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Flüchtlinge

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Allgemein

Taner Akçam schreibt: Der aktuelle Stand des kurdischen Öffnungsprozesses

von Cumali Yağmur 11 Februar 2026
von Cumali Yağmur

Von: Prof. Dr. Taner Akçam / Medyascope

Der „kurdische Öffnungsprozess“ (Kürt Açılımı) war aufgrund der Entwicklungen in Syrien an einen toten Punkt gelangt. Doch mit der Einigung der Parteien scheinen die Probleme vorerst gelöst zu sein, und sofern es in der kommenden Zeit keine großen Veränderungen gibt, ist eine Beschleunigung des „Öffnungsprozesses“ zu erwarten.

Soweit ich es von außen beobachten kann, ist die „Öffnung“ auf keine größeren Brüche oder Abweichungen gestoßen, und alles entwickelt sich trotz aller Höhen und Tiefen gemäß dem von Anfang an geplanten Rahmen. Es ist auch nicht schwer vorherzusagen, dass diejenigen, die den Prozess planen, in der Türkei eine ähnliche „Öffnung“ wie in Syrien anstreben werden.

Zwei verschiedene Entwürfe – Grundideen

Bei uns, die wir den Prozess von außen verfolgen, herrscht jedoch eine große Verwirrung. Viele Personen und Kreise finden das, was die „Öffnung“ den Kurden verspricht, unzureichend und betrachten die Angelegenheit durch die Brille der „Kapitulation“. Die allgemeine Beobachtung lässt sich mit Sätzen wie „Wurde all die Jahre umsonst gekämpft?“ und „Warum wird die Organisation aufgelöst, ohne dass irgendwelche Gewinne erzielt wurden?“ zusammenfassen.

Der Grund für diese Verwirrung ist die Existenz zweier unterschiedlicher Konzepte: Eine „Türkei ohne Terror“ und die „Lösung der kurdischen Frage durch demokratische Teilhabe“. Die Hauptbehauptung der verwirrten Kreise ist, dass eine „Lösung der kurdischen Frage“ ohne gewisse demokratische Errungenschaften nicht möglich sei. Auch wenn dies theoretisch eine richtige Behauptung ist, ist ihre Position angesichts der aktuellen Ereignisse recht schwach.

Die Sichtweise der Parteien, die sich auf eine Lösung geeinigt haben (die Sicherheitsbürokratie und Öcalan), scheint sehr klar zu sein. Sie verfügen über kein explizit benanntes „Demokratisierungsprogramm“. Das Hauptproblem wurde als „Türkei ohne Terror“ formuliert. Das bedeutet im Wesentlichen: Die PKK legt die Waffen nieder, und das scheint es zu sein. Vielleicht hat man sich in Punkten wie Kurdisch als Wahlfach an Schulen, der Ausweitung der Befugnisse lokaler Verwaltungen und der Änderung der Verfassungsartikel zur Definition der Staatsbürgerschaft geeinigt, aber diese Themen wurden noch nicht offen ausgesprochen.

Dass Schritte in Richtung eines Staatsbürgerschaftsrechts unternommen werden, lässt sich auf Basis eines Kommissionsberichts der AKP behaupten. In diesem Bericht taucht der Begriff „türkischer Staatsbürger“ (Türk Vatandaşı) kein einziges Mal auf. Der Begriff des „Türkentums“ wird lediglich im Kontext des türkischen Strafgesetzbuchs verwendet. Der für die Staatsbürgerschaft verwendete Begriff ist hingegen „Staatsbürgerschaft der Republik Türkei“ (Türkiye Cumhuriyeti Vatandaşlığı). Dieser Ausdruck wird im Bericht fünfmal wiederholt, und es wird sehr deutlich eine Definition der Staatsbürgerschaft vorgenommen, die von der ethnischen Identität entkoppelt ist.

Öcalan hatte vielleicht die Erwartung eines Status für die Kurden in Syrien, was jedoch insbesondere wegen des harten Widerstands der Türkei nicht realisiert wurde. Dass das Thema „Status“ in der Türkei in keiner Weise auf der Agenda der „Öffnung“ steht, wissen wir aus Öcalans Erklärungen. Wird Öcalan eine andere Wahl treffen, weil seine Erwartungen in Syrien nicht erfüllt wurden? Dies scheint eine schwache Wahrscheinlichkeit zu sein.

„Türkei ohne Terror“ mag unzureichend sein, aber…

Es ist also offensichtlich, dass wir es vorerst mit einer „Öffnung“ zu tun haben, die sich weitgehend auf die „Beendigung des Terrors“ beschränkt. Der größte Beweis dafür ist, dass selbst das Thema der Amnestie für PKK-Mitglieder – eine der wichtigsten Säulen des Prozesses – im Rahmen der Amnestie von 1928 behandelt wird, die nach dem Scheich-Said-Aufstand auf die Tagesordnung kam.

Wir haben natürlich das Recht, den Rahmen der „Beendigung des Terrors“ als unzureichend zu empfinden und zu kritisieren. Wir können leicht behaupten, dass die kurdische Frage nicht gelöst werden kann, ohne sie an ein demokratisches Programm zu binden. Wir können sogar eine starke Polemik entwickeln wie: „Wenn Sie sich dem Thema im Rahmen der Amnestie von 1928 nähern, bedeutet das, dass Sie auch mit der Wahrscheinlichkeit eines Aufstands ähnlich dem von Ağrı 1930 rechnen.“ Aber wenn sich die Hauptakteure auf diesen Rahmen geeinigt haben, denke ich, dass wir Außenstehenden nicht viel zu sagen haben.

Letztendlich sind diejenigen, die sich geeinigt haben, die Parteien, die seit 50 Jahren Krieg führen. Und als eine der Parteien hat die PKK die gesamte Vollmacht Öcalan überlassen. Solange Öcalan sich nicht aus dem Prozess zurückzieht, scheinen weder die DEM-Partei noch die PKK die Kraft zu haben, den Prozess zu beeinflussen. Der Spielraum für die PKK, einen politischen Willen gegen Öcalan zu entwickeln, hat sich drastisch verengt. Man kann sagen, dass regionale und internationale Machtkonstellationen die Möglichkeit der PKK, eine Linie außerhalb von Öcalans Kurs zu entwickeln, nahezu eliminiert haben.

