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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

Die in Europa gestellten Asylanträge sind deutlich weniger geworden. In Deutschland wird...

3 März 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

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20 Januar 2026 0 Kommentare
Allgemein

Tod von deutsch-türkischer Familie in Istanbul: Prozessbeginn steht fest

von Fremdeninfo 27 Februar 2026
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Von: dpa- dtj-online

Nach dem Tod einer Hamburger Familie in Istanbul beginnt im April der Prozess. Sechs Angeklagte müssen sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Im Fall der im Türkeiurlaub vergifteten Familie aus Hamburg steht ein Prozessdatum fest. Auftakt des Verfahrens in Istanbul sei am 21. April, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Das zuständige Gericht habe die Anklageschrift angenommen. Der Vater des gestorbenen Mannes will den Prozessauftakt persönlich verfolgen, wie er der Deutschen Presse Agentur sagte.

Insgesamt müssen sich Anadolu zufolge sechs Angeklagte vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft fünf Personen bewusste fahrlässige Tötung vor, darunter sind Verantwortliche einer Schädlingsbekämpfungsfirma und der Hotelmanager. Für sie fordert die Staatsanwaltschaft Anadolu zufolge zwischen zwei Jahren und acht Monaten und mehr als 22 Jahren Haft. Für einen Hotelangestellten werden demnach bis zu 15 Jahren Haft gefordert.

Wegen Übelkeit im Krankenhaus behandelt

Vater, Mutter und die zwei kleinen Kinder aus Hamburg waren Mitte November im Istanbul-Urlaub mit Beschwerden wie Erbrechen und Übelkeit ins Krankenhaus eingeliefert worden und gestorben. Zunächst hatten die Behörden eine Lebensmittelvergiftung vermutet. Todesursache war jedoch eine Vergiftung durch ein im Hotel verwendetes Insektizid zur Schädlingsbekämpfung, wie ein Gutachten später feststellte.

Berichten zufolge hatte das Unternehmen, das die Schädlingsbekämpfung durchgeführt hatte, keine Genehmigung. Das Schicksal der Familie, die aus der Türkei stammt, hatte für große Bestürzung in Deutschland und der Türkei gesorgt.

27 Februar 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Ein Angriff auf die Aleviten ist ein Angriff auf die gesamte Gesellschaft

von Fremdeninfo 27 Februar 2026
von Fremdeninfo


Von: Aziz Tunç/ Avrupa Demokrat

Der im letzten Jahr begonnene Prozess für Frieden und eine demokratische Gesellschaft ist zu Recht zum Hauptthema der gesellschaftlichen Agenda geworden. Doch parallel zu dieser Agenda finden weitere sehr wichtige Entwicklungen statt, die nicht im Schatten bleiben dürfen.

Kurz nach Beginn dieses Prozesses kam es zu Angriffen auf die CHP, die die gesamte Gesellschaft erschütterten und als Beispiele für Tyrannei und Willkür gelten können. Es war bekannt, dass diese Angriffe – ähnlich wie die zuvor unter dem Namen „KCK-Operationen“ gegen Kurden gerichteten Aktionen – nicht aus rechtlichen oder gesetzlichen Notwendigkeiten heraus erfolgten, sondern im Einklang mit den politischen Kalkülen der „Volksallianz“ (Cumhur İttifakı) standen. Trotz des gesellschaftlichen Protests werden diese Angriffe fortgesetzt.

Vor kurzem erlebten wir eine weitere Version dieser Angriffe. Es gab einen vielseitigen Schlag gegen demokratisch-sozialistische Institutionen. Hunderte Häuser wurden gestürmt. Hunderte Menschen waren einem Festnahmeterror ausgesetzt, und ein erheblicher Teil von ihnen wurde verhaftet. Auch dieser Angriff entbehrte jeglicher rechtlichen Grundlage. Tyrannei und Willkür wurden rücksichtslos angewandt.

Arbeiter, die unter unerträglichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu überleben versuchen und für ihre Rechte streiken, blieben von keinerlei Schikane verschont. Diese Unterdrückung und die Angriffe gegen die Arbeiter zeigen deutlich, auf wessen Seite der Staat steht und wie weit er in seiner Volksfeindlichkeit geht.

An den Universitäten stehen Jugendliche unter schrecklichem Druck und Angriffen. Frauen versuchen überall und in jeder Situation, mit staatlich bedingtem Druck und Gewalt fertig zu werden.

Wäre es unter diesen Bedingungen, in denen allen Teilen der Gesellschaft das Leben zur Hölle gemacht wird, möglich, dass die Aleviten nicht unterdrückt werden? Zudem sind die Aleviten eine gesellschaftliche Gruppe, die dieser Staat ohnehin nie mochte; sie werden ständig und systematisch unter Druck gehalten. Der Staat, der plant, diesen Druck und die Angriffe gegen Aleviten noch weiter zu verschärfen, hat einen neuen Schritt unternommen.

Es ist bekannt, dass der Staat seit vielen Jahren intensive Anstrengungen unternimmt, um das Alevitentum zu eliminieren. Zu diesem Zweck wurde eine assimilatorische Institution namens „Präsidium für alevitisch-bektaschitische Cemevis“ gegründet, und als ob dies nicht ausreichte, wurde die ÇEDES-Anwendung (Projekt zur Werteerziehung) ins Leben gerufen.

Offensichtlich reichte auch das nicht aus, denn unter dem Namen „Ramadan-Erlass“ (Ramazan Genelgesi) wurde eine neue Assimilationsmethode in Kraft gesetzt. In Übereinstimmung mit diesem Erlass wurden die Aktivitäten zur „Erziehung einer religiösen und hasserfüllten Generation“ in den Schulen beschleunigt. Hierfür werden Schülern Eide abverlangt, die denen von DAİŞ-Banden (IS) ähneln. Diese Praktiken werden in verschiedenen Medien verbreitet, um Propaganda zu betreiben und die Gesellschaft zu beeinflussen.

Sowohl diese neuen Angriffe an sich als auch die Reaktion des Staates sind so wichtig, dass man gesondert darauf eingehen muss. Denn diese Angriffe und die Haltung des Staates gegenüber diesen Angriffen deuten auf eine historische Ära hin.

Die fraglichen Angriffe richten sich gegen die Identität und die Existenz von Millionen von Aleviten. Ohne jegliches Zögern und ohne das Bedürfnis nach Sorgfalt will der Staat Millionen von Aleviten von ihrem Glauben losreißen und sie von ihrem Selbst entfremden.

Die alevitische Gemeinschaft, alevitische Institutionen, die Bildungsgewerkschaft Eğitim Sen und der Elternverein haben scharf auf den „Ramadan-Erlass“ reagiert, der keinerlei rechtliche Grundlage sowie keine moralischen oder menschlichen Werte besitzt. Diese Reaktion wurde von den demokratischen Kräften aufgegriffen und unterstützt.

