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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

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4 Februar 2026 0 Kommentare
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Joschka Fischer: «AfD nicht die Hand reichen»

von Fremdeninfo 16 Mai 2024
von Fremdeninfo

                             Joschka Fischer: «AfD nicht die Hand reichen»

                                                                     Geschichte von dpa
                                                           
                                                           Joschka Fischer, ehemaliger Aussenminister und Vizekanzler Deutschlands. © Markus Scholz/dpa

 

Der frühere Außenminister Joschka Fischer sieht in der AfD und deren thüringischem Landeschef Björn Höcke eine große Bedrohung für die Demokratie in Deutschland. «Da kannst du nicht einfach nach neutestamentarischer Art die Hand reichen», sagte der Grünen-Politiker am Mittwoch bei der Verleihung des Helmut-Schmidt-Zukunftspreises in Hamburg. «Das wird nicht funktionieren.»

 Angesichts innen-, aber auch außenpolitischer Unsicherheiten rief der 76-Jährige insbesondere junge Menschen dazu auf, für die Demokratie einzustehen. «Wir müssen diesen Rechtsstaat und diese Demokratie mit Klauen und Zähnen verteidigen», sagte er im Gespräch mit «Zeit»-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo.

Auf die Unsicherheit Europas angesprochen, bekräftigte Fischer seine Sorge vor weiteren Angriffen Russlands. «Putin wird nicht aufhören nach diesem Krieg, wenn er ihn gewonnen hat. Sondern weiter westlich weitermachen», sagte er über den Krieg in der Ukraine. Ebenso besorgten ihn der Gaza-Krieg, die chinesische Taiwan-Politik, der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un und die anstehenden US-Präsidentschaftswahlen, führte er weiter aus.

Der Helmut-Schmidt-Zukunftspreis wurde am Abend in festlichem Rahmen im Hamburger Thalia Theater verliehen – in diesem Jahr ging die Auszeichnung an die amerikanische KI-Expertin und Vorsitzende der gemeinnützigen Signal-Stiftung, Meredith Whittaker.

Der Helmut-Schmidt-Zukunftspreis wird von der Wochenzeitung «Die Zeit», der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung und der Hamburger Denkfabrik The New Institute ausgelobt. Die Auszeichnung würdigt innovative Leistungen in den Bereichen Demokratie, Gesellschaft und Technologie. In diesem Jahr wurde der Preis zum dritten Mal vergeben. 2023 ging er an die damalige Ministerpräsidentin Finnlands, Sanna Marin. 2022 wurde die ugandische Klimaschutzaktivistin Vanessa Nakate ausgezeichnet.

16 Mai 2024 0 Kommentare
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Hasskriminalität verunsichert ganze Gruppen von Menschen

von Fremdeninfo 15 Mai 2024
von Fremdeninfo

                             Hasskriminalität verunsichert ganze Gruppen von Menschen

                                                               Geschichte von dpa

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                                                            Auf dem Bildschirm eines Smartphones sieht man die Hashtags Hass und Hetze in einem Twitter-Post. © Fabian Sommer/dpa

 

 

Unter Hasskriminalität wie Beleidigungen, Diskriminierung oder sogar Körperverletzungen leiden einer neuen Studie zufolge oft nicht nur einzelne Menschen, sondern ihr gesamtes Umfeld. «Es soll eine ganze Gruppe verunsichern – und das tut es auch», sagte der Leiter der Studie «Hass in der Stadt» des Landeskriminalamts Niedersachsen, Alexander Gluba, der Deutschen Presse-Agentur. Die Gewalt habe etwas Zufälliges und könne potenziell jeden treffen. Menschen könnten die entscheidenden Merkmale, die den Hass auslösten, nicht ablegen – etwa Hautfarbe oder Geschlecht. Diese Merkmale seien «unveränderbar und identitätsstiftend», erklärte der Soziologe Lukas Boll.

Der Studie zufolge gaben 37,5 Prozent der betroffenen Befragten an, dass Dritte durch sogenannte vorurteilsmotivierte Taten verängstigt wurden. Besonders hoch war deren Anteil unter jüdischen Menschen (58,8 Prozent) und Menschen mit queerer Geschlechtsidentität (59,3 Prozent). Von 2012 bis 2022 gab es der Untersuchung zufolge in Niedersachsen 7837 Fälle von Hasskriminalität, vor allem mit fremdenfeindlichem, antisemitischem, ausländerfeindlichem oder rassistischem Hintergrund.

Für die nicht repräsentative Studie wurden zwischen Februar und April 2022 per Zufallsstichprobe 50.000 Menschen in Hannover angeschrieben, 7411 verwertbare Antworten gingen ein. Außerdem wurden einige besonders stark betroffene Gruppen gesondert angesprochen, darunter jüdische Menschen, Sinti und Roma, queere Menschen und Mandatsträger. Es handele sich um eine der größten Studien zu Hasskriminalität in Deutschland, sagte Boll. Die Ergebnisse dürften in anderen Großstädten ähnlich ausfallen.

Die Studie ergab, dass 43,3 Prozent der Befragten in ihrem Leben schon einmal Opfer von Hasskriminalität geworden waren, etwa die Hälfte der Befragten gab an, dass Familienmitglieder und der Freundeskreis betroffen waren. Ziel der Studie sei gewesen, das «als groß vermutete Dunkelfeld bei vorurteilsgeleiteten Straftaten und Diskriminierung zu untersuchen und dadurch aufzuhellen», sagte Gluba.

Wer das Opfer von Hasskriminalität geworden ist, vermeidet es der Studie zufolge wesentlich häufiger, öffentlich über seine Identität zu sprechen – vor allem im Nahverkehr oder auf der Straße und im Park: Insgesamt 35 Prozent der Betroffenen erklärten, in bestimmten Situationen nicht offen über ihre Identität zu sprechen, vor allem bei jüdischen Menschen war der Anteil hoch. Dagegen waren es unter Menschen, die Tatopfer ohne Vorurteilsmotiv wurden oder gar nicht betroffen waren, deutlich weniger – nämlich 14,6 Prozent beziehungsweise 15,4 Prozent.

Insgesamt 15,7 Prozent der Opfer von Hasskriminalität gaben an, schon einmal umgezogen zu sein, einen Umzug vorzubereiten oder zu erwägen, weil sie sich wegen ihrer Identität nicht mehr sicher fühlten. Unter den Tatopfern ohne Vorurteilsmotiv waren es 3,6 Prozent, unter den Befragten, die gar nicht betroffen waren, 2,9 Prozent. «Mich hat am meisten bewegt, wie groß der Abstand ist» betonte Gluba.

Erschreckend sei das Anzeigeverhalten – aber auch das «überrascht mich nicht», betonte er. Vier von fünf Menschen zeigen der Befragung zufolge Taten rund um Hasskriminalität nicht an. Viele gaben demnach als Grund an, die Tat nicht als so schwerwiegend angesehen zu haben – andere gingen davon aus, dass es «nichts bringt», die Polizei den Fall ohnehin nicht aufklären könne oder sie wollten das Erlebnis vergessen. Gluba sprach von einer «gewissen Art der Resignation» – und mahnte: «Was uns nicht angezeigt wird, können wir nicht verfolgen.»

Es gab aber auch positive Erkenntnisse: Wurden unbeteiligte Dritte Zeuge eines Falles von Hasskriminalität, setzten sie sich nach Angaben von 46,9 Prozent der Betroffenen mit Worten oder sogar körperlich für die Opfer ein. Ziel müsse sein, die Zivilcourage zu stärken, sagte Boll. Studienleiter Gluba kündigte an, mit Vertretern der «vulnerablen Gruppen» sprechen zu wollen und diese möglichst zu stärken, andere müssten sensibilisiert werden: «Es braucht viel Aufklärung.» So habe es am 8. Mai einen Workshop von Justiz, Polizei, Stadt Hannover und Opferhilfeeinrichtungen gegeben.

15 Mai 2024 0 Kommentare
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Information

Verfassungsschutz warnt: Arabische Clans und radikale Islamisten verbünden sich zunehmend

von Fremdeninfo 15 Mai 2024
von Fremdeninfo

Verfassungsschutz warnt: Arabische Clans und radikale Islamisten verbünden sich zunehmend

Geschichte von Peter Sieben

Verfassungsschutz warnt: Arabische Clans und radikale Islamisten verbünden sich zunehmend

Clan-Größen und extremistische Islamisten treten immer öfter gemeinsam vor die TikTok-Kameras. Verfassungsschützer beobachten derweil noch einen anderen Trend.

Düsseldorf/Berlin – Der Feind meines Feindes ist mein Freund: Das ist wohl die Devise, nach der neuerdings Mitglieder krimineller arabischer Clans und radikal islamistische Salafisten eine unheilvolle Allianz bilden. Beide Gruppierungen lehnen demokratische Institutionen des deutschen Staats ab und beide versuchen, im Netz gezielt vor allem junge Menschen zu rekrutieren.

Kriminelle Clans und extremistische Salafisten produzieren gemeinsam TikTok-Clips

Immer öfter machen sie das gemeinsam. Berliner Clan-Größen besuchen salafistische Moscheen und radikale Islamismus-Influencer treten mit Szene-Akteuren vor die TikTok-Kameras. Das passiert deutschlandweit, in Berlin und Bremen ebenso wie im Ruhrgebiet. „Die Vermischung von Clans und Salafisten beobachten wir schon seit längerer Zeit“, sagte Jürgen Kayser, Chef des NRW-Verfassungsschutzes in Düsseldorf, bei der Vorstellung des aktuellen Lageberichts Islamismus am Dienstagmorgen.

Die Sicherheitsbehörden erkennen dabei einen Rekrutierungs-Trend der Radikalen: Zwar seien wieder vermehrt salafistische Anwerber in den Fußgängerzonen unterwegs und auf Islamisten-Demos wie zuletzt in Hamburg wolle die Szene Stärke demonstrieren. Insgesamt hätten die einschlägigen Salafisten-Moscheen aber zumindest teilweise an Bedeutung verloren – weil die Radikalisierung im Internet schlichtweg sehr viel schneller und einfacher sei. Das Internet sei „ein Hochleistungsmotor für die Radikalisierung“, sagte Innenminister Reul. Das gelte vor allem für die Plattform TikTok.

15 Mai 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Bevölkerung ächzt unter Asyl-Politik: Stimmung in Deutschland spitzt sich zu

von Fremdeninfo 15 Mai 2024
von Fremdeninfo

          Bevölkerung ächzt unter Asyl-Politik: Stimmung in Deutschland spitzt sich zu

                                                                Geschichte von Henrik Jonathan / Der Westen
                                               
                                                Immer mehr Deutsche fordern ein Umdenken in der Asyl-Politik und lehnen den Zuzug ab. © IMAGO/Funke Foto Services

 

Die politische Stimmung in Deutschland wird kurz vor der Europawahl rauer. Das macht sich auch in einer neuesten Studie des deutsch-französischen Fernsehsenders „Arte“ bemerkbar. Die Toleranz gegenüber der Asyl-Politik sinkt drastisch.

Demnach fordert ein Mammutanteil der EU-Bevölkerung eine sofortige Änderung der Asyl-Politik: Mehr als 70 Prozent der 22.726 Befragten finden, dass zu viele Flüchtlinge aufgenommen werden.

Asyl-Politik: Deutsche Bevölkerung denkt radikaler als der EU-Durchschnitt

Die Erkenntnisse aus Deutschland sind noch eindeutiger: Hierzulande finden 77 Prozent der Befragten, dass Deutschland zu viele Flüchtlinge aufnimmt. Ein deutlicher Fingerzeig in Richtung der Ampel, die im vergangenen Jahr 351.915 Asylanträge entgegengenommen hat. Laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge kamen die meisten Schutzsuchenden aus Syrien, gefolgt von der Türkei und Afghanistan.

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Im Vergleich zum größten Zustrom der jüngeren Vergangenheit, im Zuge der Flüchtlingskrise 2015/16, ging die Anzahl der gestellten Anträge zwar um 52,8 Prozent zurück, die derzeitigen Sorgen sind dennoch groß. Bundesweit klagen die Kommunen, dass sie an ihre Belastungsgrenzen geraten und ihre Aufnahmekapazitäten längst erschöpft seien. Themen, die die Bevölkerung negativ stimmen, sind unter anderem

  • die fehlende Integration
  • der wachsende Konkurrenzkampf um knappe Ressourcen, beispielsweise um bezahlbaren Wohnraum
  • eine zusätzliche finanzielle Belastung des Sozialsystems

Einer Umfrage von „Ipsos“ zufolge ist die Migration kurz vor der Europawahl das zweitgrößte Sorgenthema der Deutschen (35 Prozent), unmittelbar hinter der anhaltenden Inflation (37 Prozent).

Studie: „Migranten nutzen uns nicht“

Deutschland stellt aber noch nicht den Spitzenwert der Ablehnung dar. Noch mehr Kritik kommt aus Zypern, Irland und Österreich. Am kritischsten sehen die Griechen die Asyl-Strategie, 90 Prozent plädieren für eine Reduktion des Zuzugs. Entsprechend der großen Kritik fordern 85 Prozent der befragten Bürger von der Europäischen Union, mehr Maßnahmen zur Bekämpfung der irregulären Migration zu ergreifen.

Mildere Meinungen kommen unter anderem aus Ungarn und Dänemark. Eine bemerkenswerte Erkenntnis, da die nationalen Regierungen unter Viktor Orbán beziehungsweise Mette Frederiksen eigentlich eine harte Linie gegen die Migration fahren. Beide Länder nehmen jedoch deutlich weniger Flüchtlinge auf, als beispielsweise Deutschland. Entsprechen sind sie mit vermeidlich milderen Herausforderungen konfrontiert. Der Trend, dass sich Bevölkerungen aus migrationskritischen Ländern toleranter gegenüber Flüchtlingen zeigen, spiegelt sich jedoch in der gesamten Studie wider.

Erstaunlich ist zudem die kritische Haltung gegenüber den zuziehenden Migranten. Nur 39 Prozent der Europäer sind der Meinung, dass Europa von der Einwanderung profitiert. Angesichts des flächendeckenden

Fachkräftemangels und der voranschreitenden Demografie auf dem europäischen Arbeitsmarkt eine bittere Erkenntnis.

15 Mai 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

EU-Parlament: Schärfere EU-Asylregeln endgültig beschlossen

von Fremdeninfo 14 Mai 2024
von Fremdeninfo

EU-Parlament: Schärfere EU-Asylregeln endgültig beschlossen

            Von Spiegel

Zehn Jahre hatten die EU-Staaten über neue Asylregeln gestritten. Jetzt wurde eine Reform beschlossen. Kernpunkte: schnelle Asylverfahren an den EU-Außengrenzen und Unterstützung für EU-Staaten, in denen besonders viele Migranten ankommen.

                                               

                                                 EU-Parlament: Schärfere EU-Asylregeln endgültig beschlossen © AFP
 
Die EU-Asylreform ist nach jahrelangem Streit endgültig beschlossen. Die EU-Staaten stimmten den Plänen, die unter anderem schnelle Asylverfahren an den Außengrenzen vorsehen, in Brüssel zu, wie die Länder mitteilten. Fast zehn Jahre hatten die EU-Länder über neue Asylregeln debattiert. Das Paket aus zehn Gesetzestexten sieht eine deutliche Verschärfung der Verfahren vor. Zugleich sollen Hauptankunftsländer wie Italien oder Griechenland entlastet werden. Dafür ist ein verpflichtender Solidaritätsmechanismus zur Umverteilung von Migranten in Europa geplant.

Die Bestätigung durch den Rat der Europäischen Union war der letzte notwendige Schritt für die Reform. Vorgeschrieben sind nun unter anderem einheitliche Verfahren an den Außengrenzen, damit rasch festgestellt wird, ob Asylanträge unbegründet sind und geflüchtete Menschen dann schneller und direkt von der Außengrenze abgeschoben werden können. So sollen Asylgesuche von Menschen aus Herkunftsstaaten mit einer EU-weiten Anerkennungsquote von weniger als 20 Prozent bereits in Auffanglagern an den Außengrenzen geprüft werden.

Auch Familien mit Kindern müssen diese Verfahren durchlaufen. Die Bundesregierung hatte sich vergeblich für eine Ausnahme eingesetzt.

Tunesien und Albanien künftig »sichere Drittstaaten«

Nach der Neuregelung können Mitgliedsländer Migranten zudem künftig in »sichere Drittstaaten« wie Tunesien, Albanien oder Bangladesch zurückschicken, in denen sie dann Asyl beantragen müssen. Allerdings müssen die Geflüchteten eine Verbindung zu dem Drittstaat haben, in den sie abgeschoben werden – etwa durch Angehörige oder ein Studium.

An einer Asylreform wird bereits seit 2015 und 2016 intensiv gearbeitet. Damals waren Länder im Süden Europas wie Griechenland mit einer Vielzahl von ankommenden Menschen aus Ländern wie Syrien überfordert. Hunderttausende kamen unregistriert in andere EU-Staaten. Dies hätte eigentlich nicht passieren dürfen, denn nach der sogenannten Dublin-Verordnung sollen Asylbewerber da ihr Verfahren durchlaufen, wo sie die Europäische Union zuerst betreten haben.

Die Reform leitet insbesondere einen deutlich härteren Umgang mit Menschen aus Ländern ein, die als relativ sicher gelten. Ein Drittstaat darf nur dann als sicher eingestuft werden, wenn eine strikte Liste von Kriterien erfüllt ist. So müssen etwa das Leben und die Freiheit des Antragstellers garantiert werden.

Auch die Verteilung der Schutzsuchenden auf die EU-Staaten wird mit einem »Solidaritätsmechanismus« neu geregelt. Damit sollen jene Länder, in denen viele Geflüchtete ankommen, entlastet werden – also beispielsweise Italien, Griechenland oder Spanien. Geplant ist, dass pro Jahr mindestens 30.000 Geflüchtete aus diesen Ländern in andere EU-Staaten umverteilt werden. Wenn die Länder keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, müssen sie Unterstützung leisten, zum Beispiel in Form von Geldzahlungen.

Das britische »Ruanda-Modell« ist mit den neuen EU-Regeln deshalb vorerst nicht vereinbar. Großbritannien will illegal Eingereiste ab dem Sommer unterschiedslos nach Ruanda abschieben, London hat mit dem ostafrikanischen Land dazu ein Abkommen geschlossen.

In Deutschland wirbt die CDU für ein Vorgehen nach britischem Vorbild. In dem neuen CDU-Grundsatzprogramm heißt es, wer in Deutschland Asyl beantrage, solle zukünftig in einen »sicheren Drittstaat« gebracht werden, ein Asylverfahren durchlaufen – und selbst im Falle eines positiven Bescheids auch dort bleiben.

Die EU-Asylagentur hatte vergangenes Jahr rund 1,1 Millionen Anträge verzeichnet, den höchsten Stand seit 2016. Rund 330.000 davon entfielen auf Deutschland. Die neuen Asylregeln treten mit Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft. Danach haben die Mitgliedsländer zwei Jahre Zeit, sie national umzusetzen.

14 Mai 2024 0 Kommentare
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Antisemitismus

Antidiskriminierungsstelle: „Genderverbote“ sind problematisch

von Fremdeninfo 14 Mai 2024
von Fremdeninfo

                           Antidiskriminierungsstelle: „Genderverbote“ sind problematisch

                                                        Geschichte von Susanne Kusicke/Faz

 

 

                                                     

                                                       Ferda Ataman, Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, auf einer Pressekonferenz Ende April in Berlin © dpa

 

Ein Kurzgutachten der Antidiskriminierungsstelle des Bundes sieht Grundrechte berührt, wenn Bundesländer das Gendern verbieten. Ferda Ataman, die Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, äußerte am Montag, ein „Genderverbot“ sei „ein Rückschritt ins letzte Jahrhundert“. Es diente einem Kulturkampf auf dem Rücken von Minderheiten. „Der Staat sollte Respekt und Toleranz fördern, nicht verbieten“, so Ataman.

In dem Kurzgutachten im Rahmen der von der Antidiskriminierungsstelle herausgegebenen Schriftenreihe „Standpunkte“ kamen Juristen zu dem Schluss, dass bestimmte Grundrechte von einem Verbot betroffen sein könnten. So bestehe „insbesondere die Gefahr, dass staatliche Einrichtungen verpflichtet werden, das Geschlechtsdiskriminierungsverbot sowie allgemeine Persönlichkeitsrechte von Frauen, intergeschlechtlichen sowie nicht-binären Menschen zu verletzen“.

„Genderverbote“ in Bayern, Hessen, Sachsen und Sachsen-Anhalt

Bayern, Hessen, Sachsen und Sachsen-Anhalt hatten in den vergangenen Monaten darauf hingewiesen, dass an Schulen, Hochschulen, in der Verwaltung und im öffentlich-rechtlichen Rundfunk die geltende deutsche Rechtschreibung angewandt werden solle. Die Verbote beziehen sich dabei jeweils auf Genderzeichen wie Stern, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I, nicht auf Paarbildungen wie „Schülerinnen und Schüler“ oder geschlechtsneutrale Schreibungen wie „Lehrkräfte“ oder „Studierende“. Diese Sonderzeichen zu verbieten, ist laut dem Gutachten der Antidiskriminierungsstelle „problematisch“.

Ataman argumentierte nun, es gebe keinen angeblichen „Genderzwang“, gegen den sich die „Verbote“ auf Länderebene richteten. „Das ist eine Scheindebatte“, sagte die Bundesbeauftragte.

Dem Gutachten zufolge greifen Verbote an Hochschulen in die Wissenschaftsfreiheit (Artikel 5 GG) ein. Hochschulen dürften ihre Angelegenheiten selbst regeln. Wie auch der Rat für deutsche Rechtschreibung betonte, hätten Hochschulen und Lehrende „die Freiheit des Studiums nicht nur bei der Wahl von Lehrveranstaltungen, sondern auch bei der Erarbeitung und Äußerung wissenschaftlicher Meinungen der Studierenden zu beachten und zu schützen“.

„Online-Anrede als ,Herr‘ oder ,Frau‘ diskriminierend“

An Schulen könnten „Verbote die betroffenen Lehrkräfte und Schüler*innen in ihrer Meinungsfreiheit des Artikel 5 I 1 GG sowie in ihrer allgemeinen Handlungsfreiheit des Artikel 2 I GG verletzen und sie gegebenenfalls selbst diskriminieren“, heißt es in dem Kurzgutachten weiter.

Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sei ein Verbot ein „Eingriff in die verfassungsrechtlich gesicherte Programmautonomie“ sein. Es verletze damit die Rundfunkfreiheit aus Artikel 5 Absatz 1 Satz 2 GG. Der Gesetzgeber könne zwar teilweise die Organisationsstruktur des Rundfunks regeln, „doch die Entscheidung über die Inhalte und Formen des Programms steht den Rundfunkanstalten zu“, so die Antidikriminierungsstelle. Einwirkungen auf die Rundfunkfreiheit müssten grundsätzlich besonders gerechtfertigt werden.

Die „Genderverbote“ stünden zudem im Widerspruch zur Rechtslage in der Privatwirtschaft und zu den Wertungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), heißt es in dem Kurzgutachten weiter. Das Gleichbehandlungsgesetz verpflichte „Arbeitgebende und Unternehmen, ihre Angestellten und Kund*innen bei der persönlichen Ansprache nicht wegen des Geschlechts zu diskriminieren“. Ansonsten drohe ein Entschädigungs- und Unterlassungsanspruch.

Das in demselben Gesetz enthaltene Diskriminierungsverbot verbiete es darüber hinaus auch, „geschäftliche Kontakte mit bestimmten Merkmalsträgern von vornherein auszuschließen, etwa durch den Zwang für Menschen mit nichtbinärer Geschlechtszugehörigkeit, bei einem Online-Vertragsschluss die Anrede ‚Herr‘ oder ‚Frau‘ auszuwählen.“

14 Mai 2024 0 Kommentare
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Grüne verabschieden Trittin: «Mit allen Wassern gewaschen»

von Fremdeninfo 13 Mai 2024
von Fremdeninfo

                                          Grüne verabschieden Trittin: «Mit allen Wassern gewaschen»

                                                                               Geschichte von dpa
                                                                          
                                                              Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt zur Abschiedsfeier für den Bundestagsabgeordneten Jürgen Trittin. © Britta Pedersen/dpa

 

 

Im Beisein von Ex-Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und anderer prominenter Weggefährten haben die Grünen im Bundestag den früheren Partei- und Fraktionschef sowie Umweltminister Jürgen Trittin verabschiedet.

Vizekanzler Robert Habeck würdigte den 69-Jährigen in Berlin als mutigen, streitbaren und immer überzeugten Kämpfer für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Gerechtigkeit. Es sei gut, dass Trittin auch parteiübergreifend Respekt bezeugt werde. Trotz harter Auseinandersetzungen in der Sache wüssten Politiker, dass am Ende alle aus Überzeugung heraus fürs Gemeinwohl stritten. «Und deswegen freue ich mich besonders, dass Angela Merkel ihm die Ehre gibt. Und ich weiß, dass er sich darüber auch freut. Das ist doch ein schönes Zeichen.»

Die Veranstaltung am Abend im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus war nicht öffentlich, die Teilnahme Merkels hatten die Grünen-Fraktionsvorsitzenden Britta Haßelmann und Katharina Dröge bereits Mitte April bestätigt. 

Trittin hatte im Dezember angekündigt, sein Bundestagsmandat niederzulegen. Anfang Januar schied er nach rund 25 Jahren aus dem Parlament aus. Von 1998 bis 2005 war er Umweltminister. Merkel war Trittins Vorgängerin in diesem Amt von 1994 bis 1998. In den vergangenen Jahren trat Trittin vor allem als Außenpolitiker in Erscheinung. Im Juli feiert er seinen 70. Geburtstag.

Özdemir: «Deutschlandhasser» verraten das Land

Agrarminister Cem Özdemir (Grüne) sagte auf die Frage, was er von Trittin gelernt habe: «Mit allen Wassern gewaschen sein.» Auch er lobte die «schöne Geste», dass man parteiübergreifend Respekt füreinander habe. Die Unterschiede zwischen den demokratischen Parteien seien jeweils viel kleiner als zu den «Deutschlandhassern, Putin-Fans und Erdogan-Fans», die das Land verrieten und verkauften. 

Umweltministerin Steffi Lemke sagte, Trittin habe für den Umwelt-, Natur- und Klimaschutz viel geleistet. Ausgezeichnet hätten ihn «große Stringenz, große Eloquenz und auch Härte».

13 Mai 2024 0 Kommentare
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Politik

Behrens warnt vor rechter Radikalisierung der Gesellschaft

von Fremdeninfo 13 Mai 2024
von Fremdeninfo

                            Behrens warnt vor rechter Radikalisierung der Gesellschaft

                                                                                                                  Geschichte von dpa

                                                        

                                                             Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens spricht in Hannover. © Julian Stratenschulte/dpa

 

Angesichts einer Zunahme rechter Straftaten in Niedersachsen warnt Innenministerin Daniela Behrens vor einer Verrohung der politischen Auseinandersetzung. Diese beginne mit einer dramatisch steigenden Zahl von Hassbotschaften im Netz und setze sich über Sachbeschädigungen und Pöbeleien auf der Straße bis hin zu brutalen Gewalttaten fort, sagte die SPD-Politikerin am Montag in Hannover. Sie sprach von «Radikalisierungstendenzen in der Mitte der Gesellschaft».

«Wir brauchen eine wache Gesellschaft, wo alle Bürgerinnen und Bürger ihren Beitrag dazu leisten, dass diese Demokratie beschützt wird und dass sie auch gelebt wird», forderte die Ministerin. Dazu gehöre es, im privaten Umfeld, im Internet, in der Kneipe oder auf dem Sportplatz zu widersprechen, wenn etwa Politiker oder Ausländer verächtlich gemacht oder beschimpft werden.

Einen Schwerpunkt bilde dabei die Stimmungsmache von rechts, sagte Behrens. «Die größte Gefahr für unseren Rechtsstaat ist ganz klar die rechte Gewalt», sagte sie. Dazu zählten fremden- und ausländerfeindliche sowie antisemitische Taten. «Ich finde, diese Entwicklung ist beunruhigend, und sie ist auch gefährlich.» Salonfähig gemacht würden extrem rechte Positionen insbesondere von der AfD, die Ressentiments schüre und sehr aktiv an der Spaltung der Gesellschaft arbeite, kritisierte Behrens.

Die Ministerin zeigte sich zudem «beschämt» über den Anstieg des Antisemitismus. «Gerade in Deutschland, gerade mit unserer historischen Verantwortung dürfen wir Angriffe auf Jüdinnen und Juden, Antisemitismus in Gänze, niemals tolerieren und auch nicht achselzuckend hinnehmen», sagte sie.

Die wichtigsten Zahlen zur politischen Kriminalität in Niedersachsen

Insgesamt ist die Zahl der politisch motivierten Straftaten im Land im vergangenen Jahr um etwa zehn Prozent auf 4596 Taten zurückgegangen. Bei der Kriminalität von rechts verzeichnete die Polizei dagegen einen Anstieg von 25 Prozent auf 2313 Taten. Das sind fast doppelt so viele wie vor zehn Jahren. Damit macht dieser Bereich inzwischen mehr als die Hälfte der politisch motivierten Kriminalität in Niedersachsen aus.

Zugenommen haben neben den rechten Taten auch Taten mit Bezug zu den Terrorangriffen der Hamas in Israel und dem Krieg in Gaza, die oft antisemitisch motiviert waren: 2023 gab es 273 Fälle, im Jahr davor waren es lediglich 6 Fälle. Straftaten der Kategorie Hass im Netz legten von 792 auf 855 Fälle zu. Damit hat sich der Wert seit der ersten Erfassung im Jahr 2019 mehr als verdoppelt. Auch die Hasskriminalität gegen die sexuelle Orientierung ist stark gestiegen von 74 Fällen im Jahr 2022 auf 127 Fälle im Jahr 2023.

Dass die politisch motivierte Kriminalität insgesamt dennoch zurückging, erklärte Innenministerin Behrens damit, dass die Corona-Pandemie, überregionale Wahlen und Russlands Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 eine größere Rolle spielten als 2023. So sank die Zahl der Gewaltstraftaten von 296 auf 192 Fälle, die der Übergriffe auf Amts- und Mandatsträger von 537 auf 445 Fälle. Letztere wurden dennoch immer noch mehr als doppelt so häufig festgestellt wie im Jahr 2019.

Ministerin und Polizei wollen IP-Vorratsdatenspeicherung gegen Hass im Netz

Um Straftaten im Internet, häufig der Einstieg in eine Radikalisierung, konsequenter ahnden zu können, sprach sich Behrens erneut für die Einführung einer Vorratsdatenspeicherung von Internetverbindungsdaten aus. Alle 16 Bundesländer seien sich in dieser Forderung an den Bund einig, sagte die SPD-Politikerin. Die Bundesregierung favorisiert jedoch das sogenannte «Quick Freeze»-Verfahren, bei dem die Daten erst dann gespeichert werden, wenn ein Verdacht auf eine Straftat erheblicher Bedeutung wie etwa Mord oder Totschlag besteht. «Wir sind der Meinung, das reicht nicht aus», sagte Behrens.

Landespolizeipräsident Axel Brockmann sagte, das Risiko, entdeckt zu werden, spiele eine große Rolle, um Straftaten zu verhindern. Die Möglichkeit, Täter überhaupt ermitteln zu können, habe für ihn eine größere Bedeutung als eine Verschärfung der Strafen. «Da ist gerade bei Hass und Hetze im Netz die IP-Adresse oftmals der einzige und der entscheidende Ermittlungsansatz», sagte Brockmann. Die CDU hatte vergangene Woche die Landesregierung aufgefordert, eine Bundesratsinitiative für die IP-Vorratsdatenspeicherung auf den Weg zu bringen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bewertete die Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität als weiterhin hoch. Das müsse die Landesregierung bei ihrer Finanzplanung für 2025 berücksichtigen. «Zwar hatten wir nie mehr Beschäftigte bei der Polizei in Niedersachsen als aktuell, allerdings war auch die Aufgabenlast nie höher und komplexer», sagte GdP-Landesvize Sebastian Timke.

13 Mai 2024 0 Kommentare
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Politik

Vor den Europawahlen: Generation rechts: Warum junge Europäer immer häufiger Rechtspopulisten ihre Stimme geben – und welche Folgen dieser Trend ha

von Fremdeninfo 10 Mai 2024
von Fremdeninfo

Vor den Europawahlen: Generation rechts: Warum junge Europäer immer häufiger Rechtspopulisten ihre Stimme geben – und welche Folgen dieser Trend hat

Handelsblat

Geschichte von Waschinski, Gregor Louven, Sandra Scheer, Olga Steuer, Helmut Specht, Frank Wermke, Christian Baumann, Meret Neuerer, Dietmar

 

                                                               

                                                              News Bilder des Tages Marine Le Pen, d put e du parti et candidate la pr sidentielle, lors d une vi data-portal-copyright= © Bereitgestellt von Handelsblatt

 

AfD, Le Pen, Meloni: Für eine wachsende Zahl junger Menschen sind das keine Feindbilder mehr, sondern wählbare Alternativen. Der rechte Rand schafft es immer häufiger, cool zu wirken – mithilfe ausgeklügelter Strategien.

– In einer ganzen Reihe von EU-Staaten legen rechtspopulistische Parteien in den jüngeren Altersklassen zu.

– Bandenkriminalität in Schweden, ökonomische Unsicherheit in Spanien: Die Gründe für die steigende Beliebtheit rechter Parteien bei jungen Europäern sind vielfältig. Abstiegsangst spielt fast immer eine Rolle.

– „Für den Erfolg von rechten Bewegungen ist es nicht entscheidend, ob eine Ungerechtigkeit objektiv besteht oder nur subjektiv empfunden wird“, sagt die Anthropologin Julia Ebner. Sie sieht erstaunliche Parallelen zwischen Rechtsextremen und Islamisten.

– Ein Team von Handelsblatt-Reportern hat sich auf Spurensuche begeben: Handelt es sich nur um eine Momentaufnahme auf einem zutiefst verunsicherten Kontinent – oder einen Generationenbruch, der die politische Zukunft von Europa prägen könnte?

„Jordaaaaaaan, ein Foto!“ Eine junge Französin drängelt sich durch den Pulk um Jordan Bardella. Den Vornamen zieht sie in die Länge wie ein aufgeregter Teenager, der einem Popstar begegnet. Doch Bardella macht keine Musik, sondern Politik. Er trägt einen dunklen Anzug, darunter einen Rollkragenpullover. Und er repräsentiert eine Partei, die bei Frankreichs Jugend bis vor Kurzem so sexy war wie die CD-Sammlung der Eltern.

Bardella ist für den Rassemblement National (RN) unterwegs, der früher Front National hieß. Ein Wahlkampftermin in der Kleinstadt Montereau, anderthalb Autostunden südöstlich von Paris gelegen. Der 28-Jährige gilt als Erbe Marine Le Pens, die der Rechtsaußenpartei ein gemäßigteres und jüngeres Image verpasst hat. Bei der Europawahl Anfang Juni ist Bardella Spitzenkandidat. Dort dürfte der RN klar die stärkste Kraft werden – auch wegen zahlreicher Stimmen von Jungwählern.

Das Phänomen lässt sich nicht nur in Frankreich beobachten. In einer ganzen Reihe von EU-Staaten legen rechtspopulistische Parteien in den jüngeren Altersklassen zu. Bei der Parlamentswahl in den Niederlanden Ende November kam die Partij voor de Vrijheid (PVV) von Geert Wilders bei den unter 35-Jährigen auf 17 Prozent, davor waren es nur sieben Prozent. Als Portugal im März über ein neues Parlament abstimmte, gewann die rechtspopulistische Partei Chega (auf Deutsch: „Es reicht!“) bei Jungwählern stark hinzu.

Auch in Deutschland holt das Rechtsaußenlager auf, und das nicht nur im Osten der Republik. Im vergangenen Jahr lag die AfD bei den Landtagswahlen in Bayern unter Jungwählern auf Platz drei, in Hessen sogar auf Platz zwei. Den Trend belegt die Untersuchung „Jugend in Deutschland 2024“: Bei den unter 30-Jährigen, die eine Parteipräferenz haben und wählen gehen wollen, würden 22 Prozent für die AfD votieren. Keine andere Partei kommt auf einen so hohen Wert. Methodisch entspricht die Studie nicht den klassischen Sonntagsfragen, was was ihr einige Kritik einbrachte, doch bei anderen Umfragen lässt sich eine ähnliche Tendenz beobachten.

Und bisweilen schlägt rechtsradikale Gesinnung in Gewalt um: Zumindest einer der vier jungen Täter, die vor einer Woche den SPD-Politiker Matthias Ecke in Dresden zusammengeschlagen haben, zählt laut Landeskriminalamt Sachsen zum „rechten Spektrum“.

Neben einer eher linken „Generation Greta“, die bei Fridays for Future für den Schutz des Klimas demonstriert, existiert offenbar auch eine andere Strömung, die an Kraft zulegt. Wächst in Europa eine „Generation rechts“ heran?

Fest steht: Eine zunehmende Zahl junger Europäer ist empfänglich für die Botschaften vom rechten Rand zu Migration und Sicherheit. Bei der Europawahl werden sie für nationalistische Politiker stimmen, auch wenn sie ganz selbstverständlich in einer EU ohne Grenzkontrollen oder nervige Roaming-Gebühren aufgewachsen sind. Und sie scheinen weniger Berührungsängste mit Parteien zu haben, die für die Generation ihrer Eltern noch oft als unwählbar galten.

„Der Rechtsruck der jungen Generation dürfte den Prozess der europäischen Integration weiter schwächen und vieles Erreichte revidieren“, sagte Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Handelsblatt. „Vielen der jungen Generation ist offensichtlich nicht bewusst, dass eine Schwächung Europas letztlich ihre eigenen Zukunftschancen verschlechtert und im Systemwettbewerb mit China und den USA Deutschland und Europa viel Wohlstand kosten wird.“

Ein Team von Handelsblatt-Reportern hat sich einen Monat vor der Europawahl auf Spurensuche begeben: Wo liegen die Gründe für die Anziehungskraft von rechtspopulistischen Parteien bei jungen Menschen in der EU? Und handelt es sich nur um eine Momentaufnahme auf einem zutiefst verunsicherten Kontinent – oder um einen Generationenbruch, der die politische Zukunft Europas prägen könnte?

1. Das coole Gesicht der neuen Rechten

„Jordaaaaaaan!“ Die junge Französin hat es zu Bardella geschafft und macht ein Selfie. Der Politiker kommt auf seinem Weg entlang der Weinstände und Kirmesbuden nur langsam voran. Viele Menschen auf dem Jahrmarkt von Montereau, den Bardella Mitte April besucht, suchen seine Nähe. Ein beträchtlicher Teil von ihnen gehört zur Generation U30.

Als die Partei noch Front National hieß und vom Holocaust-Verharmloser Jean-Marie Le Pen geführt wurde, galt sie als rassistische Altherrenrunde und war für die meisten Franzosen unwählbar. Marine Le Pen hat nicht nur den Namen geändert, sondern ihren Vater auch aus der Partei geworfen. „Parteikader, die für die rechtsextreme Vergangenheit standen, wurden herausgedrängt und durch junge Gesichter wie Bardella ersetzt“, sagt Ronja Kempin, Frankreichexpertin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin.

Auch Nicolas hat sich in Montereau mit Bardella fotografiert. Der 18-Jährige studiert im ersten Jahr an der Sorbonne, einst Hochburg der französischen 68er-Bewegung. Nicolas’ Hauptfach ist Geschichte, seinen Nachnamen möchte er nicht in der Zeitung lesen. Bei den Europawahlen will der Erstwähler dem RN seine Stimme geben. Was sagt er, wenn man die Partei als rechtsextrem bezeichnet? Nicolas schüttelt den Kopf: „Jordan Bardella hat es geschafft, die Franzosen zu versammeln, egal was ihr sozialer oder religiöser Hintergrund ist.“ Auch Einwanderer würden ihn unterstützen. Bardella komme aus einfachen Verhältnissen und habe mit den italienischen Wurzeln seiner Familie selbst einen Migrationshintergrund.

Den Austritt aus der EU will Nicolas auf keinen Fall. Allerdings wünscht er sich „ein weniger föderalistisches Europa“, den „Respekt für das Volk“ und die „Verteidigung der europäischen Werte“. Dann sagt er: „Die Türkei hat eben nicht unsere Werte.“

1. Das coole Gesicht der neuen Rechten

„Jordaaaaaaan!“ Die junge Französin hat es zu Bardella geschafft und macht ein Selfie. Der Politiker kommt auf seinem Weg entlang der Weinstände und Kirmesbuden nur langsam voran. Viele Menschen auf dem Jahrmarkt von Montereau, den Bardella Mitte April besucht, suchen seine Nähe. Ein beträchtlicher Teil von ihnen gehört zur Generation U30.

Als die Partei noch Front National hieß und vom Holocaust-Verharmloser Jean-Marie Le Pen geführt wurde, galt sie als rassistische Altherrenrunde und war für die meisten Franzosen unwählbar. Marine Le Pen hat nicht nur den Namen geändert, sondern ihren Vater auch aus der Partei geworfen. „Parteikader, die für die rechtsextreme Vergangenheit standen, wurden herausgedrängt und durch junge Gesichter wie Bardella ersetzt“, sagt Ronja Kempin, Frankreichexpertin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin.

Auch Nicolas hat sich in Montereau mit Bardella fotografiert. Der 18-Jährige studiert im ersten Jahr an der Sorbonne, einst Hochburg der französischen 68er-Bewegung. Nicolas’ Hauptfach ist Geschichte, seinen Nachnamen möchte er nicht in der Zeitung lesen. Bei den Europawahlen will der Erstwähler dem RN seine Stimme geben. Was sagt er, wenn man die Partei als rechtsextrem bezeichnet? Nicolas schüttelt den Kopf: „Jordan Bardella hat es geschafft, die Franzosen zu versammeln, egal was ihr sozialer oder religiöser Hintergrund ist.“ Auch Einwanderer würden ihn unterstützen. Bardella komme aus einfachen Verhältnissen und habe mit den italienischen Wurzeln seiner Familie selbst einen Migrationshintergrund.

Den Austritt aus der EU will Nicolas auf keinen Fall. Allerdings wünscht er sich „ein weniger föderalistisches Europa“, den „Respekt für das Volk“ und die „Verteidigung der europäischen Werte“. Dann sagt er: „Die Türkei hat eben nicht unsere Werte.“

Marjorie Daviaud hat schon bei der Präsidentschaftswahl 2022 für Le Pen gestimmt. Die 24-Jährige sagt, sie sei Schauspielerin. Der Alltag sei in den letzten Jahren viel teurer geworden. Und ihr gehe es um die Unsicherheit, die sie als Frau selbst auf den Straßen spüre: „Das hat auch mit der Einwanderungspolitik zu tun.“

In einer Europawahl-Umfrage für die Zeitung „Le Figaro“ liegt das liberale Bündnis von Präsident Emmanuel Macron bei den unter 35-Jährigen bei nur noch sieben Prozent. Macron habe aus Sicht vieler junger Leute nicht die Versprechen eingelöst, mit denen er 2017 angetreten sei, sagt Frankreichexpertin Kempin, „das treibt die jungen Wähler an die politischen Ränder – und sie sind zunehmend bereit, dem RN als Alternative eine Chance zu geben“.

2. Zukunftssorgen als Triebfeder

Ein Stimmenzuwachs am rechten Rand ist oft ein Ausdruck gesellschaftlicher Unzufriedenheit. Das gelte zwar keineswegs nur für Jungwähler, sagt Politikwissenschaftler Benjamin Biard, der sich am Sozialforschungszentrum Crisp in Brüssel mit Demokratiefragen befasst. Aber: Unter jungen Europäern seien Zukunftssorgen derzeit besonders verbreitet. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Studie „Jugend in Deutschland 2024“, die unter Beteiligung des Sozialwissenschaftlers Klaus Hurrelmann erarbeitet wurde: Der Nachwuchs in der Bundesrepublik wird im Vergleich zu früheren Befragungen immer unzufriedener, besonders mit Blick auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage.

Ökonom Fratzscher hält die Sorgen für berechtigt. „Nie in den letzten 80 Jahren wurde einer jungen Generation eine Welt mit so vielen großen Problemen und Krisen vererbt wie der jungen Generation heute“, sagt der DIW-Chef. Angesichts einer zunehmenden Klimakrise, sozialer Polarisierung, geopolitischer Konflikte und Sorgen um Technologie und Arbeitsplätze seien daher „Frustration und die Zukunftsängste“ der Jüngeren berechtigt.

Es gibt eine gewissen Legitimität der Kritikpunkte“, sagt auch Biard. Die rechten Parteien würden die Ängste mit ihrer emotionalen Wortwahl aber auszunutzen und verstärken: „Sie heizen die Glut an.“

Das zeigt sich auch am Mittwochabend im Berliner Bezirk Pankow. An den Straßenlaternen der von Kleingärten gesäumten Bahnhofstraße dominiert das Blau der AfD-Plakate. Der Ortsverein Pankow hat Mary Khan-Hohloch und Alexander Sell zum Bürgerdialog eingeladen, zwei AfD-Listenkandidaten für die Europawahl. Auch die Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch kommt zum Zuhören vorbei. Und als „Ehrengast“ wird die 27-jährige AfD-Kreistagsabgeordnete Marie-Thérèse Kaiser begrüßt. Sie wurde wegen Volksverhetzung verurteilt, weil sie in einem Social-Media-Beitrag afghanische Ortskräfte der Bundeswehr in einen Zusammenhang mit Gruppenvergewaltigungen setzte. Seither wird sie in der Partei als eine Art Märtyrerin verehrt.

Das kleine Lokal, in dem man sich trifft, ist weiträumig von der Polizei abgeriegelt. Der Altersschnitt der Antifa-Demonstranten, die draußen johlen, ist deutlich niedriger als der der Zuhörer im Saal. Doch auch drinnen sitzen neben etlichen Grau- und Weißhaarigen auffallend viele junge Menschen. Einer von ihnen trägt ein Blümchen-T-Shirt und könnte locker als Grünen-Wähler durchgehen, sein Nachbar wird sich später in der Diskussion noch als Marc vorstellen. Beide sind gekommen, um sich über die AfD zu informieren, und werden von einer Frau, selbst Parteimitglied, freudig begrüßt.

EU-Parlamentskandidat Sell berichtet dann von den rund 40 Podiumsdiskussionen, die er an Berliner Schulen absolviert habe. Den meisten Gegenwind gebe es im Villenstadtteil Zehlendorf, wo die verzogenen Kinder lebten, denen man das viele Geld ansehen könne und wo man die Lehrer am Cordsakko erkenne. Und dann gebe es Schöneberg mit 85 Prozent Migrantenanteil, wo „arabische Jungmänner“ sich von den „Lehrer-Schluffis“ nicht indoktrinieren ließen. Da, erzählt Sell, habe er punkten können. Denn die AfD sei die einzige Partei, die den Leuten die Wahl lasse, ob sie lieber Achtzylinder oder Elektroautos fahren wollten

Kandidatin Khan-Hohloch, Jahrgang 1994 und mit iranischen Wurzeln, kommt gerade vom Europawahl-„Speeddating“ an Potsdamer Schulen. „Man merkt, dass gerade junge Leute unglaublich interessiert sind“, sagt sie – und meint damit das Interesse an ihrer Partei.

Irgendwann meldet sich Salvador, ein Teenager, dessen Eltern aus Südamerika stammen. Er will gar keine Frage stellen, aber mal klarstellen, dass man auch in Deutschland durchaus mehr Wert auf Nationalstolz legen könnte. Dann hebt Marc zu einem Plädoyer an, dass der Ukrainekrieg nur auf dem Verhandlungsweg gelöst werden könne und dass bei allen bisherigen Kriegen die USA die alleinigen Gewinner gewesen seien. „Das darf nicht noch einmal passieren!“, ruft er – und erntet stürmischen Beifall.

Irgendwann fasst sich auch Marcs Nachbar mit dem Blümchen-T-Shirt ein Herz – und meldet leise Zweifel an: Die AfD sage, dass der Euro Deutschland schade. Er aber habe gehört, dass Deutschland zu den größten Gewinnern der Gemeinschaftswährung zähle. Das sehe er anders, antwortet Sell. Der Euro befeuere die Inflation und nutze allein der Exportwirtschaft, die Bürger hätten wenig davon.

Dann ist die Veranstaltung zu Ende, es gibt noch Schmalzbrote und Bier. Als die beiden jungen Männer gehen wollen, nimmt der Sprecher des AfD-Bezirksvorstands sie zur Seite. Das mit dem Euro, das müsse man doch noch einmal vertiefen, sagt er. Und so reden sie weiter. Die Antifa draußen ist da längst verschwunden, die Polizeisperren sind abgebaut.

In Pankow zeigt sich einmal mehr: Die Zuwendung zu rechten Parteien hat nur zum Teil etwas damit zu tun, wie prekär die Lebenschancen für die junge Generation wirklich sind. Mindestens ebenso sehr geht es um Symbolisches: um nationale Identität, um traditionelle Männlichkeit, um vermeintliche grüne Verbotspolitik, um die angebliche Diktatur der Brüsseler Bürokraten.

3. Reizthemen Migration und innere Sicherheit

Oder wie in Schweden um ein Bedrohungsgefühl. Die Sozialdemokratie hat dem Land über 100 Jahre hinweg einen egalitären Sozialstaat mit einem engmaschigen Schutznetz verpasst. Allerdings merken auch die schwedischen Sozialdemokraten, dass etwas ins Rutschen geraten ist. „Die jungen Wähler heute gehören nicht mehr zur ‚Generation Greta‘, bei der das Klima und das Retten der Welt im Vordergrund steht“, heißt es in einer Analyse der Partei. Und sollte diese Entwicklung nicht gestoppt werden können, würden sich mehr junge Wähler „zu autoritären und individualistischen Lösungen hinwenden, und immer weniger werden die Sozialdemokraten wählen“.

Die Prognose ist bereits Realität geworden: Kamen Schwedens Sozialdemokraten 2018 bei den 18- bis 21-jährigen Wählern auf 29 Prozent der Stimmen, waren es 2022 nur noch 20 Prozent. Im gleichen Zeitraum steigerten die rechtspopulistischen Schwedendemokraten ihren Stimmenanteil bei der jungen Altersgruppe von zwölf auf 22 Prozent.

Für den Politikwissenschaftler Tommy Möller von der Universität in Stockholm ist die seit Jahren eskalierende Bandenkriminalität in Schweden mit vielen Todesopfern ein Grund für den Rechtsrutsch. „Das ist definitiv ein Faktor“, sagt er. Jüngere Menschen seien häufiger als ältere Opfer der Gewaltwelle geworden, deren Täter oft einen Migrationshintergrund hätten.

In Schweden mit seinem ausgeprägten Sozialstaat ist es die Bandenkriminalität, die Rechtspopulisten junge Wähler zutreibt. In Spanien und Portugal sind es eher ökonomische Zukunftsängste. Der Politologe Luca Manucci leitet an der Universität Lissabon ein Projekt über die Normalisierung der Rechtsextremen in Portugal und Spanien. Er sagt: Die meisten jungen Portugiesen und Spanier seien keine Aktivisten, die die Welt bereist hätten. „Sie haben die Finanzkrise und die Pandemie erlebt und sorgen sich ganz grundsätzlich um die wirtschaftliche Zukunft, die Folgen

der Globalisierung und die Gefahren für das Finanzsystem“.

Die rechtspopulistische spanische Partei Vox setzt stark auf traditionelle Themen wie Vaterland und Familie. Mit ihnen inszeniert sich Vox-Chef Santiago Abascal als Jugendversteher. „Sagt ihnen, dass ihr dasselbe wollt wie eure Eltern: Vaterland, Freiheit, Zukunft!“, ruft er in einem Werbespot seiner Partei Hunderten von jungen Spaniern von einer Bühne aus zu. Die schwenken spanische Flaggen, Fächer in den spanischen Nationalfarben oder grüne Vox-Luftballons.

„Die Partei schafft ein Ideal eines Staates, der vielleicht nie existiert hat, aber es verfängt bei einigen jungen Wählern“, sagt Mélany Barragán von der Universität Valencia. Vox hat bei den Parlamentswahlen im vergangenen Juli zwar 19 der zuvor 52 Sitze verloren. Bei den Jungen hat die Partei jedoch an Popularität zugelegt: In einer Umfrage des staatlichen Meinungsforschungsinstituts CIS gaben 10,4 Prozent der 18- bis 24-Jährigen an, für Vox votiert zu haben. Vor der Wahl 2019 sagten das nur 3,3 Prozent von ihnen. Auch die Wähler von Chega in Portugal seien im Schnitt jünger als die der anderen Parteien, so Manucci.

4. Trendy auf Tiktok

„In einigen Ländern ist es trendy geworden, rechtsextreme Parteien zu wählen“, sagt Pawel Zerka von der Denkfabrik European Council on Foreign Relations (ECFR). Das gelte vor allem für junge Männer. Die Politiker vom rechten Rand wiederum versuchen, mit zur Schau gestellter traditioneller Maskulinität besonders beim männlichen Nachwuchs zu punkten. Wie etwa der AfD-Spitzenkandidat für die Europawahl, Maximilian Krah, der aktuell wegen Spionageverdachts gegen einen seiner Mitarbeiter unter Druck steht. Wenn Krah in Internetvideos zur deutschen Jugend spricht, dann klingt er so: „Jeder dritte junge Mann hatte noch nie eine Freundin. Du gehörst dazu? Schau keine Pornos, wähl nicht die Grünen, geh raus an die frische Luft!“ Sein Lebenstipp: „Echte Männer sind Patrioten, dann klappt’s auch mit der Freundin.“

In Österreich fährt die FPÖ diese Strategie schon lange: Als Heinz-Christian Strache die rechtspopulistische Partei 2005 in seinen Dreißigern übernahm, machte er in klarer Abgrenzung zu den traditionellen und angestaubten Großparteien SPÖ und ÖVP seine vermeintliche Jugendlichkeit zum Markenzeichen. Damals war noch Facebook das angesagte Netzwerk der Jungen, dort präsentierte sich Strache auf Fotos in Discos, mit ausgeschnittenem Shirt, Wodka und Red Bull griffbereit. Über den Lifestyle stolperte der damalige Vizekanzler 2019 dann aber im sogenannten Ibiza-Skandal, der seine politische Karriere beendete. Der aktuelle FPÖ-Chef Herbert Kickl ist deutlich zurückhaltender, dennoch ist sein Tiktok-Account mit Ausschnitten aus Reden und Interviews der erfolgreichste eines Politikers in Österreich. Bei Wählern unter 30 und insbesondere jungen Männern ist die Partei nach wie vor die populärste.

Ihre Botschaften an die junge Generation verbreiten die Rechtsaußenparteien bevorzugt auf von jungen Menschen genutzten Plattformen wie Tiktok – und sind dort umtriebiger als die etablierten Parteien. „Die meisten jungen Leute lesen heute keine Theoretiker mehr, wie es die 68er-Jugend mit Sartre oder Simone de Beauvoir getan hat“, sagt Barragán von der Uni Valencia. „Heute geht es mehr um Emotionen und Narrative. Und genau damit ziehen rechtsradikale Parteien in den sozialen Netzwerken erfolgreich die Aufmerksamkeit junger Menschen auf sich.“ Die sozialen Netzwerke ermöglichen es den Populisten auch, etablierte Medien zu umschiffen, die rechte Positionen einordnen oder warnende Kommentare veröffentlichen.

Vor allem Tiktok nimmt an Bedeutung zu: Inzwischen nutzt in Deutschland mit 51 Prozent mehr als die Hälfte aller 14- bis 29-Jährigen die App regelmäßig, vor einem Jahr waren es noch 44 Prozent. Die AfD ist auf Tiktok schon lange aktiv. Einer Auswertung des Politikberaters Johannes Hillje zufolge hatte sie dort von Anfang 2022 bis März 2024 mehr Präsenz als alle anderen Bundestagsparteien zusammen gezeigt. Das zeige, dass die teilweise vom Verfassungsschutz beobachtete AfD „die effektivste Tiktok-Kommunikation unter den Parteien betreibt“, sagt Hillje. „Die ‚Generation Tiktok‘ droht zu einer ‚Generation AfD‘ zu werden.“

Ein ähnliches Bild zeigt sich in anderen europäischen Staaten: Bardella hat auf Tiktok 1,2 Millionen Follower, so viele wie kaum ein anderer Politiker in Frankreich. Und in Italien hat Giorgia Meloni die sozialen Medien zum zentralen Kommunikationsinstrument ihrer Regierung gemacht. Pressekonferenzen gibt Meloni selten, Zeitungsinterviews kaum. In der virtuellen Öffentlichkeit der Netzwerke liefert sie stattdessen täglich Fotos und Videoschnipsel an ihre wachsende Follower-Schar: 2,9 Millionen sind es bei Facebook, 2,7 Millionen bei Instagram, 2,2 Millionen bei X, 1,5 Millionen bei Tiktok.

5. Melonis Marsch durch die Institutionen

„Italia cambia l’Europa“ steht unter der Zeltdecke, „Italien ändert Europa“. Daneben prangt das Logo der Fratelli d’Italia mit der grün-weiß-roten Flamme, einer Reminiszenz an die neofaschistischen Wurzeln der Partei. Hinter der Bühne schimmert durch eine Plastikplane die Bucht von Pescara hindurch, einer Hafenstadt an der Adriaküste. Mehr als zwei Stunden Programm sind schon vorbei, als der Moderator Ende April endlich „die junge Frau“ ankündigt, „die die italienische Rechte in die Hand genommen hat“, die „unsere Träume hat fliegen lassen“. Er meint Meloni. Italiens Ministerpräsidentin hat erreicht, wovon andere Rechtsaußenparteien in Europa träumen: die Übernahme der Regierungsmacht.

Meloni blickt von der Bühne auf ein Meer aus Fratelli-Fahnen. Etwa drei Autostunden von Pescara entfernt pilgerten am gleichen Tag etwa 150 Rechtsextremisten zum Grab des „Duce“ in seinem Geburtsort Predappio. Es ist der Todestag des Faschistenführers Benito Mussolini. Meloni verliert in ihrer Rede kein Wort über den Faschismus oder gar über Mussolini. Sie hetzt auch nicht gegen Deutschland oder Frankreich wie noch im Parlamentswahlkampf 2022.

Stattdessen preist Meloni Erfolge beim Dauerthema Migration an, wie etwa das Abkommen zwischen der EU und Tunesien, das „unter dem starken Druck“ ihrer Regierung entstanden sei. „Zusammen ändern wir auch Europa!“, ruft sie am Ende ihrer Rede – und singt dann, umringt von strahlenden jungen Männern und Frauen, die Nationalhymne.

Meloni ist salonfähig geworden. Sie pflegt ein gutes Verhältnis zu US-Präsident Joe Biden, unterstützt die Ukraine im Kampf gegen Russland, lächelt immer wieder mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in die Kameras. Dass Meloni das Land gesellschaftspolitisch deutlich nach rechts rückt, geht darüber weitgehend unter.

Melonis Wahlerfolg 2022 zog sich durch alle Schichten und Altersklassen. Auch bei den 25- bis 34-Jährigen holte die postfaschistische Partei laut mehreren Umfrageinstituten mit rund 23 Prozent die meisten Stimmen. Nimmt man die Stimmen für die rechte Lega und die konservative Forza Italia dazu, kommt man gar auf mehr als 40 Prozent in dieser Altersklasse. Selbst bei den noch Jüngeren (18 bis 24 Jahre) hat mehr als ein Viertel für die aktuelle Regierungskoalition gestimmt.

In einem Luxushotel an der Piazza della Repubblica, einem der prachtvollen Plätze Roms, wird der Saal schon früh wegen Überfüllung geschlossen. Es haben sich zu viele Fans von Matteo Salvini angemeldet. Italiens Vizepremier und Lega-Chef stellt hier am Mittwochabend seine Autobiografie vor. „Controvento“ heißt sie, „gegen den Wind“. Es sind vor allem grau melierte Anzugträger gekommen und einige Damen in Hosenanzügen, alle eher über 40. Aber auch Cristian Aurizi ist hier, 30 Jahre alt, Hemd und braune Lederjacke. Er hat Politikwissenschaften studiert, engagiert sich in der Jugendorganisation der Lega. In die Partei ist er eingetreten, als Salvini sie 2013 als Vorsitzender übernommen hat. Nach dem Auftritt kommt Aurizi mit einem signierten Buch in der Hand aus der Lobby, zeigt stolz die Widmung: „Per Cristian“.

„Mehr Italien! Weniger Europa!“, heißt der aktuelle Wahlslogan der Lega. Salvini gibt sich offen fremdenfeindlich, sprach zuletzt von einem neuen Europa, „das keine chinesische oder islamische Kolonie“ sein werde. Aurizi stört das nicht. „Salvini ist der Einzige, der unser Land verteidigt“, sagt der junge Mann. „Gegen Migranten, für unsere Traditionen, gegen grüne Häuser und Elektroautos.“

Wo Salvini rhetorisch kräftig hinlangt, softet Meloni eher ab. An ihrer Strategie der Normalisierung nimmt sich eine Reihe von rechten Parteien in Europa ein Beispiel, unter anderem der Rassemblement National in Frankreich, der selbst von einer „Entteufelung“ spricht. Harte Positionen wie der Austritt aus dem Euro oder aus der EU werd

zurückgenommen, die Rhetorik in der Migrationspolitik und bei anderen Reizthemen wird weichgespült.

Ein Gegenbeispiel ist laut Demokratieforscher Biard die AfD in Deutschland, die sich in den vergangenen Jahren eher radikalisiert habe. Doch in vielen anderen Ländern hätten sich diese Parteien verändert und versucht, „sich ihrer alten Dämonen zu entledigen“. Das Ziel sei es, als regierungsfähige Alternative zu erscheinen. Dieser Imagewandel funktioniere gerade bei jungen Wählern, die sich nicht an das frühere Auftreten erinnern können.

6. Brüssel in Sorge

Das Berlaymont-Gebäude ist ein kreuzförmiger Komplex aus Glas und Stahl, die Architektur soll Transparenz symbolisieren. Doch für das Rechtsaußenlager und seine Anhänger ist die dort ansässige EU-Kommission eine ebenso intransparente wie abgehobene Machtzentrale. Die Stimmungslage insbesondere bei enttäuschten Jugendlichen wird im Machtzentrum der EU sehr genau registriert. Vor der letzten Europawahl habe es auf Schulpodien nur zwei Themen gegeben, erzählt die EU-Abgeordnete Svenja Hahn (FDP): den Klimawandel und Uploadfilter. Heute werde sie von jungen Menschen immer häufiger zu Sicherheits- und Migrationspolitik, aber auch zu Wirtschaft und Rente befragt.

Dass die Stimmung heute eine andere als vor fünf Jahren ist, ist auch der konservativen EVP-Fraktion aufgefallen. Beim Gesetz zur Wiederherstellung der Natur stimmten die Konservativen gemeinsam mit den beiden rechten Fraktionen Europäische Konservative und Reformer (EKR) sowie Identität und Demokratie (ID) gegen den Gesetzentwurf. Bei der Abstimmung über die Euro-7-Abgasnorm gingen die Konservativen noch weiter: Hier setzten sie von Anfang an auf eine Allianz mit den Parteien am äußeren rechten Rand und erarbeiteten einen Kompromiss, dem mehrheitlich nur die Konservativen, die Rechten und die Liberalen zustimmten.

Die Zusammenarbeit der Konservativen mit den Rechtspopulisten mag in deutschen Landtagen noch ein politisches Tabu sein – auf europäischer Ebene ist es längst gebrochen. Bei einer Wahlkampfdebatte der Spitzenkandidaten Ende April schloss von der Leyen eine Kooperation mit der EKR im EU-Parlament nicht aus. Zur EKR gehört unter anderem die Fratelli d’Italia.

7. Aufklärung hilft

Eines fällt beim wachsenden Zustrom junger Europäer zu rechtspopulistischen Bewegungen immer wieder auf: „Für den Erfolg von rechten Bewegungen ist es nicht entscheidend, ob eine Ungerechtigkeit objektiv besteht oder nur subjektiv empfunden wird“, sagt die Anthropologin Julia Ebner, die in Oxford zu rechtem Extremismus und Islamismus forscht.

Die etablierte Politik in den Staaten der Europäischen Union, vielerorts seit Jahrzehnten darauf trainiert, objektiv bestehende Probleme mit Geld zuzuschütten, tut sich schwer mit solchen subjektiven Befindlichkeiten. Die Rechtspopulisten hingegen schlachten sie laut Ebner nach Kräften aus, etwa indem sie über die sozialen Medien Missstände aus anderen Ländern verbreiten, verbunden mit der suggestiven Frage: „Wird es bei uns bald auch so aussehen?“

Ebner setzt auf Aufklärung über die sozialen Medien, in denen Rechtspopulisten verstärkt ihre Verführungsarbeit leisten: „Ein ganz wichtiger Punkt wäre es, im Bildungsbereich die Schnittstelle zwischen Psychologie und Digitalkompetenz zu behandeln.“ Junge Menschen müssten wissen: „Wie wirken digitale Räume auf mich, was machen sie mit meiner Identität? Wie lassen sich diese Mechanismen missbrauchen, um mich zu manipulieren?“

Eine Aufklärungsarbeit, die nicht nur angesichts der derzeitigen rechtspopulistischen Welle sinnvoll wäre. Ansonsten bleibt die lakonische Aussicht: Wenn rechte Populisten derzeit bei jungen Wählern cool sind, dann werden sie es auch irgendwann nicht mehr sein. Fragt sich nur, wie lange das dauert und was bis dahin mit der Demokratie in Europa geschieht.

10 Mai 2024 0 Kommentare
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Religion

Im Interview – Plötzlich fordert Grünen-Chef Nouripour Abschiebung islamistischer Demonstranten

von Fremdeninfo 9 Mai 2024
von Fremdeninfo

              Im Interview – Plötzlich fordert Grünen-Chef Nouripour Abschiebung islamistischer Demonstranten

                                            Geschichte von dpa / Focus Onlien

 

 

                                                          

 

In einem Gespräch mit Bild-Vizechef Paul Ronzheimer hat sich der Grünen-Chef Omid Nouripour zu den islamistischen Demos geäußert.
Nouripours Worte fielen persönlich und deutlich aus. IMAGO/Chris Emil Janßen © IMAGO/Chris Emil Janßen

 

In einem Gespräch mit Bild-Vizechef Paul Ronzheimer hat sich der Grünen-Chef Omid Nouripour zu den islamistischen Demos geäußert. Nouripours Worte fielen persönlich und deutlich aus.

Der Co-Bundesvorsitzende der Grünen, Omid Nouripour, hat ein Verbot der für Samstag in Hamburg angekündigten islamistischen Demonstration und des Veranstalters Muslim Interaktiv gefordert.

Nouripour sagte im Podcast des Bild-Vizechefs Paul Ronzheimer: „Gerade die Truppe, die diese Kalifat-Demos macht, muss verboten werden. Und ehrlich gesagt, habe ich keine Antwort, warum es noch nicht passiert ist.“ Vereinsverbote seien ja gar nicht so kompliziert.

In Hamburg forderten Islamisten das Kalifat

Die als extremistisch eingestufte Gruppe Muslim Interaktiv hat für Samstag erneut zu einer Kundgebung auf dem Steindamm aufgerufen. Die Demonstration richte sich „gegen Zensur und Meinungsdiktat“, hieß es in der auf X (vormals Twitter) verbreiteten Ankündigung. Die Polizei bestätigte am Montag eine entsprechende Anmeldung, die von der Versammlungsbehörde geprüft werde.

Bei einer Demonstration Ende April waren etwa 1000 Menschen auf die Straße gegangen. Auf Schildern war dabei unter anderem der Spruch „Kalifat ist die Lösung“ zu lesen.

Nouripour: „Ich persönlich ertrage diese Demos nicht“

Wer ein Kalifat fordere, lehne die demokratische, freiheitliche Grundordnung ab, sagte Nouripour in dem Podcoast. „Auch das ist ein Grund, warum nicht nur die Demo verboten werden sollte, sondern auch die Organisation, die das will.“

Er könne nur hoffen, dass das schnell geschehe. Denn solche Parolen erfüllten „eindeutig den Straftatbestand Volksverhetzung“. Der Grünen Co-Chef fügte hinzu: „Ich persönlich ertrage diese Demos nicht.“

Nouripour fordert Abschiebung islamistischer, ausländischer Demonstranten

Nouripour forderte ein energischeres Vorgehen gegen Islamisten in Deutschland. Dazu müssten die Ordnungsbehörden und die Polizei personell verstärkt werden. Es fehle überall an Personal für eine konsequente Strafverfolgung. Das Strafrecht beinhalte alle möglichen Strafen, auch Gefängnisstrafen.

„Und wenn die Leute deutsche Staatsbürger sind, dann sind sie im Gefängnis. Aber wenn sie keine deutschen Staatsbürger sind, gibt es auch im Strafgesetzbuch die Regel, dass ab einer bestimmten Strafe die Leute natürlich auch ausländerrechtlich angegangen werden. Heißt: das Land verlassen.“

9 Mai 2024 0 Kommentare
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