Von: Mehmet Tanlı – Köln
Kuba zwischen Embargo, Isolation und Widerstand
Am Freitag, den 6. November, veranstaltet der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) in Köln eine Podiumsdiskussion zum Thema Kuba. Am 6. November 2026 werden an der Universität zu Köln unter Beteiligung von zwei kubanischen Wissenschaftlern die aktuelle politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Lage des Landes eingehend analysiert.
Kuba sieht sich seit Jahrzehnten einem erbarmungslosen US-Embargo ausgesetzt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Auswirkungen des US-Embargos und weiterer Sanktionen, die gesellschaftlichen Herausforderungen sowie die Zukunftserwartungen Kubas.
Seit vielen Jahrzehnten beeinträchtigen das US-Embargo und weitere Sanktionen die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Kubas negativ. Die Folgen sind in vielen Bereichen des täglichen Lebens spürbar und verschärfen die ohnehin schwierigen Lebensbedingungen vieler Menschen weiter. Gleichzeitig versucht das kubanische Volk trotz enormer Schwierigkeiten, seine sozialen Errungenschaften – insbesondere in den Bereichen Bildung und Gesundheit – zu bewahren und seine Souveränität zu verteidigen.
Doch was bedeuten das Embargo und die Sanktionen konkret für die Bevölkerung in Kuba? Welche sozialen, wirtschaftlichen und humanitären Herausforderungen bringen sie mit sich? Wie bewältigt die kubanische Gesellschaft diese Hürden und welche Hoffnung gibt es für die Zukunft?
Zwei kubanische Referenten auf dem Podium
Die Veranstalter erklärten: „Wir möchten diese und ähnliche Fragen gemeinsam mit unseren Gästen diskutieren. Unsere Gäste aus Kuba sind Frau Prof. Dr. Ediltrudis Panadero de la Cruz, Juristin mit Spezialisierung auf Zivil- und Familienrecht an der Universität Oriente in Santiago de Cuba sowie Vorsitzende der Wissenschaftlichen Kommission für Zivil- und Familienrecht in Santiago de Cuba, und Herr Prof. José Álvarez Romaguera, Sprachwissenschaftler, Bildungsexperte und ehemaliger Professor für Germanistik.“
Vorträge und gemeinsame Diskussion
Nach den Vorträgen unserer beiden Gäste möchten wir in einer moderierten Diskussionsrunde die aktuelle Lage Kubas vertiefen, unterschiedliche Perspektiven beleuchten und die politischen, sozialen sowie wirtschaftlichen Entwicklungen gemeinsam erörtern. Dabei ist es uns ein wichtiges Anliegen, Raum für Fragen zu schaffen und eine Atmosphäre des offenen Austausch mit dem Publikum zu ermöglichen.
Diese Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten – darunter Personen aus der Kuba-Solidaritätsbewegung, Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie politisch Interessierte. Internationale Solidarität bedeutet für uns auch zuzuhören, Zusammenhänge zu verstehen und miteinander in den Dialog zu treten. Wir laden Sie herzlich ein, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, sich an den Diskussionen zu beteiligen und gemeinsam ein Zeichen der Solidarität mit Kuba zu setzen.
UN-Generalversammlung fordert Fortführung des US-Embargos
Bei der jährlichen UN-Abstimmung am 29. Oktober über die Aufhebung des US-Embargos gegen Kuba erhielt die Karibikinsel so wenig Unterstützung wie seit 1995 nicht mehr. Zwar nahm die UN-Generalversammlung am vergangenen Mittwoch erneut eine entsprechende Resolution an, jedoch stimmten diesmal nur 130 Staaten dafür. 17 Staaten stimmten dagegen und 25 enthielten sich. Zum ersten Mal seit 34 Jahren enthielten sich auch westliche Staaten wie Deutschland, Italien und Lettland. Zu den Ländern, die gegen die Resolution stimmten, gehörten Bosnien und Herzegowina, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Litauen, Marokko, Nordmazedonien, Paraguay und Slowenien.
Verschärfte Sanktionen bevorstehend
Die Abstimmung fand im Kontext einer Verschärfung der US-Sanktionen und eines seit neun Monaten andauernden Ölembargos gegen Kuba statt.
Veranstaltungshinweise
(Unterstützt und zur Teilnahme aufgerufen vom Verein Fikir Atölyesi e.V.)
- Datum: Freitag, 6. November 2026, 18:00 Uhr
- Ort: Universität zu Köln, Hörsaalgebäude, Hörsaal A2
- Referenten: Dr. Ediltrudis Panadero de la Cruz & Prof. José Álvarez Romaguera
- Moderation: Murat Yılmaz, Mitglied des Parteivorstands DIE LINKE
- Eintritt: Frei
Vergessen Sie Kuba nicht – informieren Sie sich, diskutieren Sie mit und zeigen Sie Ihre Solidarität!