Doch ein Elternteil, das seinen demokratischen Protest gegen diesen Erlass ausdrückte, wurde in dem Haus, in dem es zu Gast war, festgenommen. Damit wollte der Staat der Gesellschaft drohen und zeigen, dass er jede Art von Tyrannei anwenden wird, um diesen Erlass durchzusetzen.

In der Zwischenzeit haben die beiden einflussreichsten Namen des Staates, MHP-Vorsitzender Devlet Bahçeli und Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan, Erklärungen abgegeben, in denen sie den Ramadan-Erlass verteidigen.

Bahçeli verteidigte den Erlass leidenschaftlich und dankte den Verantwortlichen. Seine Haltung in der Rede verdeutlichte, dass diese Politik die grundlegende Staatspolitik ist. Bahçelis Verhalten zeigt auch offen, warum sie Cemevis bauen lassen und warum sie sich nicht mit den Massakern der Vergangenheit auseinandersetzen.

In derselben Rede, in der Bahçeli den Ramadan-Erlass verteidigte, forderte er auch die Festlegung des Status des kurdischen Volksführers Abdullah Öcalan. Natürlich ist diese Forderung richtig und angebracht. Zudem ist es von Bedeutung, dass diese Forderung von Bahçeli geäußert wurde.

Man kann jedoch nicht einerseits diese Forderungen für den kurdischen Volksführer Abdullah Öcalan formulieren und andererseits eine Assimilation gegen die Aleviten betreiben; das ist inakzeptabel.

Denn Demokratie ist kein System, in dem unterschiedliche Ideen nebeneinander verteidigt werden können, während Regellosigkeit herrscht und Willkür regiert. Demokratie ist ein System, das in sich konsistent ist, nach Regeln funktioniert und der gesellschaftlichen Kontrolle offensteht. Daher können die Kurden unter Bedingungen, in denen Aleviten und andere Teile der Gesellschaft jeglicher Art von Druck und Assimilation ausgesetzt sind, nicht frei sein. In einem Umfeld, in dem die alevitische Assimilation andauert, kann die Forderung nach einem Status für Herrn Öcalan zwar richtig und notwendig sein, aber sie kann die demokratische Entwicklung nicht garantieren. Dass Bahçeli die Sensibilitäten der Kurden anspricht, während er gleichzeitig die Angriffe auf die Aleviten unterstützt, ist ein ernsthafter Widerspruch.

Nach Bahçeli widmete auch Erdoğan seine Fraktionsrede diesem Thema. Von seiner 48-minütigen Rede verwendete Erdoğan 40 Minuten für diese Angelegenheit. Diese Rede, die eine neue Phase des „Erdoğan-Staates“ markiert, muss gesondert bewertet werden.

Ein einziger Satz verdeutlicht jedoch die Mentalität, die die Rede beherrschte. In Bezug auf die reaktionären und rechtswidrigen Praktiken des Ramadan-Erlasses sagte Erdoğan sinngemäß: „Diejenigen, die sich an diesem Erlass stören, sollten ihre Verbindung zu diesem Boden, dieser Flagge und diesem Staat neu überdenken.“ Dieser Ansatz bedeutet: „Wenn ihr nicht sunnitisch-islamisch und türkisch seid, habt ihr kein Recht, auf diesem Boden zu leben.“ Das ist es, was die Machthaber den Unterdrückten zugestehen und was sie so klar und deutlich sagen. Selbst die Militärdiktatur vom 12. September konnte ein solches Ausmaß an Ausgrenzung nicht in dieser Offenheit ausdrücken.

Von nun an ist die Realität, die jeder Demokrat, jeder Progressive und jeder Revolutionär in der Türkei und in Nordkurdistan wissen muss, folgende: Dieser Staat trägt einen osmanisch-islamistischen und türkisch-nationalistischen Charakter.

Was sollten diejenigen tun, die Demokratie und Freiheit fordern, angesichts dieser ausgrenzenden, ignorierenden und auf Vernichtung zielenden Haltung, die Erdoğan und Bahçeli als Machthaber dieses Staates an den Tag legen? Das ist die Kernfrage. Jeder muss erkennen, dass er angesichts dieser Worte vor der gesellschaftlichen Entscheidung steht, zu existieren oder nicht zu existieren.

Ausgehend von dieser Tatsache muss jeder sein Bestes tun, um den Kampf auf eine neue Ebene zu heben.

Denn was selbst die dunkelsten Tage erhellen wird, ist der organisierte revolutionäre Widerstand der Völker. Den Glauben an diese Realität und die Hoffnung darauf zu stärken, ist die Garantie für den Sieg.

 

 

27 Februar 2026 0 Kommentare
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Allgemein

WIR SIND EINE GESELLSCHAFT, DIE ZUM WANDEL GEZWUNGEN IST – SOWOHL DIE REGIERENDEN ALS AUCH DIE REGIERTEN

von Fremdeninfo 26 Februar 2026
von Fremdeninfo

Von Celal Isik / Istanbul

Die Aussage des Parlamentspräsidenten Numan Kurtulmuş, „Die Türkei wird nicht mehr umkehren“, wirkt wie die Verkündung einer in den Tiefen des Staates getroffenen Entscheidung an die Welt- und die türkische Öffentlichkeit.

Wir sind Zeugen einer Situation, die einer politischen Kehrtwende um 180 Grad entspricht. Diese Transformation wurde durch eine Sackgasse in der bestehenden staatlichen Politik gegenüber den Kurden erzwungen – sowohl in Syrien als auch in der Türkei –, die man bis gestern noch als Feinde betrachtete und zu deren Vernichtung man Krieg führte.

Dieser tiefgreifende strategische Politikwechsel der Republik Türkei ist eine Notwendigkeit der grundlegenden geopolitischen Transformation im Nahen Osten und des Versuchs des globalen Kapitals, die politische Landkarte der Region neu zu gestalten. Er ist das unvermeidliche Ergebnis des Zwangs, sich mit diesen dominanten Mächten in Einklang zu bringen.

Auf dem Treffen in Paris wurde ein Konsens darüber erzielt, dass die beiden regionalen Staaten, die die globalen hegemonialen Mächte als ihre Stützen betrachten – die Türkei und Israel –, als zwei harmonische Verbündete in der Region agieren sollen. Genau dieses Abkommen ist der eigentliche Grund, der den türkischen Staat dazu zwingt, sowohl seine Regionalpolitik als auch seine Kurdenpolitik grundlegend zu ändern.

Bahçeli ist nicht an den Punkt gelangt, die Kurden – wenn auch widerwillig – als „Brüder“ zu bezeichnen, weil er sie so sehr liebt, sondern für das Fortbestehen (Beka) seines über alles geliebten Staates. Es scheint, dass Bahçeli seit langem versucht, auch Erdoğan von diesem Prozess zu überzeugen.

