• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Flüchtlinge

Asylanträge in Deutschland auf Rekordtief – erstmals seit 2015 nicht mehr Spitzenreiter...

19 April 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Keine Arbeit für 20 Asylbewerber – warum Neuss die Vorgaben nicht erfüllt

13 April 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Die in Europa gestellten Asylanträge sind deutlich weniger geworden. In Deutschland wird...

3 März 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Migrationswende mit GEAS: Das ändert sich jetzt für Asylbewerber

27 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Ausreisepflichtige: Poseck verteidigt Handyortung: „Vereinbar mit EU-Recht“

26 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Migrantenboot kollidiert mit Küstenwache vor griechischer Insel – Polizei spricht von 14...

4 Februar 2026 0 Kommentare
Archive

Pro-Palästina-Demonstrationen: Zehntausende Menschen protestieren

von Fremdeninfo 11 November 2023
von Fremdeninfo

 

Pro-Palästina-Demonstrationen: Zehntausende Menschen protestieren

Artikel von Florian Gontek Der Spiegel

Auch am Samstag bekundeten vielerorts Menschen ihre Solidarität mit Palästina. Die Polizei prüfte die Kundgebungen auf volksverhetzende Äußerungen und israelfeindliche Banner – musste aber nur selten eingreifen.

Pro-Palästina-Demonstrationen: Zehntausende Menschen protestieren © TOBIAS SCHWARZ / AFP

Seit dem Ausbruch des Gaza-Israel-Kriegs nach den Attacken vom 7. Oktober rufen propalästinensische Gruppen weltweit immer wieder zu Protesten auf. Nicht immer verläuft das ohne Probleme: Bei zahlreichen Demonstrationen kam es in letzter Zeit zu antisemitischen Parolen und Straftaten. Auch an diesem Samstag gab es breite Solidaritätsbekundungen im In- und Ausland, im Großen und Ganzen verliefen sie jedoch friedlich.

In München sind am Samstagnachmittag nach Angaben der Polizei rund 2500 Menschen zu einer Kundgebung zusammengekommen. Die Demonstration begann am Odeonsplatz und verlief zunächst weitgehend friedlich, wie ein Polizeisprecher sagte. Rund 200 Beamte waren im Einsatz.

Die Teilnehmer forderten unter anderem einen Waffenstillstand im Nahostkonflikt. Die Kundgebung unter dem Namen »Stoppt den Krieg – Freiheit für Palästina« wurde vom Münchner Zweig der Bewegung »Palästina spricht« organisiert.

300.000 Demonstranten in London

In London gingen zur selben Zeit etwa 300.000 Menschen auf die Straße, wie die Polizei mitteilte. Der »Nationale Marsch für Palästina« begann gegen zwölf Uhr Ortszeit in der britischen Hauptstadt. Teilnehmende schwenkten palästinensische Flaggen und riefen Slogans wie »Waffenstillstand jetzt« und »Freies Palästina«. Die Veranstalter hatten mit mehr als 500.000 Menschen gerechnet. Begleitet wurde die Veranstaltung von 1850 Polizisten.

Die Menge zog vom zentralen Hyde Park über die Vauxhall-Brücke zur US-Botschaft an der Themse. Auch britische Gewerkschaften und Politiker beteiligten sich an dem Protestmarsch, darunter der frühere Chef der Labour-Partei, Jeremy Corbyn. Zuletzt hatten mehrere Politiker der traditionell palästinafreundlichen Sozialdemokraten aus Protest gegen die Weigerung des amtierenden Parteichefs Keir Starmer, eine Waffenruhe im Gazastreifen zu fordern, ihre Ämter abgegeben.

Der Protestmarsch fand am wichtigsten britischen Gedenktag für die Weltkriegstoten statt, dem »Armistice Day«. Mit den Feiern am Jahrestag des Waffenstillstands im Ersten Weltkrieg 1918 erinnern die Menschen im Vereinigten Königreich an die gefallenen Soldaten. Premierminister Rishi Sunak hatte es »respektlos« genannt, dass die Veranstaltung stattfindet.

Nur vereinzelte Zwischenfälle in Berlin

Auch in Berlin hatten sich für propalästinensische Demonstrationen Tausende Menschen versammelt. Die Polizei zählte vor Beginn der am Oranienplatz startenden Protestbewegung rund 2600 Menschen, wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte. Mit Sprechchören sowie auf Schildern und Transparenten forderten sie unter anderem Freiheit für Palästina und sprachen mit Blick auf das Vorgehen Israels im Gazastreifen von Genozid.

Die Polizei prüfe, bei welchen Äußerungen es sich um strafrechtlich relevante Inhalte handele und inwiefern eingegriffen werde, sagte die Sprecherin. In mindestens einem Fall griffen Beamte einen Teilnehmer aus der Demo heraus und führten ihn weg. Der Demozug sollte vom Oranienplatz bis zum Platz der Luftbrücke in Berlin-Tempelhof laufen.

In Wuppertal sind nach Polizeiangaben etwa 200 Menschen zu propalästinensischen Demonstration zusammengekommen. Zu einer zeitgleichen proisraelischen Kundgebung in der Innenstadt hätten sich etwa 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammengefunden, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei schrieb am Nachmittag über den Nachrichtendienst X: »Die Versammlung verläuft insgesamt überwiegend friedlich.«

Die größere Kundgebung, bei der viele Menschen Palästinafahnen dabei hatten, war laut Polizei unter dem Motto »Stoppt die israelischen Kriegsverbrechen« angemeldet.

