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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

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4 Februar 2026 0 Kommentare
Archive

Aufruf zur Gedenkveranstaltung für den Genozid von Dersim 1937-1938

von Fremdeninfo 2 Mai 2024
von Fremdeninfo

Aufruf zur Gedenkveranstaltung für den Genozid von Dersim 1937-1938

Am 4. Mai 2024 versammeln wir uns von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr auf dem Domplatz in Kölnzu einem bedeutenden Gedenktag. Am 87. Jahrestag des Genozids von Dersim wollen wir

vereint mit allen Dersimer und Alevitischen Verbänden der Opfer gedenken. 1937-38 wurden in Dersim zehntausende Menschen getötet, zehntausende Menschen vertrieben, hunderte

Kinder zwangsweise in Kinderheime gesteckt und hunderte Mädchen verschleppt, über deren Verbleib bis heute nichts bekannt ist.

Auch nach 87 Jahren hat der türkische Staat den Massenmord und die Massenvertreibung bis´heute nicht offiziell als Genozid anerkannt.

Erneut fordern wir den türkischen Staat dazu auf, die Geschehnisse von 1937-38 als Genozid anzuerkennen sowie die Grabstellen der ermordeten Frauen, Männer und Kinder

bekanntzugeben. Wir fordern den türkischen Staat darüber hinaus dazu auf, die Archive, die durch den Staat und dem Militär unter Verschluss gehalten werden, offenzulegen und damit für eine lückenlose Aufklärung der Ereignisse von 1937-38 der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.Wir, die Dersimer und Alevitischen Verbände, haben uns in einer Initiative für diese Gedenkveranstaltung vereint, um gemeinsam und lauter denn je gegen das Vergessen und für die Aufklärung und Gerechtigkeit zu kämpfen.

Unterstützt werden wir auf der Gedenkveranstaltung von Vertretern aus der Wissenschaft und Politik, die gemeinsam mit uns ihre Stimme für die Anerkennung der

menschenverachtenden Taten von 1937-38 in Dersim als Genozid erheben werden.Religiöser Extremismus: Deutschland schob im vergangenen Jahr zwölf islamistische Gefährder ab

Initiative für Anerkennung des Genozids in Dersim

Alevitische Gemeinde Deutschland KdöR- AABF

Dersim Aufbaukongress- DIK

Dersim Kultur und Geschichtszentrum- DKG

Europäische Föderation der Demokratischen Dersim Vereine- ADEF

Föderation der Demokratischen Alevitischen Vereine – FEDA

Föderation der Dersim Gemeinden in Europa- FDG

Verein gegen Dersim Genozid 38

Kontakt für Rückfragen:

Hüseyin Kenan Aydın: 0160 533135

Togay Isikli : 061090897990

2 Mai 2024 0 Kommentare
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Information

Polizei verhindert Mai-Protest in Istanbul in der Türkei

von Fremdeninfo 2 Mai 2024
von Fremdeninfo

 

                      Polizei verhindert Mai-Protest in Istanbul in der Türkei

                                                Geschichte von dpa

                                               

 

                                           

Türkische Polizisten gehen gegen Demonstranten vor, als diese versuchen, den Taksim-Platz für eine nicht genehmigte Maikundgebung zu erreichen. © Emrah Gurel/AP/dpa

 

 

Die türkische Polizei hat in der Millionenmetropole Istanbul einen Protestmarsch anlässlich des Maifeiertags zum symbolisch wichtigen Taksim-Platz verhindert. Sie setzten dabei am Mittwoch Tränengas gegen Protestierende ein, wie Aufnahmen des Senders CNN Türk zeigten. Es war auch Gerangel zwischen Demonstranten und Polizei zu sehen. Sicherheitskräfte blockierten in mehreren Reihen den Weg vom Stadtteil Sarachane zum mehrere Kilometer entfernten Taksim-Platz. Nach Angaben von Innenminister Ali Yerlikaya wurden 210 Menschen festgenommen. 

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Demonstrierende geraten in Istanbul mit Polizeibeamten aneinander. Dutzende Menschen, die versuchten, den Taksim-Platz zu erreichen, wurden festgenommen. © Khalil Hamra/AP

 

 

Der von der Zentralregierung in Ankara eingesetzte Gouverneur hatte ein Demonstrationsverbot für den Taksim-Platz erlassen und das Zentrum großräumig absperren lassen. Begründet wurde dies mit Sicherheitsbedenken. Amnesty International nannte diese Begründung «fadenscheinig» und forderte mit Verweis auf ein Urteil des Verfassungsgerichts eine Aufhebung des Verbots. 

Taksim-Platz als symbolträchtiger Ort

Das Verfassungsgericht hatte Ende vergangenen Jahres entschieden, dass ein Demonstrationsverbot am Taksim-Platz das Recht auf friedliche Versammlung verletze. Oppositionsführer Özgür Özel bezeichnete das Verbot als beschämend und verwies darauf, dass die Urteile des Verfassungsgerichts bindend seien. 