An diesem Punkt ist es nicht so wichtig, ob die Kritik am „Öffnungsprozess“ berechtigt ist oder nicht. Vor allem die Kritik an Öcalan und den PKK-Kreisen – „Warum legt ihr die Waffen nieder, ohne eine Gegenleistung zu erhalten?“ – ergibt wenig Sinn. Es ist zudem eine besondere Ironie, dass diese Kritik von Kreisen kommt, die früher niemals Kritik an der PKK geübt haben und sogar die Möglichkeit fanden, in den von ihr geschaffenen Räumen zu existieren…

Das „Wort“ ist zurückgekehrt

Doch diejenigen, die die Öffnung als „Kapitulation ohne Gewinn“ sehen, übersehen einen großen Gewinn! Sie haben dadurch den „Gewinn“ und die „Möglichkeit“ erhalten, die PKK und Öcalan zu kritisieren. Dass diese Kreise, die jahrelang Repressionen gegen PKK-Kritiker „stillschweigend“ (indem sie pfiffen und wegschauten) beobachteten, dank der „Öffnung“ ihr Schweigen gegenüber der PKK gebrochen haben, sollte als eine äußerst positive Entwicklung gewertet werden. Denn das „Wort“ (der Diskurs) ist zurückgekehrt.

Meine Behauptung ist: Unabhängig davon, was die PKK durch die „Öffnung“ gewinnt, hat die „Öffnung“ den Menschen in der Türkei einen großen Dienst erwiesen, indem sie ihnen das „Wort“ zurückgegeben hat.

Das durch Krieg und Terror geschaffene Klima der Angst beginnt sich langsam aufzulösen, und insbesondere der zivilen kurdischen Politik wird der Weg geebnet. Die kurdische Zivilgesellschaft, die bisher wegen der Spannungen des Krieges nicht sprechen konnte und zum Schweigen verurteilt war, wird sich in Richtung eines neuen Pluralismus entwickeln. Die politische Atmosphäre der Vergangenheit, die zwischen dem Staat und der PKK eingezwängt war und denjenigen, die nicht auf einer der beiden Seiten standen, kein „Lebensrecht“ einräumte, löst sich allmählich auf und wird sich weiter auflösen.

Ein größerer Gewinn als die Ersetzung der Waffe durch das „Wort“ ist nicht denkbar. Die PKK oder ihr nahestehende Kreise, die denken, man habe „kapituliert, ohne etwas zu erreichen“, sollten sich über dieses große Geschenk freuen, das sie den türkischen und kurdischen Menschen gemacht haben. Das Wort wird allmählich den Platz der Waffe einnehmen. Das ist der größte Gewinn. Und es liegt an uns, jeden Schritt zu unterstützen, der dem „Wort“ Raum verschafft.

Wird dem „Wort“ eine Grenze gesetzt?

Doch was wird die Grenze des „Wortes“ sein? Wie sehr wird dieses Wort „unter Schutz gestellt“, und welche Worte werden als „schutzlos“ gelten und Gegenstand strafrechtlicher Verfolgung sein? Das ist das Hauptproblem.

Im Jahr 2007 verurteilte das 2. Strafgericht von Şişli Arat Dink und Sarkis Seropyan, weil sie das Wort „Völkermord“ verwendet hatten. Das Gericht entschied, dass die Verwendung des Wortes Völkermord nicht in den Bereich der „schützenswerten Rede“ falle. Denn laut Gericht erkannten diejenigen, die dieses Wort benutzten, die bestehenden Grenzen der Türkei nicht an und behaupteten, dass auf diesem Territorium andere Staaten gegründet werden müssten. Das Wort Völkermord bedrohe die nationale Sicherheit und müsse daher außerhalb der Meinungsfreiheit, also des „Wortes“, bleiben.

Nun verstehe ich, dass auch beim kurdischen Öffnungsprozess dem „Wort“ einige Grenzen gesetzt werden. Im Kommissionsbericht der MHP fanden sich dazu sehr klare Aussagen. Diesen Aussagen zufolge sind Versuche, „die Gründungscodes der Republik zur Diskussion zu stellen“, das Produkt einer „böswilligen, verräterischen“ Suche, die die Grundlagen des Staates erschüttern wolle. Auch MHP-Führer Bahçeli sagte neulich in einer Rede, dass im Prozess der kurdischen Öffnung „die Gründungsprinzipien und die Struktur der Republik zur Diskussion zu stellen… gleichbedeutend mit einem Anschlag auf die Existenz des Staates ist. Der Name dafür ist Verrat.“ Natürlich könnten die Worte von „Verrätern“, die sich im „Verrat“ befinden, nicht unter Schutz gestellt werden.

Die Frage lautet also: Werden wir im Rahmen der kurdischen Öffnung über die „Gründungscodes der Republik“ und die „Gründungsprinzipien“ sprechen können? Ich gehöre zu denen, die behaupten, dass es eine Bedingung ist, darüber zu sprechen. Aus diesem Grund enthielt der MHP-Bericht reichlich Formulierungen, die direkt auf meine Schriften abzielten. Das Thema verdient es, darüber zu schreiben und nachzudenken. Denn letztendlich müssen ich und Menschen in meiner Situation die „Grenzen ihrer Worte“ kennen.

 

 

11 Februar 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Mutmaßliche IS-Rückkehrerin in Düsseldorf angeklagt

von Cumali Yağmur 11 Februar 2026
von Cumali Yağmur

Von: Welt

Drei Ehen mit IS-Männern, zwei Jahre im berüchtigten Lager al-Hol in Syrien und schließlich zurück nach Deutschland. Was die Bundesanwaltschaft einer Deutsch-Marokkanerin zur Last legt.

Die Bundesanwaltschaft hat in Düsseldorf Anklage gegen ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erhoben. Die Deutsch-Marokkanerin soll Anfang 2015 mit ihrem Ehemann nach Syrien gereist sein und sich dort der Vereinigung angeschlossen haben.

«Nachdem ihr Mann bei Kämpfen ums Leben gekommen war, heiratete sie nacheinander zwei weitere IS-Mitglieder», teilte die Bundesanwaltschaft weiter mit. Die oberste deutsche Anklagebehörde legt ihr die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung zur Last.

Syrisches Lager für IS-Angehörige

Nachdem kurdische Kräfte sie im März 2019 aufgegriffen hatten, war die Beschuldigte den Angaben zufolge bis 2021 in dem berüchtigten Lager al-Hol im Nordosten Syriens untergebracht. In dem Lager wurden Tausende Angehörige von IS-Kämpfern festgehalten – vor allem Frauen, Kinder und Jugendliche. Im Januar erklärten die von Kurdenmilizen angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) ihren Abzug aus dem Lager.

Die Angeklagte war laut Bundesanwaltschaft schon im Dezember 2022 nach Deutschland zurückgekehrt und befindet sich weiter auf freiem Fuß. Nun muss der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf entscheiden, ob er die Anklage zulässt und wann er gegebenenfalls einen Prozess

11 Februar 2026 0 Kommentare
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Dresden erwartet 1.450 neue Geflüchtete

von Cumali Yağmur 11 Februar 2026
von Cumali Yağmur

Von:T-Online

 

Die Zahl ukrainischer Schutzsuchender in Dresden steigt. Die Stadt passt ihre Unterbringungskapazitäten an, schließt teure Einrichtungen und stockt andere auf.

Dresden rechnet für 2026 mit der Zuweisung von 1.450 Geflüchteten. Dies teilte die Stadtverwaltung mit.

Die erwartete Zahl übersteigt den Vorjahreswert um 290 Personen. Für das kommende Jahr erwartet die Stadt etwa 850 Asylsuchende und 600 ukrainische Schutzsuchende. Die tatsächliche Entwicklung hänge jedoch von geopolitischen Ereignissen ab, hieß es.

Asylunterkunft in Laubegast wird geschlossen

Für die Unterbringung stehen 3.824 Plätze in 1.002 Wohnungen und 13 Übergangswohnheimen bereit. Die Stadt hat im vergangenen Jahr mehrere Unterkünfte aufgegeben, darunter alle Containerbauten sowie Einrichtungen an der Hermann-Mende-Straße und der Löbtauer Straße.

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Ab April 2026 erweitert Dresden die Kapazität der Asylunterkunft an der Lingnerallee 3 (ehemalige „City Herberge“). Dies ermöglicht die Schließung der teureren Einrichtung in Laubegast zum 31. März. Die Bewohner ziehen schrittweise in andere Unterkünfte um.

So viele Geflüchtete kamen bisher nach Dresden

Dresden hat im Jahr 2025 insgesamt 1.160 Geflüchtete aufgenommen – darunter waren 699 Asylbewerber sowie 461 Schutzsuchende aus der Ukraine. 2024 nahm Dresden 1.298 Asylsuchende und 364 Schutzsuchende aus der Ukraine auf, 2023 waren es 2.125 Asylbewerberinnen und Asylbewerber plus 287 ukrainische Schutzsuchende. Infolge des russischen Angriffskrieges kamen nach Angaben der Stadtverwaltung im Jahr 2022 über 10.000 Geflüchtete aus der Ukraine nach Dresden, wovon über 2.000 Personen durch das Sozialamt untergebracht wurden.

11 Februar 2026 0 Kommentare
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Rojava und der sich generalisierende kurdische nationale Widerstand |

von Fremdeninfo 10 Februar 2026
von Fremdeninfo

 

Rojava und der sich generalisierende kurdische nationale Widerstand 

Von:Hasan Ozan Iltemur / Avrupa Demokrat

Die militärischen Angriffe der HTŞ- und MIT-Banden, die unmittelbar am Tag nach dem Abkommen beim Pariser Treffen begannen und bis an die Grenzen von Rojava vordrangen, mussten angesichts des großen kurdischen Widerstands und des Serhildan (Aufstand) Halt machen. Dieser Widerstand, der unter der Führung von Rojava alle vier Teile Kurdistans erfasste, fand sowohl auf internationaler Ebene als auch vor Ort statt. Dieser Widerstand hat deutlich gezeigt, dass die imperialistischen und reaktionären Staaten, die den Angriff zur Liquidierung der SDG (Demokratische Kräfte Syriens) beschlossen hatten, keine allmächtigen Kräfte sind. Es war offensichtlich, dass ohne den großartigen Widerstand in Rojava und des kurdischen Volkes im Allgemeinen die Operation zur Zerschlagung Rojavas an allen Fronten fortgesetzt worden wäre. Der entscheidende Faktor, der diesen imperialistischen und reaktionären Angriff ins Leere laufen ließ und Staaten wie die USA, Frankreich, England und Deutschland zum Rückzug zwang, war der Widerstand des kurdischen Volkes. Der verkündete Waffenstillstand und das darauf folgende „Abkommen“ kamen unter dem bestimmenden Einfluss dieses Widerstands zustande. Der Rojava-Widerstand und der von Rojava angeführte kurdische Serhildan waren auch eine heftige Ohrfeige für bürgerliche und kleinbürgerliche Liberale, die den Kampf der Völker gegen Imperialismus und Reaktion unterschätzen.

Eine weitere Tatsache muss unterstrichen werden: Zum ersten Mal in der 100- bis 150-jährigen Geschichte Kurdistans ist ein so breiter, starker, massiver und geeinter patriotischer Widerstand entstanden. Dieser Widerstand und Aufschwung führte dazu, dass selbst Barzani, der dem patriotischen Movement, Rojava und der SDG distanziert gegenüberstand und sich mit Instrumenten wie dem ENKS (Kurdischer Nationalrat in Syrien) gegenüber der von der patriotischen Bewegung geführten SDG keineswegs freundlich verhielt, seinen Blick in Richtung Rojava wenden musste. Südkurdistan (Autonome Region Kurdistan – Başur) erhob sich mit Protesten von beispiellosem Ausmaß sowie mit materieller und moralischer Unterstützung und Mobilisierung. Ebenso leistete die kurdische Regionalregierung im Bereich der Diplomatie wichtige Beiträge zum Rojava-Widerstand.

Der kurdische Widerstand, der sich auf die Rojava-Achse stützt, sich regionalisiert und globale Auswirkungen erzeugt, ist zum wichtigsten historischen Wendepunkt für einen Sprung im patriotischen Bewusstsein der kurdischen Nation geworden. Dieser Widerstand und das Aufbegehren brachten zum ersten Mal praktisch-politisch die Sehnsucht des kurdischen Volkes nach einem Kurdistan im gesamten Nahen Osten und die Forderung nach einem nationalen vereinigten Kampf zum Vorschein. Diese Sehnsucht und Forderung existierten als historische Tendenz schon immer; doch in der Realität eines geteilten und zerstückelten Kurdistans, dessen nationale Entwicklung behindert wurde, trat das kurdische Volk zum ersten Mal mit einer so vereinigten, gleichzeitigen und massiven Aktionskraft auf die Bühne der Geschichte.

Der sich durch Vergemeinschaftung generalisierende Widerstand und das im Slogan „Kurdistan“ kristallisierte nationale Bewusstsein übertrafen sogar die Avantgarde-Kräfte des kurdischen Volkes und gaben diesen eine neue Richtung vor. Überall trat die kurdische Nationalflagge als gemeinsame Flagge in den Vordergrund. Ausnahmslos überall traten die massiven Öcalan-Poster und Öcalan-Slogans, die sonst unverzichtbar für die patriotische Bewegung sind, in den Hintergrund. Diese Entwicklung ging einher mit der nationalen Sehnsucht des kurdischen Volkes nach einem vereinigten Kurdistan, seiner Flagge, seinen Slogans und der Forderung nach einem politischen Status. Das kurdische Volk zwang die Kräfte, die innerhalb des kurdischen Nationalkampfes mehr oder weniger aktiv sind, zur Einheit und dazu, die Forderungen nach nationaler Freiheit gemeinsam zu erheben. Der kurdische nationale Widerstand, der heute im Gegensatz zu gestern eine höhere Stufe erreicht hat, hat eine Reihe neuer Möglichkeiten eröffnet, um den Kampf auf der Grundlage des gemeinsamen Willens der kurdischen Nation weiterzuentwickeln. In welchem Maße diese Möglichkeiten durch Methoden des vereinigten Kampfes, Organisations- und Kampfformen sowie gemeinsame Politiken genutzt werden können und in welchem Umfang die vom nationalen Widerstand vorgegebene „neue Ausrichtung“ aufrechterhalten werden kann, wird die Zeit zeigen. Zweifellos hängt die Beantwortung dieses Trends von der Haltung der wichtigsten kurdischen Avantgarde-Kräfte ab, die in der Realität Kurdistans gespalten sind, miteinander konkurrieren und deren Vergangenheit im Hinblick auf einen vereinigten Kampf (abgesehen von begrenzten Zeiträumen) keineswegs durch erfolgreiche Prüfungen geprägt ist.

Es ist eine unumgängliche historische Tendenz, dass sich der nationale Zorn unterdrückter, abhängiger und kolonialisierter Nationen zu nationalem Widerstand und dieser wiederum zu nationalen Aufständen entwickelt. Diese Tendenz hat sich in der kurdischen Geschichte in zahllosen nationalen Aufständen und der Sehnsucht nach Kurdistan immer wieder gezeigt. Das jüngste Phänomen des sich weitgehend generalisierenden Widerstands auf der Rojava-Achse wurde zu einem klaren und eindrucksvollen Ausdruck dieser Realität und zu einer neuen Phase.

Die Propaganda, wonach die Kurden keinen unabhängigen Staat, keine Föderation oder keine Autonomie wollen, oder dass die kurdische Nation den Kampf für diese Forderungen aufgegeben habe; die Theorie bzw. das Paradigma, dass sie eine Lösung für ihre Probleme suchen sollten, indem sie die kolonialistischen Staaten „demokratisieren“, anstatt sie zu stürzen, und dass die Probleme der Kurden hauptsächlich durch „demokratische Verhandlungen“ gelöst werden könnten – all dies erlitt durch den jüngsten großen kurdischen Widerstand einen schweren Schlag. Es ist offensichtlich: Die Kurden wollen die klare und endgültige Anerkennung der kurdischen nationalen Identität, mehr noch, sie wollen ein Kurdistan. Die Kurden wollen einen Status. Die Kurden wollen nicht ohne Status leben. Die nationalen Forderungen der kurdischen Nation sind gerechte und legitime Forderungen. Es ist inakzeptabel, dass auch nur der geringste Schatten auf diese Legitimität fällt oder geworfen wird.

Wir können heute noch nicht wissen, welche Wege die Geschichte nehmen wird, um zur Lösung der kurdischen Frage zu gelangen, aber die Kurden fordern ihre nationalen demokratischen Rechte und ihre nationale Freiheit und kämpfen dafür. Während jede revolutionäre Partei ihr Recht auf ideologischen Kampf wahrnimmt, ist es ihre Pflicht, an allen Fronten Schulter an Schulter mit dem kurdischen Volk zu kämpfen. Naturgemäß nimmt jede revolutionäre Partei auf der Grundlage ihres eigenen Programms an diesem Kampf teil oder wird dies tun. Es ist zudem offensichtlich, dass die politischen Linien der Parteien, die reformistische, revolutionär-demokratische oder sozialistische Lösungen für die „kurdische Frage“ vorschlagen – ein Problem von nahöstlichem Ausmaß, das einen zentralen Platz in geopolitischen Auseinandersetzungen einnimmt –, weiterhin auf die Probe gestellt werden.

10 Februar 2026 0 Kommentare
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Gewalt gegen Journalisten: Politisch motivierte Angriffe in Deutschland nehmen drastisch zu

von Fremdeninfo 10 Februar 2026
von Fremdeninfo

Von: Focust-online

Die Zahl politisch motivierter Angriffe auf Journalisten und Medien in Deutschland ist deutlich gestiegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die „Rheinische Post“ berichtet. Sie wurde kürzlich vom Bundestag veröffentlicht und liegt auch der dpa vor.

89 Gewaltdelikte gegen Medien

Demnach hat die Polizei vom 1. April 2024 bis zum 30. November 2025 bundesweit 818 politisch motivierte Straftaten registriert, die sich gegen Medien richteten, darunter 89 Gewaltdelikte.

Rund ein Drittel dieser Straftaten – insgesamt 244 – ordnet die Polizei dem rechten Spektrum zu, 78 dem linken. Hinter 153 Fällen sehen die Behörden eine ausländische Ideologie, bei 31 eine religiöse. Weitere 312 Delikte laufen unter der Kategorie „sonstige Zuordnung“. Die Zahlen wurden mit Stichtag 31. Dezember 2025 von den Ländern an das Bundeskriminalamt gemeldet.

„Zahlen, die erschrecken“ 

Im Vergleich zum Jahr 2023 ist das ein spürbarer Anstieg. Rechnet man die Zahl der Straftaten vom 1. April 2024 bis zum 30. November 2025 hoch, kommt man im Schnitt auf knapp 41 Fälle pro Monat. Für das Jahr 2023 seien rund 290 Fälle ausgewiesen worden, das entspreche rund 24 pro Monat, berichtet die „Rheinische Post“.

David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, zeigte sich alarmiert. „Das Ausmaß an gewalttätigen Übergriffen und Straftaten gegen Medienschaffende erreicht ein erschreckend hohes Niveau. Bund und Länder müssen umgehend aktiv werden und deutlich mehr für den Schutz journalistischer Arbeit tun“, sagte er der „Rheinischen Post“. „Das sind Zahlen, die erschrecken und an die wir uns keinesfalls gewöhnen dürfen.“

Auch RSF berichtet von Gewalt und Einschüchterung

Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) hatte erst vergangene Woche Einschüchterung und Gewalt gegen Journalisten in Deutschland beklagt. Zugleich werde auch eine Delegitimierung journalistischer Arbeit von vielen Reportern als große Bedrohung für den Journalismus wahrgenommen, heißt es in dem Bericht „Nahaufnahme“ zur Lage der Pressefreiheit in Deutschland. RSF hat für das Jahr 2025 insgesamt 55 Angriffe auf Medienschaffende und Redaktionen dokumentiert und verifiziert. Im Vorjahr lag die Zahl bei 89.

 

 

 

10 Februar 2026 0 Kommentare
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Betrug bei Deutsch- und Einbürgerungstests fliegt auf

von Cumali Yağmur 10 Februar 2026
von Cumali Yağmur

Artikel von dpa

ürnberger Ermittler haben einen Betrug bei Sprachtests für Ausländer aufgedeckt. Zwei mutmaßliche Täter aus Bayern und Nordrhein-Westfalen sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft, wie die Polizei mitteilte. Ermittelt werde in ganz Deutschland.

Mehrere Verdächtige sollen Deutsch- und Einbürgerungstests stellvertretend für Menschen wahrgenommen zu haben, die hierzu selbst nicht in der Lage waren. Im vergangenen Oktober seien Beamte einem sogenannten Vermittler auf die Spur gekommen. Der Mann soll Menschen als Stellvertreter zu Deutschprüfungen geschickt haben – mit gefälschten Dokumenten, sodass die Prüfer den Schwindel nicht durchschauten.

Mehrere tausend Euro für Dienste

Nach erfolgreichem Test hätten die Teilnehmer ein echtes Zertifikat erhalten, das Behörden für die Ausstellung einer Aufenthaltserlaubnis oder für die Einbürgerung vorgelegt worden sei. Für die Organisation der Prüfung mussten die Auftraggeber laut Polizei zwischen 2.500 und 6.000 Euro zahlen.

Der in Nürnberg ansässige Vermittler der Dienstleistung soll die «Stellvertreter» hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen rekrutiert haben. Im Januar nahmen Ermittler einen 22-Jähriger während seiner Stellvertreterprüfung im Prüfungsraum fest.

Bei den anschließenden Durchsuchungen in Nürnberg und Hamm wurden zahlreiche Datenträger, gefälschte Aufenthaltstitel und Sprachtests sowie eine große Menge Bargeld und eine geringe Menge Betäubungsmittel gefunden.

Die beiden Verdächtigen sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.

10 Februar 2026 0 Kommentare
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Rückkehr von Syrern: Spahn will mit Türkei und Libanon kooperieren

von Cumali Yağmur 10 Februar 2026
von Cumali Yağmur

Von: dtj-online

Wie können mehr syrische Flüchtlinge zur Rückkehr in die Heimat bewegt werden? Der Unionsfraktionschef machte nach seiner Reise in den Nahen Osten einen neuen Vorschlag.

Unionsfraktionschef Jens Spahn schlägt eine Kooperation mit der Türkei und dem Libanon vor, um mehr syrische Flüchtlinge zur Rückkehr in die Heimat zu bewegen. „Die drei Länder Türkei, Libanon und Deutschland haben mit Abstand die meisten Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen„, sagte der CDU-Politiker der „Bild“. Man habe ein gemeinsames Interesse, dass möglichst viele in ihre Heimat zurückkehren könnten.

„Wir sollten beim Wiederaufbau Syriens und mehr Anreizen zu Rückkehr kooperieren. Die Türkei und der Libanon haben in der direkten Nachbarschaft im Zweifel bessere Kenntnisse über die Lage vor Ort, wir verfügen über finanzielle Möglichkeiten“, so Spahn. „Dies kann man verbinden.“ Der Unionsfraktionschef war am Freitag von einer dreitägigen Reise in die Region mit Stationen in Israel, Zypern und Libanon zurückgekehrt.

Spahn bekräftigte seine Forderung, dass syrische Flüchtlinge bereits während des Wiederaufbaus in ihre Heimat zurückkehren sollten. „Wenn es in der Heimat eine Perspektive auf Stabilität und Frieden gibt, muss man Deutschland verlassen. Unterschiede in den Lebensverhältnissen allein sind kein Bleibegrund“, sagte er. Nötig sei „eine nachvollziehbare Perspektive, durch den Wiederaufbau für sich selbst und seine Familie ein gutes Leben haben zu können“. Wer keinen dauerhaften Aufenthaltstitel habe, müsse Deutschland absehbar verlassen.

Deutschland zahlt Menschen, die nach Syrien zurückkehren, eine Starthilfe von mindestens 1.000 Euro und übernimmt zudem die Reisekosten. Auch in der Türkei gibt es  Unterstützung für Rückkehrer.

dpa/dtj

Würde ist unantastbar – auch bei der Rückkehr: Für eine menschlichere Migrationspolitik“

Von: Cumali  Yagmur

Deutschland möchte Geflüchtete aus Ländern, in denen weiterhin Krieg herrscht, wie Afghanistan und der Ukraine, zur freiwilligen Rückkehr bewegen. Doch das als Rückkehrprämie angebotene Handgeld und die Reisekosten in Höhe von 1.000 Euro sind völlig unzureichend, ja sogar lächerlich. Es ist wirklich unglaublich, zu versuchen, Menschen mit einer solch geringen Summe zur Rückkehr zu motivieren.

Menschen sollten aus freiem Willen dort bleiben können, wo sie leben möchten. Denjenigen, die sich nicht in die Gesellschaft integrieren konnten und freiwillig in ihr Heimatland zurückkehren möchten, sollte eine ausreichende finanzielle Unterstützung gewährt werden, damit sie dort ein Unternehmen gründen und ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Wenn dieser Betrag bei etwa 50.000 Euro läge, könnte die Person in ihrem Land ein Geschäft aufbauen und wieder im Leben Fuß fassen.

In Deutschland dauern die bürokratischen Asylverfahren viel zu lange. Es ist keine humane Politik, darauf zu warten, dass Menschen aus Zermürbung in ihre Länder zurückkehren. Wenn diese Menschen zurückkehren, sollten sie keine Vorurteile oder Hass gegenüber diesen Ländern empfinden. Falls sie sich nach ihrer Rückkehr dort nicht einleben können, sollte ihre Rückkehr nicht eingeschränkt werden; die Türen dürfen ihnen nicht verschlossen bleiben.

Alle EU-Länder wollen, genau wie Deutschland, Migranten zurückschicken und wenden verschiedene Prämiensysteme an. Europa muss den Menschen gegenüber humaner sein. Freiwillige Rückkehr sollte respektiert werden, aber Menschen durch Zwang oder durch das Herbeiführen einer Notlage zur Rückkehr zu bewegen, verstößt gegen die Menschenrechte. Europa sollte seine Grenzen nicht schließen, sondern den Menschen, die migrieren, Erleichterungen bieten. Der Prozess sollte so gestaltet werden, dass humanitäre Werte nicht verletzt werden und denjenigen, die wirklich zurückkehren wollen, ausreichend geholfen wird. Deutschland und die europäischen Länder verfügen über die wirtschaftliche Kraft, die ankommenden Geflüchteten zu unterstützen; daher sollten Menschen nicht in die Enge getrieben und in schwierige Situationen gebracht werden.

10 Februar 2026 0 Kommentare
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Jutta Ditfurth erstattet Anzeige nach antisemitischem Angriff

von Fremdeninfo 9 Februar 2026
von Fremdeninfo

Artikel von Sandra Busch / F.R. 

Die Ökolinx-Stadtverordnete Jutta Ditfurth wurde mehrfach attackiert. Auf ein Paket vor ihrer Wohnungstür wurde „Scheiss Israel!“ geschrieben.

Jutta Ditfurth ist in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder bedroht worden. Die Ökolinx-Stadtverordnete sieht sich nun erneut „einem antisemitischen Angriff gegen mich als Nicht-Jüdin“, ausgesetzt, sagt sie. „Weil ich zwar die rechtsextreme Netanjahu-Regierung scharf kritisiere, aber das Existenzrecht Israels verteidige und gegen jedweden Antisemitismus kämpfe.“

Vergangene Woche sei auf ein Paket vor ihrer Wohnungstür im Laufe des Abends „Scheiss Israel!“ geschrieben worden. Um zu ihrer Wohnungstür zu gelangen, müssten Hoftor und Haustür geöffnet werden. „Auf Anraten meines Anwalts werde ich Strafanzeige erstatten“, sagt Ditfurth. Im August sei sie bei der „United4Gaza“-Demonstration in Frankfurt von Teilnehmenden „angebrüllt, bespuckt, geboxt und mit voller Gewalt gegen meinen Fuß getreten worden“, sagt Ditfurth. Sehnen und Bänder des Fußes seien gerissen, sie werde bleibende Schäden haben.

Im November hatte Ditfurth von der Polizei erfahren, dass sie auf einer Liste im Darknet steht: Die Behörde hatte am 10. November einen 49 Jahre alten Verdächtigen festnehmen lassen. Er soll im Internet eine Liste mit Personen geführt haben, die er töten lassen wollte. Aufgeführt sind auch sensible persönliche Daten der Betroffenen. Dazu finden sich laut Bundesanwaltschaft Anleitungen zum Bau von Sprengsätzen.

9 Februar 2026 0 Kommentare
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Wir veröffentlichen hier den Leserbrief, der unsere Seite erreicht hat:

von Fremdeninfo 9 Februar 2026
von Fremdeninfo

Von; U-.B

‚Auf Ihrer Seite sprechen Sie ausschließlich von den Kurden und davon, dass diese unterdrückt und herabgesetzt würden. Kurden und Türken haben im Laufe der Geschichte zusammengelebt. Sie haben untereinander geheiratet und sind Verwandte geworden. Kurden und Türken sind Brüder und leben geschwisterlich und in Frieden zusammen. Leute wie Sie werden diesen Frieden mit Ihren böswilligen Absichten niemals stören können. Ihr Leben wird niemals ausreichen, um diesen Frieden zu brechen. Geben Sie diese falschen Gedanken und Theorien auf und beschädigen Sie nicht die Brüderlichkeit.

Ich habe meinen Militärdienst als Kommandosoldat im Osten geleistet, und wir haben gegenüber den Kurden keinen einzigen Fehler gemacht. Leute wie Sie hetzen uns gegeneinander auf, was ein sehr gefährlicher Gedanke ist. In Çanakkale und im ganzen Land haben wir gemeinsam gekämpft und unser Land gerettet. Hätten wir unser Land nicht gerettet, hätten die Engländer, Franzosen und die direkt vor unserer Nase liegenden Griechen unser Land aufgeteilt. Lassen Sie diese Spalterei; lassen Sie uns in Frieden zusammenleben.

Mit freundlichen Grüßen,
U-B

„Wir antworten auf den Leserbrief, der unsere Seite erreicht hat:

Wenn Sie sich unsere Seite genau ansehen, werden Sie feststellen, dass wir nicht nur den Kurden Platz einräumen, sondern auch verschiedene Themen und die politischen Positionen diverser Staaten behandeln.

Dass Kurden und Türken keine ‚Brüder‘ sind, liegt daran, dass Geschwister Kinder sind, die von denselben Eltern geboren wurden. Da die Vorfahren der Kurden aus einem anderen Volk stammen, sind sie keine Brüder im biologischen Sinne. Die Logik, die hinter dieser ‚Brüderlichkeits-Mentalität‘ steckt, zielt darauf ab, die Existenz der Kurden als eigenständiges Volk nicht anzuerkennen. Es stimmt, dass man untereinander geheiratet hat und einige verwandt wurden. Doch während ihnen als Kurden keinerlei Rechte zugestanden werden, werden sie gleichzeitig beleidigt und herabgewürdigt.

Wir spalten Kurdistan nicht; Kurdistan wurde bereits durch den zweiten Aufteilungsprozess [historisch gemeint ist meist die koloniale Aufteilung nach dem 2. Weltkrieg] in vier Teile gespalten: Irak, Iran, Syrien und die Türkei. Wir schlagen vor, diese Teile zu vereinen und ihre Grenzen als ein einziges Kurdistan zu schützen. Diejenigen, die es geteilt haben, waren imperialistische Mächte, und den Kurden wurden in jedem dieser Teile ihre demokratischen Rechte verweigert; sie wurden Unterdrückung, Grausamkeit und Krieg ausgesetzt.

Es ist richtig, dass Kurden in Çanakkale und zur Rettung des Landes gemeinsam mit Türken, Tscherkessen, Lasen, Arabern und Armeniern gekämpft und die Türkei gegründet haben. Doch später wurden unter dem Motto ‚Ein Staat, eine Flagge, eine Nation‘ die Rechte der anderen Völker nicht gewährt, sondern usurpiert. Genau aus diesem Grund werden die Kurden, nur weil sie ihre natürlichsten demokratischen Menschenrechte fordern, als ‚Spalter‘ bezeichnet. Nun frage ich Sie: Wenn die Kurden und andere Minderheiten, die gemeinsam mit den Türken gekämpft haben, ihre demokratischen Menschenrechte fordern, teilen sie dann das Land?

Sehr geehrter Herr U-B, wir glauben fest daran, dass Sie genauso denken würden wie wir, wenn Sie Ihren Kopf in beide Hände nähmen und einmal ganz tief darüber nachdenken würden.

Redaktion Fremdeninfo“

9 Februar 2026 0 Kommentare
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Cumali Yağmur
Allgemein

Die Stellung der Frau in der Gesellschaft und der Status der Gleichberechtigung

von Cumali Yağmur 9 Februar 2026
von Cumali Yağmur

Von: Cumali Yağmur

In meinem heutigen Artikel werde ich mich mit der Stellung der Frau in der Gesellschaft und den Herausforderungen, denen sie gegenübersteht, befassen. Ich werde versuchen, mich dem Frauenthema aus einer sensiblen Perspektive zu nähern und meine Gedanken zu diesem Thema als Mann zu äußern. Sollte es mir nicht gelingen, diese Angelegenheit in ihrer ganzen Realität wiederzugeben oder das, was Frauen erleben, vollumfänglich auszudrücken, entschuldige ich mich bereits im Voraus bei allen Frauen und hoffe, dass sie meine Ansichten ergänzen.

Der Kampf der Frau in der Gesellschaft und die Probleme, auf die sie stößt, müssen aus einer ganzheitlichen Perspektive bewertet werden. Den Widerstand der Frauen zu unterstützen, erfordert eine korrekte Analyse der einzigartigen Natur und der Methoden dieses Kampfes. Es ist eine grundlegende Notwendigkeit, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in weiten Teilen der Gesellschaft zu verankern. Anstatt die Frau lediglich als ein „unterdrücktes und herabgesetztes“ Subjekt zu betrachten, muss ihre bestimmende und gestaltende Rolle in allen Lebensbereichen hervorgehoben und ihre Gleichstellung in der Gesellschaft verteidigt werden. Der Aufbau einer gesunden, friedlichen und freien Gesellschaft ist nur durch die Präsenz der Frau und ihre gleichberechtigten Rechte möglich. In diesem Zusammenhang muss es das primäre Ziel sein, die Vorstellung einer Abhängigkeit vom Mann zu überwinden, die wirtschaftliche Freiheit der Frauen zu verteidigen und ihre soziale Unabhängigkeit zu stärken.

Patriarchale Gesellschaften ignorieren die Frau und versuchen, sie zu unterdrücken und herabzusetzen, weil sie sich in Wirklichkeit vor ihrer Kraft fürchten. Obwohl die Frau eine zentrale Rolle in der Produktion, der Verwaltung und im rationalen Denken einnimmt, wird diese Realität verkannt. Eine Mentalität, die die Frau nur auf die Rollen der „Mutter“ oder „Hausfrau“ beschränkt, ist das größte Hindernis für eine gesunde Gesellschaftsstruktur. Es ist unmöglich zu behaupten, dass eine Gesellschaft „frei“ sei, in der die Frau nicht frei ist und in der männliche Dominanz herrscht.

Heutzutage ist jedoch der Umgang des Justizsystems mit Gewalt gegen Frauen in einigen Ländern noch weit davon entfernt, dieses strukturelle Problem zu lösen. Gewalt wird nicht als systemisches Problem, sondern als eine Abfolge von „Einzelfällen“ behandelt. Der Justizprozess rückt leider oft erst dann in den Fokus der Öffentlichkeit, wenn Frauen ihr Leben verlieren oder wenn sie sich zur Selbstverteidigung wehren müssen und daraufhin auf der Anklagebank landen. Das Justizsystem, von dem behauptet wird, es agiere auf dem Papier geschlechtsneutral, weist in der Praxis eine erhebliche Asymmetrie auf. Während die Gewalt des Mannes mit Begründungen wie „emotionaler Ausbruch“ oder „Provokation“ abgemildert wird, wird die Überlebensangst der Frau oft als „irrational oder übertrieben“ charakterisiert.

In Momenten, in denen Frauen gezwungen sind, sich selbst zu verteidigen, wird ihr Recht auf Notwehr eingeschränkt und ihr Handeln als „rechtswidrig“ abgestempelt. Dies rührt daher, dass Männer, die versuchen, ihre eigene Schwäche mit Gewalt zu überdecken, ihre eigene Machtlosigkeit ignorieren. Letztendlich werden Frauen in ein Paradoxon gedrängt, in dem ihre Ängste psychologisiert, ihre Entscheidungen moralisiert und ihre Erwartungen an Gerechtigkeit enttäuscht werden. Für viele Frauen besteht das eigentliche Risiko weniger in der Existenz von Gesetzen als vielmehr in der Art und Weise ihrer Anwendung. Wahre Gerechtigkeit wird erst an dem Tag hergestellt sein, an dem das Recht auf Leben der Frauen nicht mehr vom „Guten Willen“ oder dem „Ermessen“ Dritter abhängt.

Selbst vor dem Gesetz können Entscheidungen auf Basis einer männlich dominierten Sichtweise getroffen werden, ohne die Gleichberechtigung von Frau und Mann zu berücksichtigen. In manchen Gesellschaften werden selbst bei Fällen von sogenannten „Ehrenmorden“ Urteile mit einer voreingenommenen Perspektive gegenüber der Frau gefällt. Sogar im Verständnis der Zivilgesellschaft wird der Platz der Frau oft nicht auf der Grundlage echter Gleichberechtigung, sondern durch gesellschaftliche Stereotypen bestimmt.

Die Lage der Migrantinnen in Deutschland und der Kampf um Gleichberechtigung

Die Lage der Migrantinnen in Deutschland wird in der europäischen und deutschen Öffentlichkeit oft als eine Figur dargestellt, die in patriarchalen Familienstrukturen gefangen ist und ständig von ihrem Mann unterdrückt wird. Ich behaupte hier nicht, dass Migrantinnen keine häusliche Gewalt erleben; jedoch wird das Thema der häuslichen Gewalt in der Öffentlichkeit manchmal sehr oberflächlich und verzerrt bewertet.

Häusliche Gewalt, Unstimmigkeiten und kulturelle Unterschiede können verschiedene Konflikte hervorrufen. Die Sichtweise der Männer auf Frauen und der Versuch, Gewohnheiten aus den Gesellschaften, aus denen sie stammen, innerhalb der Zivilgesellschaft weiterzuleben, bereiten den Boden für diese Konflikte. Obwohl die kulturellen Strukturen der in Europa und Deutschland geborenen Migrantinnen der Gesellschaft, in der sie leben, näher stehen, kann es von Zeit zu Zeit zu ähnlichen Konflikten kommen. Diese Konflikte bringen häusliche Gewalt mit sich, führen dazu, dass beide Seiten Schaden nehmen und das Problem sich vertieft. An dieser Stelle sollte eine umfassende Debatte über die Einstellung von Migranten gegenüber Frauen geführt werden; es muss mit Nachdruck betont werden, dass richtige Verhaltensweisen von Männern übernommen werden müssen.

Es muss ein harter Kampf geführt werden, damit die Gleichberechtigung von Mann und Frau in den Köpfen verankert wird und sich im Verhalten widerspiegelt. In dieser Hinsicht müssen die notwendigen politischen Maßnahmen ohne Kompromisse umgesetzt werden. Die Gleichberechtigung der Frau in der Gesellschaft, ihr Mitspracherecht und ihre Präsenz in allen Lebensbereichen müssen verteidigt werden, ohne Raum für alternative Ansichten zu lassen.

Ein weiteres wichtiges Phänomen ist die Ausgrenzung, der Alltagsrassismus und die Diskriminierung aufgrund von nationalistischem Chauvinismus, denen Migrantinnen in der europäischen und deutschen Gesellschaft ausgesetzt sind. Darüber hinaus sind Frauen im täglichen Leben sexistischen Praktiken ausgesetzt. Es kommt häufig vor, dass sie als „exotische“ Figuren betrachtet, objektiviert oder verbal belästigt werden (Anmache).

Migrantinnen sind aufgrund ihres Frauseins und ihres Status als Migrantinnen einer „Doppelbelastung“ bzw. zweifachen Unterdrückung ausgesetzt und tragen eine schwere Last der frauenfeindlichen Vorurteile in der Gesellschaft. Die Diskriminierung bei der Arbeits- und Wohnungssuche wird zu einer der brennendsten Realitäten des täglichen Lebens. Diese Vorurteile in der Gesellschaft führen zu bleibenden Schäden im Leben der Frauen. Diskriminierung hinterlässt in den Zivilgesellschaften in Europa und Deutschland immer noch tiefe Spuren; daher glaube ich, dass in diesem Bereich ein entschlossener Kampf geführt werden muss.

Vorurteile in den Zivilgesellschaften beeinflussen aufgrund von Elementen wie Nationalismus, Rassismus und Chauvinismus das Verhalten von Männern gegenüber Frauen negativ. Diese Situation muss so lange diskutiert werden, bis die Wahrheiten ans Licht kommen. Solange kein entschlossener Kampf gegen Vorurteile, Nationalismus und Rassismus geführt wird, werden in erster Linie Migrantinnen weiterhin Schaden nehmen. Da Nationalisten, Rassisten und Chauvinisten Feinde all jener sind, die nicht so denken wie sie, muss hier eine ganzheitliche Kampfmethode entwickelt werden.

Man muss akzeptieren, dass Migrantinnen ein untrennbarer Teil der Gesellschaft mit gleichen Rechten sind. In der heutigen globalisierten Welt muss im Hinblick auf Frauen sensibler und besonnener gehandelt werden. Es ist von lebenswichtiger Bedeutung, den Schaden vorherzusehen, den Strukturen, die die Gleichberechtigung der Frau in der Gesellschaft nicht akzeptieren, der Gemeinschaft

9 Februar 2026 0 Kommentare
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