Es ist seltsam: Jener „tiefe Staat“, Ergenekon und Bahçeli, die Erdoğan damals dazu drängten und überzeugten, den ersten Lösungsprozess aufzugeben, versuchen nun aufgrund der heutigen konjunkturellen Bedingungen und Notwendigkeiten, Erdoğan von einem Prozess zu überzeugen, den sie gestern noch ablehnten. Dieser Umstand wurde durch Numan Kurtulmuşs Erklärung „Die Türkei wird nicht mehr umkehren“ bestätigt.

Offensichtlich gibt es eine Kraft jenseits von Bahçeli und Erdoğan (eine gemeinsame Staatsvernunft), und es scheint diese Kraft zu sein, die sowohl Erdoğan als auch Bahçeli von diesem Prozess überzeugt hat. Es besteht kein Zweifel, dass in dieser Kraft (dem tiefen Staat) – wie schon in der Vergangenheit – auch die Hände und andere Organe des globalen Kapitals involviert sind.

Was hatte „Uncle Sam“ (Paul Henze) über den Putsch vom 12. September gesagt? „Our boys did it“ (Unsere Jungs haben es getan).

Es muss wohl diese über den politischen Parteien, dem Parlament und der Regierung stehende tiefe Kraft sein, die Bahçeli und die MHP dazu bringt, sich aus einer extremen, antikurdischen Position heraus zum Thema zu äußern.

Sehen Sie, seit dem 24. Februar ruft Bahçeli dazu auf, die Ungewissheit über den Status von „Imralı“ (Öcalan) zu beseitigen. Er sagt: „Die Treuhänder-Politik (Kayyum) muss geändert werden, die Wiedereinsetzung der ‚beiden Ahmets‘ in ihre Ämter muss sichergestellt werden.“

Es ist jedoch eine Tatsache, dass diese paradoxe Kurdenpolitik, die ständige Zickzackkurse beschreibt und bei der das am Morgen Gesagte im Widerspruch zum Abend steht, bei den Kurden und in der Gesellschaft keine Glaubwürdigkeit findet. Diese Situation ist weitgehend das Ergebnis der Reaktion der nationalistischen, kurdenfeindlichen Masse, die durch eine rassistische und feindselige Politik erschaffen wurde, auf Bahçelis paradoxe neue Kurdenpolitik.

Ein Teil der nationalistischen, kurdenfeindlichen Front, die Bahçeli und die MHP wegen ihrer Äußerungen zu Öcalan und der jüngsten Kurdenpolitik unter Dauerbeschuss nimmt – bestehend aus der İYİ-Partei, der Zafer-Partei und anderen nationalistischen Parteien –, befindet sich gleichzeitig in einer Allianz mit der kurden- und prozessfeindlichen Strömung innerhalb der CHP.

Auf der anderen Seite der Front gegen den Prozess muss man den massiven negativen Druck sehen, den die Medien des kemalistischen Lagers wie die Zeitungen Cumhuriyet und Sözcü sowie der Sender Halk TV auf die CHP gegen eine Lösung und gegen die Kurden ausüben. Es muss gesagt werden, dass Autoren wie Yılmaz Özdil und Soner Yalçın mit ihren scharfen und giftigen antikurdischen Federn die Gesellschaft in erheblichem Maße vergiften.

Die „weißen Türken“ in der Ägäis, in Thrakien sowie in der Schwarzmeerregion und in Zentralanatolien befinden sich förmlich in einer „heiligen Allianz“ gegen eine Lösung und gegen die Kurden, um die Gründungscodes der Republik nicht zu verändern. Sie stehen unter dem Einfluss einer psychologischen Verfassung, als ob das „Türkentum“ und der Staat verloren gingen.

Sie verteidigen die Gefangenschaft in einem einfarbigen politischen Gewand, das an allen Ecken und Enden zerfetzt ist und nicht mit der pluralistischen Soziologie der Türkei harmoniert und deren Vielfalt nicht umschließen kann.

Es ist bedauerlich, dass einige Parteien und Intellektuelle, die sich als Sozialisten bezeichnen, dem ganzheitlichen Paradigma, das eine tiefgreifende Verfassungsänderung erfordert, lediglich den Säkularismus – der nur ein Teil dieses Paradigmas ist – entgegensetzen. Dies ist ein Versuch, der die vielschichtige gesellschaftliche Opposition schwächt. Auf einen einzelnen Teil eines tiefgreifenden und multiplen gesellschaftlichen Oppositionsbündnisses aufzuspringen und das ganzheitliche Paradigma des demokratischen Lösungsprozesses zu vereinheitlichen, dient leider nur dazu, die Ganzheitlichkeit des Paradigmas zu zerstören und die Opposition zu spalten.

Diese Haltung ist in gewissem Sinne das Ergebnis einer Naivität, die das Säkularismus-Verständnis der Gründungscodes der Republik verteidigt (einen Säkularismus, der durch die Gründung der Religionsbehörde Diyanet ohnehin bereits vernichtet wurde und faktisch nicht existiert).

Die nationale Linke (Ulusal Sol) in diesem Land, die die Gründungswerte der Republik verteidigt, konnte entweder nie begreifen oder wollte nicht akzeptieren, dass ein Wert namens Säkularismus in diesem Land niemals wirklich verwirklicht wurde.

Es gibt wohl kaum eine andere Gesellschaft und keine anderen Intellektuellen auf dieser Welt, die den Staat und seinen Gründer so sehr fetişisieren und einen Führer derart anbeten.

26 Februar 2026 0 Kommentare
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Antwort auf den Aufruf an die migrantische Jugend von Cumali Yağmur

von Fremdeninfo 26 Februar 2026
von Fremdeninfo

 Von: Sinan Baris
„Sehr geehrter Herr/Frau Yağmur, ich habe Ihren Aufruf für die Migrantenjugend aufmerksam gelesen. Ich glaube, dass Sie Ihre Aufrufe hier immer wieder sehr aufrichtig und herzlich verfassen. Die Themen, die Sie ansprechen, sind Dinge, über die sich die Migrantenjugend in Europa und generell im täglichen Leben Gedanken machen sollte.

Es ist eine sehr richtige Tatsache, dass sich junge Migranten in allen Bereichen der Gesellschaft aktiv beteiligen sollten. Es ist unerlässlich, dass Migrantenjugendliche bewusst gegen Ausgrenzung oder Herabwürdigung in der Gesellschaft, in der sie leben, ankämpfen. Ohne den Mut zu verlieren, müssen sie entschlossen und geduldig selbst über ihr Leben entscheiden und es führen. Es ist notwendig, Mitglied in zivilgesellschaftlichen Organisationen und Parteien zu werden und dort zu arbeiten, auch wenn es schwierig ist. Ich glaube, dass man in allen Lebensbereichen das Schwierige meistern muss, auch wenn es mühsam ist.

