarisiert.

Auf Instagram veröffentlichte Thunberg ein Foto, dass sie gemeinsam mit drei weiteren Aktivistinnen zeigt. Der aktuelle Freitagsstreik sei der »Solidarität mit Palästina und Gaza« gewidmet, schreibt Thunberg. »Die Welt muss ihre Stimme erheben und sich für eine sofortige Feuerpause, Freiheit und Gerechtigkeit für die Palästinenser und alle Zivilisten einsetzen«, heißt es im Post. Dann empfiehlt sie Accounts und Organisationen, die mehr Informationen zur Sache liefern und die man unterstützen könne. Darunter sind palästinensische Hilfsorganisationen, aber auch israelische Friedensorganisationen wie Btsalem.

In den Kommentaren loben viele Nutzerinnen und Nutzer Thunbergs klaren Appell für Frieden – viele andere kritisieren aber, dass sie kein Wort über den Hamas-Terrorismus verliert, der von Gaza ausgeht. Auch in früheren Einlassungen zur aktuellen Krise lassen sich weder auf Instagram noch auf dem X-Profil von Thunberg Inhalte finden, die auf die israelische Seite eingehen würden.

Fragwürdige Instagram-Story

Bereits in der Nacht sorgte Thunberg mit dem Beitrag einer Organisation für Aufsehen, den sie in ihrer Instagram-Story teilte. Darin wird zu einem globalen Streik am Freitag aufgerufen – um ein Zeichen »gegen den Genozid in Gaza und den repressiven Terror vieler westlicher Staaten gegen alle, die sich solidarisch mit Palästina zeigen und danach handeln«.

Die Organisation »Palästina Spricht« erstellte den Beitrag auf Instagram bereits vor vier Tagen. Nach eigenen Angaben handelt es sich um eine »politische, feministische, demokratische, antirassistische Bewegung in Deutschland für palästinensische Rechte«. Auf dem Account finden sich etwa kritische Statements zu verbotenen Demonstrationen in Berlin. In einem Beitrag heißt es »Free Palestine from the river to the sea«. Gemeint ist die Fläche zwischen Jordan und dem Mittelmeer, der Spruch kann daher als Aufruf zur Auslöschung des Staates Israels verstanden werden. So stufte ein Experte der Recherche-& Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) den Satz in einem Interview mit der »Deutschen Welle« vor ein paar Jahren als antisemitisch ein.

Thunberg war bereits 2021 mit einem Post zum Konflikt zwischen Israel und der Hamas aufgefallen. Zu einem Beitrag der Autorin Naomi Klein, die Israel »ein Kriegsverbrechen nach dem anderen« vorwarf, schrieb Thunberg

20 Oktober 2023 0 Kommentare
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Zentralrat der Muslime warnt vor Pauschalverdacht wegen Pro-Palästina-Protesten

von Fremdeninfo 20 Oktober 2023
von Fremdeninfo

Zentralrat der Muslime warnt vor Pauschalverdacht wegen Pro-Palästina-Protesten

Die Welt

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland dpa/Friso Gentsch © Bereitgestellt von WELT

 

In Berlin kam es nach dem Hamas-Angriff auf Israel immer wieder zu pro-palästinensischen Demonstrationen, inklusive Krawallen. Der Zentralrat der Muslime sieht die islamische Religionsgemeinschaft in Deutschland unter Generalverdacht und teilweise mit unwahren Behauptungen konfrontiert.

Der Zentralrat der Muslime hat angesichts der Proteste zum Nahost-Konflikt in Deutschland vor pauschalen Verdächtigungen von Muslimen gewarnt. In einer Erklärung forderte der Zentralrat am Freitag zudem, öffentliche Kritik am Vorgehen Israels im Gaza-Streifen äußern zu können, ohne sich gleich dem Verdacht der Terrorunterstützung auszusetzen. Der Zentralrat beklagte eine „neue Eskalationsstufe beim Verleumden und Dämonisieren von Muslimen“.

Die islamischen Religionsgemeinschaften in Deutschland würden „immer wieder – und aktuell mit teils ungeheuren Unwahrheiten – an den Pranger gestellt“, erklärte der Zentralrat. „Sie sollen sich, so die Forderung, erneut von Gewalt und Terror distanzieren, obwohl sie das in der Vergangenheit schon mehrmals und sehr deutlich getan haben.“ So hätten die muslimischen Gemeinden den „terroristischen Anschlag gegen die Zivilbevölkerung in Israel durch die Hamas“ klar verurteilt.

Dennoch würden „bewusst Falschinformationen gestreut, wie die Behauptung, Muslime hätten sich nicht distanziert oder in Predigten wäre Hetze betrieben worden“, heißt es in der Erklärung. Dies gefährde „das Zugehörigkeitsgefühl der Muslime, insbesondere auch der jüngeren Generation“.

Der Zentralrat beklagte zudem die Schwierigkeit, öffentliche Kritik am Vorgehen Israels im Gaza-Streifen zu üben. „Das Eintreten für das würdevolle Leben eines Volkes oder auch Beileidsbekundungen“ dürften nicht als „Hetze und Verherrlichung von Terror definiert werden“. Der „Hinweis auf Verhältnismäßigkeit bei der Ausübung des Rechts auf Selbstverteidigung“ sei keine „Relativierung schändlicher Terrorattacken“.

Der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, Aiman Mazyek, will am Freitagabend als ein Signal der Solidarität in Berlin die Synagoge Sukkat Schalom besuchen. Geplant sei die Teilnahme am Schabbat-Gottesdienst von Rabbiner Andreas Nachama, hieß es.

20 Oktober 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Koalition lehnt generellen Abschiebestopp im Winter ab

von Fremdeninfo 19 Oktober 2023
von Fremdeninfo

Koalition lehnt generellen Abschiebestopp im Winter ab

Artikel von dpa •

 

Kai Wegner und Franziska Giffey nehmen an der Plenarsitzung teil. © Carsten Koall/dpa

 

Die schwarz-rote Koalition im Berliner Abgeordnetenhaus hat Forderungen der Linken nach einem sofortigen Winterabschiebestopp für alle abgelehnten Asylbewerber zurückgewiesen. Eine solche Forderung sei «schlichtweg Unfug», sagte der CDU-Innenpolitiker Burkard Dregger am Donnerstag in einer Parlamentsdebatte.

Er erinnerte an die Rechtslage, wonach einen Schutzstatus in Deutschland nur Menschen genießen, die in ihren Heimatstaaten politisch verfolgt werden. Eine Abschiebung derjenigen, die nicht schutzbedürftig seien, sei rechtlich ausdrücklich vorgesehen.

Die Anerkennungsquote von Asylbewerbern aus Staaten wie Moldau, Georgien, Kosovo oder Nordmazedonien liege seit Jahren unter einem Prozent. Bei Menschen etwa aus Algerien, Tunesien oder Marokko sei sie ebenfalls sehr gering.

Außerdem gebe es keinen Grund, abgelehnte Asylbewerber zum Beispiel aus Eritrea, Guinea, Elfenbeinküste oder Nigeria im Winter nicht abzuschieben: Dort herrschten zu der Jahreszeit warme oder heiße Temperaturen. «Wir werden die Ausreisepflicht konsequent durchsetzen, und wir werden dabei die gesetzlich verbrieften Rechte der Humanität wahren», sagte er.

SPD-Politiker Martin Matz verwies auf den Koalitionsvertrag, in dem steht: «Im Winter soll auf Abschiebungen verzichtet werden, wenn Witterungsverhältnisse dies humanitär gebieten.» Er gehe davon aus, dass zur Umsetzung in den nächsten Tagen eine Regelung gefunden werde, «die dem Gesetz und der Humanität Rechnung trägt». Sie sollte nach seiner Einschätzung für Dezember bis Februar gelten. Einen pauschalen Abschiebestopp für alle werde es nicht geben, derartiges sei auch in den Vorjahren nicht beschlossen worden.

Der Linke-Politiker Ferat Kocak argumentierte, ein Abschiebestopp sei aus humanitären und politischen Gründen geboten. In manchen Herkunftsländern drohe Rückkehrern bei Kälte Obdachlosigkeit, und in manchen vermeintlich sicheren Staaten Verfolgung und Diskriminierung.

Über einen Winterabschiebestopp muss der Senat befinden. Eine gemeinsame Linie in der Frage war dort zuletzt nicht erkennbar. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte in einem Interview vor kurzem gesagt, man müsse mit der SPD darüber sprechen, ob sich Berlin einen Winterabschiebestopp angesichts hoher Zugangszahlen und fehlender Unterkünfte für Geflüchtete noch leisten könne. Sozial- und Integrationssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) hatte sich dagegen für einen Winterabschiebestopp wie in den vergangenen Jahren ausgesprochen.

19 Oktober 2023 0 Kommentare
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Wer Terror der Hamas öffentlich feiert, „muss Konsequenzen spüren“, sagt Habeck

von Fremdeninfo 17 Oktober 2023
von Fremdeninfo

 

Wer Terror der Hamas öffentlich feiert, „muss Konsequenzen spüren“, sagt Habeck

 

 Von: Die Welt

Robert Habeck fordert schnelle Konsequenzen für die Verbreitung von Antisemitismus auf deutschen Straßen. Derweil droht der Iran Israel mit einer „Präventiv-Aktion“. Mehr im Liveticker.

Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) hat Konsequenzen für die Verbreitung von Antisemitismus auf deutschen Straßen gefordert. Der Wirtschaftsminister sagte am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur: „Die ganz große Mehrheit der Muslime in Deutschland blickt mit der gleichen Abscheu auf die Massaker der Hamas. Aber: Wer den Terror der Hamas in Deutschland öffentlich feiert und Antisemitismus verbreitet, der muss Konsequenzen spüren.“ Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) habe ja auch bereits Konsequenzen angekündigt. „Die müssen jetzt schnell folgen.“

Faeser hatte angekündigt, alle rechtlichen Möglichkeiten zur Ausweisung von Hamas-Unterstützern zu nutzen. Seit dem Terrorangriff auf Israel vom 7. Oktober mit Hunderten Toten kam es mehrfach zu pro-palästinensischen Demonstrationen, bei denen zum Teil einige Teilnehmer die islamistische Hamas bejubelten.

Alle Entwicklungen im Liveticker:

09:32 Uhr – Jordanischer König gegen Aufnahme von Palästinensern

Der jordanische König Abdullah hat es als „rote Linie“ bezeichnet, dass Palästinenser aus dem Gazastreifen aus dem Land gedrängt werden. „Keine Flüchtlinge in Jordanien, keine in Ägypten“, sagt er. Das Problem müsse innerhalb des Gazastreifens gelöst werden und könne nicht auf andere Länder verlagert werden. Jordaniens Bevölkerung bestehe bereits zu einem Drittel aus Palästinensern.

09:22 Uhr – Baerbock: Arbeiten Tag und Nacht an Freilassung der Hamas-Geiseln

Außenministerin Annalena Baerbock hat vor dem Besuch von Kanzler Olaf Scholz (SPD) in Israel die Bemühungen der Bundesregierung unterstrichen, die deutschen Hamas-Geiseln im Gazastreifen zu retten. „Diese Gespräche sind wahnsinnig komplex und wahnsinnig schwierig“, sagte die Grünen-Politikerin am Dienstag am Rande der vierten Moldau-Unterstützerkonferenz in Chisinau, der Hauptstadt von Moldau, der kleinen Nachbarrepublik der Ukraine. Sie ergänzte: „Wir arbeiten mit allen Akteuren, die dazu beitragen können (daran), die zivilen Geiseln zu befreien.“

09:16 Uhr – Gaza-Übergang nach Ägypten bleibt weiter geschlossen

Auch am elften Tag nach dem Hamas-Massaker in Israel und dem Beginn israelischer Gegenangriffe bleibt der Grenzübergang Ägyptens zum Gazastreifen geschlossen. Eine israelische Armeesprecherin konnte Berichte über neue Luftangriffe Israels in der Nähe des Rafah-Grenzübergangs im Süden des Palästinensergebiets am Dienstag weder bestätigen noch dementieren. Die Luftwaffe greife Ziele im Gazastreifen an, sagte sie lediglich. „Wir sind

mitten in einem Krieg.“ Vergangene Woche hatte die Armee mitgeteilt, sie habe bei Rafah einen unterirdischen Tunnel angegriffen, der zum Waffenschmuggel in den Gazastreifen gedient habe.

08:40 Uhr – Iran droht mit „Präventiv-Aktion“ gegen Israel

Angesichts der israelischen Vorbereitungen für eine Bodenoffensive im Gazastreifen hat der Iran mit einer „Präventiv-Aktion“ gedroht. „In den kommenden Stunden“ sei mit der „Möglichkeit einer Präventiv-Aktion der Achse des Widerstands zu rechnen“, sagte Außenminister Hossein Amir-Abdollahian am Montagabend im Staatsfernsehen. Die Bezeichnung „Achse des Widerstands“ steht für palästinensische, libanesische, syrische und weitere Bewegungen, die dem Iran nahe stehen und Israel feindlich gegenüberstehen.

Mit Blick auf sein Treffen mit dem Führer der pro-iranischen libanesischen Hisbollah-Miliz am Wochenende sagte Amir-Abdollahian, die „Widerstandsführer“ würden nicht zulassen, dass Israel „im Gazastreifen tut was es will“.

08:09 Uhr – Schmiererei und Graffiti mit Nahost-Bezug: Staatsschutz ermittelt

Der Staatsschutz MV ermittelt im Zusammenhang mit einem großflächigen Graffiti-Schriftzug mit Nahost-Bezug an einem Mehrfamilienhaus in Rostock. Wie eine Polizeisprecherin am Dienstag sagte, sprühten Unbekannte den Spruch „Free Gaza from Hamas“ (übersetzt: „Befreit Gaza von der Hamas“) mit Farbe an die Wand des Hauses, das nicht weit von der Jüdischen Gemeinde im Stadtteil Reutershagen steht. Polizisten hatten das etwa fünf Meter lange Graffiti am Montagabend entdeckt.

06:43 Uhr – Trump lehnt Asyl für Palästinenser aus Gaza ab

Der frühere US-Präsident Donald Trump will für den Fall seiner Rückkehr ins Weiße Haus keine Migranten aus dem Gazastreifen ins Land lassen. Zudem werde er das Einreiseverbot für Bürger aus muslimisch geprägten Ländern aus seiner ersten Amtszeit ausweiten, sagte Trump bei einer Wahlkampfkundgebung in Clive, einem Vorort von Des Moines, der Hauptstadt des Staats Iowa.

05:00 Uhr – Scholz reist nach Tel Aviv

Er ist der erste Regierungschef, der Israel nach dem verheerenden Terrorangriff der islamistischen Hamas mit einem Besuch seine Solidarität zeigt: Bundeskanzler Olaf Scholz wird am Dienstag in Tel Aviv den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu treffen und mit Angehörigen von Geiseln der von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuften Hamas zusammenkommen.

03:51 Uhr – USA versetzen 2000 Soldaten in Alarmbereitschaft

Die USA haben übereinstimmenden Medienberichten zufolge Truppen des US-Militärs in Einsatzbereitschaft versetzt. Etwa 2000 Soldaten bereiteten sich derzeit auf einen möglichen Einsatz zur Unterstützung Israels vor, berichten unter anderem das „Wall Street Journal“, die Sender CNN und NBC News unter Berufung auf nicht namentliche genannte Quellen aus dem US-Verteidigungsministerium.

02:07 Uhr – Biden will Mittwoch nach Israel reisen

US-Präsident Joe Biden plant, am Mittwoch nach Israel zu reisen. Biden werde „die Solidarität der USA mit Israel sowie unser eisernes Engagement für die Sicherheit des Landes bekräftigen“, sagte US-Außenminister Antony Blinken nach einem langen Gespräch mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Tel Aviv.

02:00 Uhr – Israelisches Militär nimmt Ziele der Hisbollah im Libanon unter Beschuss

Das israelische Militär hat erneut Stellungen der Hisbollah im Libanon angegriffen. Die Armee attackiere gegenwärtig Posten der Schiiten-Miliz, teilte das israelische Militär am frühen Dienstagmorgen mit.

Seit den verheerenden Terrorattacken der Hamas auf Israel und den Gegenschlägen der israelischen Armee auf den Gazastreifen kam es in den vergangenen Tagen regelmäßig zu Zwischenfällen an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon, die Sorgen vor einer weiteren Eskalation schüren.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warnte die Hisbollah-Miliz und den Iran vor Angriffen auf Israel. „Stellt uns im Norden nicht auf die Probe“, sagte Netanjahu am Montag im Parlament zu Beginn der Wintersitzungsperiode. „Wiederholt nicht euren früheren Fehler, weil der Preis diesmal viel schlimmer sein wird.“ US-Präsident Joe Biden habe ihnen auf Englisch gesagt: „Don‘t do it“ (Tut es nicht). Netanjahu: „Ich sagte Euch auf Hebräisch: Seid vorsichtig.“

01:45 Uhr – Russische Nahost-Resolution scheitert im UN-Sicherheitsrat

Ein russischer Resolutionsentwurf für eine „humanitäre Feuerpause“ und die Freilassung der israelischen Geiseln im Gazastreifen hat vom Weltsicherheitsrat nicht die erforderliche Mehrheit erhalten. Der Text bekam vor dem mächtigsten Gremium der Vereinten Nationen in New York nur 5 der 15 möglichen Stimmen und verfehlte damit wie zuvor erwartet die Annahme. Der terroristische Angriff der islamistischen Organisation Hamas wurde in dem russischen Entwurf nicht direkt verurteilt.

Die Abstimmung über einen konkurrierenden brasilianischen Text wurde auf Dienstag um 18 Uhr (Mitternacht MESZ) verschoben.

01:32 Uhr – USA haben mehr als 1000 Personen evakuiert

Die USA haben nach eigenen Angaben seit Freitag fast 1000 US-Bürger und ihre Angehörigen mit Charterflügen des US-Außenministeriums aus Israel nach Europa ausgeflogen. Mehr als 4000 Plätze in Flugzeugen und auf Schiffen hätten zur Verfügung gestanden, doch seien die Flüge und andere Transportmöglichkeiten meist nur zur Hälfte oder gar nicht ausgelastet gewesen, sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums der Nachrichtenagentur Reuters. Die Flüge von Tel Aviv würden aber bis mindestens Donnerstag fortgesetzt.

00:45 Uhr – Israelische Armee: Leiter des Schura-Rates der Hamas getötet

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff im Gazastreifen den Chef des Schura-Rats der Hamas getötet. Osama Mazini sei für die Gefangenen der Hamas verantwortlich gewesen und habe terroristische Aktivitäten gegen Israel geleitet, teilte die israelische Armee mit. Der Schura-Rat wählt das Politbüro der Hamas, das wiederum die oberste Entscheidungsinstanz der im Gazastreifen herrschenden Organisation ist.

