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Flüchtlinge

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Religion

„Wir lassen uns als Land nicht spalten!“ – Scholz ruft zu Zusammenhalt auf

von Fremdeninfo 11 März 2024
von Fremdeninfo

„Wir lassen uns als Land nicht spalten!“ – Scholz ruft zu Zusammenhalt auf

Von: Welt

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat anlässlich des Beginns des muslimischen Fastenmonats Ramadan an diesem Sonntagabend zu gegenseitiger Toleranz und Weltoffenheit aufgerufen. „Wir stehen zusammen für unser weltoffenes, tolerantes und demokratisches Land“, sagte Scholz in seiner Video-Botschaft.

                                             

 

                                              Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) dpa/Sina Schuldt © Bereitgestellt von WELT
 

Er sei in Gedanken auch bei den Musliminnen und Muslimen in Deutschland, die sich Sorgen darum machen, erklärte Kanzler Olaf Scholz. „Nach den Berichten über rassistische Deportations-Pläne Rechtsextremer höre ich auch immer wieder besorgte Fragen nach der Zukunft“, sagte er. „Ich finde, unsere Antwort darauf muss ganz klar sein: Wir lassen uns als Land nicht spalten!“

„Selbstverständlich gehören Bürgerinnen und Bürger mit und ohne Migrationsgeschichte zu Deutschland“, betonte Scholz laut Redetext. „Musliminnen und Muslime gehören zu Deutschland, genauso wie Jüdinnen und Juden, wie Christinnen und Christen und wie die Anhängerinnen und Anhänger anderer Religionen und Weltanschauungen.“

Beim abendlichen Fastenbrechen öffneten viele Musliminnen und Muslime ihre Wohnungen für Gäste, sagte der Kanzler. „Ich finde, das ist eine schöne Geste für ein friedliches Miteinander und für Zusammenhalt.“ Nach dem Beginn am Sonntagabend endet der Ramadan in diesem Jahr am 9. April.

Der Ramadan sei zugleich eine Zeit, in der man an diejenigen denke, die Not leiden, die Krieg und Gewalt erleben. Viele hätten Freunde und Familienangehörige im Nahen Osten, um die sie sich sorgten. „Ich möchte, dass sie wissen: Sie sind mit Ihrem Mitgefühl nicht allein“, betonte Scholz.

„Auch in Deutschland nehmen viele großen Anteil – am Leid der ermordeten und verschleppten Israelis und am Schicksal der unschuldig Getöteten, der Verwundeten und der Leidenden in Gaza.“ Israel habe das Recht, sich gegen den Terror der Hamas zu verteidigen. Aber es sei auch klar, dass Israel sich an die Regeln des Völkerrechts halten und die Zivilbevölkerung schonen müsse. Auch müsse viel mehr Hilfe in den Gaza-Streifen gelangen.

Scholz rief dazu auf, sich nicht von hasserfüllten und spalterischen Kommentare beirren zu lassen. „Nicht die organisierten Hassprediger in den Echokammern der sozialen Netzwerke sind die Mehrheit in unserem Land“, sagte er. „Sondern die Millionen von Bürgerinnen und Bürgern – alt und jung, Großstädter und Dorfbewohner, Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte – die seit Wochen für Respekt und für Zusammenhalt nicht nur auf die Straße gehen.“

 

 

 

 

 

 

 

 

11 März 2024 0 Kommentare
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Politik

Erdogan geht: Wird der „Herr der Drohnen“ sein Nachfolger?

von Fremdeninfo 11 März 2024
von Fremdeninfo

Erdogan geht: Wird der „Herr der Drohnen“ sein Nachfolger?

                                                   Geschichte von Gerd Höhler
                                              

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan (Mitte) mit Selcuk Bayraktar (rechts) bei der Vorstellung einer Kampfdrohne. Bayraktar könnte der Nachfolger seines Schwiegervaters werden. © picture alliance / AA | TUR Presidency/Murat Cetinmuhurdar

Seit 22 Jahren bestimmt er die Geschicke der Türkei, zuerst als Premierminister und seit 2014 als Staatspräsident. Jetzt denkt Recep Tayyip Erdogan offenbar über einen Abschied vom höchsten Staatsamt nach. Bei einer Kundgebung zur Kommunalwahl am 31. März sagte Erdogan am Wochenende in Istanbul, dies sei sein „letzter Wahlkampf“. Die Kommunalwahl sei der „Übergang des Vertrauens an meine Brüder, die nach mir kommen“. Erdogan wurde kürzlich 70. Schon vor der Präsidentenwahl im vergangenen Jahr hatte er angekündigt, er trete zum letzten Mal an und werde „die heilige Fahne an die Jugend weitergeben“.

Mehr zur Türkei: Warum immer mehr Türken von Erdogan die Nase voll haben

Das war insofern keine Überraschung, weil Erdogan nach der Verfassung gar nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren kann. Politische Beobachter in Ankara bleiben dennoch skeptisch, ob er sich wirklich zurückziehen will.

Recep Tayyip Erdogan: Vom Reformer zum Autokrat

Seit dem Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk, der das Land von 1923 bis 1938 geführt hatte, hat kein Politiker die moderne Türkei so geprägt wie Erdogan. Er hinterlässt allerdings ein widersprüchliches Erbe. In seinen ersten Jahren als Premierminister ebnete Erdogan mit innenpolitischen Reformen und der Entmachtung der Militärs den Weg zu Beitrittsverhandlungen mit der EU. Sie wurden 2005 aufgenommen, kamen aber schnell wieder zum Stillstand. Denn der einstige Reformer Erdogan legte immer autoritärere Züge an den Tag.

Er schränkte demokratische Rechte ein, drangsalierte die Medien und gängelte die Justiz. Vor allem seit den landesweiten Massenprotesten im Frühjahr 2013 verfolgte Erdogan seine Kritiker unnachsichtig. Nach dem Putschversuch vom Juli 2016 wurden über 100.000 als illoyal geltende Staatsbedienstete entlassen, Zehntausende Regierungskritiker landeten hinter Gittern. Mit der Verfassungsreform von 2018 verschaffte sich Erdogan eine Machtfülle, wie sie kein anderer westlicher Staats- oder Regierungschef besitzt.

Auch wirtschaftlich ist die Bilanz der Ära Erdogan durchwachsen: In seinen ersten zehn Regierungsjahren verdreifachte sich das Pro-Kopf-Einkommen, die Türkei stieg in den Klub der G-20 auf, der 20 größten Wirtschaftsnationen. Aber seit Erdogan in den 2020er Jahren immer mehr Einfluss auf die Geldpolitik nahm, geriet das Land in eine schwere Währungskrise. Investoren zogen sich zurück.

Einen möglichen Nachfolger hat Erdogan demonstrativ kaltgestellt

Mit der zunehmenden Islamisierung von Staat und Gesellschaft und der Demontage demokratischer Grundrechte entfernte Erdogan sein Land in den vergangenen Jahren vom Westen. Er provozierte die Nato-Partner, weil die Türkei als einziges Land der Allianz die Sanktionen gegen Russland nicht mitträgt und die Aufnahme Schwedens in das Bündnis über ein Jahr lang blockierte.

Erdogan unterstützt die islamistische Terrororganisation Hamas als „Befreiungsbewegung“. Aber trotz wachsender Distanz zum Westen ist die geostrategische Bedeutung der Türkei für die USA und Europa vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und des wachsenden Migrationsdrucks in den vergangenen Jahren eher gewachsen. Das weiß Erdogan, und er nutzt es aus, etwa beim Poker um die Lieferung von US-Kampfflugzeugen.jt

Auch interessant: Erdogan-Partei in Deutschland: Detail ist besonders heikel

Erdogan herrscht wie ein Autokrat. Auch die Entscheidung, wer ihm nachfolgt, wird er nicht seiner Partei überlassen, sondern selbst treffen. Einen möglichen Nachfolger hat Erdogan nach seiner Wiederwahl im vergangenen Jahr demonstrativ kaltgestellt: Innenminister Süleyman Soylu, ein rechtsextremer Hardliner, der Interesse am Parteivorsitz und der Präsidentschaft erkennen ließ, musste das Kabinett verlassen. Soylu hatte in den vergangenen Jahren alle Schaltstellen im türkischen Sicherheitsapparat mit treuen Gefolgsleuten besetzt. Der in die Emirate geflohene Mafiaboss Sedat Peker enthüllte auf YouTube angebliche Verbindungen des Innenministers zum organisierten Verbrechen. Soylu war damit Erdogan offenbar zu mächtig geworden. Seine Ambitionen auf die Erdogan-Nachfolge waren aber wohl ohnehin eine Illusion. Denn eines gilt als sicher: Die Macht muss in der Familie bleiben.

Der „Herr der Drohnen“ zeigt Interesse an einem Wechsel in die Politik

Ende 2013 nahm die türkische Justiz im Zug von Korruptionsermittlungen nicht nur mehrere Minister ins Visier, sondern auch die Familie Erdogan. Die Ermittlungen wurden schnell niedergeschlagen, die beteiligten Beamte versetzt oder entlassen. Aber seither kommen immer wieder Vorwürfe über finanzielle Unregelmäßigkeiten hoch. So behauptet der nach Griechenland geflohene ehemalige Erdogan-Vertraute Ali Yesildag, 2007 habe der damalige Premier bei der Privatisierung des Flughafens von Antalya eine Milliarde Dollar als „Provision“ abgesahnt. Erdogan muss fürchten, dass solchen Anschuldigungen nachgegangen wird, wenn er seine strafrechtliche Immunität als Präsident verliert. Das macht es für ihn so wichtig, wer sein Nachfolger wird.

Lange galt Schwiegersohn Berat Albayrak als Kronprinz. Er ist mit Erdogans Tochter Esra verheiratet. Erdogan berief ihn 2018 zum Finanzminister. Aber Albayrak scheiterte in dem Amt kläglich und trat nach zwei Jahren „aus Gesundheitsgründen“ zurück.

Jetzt kommt ein weiterer Erdogan-Schwiegersohn als möglicher Nachfolger ins Spiel: Selcuk Bayraktar, Vorsitzender und Cheftechniker des Rüstungsunternehmens Baykar, das sich weltweit mit der Herstellung von Kampfdrohnen einen Namen gemacht hat. Der 44-jährige, in den USA ausgebildete Ingenieur, verheiratet mit der Erdogan-Tochter Sümeyye, personifiziert für viele Menschen den Aufstieg der Türkei zu einer Hightech-Nation. Er ist populär. Rund drei Millionen Menschen folgen ihm auf X, vormals Twitter. Bayraktar hat auch den richtigen islamischen Stallgeruch: Sein Vater war ein Vertrauter des Islamistenführers und Erdogan-Mentors Necmettin Erbakan.

Der „Herr der Drohnen“, wie ihn Medien nennen, zeigt bereits Interesse an einem Wechsel in die Politik: „Wenn es nötig ist, werde ich mich nicht drücken“, sagte er in einem Interview. Jetzt hängt alles davon ab, ob der Ruf des Schwiegervaters an ihn ergeht. Aber bis 2028 kann noch viel passieren. Vielleicht kommt Erdogan bis dahin zu der Ansicht, dass sein Land ihn länger braucht. Wenn er die Verfassung ändert oder ignoriert, könnte er für eine weitere Amtszeit kandidieren

11 März 2024 0 Kommentare
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Religion

Ramadan: 10 Dinge, die Sie über den islamischen Fastenmonat wissen sollten

von Fremdeninfo 11 März 2024
von Fremdeninfo

Ramadan: 10 Dinge, die Sie über den islamischen Fastenmonat wissen sollten

Geschichte von Janne Ahrenhold
                                      
Das Fasten im Ramadan beginnt täglich mit der Morgendämmerung, also lange vor Sonnenaufgang und es endet direkt nach Sonnenuntergang 
fast wie Intervallfasten. © dpa

Es ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders, der in diesen Tagen anbricht. Mit ihm beginnt für Millionen von Musliminnen und Muslimen weltweit der alljährliche heilige Fastenmonat, Ramadan genannt. Auch zahlreiche gläubige Kölnerinnen und Kölner verzichten ab Montagmorgen für rund einen Monat auf Nahrung und Flüssigkeiten, zumindest tagsüber. Was viele nicht wissen: Rauchen und Sex sind in dieser Zeit ebenfalls tabu. 

Doch was steht eigentlich hinter dem Ramadan, wie können nichtmuslimische Menschen Fastenden begegnen und ist die Zeit des Verzichts wirklich so schlimm, wie Laien sie sich vorstellen? Über die zehn wichtigsten Fragen klären uns Alihan Güneş vom Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) in Köln und der Bonner Religionspädagoge Bernd Ridwan Bauknecht auf.

1. Was ist der Ursprung des Ramadan und warum wird in dieser Zeit gefastet?

Der Ramadan ist nicht nur der neunte Monat im islamischen Mondkalender, sondern hat für Gläubige eine besondere Bedeutung: Er erinnert an die Offenbarung des Korans an den Propheten Muhammad und steht für eine Zeit der Reflexion, Versöhnung und Solidarität. 

Als eine der fünf Grundsäulen des Islam gehört das Fasten im Ramadan zu den Hauptpflichten von Musliminnen und Muslimen, genauso wie etwa Beten oder die Pilgerfahrt nach Mekka. Durch Selbstbeherrschung und Verzicht sollen sich Fastende auf das Wesentliche konzentrieren, zur Besinnung kommen sowie Körper und Seele reinigen. Außerdem gehören in diesem Monat intensives Beten, das Lesen des Korans und die Teilnahme an religiösen Predigten zum Alltag der Gläubigen dazu. 

2. Warum findet Ramadan jährlich zu einem anderen Zeitpunkt statt?

Ramadan richtet sich nach dem islamischen Mondkalender, der sich, wie es der Name schon sagt, an den Mondphasen orientiert. Dadurch haben die Monate jeweils nur 29 oder 30 Tage, aufs Jahr hochgerechnet sind das 354 Tage. Aus diesem Grund wandert der Ramadan jedes Jahr elf (oder zehn) Tage im Kalenderjahr nach vorne und beginnt mit dem Erscheinen der Mondsichel im neunten Monat des Mondkalenders, in diesem Jahr also in der Nacht vom 10. auf den 11. März. 

3. Welche Regeln müssen Gläubige im Fastenmonat beachten?

Der Ablauf wird aus den religiösen Quellen, dem Koran und den Hadithen, den Überlieferungen der Gefährten des Propheten Muhammad, abgeleitet. Das Fasten beginnt täglich mit der Morgendämmerung, also lange vor Sonnenaufgang und es endet direkt nach Sonnenuntergang – fast wie Intervallfasten. Um die Zeiten auch wirklich einzuhalten, helfen minutengenaue Pläne im Internet, die auf den jeweiligen Ort angepasst sind. Am Montag, 11. März, beginnt das Fasten in Köln demnach um 5.05 Uhr morgens und endet abends um 18.30 Uhr.  

4. Was hat es mit den Begriffen „Iftar“ und „Sahur“ auf sich?

Unter „Iftar“ wird das möglichst gemeinschaftliche Fastenbrechen – zum Beispiel im Kreise der Familie, mit Bekannten oder auch in der Gemeinde in Moscheen – nach Sonnenuntergang verstanden. Nach der langen Durst- und Hungerstrecke starten die Gläubigen meist mit etwas Leichtem: klassischerweise Datteln, aber auch Brot, Wasser oder Milch. Danach gibt es eine richtige Mahlzeit. Überfressen sollte man sich trotzdem nicht. „Das Fasten wird dadurch am nächsten Tag nur erschwert“, sagt Bernd Ridwan Bauknecht. 

Am nächsten Morgen stehen viele dann schon vor der Morgendämmerung auf, um noch eine Kleinigkeit, „Sahur“ genannt, vor Sonnenaufgang zu sich zu nehmen, bevor der nächste Fastentag anbricht. 

5. Wie wirkt sich das strenge Fasten auf die Gläubigen aus?

„Grundlegend und existentiell“, sagt Bauknecht. Zu Beginn der Fastenzeit wirbele einen der Verzicht ordentlich durcheinander, bis man sich nach wenigen Tagen an den neuen Modus des Alltags gewöhnt. „Oft fühlt man sich lebendiger und ist in vielen Phasen konzentrierter“, so Bauknecht.  

6. Wer ist vom Fasten ausgenommen?

Gesundheit geht immer vor, lautet hier das Credo. Kranke, schwangere und stillende Frauen sowie Ältere müssen nicht fasten, genauso wenig wie Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. „Gott will, dass ihr Erleichterung habt, und will nicht, dass ihr Härte erleidet“, heißt es in der zweiten Sure (Kapitel) des Korans, in der das Fastengebot thematisiert wird. Allerdings können die versäumten Fastentage nachgeholt werden, wenn es einem wieder besser geht.

Auch Kinder müssen nicht fasten, viele beginnen damit ab der Pubertät. Doch die Jüngeren eifern ihren Eltern gerne nach, sagt Bauknecht. „Nach 20 Jahren Erfahrung als Lehrer für islamischen Religionsunterricht kann ich aber sagen, dass Eltern damit verantwortungsbewusst umgehen.“ Es gebe dann abgespeckte Versionen, bei denen Kinder nur für eine bestimmte Zeit fasten, zum Beispiel bis zum Mittagessen oder an einzelnen Daten, wenn die Tage nicht zu lang sind. 

7. Was sind die gängigsten Grußworte während des Ramadan?

6. Wer ist vom Fasten ausgenommen?

Gesundheit geht immer vor, lautet hier das Credo. Kranke, schwangere und stillende Frauen sowie Ältere müssen nicht fasten, genauso wenig wie Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. „Gott will, dass ihr Erleichterung habt, und will nicht, dass ihr Härte erleidet“, heißt es in der zweiten Sure (Kapitel) des Korans, in der das Fastengebot thematisiert wird. Allerdings können die versäumten Fastentage nachgeholt werden, wenn es einem wieder besser geht.

Auch Kinder müssen nicht fasten, viele beginnen damit ab der Pubertät. Doch die Jüngeren eifern ihren Eltern gerne nach, sagt Bauknecht. „Nach 20 Jahren Erfahrung als Lehrer für islamischen Religionsunterricht kann ich aber sagen, dass Eltern damit verantwortungsbewusst umgehen.“ Es gebe dann abgespeckte Versionen, bei denen Kinder nur für eine bestimmte Zeit fasten, zum Beispiel bis zum Mittagessen oder an einzelnen Daten, wenn die Tage nicht zu lang sind. 

7. Was sind die gängigsten Grußworte während des Ramadan?

Am Anfang des Ramadan sagen viele nach der Begrüßung „Ramadan karim“, was mit „gesegneter“ oder „froher“ Ramadan übersetzt werden kann.

8. Wie können Nichtmusliminnen und Nichtmuslime Fastende während des Ramadan unterstützen?

„Sich darauf einlassen. Unvoreingenommenes Interesse und weniger Vorbehalte äußern“, empfiehlt Bauknecht. Das sagt auch Alihan Güneş: „Das Anerkennen, dass ein Muslim seine religiösen Verpflichtungen erfüllt, kann bereits eine Form der Unterstützung sein.“

Im Modus des Fastens seien viele ganz bei sich, Heißhungerattacken seien selten. Die meisten Musliminnen und Muslime störe es daher nicht, wenn andere in ihrer Nähe essen und trinken. „Es wäre auch vermessen, so etwas einzufordern“, sagt Bauknecht.

„Sich darauf einlassen. Unvoreingenommenes Interesse und weniger Vorbehalte äußern.“

Bernd Ridwan Bauknecht, Publizist und Dozent im Bereich Islam und Religionspädagogik

Entgegenkommen könne man Fastenden aber trotzdem, ob am Arbeitsplatz oder in der Schule. Zum Beispiel, indem bei Schichtarbeit die Arbeit während der nächtlichen Stunden für ein kurzes Fastenbrechen unterbrochen werden darf. Oder im Sportunterricht: Unterstützen können Lehrende ihre Schülerinnen und Schülern schon dann, wenn sie in dieser Zeit nicht die härtesten Übungen des Schuljahrs einfordern oder aber kleine Pausen erlauben, eine kurze Auszeit auf der Bank zum Beispiel.  

9. Können nichtmuslimische Menschen an Veranstaltungen im Ramadan teilnehmen?

„Klar“, sagt Bauknecht. „Muslime freuen sich, wenn Nichtmuslime teilnehmen.“ Vor genau diesem Hintergrund werden auch öffentliche Iftar-Veranstaltungen organisiert, an der alle teilnehmen können.

10. Wie endet der Ramadan?

Nach dem Ramadan kehren Gläubige nicht direkt in den Alltag zurück – erst wird gefeiert. Das dreitägige Fest des Fastenbrechens, auch „Eid-al-Fitr“ genannt und im Volksmund manchmal unter „Zuckerfest“ bekannt, beginnt im neu angebrochenen Monat, in der Regel nach Sonnenaufgang, mit einem gemeinsamen Festgebet in den Moscheen oder im Freien. Danach gibt es Gratulationen sowie gegenseitige Besuche. Und natürlich darf das aufwendig vorbereitete Festtagesessen nicht fehlen.  

11 März 2024 0 Kommentare
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Religion

Zuckerfest im Islam: So könnt ihr gemeinsam mit euren muslimischen Freunden feiern

von Fremdeninfo 8 März 2024
von Fremdeninfo

Zuckerfest im Islam: So könnt ihr gemeinsam mit euren muslimischen Freunden feiern

                                                                       Geschichte von Andrea Zschocher
                      
                                     
                                              Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Plus/Drazen Zigic) © Familie
 
Das Zuckerfest gehört zu den wichtigsten Festen im Islam. Gläubige Muslimas und Muslime zelebrieren damit das Ende des Ramadan. Das Fastenbrechen wird gefeiert, Ramadan hiermit offiziell beendet. Das Zuckerfest ist aber auch ein Anlass Allah zu danken und um Vergebung für Fehler zu bitten.

Wann ist das Zuckerfest 2024?

Der Fastenmonat Ramadan startete 2024 am 10. März und endet am 09. April mit dem Zuckerfest. Sowohl Ramadan als auch das Zuckerfest haben aber variable Termine, weil sie nach dem islamischen Mondkalender gefeiert werden. Das Zuckerfest findet immer im neunten Monat des Kalenders statt. Das Fest selbst dauert immer drei Tage.

Was ist das Zuckerfest im Islam?

Für Muslimas und Muslime hat das Zuckerfest eine sehr große Bedeutung. Es ist eines der wichtigsten Feste überhaupt. Denn mit dem Fest wird das Ende des Fastenmonats Ramadan gefeiert. Die Gläubigen können nun wieder ganz normal essen und trinken. Es werden zur Feier jede Menge leckerer Speisen vorbereitet, natürlich auch Süßes. Und dieser Zucker gibt dem Fest seinen deutschen Namen. Das Fest des Fastenbrechens ist auch als Eid al-Fitr bekannt.

Wer feiert das Zuckerfest?

Alle gläubigen Muslimas und Muslime feiern das Fastenbrechen. Auch diejenigen, die aus verschiedenen Gründen nicht gefastet haben, feiern mit ihren Familien, Freund*innen und Bekannten. Auch wenn ihr selbst nicht gläubig seid, dürft ihr, auf Einladung, an den Feierlichkeiten teilnehmen.

So viel Freude

Ich habe schon ofter das Zuckerfest gefeiert und mag das gemeinsame Zusammensein sehr. Beim ersten Besuch bei Nachbar*innen war ich etwas zurückhaltend und hatte Sorge, ich könnte irgendetwas falsch machen. Dabei gibt es eigentlich nur wenig, was man falsch machen kann: Nicht mitmachen, nicht gratulieren und sich Neuem verschließen.

Aber wie so oft waren meine Kinder die Eisbrecher. Sie haben sich einfach dazu gesetzt, mehr Süßigkeiten gegessen als ich vermutlich je erlaubt hätte und mehr Süßkram zugesteckt bekommen, als wir für die Gastgeber*innen mitgebracht hatten. Es war laut und schön und ich freue mich jedes Jahr wieder darüber, dass wir dabei sein dürfen.

Wie feiert man das Zuckerfest?

Das Zuckerfest zieht sich über mehrere Tage hin. Am Morgen des ersten Tages ziehen Muslimas und Muslime festliche Kleidung an und treffen sich zum gemeinsamen Gebet in der Moschee. Nach dem Gebet wird „Zakat“, eine Spende entrichtet, mit der oft die Mitglieder in der Gemeinde unterstützt werden.

Dann treffen sich Familien und /oder Freund*innen zum gemeinsamen Festessen. Hier sind oft auch Nachbar*innen oder Bekannte eingeladen, die nicht gläubig sind. Wer immer möchte und eingeladen ist, darf beim Zuckerfest dabei sein, der Glaube ist dabei nicht relevant. Es werden, ähnlich wie zu Weihnachten, kleine Geschenke, Süßigkeiten oder Geld verschenkt. Wenn ihr also wisst, dass eure Nachbar*innen oder Freund*innen das Fastenbrechen feiern, dann ist es schön, wenn ihr eine Kleinigkeit für die Kinder der Familie besorgt. Habt ihr eine arabische Bäckerei in der Nähe, könnt ihr aber auch etwas Süßes für alle mitbringen, denn natürlich naschen auch die Erwachsenen gern.

Geschenke für das Zuckerfest

Die Geschenke zum Fastenbrechen werden vor allem Kindern überreicht. Eine echte Grenzen gibt es dabei nicht, ähnlich wie bei vielen Familien an Weihnachten. Die Erwachsene untereinander schenken sich aber oft nichts. Wenn ihr eingeladen seid und etwas mitbringen wollt, könnt ihr mit Süßigkeiten nichts falsch machen.

Welche Glückwünsche passen zum Zuckerfest im Islam?

Eure muslimischen Freund*innen und Kolleg*innen freuen sich bestimmt, wenn ihr ihnen einfach ein frohes Zuckerfest wünscht.

・Wollt ihr auf arabisch grüßen, könnt ihr mit dem traditionellen Gruß „Eid Mubarak“ eigentlich nichts falsch machen.

・Möchtet ihr Glückwünsche auf türkisch übermitteln, sagt ihr „Bayram mübarek olsun“ was mit „Frohes, gesegnetes Fest“ übersetzt werden kann.

・Weitere, eher förmliche Grußformeln wären: „Assalamu alaikum wa rahmatullahi wa barakatuh.“ oder „Ramazan bayraminiz mübarek olsun.„

Vorbereitung aufs Zuckerfest

Seid ihr zum Zuckerfest eingeladen, müsst ihr euch im Prinzip überhaupt nicht vorbereiten. Seid offen, fragt nach, wenn ihr etwas nicht wisst und lasst euch auf die Feierlichkeiten einfach ein. Wünscht euren Gastgeber*innen ein frohes Zuckerfest, probiert auch mal Speisen die ihr noch nie ausprobiert habt und lernt eure Nachbar*innen, Freund*innen oder Bekannte etwas besser kennen. Und, wenn ihr gemeinsam mit euren Kindern feiert, lasst sie an dem Tag vielleicht etwas mehr Zucker essen als sonst. Es ist schließlich Zuckerfest.

Geschenke spielen beim Zuckerfest vor allem für Kinder eine Rolle. Hier bekommt ihr Tipps, wenn ihr Lego-Sets verschenken möchtet:

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                                            Zuckerfest im Islam: So könnt ihr gemeinsam mit euren muslimischen Freunden feiern © Familie
 
 
 
 
 
 
 
 
8 März 2024 0 Kommentare
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Politik

Europarat: „Feindseliges Umfeld“ für Meinungsfreiheit in der Türkei

von Fremdeninfo 7 März 2024
von Fremdeninfo

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Europarat: „Feindseliges Umfeld“ für Meinungsfreiheit in der Türkei

von dpa
 
 
 

Europarat: „Feindseliges Umfeld“ für Meinungsfreiheit in der Türkei

 
 
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25.11.2023, Türkei, Istanbul: Menschen skandieren Slogans, während sie an einer Kundgebung anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen teilnehmen. Foto: Emrah Gürel/AP/dpa

Der Europarat äußert erneut scharfe Kritik am Schutz der Menschenrechte in der Türkei – und beklagt gravierende Folgen. Die EU-Menschenrechtskommissarin spricht von einem „äußerst feindseligen Umfeld, das von systematischem Druck und rechtlichen Schritten gegen sie geprägt ist“.

Der Europarat sieht eine deutliche Verschlechterung für die Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei. Journalisten, Menschenrechtsverteidiger und die Zivilgesellschaft agierten in einem „äußerst feindseligen Umfeld, das von systematischem Druck und rechtlichen Schritten gegen sie geprägt ist“, sagte die Menschenrechtskommissarin des Europarates, Dunja Mijatovic, am Dienstag in Straßburg. Die Verschlechterung des Rechts auf freie Meinungsäußerung habe ein neues, sehr besorgniserregendes Niveau erreicht.

Der Europarat wurde 1949 zum Schutz von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaat in Europa gegründet. Er ist von der Europäischen Union unabhängig. Ihm gehören 46 europäische Staaten an. Die Organisation hatte die Menschenrechtslage in der Türkei in der Vergangenheit wiederholt kritisiert. Die türkische Regierung setzt etwa Urteile des zum Europarat gehörenden Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) nicht um.

Selbstzensur von Journalisten und Medien

Es gebe kontinuierlichen Druck, um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen und sie daran zu hindern, über anhaltende Menschenrechtsverletzungen zu berichten, hieß es nun vom Europarat. Der Schaden hinterlasse immer tiefere Spuren und führe zur Selbstzensur von Journalisten und Medien.

 

Das Recht auf friedliche Versammlungsfreiheit werde durch systematische Verbote, exzessive Gewaltanwendung der Polizei und Massenverhaftungen ernsthaft untergraben. Besonders bedauerlich sei, dass der Marsch zum Internationalen Frauentag in Istanbul seit acht Jahren verboten sei, hieß es.

dpa/dtj

7 März 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Migration: Zahl der Asylbewerber zu Jahresstart deutlich gesunken

von Fremdeninfo 7 März 2024
von Fremdeninfo

                                Migration: Zahl der Asylbewerber zu Jahresstart deutlich gesunken

                                                                       Handelsblatt

                                                               

ARCHIV – 24.08.2023, Berlin: Ein Mann geht vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge vorbei. ( data-portal-copyright= © Bereitgestellt von Handelsblatt

 

 

Im Januar und Februar beantragten nur noch rund 47.000 Menschen Schutz in Deutschland. Besonders Anträge von Türkinnen und Türken lehnen die Behörden ab.

Die Zahl neuer Asylanträge in Deutschland ist im Februar deutlich zurückgegangen. Mit 19.494 Erstanträgen habe die Zahl um 18,9 Prozent unter der des Februars 2023 gelegen und um 26,1 Prozent niedriger als im Januar, teilte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge am Donnerstag in Nürnberg mit.

Im Januar und Februar 2023 hatten zusammen 54.333 Menschen in Deutschland einen Erstantrag auf Asyl gestellt. Im Januar und Februar dieses Jahres waren es 47.090 und damit 7243 weniger als im Vorjahr, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Statistik des Bundesamtes weiter hervorgeht. Die Februar-Zahl an Erstanträgen ist die niedrigste in einem Monat seit September 2022.

Etwa drei Fünftel der im Jahr 2024 gestellten Asylanträge entfielen auf die drei Hauptherkunftsländer Syrien, Afghanistan und die Türkei. Allein aus Syrien kamen 14.024 Erstantragsteller, ein Minus von 12,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Erstanträge von Menschen aus Afghanistan gingen in den ersten beide Monaten des Jahres sogar um 38,9 Prozent zurück von 10.924 auf 6679.

Gestiegen sind dagegen die Anträge von Menschen aus der Türkei – sie gingen von 6809 im Vorjahr auf 7649 und damit um 12,3 Prozent nach oben. Im bisherigen Jahr 2024 waren den Angaben des Bundesamtes zufolge 2786 der Erstantragstellenden (5,9 Prozent) in Deutschland geborene Kinder im Alter von weniger als einem Jahr.

In den ersten beiden Monaten des Jahres wurde nach Angaben des Bundesamtes darüber hinaus über 54.705 Erstanträge entschieden. 86,5 Prozent der Anträge aus Syrien wurden positiv beschieden – das heißt, es wurde ein Schutzstatus gewährt. Bei den Antragstellern aus Afghanistan lag diese Quote bei 67,1 Prozent. Das Gros der Anträge aus der Türkei wurde abgelehnt, nur 7,8 Prozent erhielten einen Schutzstatus. Insgesamt lag die Schutzquote über alle Herkunftsländer bei 45 Prozent, mehr als die Hälfte der Asylbewerber wird also abgelehnt.

7 März 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Flüchtlingspolitik: Länder setzen Kanzleramt eine Frist für Prüfung der Drittstaaten-Lösung

von Fremdeninfo 7 März 2024
von Fremdeninfo

Flüchtlingspolitik: Länder setzen Kanzleramt eine Frist für Prüfung der Drittstaaten-Lösung

Bei den Beratungen mit dem Kanzler machen die Länderchefs bei einem heiklen Thema Druck: Sie fordern Olaf Scholz auf, bis Juni Ergebnisse zur Prüfung der sogenannten Drittstaatenlösung vorlegen.

                                   

Flüchtlingspolitik: Länder setzen Kanzleramt eine Frist für Prüfung der Drittstaaten-Lösung © Michael Kappeler / dpa

Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder zeigen sich bei einem umstrittenen Thema parteiübergreifend einig: Nach SPIEGEL-Informationen fordern sie Olaf Scholz bei ihrem Treffen mit dem Kanzler auf, bis zur nächsten geplanten gemeinsamen Runde am 20. Juni Ergebnisse zur Prüfung der sogenannten Drittstaatenlösung vorzulegen.

 Das geht aus dem aktuellen Entwurf für die Beschlussvorlage zu den Gesprächen hervor, die derzeit in der hessischen Landesvertretung in Berlin laufen. Es liegt dem SPIEGEL vor. Das Kanzleramt hat dem Vernehmen nach eine sehr viel offenere Zeitschiene angeboten – dabei war von einer Prüfung bis Sommer 2024 die Rede. Diese Formulierung war den Ländern offenkundig zu dehnbar.

Kritik der unionsgeführten Länder an Scholz

Es geht um die Frage, ob man den Schutzstatus von Geflüchteten künftig auch in Transit- oder Drittstaaten außerhalb der Europäischen Union vornehmen kann. Die Idee wird schon seit Längerem vor allem von CDU und CSU propagiert, allerdings hatten sich im vergangenen Jahr auch Vertreter von SPD und Grünen offen dafür gezeigt. Beim Treffen der Länderchefs mit dem Kanzler im vergangenen November hatte Scholz zugesagt, dies prüfen zu lassen.

Hintergrund der Forderung nach einem konkreten Zeitrahmen ist Kritik der unionsgeführten Länder an Scholz im Vorfeld des Treffens. Aus ihrer Sicht hat das Kanzleramt seit den Beschlüssen im vergangenen Herbst zu wenig getan, um die Umsetzung voranzutreiben. Aus der SPD kamen dagegen vor den Beratungen Appelle, die Flüchtlingsdebatte nicht auf diese Weise anzuheizen – zudem wurden die Länder in die Pflicht genommen, getroffene Vereinbarungen umzusetzen.

Das Treffen der Ministerpräsidenten mit Scholz läuft diesmal anders ab als sonst: Nicht der Kanzler hat die Länderchefs in die Regierungszentrale eingeladen, sondern er ist zu Gast in der Landesvertretung Hessens in Berlin. Das Bundesland hat derzeit den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) inne. Seine Anwesenheit ist auf das Gespräch zur Flüchtlingspolitik beschränkt.

Die Länder trafen sich bereits am Vormittag. Außer den Beratungen zur Flüchtlingspolitik stehen eine Reihe weiterer Themen auf der Agenda: etwa Energiepreise, ein Pakt für Planungsbeschleunigung, Landwirtschaft und eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Es wird erwartet, dass die Gespräche der Länder auch nach den Beratungen mit Scholz weitergehen.

7 März 2024 0 Kommentare
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Religion

Ramadan-Schriftzug in Frankfurt sorgt bundesweit für Debatten

von Fremdeninfo 6 März 2024
von Fremdeninfo

              

Ramadan-Schriftzug in Frankfurt sorgt bundesweit für Debatten

    

                 

Ist sie ein Symbol der Unterwerfung oder ein Zeichen für Toleranz? In den sozialen Netzwerken hat die Ramadan-Beleuchtung in der Frankfurter Innenstadt eine Empörungswelle ausgelöst

Die Debatte über die Ramadan-Beleuchtung in der Frankfurter Innenstadt zieht immer weitere Kreise. Als erste deutsche Stadt hat Frankfurt einen Festschmuck für den muslimischen Fastenmonat mit dem Schriftzug „Happy Ramadan“ an der Freßgass’ zwischen Hauptwache und Opernplatz befestigt. Am Sonntag, zum Beginn des Ramadans, wird die Beleuchtung angeschaltet.

Für 100.000 Euro: Empörung über Ramadan-Beleuchtung in Frankfurt – besorgte Bürger eskalieren

Geschichte von news.de-Redakteurin Anika Bube
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                                                      In Frankfurt am Main wurde nun erstmals Ramadan-Beleuchtung aufgehängt. ©picture alliance/dpa | Boris Roessler © news.de

Festlich geschmückte Straßen kennt man in Deutschland normalerweise nur an Weihnachten. In Frankfurt am Main wurde nun erstmals für den Fastenmonat Ramadan Beleuchtung in der Innenstadt aufgehängt. Besorgte Bürger wittern bereits einen weiteren Beweis für die Islamisierung der Bundesrepublik.

 „Gegen Ausgrenzung und Hass!“ Erstmals Ramadan-Beleuchtung in Frankfurt am Main

„Zum ersten Mal wird öffentlicher Raum während des Fastenmonats Ramadan beleuchtet“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Bereits 2023 stimmte die Stadtverordnetenversammlung für eine Ramadan-Beleuchtung. Nun wurden die Pläne in die Tat umgesetzt und dieGroße Bockenheimer Straße mit Halbmonden, Sternen und Fanoos-Laternen geschmückt. Die Ramadan-Beleuchtung stehe laut Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg „für das friedliche Miteinander aller Menschen in Frankfurt“. Sie setze ein Zeichen für Frieden und Mitmenschlichkeit und gegen Ausgrenzung und Hass. „Es sind Lichter des Miteinanders, gegen Vorbehalte, gegen Diskriminierungen, gegen antimuslimischen Rassismus und auch gegen Antisemitismus. In Zeiten von Krisen und Kriegen ist diese Beleuchtung ein Zeichen der Hoffnung für alle Menschen und stärkt den Zusammenhalt in unserer diversen Stadtgesellschaft“, sagteEskandari-Grünberg weiter.

Wie die „Bild“-Zeitung schreibt, soll die Ramadan-Beleuchtung zwischen 50.000 und 100.000 Euro gekostet haben. Im Vergleich dazu, habe die Weihnachtsbeleuchtung zuletzt 75.000 Euro gekostet.

 

 

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Empörung über Ramadan-Beleuchtung! Besorgte Bürger wittern Islamisierung des Abendlandes

Im Netz sorgt die ungewohnte Beleuchtung für reichlich Zündstoff. „Frankfurt hängt ‚Happy Ramadan‘ Straßenbeleuchtung auf. Aber keine Sorge, es gibt auf keinen Fall eine Islamisierung in diesem Land“, poltert ein X-Nutzer. „Frankfurt is lost“, heißt es in einem Tweet. „Kann man machen, dann sollte aber auch nachts nicht die Straßenlaternen dimmen oder auch nicht immer weniger Weihnachtsbeleuchtung aufhängen. Alles unter dem Deckmantel ‚Strom sparen‘ oder gilt das jetzt nicht mehr?“, fragt sich eine Facebook-Nutzerin. Andere zeigen sich schockiert, über derart viele negative Kommentare. „Meine Fresse. Diese Missgunst zerfrisst die Gesellschaft. Es kotzt mich nur noch an“, schreibt ein Facebook-Nutzer.

 
 
6 März 2024 0 Kommentare
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Frauen

Warum eine iranische Aktivistin von Frankfurt nach Berlin läuft

von Fremdeninfo 6 März 2024
von Fremdeninfo
 
  • Warum eine iranische Aktivistin von Frankfurt nach Berlin läuft

 

Aktion für Frauen in Iran : Zu Fuß von Frankfurt nach Berlin

  • Von Julia Kannin/ FAZ

Mission nach Berlin Die feministische Aktivistin Nasrin Jalali hat ihren Lauf in Frankfurt am 24. Februar begonnen. Bild: Lando Hass

Rund 550 Kilometer unterwegs für ihre Mission: Die Frankfurter Aktivistin Nasrin Jalali will mit einer ungewöhnlichen Aktion auf die Situation der Frauen in Iran aufmerksam machen

Nasrin Jalali steht an einem Feld, lächelt in die Kamera und streckt ihre Hand gen Himmel, die Finger zum Siegeszeichen geformt. Die 58 Jahre alte Exiliranerin trägt auf dem Foto Mütze, Wanderschuhe und eine rote Jacke. In der Hand hält sie einen Sticker, der an die Flagge Irans erinnert. „Women Life Freedom“, steht darauf, der Spruch der iranischen Protestbewegung gegen das Mullah-Regime. Das Bild, das Jalali von sich auf ihrem Instagram-Kanal geteilt hat, zeigt sofort, dass sie sich auf einer besonderen Mission befindet: Sie läuft zu Fuß mehr als 500 Kilometer von Frankfurt nach Berlin. Pünktlich zum Weltfrauentag am 8. März will sie dort ankommen. „Mein Marsch soll auf das Leid der Menschen und besonders der Frauen in Iran aufmerksam machen“, sagt die Aktivistin.

Jalali, zierlich, dunkle Haare, wache Augen, wurde in Teheran geboren. Sie war zwölf Jahre alt, als die Islamische Revolution ausbrach und streng Religiöse an die Macht kamen. Seitdem schränkt die Regierung insbesondere die Rechte von Frauen immer weiter ein. „In meiner Heimat werden die Menschen gefoltert und hingerichtet“, sagt Jalali, die seit 1993 in Deutschland lebt, „ich kämpfe dafür, dass sich das ändert!“ Hoffnung habe sie im Herbst 2022 geschöpft, als die Proteste nach dem Tod der 23 Jahre alten Mahsa Jina Amini einen neuen Höhepunkt erreichten. Heute sei das Thema in der deutschen Politik wieder in den Hintergrund gerückt. „Die Menschen in Iran dürfen nicht vergessen werden“, sagt Jalali. Ihr Fußmarsch stehe symbolisch dafür, dass Veränderung möglich sei – durch viele kleine Schritte.

 
Seit elf Tagen ist sie unterwegs, am 24. Februar lief sie in Frankfurt los. Bei Nieselregen und fünf Grad hatten sich rund 40 Menschen versammelt, um Jalali zu verabschieden. Viele hatten Geschenke dabei, die ihr auf ihrem Weg helfen sollten: Blasenpflaster, Traubenzucker, Obst. Und noch etwas packte die Aktivistin in ihren Rucksack: die Forderungen der Organisation „Voice of Iranians“ aus Frankfurt, eines Zusammenschlusses von Exiliranerinnen, an die Bundesregierung. Weil das iranische Regime Menschen im eigenen Land umbringe und auch in anderen Teilen der Welt für Krieg und Leid verantwortlich sei, dürfe die Bundesregierung nicht untätig zusehen. So fordert die Organisation den sofortigen Stopp von Abschiebungen nach Iran, die seit Jahresbeginn wieder möglich sind.

40 Kilometer am Tag

Die lange Strecke bis in die Hauptstadt ist für Jalali eine Herausforderung. Jeden Tag früh aufstehen, dann 40 Kilometer Fußmarsch. Laufen, laufen, laufen, bis es dunkel wird. Immer wieder hat sie kein Mobilnetz. Einmal verliert sie in einem Wald die Orientierung, läuft sechs Kilometer im Kreis, bis sie zurück auf den Weg findet. Dazu die Kälte, der schwere Rucksack. Die Beine brennen, der Rücken schmerzt. „Aber das ist nichts im Vergleich zu dem, was die Menschen in Iran ertragen müssen“, sagt Jalali, „jeder Schritt, den ich gehe, ist für sie.“

6 März 2024 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Migrationspolitik: Wie die Zahl der Flüchtlinge wirklich sinken kan

von Fremdeninfo 5 März 2024
von Fremdeninfo

                                             

Migrationspolitik: Wie die Zahl der Flüchtlinge wirklich sinken kann

                      Geschichte von Delhaes, Daniel Neuerer, Dietmar

 

 

                                      

ARCHIV – 14.12.2023, Brandenburg, Eisenhüttenstadt: Migranten gehen über das Gelände der Zentralen E data-portal-copyright= © Bereitgestellt von Handelsblatt

 

Bund und Länder haben verschiedene Schritte zur Begrenzung der Migration vereinbart. Am Mittwoch ziehen sie Bilanz. Schon jetzt zeigt sich: Es gibt noch viel zu tun.

Im vergangenen Jahr suchten in Deutschland so viele Menschen Asyl wie seit der Flüchtlingskrise 2015/16 nicht mehr. 329.000 Asylbewerber waren es. Darunter sind viele Menschen, die eigentlich ihre Asylverfahren in Nachbarstaaten der EU durchlaufen müssten und dennoch direkt nach Deutschland reisten. Hinzu kamen eine Million ukrainische Kriegsflüchtlinge.

Im November kam es zu einem Gipfeltreffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), um die Zahlen wieder zu senken. Der Kanzler nannte das Ergebnis hinterher einen „historischen Moment“. An diesem Mittwoch treffen sich die Regierungschefs erneut, um über den Erfolg der Beschlüsse vom November zu beraten.

In den Kommunen fällt die Bilanz nicht gut aus. Die Vereinbarungen hätten „nicht nennenswert dazu beigetragen, zu mehr Kontrolle im Flüchtlingsgeschehen zu gelangen“, sagte der Präsident des Landkreistags, Reinhard Sager. „Man arbeitet in den Landkreisen noch immer am Anschlag und muss zusätzlich viele neue Geflüchtete verkraften.“

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) warf der Bundesregierung „Untätigkeit“ vor. Auch Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) klagte, dass es in vielen Punkten nicht vorangehe. „Es muss hier zu Ergebnissen kommen“, sagte der Politiker dem Handelsblatt. „Wir brauchen mehr Rückführungsabkommen, wir brauchen mehr Vereinbarung mit den Herkunftsländern, und wir brauchen Asylverfahren außerhalb der EU.“

Innenministerin Nancy Faeser (SPD) lobte indes die beschlossenen „restriktiven Regelungen für mehr und schnellere Rückführungen“. Doch was hilft wirklich? Das Handelsblatt zieht eine Bilanz:

5 März 2024 0 Kommentare
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