• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Flüchtlinge

EU-Bericht: Italien blockiert Rücknahme von Asylbewerbern

16 Juli 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Asyl-Verschärfung: In Großbritannien zu bleiben, wird für alle Ausländer schwere

14 Juli 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Prämien für Rückkehrer: Poseck für regelmäßige Abschiebeflüge nach Syrien

13 Juli 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Mehr als eine Million Migranten beantragen rechtlichen Status in Spanien

12 Juli 2026 0 Kommentare
AllgemeinFlüchtlinge

Güler will in Syrien für „inklusiven Transitionsprozess“ werbenSerap

15 Juni 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Das neue europäische Asylrecht

13 Juni 2026 0 Kommentare
Information

Schüsse auf Kurden in Paris: Rassistisches Motiv wahrscheinlich

von Fremdeninfo 25 Dezember 2022
von Fremdeninfo

 

Schüsse auf Kurden in Paris: Rassistisches Motiv wahrscheinlich

Von

dtj-online

–

24.12.2022

„Nach den tödlichen Schüssen in Paris“ width=“696″ height=“464″>
Paris: Ein Demonstrant hält eine Fahne der kurdischen PKK während eines Protestes nach Schüssen in einem Kulturzentrum in Paris. Foto: Julien De Rosa/AFP/dpa

Der mutmaßliche Angreifer von Paris bleibt weiter in Gewahrsam. Die Ermittlungen gegen ihn zu den tödlichen Schüssen bei einem kurdischen Zentrum umfassen nun auch ein rassistisches Motiv. Der Mann hatte bereits zuvor Menschen angegriffen.

Nach dem tödlichen Angriff bei einem kurdischen Gemeindezentrum in Paris ermittelt die französische Justiz nun auch wegen eines rassistischen Motivs. Wie die Pariser Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilte, bleibe die Maximalstrafe, die dem Verdächtigen droht, unverändert bei lebenslanger Haft. Bereits am Freitag wurden Ermittlungen wegen vorsätzlicher Tötung und schwerer Gewalt eingeleitet. Der Polizeigewahrsam des mutmaßlichen Täters wurde am Samstag verlängert.

Am Freitagmittag hatte ein Mann im „Ahmet-Kaya-Kulturzentrum“ sowie einem Restaurant und einem Friseursalon gegenüber des Zentrums mehrere Schüsse abgefeuert und drei Menschen getötet. Drei weitere Menschen wurden bei dem Angriff im zehnten Pariser Arrondissement verletzt. Nach Angaben des kurdischen Dachverbands Demokratischer Kurdischer Rat in Frankreich (CDK-F) sind alle Opfer kurdischer Herkunft. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich dem Vernehmen nach um einen 69 Jahre alten und vorbestraften Franzosen.

Französischer Innenminister: „Er wollte offensichtlich Ausländer angreifen“

„Er wollte offensichtlich Ausländer angreifen“, sagte Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin am Freitagabend. Ob sich der Anschlag explizit gegen Kurden richtete, sei aber unklar. Das Motiv sei unbekannt, der Verdächtige sei nicht als Rechtsextremist bei den Sicherheitsbehörden erfasst gewesen, ein rechter Hintergrund der Tat werde aber geprüft.

Medien berichteten nun, der Mann habe der Polizei gesagt, dass er Rassist sei und die Tat deshalb begangen habe. Der Sender BFMTV schrieb zudem, der Verdächtige habe ausgesagt, dass er gezielt die kurdische Gemeinde habe angreifen wollen. Der in der Türkei inhaftierte kurdische Politiker Selahattin Demirtaş verurteilte die Tat und forderte vollumfängliche Aufklärung.

Türkische Drohungen im Vorfeld?

Der CDK-F hatte den Angriff als „terroristische Attacke“ gewertet, zu der es nach zahlreichen türkischen Drohungen gekommen sei. Die Türkei befindet sich seit langem im Kampf gegen die terroristische PKK und weitere kurdische Gruppierungen. Die Auseinandersetzung verlagert sich dabei oft auch auf Länder, in denen es eine nennenswerte türkische und kurdische Community gibt. Die Türkei wirft u.a. Deutschland vor, die PKK zu hofieren oder zumindest nicht konsequent gegen sie vorzugehen.

Am Pariser Place de la République versammelten sich am Samstagmittag etliche Menschen, um den Angriff zu verurteilen. Der CDK-F schrieb von Tausenden Teilnehmern noch vor dem offiziellen Beginn der Demonstration. Die Polizei gab zunächst keine Auskunft zur Teilnehmerzahl. Am Freitagabend hatte es bei einer Versammlung beim Angriffsort leichte Zusammenstöße mit den Sicherheitskräften gegeben. Dabei wurden auch Fahnen der PKK oder mit dem Konterfei des inhaftierten Anführers Abdullah Öcalan geschwenkt.

Stärkerer Schutz für kurdische Treffpunkte und diplomatische Vertretungen der Türkei

Nach dem Angriff will Frankreich kurdische Treffpunkte schützen. Landesweit sollten durchgehend Wachen an Versammlungsorten der kurdischen Gemeinde aufgestellt werden. Darmanin wollte zudem prüfen, ob es weitere Bedrohungen gegen Kurdinnen und Kurden in Frankreich gebe. Der Innenminister kündigte weiter an, auch türkische diplomatische Vertretungen im Land zu schützen, um Gegenangriffe zu verhindern.

Der Verdächtige war erst vor wenigen Tagen aus der Haft gekommen. Im vergangenen Jahr hatte er ein Zeltlager von Migranten angegriffen und mehrere Menschen verletzt. Auch 2016 soll er Medienberichten zufolge einen Mann mit einem Messer angegriffen haben.

dpa/dtj

25 Dezember 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Erdoğan als „Kanalratte“ bezeichnet: Kubicki-Aussage bleibt folgenlos

von Fremdeninfo 21 Dezember 2022
von Fremdeninfo

 

Erdoğan als „Kanalratte“ bezeichnet: Kubicki-Aussage bleibt folgenlos

Von

dtj-online

–

20.12.2022

 

 

 

e=“Landesparteitag der FDP in Hamburg“
Wolfgang Kubicki (FDP), Bundestagsvizepräsident, beim Hamburger Landesparteitag der FDP. Foto: Jonas Walzberg/dpa

Durfte der FDP-Politiker und Bundestagsvizepräsident Kubicki den türkischen Präsidenten als „kleine Kanalratte“ bezeichnen? Die Staatsanwaltschaft Hildesheim sagt Ja und lehnt Ermittlungen ab.

