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Kanzlertausch? Umfrage mit deutlichem Ergebnis

von Fremdeninfo 1 Juni 2026
von Fremdeninfo 1 Juni 2026
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Nach etwas mehr als einem Jahr Regierungszeit steht der Kanzler unter Druck. (Quelle: IMAGO/Maximilian Koch)
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Artikel von Tobias Schibilla/ T-online

 Spekulationen über einen Kanzlerwechsel reißen in den Medien nicht ab. Eine neue Umfrage zeigt nun, wie die Deutschen darüber denken.

Die Debatte um die Zukunft von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sorgt seit Tagen für Unruhe in der Union. Doch einer neuen Umfrage zufolge trauen die meisten Deutschen der Partei keinen größeren Erfolg zu, wenn ein anderer CDU-Politiker die Kanzlerschaft und Parteispitze übernehmen würde.

In einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL und „Stern“ gaben 53 Prozent der Befragten an, dass die Union mit einem anderen Kanzler aus den eigenen Reihen nicht bessere Zustimmungswerte erzielen würde. 41 Prozent vertreten dagegen die Ansicht, dass ein Wechsel an der Spitze der Partei helfen könnte.

  • Rückendeckung für Kanzler: „Wir brauchen mehr Mer
  • Debatte um Kanzlertausch: Jetzt meldet sich Wüst zu Wort

Auch unter den Anhängern der Union glauben 42 Prozent, dass ihre Partei mit einem anderen Kanzler aus ihren Reihen größere Chancen auf bessere Zustimmungswerte bei den Wählern hätte als mit Merz. 56 Prozent sind dagegen skeptisch

Linnemann: Diskussion um Kanzlertausch ist eine „Scheindebatte“

Mehrere Medien, darunter der „Stern“, hatten angesichts der schwierigen Lage für Schwarz-Rot über Gedankenspiele innerhalb der Union berichtet, ob Kanzler Merz durch einen anderen Politiker ersetzt werden könnte. Dabei war der Name des NRW-Regierungschefs und Landesparteivorsitzenden Hendrik Wüst gefallen. Aus dem Umfeld des Kanzlers waren die Spekulationen als „naive Idee“ zurückgewiesen worden.

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann bezeichnete die Diskussion in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ als „Scheindebatte“. Während mehrerer Tage in seinem Wahlkreis sei er von Bürgern nicht auf einen möglichen Kanzlerwechsel angesprochen worden. Stattdessen stünden Fragen zu Energiekosten, Steuern und wirtschaftlicher Entwicklung im Mittelpunkt.

Günther stärkt Merz den Rücken – und übt Kritik

Ähnlich äußerte sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther. In der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ widersprach er der Einschätzung, Merz habe ein Autoritätsproblem. Die Diskussion über einen möglichen Austausch des Kanzlers sei „ein bisschen absurd“ und werde vor allem von außen an die Partei herangetragen. Aus seiner Sicht gebe es keine Grundlage für entsprechende Spekulationen.

Günther verband seine Kritik an der Debatte zugleich mit einem Appell an die Koalition. CDU, CSU und SPD müssten nun gemeinsam die angekündigten Reformen umsetzen und konkrete Ergebnisse liefern. Die Bevölkerung erwarte Lösungen für drängende Probleme. „Wir müssen jetzt liefern“, mahnte der CDU-Politiker.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt an diesem Montag ein Treffen im Sauerland. Bei einer seit Monaten geplanten Klausur der nordrhein-westfälischen CDU werden sowohl Merz als auch Wüst erwartet. Nach Angaben aus Parteikreisen steht die Veranstaltung jedoch in keinem Zusammenhang mit den aktuellen Spekulationen. Der CDU-Vorsitzende soll dort als Gast eine Rede halten

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