Das sollten auch die polizeilichen Vorgaben für die Demo sicherstellen. Unter anderem hatten die Einsatzkräfte den Demo-Teilnehmern eine ausdrückliche Solidarisierung mit der Terrororganisation Hamas verboten. Auch das Existenzrecht des Staates Israel durfte nicht infrage gestellt werden. Das werde man bei Plakaten, Fahnen oder gerufenen Parolen überprüfen, hatte ein Polizeisprecher angekündigt.

Seit Beginn des Krieges wurden mehr als 11.000 Menschen getötet. Die Zahl der Verletzten wird derzeit auf rund 27.500 geschätzt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

11 November 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Erdoğans Deutschlandbesuch: Fast jeder Zweite wünscht sich Ausladung

von Fremdeninfo 11 November 2023
von Fremdeninfo

 

Erdoğans Deutschlandbesuch: Fast jeder Zweite wünscht sich Ausladung

 
Von: dpa
 

Im Fokus: Recep Tayyip Erdoğan. Foto: Nedim Enginsoy/AP/dpa

Einer Umfrage zufolge ist fast jeder Zweite in Deutschland gegen den geplanten Berlin-Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. In einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 45 Prozent dafür aus, dass Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Erdoğan aufgrund seiner Haltung zur palästinensischen Hamas auslädt.

32 Prozent befürworteten, dass der türkische Präsident trotzdem im Kanzleramt empfangen wird. Fast ein Viertel der Befragten machte keine Angaben. Es wird erwartet, dass Recep Tayyip Erdoğan in der kommenden Woche auf Einladung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zu seinem ersten offiziellen Besuch seit fünf Jahren nach Deutschland kommt. Anlass ist unter anderem das Test-Länderspiel zwischen Deutschland und der Türkei am 18. November.

Erdoğan bezeichnet Hamas als „Befreiungsorganisation“

Das Treffen mit Scholz im Kanzleramt könnte am Freitag stattfinden. Offiziell angekündigt ist es aber noch nicht. Nach der Terrorattacke auf Israel mit mehr als 1.400 Toten hatte Erdoğan die islamistische Hamas als „Befreiungsorganisation“ bezeichnet. Die mit der Türkei in der NATO verbündeten USA und die EU stufen sie dagegen als Terrororganisation ein.

 Erst vor wenigen Tagen brach der türkische Machthaber den Kontakt zu Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ab (DTJ-Online berichtete). Der deutsche Bundestag sowie Kanzler Scholz hatten zuvor immer wieder betont, dass die Sicherheit Israels „deutsche Staatsräson“ sei. Zwischen den beiden Regierungschefs gäbe also viel zu besprechen.

 

11 November 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Flüchtlinge

Migrationsdebatte brodelt: Bamf-Chef schreibt Brandbrief an Faeser

von Fremdeninfo 11 November 2023
von Fremdeninfo

Migrationsdebatte brodelt: Bamf-Chef schreibt Brandbrief an Faeser

Artikel von Lisa Mariella Löw( Merkur )

Migrationsdebatte brodelt: Bamf-Chef schreibt Brandbrief an Faeser

Fast doppelt so viele Asylsuchende wie angegeben, gibt es laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Der Ansturm sei nicht mehr zu bewältigen. Wird Faeser eingreifen?

Berlin – Dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) fehlen hunderte Millionen Euro und Personal, da die wahren Zahlen der Asylsuchenden in Deutschland fast doppelt so hoch seien wie angegeben. Das schrieb BAMF-Chef Hans-Eckard Sommer in einem Brandbrief an Innenministerin Nancy Faeser (SPD), wie Focus Online berichtete. Er schlägt damit noch vor dem Treffen mit Faeser am 14. November Alarm.

Deutschland ächze unter dem Zustrom von Geflüchteten. Die Lage sei „äußerst kritisch“, die wahren Zahlen noch viel höher, die finanziellen Mittel nicht ausreichend, erläuterte Hans-Eckard Sommer in seinem Brandbrief am 3. November. Offiziell habe es in den jüngsten Monaten jeweils etwas mehr als 30.000 Asylgesuche in Deutschland gegeben. Doch „diese Zahlen geben den tatsächlichen Asylzugang nicht wieder“, schrieb Sommer. „Die Länder haben mittlerweile erhebliche Registrierungsrückstände, sodass wir es tatsächlich im September mit rund 50.000 und im Oktober mit rund 55.000 Zugängen zu tun hatten.“

Hunderte Millionen Euro fehlen dem Bamf

 

Nancy Faeser zu Koalitionsverhandlungen mit CDU-Hessen © Bereitgestellt von Merkur

 

Es gebe bereits 280.000 Asylgesuche statt der offiziell dargestellten 244.000. Bei den Erstanträgen gebe es 49.000 mehr als bisher registriert. Statt die Asylgesuche wie angekündigt schneller zu bearbeiten, stapeln sich die Anträge immer höher.