Die Bezeichnung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan als „Kanalratte“ durch den FDP-Politiker Wolfgang Kubicki führt nicht zu Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Hildesheim. Nach Ansicht der Behörde liegt kein Anfangsverdacht für eine Straftat vor, wie eine Sprecherin am Montag mitteilte. Zuerst hatte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ am Freitag darüber berichtet.

Die Sprecherin erklärte, es handele sich nach Auffassung der Staatsanwaltschaft nicht „um eine Formalbeleidigung, da die Äußerung nicht beziehungslos in den Raum gestellt wurde, sondern einen sachlichen Bezug aufwies, der zwar sehr überspitzt, aber für objektive Dritte nachvollziehbar war“. Außerdem sei die Äußerung „auch durch das Recht der freien Meinungsäußerung gedeckt, zumal die Grenzen zulässiger Kritik im Falle von Politikern erheblich weiter zu ziehen sind als bei Privatpersonen“. Je mehr eine Äußerung zur öffentlichen Meinungsbildung beitragen soll, sei die Meinungsfreiheit gegenüber der persönlichen Ehre umso höher zu gewichten.

Kubicki, der auch Vizepräsident des Bundestags ist, hatte den türkischen Staatschef im September im niedersächsischen Landtagswahlkampf als „kleine Kanalratte“ bezeichnet. Auf Nachfrage erklärte der FDP-Politiker dazu, er habe die Äußerung im Rahmen einer Ausführung über die Flüchtlingspolitik des Präsidenten getätigt, der einen für die Türkei vorteilhaften Deal mit der Europäischen Union zur Reduzierung der Flüchtlingszahlen abgeschlossen habe. Außerdem teilte Kubicki mit: „Eine Kanalratte ist ein kleines, niedliches, gleichwohl kluges und verschlagenes Wesen, weshalb sie auch in Kindergeschichten als Protagonistin auftritt („Kalle Kanalratte“, „Ratatouille“)“.

Keine Beleidigung, sondern Anerkennung?

In einem Anwaltsschreiben vom Oktober, das der dpa in Berlin vorliegt, hatte Kubicki den Vorwurf der Beleidigung und Verleumdung zurückgewiesen. In seinem Sprach- und Kulturraum werde der Begriff einer kleinen Kanalratte „nicht als Beleidigung, sondern eher als Anerkennung verstanden“, schrieb Kubicki. Unabhängig davon sei die Äußerung in einem Kontext gefallen, der eine strafrechtliche Verfolgung wegen Beleidigung ausschließe, hieß es mit Verweisen unter anderem auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts.

Dem „Spiegel“-Bericht zufolge hatte der Kölner Anwalt Mustafa Kaplan im Namen Erdoğans Strafanzeige gestellt. Gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Hildesheim habe er zudem bereits Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft Celle eingelegt. Kaplan bestätigte das auf Anfrage. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft war bis Montagmittag allerdings noch keine Beschwerde eingegangen.

dpa/dtj

21 Dezember 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Religion

Deutsche Islam Konferenz: Faeser will weniger ausländische Prediger

von Fremdeninfo 21 Dezember 2022
von Fremdeninfo

 

Deutsche Islam Konferenz: Faeser will weniger ausländische Prediger

Von

dtj-online

–

08.12.2022

.jpg 80w, https://dtj-online.de/wp-content/uploads/Deutsche_Islamkonfer_76218082-265×198.jpg 265w“ sizes=“(max-width: 696px) 100vw, 696px“ alt=““ title=“Deutsche Islamkonferenz“ width=“696″ height=“522″>
Berlin: Nancy Faeser, Bundesinnenministerin, nimmt im Bundesinnenministerium an der Deutschen Islam Konferenz teil und unterhält sich mit einer Konferenzteilnehmerin. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Mehr deutschsprachige Prediger, die Diskriminierung von Muslimen: An den Themen, mit denen sich die Deutsche Islam Konferenz beschäftigt, hat sich in den vergangenen fünf Jahren wenig geändert. Doch der Ton ist heute ein anderer als in der Anfangsphase.

Die Bekämpfung von Muslimfeindlichkeit und die Förderung der Ausbildung islamischer Prediger in Deutschland zählen zu den Prioritäten von Bundesinnenministerin Nancy Faeser in der neuen Phase der Deutschen Islam Konferenz (DIK). Die SPD-Politikerin sagte am Mittwoch bei der Auftaktveranstaltung der DIK in Berlin, sie wolle „die staatliche Entsendung von Imamen nach Deutschland schrittweise reduzieren mit dem Ziel, sie zu beenden“. Dazu sei ihr Ministerium bereits im Austausch mit der türkischen Religionsbehörde. Staatssekretärin Juliane Seifert habe dazu in der vergangenen Woche in Ankara Gespräche geführt.

Deutschsprachige Imame, die auch die Lebensrealität in Deutschland kennen, seien auch im Interesse der Gemeinden, betonte Faeser. Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) bildet inzwischen einen Teil ihres Personals in einem eigenen Zentrum in der Eifel aus. Das Islamkolleg Deutschland wurde Ende 2019 als Einrichtung für die islamtheologische praktische Ausbildung in Osnabrück gegründet. Auch hier sollen – verbandsunabhängig – deutschsprachige Imame und weiteres religiöses Betreuungspersonal ausgebildet werden. Die Ausbildung von Imamen in Deutschland bildete bereits in den vergangenen Jahren unter dem damaligen Innenminister Horst Seehofer (CSU) einen Schwerpunkt der DIK.