Die Jugendlichen sollten auch durch die Gründung eigener Unternehmen ihren Beitrag zur Wirtschaft leisten. Im Berufsleben müssen viele Jugendliche die Techniken des digitalen Zeitalters sehr gut beherrschen. Angesichts des technologischen Fortschritts müssen junge Migranten diese Möglichkeiten heute bestmöglich nutzen. Im Bereich der Presse sollten sie ihren Horizont erweitern, deutsche Texte schreiben und die Medien sehr effektiv nutzen. In der heutigen Gesellschaft sind Medien von großer Bedeutung; ich bin überzeugt, dass sie die digitale Welt gut nutzen müssen.
Sehr geehrter Herr/Frau Yağmur, ich möchte Ihnen meinen Dank und meine Anerkennung dafür aussprechen, dass Sie uns diesen Aufruf gemacht und uns sensibilisiert haben.“

 Von: Sibel Koca
„Ich habe Ihren Aufruf sehr aufmerksam gelesen und stimme Ihnen voll und ganz zu. Sie haben einen sehr richtigen Aufruf gemacht, der die Realität sehr gut widerspiegelt. Über Jahre hinweg wurden Preise gezahlt, um die Schwierigkeiten zu überwinden, mit denen die Migrantenjugend in der Gesellschaft konfrontiert war. Auch heute zahlen Teile der Migrantenjugend noch immer einen Preis. Von diesem Punkt an wird die Migrantenjugend nach vorne schauen und darum kämpfen, ihre Aufgaben in der Gesellschaft zu erfüllen.

Die Stellung von Migranten in der Gesellschaft wird überall auf der Welt oft als die von Menschen zweiter Klasse wahrgenommen. Zuerst werden die Jugendlichen der lokalen Gesellschaft berücksichtigt, dann die aus dem gemeinsamen Markt und schließlich diejenigen aus Asien und dem Nahen Osten. Da dies die Lage ist, müssen Migrantenjugendliche dies sehr gut analysieren und auf jede Schwierigkeit für ihre Zukunft vorbereitet sein. Jeder junge Migrant hat diese Schwierigkeiten erlebt. Diese Erfahrungen sollten die Jugendlichen dazu bewegen, bewusst für ihre eigene Zukunft weiterzukämpfen. Sie haben diese Diskussion sehr gut und zum richtigen Zeitpunkt angestoßen; diese Debatte sollte hier von Zeit zu Zeit fortgeführt werden. Es sollten Anstrengungen unternommen werden, die Diskussion voranzutreiben, ohne sie im Keim zu ersticken.“

 

 Von: Funda Tonuk
„Ich glaube, dass es nützlich ist, solche Aufrufe an die Migrantenjugend von Zeit zu Zeit zu wiederholen. Es ist ein sehr guter Ansatz, die Zukunft der Jugendlichen, die Schwierigkeiten, denen sie in der Gesellschaft begegnen, und die Überwindung dieser Hürden zu betonen. Dies gewährleistet die Kontinuität in Gesellschaften, indem nachfolgende Generationen sich an den Erfahrungen der vorangegangenen orientieren.

In der Geschichte der Migration gab es immer wieder Phasen und Persönlichkeiten, die künftigen Generationen als Vorbild dienten. Dies ist nicht nur unvermeidlich, sondern auch reich an Beispielen. Ich glaube, dass junge Migranten in den europäischen und insbesondere in der deutschen Gesellschaft, in der sie leben, nicht in schmerzhaften Erfahrungen verharren sollten, selbst wenn sie diese durchgemacht haben. Zu jeder Zeit hat es Menschen mit Migrationshintergrund gegeben, die sich durch ihre Erfolge einen Namen gemacht haben, und das wird auch in Zukunft so sein.

Man muss die Gesellschaften, in denen wir leben, in jeder Hinsicht analysieren und mit der Frage ‚Wo können wir anfangen?‘ den Kampf aufnehmen. Vielleicht nützt es niemandem, aus Angst vor dem Verlust bestimmter Wertvorstellungen krampfhaft an ihnen festzuhalten. Wir müssen immer nach vorne schauen, mit der Zeit gehen und das anwenden, was für uns nützlich und gültig ist. Wir müssen zukunftsorientierte Schritte unternehmen, indem wir alle nützlichen Elemente der Gesellschaften, in denen wir leben, nutzen. Auch wenn die Bedingungen schwierig sind, müssen wir Wege finden, diese zu unserem Vorteil zu wenden und sie zu nutzen. In der Überzeugung, dass eine solche Diskussion für die Migrantenjugend hilfreich sein wird, habe ich diesen Text verfasst.“

26 Februar 2026 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Ausreisepflichtige: Poseck verteidigt Handyortung: „Vereinbar mit EU-Recht“

von Fremdeninfo 26 Februar 2026
von Fremdeninfo

Artikel von Katharina Iskandar/ Faz

 

Nach der breiten Kritik an seinem Vorschlag, ausreisepflichtige Migranten künftig per Handyortung aufspüren zu lassen, hat der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) sein Vorhaben verteidigt. Zugleich hat er seine Pläne konkretisiert, wie er die Zahl der Abschiebungen weiter erhöhen will.

Im Gespräch mit der F.A.Z. sagte er, die Handyortung solle nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zu den bestehenden Instrumentarien gesehen werden, wie etwa der Abschiebehaft. Auch solle sie nicht für jeden ausreisepflichtigen Migranten pauschal angeordnet werden. „Das würde mir auch zu weit gehen“, so Poseck, da Persönlichkeitsrechte berührt seien. „Aber es geht darum, dass der Staat bei Personen, die sich ihrer Abschiebung entziehen wollen, schneller reagieren kann.“

Auch Einsatz der Fußfessel denkbar

Laut Poseck geht sein Vorschlag mit dem europäischen Recht einher. Auf europäischer Ebene werde derzeit über eine neue Rückführungsverordnung diskutiert, dabei solle auch die elektronische Aufenthaltsüberwachung zur Durchsetzung von Ausreisepflichten eine Rolle spielen. Im Gespräch sei etwa auch der Einsatz der Fußfessel. „Auch da wäre ich offen“, wie der CDU-Politiker sagt.

Zugleich sei es keine einfache Rechtsetzung, „weil es natürlich um ein Spannungsfeld zwischen Vollzungsinteresse auf der einen Seite und Persönlichkeitsrechten auf der anderen Seite geht“. Dennoch müsse der Staat seine Möglichkeiten und Befugnisse erweitern. Es sei politischer Konsens, „dass wir mehr Durchsetzungsstärke bei Abschiebungen brauchen“. Allein in Hessen seien 13.000 Ausreisepflichtige registriert. „Wir müssen deshalb Möglichkeiten eröffnen, dass Flüchtlinge nicht so leicht untertauchen können. Es geht nicht um Willkürmaßnahmen, sondern um den Vollzug des Rechts. Und da müssen wir insgesamt erfolgreicher werden.“

Verschobene Abschiebungen verursachen Kosten

Die Kritik, die ihm von Seiten der Gewerkschaft der Polizei (GdP) entgegengebracht wurde, kann Poseck nicht nachvollziehen. „Die GdP ist in der Wortwahl über das Ziel hinausgeschossen“, sagte er. Es gehe nicht um eine „perfide Menschenjagd“, wie die GdP behaupte, und auch nicht darum, ein Vorgehen wie bei der US-Behörde ICE einzuführen, die er im Übrigen selbst kritisch sehe. Vielmehr solle dadurch auch die Polizei entlastet werden. „Wenn ein Versuch scheitert, muss es einen zweiten, dritten geben. Das bindet Personal.“ Deshalb sei sein Vorschlag aus seiner Sicht „auch geeignet, bei der Polizei sogar eine Entlastung herbeizuführen“.