Hinzu komme die schwierige Personalsituation. Denn aktuell bekäme er kaum feste Stellen. Stattdessen müsse er auf Leiharbeitskräfte und befristete Verträge setzen. Zudem leidet die Digitalisierung der Behörde unter fehlenden IT-Fachleuten. Sommer schreibt, es fehlten hunderte Millionen Euro, um das Bamf für die Herausfo

rderungen zu rüsten.

Brandbrief an Faeser: Bamf-Chef richtet Appell an Ministerin

Deswegen müsse er darauf hinweisen, „dass die vorgesehenen Mittel und Stellen in keiner Weise ausreichen“. Das Bamf sei unterbesetzt und werde den Ansturm nicht bewältigen können, wie Focus Online berichtet. Sein Appell an Faeser ist eindeutig: „Ich bin auf Ihre Unterstützung angewiesen.“

Der Bamf-Chef ist nicht der erste, der einen Brandbrief an die Innenministerin verfasst hat. Bereits im September wandte sich Sebastian Gruber (CSU), Landrat von Freyung-Grafenau, an Faeser. Er schrieb, dass er mit seinem Landkreis direkt an der Grenze zu Tschechien überfordert sei und forderte sie auf, die Probleme ernster zu nehmen,

wie der Bayrische Rundfunk berichtete.

Auch die nordrhein-westfälische Integrations- und Flüchtlingsministerin Josefine Paul (Grüne) hat im Oktober in einem Brandbrief an Faeser gefordert, dringend die Bamf-Kapazitäten zu erweitern. „Die Bundesinnenministerin hätte in gleicher Weise in ihrer Zuständigkeit beim Bamf längst für mehr Personal sorgen müssen“, sagte Paul der Westdeutschen Zeitung. Und auch Bundeskanzler Olaf Scholz hat bereits einen Brandbrief wegen den steigenden Flüchtlingszahlen bekommen. (Lisa Mariella Löw)

11 November 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

„Es gibt keine Rechtfertigung dafür, Zivilisten anzugreifen“: Macron fordert Waffenruhe im Gazastreifen“

von Fremdeninfo 11 November 2023
von Fremdeninfo

„Es gibt keine Rechtfertigung dafür, Zivilisten anzugreifen“: Macron fordert Waffenruhe im Gazastreifen“

Tagrsspiegel 

 

Zivilisten, Babys, Frauen und alte Menschen bombardiert und getötet, kritisierte Macron in einem Interview. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht die Schuld dafür bei der Hamas.

 

 

Der französische Präsident Emmanuel Macron. © Foto: AFP/Filippo Monteforte

 

Angesichts des Leids der Zivilbevölkerung während des israelischen Militäreinsatzes gegen die islamistische Hamas hat der französische Präsident Emmanuel Macron eine Waffenruhe im Gazastreifen gefordert. „Es werden Zivilisten, Babys, Frauen und alte Menschen bombardiert und getötet. Es gibt keine Rechtfertigung dafür, Zivilisten anzugreifen. Wir fordern Israel dazu auf, damit aufzuhören“, sagte Macron in einem am Samstag veröffentlichten Interview des britischen Fernsehsenders BBC. „Ich möchte alle an das Völkerrecht erinnern, ich fordere eine Waffenruhe.“

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies die Vorwürfe Macrons umgehend zurück. „Die Verantwortung für das Leid der Zivilisten liegt bei der Hamas, nicht bei Israel. Während Israel alles in seiner Macht Stehende tut, um Zivilisten zu verschonen, und sie dazu aufruft, die Kampfgebiete zu verlassen, missbraucht die Hamas sie als menschliche Schutzschilde und tut alles dafür, um zu verhindern, dass sie in sicherere Gegenden gehen“, schrieb Netanjahu auf der Nachrichtenplattform X, ehemals Twitter. „Die Verbrechen, die die Hamas heute in Gaza verübt, wird sie morgen in Paris, New York und der ganzen Welt verüben. Die Staatschefs sollten die Hamas verurteilen, nicht Israel.“ (dpa)

11 November 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Flüchtlinge

Linnemann wirft Grünen Blockade im Kampf gegen illegale Migration vor

von Fremdeninfo 11 November 2023
von Fremdeninfo

Linnemann wirft Grünen Blockade im Kampf gegen illegale Migration vor

Die Welt

 

Die Politik müsse dafür sorgen, sagt Carsten Linnemann, „dass nur nach Europa kommt, wer einen positiven Asylbescheid hat, einen echten Schutzgrund“. Dafür benötige es bestimmte Maßnahmen. Die Grünen müssten umdenken.

Es könne nur einen Deutschlandpakt geben, wenn ein Umdenken stattfinde, sagt Linnemann dpa/Moritz Frankenberg © Bereitgestellt von WELT
 

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann wirft den Grünen vor, Anstrengungen gegen illegale Migration nicht zu unterstützen. „Die Grünen lehnen ernsthafte Maßnahmen zur Eindämmung der illegalen Migration ab“, sagte Linnemann der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Es könne nur einen Deutschlandpakt geben, wenn ein Umdenken stattfinde und Maßnahmen beschlossen würden, die „geeignet sind, um illegale Migration deutlich zu reduzieren“.