Ausgrenzung ist ein Riesenthema

Die Bundesregierung hat derweil eine große Studie zur Muslimfeindlichkeit in Auftrag gegeben, die den Fokus auf die Situation der Betroffenen legt. Erste Ergebnisse werden im kommenden Sommer erwartet. Er persönlich habe Muslimfeindlichkeit nicht erlebt, sagte der Sprecher des Koordinationsrats der Muslime, Eyüp Kalyon. Vor allem Kopftuch tragende Musliminnen berichteten aber häufig von „Ausgrenzungserfahrungen“, fügte Kalyon hinzu, der in der Ditib die Imam-Ausbildung verantwortet.

Der Direktor des Zentrums für islamische Theologie der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster, Mouhanad Khorchide, kritisierte, dass die Moscheevereine immer noch entlang von Herkunftsländern organisiert seien. Bis heute komme es nicht vor, dass ein aus Marokko stammender Imam in einer Ditib-Moschee predige oder ein Prediger mit türkischen Wurzeln in einer von gebürtigen Marokkanern gegründeten Moschee. Der Imam-Job müsse zudem insgesamt attraktiver werden. Die Bezahlung sei in der Regel schlecht, die Abhängigkeit im Arbeitsverhältnis groß.

„Keine Sicherheitskonferenz“

Seitdem die Konferenz 2006 ins Leben gerufen wurde, gab es immer wieder Streit darüber, wer die Interessen der Muslime dort vertreten sollte – die konservativen Dachverbände, liberale Moscheegemeinden oder auch säkulare Muslime. Von Seiten der islamischen Verbände war mehrfach kritisiert worden, der Fokus werde bei der DIK zu stark auf Sicherheitsfragen und den radikalen Islamismus gelegt.

Faeser betonte: „Die Islamkonferenz ist keine Sicherheitskonferenz.“ Den Teilnehmern der Veranstaltung sagte sie: „Unsere Gesellschaft braucht Sie und Ihr Engagement.“ Dies sei gerade aktuell, wo die Polarisierung in der Gesellschaft zunehme, enorm wichtig.

Karakoyun weist auf Finanzierungsfrage hin

Ercan Karakoyun von der Stiftung Dialog und Bildung begrüßt den Vorstoß Faesers: „Wir finden das gut und richtig, denn mittlerweile sprechen die meisten Menschen, die in 3. und 4. Generation hier leben, besser deutsch als ihre Herkunftssprache, auch wenn wir es natürlich unterstützen, dass vor allem die jungen Menschen ihre Herkunftssprache nicht vergessen. Im Ausland sozialisierte Imame, das hat die Vergangenheit gezeigt, tun sich hier mehrheitlich schwer. Es ist auch für sie eine schwere Bürde.“

Zudem sei es wichtig, die Finanzierungsfrage zu klären, denn auch das sei bisher ein Grund gewesen, warum Verbände wie die Ditib auf die „Import-Imame“ setzten. Viele Verbände könnten sich schlicht keinen Imam leisten oder ihn nur schlecht bezahlen. 

dpa/dtj

21 Dezember 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Frauen

Kempten: Sozialdienst muslimischer Frauen und Diakonie feiern Begegnungsabend

von Fremdeninfo 21 Dezember 2022
von Fremdeninfo

Kempten: Sozialdienst muslimischer Frauen und Diakonie feiern Begegnungsabend

Artikel von Jörg Spielberg •
AD
 
 
 
 
 
 

Kempten: Sozialdienst muslimischer Frauen und Diakonie feiern Begegnungsabend 

Kempten – Der Sozialdienst muslimischer Frauen und die Diakonie Allgäu zeigen sich im Begegnungsabend 2022 als erfolgreiches Tandem.

Beim letzten Treffen 2019 war der Kolpingsaal zu klein, so groß war das Interesse. Dann kamen zwei Jahre Corona und nun trafen sich zum zweiten Mal die Diakonie Allgäu mit dem Sozialdienst muslimischer Frauen (SmF). Um mehr Platz bieten zu können, verlegte man den interkulturellen Begegnungsabend in das Margaretha- und Josefinenstift. Und auch heuer war der Andrang groß, rund 200 große und kleine Besucherinnen und Besucher verschiedenster Nationen erschienen am Abend.

Neben einem geselligen Zusammenkommen mochten die Verantwortlichen von der Diakonie Allgäu, in Person ihrer hauptamtlichen Integrationslotsin Antje Heinroth, und des SmF, in Person ihrer Vorstandsvorsitzenden Ayla Inan, an diesem Abend aber auch die Arbeit und den Einsatz ihrer „Patinnen“ würdigen.

Diese sind im Rahmen des Projekts „Menschen stärken Menschen“ tätig, das vom Bundesfamilienministerium gefördert wird. Diese Patenschaften dienen u.a. dazu, gemeinsam mit Mentees (Anm. d. Red.: diejenigen Personen, die von einem Mentor unterstützt werden) die Freizeit zu gestalten, Deutschkurse und Nachhilfe zu geben, gemeinsam zu kochen, Mitmenschen auf Termine zu begleiten oder bei der Suche nach Arbeit, Wohnung und sozialen Kontakten zu helfen.

Stefan Gutermann, hauptamtlicher Vorstand der Diakonie Allgäu und Kemptens 3. Bürgermeisterin Erna-Kathrein Groll sprachen die Dankesreden für das soziale Engagement des SmF. „Die Arbeit des Sozialdienstes muslimischer Frauen und der Diakonie sind im Bereich der Integration unerlässlich, diese hilft Menschen beim Ankommen in unsere Gesellschaft und schlägt Brücken zwischen den Kulturen“, so Groll. Die SmF-Vorstandsvorsitzende Ayla Inan betrachtet die Arbeit der beiden Sozialverbände „als Tandem, in dem beide in die Pedale treten, um dem gemeinsamen Ziel einer geglückten Integration näher zu kommen.“ Nach den Grußund Dankesworten gab es für alle Besucher Leckeres von einem reichhaltigen, internationalen Buffet

21 Dezember 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Frauen

Afghanistan: Taliban verbieten nun auch Universitätsbildung für Frauen

von Fremdeninfo 21 Dezember 2022
von Fremdeninfo

 

Afghanistan: Taliban verbieten nun auch Universitätsbildung für Frauen

Von

dtj-online

–
 
 
 
T
Taliban-Kämpfer versammeln sich mit Fahnen, einem Banner und Gewehren vor der US-Botschaft, um ein Jahr Taliban-Herrschaft zu feiern. Foto: Ebrahim Noroozi/AP/dpa

Bei ihrer Machtübernahme im Sommer 2021 hatten die Taliban versprochen, Frauenrechte zu achten. Die Realität sieht anders aus. Nun wurde Frauen auch die Bildung an Universitäten untersagt.

Die islamistischen Taliban haben in Afghanistan Frauenrechte erneut drastisch beschnitten: Frauen dürfen ab sofort keine Universitäten mehr besuchen. In einer Regierungserklärung wurden alle privaten und öffentlichen Universitäten angewiesen, das Bildungsverbot bis auf weiteres durchzusetzen.

Die Mitteilung wurde vom Ministerium für Höhere Bildung am Dienstag geteilt und lag der Deutschen Presse-Agentur vor. Unterzeichnet wurde die Erklärung vom amtierenden Minister Scheich Neda Mohammed Nadim. Eine Begründung gab es nicht. Der Minister soll dem Taliban-Führer Haibatullah Achundsada nahestehen.

Auch weiterführende Schulen für Mädchen geschlossen

Seit ihrer Machtübernahme im August 2021 haben die Islamisten Frauenrechte massiv eingeschränkt. Mädchen und Frauen sind vom öffentlichen Leben weitgehend ausgeschlossen. Auch weiterführende Schulen ab der siebten Klasse sind für Mädchen seit dem Machtwechsel geschlossen.

In dem Land ist Frauen seit kurzem sogar der Besuch in öffentlichen Parks und Fitnessstudios untersagt. Nur wenige Stunden vor der Ankündigung beklagte die neue UN-Sondergesandte für Afghanistan, Rosa Otunbajewa, eine Verschärfung des Taliban-Regierungskurses bei einer Rede in New York.

Frauen werden ins Abseits gedrängt

„Wir haben eine Reihe von Einschränkungen erlebt, die besonders für Frauen schädlich sind“, sagte Otunbajewa. „Ihr sozialer Raum wird nun ebenso eingeschränkt wie ihr politischer Raum.“

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) nannte das Verbot eine „beschämende Entscheidung“. Die Taliban machten jeden Tag deutlich, dass sie die Grundrechte der Afghanen, insbesondere der Frauen, nicht respektierten, schrieb HRW auf Twitter. Die US-Regierung drohte den Islamisten mit Konsequenzen.

Versprechen gebrochen

Die „unerwartete, inakzeptable Haltung“ werde erhebliche Folgen für die Taliban haben, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price. Es gibt immer wieder internationale Kritik an der Politik der Taliban. Dennoch hält die Gruppe trotz interner Meinungsverschiedenheiten an ihrem Kurs fest.

Dabei hatten sie noch vor ihren militärischen Erfolgen im vergangenen Jahr, die schließlich zum Sturz der vom Westen gestützten Republik unter dem Präsidenten Aschraf Ghani führten, einen moderaten Kurs versprochen. Einige Experten warnten jedoch früh vor diesen Ankündigungen.

Humanitäre Lage massiv verschlechtert

Die Taliban haben seit ihrer Machtübernahme im August 2021 neben Frauen- auch Freiheits- und Medienrechte eingeschränkt. Beobachter werfen ihnen zudem gezielte Racheaktionen und Tötungen unbequemer Kritiker vor. Die humanitäre Lage im Land hat sich massiv verschlechtert.

Millionen Menschen sind auf Unterstützung und Lebensmittelhilfen angewiesen. In dem Land gibt es zudem weiter regelmäßig Terroranschläge, die oft der IS für sich reklamiert.

dpa/dtj

21 Dezember 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Mit sechs Jahren Ehefrau: Abermals Kindesmissbrauch in der Türkei

von Fremdeninfo 21 Dezember 2022
von Fremdeninfo

Mit sechs Jahren Ehefrau: Abermals Kindesmissbrauch in der Türkei

Von

dtj-online

–

13.12.2022

Ein Foto von der nachgeholten Hochzeit zwischen Kadir İ. und H. K. Gümüşel. Foto: Twitter

Ein wiederholter Fall von sexuellem Missbrauch und der Zwangsverheiratung von Minderjährigen wirbelt aktuell die türkische Öffentlichkeit durcheinander.

„Die Töchter in unseren Familien trugen bei Familienfesten oder ähnlichen Veranstaltungen immer Brautkleider oder ähnliche pompöse Kleider.“

„Ich bin 19 Jahre alt und immer noch ledig. Keiner übt Druck auf mich aus.“

„Meine Schwester hat sich plötzlich sehr stark verändert.“

Mit diesen Worten haben die zwei Schwestern und der Bruder von H. K. Gümüşel die Medienberichte relativiert, in denen zuvor an die Öffentlichkeit kam, dass sie mit sechs Jahren mit einem 29-jährigen Mann zwangsverheiratet und viele Jahre sexuell missbraucht wurde.

Ordensführer verheiratet seine Tochter im Kindesalter mit Schüler (29)

Yusuf Ziya Gümüşel ist Führer der islamistischen Hiranur-Stiftung in der Türkei. Diese Stiftung gehört ideologisch zur Ismailağa-Gemeinschaft, einem religiösen Orden. Zuletzt tauchte der Name Gümüşels in der türkischen Presse im Zusammenhang mit seiner Tochter auf, die er im Alter von nur sechs Jahren mit dem eigenen Ordensschüler Kadir İ. verheiratet haben soll. Dabei war dieser 23 Jahre (!) älter als H. K. Gümüşel. Rund 20 Jahre nach ihrer Zwangsheirat als Kind hat sich das Opfer nun an die Öffentlichkeit getraut. Sie wandte sich an den Journalisten Timur Soykan von BirGün und erzählte offen von ihrer schlimmen Tortur.

Mitschnitt beweist Gümüşels Version

Auch besagter Vater Yusuf Ziya Gümüşel meldete sich zu Wort. Der Ordensführer, dessen Orden hin und wieder auch mit einer Sekte verglichen wird, gab an, dass seine Tochter psychische Probleme hätte und von einer gewissen Gruppierung fehlgeleitet worden sei. Sie habe aufgrund dieses Einflusses ihren Ehemann verlassen und sich am 12. Oktober 2021 von diesem scheiden lassen. Ihre Behauptungen würden nicht stimmen und seien Teil eines Plans, die Gemeinschaft unter Generalverdacht zu stellen. Doch bereits in der Anklageschrift tauchen handfeste Beweise auf, die die Version von H. K. Gümüşel bestätigen.

Ex-Ehemann: „Ich liebe dich, du verstehst das nicht“

Gümüşel ist ein Mitschnitt von einem offenbarenden Gespräch mit ihrem einstigen Peiniger gelungen. Darin fragt sie Kadir İ.: „Wären wir sicher glücklich miteinander geworden, wenn wir keinen Sex gehabt hätten, als ich 6 Jahr alt war?“ Dieser entgegnet: „Ja, da ist was dran. Aber mit ‚was wäre gewesen wenn‘ und so weiter klappt das nicht.“

H. K. Gümüşel: „Aber man wird traurig. Hast du mich nicht mehr gehen lassen, weil wir seit meinem 6. Lebensjahr Sex hatten?“ Kadir İ. daraufhin: „Wieso sollte ich dich denn gehen lassen? Ich liebe dich, du verstehst das nicht. Das ist genau der Punkt, den du nicht verstehst. Du bist dumm.“

Mit acht Jahren in der Pubertät

Ihr Ex-Mann beteuert in dem Mitschnitt, dass sie mit acht Jahren die Geschlechtsreife erlangt habe und die Heirat nach islamischem Verständnis somit legitim gewesen sei. Ähnlich äußerte sich auch schon mal der als „Cübbeli Ahmet Hoca“ bekannte Ahmet Mahmut Ünlü, einer der bekanntesten Repräsentanten der Ismailağa-Gemeinschaft. Demnach sei auch eine Heirat vor der Pubertät legitim. Sogar das Verheiraten direkt nach der Geburt sei zulässig, nicht jedoch der sexuelle Kontakt. Hierfür müsste die Person in die Pubertät kommen.

Cübbeli Ahmet spricht lieber über die PKK und LGBT-Szene

Der populäre Geistliche hat sich auch in Bezug auf den aktuellen Fall kurz zu Wort gemeldet. In einer Videobotschaft spricht Cübbeli Ahmet über vermeintliche Entführungen junger kurdischer Mädchen durch die terroristische PKK, die dazu geführt hätten, das HDP-Stadtverwaltungen unter Zwangsverwaltung gestellt wurden. Diese Mädchen seien durch die PKK mehrfach vergewaltigt worden. Außerdem regt sich Cübbeli über die LGBT-Szene auf, die doch die Kinder missbrauchen würde. Über die mit sechs Jahren verheiratete H. K. Gümüşel wolle er indes nicht sprechen, da es keine Belege hierfür gebe und der Fall vor Gericht sei.

Aufmerksame Ärztin hätte Gümüşel beinahe gerettet

In dem Mitschnitt zwischen H. K. Gümüşel und Kadir İ. wird in einem Abschnitt deutlich, dass der Tortur ein früheres Ende hätte bereitet werden können. Bei einem Arztbesuch habe die Ärztin die Polizei informiert. Diese hätten Kadir İ., Gümüşel und ihre Mutter mitgenommen und verhört. Zwar habe die Mutter die Ehe nicht bestritten, aber behauptet, dass das Mädchen älter sei als auf dem Papier.

Daraufhin hätten die Beamten auf einem Knochentest bestanden. „Im Polizeirevier, da habt ihr gesagt, dass ich älter sei oder?“ fragt das Opfer ihren Peiniger. „Ja, das haben wir. Sonst wäre ich für drei bis vier Jahre in Haft gekommen. Sowas verzeiht der Staat nicht“, so İ. Den Test habe übrigens jemand anderes absolviert.

Kläger fordern Haftstrafen für Ex-Mann, Vater und Mutter

Mittlerweile befasst sich die Justiz mit dem Fall, die Anklageschrift ist verfasst. Überwiegend aufgrund der Aussagen in dem Mitschnitt, der Gümüşel gelungen ist. Ausgehend davon werden lange Haftstrafe für Kadir İ., Vater Yusuf Ziya Gümüşel und Mutter Fatma Gümüşel gefordert. Für den Ex-Mann beantragt die Staatsanwaltschaft bis zu 67 Jahre 10 Monate und 15 Tage Haft, für den Vater und die Mutter jeweils 22 Jahre und 6 Monate. Die erste Gerichtsverhandlung ist auf den 22. Mai 2023 datiert. Wie die Verhandlung ausgehen wird, bleibt eine spannende Frage. Nicht zuletzt aufgrund des fragwürdigen türkischen Justizministers.

Bekir Bozdağ kein unbeschriebenes Blatt

Bereits zum zweiten Mal ist Bekir Bozdağ der oberste Gesetzeshüter der Türkei. In seiner ersten Amtszeit wurde er in einem ähnlichen Fall zitiert und verlor einen verhängnisvollen Satz vor laufender Kamera. Zwar ist in der Türkei das Mindestheiratsalter auf 18 Jahren festgelegt. Doch die AKP legte vor einigen Jahren einen Gesetzesentwurf vor, der dies verändern könnte. Dabei ging es um inhaftierte Männer, die im Gefängnis sitzen, weil ihre Ehefrauen zum Zeitpunkt der Eheschließung minderjährig waren.

Bozdağ verteidigte den Gesetzesentwurf und sprach vom „Einverständnis der Kleinen„, also der Minderjährigen, die gar nicht wüssten, dass eine solche Eheschließung unter diesen Umständen verboten sei. Wenn ihre Männer verhaftet würden, seien sie möglicherweise bereits Mutter und müssten ihre Kinder allein großziehen.

Das Internet vergisst nicht

Der Fall H. K. Gümüşel hat zu einer Hashtag-Aktion in der Türkei geführt. Unter #cocukistismarinahayir („Nein zum Kindesmissbrauch“) wird auf ihn aufmerksam gemacht. Auch die obige Aussage des aktuellen Justizministers wird derzeit wieder in Umlauf gebracht. „Und du sollst Justizminister sein? Tritt zurück!“ lautet einer von vielen Tweets zum Thema, der lagerübergreifend viele Menschen beschäftigt.

Es gibt aber auch Gegenstimmen zu diesem Hashtag. Dabei fällt auf, dass besonders gerne Bilder von Kindern auf LGBT-Märschen gepostet werden. Dabei ist es keine gute Idee, einen Missbrauch mit einem anderen zu vergleichen oder zu relativieren. Doch der Whataboutismus gehört auch in der polarisierten Türkei längst zum beliebten Mittel, um Diskussionen zu verwässern oder vom Kern der Problematik abzulenken.

21 Dezember 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Religion

Islamisches Zentrum Hamburg tritt aus der Schura aus

von Fremdeninfo 22 November 2022
von Fremdeninfo

 

Islamisches Zentrum Hamburg tritt aus der Schura aus

Von

dtj-online

–

21.11.2022

 
 
 
 
„Blaue Moschee in Hamburg“
Archivfoto: Die blaue Moschee wird vom Islamischen Zentrum Hamburg (IZH) betrieben, das vom Landesamt für Verfassungsschutz seit Jahrzehnten als extremistisch und vom Iran gesteuert eingestuft wird. Foto: picture alliance / dpa

Das als Vertretung der iranischen Regierung in Europa geltende und vom Verfassungsschutz beobachtete Islamische Zentrum Hamburg (IZH) ist aus dem Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg (Schura) ausgetreten.

„Wir haben es uns nicht einfach gemacht und zahlreiche Gespräche geführt, die zu dem Resultat geführt haben, dass das IZH kein Mitglied mehr bei der Schura ist.“ Das teilte der Schura-Vorsitzende Fatih Yıldız am Sonntagabend im Anschluss an eine Versammlung des Rates mit.

Das laut Hamburger Landesamt für Verfassungsschutz vom Iran gesteuerte und deshalb als extremistisch eingestufte IZH, das die Blaue Moschee an der Alster betreibt, wird seit Jahren geheimdienstlich beobachtet. Seine Mitgliedschaft in der Schura war heftig umstritten, weil die Stadt Hamburg mit dem Rat einen Staatsvertrag geschlossen hat, der nach zehn Jahren nun zur Evaluierung ansteht. Der Druck war angesichts der blutigen Niederschlagung der systemkritischen Proteste im Iran in den vergangenen Wochen noch gestiegen.

AfD wittert ihre Chance

Am Wochenende hatten zudem die in Hamburg mitregierenden Grünen – wie zuvor schon der Koalitionspartner SPD – auf einem Parteitag beschlossen, dass das IZH bei Verträgen mit der Stadt künftig keine Rolle mehr spielen dürfe. CDU, AfD und FDP in der Hamburgischen Bürgerschaft fordern seit Jahren wegen der Schura-Mitgliedschaft des IZH eine Aussetzung des Islam-Staatsvertrages.

Vor knapp zwei Wochen hatte sich auch der Bundestag für eine Schließung des IZH stark gemacht und die Bundesregierung aufgefordert, ein Verbotsverfahren zu prüfen.

dpa/dtj

22 November 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Information

Lässt Erdoğan seinen Innenminister fallen?

von Fremdeninfo 21 November 2022
von Fremdeninfo
 

 

Lässt Erdoğan seinen Innenminister fallen?

Von

dtj-online

–

21.11.2022

e=“Süleyman Soylu türkischer Innenminister“
Süleyman Soylu (r.) ist aktuell türkischer Innenminister. Doch mit Recep Tayyip Erdogan ist er nicht immer einer Meinung.

Eine Woche nach dem Terroranschlag auf der belebten Istanbuler Einkaufsmeile Istiklal wird ein inneres Zerwürfnis der türkischen Regierung sichtbar. Welche Rolle spielen die USA und lässt Präsident Erdoğan seinen Innenminister nun fallen?

Als Süleyman Soylu kurz nach dem Anschlag vom 13. November in einem Adhoc-Statement ungewöhnlich deutlich in Richtung USA wettert, befindet sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan auf dem Weg nach Indonesien.

Soylu hatte Kondolenzbekundungen aus Washington öffentlich abgelehnt, die USA sogar als eigentliche Quelle des Anschlags bezeichnet. In seinen Augen unterstützt Washington Terrororganisationen in Nordsyrien.

„Ich möchte noch einmal betonen, dass wir die Kondolenzen der US-Botschaft ablehnen. Ich will klipp und klar in Frage stellen, inwieweit wir mit einem Staat, der in Kobane den Terror füttert und unsere Sicherheit damit gefährdet, überhaupt verbündet sein können“, so Soylus unmissverständliche Botschaft.

Soylu wettert gegen die Amerikaner, Erdoğan lächelt mit Biden in die Kamera

Offenbar war aber der Affront mit Erdoğan nicht abgesprochen. Denn die Worte seines Innenministers ließ der türkische Präsident bei einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden in Indonesien und einem Tweet ins Leere laufen lassen. „Thank You“ hieß es darin, für die zahlreichen Kondolenzbekundungen aufgrund des Anschlags in Taksim. Gleich an dritter Stelle kommt die Fahne der USA, gefolgt von Deutschland und vielen weiteren Ländern.

Während regierungsnahe Stimmen hierin eine diplomatische Revision von Soylus Aussagen sehen, betrachten Kritiker:innen die Sache ganz anders. Demnach sei nun klar geworden, dass Erdoğan seinen oft schwer zu bändigenden Innenminister und einstigen Widersacher allmählich aufs Abstellgleis stellt.

Was wird aus Bahçeli und seiner Partei?

Andere Stimmen wie der Journalist Can Ataklı wiederum sehen in Soylu eine direkte Bedrohung für Erdoğan. Dieser wolle mit seiner harten und von Erdoğans absolutem Pragmatismus abweichenden Linie einen Cut herbeiführen, um dann die nationalistische MHP, die derzeit noch vom greisen Devlet Bahçeli geführt wird, an sich zu reißen.

Damit wolle Soylu anschließend gegen die AKP bzw. Erdoğan ins politische Schlachtfeld zu ziehen. Entsprechende Hinweise lieferten auch die unklare politische Haltung von Bahçeli. Dieser hatte zuletzt entgegen seiner jahrelangen Position einen Dialog mit der prokurdischen HDP für „möglich“ gehalten, um anschließend nach interner Kritik zurückzurudern.

Soylu nennt HDP-Abgeordnete „Terroristenpack“

Deutlich wird aber zunehmend, dass der Stresspegel von Soylu steigt. Nach seiner Verbalattacke gegen die USA rutschte der türkische Innenminister zuletzt im Parlament erneut unter die politisch-diplomatische Gürtellinie.

Am 18. November versammelten sich Abgeordnete des türkischen Parlaments parteiübergreifend in der Haushaltskommission. Wie gewohnt gab es hitzige und oft ausartende Diskussionen. Doch in einem aufgebrachten Moment bezeichnete Soylu zunächst einen HDP-Abgeordneten als „Terroristenpack“ und holte dann gegen alle HDPler noch weiter aus: „Ihr Terroristen“.

Es wird spannend zu beobachten sein, wie es zwischen dem Präsidenten und dem Innenminister bis zu den Wahlen, die im Juni 2023 stattfinden sollen, weitergehen wird

21 November 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Dersim-Massaker: Zeitzeugenberichte an Shoah-Stiftung übergeben

von Fremdeninfo 20 November 2022
von Fremdeninfo

 

Dersim-Massaker: Zeitzeugenberichte an Shoah-Stiftung übergeben

Von

dtj-online

–

19.11.2022

 

 

=“Mustafa-Kemalin-manevi-kizi-Sabiha-Gökcen-4-Mayis-1937-de-Dersimi-bombalarken“ width=“696″ height=“445″>
Sabiha Gökçen war eine der ersten türkischen Pilotinnen und die erste Kampfpilotin der Welt. Ihre ersten Einsätze flog Gökçen im Sommer 1937 und Frühjahr 1938 während der Niederschlagung des Dersim-Aufstandes. Foto: dersim-tertele.de

Rund 85 Jahre nach der Ermordung und Vertreibung Zehntausender alevitischer Kurden im Osten der Türkei sind rund 360 Zeitzeugenberichte an die Shoah-Foundation übergeben worden.

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir sprach am Donnerstagabend bei einem Festakt in Berlin von einem historischen Schritt. Es sei wichtig, dass die Menschen etwas darüber erführen, was in den Jahren 1937/38 in der ostanatolischen Region Dersim geschehen sei, genauso wie über den „Völkermord an den Armeniern oder das Pogrom von Istanbul 1955″. „Nicht, weil wir die Türkei schlechtmachen wollen, sondern weil die Türkei nur dann eine Zukunft in Europa unter den zivilisierten Nationen haben kann, wenn sie auch diese dunklen Flecken erinnert und in die Zukunft trägt“, so Özdemir.

Die türkische Regierung hatte in der Region Dersim (heute: Provinz Tunceli) 1937/38 einen Aufstand niedergeschlagen und große Teile der kurdisch-alevitischen Bevölkerung getötet oder vertrieben. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan bat 2011 öffentlich um Entschuldigung für die Gewalttaten.

Zeitzeugen und andere Dokumente

Das „Oral History Projekt Dersim“ hat seit 2009 rund 360 Interviews mit Zeitzeugen geführt. Diese Aufzeichnungen werden nun in das Archiv der Shoah-Foundation von Steven Spielberg übernommen, das nach Angaben der Stiftung inzwischen rund 55.000 Zeugnisse von Überlebenden und Zeugen von Massengewalt und Völkermord enthält.

„Von heute an werden der Schmerz und der Schrei von Dersim weltweit bekannt und hörbar sein“, sagte der Historiker und  Prof.Dr  Taner Akçam, der das Dersim-Projekt wissenschaftlich begleitet.

dpa/dtj

20 November 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Rassismus

Nach hartem „NSU 2.0“-Urteil: Bedrohte zweifeln an Einzeltäter-

von Fremdeninfo 20 November 2022
von Fremdeninfo

 

Nach hartem „NSU 2.0“-Urteil: Bedrohte zweifeln an Einzeltäter-Theorie

Von

dtj-online

–

19.11.2022

 

: Die Partei „Die Linke“ demonstriert mit einem Banner „Von Hanau, über Frankfurt, den Taunus und Wächtersbach bis Kassel – Hessliche Zustände auflösen!“ vor dem Gerichtsgebäude. Foto: Andreas Arnold/dpa

Mit Drohungen hat der Angeklagte Todesangst verbreitet. Nun spricht das Frankfurter Landgericht ein Urteil gegen den 54-Jährigen. Es stuft ihn als Einzeltäter ein. Mehrere Adressaten der Drohungen sehen das anders und fordern weitere Aufklärung.

Todesdrohungen, Gewaltfantasien und rassistische Beleidigungen: Im Prozess um die „NSU 2.0″-Schreiben ist der Angeklagte zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Das Frankfurter Landgericht sprach den 54-Jährigen am Donnerstag unter anderem wegen Volksverhetzung, Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten, Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole, Beleidigung, versuchter Nötigung und Bedrohung schuldig. Die Ankläger hatten siebeneinhalb Jahre Haft gefordert.

Der aus Berlin stammende Alexander M. hatte per E-Mail, Fax und SMS eine Serie von hasserfüllten Drohschreiben an Rechtsanwälte, Politikerinnen, Journalistinnen und Vertreter des öffentlichen Lebens gerichtet. Zu den Adressaten gehörten Satiriker Jan Böhmermann, Moderatorin Maybrit Illner und Kabarettistin Idil Baydar.

„Wir schlachten deine Tochter“: Auch deutschtürkische Rechtsanwältin bedroht

Begonnen hatte die Serie im August 2018 mit Todesdrohungen gegen die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Başay-Yıldız und ihre Familie. Die Schreiben waren mit „NSU 2.0″ unterzeichnet – in Anspielung auf die rechtsextreme Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe hatten unter diesem Namen gemordet. Die Gruppe erschoss zwischen 2000 und 2007 mindestens neun türkisch- und griechischstämmige Kleinunternehmer und eine deutsche Polizistin. Mit Sprengstoffanschlägen verletzten sie zudem Dutzende, unter anderem in der Kölner Keupstraße.

„Wir sind davon überzeugt, dass Sie die alle allein geschrieben haben“, sagte die Vorsitzende Richterin Corinna Distler mit Blick auf die Schreiben zum Angeklagten. „Die gesamte Drohserie ist wie aus einem Guss.“ Hinweise auf Mittäter hätten sich nicht ergeben. Dies gelte auch für das erste Fax an die Anwältin Başay-Yıldız. Diese habe das große Leid, das die Drohungen gegen ihre Familie verursacht hätten, vor Gericht geschildert – der Autor hatte mit dem „Schlachten“ ihrer kleinen Tochter gedroht.

Ohne Hilfe nicht möglich

Wie die Abfrage der für dieses Schreiben verwendeten Daten ablief, die nach den Ermittlungen im 1. Frankfurter Polizeirevier stattfand, habe nicht aufgeklärt werden können, sagte Distler. Bei den Ermittlungen dazu war eine rechtsextreme Chatgruppe aufgeflogen, in der sich Beamte des Reviers austauschten. Auch von Polizeicomputern in Wiesbaden und Berlin waren persönliche Daten abgerufen worden, die für Drohungen verwendet wurden. Die Staatsanwaltschaft war ebenfalls von einer Einzeltäterschaft des Angeklagten ausgegangen, der sich unter Vorspiegelung falscher Identitäten die Daten bei der Polizei erfragt habe.

An der Annahme, M. habe alleine gehandelt, hatte es von Anfang an Kritik gegeben. Die Nebenklägerinnen – die Bundestagsabgeordnete Martina Renner (Linke) und Başay-Yıldız – forderten nach dem Urteil weitere Aufklärung. Es sei unklar, wie ihre gesperrte Adresse zu dem Täter gelangt sei, die er nicht einfach durch eine telefonische Abfrage habe erlangen können, sagte Başay-Yıldız. Dies müsse mit Nachdruck weiter verfolgt werden. Die Indizien deuteten auf einen Beamten des 1. Frankfurter Polizeireviers hin. „Einen Makel hat das Urteil dabei nicht ausgeräumt: Wie M. im Einzelnen an die Adressdaten aus Polizeicomputern kam, blieb vor Gericht offen. War der Berliner doch kein Einzeltäter? Hatte er Helfer bei der Polizei? Die Aufklärung muss weitergehen“, schrieb auch die Badische Zeitung.

„Wunschdenken und Realitätsverweigerung“

Bis heute wisse sie nicht, von wem eine Gefahr drohe. Das Gericht habe auf ein weiteres Verfahren gegen Frankfurter Polizisten wegen Volksverhetzung verwiesen, hier müsse weitere Aufklärung betrieben werden. Die ebenfalls von Drohschreiben betroffene Linken-Vorsitzende Janine Wissler sagte, es sei Wunschdenken und Realitätsverweigerung zu sagen, es gebe keine rechten Netzwerke in der Polizei.

Der Angeklagte nahm das Urteil gefasst auf, vermied während der Urteilsbegründung aber demonstrativ den Blickkontakt mit der Vorsitzenden Richterin. M. erklärte am Donnerstag nochmals, er sei Mitglied einer Chatgruppe im Darknet gewesen, deshalb seien auf seinem Computer Teile der Drohschreiben gefunden worden. Für die Mitgliedschaft in der Gruppe entschuldigte er sich. Er warf der Staatsanwaltschaft Lügen und Manipulationen vor.

Vertrauen in die Polizei schwindet

Internetrecherchen und sprachwissenschaftliche Analysen hatten zur Festnahme des Berliners geführt, seit Mai 2021 sitzt er in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft erklärte, prüfen zu wollen, ob Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt würden.

Wie stark die Empfängerinnen und Empfänger unter den Drohungen litten, war auch bei weiteren Zeugenaussagen in dem Verfahren deutlich geworden. Vertrauen in die Polizei zu haben, falle ihr zunehmend schwer, hatte zudem die Kabarettistin Baydar („Jilet Ayşe“) berichtet. Auch ihre Daten waren von einem Polizeirechner abgefragt worden. Als Konsequenz aus den Schreiben hat unter anderem die Polizei in Hessen die Abfrage von persönlichen Daten enorm erschwert.

dpa/dtj

20 November 2022 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Neuere Beiträge
Ältere Beiträge

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Trotz heftiger Kritik haben Bundestag und Bundesrat das Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung verabschiedet. Die erste größere Reform der schwarz-roten Koalition ist damit beschlossen

    22 Juli 2026
  • 10 Jahre nach dem rassistischen Anschlag von München: Rechte Gewalt bleibt Alltag in Deutschland

    22 Juli 2026
  • Jugendamt und Migrantenfamilien

    22 Juli 2026
  • Mehrheit der Rentnerinnen erhält gesetzliche Altersbezüge unter Armutsgefährdungsgrenze

    22 Juli 2026
  • DIE BEFREIUNG DER ARMEN WERKTÄTIGEN VÖLKER LIEGT NICHT MEHR IN EINER NATIONALEN REVOLUTION ODER IN DER GRÜNDUNG EINES NATIONALSTAATES

    21 Juli 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

28 April 2026

Neueste Artikel

Facettenreiche und multikulturelle Veranstaltung in Düsseldorf
23 November 2025
Ayşe Kulin stellte auf Einladung des Vereins „Gesellschaft für soziale Kunst und Bildung e.V.“ ihr neues Buch vor.
23 November 2025
DIE CHP KANN NICHT MIT BESTECHUNG UND KORRUPTION IN VERBINDUNG GEBRACHT WERDEN“
23 November 2025

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung