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Archive

Deutschland profitiert von Weltoffenheit“ – Wirtschaft warnt vor AfD-Wahlerfolgen

von Fremdeninfo 31 Dezember 2023
von Fremdeninfo

Deutschland profitiert von Weltoffenheit“ – Wirtschaft warnt vor AfD-Wahlerfolgen

Artikel von pclmedia

Deutschland profitiert von Weltoffenheit“ – Wirtschaft warnt vor AfD-Wahlerfolgen

Die AfD leite viele ihrer Positionen aus dem Nationalismus ab.“Wir haben unseren Wohlstand in Deutschland nicht mit Nationalismus aufgebaut“.

Deutschland profitiert von Weltoffenheit“ – Wirtschaft warnt vor AfD-Wahlerfolgen © Bereitgestellt von PCLMedia

Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben vor AfD-Wahlerfolgen im kommenden Jahr gewarnt. „Wer erwägt, die AfD zu wählen, muss wissen: Diese Partei richtet großen Schaden an“, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Siegfried Russwurm. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sagte der dpa: „Der zunehmende Zuspruch, den die AfD erhält, besorgt mich als Unternehmer und als Arbeitgeberpräsident sehr, wirklich sehr.“

 Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft, in Thüringen ist die Landes-AfD schon länger so eingestuft.

Russwurm sagte mit Blick auf die Wahlen in den drei ostdeutschen Bundesländern: „Da habe ich große Sorgen. Vieles, von dem die Bundesregierung sagt, wir haben doch geliefert, trifft in weiten Teilen der Bevölkerung auf große Skepsis und mangelnde Akzeptanz. In dieser Lage fischt die AfD Stimmen mit vermeintlich einfachen Lösungen, die keine sind. Ich treffe fast ausschließlich Unternehmerinnen und Unternehmer, die klare Kante zeigen: Das Programm der AfD schadet unserem Land. Es schadet der Wirtschaft und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Die AfD sei laut Verfassungsschutz in Teilen eine rechts-extreme Partei, sagte Dulger. „Sie leitet viele ihrer Positionen aus dem Nationalismus ab. Damit kann ich nichts anfangen. Wir

haben unseren Wohlstand in Deutschland nicht mit Nationalismus aufgebaut, sondern wir waren und sind eine weltoffene und liberale Industrie- und Handelsnation. Wir haben mit allen ausländischen Freunden und Partnern wirtschaftlich gut zusammengearbeitet und Handel betrieben. Das ist der Ursprung unseres Wohlstands, und diesen Wohlstand möchte ich gern weiter festigen. Deutschland profitiert wie wenig andere Länder von seiner Weltoffenheit. Ich habe von der AfD auch noch keine Antwort auf die Frage gesehen, wie wir die Fachkräftelücke füllen wollen, die uns die Alterung der Gesellschaft bringt.“

Ihn störe auch die antieuropäische Einstellung, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. „Wir dürfen nicht vergessen, dass das Modell der Europäischen Union, eines vereinten Europas, nicht nur der Grund und die Ursache eines dauerhaften, mehr als 70 Jahre währenden Friedens in Europa ist, sondern auch der Garant für den Wohlstand, den wir heute alle genießen. Wir können über Landesgrenzen hinweg arbeiten, ohne Zölle mit einer einheitlichen Währung einkaufen, Handel treiben, Existenzen aufbauen – und das alles in Frieden und Freiheit. Das ist doch das Erfolgsmodell Europa, das wir wollen. Und das alles steht bei der AfD so nicht auf der Agenda – die destruktive Anti-Haltung macht mir einfach große Sorge.“

Viele AfD-Wähler seien enttäuscht von den großen Volksparteien, so Dulger weiter. „Die sagen: Es reicht. Dem sollte die Politik mehr Sorge tragen. Dazu gehört, dass die Bundesregierung nun liefert und sich nicht wieder in Debatten mit sich selbst verstrickt. Viele Parteien wollen bestimmte Themen auch nicht anfassen. Das ist falsch. Hier entsteht ein Vakuum, das die AfD gerne füllt.“

Russwurm forderte mehr Engagement für Europa. Bis zur Europawahl seien es nur noch sechs Monate. „Ich würde mir schon längst eine Kampagne der demokratischen Parteien wünschen, möglichst viele Wählerinnen und Wähler davon zu überzeugen, wie sinnvoll, wie wichtig Europa für uns ist. Aus der Industrie hören Sie das an allen Ecken und Enden. Wir wollen mehr Europa und ein stärkeres Europa. Manche Dinge, die wir in Europa noch nicht angegangen sind, müssen jetzt angepackt werden, zum Beispiel eine Kapitalmarktunion, eine vertiefte Energiezusammenarbeit, und ein digitaler Binnenmarkt mit gleicher Umsetzung in der ganzen EU.“

dp/pcl
31 Dezember 2023 0 Kommentare
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Politik

Türkischer Präsident: Für Erdogan ist kein Platz in der Europäischen Union

von Fremdeninfo 30 Dezember 2023
von Fremdeninfo

Türkischer Präsident: Für Erdogan ist kein Platz in der Europäischen Union

Von.WAZ

 

Turkish President Recep Tayyip Erdogan holds a hold a joint press conference with the Palestinian president after their meeting

at the Presidential Complex in Ankara on July 25, 2023. (Photo by Adem ALTAN / AFP) © Foto: ADEM ALTAN / AFP

 

Für viele Türkinnen und Türken beginnt das neue Jahr mit einer schlechten Nachricht. Der staatlich festgesetzte Mindestlohn, mit dem immerhin sieben Millionen türkische Arbeitnehmer auskommen müssen, wird zum 1. Januar um 49 Prozent erhöht – nur. Denn die Inflation erreichte im November 62 Prozent. Die Preise vieler Lebensmittel haben sich im Vergleich zum Vorjahr sogar mehr als verdoppelt. Der neue Mindestlohn entspricht 519,20 Euro. Die Armutsgrenze für eine vierköpfige Familie liegt nach Berechnungen der türkischen Metallarbeitergewerkschaft Bisam bei umgerechnet 1 343 Euro.

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten zwingen Präsident Recep Tayyip Erdogan, die von ihm selbst abgebrochenen Brücken zu Europa wieder aufzubauen. Denn die EU ist der wichtigste Handelspartner der Türkei. Von dort kommen die meisten Investoren. Aber von einer Aufnahme in die EU ist der ewige Beitrittskandidat Türkei heute weiter entfernt als je zur.

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Menschenrechte? Demokratie? Schutz von Minderheiten? Türkei missachtet wichtige EU-Kriterien

Auch wenn man jetzt mit Brüssel über eine Vertiefung der Zollunion und Visa-Erleichterungen verhandelt: Die Kopenhagener Kriterien für einen Beitrittskandidaten, die unter anderem Achtung der Menschenrechte, Demokratie, den Schutz von Minderheiten und Rechtsstaatlichkeit verlangen, erfüllt das Land schon lange nicht mehr. Eine gelenkte Justiz, geknebelte Medien, Tausende Regierungskritiker hinter Gittern: Erdogan wandelt sich immer mehr zum Despoten, die Türkei ist auf dem Weg in eine Diktatur.

Auch außenpolitisch isoliert Erdogan sein Land, statt es zu öffnen. Das alte Jahr hat der türkische Staatschef mit einer seiner schrillen Tiraden ausklingen lassen: Israels Premierminister Benjamin Netanjahu sei „wie Hitler“, erklärte der türkische Präsident. Die Nazi-Keule schwingt Erdogan seit jeher gern. Angela Merkel warf er „Nazi-Methoden“ vor, Europa sei ein Kontinent „besiedelt von Nazi-Überbleibseln“, so Erdogan vor einigen Jahren.

Erdogan führt völkerrechtswidrige Kriege in Syrien und im Nordirak

Die ständigen Faschismus-Vorwürfe zeigen nicht nur eine eklatante Unkenntnis der europäischen Geschichte. Das Fach kam vielleicht in der islamischen Priesterschule, die Erdogan besuchte, auf dem Stundenplan zu kurz. Mit solchen Entgleisungen ist der türkische Präsident ist auf dem internationalen Parkett nicht gesellschaftsfähig.

Erdogan führt völkerrechtswidrige Kriege in Syrien und im Nordirak, er finanziert Söldner in Libyen und im Kaukasus. Dem Bündnispartner Griechenland drohte er noch vergangenes Jahr, Raketen auf Athen abzufeuern. Nicht nur damit strapaziert Erdogan die Geduld der Nato-Partner. Seit über 18 Monaten blockiert er die Aufnahme Schwedens in das Bündnis. Freuen kann sich darüber nur einer: Kremlchef Putin.

Nato-Beitritt Schwedens wird von Erdogan blockiert

Ständig stellt Erdogan neue Bedingungen: Mal fordert er von Schweden die Auslieferung türkischer Regierungskritiker, in denen er „Terroristen“ sieht, mal verlangt er als Preis für sein Plazet zur Nato-Erweiterung eine Beitrittszusage der EU. In jüngster Zeit ist es die Lieferung amerikanischer F-16-Kampfflugzeuge, von der Erdogan ein Ende der Beitritts-Blockade abhängig macht.

Mit dieser Politik macht der türkische Präsident sein Land zum Paria und liefert den Gegnern eines türkischen EU-Beitritts jede Menge schlagkräftige Argumente. Die Vorstellung, dass bei EU-Ratstagungen stets ein politischer Erpresser mit am Tisch sitzen würde, ist unerträglich. Für Erdogans Türkei ist deshalb in der EU kein Platz.