Die Politik müsse dafür sorgen, „dass nur nach Europa kommt, wer einen positiven Asylbescheid hat, einen echten Schutzgrund“. Dafür brauche es Aufnahmezentren in Drittstaaten, in denen die Asylverfahren durchgeführt werden. „Aber das wird insbesondere von den Grünen nicht gewollt“, sagte Linnemann.

„Wir haben in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt pro Jahr 270.000 Flüchtlinge registriert, aber rund jeder zweite Asylantrag wird abgelehnt“, sagte der Politiker weiter. Es sei eine Mär, dass das jetzige System besonders human wäre. „Im Augenblick kommen vor allem diejenigen, die stark und jung sind. Wer wirklich Hilfe braucht, schafft es gar nicht nach Deutschland.“

Er fordert eindeutiges Bekenntnis zu Israel von islamischen Einrichtungen

Linnemann verlangte zudem von islamischen Einrichtungen in Deutschland ein Bekenntnis zu Israel. „Wir brauchen ein Bekenntnis aller islamischen Einrichtungen, dass sie das Existenzrecht Israels anerkennen und Antisemitismus ablehnen“, sagte Linnemann. „Wenn es das nicht gibt, haben sie keine Berechtigung, in Deutschland ihre Arbeit fortzusetzen.“

Die Bundesregierung tue zu wenig, um den politischen Islam zu bekämpfen. „Das Islamische Zentrum in Hamburg, das ein verlängerter Arm des Mullah-Regimes im Iran ist, ist noch immer nicht geschlossen. Das ist doch das völlig´

falsche Signal. Innenministerin Nancy Faeser müsste es einfach nur unterschreiben, aber sie macht es nicht“, kritisierte Linnemann.

Die große Mehrheit der Muslime wolle in Deutschland in Frieden und Freiheit leben, betonte Linnemann. Der politische Islam aber wolle „unsere freiheitliche Demokratie zerstören und zu einem Kalifat machen“. „Wenn wir den politischen Islam entschieden bekämpfen, wäre das ein Befreiungsschlag für die liberalen und säkularen Muslime in Deutschland. Wir müssen klarmachen: Wer unsere Werte teilt, ist Teil unserer Gesellschaft, unabhängig davon, welchen Glaubens er ist. Aber wer sie bekämpft, hat sich das falsche Land ausgesucht.“

11 November 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Flüchtlinge

Kriegsflüchtlinge: Wagenknecht beklagt Leistungsmissbrauchsfälle bei Ukrainern

von Fremdeninfo 10 November 2023
von Fremdeninfo

Kriegsflüchtlinge: Wagenknecht beklagt Leistungsmissbrauchsfälle bei Ukrainern

 

Kolner Stadt- Anzeiger dpa

Im Oktober aus der Linken ausgetreten und bereitet die Gründung einer eigenen Partei vor: Sahra Wagenknecht. © Heiko Rebsch/dpa

 

Die frühere Linken-Politikerin Sarah Wagenknecht beklagt Fälle von Sozialleistungsmissbrauch ukrainischer Kriegsflüchtlinge. „Wenn Ukrainer in ihre Heimat zurückfahren, dort faktisch leben, und nur herkommen, um die Leistung zu bekommen, dann stehen da große Fragezeichen“, sagte Wagenknecht den Sendern RTL/Ntv.

„Ich kenne konkrete Fälle. In meiner Heimatstadt wurden ganze Häuser angemietet für ukrainische Flüchtlinge und die Nachbarn haben sich gewundert, dass da niemand ist“, sagt sie. Sie wolle aber „nicht pauschalisieren“.

Die Klage über „Sozialtourismus“ von Ukrainerinnen und Ukrainern hatte vor etwa einem Jahr bereits CDU-Chef Friedrich Merz erhoben. Später schränkte er ein, es seien nur Einzelfälle. Deutschland hat etwa eine Million Menschen aus dem von Russland angegriffenen Land aufgenommen, die bei dauerhafter Anwesenheit und Erreichbarkeit für ihr Jobcenter in Deutschland Grundsicherung beziehen können.

Wagenknecht ist im Oktober aus der Linken ausgetreten und bereitet die Gründung einer eigenen Partei vor, mit der sie bei der Europawahl 2024 antreten will. In dem Fernsehinterview argumentierte sie – ähnlich wie die Union – auch dafür, Leistungen für abgelehnte Asylbewerber weiter zu kürzen: „Wer keinen Asylanspruch hat, soll nur noch sehr minimal Leistung bekommen.“ Es seien nicht die Ärmsten der Armen, die nach Deutschland kämen, denn „die können keine Schleuser bezahlen“, meinte Wagenknecht. Deutschland müsse das Signal in die Welt senden: „Wir schaffen es nicht mehr.“ (dpa)

10 November 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Bundestag ruft zum Schutz jüdischen Lebens auf

von Fremdeninfo 9 November 2023
von Fremdeninfo

Bundestag ruft zum Schutz jüdischen Lebens auf

Artikel von Dpa Deutsche Presse-Agentu von Merkur

 

 

85. Jahrestag der Pogromnacht

Bundestag ruft zum Schutz jüdischen Lebens auf

Bundestag © Bereitgestellt von Merkur

Der Antisemitismus in Deutschland nimmt zu, Jüdinnen und Juden fühlen sich hier nicht mehr sicher. Der Bundestag verurteilt das am 85. Jahrestag der Pogromnacht von 1938 übereinstimmend.

Berlin – Zum 85. Jahrestag der NS-Pogromnacht von 1938 hat sich der Bundestag besorgt über den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland gezeigt und zum Schutz jüdischen Lebens aufgerufen. Dass Jüdinnen und Juden heute auch in Deutschland offenen Antisemitismus und Hass erlebten, sei unerträglich, sagte die Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) am Donnerstag. „Die historische Verantwortung Deutschlands für den Holocaust muss sich jetzt in konkretem Handeln zeigen.“ Bas wies auf die Lehre aus dem Holocaust hin, dass sich solche Mordtaten nie wiederholen dürften. „Nie wieder ist jetzt.“

Die Debatte wurde von der 102-jährigen Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer, dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und dem israelischen Botschafter Ron Prosor verfolgt. Die Abgeordneten begrüßten sie mit langem Beifall.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser betonte, die deutsche Demokratie setze sich zur Wehr. Die SPD-Politikerin verwies auf die erlassenen Betätigungsverbote für die islamistische Hamas-Bewegung und das Netzwerk Samidoun. Den deutschen Ableger von Samidoun habe sie aufgelöst. „Wir arbeiten schon an weiteren Verboten.“ Aus der Erinnerung an den Zivilisationsbruch des Holocaust heraus sei es wichtig, heute nicht zu schweigen, wenn Jüdinnen und Juden zur Zielscheibe von Hass und Hetze würden.

Özdemir: Antisemitischem Hass entgegenstellen

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir rief zum gemeinsamen Schutz jüdischen Lebens auf. „Es ist vornehmste republikanische Pflicht eines jeden Bürgers dieses Landes, von uns allen, sich dem antisemitischen Hass entgegenzustellen.“ Der Grünen-Politiker forderte auch, das Verhältnis zu muslimischen Dachverbänden zu überprüfen. „Erst nach Aufforderung Antisemitismus auf Deutsch verurteilen, um danach auf Türkisch und Arabisch das Gegenteil zu sagen, das darf künftig nirgendwo mehr durchgelassen werden.“

Die Union warf der Ampel-Koalition vor, nicht scharf genug gegen Antisemitismus vorzugehen, der sich insbesondere seit dem Überfall der Hamas auf Israel und dem Gegenschlag der israelischen Armee bei Demonstrationen zeigt. „Der Kampf gegen Judenhass auf unseren Straßen gehört nicht nur ins Plenarprotokoll, sondern mit konkreten Maßnahmen ins Bundesgesetzblatt“, betonte Alexander Dobrindt, der Vorsitzende der CSU-Abgeordneten. Antisemitismus müsse als besonders schwerer Fall der Volksverhetzung eingestuft und Hetze gegen Israel mit einer Mindestfreiheitsstrafe von sechs Monaten belegt werden.

Debatte um „importierten Antisemitismus“

Deutschland müsse sich selbstkritisch fragen, ob man aufmerksam genug hingeschaut habe und ob die Sichtbarkeit jüdischen Lebens zur Selbstverständlichkeit geworden sei, sagte die FDP-Abgeordnete Linda Teuteberg. „Nein, das ist ein bitte

ist ein bitterer, ein beschämender Befund in diesen Tagen.“ FDP-Fraktionschef Christian Dürr betonte, er erwarte von jedem, unabhängig von der Herkunft, dass er sich dem Schutz jüdischen Lebens in Deutschland verpflichtet fühle. Zuwanderer, die diese Werte nicht teilten, seien nicht willkommen. Bedauerlicherweise seien in der Vergangenheit auch Menschen eingebürgert worden, „obwohl sie antisemitisch auffällig geworden sind“.

Der Vorsitzende der Linksfraktion, Dietman Bartsch, nannte es allerdings falsch, nur von „importiertem Antisemitismus“ zu sprechen. Der Antisemitismus sei auch nach der Niederschlagung der Nazis 1945 nicht weg gewesen, weder im Osten noch im Westen. Für die AfD machte dagegen Beatrix von Storch allein die Migrationspolitik für den neuen Judenhass verantwortlich. „Diesen Antisemitismus, der real jüdisches Leben und die Existenz Israels bedroht und auslöschen will, finden wir nicht unter der arbeitenden deutschen Bevölkerung.“

9 November 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Verfassungskrise in Ankara: Türkisches Berufungsgericht zeigt Verfassungsrichter an

von Fremdeninfo 9 November 2023
von Fremdeninfo

Verfassungskrise in Ankara: Türkisches Berufungsgericht zeigt Verfassungsrichter an

Artikel von Friederike Böge FAZ

 

Türkische Abgeordnete zeigen im Juni im Parlament in Ankara ein Bild von Can Atalay © Reuters

In der Türkei droht eine Verfassungskrise, nachdem das Oberste Berufungsgericht des Landes am Mittwochabend Strafanzeige gegen Richter des Verfassungsgerichts gestellt hat. Es wirft ihnen vor, mit einem Urteil zugunsten des inhaftierten Abgeordneten Can Atalay von der linken Arbeiterpartei das Recht gebrochen und ihre Kompetenzen in illegaler Weise überschritten zu haben. Zugleich weigert sich das Berufungsgericht, die Entscheidung umzusetzen, wonach Atalay freigelassen werden müsste. Der Kassationshof selbst hatte erst kürzlich die Verurteilung Atalays zu 18 Jahren Haft wegen angeblicher Beihilfe zu einem Umsturzversuch bestätigt. Als Anwalt hatte Atalay 2013 Teilnehmer der Gezi-Proteste vertreten.

Der Vorsitzende der größten Oppositionspartei CHP, Özgür Özel, sprach am Donnerstag von einem „Putschversuch“ des Kassationshofs. Auch manche Politiker der Regierungspartei AKP kritisierten den Vorstoß. Der für Justizfragen zuständige stellvertretende Parteivorsitzende Hayati Yazıcı schreib auf der Plattform X: „Wir erleben etwas, das nie hätte passieren dürfen.“

Hinter dem Machtkampf in der türkischen Justiz steht möglicherweise Erdoğans Koalitionspartner Devlet Bahçeli, der Vorsitzende der rechtsextremen MHP. Er hat die Abschaffung oder radikale „Umstrukturierung“ des Verfassungsgerichts gefordert. Seine Partei soll über erheblichen Einfluss im Justiz- und Polizeiapparat verfügen. Nachdem das Gericht im März eine Freigabe der blockierten Bankkonten der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP angeordnet hatte, warf Bahçeli den Richtern Hochverrat vor. Später bezichtigte er den Präsidenten des Verfassungsgerichts, die „Existenz der Nation“ zu gefährden. Das bezog sich auf eine Rede in der der Richter sich dafür ausgesprochen hatte, kulturelle Differenzen zu akzeptieren.

Im Vergleich zu anderen Gerichten genießt das Verfassungsgericht in der Türkei noch ein gewisses Ansehen, weil es bisweilen gegen die Interessen der Regierung entscheidet. Allerdings hat der Präsident im Laufe seiner Amtszeit seinen Zugriff auf das Gericht kontinuierlich erhöht. Vier der fünfzehn Richter werden direkt vom Präsidenten ernannt. Acht weitere wählt er aus Vorschlägen anderer Institutionen aus.

9 November 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Flüchtlinge

Asylbeschlüsse: Willkommen im Niedrigleistungsland

von Fremdeninfo 9 November 2023
von Fremdeninfo

Asylbeschlüsse: Willkommen im Niedrigleistungsland

Artikel von Von Wolfgang Janisch, Karlsruhe   SZ.de

 

 

 

Bund und Länder wollen die Zahlungen an Asylbewerber künftig drei Jahre lang unter dem Existenzminimum deckeln. Warum das Bundesverfassungsgericht das für keine gute Idee halten dürfte.

 

Willkommen im Niedrigleistungsland

Migrationspolitik ist ein Feld, in dem es auf Zahlen ankommt. Eine Zahl, nämlich die Höhe der Leistungen für Asylbewerber, soll nun gesenkt werden, damit eine andere Zahl ebenfalls kleiner ausfällt, diejenige der Schutzsuchenden in Deutschland. Das ist, kurz gesagt, ein Kernstück der Migrationsbeschlüsse, auf die Bund und Länder sich geeinigt haben: Die niedrigeren Leistungen für Asylbewerber sollen künftig auf 36 statt bisher 18 Monate ausgedehnt werden, erst danach greift der Anspruch auf Bürgergeld oder Sozialhilfe. Weil aber in Flüchtlingsfragen nicht nur die Zahl, sondern auch das Recht eine relevante Größe ist, tut sich nach der langen Nacht im Kanzleramt ein Problem auf: Ist der Plan mit dem Grundgesetz vereinbar?

Dazu muss man kurz auf ein weiteres Element der Beschlüsse eingehen, auf den verstärkten Einsatz sogenannter Sachleistungen. Auch hier geht es darum, Anreize für Migration nach Deutschland zu senken, einfach dadurch, dass man für Migranten die Möglichkeit reduziert, das Geld an die lieben Verwandten zu Hause zu überweisen. Ob diese ein wenig simple Prämisse wirklich zutrifft, wird vielfach bezweifelt; nennenswerte Überweisungen fänden erst statt, wenn die Leute einen Job hätten, sagte der Migrationsexperte Maximilian Pichl dem Spiegel. Aber rechtlich dürfte hier der Spielraum groß sein. Das Existenzminimum muss gewährleistet sein, hat das Bundesverfassungsgericht 2012 entschieden. Aber ob es „durch Geld-, Sach- oder Dienstleistungen“ gesichert werde, bleibe dem Gesetzgeber überlassen.

Zahlungen für Asylbewerber dürfen nicht als migrationspolitische Waffe eingesetzt werden

Trotzdem können Sachleistungen zum Problem werden, und zwar deshalb, weil die Berechnung der Leistungen in den einzelnen Bedarfsgruppen – Haushalt, Kommunikation, Kleidung und so weiter – schon jetzt auf Kante genäht ist, falls sie den jeweiligen Bedarf überhaupt decken. Darauf weist Sarah Lincoln hin, Juristin bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF). Werden die Leistungen in Geld gewährt, ist der Spielraum zum internen Ausgleich größer: Man spart bei Küchengeräten und hat mehr Geld fürs Handy. Doch je mehr Sachleistungenwerden, destoweniger lassen sich Lücken stopfen.