17 Oktober 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Zwei Tote nach Schüssen in Brüssel

von Fremdeninfo 17 Oktober 2023
von Fremdeninfo

Zwei Tote nach Schüssen in Brüssel

 Von: FAZ

 

 

Untersuchungen am Tatort in Brüssel am Montagabend direkt nach der Tat © AP

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Schweden in Brüssel ist der mutmaßliche Attentäter weiter auf der Flucht. Es solle sich um einen Mann tunesischer Herkunft handeln, der sich illegal in Belgien aufgehalten habe, sagte Belgiens Premierminister Alexander De Croo am frühen Dienstagmorgen. Für die belgische Hauptstadt war am Montagabend die höchste Terrorstufe ausgerufen worden. Wegen eines „potenziell terroristischen Motivs“ zog die Bundesstaatsanwaltschaft die Ermittlungen an sich. Einige Medien berichteten, dass die Schüsse einen islamistischen Hintergrund haben könnten.

Trauer und Fassungslosigkeit im Brüsseler Stadion: Schwedische Fans stehen nach der Bluttat unter Schock.

Trauer und Fassungslosigkeit im Brüsseler Stadion: Schwedische Fans stehen nach der Bluttat unter Schock. © AFP

De Croo sagte, weil die Bedrohungslage für Brüssel auf die höchste Stufe hochgestuft worden sei, werde es nun eine verstärkte Polizeipräsenz geben. Auch an einer Reihe von sensiblen Orten, insbesondere an Orten, die mit der schwedischen Gemeinschaft in Verbindung stehen, würden verstärkte Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt. Auch im restlichen Land gebe es verstärkte Kontrollen. De Croo rief alle Menschen in Brüssel zu erhöhter Wachsamkeit auf. Am Nachmittag solle der nationale Sicherheitsrat zusammenkommen.

Am frühen Montagabend war laut Nachrichtenagentur Belga ein bewaffneter Mann im Norden der Innenstadt von einem Roller abgestiegen und hatte auf der Straße Schüsse abgegeben. Als mehrere Menschen in einen Hauseingang flohen, soll er sie verfolgt und auf sie geschossen haben. Die Polizei bestätigte diese Angaben zunächst nicht. Ein drittes Opfer, ein Taxifahrer, ist laut Staatsanwaltschaft inzwischen außer Lebensgefahr.

EM-Qualifikationsspiel abgebrochen

Die beiden Schweden starben rund fünf Kilometer entfernt vom Brüsseler Fußballstadion, wo die Nationalmannschaften Belgiens und Schwedens in einem EM-Qualifikationsspiel gegeneinander spielten. Das Spiel wurde abgebrochen. Die Nachricht vom Tod der beiden Schweden verbreitete sich in der Halbzeitpause. Nach Angaben des schwedischen TV-Senders SVT hätten die Spieler der schwedischen Nationalmannschaft daraufhin beschlossen, das Spiel nicht fortzusetzen. Die belgischen Nationalspieler hätten sich dem angeschlossen. Mehrere Tausend Menschen mussten aus Sicherheitsgründen zunächst im Brüsseler Fußballstadion ausharren. Erst kurz vor Mitternacht dürften sie das Stadion verlassen können.

Beamte sorgten für zusätzlichen Schutz der schwedischen Staatsangehörigen und begleiteten die schwedischen Nationalspieler direkt zum Flughafen, damit sie sicher abreisen konnten. Dies erklärte der Geschäftsführer des belgischen Fußballverbands gegenüber dem belgischen Sender RTBF. Die Mannschaft sei zurückgeflogen, teilte der schwedische Fußballverband SvFF am Dienstagmorgen mit: „Die Spieler und Manager kehren jetzt zu ihren Vereinen zurück.“

Solidarische Gesänge im Stadion

Die Zuschauer hatten zuvor den kühlen Temperaturen und ihren Sorgen getrotzt und gesungen: „Alle zusammen, alle zusammen!“ Laut Angaben des schwedischen Verbandes verließen um 4 Uhr die letzten Gäste-Anhänger das Stadion. Alle Hotels, in denen die schwedischen Fans untergebracht sind, stünden unter Polizeischutz. „Insgesamt haben rund 400 Schweden im Laufe des Abends und der Nacht Hilfe erhalten“, sagte SvFF-Sicherheitschef Martin Fredman.

Der schwedische Fußball-Nationaltrainer Janne Andersson war in der Halbzeit von den Vorfällen unterrichtet worden. „Wir können nicht Fußball spielen, wenn so etwas passiert. Wir und Belgien waren uns völlig einig, dass wir nicht weiterspielen werden“, sagte Andersson und ergänzte: „Es ist völlig widerlich.“ Beim Abbruch in der Halbzeit stand es 1:1. Ob und wann die Begegnung fortgesetzt wird, ist offen. Belgien hatte sich bereits am vergangenen Freitag in der Gruppe F für die Endrunde in Deutschland (14. Juni bis 14. Juli) qualifiziert.

Es ist nicht das erste Mal, dass in Brüssel Menschen Opfer eines Anschlags werden. Erst vor rund vier Wochen endete der Prozess zu den Brüsseler Terroranschlägen von 2016. Drei Selbstmordattentäter der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) hatten damals Bomben am Brüsseler Flughafen Zaventem sowie in einer U-Bahn-Station im Herzen der belgischen Hauptstadt gezündet. Sie töteten über 30 Menschen, 340 wurden verletzt. Für Fassungslosigkeit bei den Hinterbliebenen sorgten damals auch Medienberichte, wonach mehrere der Angeklagten vor den Anschlägen von den belgischen Sicherheitsbehörden überwacht worden waren – und später dennoch ihre Bluttaten verüben konnten.

Schwedische Staatsangehörigkeit mögliche Motivation

In sozialen Netzwerken wurde nach Angaben der Bundesanwaltschaft ein Beitrag einer Person geteilt, die sich als der Angreifer ausgegeben habe und behauptet habe, von der Terrororganisation „Islamischer Staat“ inspiriert zu sein. Zudem wird im Internet ein Video geteilt, das die Tat zeigen soll.

Die Nachrichtenagentur Belga zitierte einen Sprecher der Bundesstaatsanwaltschaft, wonach auch die schwedische Staatsangehörigkeit der Opfer eine Motivation für die Tat sein könnte. In diesem Jahr hatten Menschen in Schweden und später auch in Dänemark mehrmals Koran-Exemplare verbrannt und damit wütende Reaktionen unter Muslimen ausgelöst. Für die skandinavischen Länder hatte all das diplomatischen Ärger nach sich gezogen.

Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson rief seine Landsleute in Belgien zur Vorsicht und Wachsamkeit

V

Behörden „zu größter Entschlossenheit auf, um unsere nationale Gemeinschaft zu schützen und so schnell wie möglich Licht ins Dunkel zu bringen“.

Frankreich will Grenzkontrollen verschärfen

Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin kündigte an, die Grenzkontrollen zum Nachbarland Belgien verschärfen zu wollen. Am Freitag war an einer Schule in Nordfrankreich ein Französischlehrer von einem radikalisierten ehemaligen Schüler getötet worden. In dem Land gilt seitdem die höchste Alarmstufe.

17 Oktober 2023 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Asylbewerber muss Deutschland verlassen – springt in den Tod

von Fremdeninfo 17 Oktober 2023
von Fremdeninfo

 

Asylbewerber muss Deutschland verlassen – springt in den Tod

Artikel von Marvin Graewert

Polizist kann Mann nicht festhalten

Asylbewerber muss Deutschland verlassen – springt in den Tod

Ein Rettungswagen parkt vor der geöffneten Tür eines Wohnhauses (Symbolbild): Der 33-Jährige erlag seinen Verletzungen noch vor Ort. (Quelle: Boris Roessler/dpa/Symbolbild/dpa-bilder) © T – Online

Der Mann war gerade dabei, seine letzten Sachen zu packen, als die Polizei auftauchte. Warum der 33-Jährige sich dann vom Balkon stürzte, ist unklar.

Beim Versuch, einen abgelehnten Asylbewerber in die Niederlande zu überführen, hat sich ein 33-Jähriger in Hainichen aus dem 5. Stockwerk gestürzt. Der Mann war gerade dabei, seine persönlichen Gegenstände einzupacken, als er vom Balkon seiner Wohnung rund 15 Meter in den Tod sprang.

Ein Polizist konnte den Mann während des Absprungs zunächst noch am Arm greifen, den tödlichen Sturz jedoch nicht verhindern, teilte die Landesdirektion Sachsen am Montag mit.

Hainichen: Rettungskräfte können Asylbewerber nicht mehr retten

Der Asylbewerber sollte im Rahmen des sogenannten Dublin-Verfahrens in das EU-Land zurückgeführt werden, das für die Prüfung des gestellten Asylantrags zuständig ist. Die Regelung basiert auf der Dublin III-Verordnung: Nach Feststellung der Zuständigkeit muss die Überstellung des Antragstellers grundsätzlich innerhalb von sechs Monaten erfolgen.

Obwohl unverzüglich medizinische Maßnahmen eingeleitet worden seien, erlag der 33-Jährige noch vor Ort seinen Verletzungen. Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Verstorbenen hätten nicht vorgelegen.

Hinweis: Falls Sie viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.

Verwendete Quellen:

・medienservice.sachsen.de: Pressemitteilung der Landesdirektion Dresden vom 16. Oktober 2023

Weitere interessante Artikel:

・Mitten in Deutschland: Touristen von plötzlichem Wintereinbruch überrascht

17 Oktober 2023 0 Kommentare
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Kultur

Frankfurter Buchmesse: Offener Brief fordert mehr Raum für palästinensische Stimmen

von Fremdeninfo 16 Oktober 2023
von Fremdeninfo

Frankfurter Buchmesse: Offener Brief fordert mehr Raum für palästinensische Stimmen

Artikel von Xaver von Cranach -Der Spiegel

 

 

ehr als 600 Unterzeichnende, darunter drei mit dem Nobelpreis geehrte: Autoren und Autorinnen kritisieren, dass die Palästinenserin Adania Shibli nicht auf der Buchmesse ausgezeichnet werden soll.

 

Frankfurter Buchmesse: Offener Brief fordert mehr Raum für palästinensische Stimmen © Alamy Stock Photos / Marco Destefanis / mauritius images

 

In einem offenen Brief fordern über 600 Schriftsteller, Autoren und Menschen aus der Literaturbranche die Frankfurter Buchmesse dazu auf, palästinensischen Stimmen mehr Platz zu geben.

Hintergrund ist die Verschiebung eines Literaturpreises, den die palästinensische Autorin Adania Shibli für ihren Roman »Eine Nebensache« erhalten sollte. Wie der Verein Litprom bekannt gab, werde man der Autorin den Preis zwar verleihen, aber zu einem späteren Zeitpunkt und nicht auf der Messe.

Gegen dieses Statement nun richtet sich der offene Brief, den namhafte Autoren und Autorinnen wie die drei Nobelpreisträger Abdulrazak Gurnah, Annie Ernaux und Olga Tokarczuk unterschrieben haben. Weitere prominente Namen sind Ian McEwan, Judith Butler und Eva Menasse.

Im offenen Brief heißt es unter anderem, dass die Entscheidung, die Verleihung zu verschieben, anders als von Litprom zunächst behauptet, nicht im Einvernehmen mit der Autorin getroffen wurde. Sondern, dass Adania Shibli sehr wohl gern zur Preisverleihung erschienen wäre, um die Gelegenheit zu nutzen, »um über die Rolle von Literatur in dieser entsetzlichen und schmerzhaften Zeit zu reflektieren.«

Zitiert wird Shiblis englischer Verleger, Jacques Testard vom Fitzcarraldo-Verlag: »Einer der Zwecke von Literatur ist es, Verständigung und Dialog zwischen den Kulturen anzuregen. In einer Zeit solch entsetzlicher Gewalt und grauenvollen Leids hat die weltgrößte Buchmesse die Pflicht, für literarische Stimmen aus Palästina und Israel einzutreten«.

Zuvor hatte Buchmesse-Direktor Juergen Boos bekräftigt, man wolle angesichts der Geschehnisse in Israel »jüdische und israelische Stimmen auf der Buchmesse nun besonders sichtbar machen«. Zum Beispiel werde die in Tel Aviv und Berlin lebende Autorin und Friedensaktivistin Lizzie Doron bei der Literaturgala am Samstag auf das aktuelle Geschehen in Israel Bezug nehmen.

In dem Brief heißt es nun: »Die Frankfurter Buchmesse hat als bedeutende internationale Buchmesse die Verantwortung, Raum für palästinensische Schriftsteller*innen zu schaffen, in dem diese ihre Gedanken, Gefühle und Reflexionen zur Rolle von Literatur in diesen schrecklichen Zeiten mitteilen können – nicht, sie zum Schweigen zu bringen.«

16 Oktober 2023 0 Kommentare
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Religion

Bundespräsidenten sein“

von Fremdeninfo 14 Oktober 2023
von Fremdeninfo

Bundespräsidenten sein“

Artikel von Nikolaus Dol

 

Die Terrorattacken auf Israel und Reaktionen von Muslimen in Deutschland ziehen Forderungen nach einem Kurswechsel im Umgang mit islamischen Organisationen nach sich. Ein „,Ja, aber’“ dürfe es jetzt nicht geben, heißt es parteiübergreifend. Besonders im Fokus: der Zentralrat der Muslime.

 

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime. Institutionen der muslimischen Gemeinden stehen in der Kritik picture alliance/SZ Photo/Metodi Popow © Bereitgestellt von WELT

 

Islamische Organisationen in Deutschland haben zur Besonnenheit aufgerufen, nachdem die Hamas Muslime auf der ganzen Welt dazu aufgefordert hatte, Israel zu attackieren und den Freitag dieser Woche in einen „Tag des Zorns“ zu verwandeln. Überall, auch in Deutschland. Die Türkische Gemeinde in Deutschland etwa, der Koordinationsrat der Muslime oder der Rat der Berliner Imame sprachen sich klar gegen den Terror der Hamas aus. Dennoch stehen Institutionen der muslimischen Gemeinden in der Kritik.

Denn längst nicht alle distanzieren sich eindeutig und ohne jede Einschränkung von der Hamas und den Gräueltaten der Terrororganisation – darunter zum Beispiel der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD).

„Zu lange wurden auch Islamverbände hofiert und unterstützt, die fragwürdige Mitglieder haben, teilweise aus dem Ausland beeinflusst werden oder radikale Ansichten vertreten“, sagte Jens Spahn, Vizevorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag, WELT AM SONNTAG. „Wenn das Existenzrecht Israels deutsche Staatsräson ist“, sagte Spahn, „kann ein Verband wie der Zentralrat der Muslime nicht weiter Ehrengast des Bundespräsidenten oder der Bundesregierung sein, zumal er eine Mini-Minderheit der Muslime in Deutschland vertritt.“ Spahn fordert: „Wer den Antisemitismus-Test nicht besteht, darf kein Gesprächspartner sein.“

Der Zentralrat der Muslime hatte am vergangenen Sonntag, dem Tag nach den ersten Attacken der Hamas, zwar erklärt, man verurteile diese Angriffe und rufe dazu auf, die Gewalt sofort zu beenden. Der Rat fordert aber auch, „alle Seiten“ müssten „jetzt die Kampfhandlungen sofort einstellen“. Zugleich teilte er mit, es sei zutiefst verstörend, „dass Siedler flankiert durch die israelische Armee seit zwei Jahren palästinensische Dörfer und die Al-Aksa-Moschee angreifen, ohne dass die internationale Gemeinschaft eingreift“.

SPD: „Ohne Wenn und Aber“ für Israel

Diese Täter-Opfer-Umkehr ruft scharfe Kritik hervor. SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese erklärte zu den Aussagen des ZMD: „Eine Relativierung der brutalen Barbarei der Hamas-Terroristen an unschuldigen Opfern in Israel ist vollkommen inakzeptabel. Ein ,Ja, aber’ darf es angesichts der zutiefst unmenschlichen und widerwärtigen Geschehnisse nicht geben“, sagte Wiese. „Wir stehen an der Seite unserer israelischen Freunde – ohne Wenn und Aber.“ Auch Abgeordnete der Grünen und der FDP reagierten empört.

Die innenpolitische Sprecherin der Grünen im Parlament, die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor, spannt den Bogen über den Zentralrat der Muslime hinaus: Die vier großen Islamverbände hätten Einfluss auf einen großen Teil von organisierten Muslimen in Deutschland, davon machten sie zu wenig Gebrauch. „Ich appelliere an sie, auch als gläubige Muslima, sowie an Moscheegemeinden eine eindeutige Abgrenzung von Gewalt und Terror, egal gegen wen“, so Kaddor. „Es muss eine klarere Haltung dazu geben und die ,Ja-Aber-Rhetorik’ zum Ende kommen“ – eine klare Haltung fehle in manchen Gemeinden.

Die Frage ist, wie darauf reagiert werden sollte, dass ein Verband wie der ZMD die

die Gräuel der Hamas mit Israelkritik kommentiert und es in Berlin-Neukölln und anderen Orten Deutschlands Pro-Hamas-Veranstaltungen als Reaktion auf die Massaker in Israel gegeben hat.

Der Zentralrat der Muslime disqualifiziere sich mit seiner „erschreckenden Haltung“ selbst, sagt die religionspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Sandra Bubendorfer-Licht. „Das Problem geht aber darüber hinaus. Die Reaktionen der islamischen Gemeinschaft Milli Görüs und Ditib sind in Teilen ebenso verstörend“, erklärt die Abgeordnete. „Daher ist es umso wichtiger, dass wir in einer Sondersitzung der Deutschen Islamkonferenz, zu der Bundesministerin Faeser jetzt einladen muss, diese nicht hinnehmbare Haltung klar und deutlich ansprechen.“ Nötig sei, den enormen Einfluss ausländischer Regierungen auf Moscheegemeinden und Verbände zu verringern.

CDU: „Liberale Muslime“ brauchen „endlich“ mehr Unterstützung

Unions-Fraktionsvize Spahn kommt zu dem Ergebnis, dass hierzulande mit scheinbar weniger radikalen Verbänden zusammengearbeitet wurde in der Hoffnung, damit die ganz radikalen zu bekämpfen. „Doch das ist ein Trugschluss. Stattdessen müssen endlich liberale Muslime und ihre Verbände die Unterstützung erfahren, die sie verdienen“,

fordert der CDU-Politiker. Die Liberale Bubendorfer-Licht spricht von lange dominierender „fehlverstandener Toleranz gegenüber Intoleranz“. Sie fordert: „Wir müssen daher dringend die Strukturen des liberalen Islam unterstützen und stärken.“

Die Grünen-Politikerin Kaddor hält es hingegen für falsch, nicht mehr mit den Islamverbänden im Gespräch zu bleiben, einschließlich des Zentralrats der Muslime. „Im Gegenteil, wir sollten den Kreis der Ansprechpartner vergrößern und die allesamt in die Pflicht nehmen, auf einen Islam hinzuwirken, der die Muslime mit diesem Land und seinen Werten verbindet. Das geht nicht mit Schweigen“, sagt sie. Klar sei aber auch, so Kaddor: „Es gibt einen Bodensatz an Menschen mit rechtem Gedankengut in Deutschland. Und wir müssen uns damit abfinden, dass es den auch bei Menschen mit islamistischer Orientierung gibt, die wir nicht mehr erreichen können.“ Der Zentralrat der Muslime äußerte sich auf Anfrage nicht.

14 Oktober 2023 0 Kommentare
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