Der Taksim-Platz im Zentrum Istanbuls ist für Gewerkschaften und Opposition symbolisch wichtig: Gewerkschaftler wollen mit einer Versammlung dort an den 1. Mai 1977 erinnern. Damals hatten Heckenschützen auf eine Demonstration am Taksim-Platz mit rund 500.000 Teilnehmern geschossen und zahlreiche Menschen get Für Regierungsgegner ist der Platz ebenfalls zum Symbol geworden, weil die regierungskritischen Gezi-Proteste 2013 dort ihren Ausgang nahmen. Die Proteste richteten sich damals zunächst gegen die Bebauung des Gezi-Parks, der neben dem Taksim-Platz liegt. Sie weiteten sich aus zu landesweiten Demonstrationen gegen den damaligen Ministerpräsidenten und heutigen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Der ließ die Proteste niederschlagen. Regierungskritische Versammlungen auf dem Taksim-Platz sind seitdem nicht mehr erlaubt.

2 Mai 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Migrationspolitik: EU steht vor Milliarden-Deal mit dem Libanon

von Fremdeninfo 2 Mai 2024
von Fremdeninfo

                     Migrationspolitik: EU steht vor Milliarden-Deal mit dem Libanon

                                           Geschichte von , dpa

 

 

                                           

 

HANDOUT – 06.10.2023, Libanon, Tripolis: Ein von der libanesischen Armee zur Verfügung gestelltes Ha data-portal-copyright= © Bereitgestellt von Handelsblatt

 

Die EU sieht sich mit einem neuen Flüchtlingsproblem konfrontiert. Zur Lösung soll an diesem Donnerstag ein Abkommen mit dem Libanon angekündigt werden. Ein Nahost-Experte warnt vor einem großem Fehler.

Die EU will nach Recherchen der Deutschen Presse-Agentur mit Finanzhilfen im Umfang von rund einer Milliarde Euro den Zustrom von bislang im Libanon lebenden Flüchtlingen aus Syrien stoppen. Mit dem EU-Geld soll nach Angaben von EU-Beamten das Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen im Libanon gestärkt werden.

Zudem sind Mittel für die Sicherheitsbehörden und die Streitkräfte des Landes sowie für den Kampf gegen Schleuserbanden und für Wirtschafts- und Finanzreformen vorgesehen. Die legale Migration wird den Plänen zufolge erleichtert werden.

Das Unterstützungspaket soll nach Angaben der Beamten an diesem Donnerstag bei einer Libanon-Reise von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Zyperns Präsident Nikos Christodoulidis angekündigt werden. Vor allem die zyprische Regierung hatte die wachsende Zahl syrischer Flüchtlinge aus dem Libanon zuletzt als nicht mehr tragbar kritisiert und ein Handeln der EU gefordert.

Zahl der Ankünfte stieg zuletzt drastisch

Angaben von Staatschef Christodoulidis zufolge kamen in den vergangenen Monaten fast täglich Syrer aus dem etwa 160 Kilometer entfernten Libanon mit Booten in der EU-Inselrepublik im östlichen Mittelmeer an. Seit Jahresbeginn wurden bereits rund 4000 Migranten gezählt – im ersten Quartal des Vorjahres waren es lediglich 78.

In absoluten Zahlen sind das deutlich weniger als beispielsweise in Italien, Spanien und Griechenland, wo Bootsflüchtlinge aus Ländern wie Tunesien, Libyen, Ägypten, Marokko oder der Türkei ankommen. Gemessen an seiner Einwohnerzahl gibt aber nirgendwo in der EU so viele Asylanträge wie auf Zypern.

Auf der Insel sind die Flüchtlingslager überfüllt. „Wir sind nicht in der Lage, noch mehr syrische Flüchtlinge aufzunehmen“, sagte Christodoulidis vor wenigen Wochen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

EU-Kommissionschefin von der Leyen hat deswegen Hilfe zugesagt. „Es sind wir, die Europäer, die entscheiden, wer nach Europa kommt und unter welchen Umständen. Und nicht das organisierte Verbrechen der Schmuggler und Menschenhändler“, erklärte sie am vergangenen Sonntag in einer Rede und verwies auf die bereits existierenden Abkommen mit Ländern wie Tunesien und Ägypten. Auch diese Staaten sollen im Gegenzug für Finanzhilfen in Milliardenhöhe unerwünschte Migration in die EU stoppen.

Der für den Libanon vorgesehene Betrag ist für den Zeitraum bis Ende 2027 vorgesehen. Ein erster hoher dreistelliger Millionenbetrag könnte bereits im Sommer fließen. 

Antisyrische Stimmung im Libanon

Ob das EU-Geld ausreicht, um die Lage im Libanon zu entspannen, ist allerdings fraglich. Das Land steckt derzeit in der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise seiner Geschichte und zählt mit mehr als 1,5 Millionen syrischen Flüchtlingen gleichzeitig zu denjenigen Staaten, die pro Kopf weltweit die meisten Flüchtlinge aufgenommen haben. Das hat dazu geführt, dass mittlerweile eine antisyrische Stimmung herrscht und viele Flüchtlinge sich aus Angst vor Übergriffen nicht mehr auf die Straße trauen.

„Ich habe Angst, mein Haus zu verlassen. Wenn ich morgens aus dem Haus gehe, gehe ich in Angst. Ich habe immer die Befürchtung, dass meiner Familie während meiner Abwesenheit etwas zustoßen könnte“, sagt etwa der Syrer namens Khaled, der seine Heimatstadt Aleppo 2012 wegen des Bürgerkriegs verlassen hat. Die Libanesen behandelten Syrer wie einen Feind. 

Menschenrechtlern zufolge wenden libanesische Beamte seit Jahren diskriminierende Praktiken gegen Syrer an, um sie zur Rückkehr nach Syrien zu zwingen. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) berichtete, dass die libanesischen Behörden in den vergangenen Monaten Syrer, darunter Oppositionsaktivisten und Armeeüberläufer, willkürlich festgenommen, gefoltert und nach Syrien zurückgeschickt hätten.

Die libanesischen Regierenden vertreten die Meinung, das Bürgerkriegsland sei stabil und sicher genug, um eine Rückkehr zu gewährleisten. Die Vereinten Nationen und andere Menschenrechtsorganisationen sehen dies allerdings weiter anders. Sie weisen darauf hin, dass die wirtschaftliche Lage ein Überleben kaum möglich mache und politische Flüchtlinge um ihr Leben fürchten müssten. Hinzu kommt: Auch der syrische Machthaber Baschar al-Assad will die geflohenen Menschen nicht zurück in seinem Land.

Regierung nur eingeschränkt handlungsfähig

Schwierig ist die Lage im Libanon zudem auch politisch. Im Unterschied zu den autoritär regierten Staaten Tunesien und Ägypten gibt es in dem Land zurzeit nicht mal ein Staatsoberhaupt. Seit eineinhalb Jahren scheitert die Wahl eines Präsidenten hier immer wieder an Machtkämpfen innerhalb der politischen Elite. Aktuell wird das Land von Ministerpräsident Nadschib Mikati geschäftsführend geleitet. Die Regierung ist nur eingeschränkt handlungsfähig.

Auch deswegen will die EU nun auch die Streitkräfte des Landes stärken. Sie werden als ein stabilisierender Faktor in dem an Syrien und Israel grenzenden Land gesehen – auch angesichts der Aktivitäten der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz. Diese schießt aus dem Libanon mit Raketen, Artillerie- und Panzerabwehrgranaten auf Israel – nach eigenen Angaben aus „Solidarität“ mit der Hamas im Gazastreifen. Israel wiederum bekämpft mit Luft- und Artillerieangriffen die Stellungen der Hisbollah.

Nahost-Experte warnt vor großem Fehler

Angesichts dieser Gemengelage werden die Pläne der EU auch kritisch gesehen. „Die EU macht im Libanon einen großen Fehler“, sagt etwa Riad Kahwaji, Direktor des Institute for Near East and Gulf Military Analysis. Das Land habe eine lange Geschichte interner Probleme, getrieben von konfessionellen Konflikten, die bis heute immer wieder zu einem Machtvakuum führen. Der Libanon sei in keiner Weise bereit, ein Aufnahmeland für Flüchtlinge zu sein.

Die gleichen Politiker, die jetzt Gelder von der EU in Empfang nähmen, würden auf Podien dazu aufrufen, die Syrer aus dem Land zu werfen. „Es ist irre, zu sehen, dass die Europäer an die Illusion glauben, dass die libanesischen Behörden in der Lage wären, den Flüchtlingsstrom einzudämmen.“

2 Mai 2024 0 Kommentare
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Archive

Wir verlassen die Partei DIE LINKE- Hamburg

von Fremdeninfo 30 April 2024
von Fremdeninfo

 

 

 

 

Wir verlassen die Partei DIE LINKE

DIE LINKE hat sich von ihrem Gründungszweck und dem bestehenden Parteiprogramm entfernt.

Sie hat sich von den Problemen der Arbeiter, Werktätigen und der Einkommenschwäche Schichten der Gesellschaft entfernt.

Shakira: Şimdi erkeklerin ağlama zamanı

An die Stelle des Verständnisses, das das Parlament als Ort der Erklärung der politischen Realitäten und als eines der Felder des sozialen Kampfes sieht, ist ein Karrieremacherfeld getreten, das sich auf das Parlament beschränkt und auf der Einhaltung der herrschenden politischen Struktur beruht.

Die Friedenspolitik wurde aufgegeben, und anstatt eine Bewertung auf der Grundlage einer objektiven Analyse von Konflikten und Kriegen vorzunehmen und sich gegen den Krieg zu stellen, hat sie eine Politik verfolgt, die den Interessen der NATO und den USA entspricht. Im Ukraine-Russland-Konflikt wurde der Export von Waffen genehmigt, was bedeutet, Benzin ins Feuer zu gießen. Die gleiche politische Haltung hat sie auch im israelisch–palästinensischen Konflikt gezeigt, indem sie sich auf der Seite der israelischen Regierung stellte und nicht auf der Seite der demokratischen und linken Bevölkerung in Israel und Palästina. Die legitimen Forderungen des palästinensischen Volkes wurden ignoriert.
Friedensdemonstrationen gegen den Krieg wurden vermieden und Teilnehmer als „rechtoffen“ diffamiert und denunziert.

Anstatt frei zu diskutieren und Lehren aus den aufeinanderfolgenden Wahlniederlagen zu ziehen, haben die Verantwortlichen das Leben in der Partei mit einer Haltung unerträglich gemacht, die darauf abzielt, die Sozialisten innerhalb der Partei zu isolieren. Isolation und Mobbing wurden auf allen Ebenen praktiziert.

Grundrechte und Freiheiten von Millionen von Menschen insbesondere während der Corona-Periode eingeschränkt wurden, wurde keine einzige Kritik an den Maßnahmen der Regierung geäußert oder diese in Frage gestellt.

Insbesondere gegen Sozialisten mit Migrationshintergrund, die seit Jahren auf allen Ebenen für diese Partei arbeiten, wurde eine offene Isolationspolitik betrieben.

 

Ayşe Burgucuoğlu, İrfan Cüre, Hatice Baki, Hasan Taştan, Hasan Burgucuoğlu, İbrahim Ünlütepe, Mirko Bulut, Bahar Arıcan

 

 

 

 

 

 

Religiöser Extremismus: Deutschland schob im vergangenen Jahr zwölf

30 April 2024 0 Kommentare
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Religion

Deshalb wird Raheem Boateng in Hamburg kein Lehrer sein“

von Fremdeninfo 30 April 2024
von Fremdeninfo

Deshalb wird Raheem Boateng in Hamburg kein Lehrer sein“

Geschichte von Julia Witte genannt Vedder, Jörn Lauterbach / Welt 
In Hamburg wird weiter über die Islamisten-Kundgebung vom Wochenende debattiert – nun äußert sich Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank auch zu einem der führenden Köpfe der Extremisten. Parlamentarisch will die Rot-Grüne Regierung den Fall aber erst im Juni aufarbeiten.
                                             
                               Katharina Fegebank, Grüne, äußerte sich als Zweite Bürgermeisterin erstmals zu den Vorgängen vom Wochenende dpa © Bereitgestellt von WELT

 

Die Demonstration von „Muslim Interaktiv“ vom vergangenen Sonnabend wird in der Hansestadt immer mehr zum Politikum und war am Dienstag auch Thema in der wöchentlichen Senatssitzung, wie Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) im Anschluss erklärte. Es sei sehr ausführlich darüber beraten worden, ob die Demonstration wirklich hätte genehmigt werden müssen, sagte Fegebank, die auch Wissenschaftssenatorin ist. Es gebe allerdings, so habe sie es sich von Innensenator Andy Grote (SPD) erläutern lassen, wenig handhabe, eine Demonstration nicht stattfinden zu lassen. „Das hat etwas Widerwärtiges und wir haben uns alle darüber entsprechend aufgeregt“, so Fegebank.

Aber Extremismus sei eben nicht verboten, so die Politikerin weiter. „Wir haben die Situation, dass jemand eine Demonstration anmelden und ein Kalifat fordern kann – genauso, wie eine Demonstration angemeldet werden kann, auf der dann ein Führerstaat oder eine Räte- und Bauernrepublik gefordert wird. Das ist alles zulässig.“

Es habe wirklich sehr intensive Prüfungen gegeben, erklärte Fegebank, aber am Ende seien die Sicherheitsbehörden zu dem Ergebnis gekommen, dass die Demonstration zum einen von der Meinungsfreiheit gedeckt gewesen sei und zweitens die Versammlungsfreiheit einen Rahmen setze, „den wir auch nicht beschneiden wollten“. Und drittens habe die Gefahrenlage ein Verbot auch nicht hergegeben. „Dass die Demonstration stattgefunden hat, das hat uns

allen nicht gefallen, aber Extremismus verbietet keine Demonstration. Das ist für uns alle nochmal die Erkenntnis.”

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                                                 Islam-Influencer“ Raheem Boateng studiert in Hamburg auf Lehramt picture alliance / ABB © Bereitgestellt von WELT

Auf Nachfrage gaben Fegebank und der bei der Landespressekonferenz ebenfalls anwesende Präsident der Universität Hamburg, Hauke Heekeren, zudem weitere Details zum Studenten Raheem Boateng preis. Boateng steht der Gruppe „Muslim Interaktiv“ nahe und war einer der Anmelder der Kundgebung, zu der rund 1200 Muslime kamen. Heekeren bestätigte, dass Boateng aktuell an der Universität eingeschrieben ist. „Es ist aber auch klar festzuhalten, dass bisher keine Vorfälle im universitären Kontext im Zusammenhang mit dieser Person bekannt sind“, sagte er. Auf die privaten Aktivitäten und Äußerungen ihrer Studierenden in den sozialen Medien habe die Universität keinen Einfluss. Fegebank betonte, dass er aufgrund seiner extremistischen Einstellung keine Anstellung als Lehrer bekommen werde. Extremisten würden nicht zum Dienst an einer Schule zugelassen: „Diese Person ist bekannt, der Name ist bekannt und deshalb wird er in Hamburg kein Lehrer sein.”

 Wie das politische Verfahren rund um die Kundgebung verlief und welche Konsequenzen daraus gezogen werden, wollen SPD und Grüne erst auf der nächsten regulären Sitzung des Innenausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft am 6. Juni – also in rund fünf Wochen – besprechen. Einen Antrag auf eine Sondersitzung, den die CDU und weitere Oppositionsparteien gestellt hatten, wurde abgelehnt. Zu Begründung sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Sören Schumacher: „Mit Blick auf ‚Muslim Interaktiv‘ stellen wir fest, dass der Rechtsstaat handlungsfähig ist und alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden.“ Zudem hätten die Verfassungsschutzbehörden die Aktivitäten und Social-Media-Auftritte von „Muslim Interaktiv“ im Blick und auch ein Verbot der Gruppierung werde geprüft. „Daher läuft der Versuch der CDU, sich mit diesem Thema parteipolitisch zu profilieren, ins Leere“, so Schumacher.
Für diese Haltung hagelt es Kritik aus der Opposition, zumal SPD und Grüne in der vergangenen Woche bereits einen Antrag in der Bürgerschaft abgelehnt hatten, in dem Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zu einem Verbotsverfahren gegen „Muslim Interaktiv“ aufgerufen werden sollte (WELT berichtete): „Was muss eigentlich noch passieren, damit SPD und Grüne endlich aufwachen und dieser Bedrohung unserer freiheitlichen Gesellschaft mit aller Härte und Deutlichkeit entgegentreten? Dass Hamburgs Innensenator ankündigt, im Nachhinein jetzt Parolen und Transparente zu prüfen, reicht nicht aus“, sagte Dennis Thering, CDU-Fraktionschef. Anna von Treuenfels-Frowein (FDP) vermisste zudem ein Auftreten von Bürgermeister Peter Tschentscher oder Innensenator Grote (beide SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung: „Der Senat hat offenbar vor, seine Hilflosigkeit im Umgang mit der Islamisten-Szene in Hamburg mit Schweigen zu bemänteln“, sagte sie.
30 April 2024 0 Kommentare
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Religion

Juristisches Nachspiel für Kalifat-Demo

von Fremdeninfo 30 April 2024
von Fremdeninfo

Juristisches Nachspiel für Kalifat-Demo

Geschichte von Felix Huesmann/ FR

 

 

Es ist ein unglaubliches Phänomen, dass  dir Frauen  halifat haben wollen.

Juristisches Nachspiel für Kalifat-Demo

Die Parolen von „Muslim Interaktiv“ werden strafrechtlich geprüft. Ein Verbot der Gruppe wird ebenfalls geprüft.

Wer Joe Adade Boateng reden hört, könnte zunächst auf die Idee kommen, der Hamburger Mittzwanziger sei ein Paradebeispiel für junge Muslime in Deutschland, die keinerlei Probleme mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und dem Leben in einem säkularen Staat haben.

In einem Youtube-Video spricht er etwa von der Anerkennung „des Grundgesetzes als normative Ordnung der Bundesrepublik: „Wir hoffen, mit unserer Arbeit einen positiven Beitrag für die Verständigung zwischen der islamischen Gemeinschaft und der deutschen Gesellschaft zu leisten“, liest Boateng vor.

                                                    

                                             Auch Innenministerin Nancy Faeser (SPD) bezeichnete die Demonstration als „schwer erträglich“. © Bereitgestellt von FR

                    Es ist ein unglaubliches Phänomen, dass  dir Frauen  halifat haben wollen.

Doch der Schein trügt: Der junge Mann ist das prominenteste Gesicht der islamistischen Gruppierung „Muslim Interaktiv“, die am vergangenen Samstag zum wiederholten Mal bundesweit für Aufsehen sorgte. Bei einer Kundgebung mit mehr als 1000 Teilnehmenden in Hamburg waren Parolen wie „Kalifat ist die Lösung“ zu lesen. Deutschland wurde zur „Wertediktatur“ erklärt, junge Männer skandierten „Allahu Akbar“. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) kommentierte : „Wem ein Kalifat lieber sein sollte als der Staat des Grundgesetzes, dem steht es frei auszuwandern.“

Auch Innenministerin Nancy Faeser (SPD) bezeichnete die Demonstration als „schwer erträglich“. Die „roten Linien“ müssten klar sein. Propaganda für die Hamas, Hassparolen gegen Jüdinnen und Juden oder Gewaltaufrufe dürfe es auf deutschen Straßen nicht geben.

Parolen werden geprüft

Der Hamburger Polizeipräsident Falk Schnabel kündigte an, Inhalte der Demonstration würden von der Staatsanwaltschaft auf ihre strafrechtliche Relevanz geprüft. Die im Grundgesetz verankerte Versammlungs- und Meinungsfreiheit lasse aber eben auch extremistische Meinungskundgebungen zu. Einfach verbieten ließen sich derartige Demonstrationen deshalb nicht so einfach. Die Gruppe „Muslim Interaktiv“ wird vom Verfassungsschutz als gesichert extremistisch eingestuft.

Nach Einschätzung des Inlandsnachrichtendienstes steht sie der internationalen islamistischen Organisation Hizb ut-Tahrir nahe, die in Deutschland bereits 2003 mit einem Betätigungsverbot belegt wurde.

Dabei geben sich Gruppen wie „Muslim Interaktiv“ nach außen moderner und weniger radikal als salafistische Prediger und nutzen die reale Diskriminierung gegen Muslime in Deutschland, um Stimmung etwa gegen Integrationspolitik zu machen. Die Gruppe erreiche Tausende von Jugendlichen in den Sozialen Medien, erklärt der arabisch-israelische Islamismusexperte Ahmad Mansour.

Auch mit öffentlichen Auftritten wie der Demonstration am Wochenende in Hamburg wolle die Gruppe Einfluss auf junge Menschen bekommen. Befeuert werde die Radikalisierung auch in Folge des Massakers der Hamas in Israel am 7. Oktober 2023 und des Kriegs in Gaza. Bereits vorhandene Wut werde von radikalen islamistischen Gruppen wie „Muslim Interaktiv“ genutzt.

Derartige Gruppierungen hätten schon vor Jahren verboten werden müssen, befindet Mansour. Die CDU in der Hamburger Bürgerschaft forderte schon vor der Demonstration ein Verbot. Am Montag sprach sich auch die Grüne Bundestagsabgeordnete Lamya Kaddor dafür aus, das schnell umzusetzen

 

 

30 April 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

EU will Asylreform schnellstmöglich umsetzen

von Fremdeninfo 29 April 2024
von Fremdeninfo

                                                        

                          EU will Asylreform schnellstmöglich umsetzen

                                          Geschichte von RP ONLINE

•

 

Gent. Vor dem eigentlichen Zeitplan will die EU-Kommission schon im Juni einen Stufenplan für die beschlossene Asylreform vorlegen. Auch in Deutschland wolle man Anpassungen schnell vornehmen.

 

                                                              

                                                         Lang wurde in der EU über schärfere Asylregeln gestritten. Am 10. April hat das EU-Parlament für eine Reform gestimmt. (Archivfoto)

 

Im Juni will die EU-Kommission einen Stufenplan für die Implementierung der beschlossenen EU-Asylreform vorlegen. Dies geschehe Monate vor dem eigentlichen Zeitplan, erklärte EU-Innenkommissarin Ylva Johansson am Montag zum Start der europäischen Innenministerkonferenz im belgischen Gent. 14 EU-Staaten hätten bereits mit der Implementierung der Reformen begonnen, einige Staaten würden bereits Grenzverfahren durchführen. Die nationalen Pläne zur Umsetzung der Reform müssen die EU-Staaten bis spätestens Januar 2025 vorlegen. Dank der großen Anstrengungen der Mitgliedsstaaten und des EU-Parlaments „reparieren wir jetzt unser kaputtes Asylsystem“, sagte Johansson.

Nach jahrelangen Verhandlungen hatte das EU-Parlament am 10. April die umstrittene Reform des EU-Asylsystems gebilligt. Das Gesetzespaket sieht unter anderem vor, dass Asylsuchende mit geringer Bleibechance schneller und direkt von den EU-Außengrenzen abgeschoben werden. Dahinter stehen die sogenannten Grenzverfahren. Geplant ist außerdem ein Solidaritätsmechanismus zur Verteilung von Schutzsuchenden. Wollen Staaten keine Flüchtlinge aufnehmen, können sie auch finanzielle Hilfe leisten.

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Die Mitgliedsstaaten haben nun eigentlich zwei Jahre Zeit, die neuen Regeln umzusetzen. Aber auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) kündigte eine möglichst rasche Umsetzung an. „Für Deutschland kann ich ganz klar sagen: Wir möchten die notwendigen Anpassungen sehr viel schneller vornehmen“, sagte Faeser am Montag am Rande der Innenministerkonferenz. „Das gemeinsame europäische Asylsystem ist der Schlüssel, um Migration zu steuern und endlich zu einer gerechten Verteilung zu kommen. Das wird auch uns in Deutschland und unsere Kommunen in Deutschland entlasten“, sagte sie.

Konkret gehe es in Deutschland um die Anpassung von Gesetzestexten, die Verbesserung des Informationsdatenaustauschs für die Fingerabdruckdatenbank „Eurodac“ und darum, Menschen ohne Bleiberecht schneller abzuschieben. Die Ministerin kündigte zudem eine Fortsetzung des deutschen Engagements bei der europäischen Grenzschutzagentur Frontex an.

Die größeren Umbaumaßnahmen müssen absehbar in den Staaten an den EU-Außengrenzen erfolgen. Hier soll zum Beispiel das sogenannte Screening der Ankommenden erfolgen. Die Identität wird festgestellt, biometrische Daten werden gespeichert und Sicherheitsprüfungen vorgenommen. Dafür müssen die Menschen zunächst in Zentren an der Grenze festgehalten werden. Kritiker befürchten daher systematische Haft an den Außengrenzen.

.Die EU-Kommission erhofft sich von der raschen Umsetzung der Asylreform, den Rechtsruck abzumildern, den Prognosen für die Europawahl im Juni voraussagen. Nach der letzten Europawahl seien die EU-Staaten in der Migrationspolitik zerstritten gewesen, sagte Johansson. Die Bürger hätten daraufhin Migration in einer Eurobarometerumfrage als drittwichtigstes Problem benannt. Inzwischen liege Migration in der Umfrage auf Platz sieben der dringlichsten Probleme. „Weil die Bürger sehen, dass die Politik die Herausforderung angeht und dass die Zusammenarbeit gelingt. Das ist eine starke Botschaft“, erklärte Johansson.

 Am Dienstag beraten die EU-Innenministerinnen und Minister weiter über die Umsetzung der Reform. Dabei tauschen sie sich unter anderem über „best practices“ aus den Mitgliedsstaaten aus.

 

 

 

 

 

Konkret gehe es in Deutschland um die Anpassung von Gesetzestexten, die Verbesserung des Informationsdatenaustauschs für die Fingerabdruckdatenbank „Eurodac“ und darum, Menschen ohne Bleiberecht schneller abzuschieben. Die Ministerin kündigte zudem eine Fortsetzung des deutschen Engagements bei der europäischen Grenzschutzagentur Frontex an.

Die größeren Umbaumaßnahmen müssen absehbar in den Staaten an den EU-Außengrenzen erfolgen. Hier soll zum Beispiel das sogenannte Screening der Ankommenden erfolgen. Die Identität wird festgestellt, biometrische Daten werden gespeichert und Sicherheitsprüfungen vorgenommen. Dafür müssen die Menschen zunächst in Zentren an der Grenze festgehalten werden. Kritiker befürchten daher systematische Haft an den Außengrenzen.

29 April 2024 0 Kommentare
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Religion

Polizeipräsident für Verbot von „Muslim Interaktiv“

von Fremdeninfo 29 April 2024
von Fremdeninfo

                                   Polizeipräsident für Verbot von „Muslim Interaktiv

 

                   

                                                               Islamisten Demo in Hamburg

 

Polizeipräsident für Verbot von „Muslim Interaktiv“

Nach der von Islamisten organisierten Demonstration in Hamburg plädiert Polizeipräsident Schnabel für ein Verbot der Gruppe „Muslim Interaktiv“. Die FDP will Teilnehmer ausweisen. Laut einem Islamismus-Experten greift das aber zu kurz.

Der Hamburger Polizeipräsident Falk Schnabel hat sich im Gespräch mit NDR Info für ein Verbot der islamistischen Gruppe „Muslim Interaktiv“ ausgesprochen – soweit die verfassungsrechtlichen Erkenntnisse ausreichen würden. Nur so sei es möglich, die Verbreitung dieser Inszenierung über Social Media einzuschränken. Diese müsse aufhören, forderte Schnabel. Die Gefahr der Radikalisierung von Muslimen dadurch sei „immanent“.

Laut Polizei hatte eine Person, die für die Plattform „Muslim Interaktiv“ verantwortlich ist, die Demonstration in Hamburg für den vergangenen Samstag angemeldet. Auch der Hamburger Verfassungsschutz bestätigte, dass der Anmelder der Gruppierung nahe stehe. Der Verfassungsschutz stuft die Organisation als gesichert extremistisch ein.

Kalifats-Bewegung lehnt Demokratie ab

Laut dem Journalisten und Islamismus-Experten Erin Güvercin, Vorstand der Alhambra-Gesellschaft und Mitglied der Deutschen Islamkonferenz, gehört die Plattform „Muslim Interaktiv“ einer islamistischen Kalifats-Bewegung an, die die Demokratie ablehne und die Teilnahme an demokratischen Wahlen als „unislamisch“ bezeichne. Ihr Ziel sei ein sogenannter Kalifat-Staat, sagte Güvercin bei tagesschau24.

Seit 2003 gilt für die Kalifats-Bewegung ein Betätigungsverbot in Deutschland. Aber zuletzt sei sie über Online-Plattformen wie „Muslim Interaktiv“ immer aktiver geworden, vor allem seit dem Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel, sagte Güvercin.

29 April 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Werde es jeden Tag probieren“ – „100 Mal versucht, Ärmelkanal zu überqueren“: Junge (17) will zur Mutter

von Fremdeninfo 29 April 2024
von Fremdeninfo

Werde es jeden Tag probieren“ – „100 Mal versucht, Ärmelkanal zu überqueren“: Junge (17) will zur Mutter

                                                                                Geschichte von FOCUS Online
                                                      
Ein Schlauchboot mit rund 65 Migranten überquert Ärmelkanal. Viele versuchen es immer wieder Getty Images © Getty Images

 

Ein Jugendlicher aus dem Sudan hat nach eigenen Angaben bereits 100 Mal versucht, den Ärmelkanal zu überqueren, um zu seiner Mutter nach Großbritannien zu gelangen.

Der 17-jährige Abdul, ein Migrant aus dem Sudan,  will unbedingt zu seiner Mutter, die in Großbritannien lebt. Seit sieben Monaten befindet sich Abdul in einem „Zeltdschungel“ in Loon-Plage bei Dünkirchen und wartet auf seine Chance. Nach eigenen Angaben hat er bereits 100 Mal versucht, den Ärmelkanal zu überqueren, wie die britische Zeitung „Daily Mail“ berichtet.

            „Ich werde es jeden Tag probieren“

„Das ist mein Weg in die Freiheit. Ich werde es jeden Tag probieren. Es ist mir egal, wenn die Polizei uns weiter aufhalten will und die bösen Männer mich angreifen, weil ich kein Geld habe, um sie zu bezahlen“, zitiert die „Mail“ den jungen Mann.

Erst kürzlich sei es ihm gelungen, die französischen Behörden zu umgehen und mit einem Boot von einem Strand aus loszufahren. Die französische Polizei reagierte mit Gewalt, setzte Tränengas ein und stach auf die Schlauchboote ein, um die Flüchtlinge zu vertreiben. Nach 15 Minuten tauchte jedoch ein neues Boot auf, das ablegen konnte, bevor die Polizei eingreifen konnte.

Auch die neue „Ruanda Bill“ schreckt ihn nicht ab

Trotz der neuen „Ruanda Bill“, die es den Beamten der Einwanderungsbehörde erlaubt, die ersten Migranten in Haft zu nehmen, um sie nach Ruanda abzuschieben, bleibt Abdul standhaft. „Nichts wird mich aufhalten. Ich werde nach England kommen. Ich will nicht nach Ruanda abgeschoben werden, aber ich habe keine Angst, dorthin zu gehen.“

Die britische “Ruanda Bill“ bezieht sich auf einen politischen Vorstoß der britischen Regierung, Asylsuchende, die illegal in Großbritannien ankommen, zur Bearbeitung ihrer Asylanträge nach Ruanda zu schicken. Dies ist Teil eines umstrittenen Migrations- und Asylpakts zwischen dem Vereinigten Königreich und Ruanda. Er zielt darauf ab, die Zahl der Menschen zu reduzieren, die versuchen, auf gefährlichen Routen, wie etwa in kleinen Booten über den Ärmelkanal, ins Land zu gelangen.

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Studie: Ausländische Arbeitnehmende kommen gern nach Deutschland

von Fremdeninfo 29 April 2024
von Fremdeninfo

Studie: Ausländische Arbeitnehmende kommen gern nach Deutschland

               von dpa
 

Deutschland bleibt bei Zuwandernden beliebt. Im Bild: Eine Pflegekraft hält die Hand einer Bewohnerin einer Pflegeeinrichtung. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

 

Deutschland bleibt bei Zuwandernden beliebt. Im Bild: Eine Pflegekraft hält die Hand einer Bewohnerin einer Pflegeeinrichtung. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/d

 

In der Wirtschaft häufen sich die Klagen über einen Niedergang der deutschen Wettbewerbsfähigkeit. Für den Arbeitsmarkt gilt das offenbar (noch) nicht. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie. Die Details.

Deutschland ist nach einer internationalen Umfrage für ausländische Arbeitnehmer nach wie vor attraktiv. In der am Mittwoch veröffentlichten Befragung von 150.000 Arbeitnehmenden aus 188 Ländern liegt Deutschland in der Rangliste der beliebtesten Arbeitsstandorte auf Platz fünf und ist damit das erste nicht-englischsprachige Land hinter Australien, den USA, Kanada und Großbritannien. Am beliebtesten zeigt sich Deutschland bei Arbeitskräften aus Bosnien und Herzegowina sowie der Türkei, gefolgt von umzugswilligen Menschen aus Pakistan, Ungarn und Ghana auf den Rängen 3 bis 5.

Die Unternehmensberatung Boston Consulting Group, die Stellenbörse Stepstone sowie deren Dachverband The Network veröffentlichten die Studie, die hier einzusehen ist, am Mittwoch. In Deutschland lebende Arbeitnehmende hingegen zieht es demnach in der Regel nicht in die Ferne. Befragt wurden die Teilnehmende von Oktober bis Dezember vergangenen Jahres. In der Vergangenheit hatte es Studien gegeben, in denen Deutschland als eher unattraktiv eingestuft wurde.

Arbeitnehmende bleiben gern in Deutschland

Nach der neuen Studie war im internationalen Schnitt ein knappes Viertel der Befragten aktiv auf der Suche nach einem Job im Ausland, und über 60 Prozent wären grundsätzlich bereit zu einem Umzug in ein anderes Land. Im mehrjährigen Vergleich hat die Bundesrepublik dabei offenbar etwas an Anziehungskraft verloren: 2018 hatte Deutschland noch Rang zwei belegt.

Vergleichsweise sesshaft sind laut Umfrage hingegen die Arbeitnehmende in Deutschland:  Nach einem Auslandsjob suchten demnach lediglich sieben Prozent der 14.000 hierzulande Befragten, darunter neben Einheimischen auch Einwanderer. Als bevorzugte Ziele wurden die Schweiz und Österreich genannt.

35 % der in der Türkei Befragten sind bereit, für die Arbeit ins Ausland zu ziehen

Das ist auch im Vergleich mit Italien, Großbritannien oder den USA eine eher niedrige Quote, denn dort erklärte jeweils ein mehr als doppelt so hoher Anteil, im Ausland arbeiten zu wollen. Am höchsten ist die Bereitschaft zur Arbeitsmigration demnach in mehreren afrikanischen Staaten, an der Spitze Ghana mit 74 Prozent. In Indien waren es 54 Prozent, in der Türkei 35 Prozent.

 

Dies gilt laut Umfrage auch für Hochqualifizierte: Gesondert ausgewertet wurde die Antworten der Akademiker in den jeweiligen Ländern, deren Wechselbereitschaft ins Ausland sich demnach nur geringfügig von Arbeitnehmenden ohne Studienabschluss unterscheidet. Weltweit beliebteste Stadt ist laut Umfrage London vor Amsterdam und Dubai. Berlin liegt mit Platz sechs ebenfalls auf einem der vorderen Plätze.

Attraktive Arbeitsbedingungen als Pull-Faktor

Entscheidendes Kriterium bei einem Wechsel ins Ausland ist demnach für die große Mehrheit der Befragten aber nicht das Land oder eine bestimmte Metropole, sondern die Attraktivität des Stellenangebots. Im Wettbewerb um Arbeitskräfte aus dem Ausland würden die Unternehmen gewinnen, die aus dem Ausland kommenden Arbeitnehmern attraktive Arbeitsbedingungen und organisatorische Hilfestellung böten, sagte BCG-Berater Jens Baier, einer der Studienautoren.

Als Beispiel nannte Baier das Beantragen von Arbeitserlaubnissen. „Und das ist leider häufig noch immer sehr mühsam in Deutschland.“

 

 

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