30 Dezember 2023 0 Kommentare
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Religion

Ditib mit Gaza-Appell an Bundesregierung

von Fremdeninfo 30 Dezember 2023
von Fremdeninfo

 

Ditib mit Gaza-Appell an Bundesregierung

Von Dpa

 Palästinensische Gebiete, Khan Younis: Palästinenser trauern um Angehörige, die bei einem israelischen Luftangriff getötet wurden. Foto: Hatem Ali/AP/dpa

Der Islamverband Ditib hat an die Bundesregierung appelliert, sich für mehr humanitäre Hilfeleistungen für die notleidende Zivilbevölkerung im Gazastreifen einzusetzen. Die Ditib schrieb: „Die humanitäre Tragödie in Gaza nimmt unerträgliche Maße an, das menschliche Leid und das Drama der palästinensischen Zivilbevölkerung erschüttert die Herzen der Menschen weltweit.“

Die Situation im Gazastreifen kann nur noch schwer mit Worte beschrieben werden. Die Zahl der Toten steigt täglich, die medizinische und Versorgung humanitäre Versorgung ist weitgehend zusammengebrochen. Israel und die Hamas liefern sich heftige Kämpfe, das klar überlegene israelische Militär verschont bei seinen Angriffen keine Zivilisten, auch wenn es betont, dass es sie vor Angriffen auffordert, die Orte des Geschehens zu verlassen.

Das lässt auch Organisationen in Deutschland nicht kalt. Die Ditib, ein türkisch-islamischer Verband mit rund 900 Moschen unter seinem Dach, forderte am Donnerstag ein Ende der Gewalt und eine sofortige Waffenruhe. Der schon mehr als zwei Monate dauernde Krieg nehme dramatische Ausmaße an mit hohen Opferzahlen, mit Leid und Chaos für beide Völker. Es gebe „keine Alternative zu Versöhnung und Frieden“, betonte der Bundesvorsitzende Muharrem Kuzey. „Wir müssen uns gemeinsam für den nachhaltigen Frieden und für die humanitäre Hilfeleistungen in der Region einsetzen.“

Ditib: „Können das rücksichtslose Töten nicht länger ignorieren“

Die Ditib forderte in dem Schreiben: „Die Bundesregierung muss in diesen herausfordernden Zeiten eine Stimme der Vernunft sein und lautstark für das Völkerrecht einstehen.“ Kuzey sagte: „Muslime sind höchst besorgt über die humanitäre Katastrophe und möchten helfen.“

Die Ditib werde „im Rahmen ihrer Möglichkeiten“ alles unternehmen, um Hilfen in die Krisenregion zu organisieren. „Wir können das menschliche Leid, das rücksichtslose Töten und Sterben von Zivilisten – ungeachtet der Ethnie, des Glaubens oder der Weltanschauung – nicht länger ignorieren.“ Stimmen aus der Politik, die eine Waffenruhe fordern, sollten lauter werden.

Es braucht „den Einsatz intensiver Friedensdiplomatie“

Die größte, von der Türkei gesteuerte Islam-Organisation in Deutschland mit 15 Landesverbänden verwies vor allem auf die Lage der Familien, Frauen und Kinder. „Das Vorgehen der israelischen Regierung im Gaza darf nicht noch weiteres menschliches Leid hervorbringen“, hieß es in dem Brief. Es brauche „den Einsatz intensiver Friedensdiplomatie, um der Gewaltspirale ein Ende zu setzen.“

 

Keine Verurteilung der Hamas

Die islamistische Hamas und andere Gruppen aus dem Gazastreifen hatten Israel am 7. Oktober überfallen, rund 1.200 Menschen getötet sowie etwa 240 Menschen entführt. Israel hat mit massiven Militäraktionen gegen Terroristen im Gazastreifen reagiert. Dabei kamen laut Behörden im Gazastreifen mehr als 21.000 Menschen ums Leben.

Die Ditib verzichtete darauf, die Hamas und ihre Taten zu verurteilen. Auch ging es aus dem Schreiben nicht hervor, dass sich der Verband für die Freilassung der von der Hamas entführten Geiseln stark macht.

dpa/dtj

30 Dezember 2023 0 Kommentare
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Information

Veranstalter weist Kritik zurück: Türkischer Supercup in Riad abgesagt

von Fremdeninfo 30 Dezember 2023
von Fremdeninfo
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Veranstalter weist Kritik zurück

Veranstalter weist Kritik zurück Türkischer Supercup in Riad abgesagt

Stand: 30.12.2023 12:15 Uhr

Eigentlich sollte der türkische Supercup zwischen Meister Galatasaray und Pokalsieger Fenerbahce am Freitagabend (29.12.2023) in Saudi-Arabien stattfinden. Aber das Spiel wurde kurzfristig abgesagt. Der Veranstalter wies Kritik zurück.

Als das Spiel eigentlich längst laufen sollte, aber noch immer kein Fußball gespielt wurde, veröffentlichten Galatasaray und Fenerbahce gemeinsam mit dem türkischen Fußball-Verband (TFF) eine Erklärung. Darin heißt es, der Supercup in Riad sei wegen „Störungen in der Organisation“ auf einen „späteren Zeitpunkt“ verschoben worden.

Gedanken an Atatürk als Knackpunkt

Zuvor hatten bereits türkische wie ausländische Medien übereinstimmend berichtet, das Spiel werde nicht wie ursprünglich geplant in Riad in Saudi-Arabien stattfinden. Wie unter anderem „NTV Sport“, die Nachrichtenagentur „DHA“, aber auch der Sender „Sky“ und die „Bild“ schrieben, wollten Galatasaray und Fenerbahce beim Aufwärmen mit T-Shirts und Bannern an Mustafa Kemal Atatürk und die Gründung der Republik Türkei im Jahr 1923 erinnern.

Das soll Gastgeber Saudi-Arabien nicht gestattet haben. Beide Mannschaften sollen sich deshalb nach übereinstimmenden Medienberichten geweigert haben, den Platz zu betreten.

Veranstalter weist Kritik zurück

Am Samstag wies der Veranstalter die Kritik zurück: „Wir haben uns darauf gefreut, das Spiel pünktlich und im Einklang mit den internationalen Fußballregeln und -vorschriften abzuhalten, die vorschreiben, dass der Sport ohne Slogans außerhalb seines Rahmens präsentiert werden muss. Dies wurde mit dem türkischen Verband bei den Vorbereitungssitzungen für das Spiel besprochen“, heißt es in einem Statement von Riyadh Season.

Es vereinbart gewesen, „die Nationalhymne der Türkei zu spielen und die türkische Flagge im Stadion auf den Tribünen zu zeigen, um die Wertschätzung zu unterstreichen, die wir der Türkei entgegenbringen. Es ist bedauerlich, dass sich die beiden Klubs nicht an die Abmachung gehalten haben, was zum Scheitern des Spiels führte.“

Atatürk gilt als Begründer der Republik Türkei, die am 29. Oktober einhundert Jahre alt wurde. Er modernisierte das Land und verankerte den Laizismus, also die Trennung zwischen Staat und Religion, in der Verfassung.

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Religion

Vorbild Frankreich? Paris lässt keine aus dem Ausland entsandten Imame mehr zu

von Fremdeninfo 30 Dezember 2023
von Fremdeninfo

Vorbild Frankreich? Paris lässt keine aus dem Ausland entsandten Imame mehr zu

Von Welt

Der französische Präsident möchte sicherstellen, dass in Frankreich tätige Imame nicht Bedienstete ausländischer Staaten sind. Das Ende der Entsendung ausländischer Imame ist Teil mehrerer Maßnahmen, die „islamistischen Separatismus“ bekämpfen sollen.

Der französische Regierungschef Emmanuel Macron picture alliance/abaca/Lafargue Raphael © Bereitgestellt von WELT

 

Frankreich lässt ab 1. Januar keine weiteren aus dem Ausland entsandten Imame mehr zu. Innenminister Gérald Darmanin gab am Freitag in einem Brief an die betroffenen Staaten bekannt, dass die bereits Anfang des Jahres 2020 von Präsident Emmanuel Macron auf den Weg gebrachte Änderung nun in Kraft treten soll. Bereits in Frankreich befindliche entsandte Imame haben demnach bis Ende März Zeit, ihren Status zu ändern.

Die bislang aus Staaten wie Marokko, Tunesien und Algerien entsandten islamischen Geistlichen müssen ab dem 1. April Innenminister Darmanin zufolge einen neuen Status haben – und direkt von ihrem in Frankreich befindlichen Moschee-Verein bezahlt werden. Mit dem Gesetz soll sichergestellt werden, dass in Frankreich tätige Imame nicht Bedienstete ausländischer Staaten sind. Zu diesem Zweck soll auch die Ausbildung von Imamen an französischen Hochschulen ausgebaut werden.

Das Ende der Entsendung ausländischer Imame ist Teil mehrerer Maßnahmen, die Präsident Macron im Februar 2020 auf den Weg gebracht hatte, um „islamistischen Separatismus“ zu bekämpfen. Mit ihnen soll unter anderem auch verhinderten werden, dass französische Moscheen aus dem Ausland finanziert werden.

Mitte Dezember hatte auch in Deutschland die Bundesregierung mit der Türkei ein Ende der Entsendung von Imamen aus dem Land vereinbart.

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Bildung

Vielfalt im Lehrerkollegium Wie die Integration ausländischer Lehrerinnen an einer Schule in Stendal gelingt

von Fremdeninfo 30 Dezember 2023
von Fremdeninfo

 

Vielfalt im Lehrerkollegium Wie die Integration ausländischer Lehrerinnen an einer Schule in Stendal gelingt

 

Von Benjamin Woop, MDR SACHSEN-ANHALT

 

Die Sekundarschule Diesterweg in Stendal zeigt, wie die Integration von Lehrkräften aus dem Ausland funktioniert. Zwei ukrainische und eine rumänische Lehrerin stopfen an der Schule Löcher im Dienstplan. Doch Quereinsteiger bringen auch Herausforderungen für Schulen mit sich.

 
  • Die Integration ausländischer Lehrkräfte ist ein längerer Prozess.
  • Zwei ukrainische und eine rumänische Lehrerin füllen bereits Löcher im Dienstplan der Sekundarschule Diesterweg in Stendal. Bei Sprachbarrieren helfen auch Schüler den Lehrerinnen.
  • Neue Lehrkräfte anzulernen, ob aus dem Ausland oder Seiteneinsteiger aus Deutschland, ist zusätzliche Arbeit für das ganze Kollegium. Nicht jede Schule kann diese Arbeit leisten.

Die Klassen sind überfüllt, die Räume knapp bemessen, dennoch lachen und lernen die Schüler in der Sekundarschule „Adolf Diesterweg“ Stendal. Die Schule ist ein Beispiel dafür, wie trotz Lehrermangels die Integration ausländischer Lehrkräfte gelingen kann. Trotz unterschiedlicher Lehrmethoden und sprachlicher Schwierigkeiten wollten die beiden neuen Lehrerinnen aus der Ukraine und Rumänien, Maria Maidaniuk und Camelia Juntke, in Sachsen-Anhalt unterrichten.

Heike Szebrat leitet die Sekundarschule und ist sehr zufrieden mit den Fortschritten, die die Lehrerinnen gemacht haben. An der Schule unterrichtet noch eine weitere Lehrerin aus der Ukraine, Frau Oblog.

Lehrkraft werden – ein bürokratischer Prozess

Bevor die Lehrerinnen in Stendal unterrichten durften, hätten beide jedoch einige Hürden überwinden müssen, erzählt die Schulleiterin. Ausländische Lehrkräfte können ihren Berufsabschluss in Deutschland anerkennen lassen – das ist ein bürokratischer Prozess, der bis zu drei Monaten dauern kann. Das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt prüft hierbei die fachliche Kompetenz sowie die pädagogische Eignung der Bewerber. Außerdem erwartet die Behörde Deutschkenntnisse auf C1-Niveau. Diese Einstufung bescheinigt ein weit fortgeschrittenes Sprachniveau.

Nach der Anerkennung folgen weitere Herausforderungen für ausländische Lehrer. Neben sprachlichen Barrieren im Alltag müssen sie ihre Lehrmethoden anpassen. Maria Maidaniuk sagt, dass sie in der Ukraine größere Informationsmengen in kürzerer Zeit habe vermitteln müssen. Im Gegensatz dazu würde in Deutschland eher auf die Relevanz der vermittelten Inhalte geachtet, so die ukrainische Lehrerin.

Schulleiterin ist zufrieden mit ihren neuen Lehrkräften

Seit Februar 2023 arbeitet Maidaniuk an der Sekundarschule „Adolf Diesterwerg“ und hat mittlerweile die Leitung einer 5. Klasse übernommen. Vor ihrer Zeit in Deutschland hat Maidaniuk schon in der Ukraine unterrichtet.

Die Englischlehrerin werde von ihren Schülerinnen und Schülern gemocht, auch wenn es manchmal an Disziplin in der Klasse fehle, sagt Schulleiterin Szebrat. Gelegentlich erhält Maidaniuk auch Unterstützung von den Kindern, wenn ihr ein deutsches Wort nicht einfalle. Diese Interaktion zwischen Schülern und Lehrerin freut die Schulleiterin. „Und das ist auch überhaupt nicht schlimm. Dadurch fühlen sich die Schüler auch ein Stück weit dazu ermutigt, den Kollegen auch zu helfen. Die Kollegen nehmen das auch sehr gerne an.“

Heike Szebrat lobt Maria Maidaniuk und ihre Kolleginnen aus der Ukraine und Rumänen für ihre fachlichen und pädagogischen Kompetenzen. Diese würden die Integration erleichtern. Außerdem betont Szebrat, wie wichtig das Engagement der Lehrerinnen sei, kontinuierlich Deutsch zu lernen.

Lehrermangel macht Einarbeitung ausländischer Lehrer schwierig

Dennoch bleibt die Einstellung ausländischer Lehrkräfte für Schulen in Sachsen-Anhalt eine Herausforderung. Neben den sprachlichen Barrieren fehle oft die Zeit, neue Kollegen einzuarbeiten, sagt Heike Szebrat. Deshalb lobt sie das Kollegium für ihren Einsatz. Die Zusammenarbeit aller 27 Lehrer sei ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Integration.

Um den Lehrermangel durch ausländische Lehrkräfte aufzufangen, fehlt es jedoch an den Schulen an Zeit und Personal. Heike Szebrat betont, wie anspruchsvoll es sei, an einer bunt gemischten Sekundarschule zu unterrichten. Die Lehrer müssten sich auf Nachteilsausgleiche oder Schüler mit Migrationshintergrund einstellen. Obendrauf einen neuen Kollegen anzulernen, werde so zu einer Herausforderung.

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Lehrer an der Tafel

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Seiteneinsteiger führen zur Doppelbelastung bei Lehrkräften

An der „Adolf Diesterweg“ Sekundarschule gibt es außerdem auch Seiteneinsteiger unter den Lehrkräften, die aus Deutschland sind. Eine Wirtschaftsmathematikerin ist Mathelehrerin, während ein Kunststofftechnologe Physik und Technik unterrichtet. Sie bekommen Mentoren an die Seite gestellt, um ihren Unterricht schülergerecht zu gestalten.

Diese weitere Aufgabe für die ausgelernten Lehrkräfte an der Schule führe manche in eine Zwickmühle, so die Schulleiterin. Sie müssten schließlich die Schüler unterrichten und nicht nur die Lehrer. Dies sei eine anstrengende Doppelbelastung und kein Konzept für die Ewigkeit. 

Schulleiterin will bei Einstellungsprozess mitentscheiden

Heike Szebrat ist der Meinung, dass Schulen eigenständig entscheiden dürfen sollten, wen sie einstellen möchten. Aktuell übernimmt das Landesamt für Schule und Bildung das Bewerbungsverfahren und weist den Schulen Lehrer zu. Allerdings könne die Schulleiterin meistens besser einschätzen, wer zu ihnen passe. Und nicht jede Schule verfügt über die Ressourcen oder Zeit, um neue Kollegen anzulernen.

Aktuell fehlen der Sekundarschule in Stendal noch drei bis vier Lehrer. Gerade für die Fächer Mathe und Englisch benötigen sie Unterstützung. Die Schulleiterin und ihre Stellvertreterin seien um die Zukunft besorgt, denn bis Ende 2024 würden drei weitere Lehrkräfte in Rente gehen. Eine 90-prozentige Unterrichtsversorgung könne man so nicht halten, sagt Szebrat.

30 Dezember 2023 0 Kommentare
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Information

Ministerpräsident Kretschmann: Die Zeit des Füllhorns endet

von Fremdeninfo 29 Dezember 2023
von Fremdeninfo

Ministerpräsident Kretschmann: Die Zeit des Füllhorns endet

Artikel von dpa  

 

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg. © Bernd Weißbrod/dpa

 

Angesichts zahlreicher Krisen plädiert Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann für eine neue Kultur der Sparsamkeit im Land. «Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Zeit des Füllhorns ihrem Ende zugeht», sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Das Problem aus seiner Sicht sei, dass die Menschen Sparsamkeit gar nicht mehr gewohnt sind. «Alle reden vom Sparen, nur nicht bei sich – das ist nichts Neues. Nur: Wir sparen schon seit vielen Jahren nicht mehr. Es war ja immer mehr da zu verteilen. Das ist der Fluch einer langen Prosperitätsphase», sagte er. «Wir sind wirkliche Einschnitte nicht mehr gewohnt.» Die Opposition wirft Kretschmann vor, genau diese Anspruchshaltung bei den Bürgern in den letzten Jahren geschürt zu haben.

«Zumutungen werden kommen. Da gibt es gar kein Vertun», sagte der Regierungschef zur aktuellen Lage. Kretschmann erinnerte in dem Zusammenhang an die nötigen Ausgaben für die Transformation des Energiesystems, etwa für das Wasserstoffnetz. Oder die Tarifabschlüsse, die fürs Land sehr teuer würden. Mit Blick auf die kommenden Haushaltsverhandlungen im Südwesten sprach er von «viel geringeren Spielräumen»: «Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass wir wieder sparen müssen, um Dinge, die unbedingt notwendig sind, finanzieren zu können – zum Beispiel Grundschulen und die frühkindliche Bildung im Kindergarten.»

Viele Ausgabenpunkte seien zudem kofinanziert zwischen Bund und Ländern, so Kretschmann. «Ich gehe davon aus, dass wir vom Bund noch weniger bekommen werden, als wir eh schon bekommen.» Die Ampel habe durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Haushalt «eine enorme Disruption» erfahren.

FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke warf Kretschmann in dem Kontext Scheinheiligkeit vor. «Kretschmann hat in seiner Amtszeit nicht nur die gesamten sprudelnden Steuermehreinnahmen verfrühstückt, sondern er hat noch zusätzliche neue Schulden gemacht – und damit natürlich eine Anspruchs- und Erwartungshaltung geschaffen, die ihn jetzt einholt, da sich die Einnahmesituation verschlechtert», sagte Rülke am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Rülke kritisierte auch, dass die Politik immer wieder nicht mehr zu Beschlüssen stehe, sobald es Widerstand etwa von Interessensgruppen gebe. «Wenn man immer dem nachgibt, der am lautesten schreit, dann wird es schwierig mit der Veränderung.»

Kretschmann plädierte gegenüber der dpa für eine Schuldenbremse, die mehr Investitionen in Zukunftsthemen ermöglicht. Er sei zwar weiter ein Anhänger dieses Mechanismus, sagte er. Aber: «Die Schuldenbremse darf keine Zukunftsbremse sein.» Die Transformation, die man nun in kurzer Zeit machen solle, würde die gegenwärtige Generation überfordern. «Für diesen Bereich muss man sicher an das Design der Schuldenbremse, so dass man die Investitionen auf eine längere Strecke verteilen kann.» Investieren aber müsse man jetzt: «Der Kampf gegen den Klimawandel hat nur ein bescheidenes Zeitfenster.»

Die Union aber habe deutlich gemacht, dass sie die Schuldenbremse nicht ändern wolle, gab Kretschmann zu bedenken. Deshalb halte er als Lösung auch einen Transformationsfonds – für Investitionen etwa in den Klimaschutz – für möglich. «Ich könnte mir vorstellen, dass das ein Weg ist, den auch die Union eher gehen kann als an der Schuldenbremse etwas zu ändern.»

29 Dezember 2023 0 Kommentare
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Archive

Staatliche Repression in DeutschlandDie Freiheit, die wir meinen

von Fremdeninfo 29 Dezember 2023
von Fremdeninfo

Staatliche Repression in Deutschland: Die Freiheit, die wir meinen

Von TAZ

Es gibt in Deutschland tatsächlich Einschränkungen der Meinungsfreiheit: Beim Gendern, bei linken Medien und bei Kur­d*in­nen greift der Staat ein.

Demo am 26.11.2022 in Berlin gegen das Bestätigungsverbot der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) Foto: PM Cheung/Adora Press

Klar kann man es kaum noch hören, wenn Rechte jeglicher Couleur über die Einschränkung der Meinungsfreiheit in Deutschland lamentieren. Das ist schließlich die Masche der AfD, die auf allen Kanälen ihren Rassismus und ihre Ablehnung Andersdenkender verbreitet und trotzdem ständig von der eingeschränkten Meinungsfreiheit raunt.

In etwas moderaterer Form wird auch in der neuen Formation von Sahra Wagenknecht über die einschränkte Meinungsfreiheit in Deutschland geklagt. Für die Frontfrau und versierte Talk-Show-Teilnehmerin trifft das gewiss nicht zu. Und diejenigen, die über die angebliche Diktatur durch die Gendersprache raunen, haben wohl vergessen, dass in mehreren Bundesländern das Gendern in Schulen und Universitäten verboten ist.

Von der Einschränkung der Meinungsfreiheit betroffen sind eben die, gegen die auch Rechte mobil machen

Ist das nicht eine Einschränkung der Meinungsfreiheit derjenigen, die auch sprachlich die unterschiedlichen Geschlechter abbilden wollen? Steht es also gar nicht so gut um die Meinungsfreiheit in Deutschland, wie man nach der Lektüre des Beitrags von Simone Schmollack in der taz vom 22. Dezember denken könnte?

Schmollack hat alles Notwendige über die Rechten gesagt, die mit ihrer Klage über ihre angeblich eingeschränkte Meinungsfreiheit nur erreichen wollen, dass niemand mehr ihrem Rassismus, Antisemitismus und ihrem Antifeminismus widersprechen darf. Doch es sollte eben nicht vergessen werden, dass es die Einschränkung der Meinungsfreiheit auch in Deutschland tatsächlich gibt. Betroffen sind meist genau die Personen und Gruppen, gegen die auch die Rechten mobil machen.

Beispielsweise Migrant*innen, deren Rechte immer wieder eingeschränkt werden. Besonders hervorzuheben sind dabei die Repressalien, denen in Deutschland lebende kurdische Ak­ti­vis­t*in­nen und türkische Oppositionelle seit Jahren ausgesetzt sind. Immer wieder landen sie wegen eigentlich ganz legaler politischer Aktivitäten wie dem Anmelden einer Demonstration oder dem Organisieren eines Konzertes vor Gericht und werden sogar zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Massive Einschränkung

Möglich macht das der Paragraf 129 b, der die angebliche Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung sanktioniert. Nur selten wird über die massive Einschränkung der Grundrechte für diese Menschen in Deutschland in den Medien berichtet. So ist auch wenig bekannt, welche individuellen Folgen diese Kriminalisierung hat. So musste die deutsch-kurdische Familie G., die in Oberhausen lebt, monatelang gegen die drohende Aberkennung des Sorgerechts für ihre noch nicht volljährige Töchter kämpfen. Das Familiengericht sah das Kindeswohl gefährdet, weil sich die beiden Jugendlichen an Veranstaltungen und Demonstrationen für die Rechte der Kur­d*in­nen in Deutschland beteiligten. Für den Staatsschutz wurden diese Aktivitäten als Unterstützung der Kurdischen Ar­bei­te­r*in­nen­par­tei (PKK) gewertet.

Auch Kli­ma­ak­ti­vis­t*in­nen wurden in der letzten Zeit massiv in ihrer Meinungsfreiheit eingeschränkt. Es gab mehrere Razzien und auch erste Haftstrafen ohne Bewährung für völlig gewaltfreie Aktionen.

Erinnert sei auch daran, dass das linke Onlineportal Indymedia Linksunten 2017 durch eine Verbotsverfügung des Bundesinnenministeriums abgeschaltet wurde. Obwohl alle Verfahren gegen die angeblichen Be­trei­be­r*in­nen des Portals eingestellt werden mussten, wird weiter von der Justiz ermittelt, so gegen Redakteure von Radio Dreyeckland, weil sie unter einem Artikel das Archiv des staatlich abgeschalteten Portals verlinkten.

Darüber gab es auch in der taz immer wieder Artikel und das ist auch gut so. Schließlich ist die Zeitung 1978 gegründet worden, weil die Staatsapparate im Zuge des Deutschen Herbsts die Meinungsfreiheit und die Grundrechte der damals starken außerparlamentarischen Opposition massiv eingeschränkt hatten. Auch heute gilt, Meinungsfreiheit für Linke und Minderheiten muss täglich neu verteidigt werden, gerade publizistisch.

29 Dezember 2023 0 Kommentare
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Türkische Lira auf Rekordtief: Mindestlohn steigt um 49 %

von Fremdeninfo 28 Dezember 2023
von Fremdeninfo

Türkische Lira auf Rekordtief: Mindestlohn steigt um 49 %

von Oliver Baron

Die türkische Regierung hat eine Anhebung des Mindestlohns um 49 % beschlossen. Das heizt Inflationssorgen wieder an.

 

An den Devisenmärkten haben Händler mit kräftigen Lira-Verkäufen auf eine angekündigte Mindestlohnanhebung in der Türkei reagiert. Der Euro kletterte zeitweise auf ein neues Rekordhoch gegenüber der türkischen Lira, wobei der EUR im Hoch bis auf 32,88 TRY stieg. Der USD blieb knapp unter einem erst vor wenigen Tagen erreichten Rekordhoch im Vergleich zur türkischen Lira.

Seit Jahren wertet die Lira gegenüber internationalen Währungen wie dem Dollar und dem Euro dramatisch ab. Verantwortlich dafür ist die chronisch hohe Inflation in der Türkei, die lange Zeit durch eine zu lockere Geld- und Fiskalpolitik noch angeheizt wurde.

Die jüngste Abwertung wird dabei durch eine drastische Anhebung des Mindestlohns befeuert. Wie die türkische Regierung am Mittwoch mitteilte, soll der Mindestlohn im Jahr 2024 auf 17.002 TRY pro Monat steigen. Dies entspricht einem Plus von 49 % im Vergleich zum bisherigen Niveau und einer Verdopplung gegenüber dem Niveau von Anfang 2023.

Die kräftige Anhebung des Mindestlohns dürfte nach Einschätzung von Experten die Inflation weiter anheizen. Zugleich könnte die Anhebung aber auch türkische Haushalte vor einem zu großen Kaufkraftverlust durch die Teuerung schützen. Hohe Inflation und Lira-Abwertung haben zu explodierenden Lebenshaltungskosten in der Türkei geführt.

28 Dezember 2023 0 Kommentare
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Information

Türkei greift Kurden-Stellungen in Syrien und dem Nordirak an

von Fremdeninfo 28 Dezember 2023
von Fremdeninfo

 

Türkei greift Kurden-Stellungen in Syrien und dem Nordirak an

Von Der Spiegel

71 Ziele seit dem Wochenende angegriffen: Das türkische Militär bombardiert Kurden-Stellungen auf syrischem und irakischem Gebiet massiv. Zuvor hatte mutmaßlich die PKK ein Dutzend türkische Soldaten getötet.

Türkei greift Kurden-Stellungen in Syrien und dem Nordirak an © Delil Souleiman / AFP

Eskalation in Nahost: Das türkische Militär hat erneut Luftangriffe gegen mutmaßliche Kurdenmilizen im Norden Syriens und im Irak geflogen. Seit dem Wochenende wurden 71 Ziele angegriffen, wie das Verteidigungsministerium am Mittwoch mitteilte. Dabei seien 59 »Terroristen neutralisiert« worden. In der Regel meint die Regierung in Ankara damit, dass Menschen getötet, verletzt oder gefangen genommen wurden.

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Die Angriffe waren demnach auf Auseinandersetzungen mit der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Nordirak erfolgt, bei denen dem türkischen Militär zufolge am Freitag und am Samstag mindestens zwölf türkische Soldaten getötet worden waren. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London teilte am Mittwoch mit, dass binnen 48 Stunden 48 türkische Angriffe in Syrien gezählt worden seien. Laut dem Kurdischen Roten Halbmond sollen in der Stadt Kobane nahe der türkischen Grenze hauptsächlich zivile Ziele angegriffen worden sein. Auch medizinische Einrichtungen wurden demnach getroffen. Darunter soll auch eine von einem deutschen Verein betriebene mobile Klinik gewesen sein.

Dutzende Politiker festgenommen

Die PKK, die in der Türkei, Europa und den USA auf der Terrorliste steht, hat ihr Hauptquartier in den Kandil-Bergen im Nordirak. In dem Konflikt mit dem türkischen Staat sind bereits Zehntausende Menschen getötet worden. Ein Friedensprozess war 2015 gescheitert. Seitdem geht Ankara in der Südosttürkei und im Nordirak wieder regelmäßig gegen die PKK vor, die ihrerseits Anschläge verübt.

Neben den Militärschlägen setzt die Türkei auch auf Verhaftungen. Dutzende kurdische Politiker sollen in den vergangenen Tagen festgesetzt worden sein, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Die kurdischen Politiker wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen bei einem Treffen der Jugendorganisation der Partei in der Provinz Diyarbakir festgenommen. Justizminister Yilmaz Tunc teilte auf X mit, dass die Verdächtigen wegen »Lobpreisung des Verbrechens und des Kriminellen« und »Verbreitung von Propaganda für terroristische Organisationen« angeklagt wurden. Die Parteispitze nannte die Festnahmen politisch motiviert und forderte die Freilassung ihrer Mitglieder.

28 Dezember 2023 0 Kommentare
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