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4 Februar 2026 0 Kommentare
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Archive

Studie: Handlungsbedarf bei Förderung von Menschen mit Migrationshintergrund

von Fremdeninfo 14 Februar 2024
von Fremdeninfo

Studie: Handlungsbedarf bei Förderung von Menschen mit Migrationshintergrund

Geschichte von AFP • 2 S

 

                                             

Eine Analyse des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung sieht Handlungsbedarf bei der Förderung von Menschen mit Migrationshintergrund
mit Blick auf schulische und berufliche Bildung. © THOMAS KIENZLE
 

Eine Analyse des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BIB) sieht Handlungsbedarf bei der Förderung von Menschen mit Migrationshintergrund mit Blick auf schulische und berufliche Bildung. Der demografische Wandel stelle den Arbeitsmarkt „schon jetzt vor große Herausforderungen“, erklärte BIB-Direktorin Katharina Spieß am Mittwoch in Wiesbaden. Um dem zu begegnen, sei es nötig, „die vielfältigen Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund bestmöglich zu nutzen“.

Laut der BIB-Analyse, die auf jährlich erhobenen Mikrozensusdaten basiert, sind weiterhin Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund bei der Erwerbstätigkeit festzustellen. Zwar sei die Erwerbsbeteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 2013 und 2022 um rund drei Prozentpunkte gestiegen. Dennoch seien Männer und Frauen ohne Migrationshintergrund noch immer häufiger erwerbstätig. Bei den 15- bis unter 65-jährigen Männern sind es demnach acht Prozentpunkte mehr, bei Frauen sogar 17 Punkte.

Deutliche Unterschiede gibt es laut der Analyse zwischen Frauen und Männern mit Blick auf Vollzeitbeschäftigung – unabhängig vom Migrationshintergrund. So waren im Jahr 2022 rund 88 Prozent der erwerbstätigen Männer und lediglich 52 Prozent der erwerbstätigen Frauen mit Migrationshintergrund in Vollzeit tätig. Bei den Menschen ohne Migrationshintergrund waren es 90 Prozent der Männer und 52 Prozent der Frauen.

Die BIB-Publikation wertete auch Daten zur frühkindlichen Bildung aus. So besuchen Kinder unter drei Jahren mit Migrationshintergrund seltener eine Bildungs- und Betreuungseinrichtung als Gleichaltrige ohne Migrationshintergrund. Mit zunehmendem Alter steige ihr Anteil jedoch an und erreiche mit fünf Jahren 82 Prozent.

Bei Jugendlichen im Alter von 15 Jahren zeige sich insbesondere bei Mädchen mit Migrationshintergrund ein Trend zu höherwertigen Schulabschlüssen. Zwischen 2013 und 2022 stieg der Anteil von Gymnasiastinnen von 30 auf 38 Prozent. Bei gleichaltrigen Mädchen ohne Migrationshintergrund liege der Vergleichswert für 2022 mit 47 Prozent allerdings noch höher. Ähnliche Unterschiede zeigen sich demnach für männliche Jugendliche, wenn auch auf niedrigerem Niveau.

Auch mit Blick auf den Schulabschluss zeigten die Daten Unterschiede auf. Demnach hatten 46 Prozent der 25-jährigen Männer und 59 Prozent der Frauen im gleichen Alter mit Migrationshintergrund 2022 die Schule mit dem Abitur abgeschlossen. Gleichaltrige beider Geschlechter ohne Migrationshintergrund kämen allerdings noch immer auf einen knapp zehn Prozentpunkte höheren Anteil.

Das BIB erklärte, dass ein Ausbau der frühkindlichen Bildung sowohl den Spracherwerb als auch die Integration fördern würde. Eine stärkere Nutzung von institutionellen Betreuungsangeboten könne insbesondere Mütter entlasten und ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern, hieß es weiter. Die Publikation „Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund neu entdecken“ entstand in Zusammenarbeit mit Bundesinnen- und -familienministerium.

tbh/cfm

14 Februar 2024 0 Kommentare
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Bildung

Anteil der Jugendlichen ohne Schulabschluss seit zehn Jahren auf hohem Niveau

von Fremdeninfo 14 Februar 2024
von Fremdeninfo

                                 

Anteil der Jugendlichen ohne Schulabschluss seit zehn Jahren auf hohem Niveau

Bertelsmnn Stiftung 

 

 

 

                                     

 

                                                 Anteil der Jugendlichen ohne Schulabschluss seit zehn Jahren auf hohem Niveau

 

                     Ungelernte drohen in der modernen Arbeitswelt abgehängt zu werden

„Trotz positiver Entwicklungen in einzelnen Bundesländern ist es in den vergangenen zehn Jahren insgesamt nicht gelungen, den Anteil junger Menschen ohne Schulabschluss zu reduzieren“, sagt unsere Expertin für schulische Bildung Nicole Hollenbach-Biele. Das sei insbesondere deshalb ein Problem, weil die moderne Arbeitswelt immer komplexere Anforderungen stelle. Wer ohne Abschluss die Schule verlasse, habe ein höheres Risiko, in prekären Beschäftigungsverhältnissen zu landen. Dass Jugendliche ohne Schulabschluss kaum Chancen auf eine Ausbildung haben, belegen Daten aus dem jüngsten Berufsbildungsbericht. Demnach sind zwei Drittel der jungen Erwachsenen zwischen 20 und 34 Jahren, die keinen Schulabschluss erreicht haben, ohne Berufsausbildung. Das hat Folgen: Die Arbeitslosenquote ist bei ungelernten Personen fast sechsmal so hoch wie bei Personen mit Berufsausbildung.

Lernrückstände früher erkennen, erlernte Kompetenzen besser erfassen

Um Jugendlichen künftig bessere Perspektiven zu geben, empfehlen wir Maßnahmen auf zwei Ebenen: An den Schulen selbst sollten die besonders leistungsschwachen Schüler:innen im Unterricht bestmöglich gefördert werden. Hier können digitale Anwendungen helfen, Lernrückstände frühzeitig zu erkennen und Schüler:innen in ihrem Lernprozess individuell zu begleiten. Zudem ist es sinnvoll, erlernte Kompetenzen über das klassische Abschlusszeugnis hinaus zu dokumentieren.