Vor diesem Hintergrund ist die Sache mit den 36 Monaten besonders heikel. Denn das wäre eine Verdopplung der schon bisher ziemlich langen Niedrigleistungsphase von 18 Monaten. Der unverrückbare Maßstab, an dem das Gericht solche Leistungen misst, ist das menschenwürdige Existenzminimum. Das ist zwar kein für alle Zeiten festgeschriebener asylrechtlicher Urmeter. Aber es ist doch ein Mix aus verfassungsrechtlichen Wertungen (garantiert sein müssen physische Existenz und soziale Teilhabe) und statistischen Berechnungen, der es am Ende zu einer rational bestimmbaren Größe macht.

In seinem damaligen Grundsatzurteil hat das Bundesverfassungsgericht es geradezu untersagt, ein Existenzminimum unterhalb des Existenzminimums zur Abschreckungswaffe zu machen. Leistungen dürfen nicht allein deshalb gesenkt werden, um „Anreize für Wanderungsbewegungen“ zu vermeiden. „Die in Artikel 1 Absatz 1 Grundgesetz garantierte Menschenwürde ist migrationspolitisch nicht zu relativieren“, lautet der berühmt gewordene Satz. Mehr Nein geht eigentlich nicht.

Dennoch ließ das Urteil damals Spielraum für einen migrantischen Niedrigleistungssektor, wenn auch nur streng nach dem ermittelten Bedarf. Möglich sei eine Differenzierung für Personen, „sofern deren Bedarf an existenznotwendigen Leistungen von dem anderer Bedürftiger signifikant abweicht“.

An dieser Stelle kommt der Zeitfaktor ins Spiel. Wer nur einen kurzen Aufenthalt in Deutschland vor sich hat, muss keine Wohnung einrichten, Bedarfe dieser Art lassen sich also ausklammern. Was auch getan wird. Auf verfassungsrechtlich heikles Terrain gerät man dagegen, wenn man zum Beispiel den Bedarf für Computer und Fernseher nicht in die Bemessung der Leistung einstellt. Sie gehören zu den statistischen Abteilungen Bildung, Unterhaltung, Freizeit und Kultur, wo Asylbewerbern derzeit knapp 20 Euro gestrichen werden. Braucht diese Dinge wirklich nicht, wer vermutlich nur kurz in Deutschland bleiben wird? Oder braucht er sie umso mehr?

Menschen, die sich auf humanitäre oder politische Bleibegründe beriefen, hätten anfangs sogar einen erhöhten Informationsbedarf, argumentierte das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen 2021 in einem Vorlagebeschluss ans Bundesverfassungsgericht. Und zwar deshalb, „weil sie sich über die Verhältnisse in ihrem Herkunftsland auf dem Laufenden halten, aber auch über die hiesige Sprache und Kultur sowie Lebensgewohnheiten informieren möchten“. Mit Computern und Fernsehern zum Beispiel.

Und selbst wenn das Verfassungsgericht dereinst all die abgesenkten Leistungen akzeptieren sollte: Spätestens bei ihrer Ausdehnung auf drei Jahre dürfte ein klares Nein folgen. Jedenfalls sei der niedrige Leistungssatz „dann nicht mehr gerechtfertigt, wenn der tatsächliche Aufenthalt die Spanne eines Kurzaufenthalts deutlich überschritten hat“. Damals erlaubte das Gesetz für vier Jahre abgesenkte Bezüge, also 48 Monate – das war verfassungswidrig. Dass die nun geplanten 36 Monate noch als „Kurzaufenthalt“ durchgehen, dürfte daher unwahrscheinlich sein.

Rechtsstaatlich einwandfreie Asylverfahren – lassen die sich auch im Ausland garantieren?

Die Gesellschaft für Freiheitsrechte hat schon jetzt eine Klage angekündigt, falls dies Gesetz werden sollte. Besonders gravierend ist aus Sicht von Sarah Lincoln die reduzierte Gesundheitsversorgung. Chronische Erkrankungen würden in vielen Bundesländern während der Phase der Asylbewerberleistungen nicht behandelt. Künftig dann drei Jahre lang.

Nur in einem Satz streift das Bund-Länder-Papier eine andere Idee, von der die die Staaten derzeit europaweit angefixt sind: Lassen sich Asylverfahren in Drittstaaten auslagern? Italien hat sich gerade Albanien als Partner ausgeguckt. Ist das machbar, im Einklang mit den Menschenrechten? Jürgen Bast, Professor für Migrationsrecht in Gießen, hält dies für illusorisch. Zwar sei eine solche Auslagerung nicht von vornherein ausgeschlossen. Erste Voraussetzung sei aber die effektive Gewährleistung eines rechtsstaatlichen Verfahrens. „Der Zugang zum Gericht darf nicht nur auf dem Papier bestehen.“ Gar nicht zu reden von dem für Flüchtlinge unabdingbaren Netz an Asylanwälten und ehrenamtlichen Helfern, das in Ländern wie Albanien wohl nicht verfügbar sei. Für den europäischen Flüchtlingsschutz elementar sei nun mal der Gedanke, dass es keine Abweisung an der Grenze geben dürfe. Denn dies sei europarechtlich nun wirklich geklärt: „Pushbacks sind illegal.“