Abschiebungen in bestimmte Länder fänden an bestimmten Tagen statt, „und wenn die Abschiebung dann scheitert, dann dauert es wieder Wochen bis Monate, bis die Maßnahme durchgeführt werden kann. Das hat Nachteile für alle Beteiligten. Und es hat im Übrigen auch eine erhebliche Kostenrelevanz“.

Menschen, die ausreisepflichtig seien, müssten streng genommen das Land von sich aus verlassen, sagte Poseck. Das werde zum Teil auch finanziell gefördert. „Das heißt, die Menschen, für die am Ende die Abschiebung relevant wird, haben auch wirklich alles ausgereizt.“ In diesen Fällen sei eine Abschiebung unumgänglich, „ansonsten bringen wir unseren Rechtsstaat nicht zur Geltung, dann gehen gerichtliche Entscheidungen ins Leere“. Im Übrigen würden auch falsche Anreize geschafft, wenn Ausreisepflichten nicht durchgesetzt würden. So könne der Eindruck entstehen, „man muss einfach nur nach Deutschland kommen, dann kann man am Ende schon irgendwie bleiben“. Und das, so Poseck, dürfe der Staat nicht zulassen.

Die Handyortung könnte Poseck zufolge im Aufenthaltsgesetz verortet werden. Derzeit gebe es noch keine rechtliche Regelung dafür, diese wolle er aber schaffen. Hessen habe im vergangenen Jahr fast 2000 Menschen abgeschoben. Das entspreche einer Steigerung von mehr als 100 Prozent in den vergangenen vier Jahren. Derzeit scheiterten etwa 40 Prozent der

26 Februar 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Koalition erhöht Druck auf Flüchtlinge

von Cumali Yağmur 26 Februar 2026
von Cumali Yağmur

Quellenangabe: HAZ vom 26.02.2026, Seite 5 

Berlin.

Die Europäische Union hat sich am 14. Mai 2024 auf ein Gemeinsames Europäisches Asylsystem (GEAS) verständigt. Die 27 Mitgliedsstaaten müssen es in nationales Recht umsetzen. Der Bundestag soll dieses Gesetz am Freitag nach langwierigen Verhandlungen von Union und SPD beschließen.

Das System sieht im Kern vor, alle Schutzsuchenden an den EU-Außengrenzen möglichst systematisch zu registrieren. Auch soll bereits dort über das Asylbegehren von Menschen entschieden werden, die wenig Chancen auf Anerkennung haben. Das gilt etwa für jene, die aus vermeintlich oder tatsächlich sicheren Herkunftsstaaten kommen. Die Zahl dieser Staaten wurde erst kürzlich von der EU erweitert, so gehören jetzt auch autoritäre Staaten wie Ägypten oder die Türkei dazu.

Im Rahmen von GEAS soll zudem entschiedener dafür gesorgt werden, dass alle anderen Asylverfahren in dem Land abgewickelt werden, in dem Asylbewerber zuerst den Boden der EU betreten. Das sind vor allem die Staaten mit EU-Außengrenze wie Griechenland, Italien oder Spanien. Außerdem soll es einen EU-internen Solidaritätsmechanismus geben. Das bedeutet: EU-Staaten mit besonders vielen Flüchtlingen sollen weniger aufnehmen müssen und Staaten mit besonders wenigen Flüchtlingen mehr. Das würde Deutschland fürs Erste entlasten, nicht zuletzt wegen der vielen Flüchtlinge aus der Ukraine. Allerdings sind nicht alle EU-Länder mit dem Solidaritätsmechanismus einverstanden. Ob er umgesetzt wird, ist offen.

Union und SPD haben monatelang verhandelt, weil Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) in einem wichtigen Punkt über die EU-Vereinbarung hinausgehen will. So sollen für Asylbewerber, für die nachweislich ein anderes EU-Land zuständig ist, sogenannte Sekundärmigrationszentren mit Aufenthaltspflicht eingerichtet werden. Dies lehnten die Sozialdemokraten zunächst ab. Doch inzwischen hat sich das geändert. Das hat mit der Flüchtlingspolitik gar nichts zu tun, sondern damit, dass die Union bei einem anderen für die SPD wichtigen Thema nachgegeben hat. So willigen CDU und CSU in das Tariftreuegesetz ein, das im Kern besagt, dass öffentliche Aufträge für Bau und Dienstleistungen nur noch an Unternehmen vergeben werden dürfen, die ihre Beschäftigten nach Tarif entlohnen.

Die SPD begründet ihre Zustimmung zu den Sekundärmigrationszentren zudem damit, dass sie nach eigenen Angaben Verbesserungen erzielt hat. So sollen sich Familien mit Kindern nicht zwölf Monate in diesen Einrichtungen aufhalten müssen, sondern bloß sechs Monate – sowie allein reisende Minderjährige gar nicht. Und alle Kinder sollen medizinische Leistungen nach dem Standard der gesetzlichen Krankenversicherungen bekommen. Ohnehin wird in Parteikreisen darauf verwiesen, dass die 16 Bundesländer solche Zentren einrichten könnten, aber nicht müssten. Und schließlich müssten sich Betroffene zwar dort aufhalten, aber Sekundärmigrationszentren seien keine Haftanstalten.

Ein weiteres Zugeständnis der Union machte Dobrindt am Wochenende in einem Interview publik. Demnach dürfen Asylbewerber, die sich in Aufnahmeeinrichtungen befinden, wie alle anderen ebenfalls bereits nach drei Monaten arbeiten und nicht erst nach sechs. Ausgenommen sind Asylbewerber, die nicht kooperieren oder falsche Angaben machen.

Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Im letzten Jahr hätte die Hälfte der Asylbewerber, die nach Deutschland gekommen sind, nach EU-Recht in einem anderen Mitgliedsstaat bleiben müssen.“ Für die Union sei es daher unverhandelbar, die Weiterreise solcher Menschen in Europa zu stoppen. Ein Instrument seien die Sekundärmigrationszentren, „in denen die Betroffenen bis zu ihrer Rücküberstellung bleiben“. Die Sozialleistungen für diese Gruppe würden auf ein Minimum reduziert. Auch führe die Koalition die Möglichkeit einer Asylverfahrenshaft für abgelehnte Asylbewerber ein, damit sie nicht untertauchen.

Dass die nationale GEAS-Umsetzung vom Bundestag mit der Koalitionsmehrheit beschlossen wird, gilt als sicher. Bundesinnenminister Dobrindt will indes noch mehr. Er peilt gemeinsam mit Österreich, Dänemark, den Niederlanden und Griechenland die Einrichtung von Return-Hubs in Staaten außerhalb der Europäischen Union an. Ob sich solche Drittstaaten finden lassen, ist aber ebenso ungewiss wie die Antwort auf die Frage, ob dies unter humanitären und rechtlich akzeptablen Bedingungen stattfinden könnte. In der SPD halten sie von solchen Überlegungen jedenfalls nichts.

Einig sind sich Unionisten und Sozialdemokraten dagegen in einem Punkt: Die Kontrollen an den deutschen Außengrenzen sollen in dem Moment beendet werden, in dem das Gemeinsame Europäische Asylsystem greift. Bereits im vorigen Jahr ist die Zahl der Erstanträge auf Asyl um rund die Hälfte gesunken.

26 Februar 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Anteil ausländischer Ärztinnen und Ärzte deutlich gestiegen

von Fremdeninfo 25 Februar 2026
von Fremdeninfo

 

Pressemitteilung Nr. N013 vom 24. Februar 2026

  • Rund jede achte Ärztin und jeder achte Arzt hatte 2024 keine deutsche Staatsangehörigkeit
  • 42 % aller zugewanderten Ärztinnen und Ärzte sind weniger als zehn Jahre in Deutschland
  • Der Beruf der Ärztin und des Arztes war 2024 der am zweithäufigsten anerkannte ausländische Berufsabschluss

WIESBADEN – In Deutschland arbeiten immer mehr ausländische Ärztinnen und Ärzte. In der Human- und Zahnmedizin ist ihr Anteil in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hatten 13 % oder 64 000 Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2024 keine deutsche Staatsangehörigkeit. Zehn Jahre zuvor waren es noch 7 % oder 30 000. Zum Vergleich: Bei den Erwerbstätigen insgesamt lag der Anteil jener mit ausländischer Staatsangehörigkeit 2024 bei 15 % (2014: 9 %). Von den ausländischen Ärztinnen und Ärzten im Jahr 2024 war knapp die Hälfte (49 %) jünger als 35 Jahre, unter den deutschen Ärztinnen und Ärzten waren es 18 %.

121 000 Ärztinnen und Ärzte nach Deutschland zugewandert

Dass vor allem in den vergangenen zehn Jahren viele Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland nach Deutschland gekommen sind, zeigt sich auch mit Blick auf die Einwanderungsgeschichte der Erwerbstätigen. In der Human- und Zahnmedizin arbeiteten 2024 insgesamt 121 000 aus dem Ausland zugewanderte Ärztinnen und Ärzte, das war knapp ein Viertel (24 %) der gesamten Ärzteschaft. Ein Teil der zugewanderten Ärztinnen und Ärzte besitzt inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft, wie die oben angeführten Zahlen zur Staatsangehörigkeit dieser Berufsgruppe zeigen. 51 000 oder 42 % der zugewanderten Ärztinnen und Ärzte waren weniger als zehn Jahre in Deutschland. Dabei kann keine Aussage darüber getroffen werden, ob die Zugewanderten in der Human- und Zahnmedizin ihre Ausbildung bereits vollständig im Ausland abgeschlossen hatten.

Gut 7 600 ausländische Abschlüsse in Human- und Zahnmedizin wurden 2024 voll anerkannt

Neben dem Medizinstudium und der Approbation hierzulande können auch im Ausland erworbene Abschlüsse mit voller Gleichwertigkeit anerkannt werden. Im Jahr 2024 waren Ärztinnen und Ärzte nach Pflegefachfrauen und -männern die Berufsgruppe mit den zweitmeisten Anerkennungen ausländischer Abschlüsse. Rund 7 000 Ärztinnen und Ärzte mit ausländischem Abschluss erhielten die Anerkennung mit voller Gleichwertigkeit in Deutschland. Darunter waren 21 % oder gut 1 400 Deutsche, gefolgt von 11 % oder knapp 800 Syrerinnen und Syrern. Zahnärztinnen und Zahnärzte lagen auf Rang 7 der Berufe mit den meisten Anerkennungen ausländischer Abschlüsse. Im Jahr 2024 wurden in der Zahnmedizin knapp 700 ausländische Abschlüsse als voll gleichwertig anerkannt. Die meisten Anerkennungen erhielten auch hier deutsche Zahnärztinnen und Zahnärzte (46 % oder rund 300), gefolgt von syrischen (12 % oder rund 100).

2 600 Deutsche studierten zuletzt Humanmedizin in Österreich, 1 900 in Ungarn

Die Daten über die Anerkennung ausländischer Abschlüsse zeigen, dass viele Medizinstudierende aus Deutschland den Umweg über ein Studium im Ausland wählen – oft um die Zulassungsbeschränkungen des Studienfachs hierzulande zu umgehen. Nach den aktuellsten Daten zu deutschen Medizinstudierenden im Ausland studierten im Berichtsjahr 2023 in Österreich rund 2 600 deutsche Studierende Humanmedizin, in Ungarn waren es 2024 knapp 1 900. Auch in der Zahnmedizin zog es die meisten deutschen Auslandsstudierenden nach Österreich (500) und Ungarn (300).

30 % mehr Studienanfängerinnen und -anfänger in der Humanmedizin binnen zehn Jahren

In Deutschland ist die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger im 1. Fachsemester in der Humanmedizin in den vergangenen Jahren nahezu kontinuierlich gestiegen. Im Wintersemester 2024/2025 begannen 15 900 Studierende ein Studium der Humanmedizin. Das waren 30 % mehr als zehn Jahre zuvor (Wintersemester 2014/2015: 12 200). In der Zahnmedizin hat sich die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger in den vergangenen Jahren kaum verändert und lag im Wintersemester 2024/2025 mit knapp 2 000 Studierenden lediglich um 1 % über der im Wintersemester 2014/2015. Zum Vergleich: Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger im 1. Fachsemester ist über alle Fächergruppen hinweg im selben Zeitraum um 3 % gesunken auf 651 000 im Wintersemester 2024/2025.

 

Knapp ein Drittel der Ärztinnen und Ärzte ist 55 Jahre und älter

Ein großer Teil der Ärztinnen und Ärzte in Deutschland dürfte in den nächsten Jahren altersbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden: Im Jahr 2024 waren 31 % der Ärztinnen und Ärzte in der Human- und Zahnmedizin 55 Jahre und älter. Der Anteil dieser Altersgruppe lag damit über dem bei allen Erwerbstätigen (27 %). Insgesamt ist die Zahl der Ärztinnen und Ärzte in der Human- und Zahnmedizin binnen zehn Jahren zwar um gut ein Fünftel (21 %) auf 497 000 im Jahr 2024 gestiegen. Doch auch der Anteil der Altersgruppe 55plus hat bei den Ärztinnen und Ärzten zugenommen: Zehn Jahre zuvor hatte er in der Human- und Zahnmedizin noch bei 29 % gelegen. Dagegen ist der Anteil der Medizinerinnen und Mediziner im mittleren Alter gesunken: 47 % waren 35 bis 54 Jahre alt, 2014 waren es noch 52 %. Der Anteil junger Berufskolleginnen und -kollegen unter 35 Jahren ist leicht gestiegen und lag zuletzt bei 22 % (2014: 19 %). Einen großen Anteil daran haben die ausländischen Ärztinnen und Ärzte: Von ihnen war im Jahr 2024 knapp die Hälfte (49 %) jünger als 35 Jahre.

Ärztinnen und Ärzte arbeiteten 2024 rund sechs Stunden pro Woche mehr als Erwerbstätige insgesamt

Die Arbeitszeiten von Ärztinnen und Ärzten in der Human- und Zahnmedizin sind in den vergangenen zehn Jahren im Vergleich zu den Erwerbstätigen insgesamt überdurchschnittlich stark gesunken. Ein Grund für diese Entwicklung ist der gestiegene Anteil der Teilzeitarbeit. Arbeiteten 2014 noch 15 % der Ärztinnen und Ärzte in Teilzeit, waren es 2024 bereits 28 %. Bei den Erwerbstätigen insgesamt stieg der Anteil im selben Zeitraum von 28 % auf 31 %.

Dennoch zählen Ärztinnen und Ärzte nach wie vor zu den Erwerbstätigen mit überdurchschnittlich langen Arbeitszeiten. 2024 leisteten sie normalerweise im Durchschnitt 40,3 Stunden pro Woche (46,0 Stunden in Vollzeit, 25,6 Stunden in Teilzeit). Das waren rund sechs Stunden pro Woche mehr als bei Erwerbstätigen insgesamt, die durchschnittlich 34,4 Stunden pro Woche arbeiteten (40,3 Stunden in Vollzeit, 20,9 Stunden in Teilzeit).

Innerhalb der Human- und Zahnmedizin unterscheiden sich die Arbeitszeiten je nach Fachrichtung teils erheblich. In der Chirurgie arbeiteten Fachärztinnen und Fachärzte in Vollzeit im Schnitt 49,7 Stunden pro Woche und damit rund sechseinhalb Stunden mehr als Zahnärztinnen und Kieferorthopäden (43,1 Wochenstunden in Vollzeit).

Methodische Hinweise:

Die Angaben zu Ärztinnen und Ärzten nach Staatsangehörigkeit und Alter sowie der normalerweise geleisteten Wochenarbeitszeit stammen aus dem Mikrozensus und beziehen sich auf die Berufsgruppe 814 “Ärzte/Ärztinnen in der Human- und Zahnmedizin” der Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010).

Die Daten zur Einwanderungsgeschichte und Aufenthaltsdauer stammen ebenfalls aus dem Mikrozensus und beziehen sich auf dieselbe Berufsgruppe. Eine Person hat eine Einwanderungsgeschichte, wenn sie selbst oder beide Elternteile seit dem Jahr 1950 nach Deutschland eingewandert sind.

Die Vergleichbarkeit der dargestellten Endergebnisse des Berichtsjahres 2024 mit den Ergebnissen des Berichtsjahres 2014 sind eingeschränkt. Nähere Informationen sind auf einer Sonderseite verfügbar.

Die Daten zu den Anerkennungen der ausländischen Abschlüsse von Ärztinnen und Ärzten sowie von Zahnärztinnen und Zahnärzten basieren auf der Statistik zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen. In deren Rahmen wird nur die Feststellung der Gleichwertigkeit ausländischer Berufsabschlüsse (im Rahmen der Approbationserteilung) erfasst, nicht die tatsächliche Approbation. Dargestellt werden hier nur positiv beschiedene Verfahren mit voller Gleichwertigkeit. Positiv beschiedene Verfahren mit Auflage einer Ausgleichsmaßnahme werden hier nicht mitgezählt. Weitere Ergebnisse zur Anerkennungsstatistik bietet die Themenseite Berufliche Bildung.

25 Februar 2026 0 Kommentare
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Allgemein

  Cem Özdemir: Die Stimme der Migranten und die Zukunft Baden-Württembergs

von Cumali Yağmur 25 Februar 2026
von Cumali Yağmur

Von: Cumali Yağmur  Wahlaufruf für Cem Özdemir

Die migrantische Minderheit sollte Cem Özdemir gut verstehen und seinen Erfolg an künftige Generationen weitergeben. Cem Özdemir ist das Kind einer Migrantenfamilie und hat seine heutige Karriere ausschließlich aus eigener Kraft erreicht. Ich lernte ihn in den 1990er Jahren kennen, als die Migrantenorganisation „Immi-Grünen“ innerhalb der Grünen gegründet wurde; damals war er noch in jungen Jahren.

Schon in jener Zeit fiel Cem Özdemir durch seinen Fleiß und seine Kompetenz in Migrationsfragen auf. Im Laufe seines politischen Lebens thematisierte er die Probleme von Migranten sowohl im Europäischen Parlament als auch im Deutschen Bundestag und legte dabei stets konkrete Lösungsvorschläge vor.

Während seiner bisherigen Karriere bekleidete er bedeutende Ämter wie den Bundesvorsitz der Grünen, Mandate im Europäischen Parlament und im Bundestag sowie das Amt des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft. Nun setzt er seine Arbeit als Spitzenkandidat der Grünen für das Amt des Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg fort.

Durch seine politische Arbeit hat er die Position der Grünen im Land gefestigt. Sein Rückhalt in der Bevölkerung und sein Wählerpotenzial für das Amt des Ministerpräsidenten sind beachtlich. Cem Özdemir ist ein rhetorisch versierter Spitzenpolitiker, der seine Argumente vor den Medien erfolgreich zu vertreten weiß.

Er gewinnt das Vertrauen der Menschen, indem er seine Ansichten zu allen Themen klar und deutlich äußert. Er ist jemand, der die Sorgen der Gesellschaft und der Bürger sehr gut kennt und aufrichtig nach Lösungen für diese Probleme sucht. Cem Özdemir besitzt die Eigenschaft, „aufzuschreien, wenn der Schuh drückt“; er ist eine Persönlichkeit, die handelt, anstatt bei Problemen nur mit dem Finger zu zeigen und tatenlos zuzusehen. Er äußert seine Meinung unverblümt und direkt und bietet dabei stets einen konstruktiven Lösungsvorschlag an.

Es ist von großer Bedeutung, dass alle in Baden-Württemberg lebenden wahlberechtigten Migranten am 8. März 2026 an die Urnen gehen und ihre Stimme Cem Özdemir geben

25 Februar 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Deutsche Presse: Vorwurf der Wahlbeeinflussung durch die AKP in Deutschland

von Cumali Yağmur 25 Februar 2026
von Cumali Yağmur

Von: Bericht der Stuttgarter Zeitung 

Laut einem Bericht der Stuttgarter Zeitung hat der AKP-Abgeordnete Mustafa Varank in einer Rede am vergangenen Wochenende indirekte Signale der Annäherung an die CDU (Christlich Demokratische Union) gesendet. Dem Bericht zufolge löste dies im Vorfeld der Landtagswahlen in Baden-Württemberg eine Debatte über eine „Einmischung der AKP in deutsche Wahlen“ aus.

Varank, der ehemalige Minister für Industrie und Technologie und als enger Vertrauter von Präsident Recep Tayyip Erdoğan gilt, sprach am 21. Februar bei einem Iftar-Programm in Esslingen.

Die Veranstaltung wurde von der UID (Union Internationaler Demokraten) Württemberg organisiert, die als regierungsnah zu Ankara gilt und als Auslandslobby der AKP betrachtet wird. In dem Zeitungsbericht wurde zudem darauf hingewiesen, dass der deutsche Verfassungsschutz vor Verbindungen der UID zu bestimmten ultranationalistischen Kreisen warnt.

„Türkische Wähler werden ihren Einfluss geltend machen“

Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, erklärte Varank in seiner Rede, dass die rund drei Millionen Menschen türkischer Herkunft in Deutschland ihren Einfluss bei den Wahlen geltend machen könnten. Er deutete an, dass diese Bevölkerungsgruppe als ein „Druckmittel“ in den politischen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei fungieren könne.

Zudem gab Varank eine indirekte Wahlempfehlung ab, indem er betonte, dass man diejenigen nicht unterstützen solle, „die die türkische Flagge nicht respektieren“. Diese Äußerungen wurden als Anspielung auf den Grünen-Politiker Cem Özdemir interpretiert, der für seine Kritik an der türkischen Regierung bekannt ist.

Vorwurf der indirekten Unterstützung für die CDU

Der Zeitung zufolge wurden Varanks Worte als indirekte Botschaft zugunsten von Manuel Hagel, dem CDU-Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg, gewertet. Es wurde zudem daran erinnert, dass der UID-Vorsitzende Burak Şahin in der Vergangenheit bereits unterstützende Erklärungen für Hagel abgegeben hatte.

Manuel Hagel wies diese Vorwürfe jedoch entschieden zurück. „Die Wahlen in Baden-Württemberg sind allein Sache der Bürgerinnen und Bürger dieses Landes“, sagte Hagel und betonte, dass man keinerlei direkte oder indirekte Einflussnahme aus dem Ausland akzeptiere. Er unterstrich, dass die CDU keine Verbindungen zu Organisationen unterhalte, die verfassungsfeindlich seien oder dem rechtsextremen Spektrum nahestünden. „Wir haben damit absolut nichts zu tun“, so Hagel weiter.

Laut dem Bericht der Stuttgarter Zeitung hat der Vorfall die Diskussionen über den Einfluss ausländischer Akteure auf deutsche Wahlprozesse sowie die Frage, ob die Türkei über die Diaspora in die deutsche Politik interveniert, erneut angefacht.

 Fazit:  F.I.

Cem Özdemir setzt sich seit Jahren unermüdlich als Stimme und Vertreter der Menschen mit Migrationshintergrund ein. Er hat sowohl auf parlamentarischer Ebene als auch im zivilgesellschaftlichen Bereich Lösungen für bestehende Probleme erarbeitet. Es ist bereits schlimm genug, dass eine polarisierende Partei wie die AKP die Gesellschaft in der Türkei spaltet; dass sie nun jedoch versucht, auch innerhalb der Migrantengemeinschaft in Deutschland eine spalterische Rolle einzunehmen, ist inakzeptabel. Es darf nicht zugelassen werden, dass die AKP ihre Rhetorik der Feindseligkeit über ihre Auslandsvertretungen nach Deutschland trägt. Dieser feindseligen Haltung der AKP und ihrer Anhänger gegenüber Migranten in Deutschland – einem Land mit einer starken zivilgesellschaftlichen Struktur – muss umgehend ein Ende gesetzt werden. Den Hetzkampagnen, die in Deutschland gegen Cem Özdemir und andere Politiker mit Migrationshintergrund geführt werden, muss Einhalt geboten werden.“

25 Februar 2026 0 Kommentare
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Cumali Yağmur
Religion

Ein Schandfleck für die Demokratie in Deutschland: Der Anerkennungskampf der Esiden und Aleviten

von Cumali Yağmur 24 Februar 2026
von Cumali Yağmur

 

Von: Cumali Yağmur

Eesiden und Aleviten müssen in Deutschland offiziell als Religionsgemeinschaften anerkannt werden. Anstatt sie in Herkunftsländer wie die Türkei, Syrien, den Iran oder den Irak abzuschieben, sollte ihr Recht auf Asyl anerkannt und ihnen ein dauerhafter Aufenthalt in Deutschland ermöglicht werden.

Da diese Glaubensgemeinschaften Teil der türkischen und kurdischen Gesellschaften sind, wurden sie in ihren Herkunftsländern aufgrund ihrer religiösen und nationalen Identität herabgewürdigt, ausgebeutet und systematischem Druck ausgesetzt. So wie sie in ihren eigenen Ländern diskriminiert wurden, sind sie auch in Deutschland ähnlichem Druck durch bestimmte migrantische Minderheiten aus diesen Ländern ausgesetzt. Solche Formen der Unterdrückung und Herabwürdigung müssen umgehend ein Ende finden.

Das Esidentum und das Alevitentum sind in einigen deutschen Bundesländern noch immer nicht als Religionsgemeinschaften anerkannt. In Niedersachsen beispielsweise besitzen Aleviten und Jesiden diesen Status nach wie vor nicht. Es ist schwer nachzuvollziehen, warum dies in einem Bundesland, das von der SPD und den Grünen regiert wird, der Fall ist. Diese Situation muss als ein Schandfleck für die Demokratie betrachtet und schnellstmöglich korrigiert werden.

Die mangelnde Anerkennung der Esiden und Aleviten als Religionsgemeinschaften stellt ein demokratisches Defizit für das Land Niedersachsen dar. Dieser Fehler muss umgehend korrigiert werden, und beide Glaubensgruppen müssen ohne Zeitverlust anerkannt werden. Beiden Gruppen sollte ein Bleiberecht in Deutschland gewährt werden. Es muss unverzüglich Kontakt zu ihren Verbänden aufgenommen werden, um sich an den Verhandlungstisch zu setzen und einen „Staatsvertrag“ zu unterzeichnen.

Solange diese Verträge nicht unterzeichnet werden, wird der Umgang mit diesen beiden Glaubensgemeinschaften als eine antidemokratische Praxis in die Geschichte eingehen.

Die Diyanet, die die sunnitischen Muslime in Niedersachsen vertritt, wird in der Türkei und in Deutschland von der AKP-MHP-Koalition gesteuert. Während sunnitische Gemeinschaften als Religionsgemeinschaften anerkannt sind, ist es inakzeptabel, dass Jesiden und Aleviten weiterhin hingehalten werden. Diese antidemokratische Praxis muss sofort beendet und auch die Esiden und Aleviten müssen offiziell anerkannt werden

24 Februar 2026 0 Kommentare
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