 

Anteil der Jugendlichen ohne Schulabschluss seit zehn Jahren auf hohem Niveau

Zehntausende junge Menschen beenden jährlich die Schulzeit, ohne einen Hauptschulabschluss zu erreichen. Trotz Fortschritten in einzelnen Bundesländern ist es nicht gelungen, diesen Anteil zu senken. Um die Chancen der Jugendlichen auf eine Ausbildung zu verbessern, braucht es eine frühe Förderung im Unterricht und einen besseren Informationsaustausch zwischen Schul- und Sozialbehörden.

Noch immer beenden in Deutschland Zehntausende Jugendliche die Schulzeit, ohne zumindest den Hauptschulabschluss zu erwerben. Im Jahr 2021 traf dies auf rund 47.500 junge Menschen zu, was einem Anteil von etwas mehr als sechs Prozent an allen gleichaltrigen Jugendlichen entspricht. Wie der Zehn-Jahres-Vergleich zeigt, stagniert die Quote der Jugendlichen ohne Schulabschluss seit 2011 auf diesem Niveau. Das geht aus einer neuen Auswertung hervor, die der Bildungsforscher Klaus Klemm in unserem Auftrag vorgenommen hat. „Jeder junge Mensch ohne Schulabschluss ist einer zu viel. Denn das bedeutet deutlich schlechtere Zukunftsaussichten für die Betroffenen. Unsere Gesellschaft kann es sich angesichts des wachsenden Fachkräftemangels nicht leisten, diese Personen durchs Raster fallen zu lassen“, sagt Klaus Klemm.

Die Analyse umfasst alle Jugendlichen, die zum Ende ihrer Pflichtschulzeit keinen Schulabschluss erhalten. In dieser Gruppe befinden sich mit 60 Prozent mehr Jungen als Mädchen. Zudem sind junge Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft fast dreimal so oft vertreten wie Gleichaltrige mit deutscher Staatsangehörigkeit (13,4 zu 4,6 Prozent). Jede:r zweite Jugendliche ohne Hauptschulabschluss war in einer Förderschule. Der Blick auf die Länderebene zeigt, dass sich der Anteil der Absolvent:innen ohne Abschluss zwischen den Bundesländern deutlich unterscheidet. Verlassen in Bayern lediglich 5,1 Prozent aller Abgänger:innen die Schule ohne Abschluss, sind es in Bremen mit 10 Prozent anteilig fast doppelt so viele. Größere Unterschiede lassen sich zudem im Zeitverlauf erkennen: Während die Quote in Bremen, Rheinland-Pfalz und im Saarland seit 2011 gestiegen ist, ist sie im selben Zeitraum in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und am deutlichsten in Mecklenburg-Vorpommern gesunken.

Alle Schüler:innen, auch Jugendliche ohne Abschluss, erwerben im Laufe ihrer Schulzeit eine Vielzahl von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen, die überhaupt nicht sichtbar werden. Dabei wären genau diese Informationen wichtig, um auch ohne formalen Schulabschluss die Chancen auf eine Ausbildung zu verbessern.

Außerdem sollten die Bundesländer mit Hochdruck an der Umsetzung der sogenannten Schülerdatennorm arbeiten: Dieses 2020 beschlossene Instrument ermöglicht es den Ländern, die Daten von Schüler:innen ohne berufliche Anschlussperspektive an die zuständigen Jobcenter zu übermitteln. Damit kann die Berufsberatung leichter mit den Jugendlichen in Kontakt treten, um Unterstützung für den Übergang in berufsbildende Maßnahmen anzubieten. Bislang teilen nur die Stadtstaaten Hamburg und Bremen die entsprechenden Daten vollumfänglich mit den Jobcentern. Ein weiterer Hebel ist die von der Bundesregierung geplante Ausbildungsgarantie. Diese sollte so ausgestaltet sein, dass auch Jugendliche ohne Hauptschulabschluss die Chance auf einen Ausbildungsplatz bekommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

14 Februar 2024 0 Kommentare
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Einkommen, Bildung und Migrationshintergrund – Welche sozialen Faktoren häufige Fettleibigkeit bei Kindern verursachen

von Fremdeninfo 13 Februar 2024
von Fremdeninfo

Einkommen, Bildung und Migrationshintergrund – Welche sozialen Faktoren häufige

Fettleibigkeit bei Kindern verursachen

                                      Geschichte von Von FOCUS-online-Experte Uwe Knop
                                            
                                             Was Übergewicht bei Kindern fördert, erklärt Ernährungswissenschaftler Uwe Knop Ralf Hirschberger/dpa © Ralf Hirschberger/dpa
 

Eine aktuelle Studie der Universität Ulm hat bestätigt, welche Kinder das größte Risiko für Übergewicht haben. Uwe Knop, evidenzfokussierter Ernährungswissenschaftler, hat die Ergebnisse der Studie analysiert und beantwortet wichtige Fragen zu diesem Thema.

Eine aktuelle Studie der Uni Ulm hat erneut bestätigt, welche Kinder das größte Risiko für Übergewicht haben – was kam raus? 

Die neue Studie hat folgendes Wissen bestätigt: Kinder sind häufiger übergewichtig, wenn sie in einer Familie mit geringem Haushaltseinkommen oder Migrationshintergrund aufwachsen oder ein Elternteil selbst Übergewicht hat. Wesentlich relevanter scheint jedoch der Bildungsstatus der Eltern zu sein, denn: Gesundheitsbezogene Risiken treten besonders in Familien mit niedrigem Bildungsniveau auf, und das schon bei Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren.

Eine konkrete Korrelation sieht wie folgt aus: Kinder von Eltern ohne Hochschulabschluss waren doppelt so oft übergewichtig wie diejenigen von Akademikerinnen und Akademikern. Diese Korrelate sind nicht neu und wurden bereits in zahlreichen vorherigen Studien immer wieder beobachtet. Für Ernährung und Bewegung hingegen sind diese statistischen Zusammenhänge in keiner Weise derart eindeutig. Aber: Welche Ursache-Wirkun

Haben wir denn überhaupt ein wachsendes Problem steigender Zahlen fettleibiger Kinder? 

Ganz klar: Nein. 96,45 % aller deutschen Kinder & Jugendlichen sind nicht fettleibig und der Anstieg juveniler (kindlich-jugendlicher) Adipositas während Corona 2019-2021 betrug nur niedrige 0,36 % (2019 bei 3,19 % und 2021 bei 3,55 %). Damit bestätigen diese aktuellen Gesamtzahlen (3,55 %) von Deutschlands zweitgrößter gesetzlicher Krankenversicherung, Barmer, die Verlaufsdaten der drittgrößten bundesweiten Krankenkasse. Denn der DAK-Kinder- & Jugendreport dokumentierte in sechs aufeinanderfolgenden Veröffentlichungen unverändert: Insgesamt wurde bei etwa 3,7 % aller Kinder und Jugendlichen in den Jahren 2016 bis 2021 eine Adipositas-Diagnose gestellt. Da die DAK-Daten eine hohe Repräsentativität aufweisen (im Altersgruppenvergleich zum Mikrozensus), ist eine Übertragbarkeit dieser Ergebnisse auf Gesamtdeutschland hoch wahrscheinlich. Das gleiche gilt für die Barmer-Daten.

Die Politik täuscht die Öffentlichkeit jedoch gerne mit leicht durchschaubaren Taschenspielertricks beim Thema dicke Kinder, um ein ganz anderes Bild vorzugaukeln, das dazu dient, sinnlose und willkürliche Zwangsmaßnahmen zu rechtfertigen, damit diese in der Bevölkerung akzeptiert werden – so das Werbeverbot für „ungesunde“ Lebensmittel.

Was bringt das geplante Werbeverbot für „ungesunde“ Lebensmittel von Cem Özdemirs Ministerium? 

Das weiß niemand – wahrscheinlich wird es rein gar nichts bringen. Warum? Es liegen keinerlei Beweise (Kausalevidenz) vor, dass diese vermeintlich „bösen“ Produkte die Kinder krank oder dick machen. Solche Studien gibt es nicht und sie wird es aufgrund der massiven Limitierungen der Ernährungswissenschaft auch niemals geben. Und das ist noch längst nicht alles, denn bei dieser avisierten staatlichen Zwangsregulierung des freien Marktes passt rein gar nichts zusammen. Sehr spannende Hintergrundinformationen dazu finden Sie hier.

Welche Maßnahmen könnten den besonders betroffenen dicken Kinder deren Eltern helfen? 

Grundsätzlich müssen es Maßnahmen sein, die exakt die Zielgruppe (siehe erste Frage, Uni Ulm) adressieren und fokussiert die potenziellen Ursachen angehen. Genau diese Frage aber muss die Bundesregierung und besonders das „anti-adipös stets bemühte“ Bundesministerium für Ernährung beantworten- und dann entsprechend liefern. Aber Minister Özdemir wird sich sicher nicht öffentlich hinstellen und klar fordern: „Wir brauchen gezielte Maßnahmen, um besonders die dicken, armen Ausländerkinder, deren Eltern selbst dick und schlecht gebildet sind, vor Fettleibigkeit zu schützen.“

Da wäre der massive Shitstorm des moralinsauren Zeitgeists garantiert. Darauf haben Politiker aber keinen Bock. Deshalb verstecken sie sich gerne hinter „Allgemeinplätzen“ und versuchen sich im Lichte der Öffentlichkeit mit vermeintlich wichtigen Projekten wie „Werbeverboten“ zu profilieren, Das hilf den betroffenen Kindern und Familien jedoch in keiner Weise.

13 Februar 2024 0 Kommentare
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Steinmeier in Zypern: Bundespräsident will bei der Wiedervereinigung helfen

von Fremdeninfo 13 Februar 2024
von Fremdeninfo

Steinmeier in Zypern: Bundespräsident will bei der Wiedervereinigung helfen

 Von dpa

12.02.2024, Zypern, Nikosia: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht das „Home for Cooperation“, ein Gemeinschaftszentrum in der Pufferzone Nikosias,

welches den Austausch beider zyprischer Gemeinschaften fördert. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

 

Seit 50 Jahren ist Zypern geteilt. Zahlreiche Vermittlungsversuche der UN sind gescheitert. Nun soll es einen neuen Anlauf geben. Aus Deutschland kommen positive Signale der Unterstützung.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat neue Bemühungen um eine Überwindung der jahrzehntelangen Teilung Zyperns begrüßt und dafür deutsche Unterstützung zugesagt. „Es ist höchste Zeit, mit neuem Mut an einer Lösung der Zypern-Frage zu arbeiten“, sagte Steinmeier am Montag in Nikosia bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem zyprischen Staatspräsidenten Nikos Christodoulidis. Alles, was dazu beitragen könne, Vertrauen aufzubauen, sollte getan werden. „Wir jedenfalls in Deutschland stehen zur Unterstützung des UN-geführten Verhandlungsprozesses und zur Förderung von vertrauensbildenden Maßnahmen zur Verfügung.“

Christodoulidis bat Steinmeier um Hilfe bei den Bemühungen, die seit 50 Jahren bestehende Teilung der EU-Inselrepublik zu überwinden. „Unsere Nachricht ist, dass die Lösung in Ankara liegt“, erklärte er. Deutschland sei ein EU-Mitgliedsstaat, der ausgezeichnete Beziehungen zur Türkei pflege. Nikosia sei die letzte geteilte Hauptstadt Europas.

Steinmeier versicherte, Deutschland unterstütze eine Lösung der Zypern-Frage auf Basis der Parameter der Vereinten Nationen mit zwei Zonen. Auch freue er sich, dass die UN mit der früheren Außenministerin Kolumbiens, María Angela Holguín Cuéllar, eine neue Sondergesandte des UN-Generalsekretärs ernannt hätten, um die seit 2017 stagnierenden Gespräche zur Überwindung der Teilung in die Wege zu leiten. Der Bundespräsident wies auch darauf hin, dass Deutschland erstmals bis zu 15 Polizisten nach Zypern entsenden werde, um die Arbeit der Vereinten Nationen zu unterstützen.

Seit 1974 geteilt – Republik im Norden wird nur von der Türkei anerkannt

Die Insel Zypern ist seit 1974 nach einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärinvasion de facto zweigeteilt. Im Norden gibt es die nur von der Türkei anerkannte Türkische Republik Nordzypern. Dort sind nach wie vor tausende türkische Soldaten stationiert. Im Süden liegt die Republik Zypern. Beide Teile sind durch eine Pufferzone getrennt, die von einer Friedensmission der Vereinten Nationen (UNFICYP) überwacht wird. Ganz Zypern ist seit 2004 Mitglied der EU. Das EU-Recht gilt jedoch – solange es keine Wiedervereinigung gibt – nur im Süden der Insel.

Steinmeier und Christodoulidis sprachen auch über eine engere militärische Zusammenarbeit. Der Bundespräsident dankte seinem zyprischen Kollegen für die jüngste Unterstützung seines Landes bei der vorübergehenden Stationierung von rund 1000 Soldaten der Bundeswehr auf der Insel. Sie wurden nach dem Beginn des Nahost-Krieges im Oktober dorthin verlegt, um notfalls deutsche Bürger zu evakuieren. Steinmeier bezeichnete Zypern in diesem Zusammenhang als „wirklich sicheren Hafen“ und „Anker der Stabilität“ für Europa und Deutschland im östlichen Mittelmeer.

 

Ein weiteres Thema war die Migrationsfrage. Zypern zählte in den vergangenen Jahren gemessen an der Bevölkerungsgröße die meisten Asylanträge in der EU. Christodoulidis bedankte sich bei Steinmeier dafür, dass Deutschland im vergangenen Jahr über den freiwilligen europäischen Solidaritätsmechanismus rund 1000 Migranten aus Zypern aufgenommen hat. Steinmeier betonte, Zypern brauche in dieser Frage die Unterstützung der gesamten Europäischen Union.

Steinmeier ist der erste Bundespräsident überhaupt, der einen Staatsbesuch in der Republik Zypern absolviert. Er besuchte am Montag auch die Grüne Linie, die Nikosia in zwei Teile trennt.

13 Februar 2024 0 Kommentare
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Türkische Wirtschaft: Aus dem Takt unter Erdoğan

von Fremdeninfo 13 Februar 2024
von Fremdeninfo

                                       

Türkische Wirtschaft: Aus dem Takt unter Erdoğan

                                          Geschichte von Andreas Mihm/ FAZ

                                       

                                          Die horrende Inflation belastet das Land seit Jahren. © Lucas Bäuml

 

Es wäre vermessen gewesen, zu erwarten, dass ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in der Türkei mit 53.000 Toten die materiellen Schäden beseitigt, die Städte wiederaufgebaut sind und Hunderttausende ihre Zelte und Wohncontainer gegen feste Behausungen hätten eintauschen können. Bis die Zerstörungen behoben sind, werden Jahre vergehen.

Dass den Betroffenen der Wiederaufbau nicht schnell genug geht, liegt auf der Hand. Hätte der über allem schwebende Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan ihnen nicht von Anfang an zu viel versprochen, wäre die Enttäuschung heute wohl kleiner – und der Protest leiser. Auf mehr als 100 Milliarden Dollar werden die Kosten der Wiederherstellung von 680.000 kollabierten Wohnungen, aufgeplatzten Straßen, geborstenen Leitungen und umgeknickten Strommasten geschätzt.

Das alles wäre für ein Land mit einer intakten Wirtschaft schwer zu verkraften. Doch in der Türkei, deren Wirtschaftsleistung kaum ein Viertel der deutschen ausmacht, arbeitet die Wirtschaft unter dem eigenwilligen Dirigat ihres Staatspräsidenten schon lang nicht mehr im Takt. Die von Erdoğan gegen jedweden wirtschaftlichen Verstand verfochtene Niedrigzinspolitik hat zu großen Verheerungen geführt, mit Folgen für den Wiederaufbau: Bei einem Anstieg der Baukosten um 66 Prozent und der Arbeitslosen um 111 Prozent sind Angebote schwer kalkulierbar. Baufirmen suchen händeringend Personal – gerne aus dem Ausland.

Horrende Inflation macht seit Jahren großen Kummer

Die horrende Inflation macht dem Land seit Jahren großen Kummer, die Lira ist chronisch schwach. Die Gemengelage schreckt Auslandsinvestoren ab. Die Direktinvestitionen schrumpften im vergangenen Jahr fast um ein Drittel. Finanzinvestoren ließen die Finger schon länger von auf Lira lautenden Staatsanleihen und türkischen Aktien. Deren Boom ging vor allem auf inländische Käufer zurück, die der Inflation ein Schnippchen schlagen wollten und auf dem leer gefegten, überhitzten Immobilienmarkt nichts Passendes fanden.

Erdoğan hatte darauf nach der Wiederwahl reagiert und die Rückkehr zu einer orthodoxen Finanz- und Geldpolitik zugelassen. Mit Finanzminister Mehmet Şimşek und Notenbankpräsidentin Hafize Gaye Erkan stiegen nicht nur die Zinsen seit Juni von 8,5 auf 45 Prozent, es wuchs auch ihr Ansehen: Internationales Kapital kam vorsichtig zurück.

Umso gefährlicher der überraschende Rücktritt Erkans nach acht Monaten am Wochenende. Die Begründung, es gebe eine „Rufmordkampa­gne“ in den Medien gegen sie, lässt Fragen offen. Doch die Märkte blieben anders als bei früheren Umbesetzungen an der Notenbankspitze ruhig. Das lag daran, dass dem Abschied diesmal kein Streit um die Geldpolitik vorausging und Ankara zusicherte, es bleibe beim eingeschlagenen Kurs. Den repräsentiert künftig der eilig vom Vizegouverneur zum Notenbankchef beförderte Fatih Karahan.

Um eine Rosskur kommt das Land nicht herum

Der musste allerdings am ersten Amtstag eine Hiobsbotschaft verdauen. Die Inflation war im Januar auf 65 Prozent gestiegen, so stark wie seit August nicht mehr. Vor allem das große Plus der Kerninflation deutet darauf hin, dass der zugrunde liegende Druck auf die Verbraucherpreise in der Türkei höher ist als gedacht. Die wiederum werden von jüngsten Renten- und Mindestlohnerhöhungen getrieben, die die Regierung zum Ausgleich der Teuerung gewährt.

Weiterhin hohe Einnahmen aus dem blühenden Tourismusgeschäft und eine Exportoffensive sollten zwar helfen, die durch teure Importe gerissene Lücke in der Leistungsbilanz zu verringern. Parallel dürfte die Regierung versuchen, das Budget durch den Verkauf von Infrastruktur zu entlasten – an arabische Geldgeber. Auch Russland, dessen Präsident Putin sich zum Besuch angekündigt hat, bleibt für Erdoğan ein wichtiger Partner, vor allem in der Energiepolitik.

Damit allein wird es nicht getan sein. Für eine nachhaltige Eindämmung der Inflation bleibt auch der Türkei nichts als die Rosskur langer Zeit hoher Zinsen übrig. Sie wird die Nachfrage senken und das Wirtschaftswachstum dämpfen.

Die abgetretene Gouverneurin Erkan hatte schon im November signalisiert, dass das Ende der Zinserhöhungen in Sicht sei. Womöglich war das vor den Kommunalwahlen im März mehr eine Konzession an den Präsidenten denn die Folge einer nüchternen, makroökonomischen Analyse. Karahan wird beweisen müssen, wie unabhängig vom Palast er regieren will – und kann. Fürs Erste ließ er die alte und von vielen Analysten als zu optimistisch eingeschätzte Inflationsprognose mit 36 Prozent zum Jahresende schon einmal unverändert. Das ist ein Warnsignal.

13 Februar 2024 0 Kommentare
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Wir haben eine Sozialdomokrat und Freund Mahmet Canbolat verloren.

von Fremdeninfo 12 Februar 2024
von Fremdeninfo

           Wir haben eine Sozialdomokrat und  Freund Mahmet Canbolat verloren.

    

Wir werden ihm  nicht vergessen.Er war für uns  eine gute freund und vorbild.                                       

          

 

12 Februar 2024 0 Kommentare
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Türkische Gemeinde Berlin über Partei Dava: „Sie wird von vielen Deutschen Unterstützung erhalten

von Fremdeninfo 12 Februar 2024
von Fremdeninfo

Türkische Gemeinde Berlin über Partei Dava: „Sie wird von vielen Deutschen Unterstützung erhalten“

Geschichte von Sophie-Marie Schulz/ Berliner Zeitung

                                              

                                                Die Türkische Gemeinde begrüßt Dava als neue Partei. © Christoph Reichwein/dpa

 

 

Noch ist die türkische Gruppierung Dava offiziell keine Partei. Trotzdem wird sie bereits als solche bezeichnet, will sie bei den Europa- und Bundestagswahlen antreten. Kritiker sehen in Dava, ausgeschrieben Demokratische Allianz für Vielfalt und Aufbruch, den Versuch der Einflussnahme des türkischen Präsidenten Erdogan.

Die Türkische Gemeinde Berlin vertritt eine ganz andere Meinung. Sie übt ebenfalls Kritik, aber nicht an Dava, sondern an der Bundesregierung. Zudem erhebt sie schwere Vorwürfe gegen „einige deutsche Medien“.

Deutsche Politiker bezeichneten die Gruppe als „türkische AfD“, und Eren Güvercin, Mitglied der Deutschen Islamkonferenz und stellvertretender Bundesvorsitzender des FDP-nahen Vereins Liberale Vielfalt, sagte gegenüber der Berliner Zeitung, dass man die türkische Partei nicht unterschätzen sollte.

Yüksel Aslan, der stellvertretende Vorsitzende der Türkischen Gemeinde Berlin, bestätigte der Berliner Zeitung, dass die mediale Berichterstattung über Dava in der türkischen Gemeinde wahrgenommen wurde. Dennoch scheint sich die Türkische Gemeinde Berlin über die Gründung zu freuen. Denn „leider“ fühlten sich die „türkischstämmigen Deutschen zu einem großen Teil“ nicht von den „etablierten Parteien wie CDU, CSU und SPD“ repräsentiert, hieß es.

Weiter hieß es, dass die „Wünsche und Anforderungen dieser Bürgerinnen und Bürger seit 63 Jahren seitens der deutschen Politik nicht berücksichtigt und wahrgenommen“ wurden. Aber nicht nur die Politik, auch die „deutschen Medien“ haben sich, so die Türkische Gemeinde, „nicht gekümmert und ihre Forderungen ignoriert“.

Ob Dava sich in Deutschland etablieren wird, kann sie nach eigenen Angaben allerdings nicht einschätzen. „Aber ihren Kandidaten und ihrem Parteiprogramm nach zu urteilen, werden sie diesmal nicht nur von Türken und Arabern, sondern auch von vielen Deutschen Unterstützung erhalten“, sagt Yüksel Aslan.

Eine potenzielle Spaltung innerhalb der türkischen Community – zwischen konservativen und modernen Türken – sieht die Gemeinde nicht. „Wir sind mehr besorgt über den zunehmenden Rassismus in der deutschen Bürokratie, Politik und Medien sowie über die sich verschlechternde Wirtschaft in Deutschland“, entgegnet Aslan.

Und was sagen türkische Erdogan-Kritiker zu Dava? Laut Aslan wird „in der türkischen Community in Berlin nicht“ darüber gesprochen. „Denn die überwiegende Mehrheit der türkischen Gesellschaft ist der Meinung, dass diese Behauptung von einigen deutschen Medien und Politikern bewusst gegen diese Partei verbreitet und aufgestellt wurde und es nicht nötig ist, darüber zu diskutieren“, führt Aslan aus.

Zudem gebe es weitere Themen, die in der Gemeinde diskutiert werden, unter anderem die „Inkompetenz deutscher Politik“ im Zusammenhang mit Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit.

 

 

 

 

 

 

12 Februar 2024 0 Kommentare
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Politik

Ich verlasse das Land nicht wegen der AfD und bleibe auch nicht trotz der AfD – ich bleibe, weil Deutschland mein Zuhause ist

von Fremdeninfo 11 Februar 2024
von Fremdeninfo

Ich verlasse das Land nicht wegen der AfD und bleibe auch nicht trotz der AfD –

ich bleibe, weil Deutschland mein Zuhause ist

                          Geschichte von Business Insider
                                                               
‚Sind wir besser als die Menschen, die andere hassen, wenn wir sie zurück hassen?‘, fragte sich Burcu Arslan auf einer Demo kürzlich in München,
als sie Parolen gegen rechts hörte. © privat / Burcu Arslan
Sind wir besser als die Menschen, die andere hassen, wenn wir sie zurück hassen?‘, fragte sich Burcu Arslan auf einer Demo kürzlich in München, als sie Parolen gegen rechts hörte.

Vor zwei Jahren begab ich mich für mein MBA-Studium nach New York. Zwischen den anspruchsvollen Vorlesungen an der Columbia University und den touristischen Erkundungen der Stadt fand ich einen ruhigen Moment für einen Spaziergang allein um den Bryant Park. Dieser Park inmitten der Großstadt bot mir Gelegenheit, meine Gedanken zu sortieren und Eindrücke zu verarbeiten. Währenddessen stieß ich auf ein Zitat auf dem Boden, das mich zum Nachdenken brachte: „Es gibt nur zwei, drei Geschichten in der Menschheit, die sich immer wieder wiederholen, als wären sie nie passiert.“

Dieses Zitat stammt aus dem Roman „O Pioneers!“ der Pulitzer-Preis-Gewinnerin Willa Cather (1873-1947).

Dieses Zitat regte in mir zunächst ein Gefühl von Widerstand: ‘So einfach ist es nicht, die Welt ist so komplex’, war mein erster Gedanke. Dann hielt ich inne und dachte weiter nach: ‘Kann es wirklich sein, dass es nur so wenige grundlegende Geschichten gibt, die sich endlos wiederholen, als hätten sie nie zuvor stattgefunden?’

Fast zwei Jahre sind seit diesem Moment vergangen, und dieser Gedanke hat sich fest in meinem Bewusstsein verankert. Er hat meinen Blick auf Konflikte und gesellschaftliche Muster grundlegend verändert.

Für mich symbolisiert dieses Zitat die Idee, dass es zeitlose Muster und Themen in der Geschichte der Menschheit gibt, die sich trotz variierender äußerer Umstände in allen Zeiten und Kulturen ähneln. Die aktuellen Krisen sind somit selten Neuheiten in ihrem Kern, die es in der Menschheitsgeschichte nie gegeben hat, sondern lediglich eine andere Ausprägung. Es geht immer um dieselben grundlegenden menschlichen Bedürfnisse, die sich in jeder Generation manifestieren.

Welche sich immer wiederholenden Geschichten nehmt ihr wahr?

Vor zwei Wochen nahm ich an einer Demonstration gegen Rechtsextremismus teil, als Reaktion auf die Pläne der AfD, die von „Correctiv“ aufgedeckt wurden. Ich ging zu der Demo, um ein Zeichen für Vielfalt und Demokratie zu setzen. Doch als ich Zeugin wurde, wie Hassparolen gerufen wurden, geriet ich ins Grübeln. Sind wir besser als die Menschen, die andere hassen, wenn wir sie zurück hassen? Sind wir besser, wenn wir die Menschen wegschicken, die andere Menschen wegschicken wollen? Ich fragte mich, ob ich in dem Moment wirklich für Vielfalt einstand.

Wir erzählten uns wieder eine Geschichte von guten und bösen Menschen. Es scheint mir, als ob alle paar Jahre neue Feindbilder geschaffen werden, während die Denkmuster dahinter unverändert bleiben und sich immer wiederholen. Wir stecken scheinbar in einem endlosen Zyklus von „wir“ gegen „die“. Doch die entscheidende Frage lautet: Wer ist überhaupt dieses „wir“ und wer sind „die“?

Ich gehöre nicht zu einem „wir“, das andere hasst. Ich stehe für Vielfalt. Aber ich weiß, dass gelebte Vielfalt auch oft herausfordernd sein kann. Ich selbst habe auch Schwierigkeiten damit, fremde Denkmuster auszuhalten oder den Dialog zu suchen. Dennoch gebe ich mir immer weiter Mühe, dies zu tun. Und ich verstehe, dass es für andere Menschen auch schwierig sein kann, mit mir zu sprechen, wenn ich in keine ihrer Schubladen passe. Doch gegenseitiger Hass ist definitiv nicht die Lösung, und sich auf der vermeintlich richtigen Seite zu wissen, reicht mir in der Auseinandersetzung gegen Rechtsextremismus nicht aus.

Wir müssen erkennen, dass gut gemeinte Aktionen, wie Demonstrationen, manchmal ungewollt ähnliche Denkmuster reproduzieren können, die ebenso problematisch sind. Deshalb ist es meiner Meinung nach wichtig, die eigenen Positionen und Handlungen zu reflektieren und ein Bewusstsein für ihre Wirkung aufzubauen. Es reicht nicht, sich von jeglichem Extremismus zu distanzieren. Oder sein Kreuz bei der Wahl bei einer Partei zu setzen, die nicht in Teilen rechtsextrem ist. Wir müssen uns aktiv für positive Werte einsetzen und Diskriminierung und Ungerechtigkeit im eigenen Umfeld ansprechen. Wir dürfen im Alltag in rassistischen Situationen nicht wegschauen.

Demokratie ist kein passiver Prozess, sie lebt von unseren Worten und Taten

In der deutschen Geschichte zeigt sich ein wiederkehrendes Muster: Besonders in Zeiten von Unsicherheit tendieren wir dazu, unsere Identität zu stärken, indem wir Probleme auf „andere“ projizieren. Diese Erkenntnis sollte uns als Ansporn dienen, wachsamer zu sein und aus der Vergangenheit zu lernen. Schließlich kann der strukturelle Rassismus in Deutschland weder durch Ausgrenzung noch durch Schuldzuweisungen an Migrantengruppen gelöst werden. Migranten sind weder das Problem noch die Lösung für den strukturellen Rassismus in Deutschland. Das Problem ist die gelebte Leitkultur. Eine AfD muss nicht erst ihre rechtsextremen Deportationspläne umsetzen.

Schon der schiefe Blick an der Kasse, wenn man etwas falsch ausgesprochen hat, sind ein Problem. Und während wir darüber debattieren, Vielfalt in der Gesellschaft zu akzeptieren und wertzuschätzen, ist dies eindeutig leichter gesagt oder geschrieben als getan. Ich muss gestehen: Ich konnte das nicht einmal mit meiner eigenen Identität für lange Zeit.

Auf der einen Seite gibt es die Neigung, in Überlegenheitsfantasien der deutschen Kultur zu schwelgen und Migranten auszugrenzen, weil sie den unausgesprochenen Erwartungen nicht entsprechen. Auf der anderen Seite können sich Migranten als Reaktion auf Diskriminierung und Rassismus vom Deutschsein distanzieren. Ich selbst habe diese Dynamik erlebt: Während meine Selbstidentifikation zwischen dem Deutsch Sein und Türkisch Sein gefühlt wöchentlich eine andere Ausprägung hatte als Jugendliche, gab es in der Vergangenheit auch eine Zeit, in der ich mich ausschließlich als Türkin identifizierte, um mich von dem rassistischen Deutschland abzugrenzen. Verletzungen und Diskriminierung führten dazu, dass ich nichts mit dem Deutschsein zu tun haben wollte. So fühlte ich mich besser. Das war wiederum so deutsch von mir – das bedingungslose Ablehnen dessen, was mir nicht passt. Ich war so deutsch, dass ich nicht mehr deutsch sein wollte.

Als ich in meiner Kindheit rassistische Erfahrungen gemacht habe, die dazu geführt haben, dass ich nicht deutsch sein wollte, gab es die AfD noch nicht. Aber die rassistischen Denkmuster schon. Diese Erkenntnis spiegelt ein tiefgreifendes Problem wider: die Schwierigkeit, kulturelle Vielfalt in Deutschland – in der Gemeinde, in der Familie, in einem selbst – anzunehmen und auszuhalten. Und auch wenn es morgen die AfD nicht mehr gäbe, würden die Denkmuster überleben, solange wir den Fehler nicht nur im Außen, sondern proaktiv auch im Inneren suchen. So wie auch in meinem Fall. Ich musste erst Frieden mit den unschönen Seiten der deutschen und türkischen Identität schließen, um heute sagen zu können, dass ich beides bin und schätze. Denn wenn ich erwarte, dass “Deutsche” nicht nur die “guten Migranten” wertschätzen, dann sollte ich mit guten Beispiel vorangehen und selbst auch nicht nur die “guten Deutschen” dulden.

Wir müssen lernen, Vielfalt als Bereicherung zu sehen und nicht als Bedrohung. Es ist egal, wie wir die Schubladen nennen, ob Links gegen Rechts, Alt gegen Jung, Mann gegen Frau, Deutsch gegen Ausländer oder Mensch mit Migrationsgeschichte, solange wir uns selbst verherrlichen, in dem wir eine andere Gruppe niedermachen, gewinnen wir nichts. Wir führen nur das Muster fort, die Geschichte zu wiederholen. Und wir haben oft genug gesehen, dass diese Denkmuster zu nichts führen. Doch nur wenn wir diese wiederkehrenden Themen und Herausforderungen erkennen und verstehen, können wir auch klügere Entscheidungen für die Zukunft treffen und den Zyklus von Konflikten und Vorurteilen durchbrechen, um ein inklusives und zukunftsfähiges Deutschland zu schaffen. Dabei geht es nicht nur um das Anerkennen von Unterschieden in einem oder um einen herum, sondern um das echte Einbeziehen und Wertschätzen aller Menschen und Aspekte, die Teil unserer Gesellschaft sind.

Ich verlasse Deutschland nicht wegen der AfD und bleibe auch nicht trotz der AfD. Ich bleibe, weil Deutschland mein Zuhause ist und ich daran glaube, dass wir gemeinsam eine inklusive Zukunft aufbauen können, obwohl ich weiß, dass es harte Arbeit sein wird.

Wie schreiben wir eine neue Geschichte?

In einer Welt, in der Veränderung die einzige Konstante ist, und diese Veränderungen schneller als je zuvor stattfinden, ist es unerlässlich, dass wir uns bewusst auf die Zukunft vorbereiten. Ansonsten werden wir immer gefangen in alten Mustern, getrieben von der Angst vor dem Ungewissen, eine Geschichte wiederholen, die keine Zukunft schreiben kann.

Das bedeutet, wir müssen gemeinsam an unseren Fähigkeiten arbeiten und die Werte, die wir in unserer Gesellschaft vertreten und fördern wollen, aktiv diskutieren. Für mich persönlich war der Weg zum inneren Frieden und der Fähigkeit, für Frieden in meinem Umfeld einzustehen, eine Reise der gnadenlosen Ehrlichkeit mir selbst gegenüber. Es geht nicht darum, lediglich Feindbilder zu verschieben, ohne dass ein tatsächlicher Wandel in den Denkmustern stattfindet.

Wir brauchen Empathie, denn Empathie ist mehr als nur das Mitfühlen mit anderen; sie ist die Fähigkeit, die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten. In einer Gesellschaft, die von Vielfalt geprägt ist, ermöglicht Empathie es uns, Brücken zu bauen, statt Gräben zu vertiefen. Indem wir die Erfahrungen, Hoffnungen und Ängste anderer verstehen, können wir Konflikte deeskalieren und gemeinsame Lösungen finden. Empathie in der Praxis bedeutet, aktiv zuzuhören, eigene Vorurteile zu hinterfragen und sich zu bemühen, andere Kulturen und Lebensweisen zu verstehen und wertzuschätzen.

Wie schreiben wir eine neue Geschichte?

In einer Welt, in der Veränderung die einzige Konstante ist, und diese Veränderungen schneller als je zuvor stattfinden, ist es unerlässlich, dass wir uns bewusst auf die Zukunft vorbereiten. Ansonsten werden wir immer gefangen in alten Mustern, getrieben von der Angst vor dem Ungewissen, eine Geschichte wiederholen, die keine Zukunft schreiben kann.

Das bedeutet, wir müssen gemeinsam an unseren Fähigkeiten arbeiten und die Werte, die wir in unserer Gesellschaft vertreten und fördern wollen, aktiv diskutieren. Für mich persönlich war der Weg zum inneren Frieden und der Fähigkeit, für Frieden in meinem Umfeld einzustehen, eine Reise der gnadenlosen Ehrlichkeit mir selbst gegenüber. Es geht nicht darum, lediglich Feindbilder zu verschieben, ohne dass ein tatsächlicher Wandel in den Denkmustern stattfindet.

Wir brauchen Empathie, denn Empathie ist mehr als nur das Mitfühlen mit anderen; sie ist die Fähigkeit, die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten. In einer Gesellschaft, die von Vielfalt geprägt ist, ermöglicht Empathie es uns, Brücken zu bauen, statt Gräben zu vertiefen. Indem wir die Erfahrungen, Hoffnungen und Ängste anderer verstehen, können wir Konflikte deeskalieren und gemeinsame Lösungen finden. Empathie in der Praxis bedeutet, aktiv zuzuhören, eigene Vorurteile zu hinterfragen und sich zu bemühen, andere Kulturen und Lebensweisen zu verstehen und wertzuschätzen.

 

Burcu Arslan war in der Führung mehrerer Unternehmen und TEDx Speakerin. Zur Zeit macht sie ein Sabbatical. Arslan ist Mitglied im MPower-Netzwerk von Business Insider.

                                                                                                                                                                   

11 Februar 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Duisburger platzt wegen Bezahlkarte für Flüchtlinge der Kragen: „Hass auf Arme“

von Fremdeninfo 11 Februar 2024
von Fremdeninfo

Duisburger platzt wegen Bezahlkarte für Flüchtlinge der Kragen: „Hass auf Arme“

Geschichte von Alexander Keßel / Der Westen 

 

 

                                      

                                      Duisburger platzt wegen Bezahlkarte für Flüchtlinge der Kragen: „Hass auf Arme“ © IMAGO/Bihlmayerfotografie & Alexander Keßel /
                                      DER WESTEN

 

Die Einführung der Bezahlkarte für Geflüchtete ist beschlossene Sache. Nach monatelangen Diskussionen soll sie nun in 14 von 16 Bundesländern kommen – darunter auch NRW. Offizielles Ziel der Bezahlkarte: Staatliche Leistungen sollen nicht mehr in Herkunftsländer überwiesen werden können, um Schlepper-Kriminalität zu bekämpfen.

Der Duisburger Abdul Chahin kritisiert die Einführung der Bezahlkarte aufs Schärfste. Für ihn ist die Idee ein „Armutszeugnis für die Gesellschaft“ und ein Zeichen für „Hass auf Arme“.

Duisburger geht wegen Bezahlkarte auf die Barrikaden

Abdul Chahin prangert vor allem an, dass die Bezahlkarte regional eingeschränkt werden kann und auch nur in bestimmten Branchen (zum Beispiel Supermärkten) eingesetzt werden soll. Für den Duisburger mit palästinensischen Wurzeln ein Unding. Der Comedian nennt dafür Gründe aus seiner Vergangenheit.

 

Chahins Eltern sind aus dem Libanon nach Deutschland geflohen. Er selbst ist als Kind in einem Asylheim in Duisburg aufgewachsen. „Meine Familie und ich hatten bis 1999 Zahlscheine, die man beim Aldi Nord einlösen konnte“, erklärt der Duisburger nun in einem Video bei Instagram und weiter: Ich kann euch aus eigener Erfahrung erzählen, dass nichts peinlicher war, als mit diesen Viechern vorne an der Kasse zu bezahlen. Das werde ich in meinem ganzen Leben nie wieder vergessen.“

„Dieses Gesetz muss gekippt werden

Geflüchteten droht mit der Bezahlkarte nun ein ähnliches Stigma an den Kassen. Wer sie einsetzt, werde sofort als Flüchtling gebrandmarkt. Weil die Bezahlkarte mit keinem Konto verbunden wird, sind Bargeld-Auszahlungen wohl nur im geringen Umfang geplant. Für Abdul Chahin, der mit Bildungsarbeit gegen Antisemitismus und Rassismus kämpft, sind die Gründe für die Einführung der Bezahlkarte konstruiert: „Wer wirklich daran glaubt, dass wir eine Flüchtlingskrise haben, der glaubt auch daran, dass Borussia Dortmund noch Deutscher Meister wird.“

Aus Sicht von Abdul Chahin sei die Einführung der Bezahlkarte diskriminierend. Sie würde dazu führen, dass Menschen sich gezwungen sehen, „irgendwelche Drecksjobs im Niedriglohnsektor anzunehmen“. Seine Forderung: „Dieses Gesetz muss definitiv gekippt werden.“

11 Februar 2024 0 Kommentare
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Bildung

Unterricht in vier Herkunftssprachen an Grundschule Gräfenau

von Fremdeninfo 11 Februar 2024
von Fremdeninfo

                                      

                     Unterricht in vier Herkunftssprachen an Grundschule Gräfenau

                               Geschichte von Dpa Deutsche Presse-Agentur

                 Unterricht in vier Herkunftssprachen an Grundschule Gräfenau

 

                                                        

                                             Rektorin Barbara Mächtle © Uwe Anspach/dpa/Archivbild

 

Für Bildungsministerin Hubig ist Herkunftssprachen-Unterricht ein wichtiges Werkzeug für die Schulen. Das Bildungsangebot ist breit.

Mainz/Ludwigshafen – An der Grundschule Gräfenau in Ludwigshafen haben Schülerinnen und Schüler mit ausländischen Wurzeln Unterricht in ihren Herkunftssprachen Türkisch, Albanisch, Arabisch und Italienisch erteilt bekommen. Im Schuljahr 2022/23 betraf das insgesamt 187 Kinder, wie Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Fraktion in Mainz mitteilte. Die Grundschule in der zweitgrößten Stadt in Rheinland-Pfalz hatte vor einem Jahr überregional für Aufsehen gesorgt, weil 39 der 126 Erstklässler das Schuljahr wiederholen mussten.

Fünf Lehrkräfte an der Gräfenauschule seien für diesen Unterricht in einem Umfang von 35,5 Lehrerwochenstunden im Einsatz gewesen. Die meisten Kinder hätten an dem Herkunftssprachen-Unterricht in türkischer Sprache teilgenommen, teilte Hubig mit. Viele Kinder an dem Grundschulschulstandort sprechen noch wenig Deutsch oder kommen aus bildungsfernen Familien. Etliche der betroffenen Kinder waren nur kurz oder gar nicht in einem deutschen Kindergarten.

Landesweit haben im Schuljahr 2022/23 rund 200 Lehrkräfte etwa 14.000 Schülerinnen und Schülern mit ausländischen Wurzeln Unterricht in deren Herkunftssprache erteilt. In 19 Sprachen erfolgte nach früheren Angaben der Bildungsministerin dieser Unterricht. Für die Kinder und Jugendlichen habe dieses Bildungsangebot große Bedeutung, da der sichere Gebrauch der Herkunftssprache den Deutscherwerb fördern könne. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler von der Grundschule bis zum Ende der Sekundarstufe 1. dpa

11 Februar 2024 0 Kommentare
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