Zu den guten Vorsätzen von Bund und Ländern gehören schließlich beschleunigte Asylverfahren. Drei Monate bei der Behörde,drei Monate bei Gericht. Ist auch dies illusorisch? Dazu gibt es gute Nachrichten aus Rheinland-Pfalz. Unter Führung von Lars Brocker, Präsident des dortigen Oberverwaltungsgerichts, wurden Asylklagen beim Verwaltungsgericht Trier konzentriert. Verfahrensdauer: 3,5 Monate – bei einem Bundesdurchschnitt von 17 Monaten. Erklärt wird das Wunder von Trier mit Spezialisierung und Motivation, vor allem aber mit der Möglichkeit, auf veränderte Flüchtlingszahlen aus verschiedenen Herkunftsländern rasch mit einer neuen internen Geschäftsverteilung zu reagieren. Was deutlich schwergängiger ist, wenn die Verfahren auf verschiedene Gerichte verteilt werden. Es geht also doch was in Asyl-Deutschland.

9 November 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

„Er wird immer noch beeinflusst“: Özils Vater sieht seinen Sohn seit Jahren fremdgesteuert“

von Fremdeninfo 9 November 2023
von Fremdeninfo

„Er wird immer noch beeinflusst“: Özils Vater sieht seinen Sohn seit Jahren fremdgesteuert“

von: Tagsspiegel

 

 

In den letzten Monaten und Jahren haben Özils Bild mit Erdogan und seine politischen Statements für Aufsehen gesorgt. Sein Vater sagt, er sei bis 2014 „nicht mal annähernd politisch“ gewesen.

Das umstrittene Bild von Mesut Özil und Recep Tayyip Erdogan, 2018 in London. © Foto: dpa/-

Mustafa Özil, Vater und früherer Berater des Fußball-Weltmeisters Mesut Özil, sieht seinen Sohn seit Jahren fremdgesteuert. „Als Vater, weil ich ihn gut kenne, kann ich sagen: Er wird immer noch beeinflusst. Und ausgenutzt“, sagte Mustafa Özil im Podcast „SchwarzRotGold: Mesut Özil zu Gast bei Freunden“ bei RTL+, der an diesem Donnerstag gestartet ist.

„Sie müssen sich das so vorstellen: Wenn irgendwo ein, wie soll ich sagen, Goldesel steht, dann sind viele da. Interessen von außerhalb − Familie, Angehörige, Umfeld, alle. Bis der Esel kein Gold mehr gibt und sich die Verbindungen so langsam wieder lösen.“

Özil war im Anschluss an das WM-Vorrunden-Aus 2018 in Russland aus der Nationalmannschaft zurückgetreten und hatte dabei auch Respektlosigkeit und Rassismus im Deutschen Fußball-Bund angeprangert. Zuvor hatte ein gemeinsames Bild mit Teamkollege Ilkay Gündogan und dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan für Aufsehen gesorgt.

„Bis 2014 war Mesut nicht mal annähernd politisch. Weder Erdogan, weder unsere Kanzlerin (Angela) Merkel, weder (Olaf) Scholz, weder Uiguren, gar nichts. Also meine Sicht ist es so, dass er irgendwie von einigen geführt wird. Basta. Punkt.“

Özil, der seine aktive Karriere inzwischen beendet hat, hatte mehrfach mit politischen Statements für Aufsehen gesorgt. Im Dezember 2019 hatte sich der damalige Profi des FC Arsenal in den sozialen Medien kritisch zur Unterdrückung der Uiguren in China geäußert, zuletzt fiel er mit propalästinensischen Internet-Beiträgen auf.

Sein Vater hatte ihn bis 2013 auch als Manager betreut. „2010 wäre Mesut fast beim FC Bayern München gelandet, anstelle von Real Madrid“, sagte er. Als Grund für das Scheitern des angeblich möglichen Transfers nannte er die damalige Beziehung seines Sohnes zu Anna-Maria Lagerblom, der Schwester von Pop-Star Sarah Connor. Das habe Bayern „nicht so gerne gesehen“, meinte Mustafa Özil. (dpa)

9 November 2023 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Neuere Beiträge
Ältere Beiträge

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025
  • Begegnungen am Radweg: Eine Geschichte von Mensch, Natur und einem besonderen Rabenfreund

    23 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Deniz Yücel: Journalist verlässt nach elf Jahren die «Welt»

    30 April 2026
  • Rassismus: Razzia in Hannover

    30 April 2026
  • Zwischen Traum und Herkunft

    30 April 2026
  • Der 24. April und unsere Intellektuellen: İlber Ortaylı und Heath Lowry

    29 April 2026
  • Gedenkveranstaltung zum 111. Jahrestag des Völkermords im Osmanischen Reich

    29 April 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

22 Juli 2025

Neueste Artikel

Interview mit dem Historiker und Autor Erdoğan Aydın!..
30 Oktober 2025
Wir betrachten alle 72 Völker mit denselben Augen“
29 Oktober 2025
Warnung vor dem Besuch: Demokratie und Rechtsstaatlichkeit müssen unbedingt thematisiert werden
29 Oktober 2025

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff
14 Oktober 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung