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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

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Politik

Dieser rassistischen Aussage wird Antifaschismus das Zusammenleben stärken.“

von Fremdeninfo 24 Oktober 2025
von Fremdeninfo

|
Von: Yücel Özdemir/ Avrupa Demokrat 


• Die Äußerung von CDU-Chef Merz zum „Stadtbild“ zeigt, dass einwanderungsfeindliche Rhetorik in Deutschland nicht nur der AfD vorbehalten ist, sondern auch von der bürgerlichen Mitte übernommen wird.
• Trotz der entscheidenden Rolle von Arbeitnehmern mit Migrationshintergrund in der deutschen Wirtschaft ahmt die Politik weiterhin die extreme Rechte mit rassistischen Kampagnen gegen Migranten nach.


Deutschland diskutiert seit einer Woche über die Äußerung von Ministerpräsident Friedrich Merz bei einem Treffen in Potsdam, dass „Migranten das Stadtbild verschandeln“.
Diese Äußerung, die am Vorabend der von der CDU unter dem Vorsitz von Merz am 19. und 20. Oktober in Berlin organisierten „Strategiekonferenz“ zur Bestimmung des Verhältnisses zur rechtsextremen Alternative für Deutschland (AfD) gemacht wurde, löste natürlich breite Diskussionen aus.
Auf eine Frage hin erklärte Merz, dass sie versuchten, die Fehler der Vergangenheit in der Migrationsfrage zu korrigieren und die Zahl der Flüchtlinge weiter zu reduzieren, und fügte dann hinzu: „Aber natürlich gibt es immer noch ein Problem mit dem Aussehen der Städte (Stadtbild), und deshalb arbeitet die Bundesinnenministerin daran, Abschiebungen im großen Stil zu erleichtern.“
Es kann davon ausgegangen werden, dass Merz diese Aussage im Rahmen einer bewussten politischen Strategie gemacht hat. Auf einer Pressekonferenz nach der Konferenz am Montag sagte er auf eine Frage hin: „Ich werde meine Worte nicht zurücknehmen. Im Gegenteil, ich unterstreiche sie noch einmal. Wir müssen hier etwas ändern, und die Innenministerin arbeitet an den Änderungen. Wenn Sie Ihre Kinder, Ihre Töchter, Ihre Freunde und Bekannten fragen, werden alle sagen, dass es dieses Problem gibt – besonders wenn es dunkel wird.“
Rhetorik wie „Sicherheit im öffentlichen Raum“, „Deutsche können nachts nicht sicher auf die Straße gehen“ usw. wurde zuvor von der rechtsextremen Partei in Wahlkämpfen häufig verwendet. Was Merz getan hat, ist nichts anderes als die Rhetorik der AfD zu kopieren und zu wiederholen.
Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Stephan Brandner bezeichnete Merz‘ Übernahme ihrer Rhetorik als „Populismus“ und sagte: „Anstatt das Problem [des Stadtbildes] anzugehen und zu lösen, gibt es eine ideologische Debatte über Terminologie. Wir sind ganz anders: Wir arbeiten für ein wohlhabendes Deutschland, für ein attraktives Stadtbild und gegen den Populismus von Merz.“ Er behauptete also, dass Merz leere Versprechungen mache und dass nur sie das „Stadtbild“ verbessern könnten.
Obwohl Merz‘ Äußerung zunächst so verstanden wurde, dass sie nur Flüchtlinge betrifft, umfasst sie in Wirklichkeit alle Migranten. Denn zu denen, denen vorgeworfen wird, das „Stadtbild“ zu verschandeln, gehören alle, die nicht „deutschen Blutes“ sind. In den Fragen nach der Konferenz achtete Merz darauf, keine Unterscheidung zwischen dauerhaft im Land lebenden, eingebürgerten Migranten und Flüchtlingen zu machen. Damit stellte er alle Migranten als „Sicherheitsproblem“ dar.
Merz hatte diese rassistische Rhetorik nicht nur als Ministerpräsident, sondern auch als Oppositionsführer verwendet. Im September 2023 sagte er: „Während sie [Flüchtlinge] beim Arzt sitzen und sich die Zähne richten lassen, bekommen deutsche Bürger nebenan keinen Termin.“ Später wurde diese Aussage von der Zahnärztekammer selbst als unwahr entlarvt.
Die Entwicklungen zeigen, dass die bürgerlichen Parteien in Deutschland, beginnend mit der CDU und ihrem Vorsitzenden Merz, in Bezug auf Ausländer- und Flüchtlingsfeindlichkeit auf eine „rechtspopulistische“ Linie abdriften und sich rassistischer Rhetorik bedienen, weshalb sie mit der AfD in Konkurrenz treten oder treten wollen. Dass dies in erster Linie der „Original-AfD“ nützt, haben die letzten Parlaments- und Kommunalwahlen gezeigt.
Während die AfD, Merz und andere eine rassistische, diskriminierende und nationalistische Rhetorik verbreiten, die besagt, dass die rund 20 Millionen Migranten, darunter über drei Millionen türkischstämmige, nicht Teil des Landes sind, sind Migranten in vielen Lebensbereichen ein untrennbarer Bestandteil des Landes. Die veränderten Stadtbilder sind das heutige Deutschland selbst. Die beste Antwort auf diejenigen, die diese Realität nicht akzeptieren wollen oder davon träumen, sie zu zerstören, gibt das deutsche Volk, die Jugend. Tausende nahmen in den letzten Tagen an kurzfristig organisierten Demonstrationen teil.
Mitten in diesen Diskussionen sind die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten zu den von migrantischen Arbeitnehmern besetzten Sektoren wie die sinnvollste Antwort an diejenigen, die Migranten ignorieren und abschieben wollen. Offiziellen Angaben zufolge sind im Jahr 2024 in Deutschland 60 Prozent aller Schweißer, über die Hälfte (54 Prozent) der in der Grundnahrungsmittelproduktion und im Kochbereich Beschäftigten, 48 Prozent der Gerüstbauer, 47 Prozent der Bus- und Straßenbahnfahrer, 46 Prozent der in der Fleisch- und Schlachthofbranche Beschäftigten und 45 Prozent des Servicepersonals in der Gastronomie Migranten. Insgesamt sind rund ein Viertel (26 Prozent) aller Lohnempfänger im Land Migranten.
Der Weg, diese Realität zu akzeptieren und die extreme Rechte zu bekämpfen, besteht darin, sich gegen die neoliberale Politik zu stellen, die das Volk verarmt, und rassistische Demagogie in jeder Hinsicht zu entlarven. Von den Kapitalparteien, die sich von der Spaltung zwischen einheimischen und migrantischen Arbeitnehmern und der Schürung von Vorurteilen ernähren, dies zu erwarten, ist natürlich keine realistische Herangehensweise. Das Wichtigste ist, die bestehenden Bewegungen gegen Rassismus, Nationalismus, Krieg und soziale Beschränkungen auf der Straße zu vereinen und den Weg für ein neues Kampfzentrum zu ebnen. Wenn dies geschieht, werden alle Kräfte, die sich von Rassismus und Nationalismus ernähren, verlieren.

24 Oktober 2025 0 Kommentare
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Religion

Wei­teres OLG ver­bietet Schöffin das Kopf­tuch­tragen

von Fremdeninfo 23 Oktober 2025
von Fremdeninfo

 Von: LTO Tribune-online

Ein weiteres OLG verbietet das Kopftuchtragen für Schöffinnen. Die Religionsfreiheit müsse hinter dem Neutralitätsgebot zurückstehen. Die Frage, ob das Verbot verfassungsgemäß ist, liegt bereits beim Bundesverfassungsgericht.

Weil das Tragen eines Kopftuches als Richterin in einer Strafverhandlung gegen das staatliche Neutralitätsgebot verstoße, hat das Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig eine bereits gewählte Schöffin ihres Amtes enthoben (Beschl. v. 14.10.2025, Az. 1 OGs 1/25).

In einem Vorgespräch hatte die Frau offenbar signalisiert, während der Verhandlungen nicht auf das Tragen ihres Kopftuches verzichten zu wollen. Die Pressemitteilung des OLG erwähnt hierzu eine vermeintliche Selbstverständlichkeit: „Das Kopftuch sei Ausdruck ihrer religiösen Identität und nicht als politisches Zeichen zu verstehen“. Das Tragen eines Kopftuches fällt in den Schutzbereich der Religionsfreiheit gemäß Art. 4 Abs. 1, 2 Grundgesetz (GG).

Dieses Grundrecht kollidiert bei Richtern mit der staatlichen Neutralitätspflicht, die in Niedersachsen einfachgesetzlich festgeschrieben ist (§ 31a Niedersächsisches Justizgesetz). Demzufolge dürfen diejenigen, die in einer Verhandlung ihnen obliegende richterliche Aufgaben wahrnehmen, keine sichtbaren Symbole oder Kleidungsstücke tragen, die eine religiöse, weltanschauliche oder politische Überzeugung zum Ausdruck bringen. Soweit sie mit gleichem Stimmrecht wie Berufsrichter an der Urteilsfindung mitwirken, seien davon auch Schöffen umfasst, so das OLG.

BVerfG-Entscheidung noch offen

Der damit einhergehende Eingriff in die Religionsfreiheit sei verfassungsgemäß, so das OLG, soweit die Vorschrift die Funktionsfähigkeit der Rechtspflege und das Vertrauen der Gesellschaft in die Neutralität und Unabhängigkeit der Justiz schütze. Darüber hinaus sei „auch die negative Religionsfreiheit der Verfahrensbeteiligten, insbesondere der Angeklagten“ im Rahmen der Abwägung zu berücksichtigen.

Die Schöffin hielt gleichwohl an ihrer Überzeugung fest, weshalb sie gemäß § 51 Abs. 1 Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) ihres Amtes enthoben wurde.

Eine gleichlautende Entscheidung erging bereits 2024 durch das OLG Hamm.

Ähnlich gelagerte Sachverhalte waren und sind weiterhin auch ein Thema für das Bundesverfassungsgericht (BVerfG). Gegen das Urteil des OLG Hamm legte die betroffene Frau mit Unterstützung der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) kurze Zeit später Verfassungsbeschwerde ein. Bereits 2020 hatte das BVerfG entschieden, dass Kopftuchverbote jedenfalls für Rechtsreferendarinnen grundsätzlich verfassungsgemäß sind – der Beschluss blieb nicht ohne Kritik.

  • Die Rechtslage – der LTO-Podcast über die zentralen Rechtsdebatten des Landes: Aktuelle Fälle und klare Analysen. Wer Jura praktiziert oder studiert oder sonst juristisch mitreden will, hört “Die Rechtslage”:
23 Oktober 2025 0 Kommentare
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Politik

Friedrich Merz‘ Äußerungen: Eine Spaltung der Gesellschaft und politisches Versagen“

von Cumali Yağmur 22 Oktober 2025
von Cumali Yağmur

Von:  Cumali Yağmur

Die Äußerungen von Friedrich Merz, der „Migranten als Problem im Stadtbild“ bezeichnete, haben die Gesellschaft zutiefst gespalten. Die über 25 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund im Land als Problem zu sehen, ist ein Beispiel für politische Unfähigkeit. Ein Regierungschef sollte Ideen entwickeln, wie die Probleme der Migrantenminderheit gelöst werden können, und den sozialen Zusammenhalt fördern, anstatt sie auszugrenzen.

Auch wenn unklar bleibt, ob Merz mit dieser Äußerung bestimmte Gruppen meinte, ist eine solche Aussage, die „Migranten“ pauschal als Problem darstellt, unverantwortlich und rassistisch, selbst wenn es reale Probleme im Zusammenhang mit Migration gibt. Anstatt sich bei den Migranten, der vernünftigen deutschen Bevölkerung und der Öffentlichkeit zu entschuldigen, war die Verteidigung dieser Erklärungen der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Solche rassistischen und nationalistischen Äußerungen schaffen Diskriminierung in der Gesellschaft und zielen auf die Migrantenminderheit ab. Wenn Ministerpräsident Merz Menschen mit Migrationshintergrund als „Problem im Stadtbild“ bezeichnet, grenzt er Migranten aus, anstatt Probleme zu lösen. Verantwortungsvolle Politiker in diesem Land sollten ihre politische Verantwortung kennen und auch den sozialen Zusammenhalt fördern.

Es ist wichtig, dass verantwortungsbewusste Politiker wie der Berliner Bürgermeister Kai Wegner, der Vorsitzende des CDU-Sozialflügels Dennis Radtke und Armin Laschet die Äußerungen von Merz öffentlich kritisieren. Wie Kassels Oberbürgermeister Sven Schoeller feststellte: „In Deutschland leben über 25 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Sie sind Teil dieser Gesellschaft – und tragen positiv zum deutschen Stadtbild bei.“

Menschen, die jahrelang maßgeblich zur Entwicklung dieses Landes beigetragen haben, auf diese Weise zu stigmatisieren, ist Nationalismus und Rassismus. Die Migrantenminderheit hat in allen Bereichen, von der Wirtschaft über die Kultur bis hin zu Wissenschaft und Gesundheit, große Beiträge für Deutschland geleistet.

Jetzt frage ich Sie: Was wäre, wenn Ärzte, Krankenschwestern und Pflegekräfte mit Migrationshintergrund morgen ihre Koffer packen und gehen würden? Der Gesundheitssektor in Deutschland würde zusammenbrechen. Ist das Ihre unverantwortliche Politik für das Land? Haben Sie jemals darüber nachgedacht, was aus der Gesellschaft würde, wenn Migranten, die in allen Bereichen der deutschen Gesellschaft arbeiten, ihre Koffer packen und gehen würden?

An Ihrer Stelle würde ich mich bei den Migranten entschuldigen und Ihre Worte zurücknehmen

22 Oktober 2025 0 Kommentare
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Allgemein

Laschet kritisiert Merz: „Stadtbild“-Aussage zu nebulös

von Cumali Yağmur 22 Oktober 2025
von Cumali Yağmur

Von: dpa/ die Zeit

DIE ZEIT hat diese Meldung redaktionell nicht bearbeitet. Sie wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen.

Der ehemalige Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) hält die «Stadtbild»-Aussage von Kanzler Friedrich Merz für «zu nebulös» und warnt, dass die AfD daraus Profit ziehen könnte. Die Unklarheit dessen, was Merz damit gemeint habe, könnte die AfD für sich nutzen, sagte der heutige Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags am Dienstagabend bei einer Veranstaltung des Hauses der Geschichte Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Nur das «Benennen» des Problems werde die AfD nicht schwächen. «Das Problem lösen wird sie mehr schwächen als das Benennen», betonte Laschet.

Die AfD werde bei der nächsten Bundestagswahl natürlich fragen, ob das «Stadtbild» besser geworden sei, sagte der frühere NRW-Ministerpräsident. «Mit so einem unklaren Begriff macht man den Maßstab an die eigene Politik schwer messbar.» Das könnte die AfD dann nutzen und behaupten, es habe sich am Stadtbild in den letzten Jahren nichts geändert, warnte Laschet.

Merz hätte klarer formulieren können, was er gemeint habe, so Laschet. Es gehe beim Stadtbild nicht nur um Migration. Zum Stadtbild gehörten etwa auch von deutschen Süchtigen weggeworfene Drogenspritzen in Parks, Antisemiten, die Hamas-Parolen brüllten oder Rechtsradikale, die durch Straßen zögen.

Merz will nichts zurücknehmen

Auslöser der Kontroverse um das «Stadtbild» war eine Äußerung des Kanzlers bei einer Pressekonferenz in Potsdam auf eine Reporter-Frage zum Erstarken der AfD. Merz sagte daraufhin unter anderem, dass man frühere Versäumnisse in der Migrationspolitik korrigiere und Fortschritte mache. «Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.» Diese Äußerung stieß auch innerhalb der CDU und innerhalb der Koalition auf Kritik.

Am Montag wurde Merz auf einer weiteren Pressekonferenz gefragt, was er genau damit gemeint habe, was er damit bezwecken wolle und ob er etwas davon zurückzunehmen habe. «Ich habe gar nichts zurückzunehmen», sagte er daraufhin. «Fragen Sie mal Ihre Töchter, was ich damit gemeint haben könnte. Ich vermute, Sie kriegen eine ziemlich klare und deutliche Antwort.»

22 Oktober 2025 0 Kommentare
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Allgemein

25 Millionen Menschen mit Migrationsgeschichte sind kein „Stadtbildproblem

von Cumali Yağmur 22 Oktober 2025
von Cumali Yağmur
Presseerklärung TGD“
Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) zeigt sich alarmiert über die jüngsten Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz. In einem Interview hatte er Migranten als „ein Problem im Stadtbild“ bezeichnet.
Ob Friedrich Merz damit bestimmte Gruppen meinte, bleibt offen. Doch selbst wenn reale Herausforderungen im Zusammenhang mit Migration existieren: Eine Formulierung, die „Migranten“ insgesamt als Problem darstellt, bleibt unverantwortlich. Gerade weil er nicht klarstellt, wen er meint, wird die Aussage problematisch: Sie bleibt pauschal und lässt Raum für eine Interpretation, die Millionen Menschen mit Migrationsgeschichte unter Generalverdacht stellt. Solche Äußerungen verfehlen die nötige Differenzierung und senden ein gefährliches Signal an die Gesellschaft.
„Wenn Spitzenpolitiker Menschen mit Migrationsgeschichte als ‚Stadtbildproblem‘ bezeichnen, grenzen sie nicht Probleme ein, sondern Menschen aus. Wer so spricht, spaltet. Sprache hat Macht – und sie hat Folgen. Wer Verantwortung für dieses Land trägt, muss auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern“, erklärt Gökay Sofuoğlu, Co-Vorsitzender der TGD.
Die Türkische Gemeinde begrüßt ausdrücklich, dass auch CDU-Politiker wie Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner und der Chef des Sozialflügels der CDU, Dennis Radtke, die Aussage von Merz öffentlich kritisiert haben. Das zeigt, dass selbst in konservativen Kreisen ein Bewusstsein für die Bedeutung respektvoller und differenzierter Sprache in der Migrationsdebatte existiert.
Aslıhan Yeşilkaya-Yurtbay, Co-Vorsitzende der TGD, fordert: „In Deutschland leben über 25 Millionen Menschen mit Migrationsgeschichte. Sie gehören zu dieser Gesellschaft – und sie prägen das Stadtbild positiv mit. Wir brauchen eine politische Debatte, die Probleme sachlich benennt, ohne Menschen pauschal zu stigmatisieren.“
Pressekontakt: Aziz Dziri, Mobil: +49 1520 68 622 06, Mail: presse@tgd.de
22 Oktober 2025 0 Kommentare
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Religion

Die Zukunft der alevitischen Organisation: Zeit für einen Generationenwechsel

von Cumali Yağmur 21 Oktober 2025
von Cumali Yağmur

Von Cumali Yağmur


Die Stagnation in der alevitischen Organisation kann nur durch die Einbeziehung junger Generationen überwunden werden. Dies ist nicht nur eine Präferenz, sondern eine historische Notwendigkeit.

Wir verfolgen die Probleme innerhalb der alevitischen Organisationen aus der Presse. In diesem Artikel beabsichtige ich nicht, eine Seite zu rechtfertigen oder zu verurteilen. Ich glaube, dass die Wahrheit, egal wie sehr sie verborgen wird, früher oder später ans Licht kommt.

Ich habe die alevitische Organisation vor der Föderation der Alevitischen Gemeinden in Deutschland (AABF) genau verfolgt und war zeitweise selbst involviert. Bei dieser Gelegenheit gedenke ich mit Respekt insbesondere İsmail Elçioğlu und allen, die dazu beigetragen haben, und wünsche den Verstorbenen, dass ihre Erde fruchtbar und die Sterne ihre Begleiter sein mögen.

Ich lebe seit etwa zehn Jahren in Hannover und bin Mitglied des Cemevi Hannover. Die alevitische Organisation hat einen einzigartigen Weg eingeschlagen, abseits der türkischen linken und rechten Organisationen. Besonders nach dem Massaker von Sivas im Jahr 1993 erkannten die Aleviten sehr früh, dass sie dauerhaft in Europa ansässig waren und zu einem integralen Bestandteil der Gesellschaft wurden, in der sie lebten. Mit diesem Bewusstsein wurden in vielen Großstädten Cemevis erworben, Eigentum erworben und Wurzeln geschlagen.

Eine stagnierende Struktur, ein angeschlagenes Ansehen

Doch an diesem Punkt ist die Organisation ernsthaft ins Stocken geraten. Heute braucht es dringend neue und junge Führungskräfte. Die aktuellen Führungskräfte haben Schwierigkeiten, neue Ideen zu entwickeln, und schaden der Organisation sogar, indem sie sich öffentlich gegenseitig beschuldigen. Stattdessen wird diese Struktur, die sich mit neuen Generationen stärken sollte, zu einer Plattform, auf der „schmutzige Wäsche“ gewaschen wird.

Die aktuellen Führungskräfte müssen klar erkennen: Solange in Europa geborene Jugendliche, die diese Länder gut kennen, nicht in die Organisation aufgenommen werden, werden die Diskussionen über „Dieses Cemevi steht zum Verkauf“ weiter zunehmen. Jeder, der diesen Prozess stoppen möchte, sollte sich umgehend selbst hinterfragen und akzeptieren, dass man mit alten Gewohnheiten keinen Fortschritt erzielen kann. Denn solange der Teig derselbe bleibt, wird das Brot immer den gleichen säuerlichen Geschmack haben.

Neue Generation, neue Richtung, neue Hoffnung

Der dringendste Schritt, der heute in der alevitischen Organisation unternommen werden muss, ist, den jungen Generationen Raum zu geben und ihnen die Führung zu übertragen. In diesem Prozess wäre es nicht nur eine korrekte politische Entscheidung, eine junge Frau, die in Europa aufgewachsen ist, an die Spitze zu stellen, sondern auch ein Beweis für den Wert, den die alevitische Gesellschaft der Frau beimisst.

Jeder Verantwortliche, der nicht möchte, dass diese Struktur, in die er jahrelang Arbeit investiert hat, plötzlich verschwindet, muss handeln, den Weg für junge Menschen ebnen und sich dem Wandel nicht in den Weg stellen. Denn wir treten in eine Ära ein, in der die Organisation nicht mehr mit alten Gewohnheiten, sondern mit Menschen der neuen Generation und ihrem Verständnis fortgeführt wird.

Ja, die jungen Leute mögen sich anfangs nicht wie die alten Führungskräfte verhalten. Vielleicht entwickeln sie ihre eigenen Modelle. Aber man darf nicht vergessen, dass diese Struktur nicht über Nacht entstanden ist; sie wurde mit großer Mühe und Anstrengung aufgebaut. Aus dem heutigen Engpass kann man jedoch mit den alten Führungskräften nicht herauskommen. Dies zeigt, dass frischer Wind und jugendliche Begeisterung die Organisation voranbringen werden.

Der Wandel muss nicht nur von oben, sondern auch von der Basis beginnen

Die Organisation der neuen Ära muss in allen Vereinen beginnen und unter dem Dach der AABF zusammenkommen, um in Europa aufgewachsene Jugendliche in den Organisationsapparat einzubeziehen. Dies ist nicht nur eine organisatorische Aufgabe, sondern auch eine historische Verantwortung.

Beim Verfassen dieser Zeilen hatte ich keine bösen Absichten. Ich habe lediglich einige meiner Gedanken zur Zukunft der alevitischen Organisation geäußert, der ich seit Jahren angehöre und die mir wichtig ist.

Vergessen wir nicht: Die Zukunft wird von den Händen der jungen Menschen gestaltet. Unsere Aufgabe ist es, ihnen den Weg zu ebnen, sie zu unterstützen und die Organisation mit ihrem Atem neu zu beleben.

21 Oktober 2025 0 Kommentare
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Sven Schoeller Kassel BÜRGERMEISTER
Allgemein

„Unsäglich“ – Kassels Oberbürgermeister wirft Bundeskanzler Merz Spaltung der Gesellschaft vor

von Fremdeninfo 21 Oktober 2025
von Fremdeninfo

Artikel von Matthias Lohr

Debatte über Migration

Die Äußerungen von Bundeskanzler Merz zur Migration sorgen auch in Kassel für Kritik – nicht nur beim Ausländerbeirat. Auch Oberbürgermeister Schoeller findet deutliche Worte. Es gibt aber auch Zustimmung.

Kassel – Chuks Lewis Samuel-Ehiwario war selten so wütend wie in diesen Tagen. Der 52-Jährige ist stellvertretender Vorsitzender des Ausländerbeirats und kann sich auch eine Woche nach den umstrittenen Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zum Thema Migration in Rage reden. Samuel-Ehiwario sagt: „Merz sollte ein Kanzler für alle Deutschen sein. Aber mit ihm haben wir längst amerikanische Verhältnisse. Er ist die falsche Person für das Amt.“

Nicht nur der Stationsleiter im DRK-Seniorenzentrum Jungfernkopf ist aufgebracht über das, was Merz am Dienstag voriger Woche in Potsdam gesagt hat. Der CDU-Politiker erklärte, dass die illegale Migration stark gesunken sei und fügte hinzu: „Aber wir haben natürlich im Stadtbild immer noch dieses Problem.“ Seitdem wird Merz Rassismus vorgeworfen, und zwar nicht zum ersten Mal. In der Vergangenheit sprach der Mann aus dem Sauerland auch schon von kleinen Paschas und behauptete, Geflüchtete würden Deutschen die Termine beim Zahnarzt wegnehmen. Auch deshalb nahm Samuel-Ehiwario all seine Wut zusammen, wie er sagt, und formulierte mit anderen Mitgliedern des Ausländerbeirats einen Post bei Instagram, in dem es heißt: „Wer Menschen mit Migrationsgeschichte als ,Problem im Stadtbild‘ bezeichnet, greift (fast) jede vierte Person in unserem Land an – und damit den Zusammenhalt, der Deutschland stark macht.“

Kassels OB Sven Schoeller entsetzt nach Merz-Äußerungen

In Berlin gingen am Sonntagabend Hunderte Menschen gegen Merz auf die Straße. Das Motto lautete: „Brandmauer hoch! Wir sind das Stadtbild.“ Ähnlich klingt das bei Kassels Oberbürgermeister Sven Schoeller. Auf HNA-Anfrage erklärt der Grünen-Oberbürgermeister: „Die Äußerungen des Bundeskanzlers sind unsäglich und versprühen das Gift gesellschaftlicher Spaltung.“ Migration und Migrationshintergrund seien bereichernder Bestandteil unserer Gesellschaft. „Wir identifizieren uns mit unserem Stadtbild“, sagt Schoeller.

Trotz des Gegenwinds aus den Kommentarspalten legte Merz am Montag nach. Wer etwa seine Töchter oder Freunde frage, werde bestätigt bekommen, dass „das ein Problem sei – spätestens mit Einbruch der Dunkelheit“. Das habe er mit seinem Stadtbildsatz gemeint. Mit anderen Worten: In Stadtvierteln mit einem hohen migrantischen Bevölkerungsanteil fühlen sich viele Menschen nicht sicher.

Unternehmer Michael Gremmer würde „Satz von Merz unterschreiben“

In Kassel gilt der Bereich um den Stern als Kriminalitätsschwerpunkt. Jugendliche sagen uns, dass sie dort nicht gern allein unterwegs sind. Und auch Michael Gremmer kann den Satz von Merz verstehen. Der Unternehmer ist in Bettenhausen mit vielen Ausländern als Freunden aufgewachsen, wie er sagt. Der 61-Jährige meint, es komme darauf an, wo man wohne. Im Vorderen Westen gebe es keine Probleme: „Aber wenn ich am Stern eine Wohnung hätte, würde ich den Satz von Merz unterschreiben.“

Gremmer hat vier Läden in der Oberen Königsstraße, die er vermietet. Demnächst endet einer der Mietverträge. Der Unternehmer ahnt, was passiert, wenn er eine Annonce schaltet: „Es wird sich kein deutscher Kaufmann melden, aber ich könnte 15 Barber-Shops dort unterbringen.“ Woran das liegt, weiß er nicht. Es gebe in Kassel nun Viertel, in denen man nicht mehr weiß, ob man in Deutschland sei: „Damit müssen wir leben.“

Linke- und SPD-Stimmen aus Kassel entschieden gegen Merz-Worte

Auch die Kasseler Linken-Fraktionschefin Sabine Leidig sieht Veränderungen im Stadtbild, kommt aber zu einem anderen Schluss: „Unsere Städte werden nie wieder so aussehen wie in den Fünfzigern oder Achtzigern, die Barbershops gehören genauso dazu wie Döner-Läden, Shishabars oder Kopftücher. Das ist kein Problem, sondern eine Veränderung und oft auch eine Bereicherung.“ Dem Kanzler wirft die Ex-Bundestagsabgeordnete vor, von ganz oben rassistische Vorurteile und Feindseligkeiten zu unterstützen. Damit stärke er die AfD. Auch SPD-Fraktionschefin Anke Bergmann wirft Merz vor, Rassismus zu normalisieren: „Friedrich Merz zeigt mit seiner Sprache deutlich, wo die braunen Schatten in der Union liegen. Anstatt zu verbinden, spaltet er – und die CDU schaut dabei weitgehend tatenlos zu.“ Und die Grünen-Fraktionsvorsitzende Christine Hesse sagt, der Kanzler „macht keine Politik für, sondern gegen Menschen und grenzt mit seinen Worten einen großen Teil unserer Gesellschaft aus“.

Bislang keine Demo in Kassel geplant

Selbst in der Partei von Merz ist man offensichtlich nicht recht glücklich mit den Äußerungen des Regierungschefs. CDU-Fraktionschef Holger Augustin versteht, „dass die Formulierung bei manchen Menschen Irritation ausgelöst hat“. Man müsse den Satz jedoch im Zusammenhang betrachten. Merz habe auf bestehende Integrationsprobleme und Fehlentwicklungen bei ungeregelter Migration hinweisen wollen. Auch in Kassel gebe es soziale Brennpunkte, „in denen Integration noch besser gelingen muss“, erklärt Augustin. Das habe aber meist mehr mit Bildung, Arbeitsmarktchancen und sozialer Lage zu tun als mit Herkunft. Auch FDP-Fraktionsvorsitzender Andreas Buschmeier nennt die Wortwahl des Kanzlers unglücklich. Integrationsprobleme müsse man benennen, ohne Menschen zu stigmatisieren. Teile der politischen Linken würden jedoch moralisieren sowie ideologisieren und so verhindern, dass offen über Integration und Verantwortung gesprochen werden könne. Die AfD-Fraktion ließ unsere Anfrage unbeantwortet.

Eine Demo gegen Merz wie in Berlin ist in Kassel bislang nicht geplant. Chuks Lewis Samuel-Ehiwario vom Ausländerbeirat ist derweil weiter sehr wütend. Er sagt: „Ich schäme mich für die SPD, dass sie eine Koalition mit der Union unter diesem Kanzler führt.“ (Matthias Lohr)

Die Kasseler Innenstadt ist stets im Wandel. Geschäfte eröffnen, neue Gastro-Angebote stehen in den Startlöchern und auf Baustellen geht es voran – das ist der aktuelle Stand.

21 Oktober 2025 0 Kommentare
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Allgemein

Überraschung im türkischen Teil Zyperns: Oppositionskandidat gewinnt Präsidentschaftswahl

von Fremdeninfo 21 Oktober 2025
von Fremdeninfo

 

 Von: dpa/ dtj

In der nur von der Türkei anerkannten Republik Nordzypern hat am Sonntag der Oppositionskandidat überraschend deutlich die Präsidentenwahl gewonnen. Das könnte zum Wendepunkt für die geteilte Insel werden.

Machtwechsel in der türkischen Republik Nordzypern: Tufan Erhürman von der sozialdemokratischen Partei CHP hat die Präsidentschaftswahl bereits im ersten Wahlgang deutlich gewonnen. Der Oppositionspolitiker kam am Sonntag nach Angaben der Wahlbehörde YSK auf rund 62,8 Prozent der Stimmen – und überschritt damit die notwendige absolute Mehrheit klar.

Der bisherige Präsident, der konservative Politiker Ersin Tatar, der dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan nahesteht, kam demnach nur auf rund 35,8 Prozent der Stimmen. Eine Stichwahl ist damit nicht erforderlich. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 65 Prozent. Erhürman versprach unter dem Applaus seiner Anhänger, er werde als Präsident für alle da sein.

Hoffnung auf neue Verhandlungen im Zypernkonflikt

Erhürman steht für eine föderale Lösung des Zypernkonflikts unter Vermittlung der Vereinten Nationen. Er hatte angekündigt, die Gespräche mit der griechisch-zyprischen Seite wieder aufnehmen zu wollen – mit dem Ziel, eine gerechte Machtteilung zwischen beiden Volksgruppen zu erreichen. Zudem strebt er eine engere Anbindung Nordzyperns an die Europäische Union an. „Jeder Winkel dieser Insel wird Europa sein“, sagte er im Wahlkampf.

Zypern ist nach einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention seit 1974 de facto geteilt. Die ganze Insel ist seit 2004 Mitglied der EU. Aufgrund der faktischen Teilung der Insel findet das EU-Recht jedoch nur im Süden Anwendung. UN-Blauhelme überwachen die rund 180 Kilometer lange Pufferzone zwischen den beiden Seiten. Nikosia (türkisch Lefkoşe) ist die einzige geteilte Hauptstadt der Welt.

Griechische Zyprer zeigen sich offen

Der Präsident der international anerkannten Republik Zypern, Nikos Christodoulidis, gratulierte am Abend dem Wahlsieger. „Ich spreche dem neuen Führer der türkisch-zyprischen Volksgruppe meine Glückwünsche aus“, hieß es in einer Erklärung Christodoulidis‘. „Ich bekräftige meinen festen politischen Willen und meine Entschlossenheit, weiterhin zur Wiederaufnahme der substanziellen Verhandlungen zur Lösung der Zypernfrage beizutragen“, fügte er hinzu, wie der zyprische Rundfunk (RIK) berichtete

 

Erdoğan über Zypern: „Findet euch mit den Realitäten ab“

Der türkische Präsident befürwortet weiter eine Zweistaatenlösung für Zypern. Und er fordert die internationale Gemeinschaft auf, sich mit den Realitäten abzufinden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan besteht auf einer Zweistaatenlösung für die de facto geteilte EU-Inselrepublik Zypern. Sein Land unterstütze die Bemühungen dafür uneingeschränkt, zitierte die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Erdoğan bei einem Besuch im türkisch-zypriotischen Teil Nikosias (türk. Lefkoşe) in Nordzypern anlässlich des 51. Jahrestags der türkischen Invasion 1974. „Wir sind fest davon überzeugt, dass dies früher oder später geschehen wird.“ Es sei höchste Zeit, dass die internationale Gemeinschaft sich mit den Realitäten vor Ort abfinde. Zypern ist seit 1974 nach einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention de facto zweigeteilt. Im Norden existiert die nur von der Türkei anerkannte Türkische Republik Nordzypern. Die international anerkannte Regierung der EU-Inselrepublik in Nikosia kontrolliert den Süden. In den vergangenen Jahren hatten sich die Fronten verhärtet: Während die griechischen Zyprer und die UN eine Wiedervereinigung fordern, setzen die Türkei und die Führung der türkischen Zyprer auf eine Zweistaatenlösung. „Jahrzehntelange Ungerechtigkeit“ gegenüber türkischen Zyprioten „muss ein Ende haben“ Erdoğan machte sich zudem dafür stark, die Isolation der Türkischen Republik Nordzypern zu beenden. Es müsse engere diplomatische, politische und wirtschaftliche Beziehungen geben. Die „jahrzehntelange Ungerechtigkeit“ gegenüber den türkischen Zyprioten müsse ein Ende haben. Ganz Zypern ist seit 2004 Mitglied der EU. Aufgrund der faktischen Teilung findet das EU-Recht jedoch nur im Süden Anwendung. UN-Blauhelme überwachen die rund 180 Kilometer lange Pufferzone zwischen beiden Seiten. Nikosia ist die einzige geteilte Hauptstadt der Welt. dpa/dt

21 Oktober 2025 0 Kommentare
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Allgemein

40 Gräber auf islamischer Bestattungsstätte in Essen geschändet

von Fremdeninfo 20 Oktober 2025
von Fremdeninfo

 Von: RP-Online

Essen. Auf einem Essener Friedhof im Stadtteil Schonnebeck haben Unbekannte mehrere Gräber verwüstet. Die Gräber gehören zu einer islamischen Bestattungsstätte.

 In Nordrhein-Westfalen arbeiten mehr als 40.500 Polizeibeamtinnen und -beamten in 47 Kreispolizeibehörden und drei Landesoberbehörden. Die Polizei untersteht dem Innenminister. Er ist gegenüber dem Parlament politisch verantwortlich.

Derzeit gibt es keine Hinweise auf mögliche Tatverdächtige. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Zeugen sind gebeten, sich bei der Polizei telefonisch unter 0201/829-0 oder per E-

Mail an hinweise.essen@polizei.nrw.de zu melden.

(kag/epd)

20 Oktober 2025 0 Kommentare
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Archive

Merz stellt sich vehement hinter seine „Stadtbild“-Aussage – und sagt der AfD den Kampf an

von Fremdeninfo 20 Oktober 2025
von Fremdeninfo

Von: RND/dpaon

 Kanzler Friedrich Merz hat seine umstrittenen Stadtbild-Äußerungen im Zusammenhang mit der Migrationspolitik vehement verteidigt und unterstrichen. „Ich habe gar nichts zurückzunehmen“, sagte der CDU-Chef nach einer Klausurtagung des Parteipräsidiums in Berlin auf eine Journalistenfrage. Merz fügte hinzu: „Im Gegenteil, ich unterstreiche es noch einmal: Wir müssen daran etwas ändern und der Bundesinnenminister ist dabei, daran etwas zu ändern und wir werden diese Politik fortsetzen.“

Der Kanzler war am Dienstag bei einem Termin in Potsdam von einem Reporter auf das Erstarken der AfD angesprochen worden. Er sagte daraufhin unter anderem, dass man frühere Versäumnisse in der Migrationspolitik korrigiere und Fortschritte mache. „Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.“

Merz unterstrich nun zunächst, wer Töchter habe, werde auf die Frage, was er mit seinen Äußerungen gemeint habe, vermutlich „eine ziemlich klare und deutliche Antwort“ bekommen.

Auf die anschließende Frage einer Journalistin angesichts einer Demonstration in Berlin, bei der gestern Abend Hunderte Menschen unter dem Motto „Brandmauer hoch! Wir sind das Stadtbild“ für Vielfalt und gegen Rassismus demonstriert hatten, sagte Merz, er habe wegen der Beratungen in der CDU von der Demonstration nichts mitbekommen. Er betonte: „Wer es aus dem Lebensalltag sieht, weiß, dass ich mit dieser Bemerkung, die ich da letzte Woche gemacht habe, Recht habe. Ich habe sie übrigens nicht das erste Mal gemacht und ich habe Sie auch nicht als einziger gemacht. Es gibt viele, die das so sagen, die das so bewerten und so beurteilen.“

Merz über Demonstranten: Interesse an Keil in der Gesellschaft?

„Alle bestätigen, dass das ein Problem ist, spätestens mit Einbruch der Dunkelheit“, sagte Merz. Deswegen werde man sich um die Lösung dieses Problems zu kümmern haben. „Und wer dann meint, dagegen demonstrieren zu müssen, der soll es tun“, ergänzte der CDU-Chef und fügte hinzu: „Der setzt sich dann allerdings auch der Frage aus, ob er ein Interesse daran hat, ein Problem zu lösen oder ob er eher ein Interesse daran hat, möglicherweise den Keil in unsere Gesellschaft zu treiben.“

Unter anderem die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Natalie Pawlik (SPD), hatte sich irritiert über die Stadtbild-Äußerung geäußert und gesagt: „Migration darf nicht durch verkürzte oder populistische Schnellschüsse stigmatisiert werden – das spaltet die Gesellschaft noch mehr und hilft am Ende den Falschen, statt Lösungen zu fördern.“ Linke und Grüne hatten Merz scharf kritisiert und eine Entschuldigung gefordert. Rückendeckung bekam der Kanzler aus seiner Partei und der CSU.

Merz: CDU lässt sich von AfD nicht zerstören

An die AfD richtete der Kanzler derweil eine Kampfansage. „Wir werden uns von diesen Leuten nicht zerstören lassen. Den Beweis werden wir in den nächsten Monaten erbringen“, sagte der Parteivorsitzende Friedrich Merz in Berlin nach Beratungen des CDU-Präsidiums. Er kündigte erneut einen klaren Abgrenzungskurs gegenüber der AfD an. „Wir haben mit dieser Partei keinerlei Übereinstimmung – weder in den Grundüberzeugungen noch in den tagespolitischen Fragen, die es zu beantworten gilt.“

Im kommenden Jahr werden in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern neue Landtage gewählt. Die AfD werde dabei wahrscheinlich der Hauptgegner der CDU sein, sagte Merz. „Und ich kann jedem nur raten, es ernst zu nehmen, wenn wir jemanden als Hauptgegner bezeichnen. Dann bekämpfen wir ihn wirklich.“ Das hätten die Grünen bei der jüngsten Bundestagswahl erfahren.

Die CDU wolle und könne bei allen fünf Wahlen die stärkste politische Kraft werden, betonte Merz. Sie werde sich künftig noch klarer von der AfD abgrenzen. „Wichtig ist vor allem, dass wir dem eine erfolgreiche Regierungsarbeit entgegensetzen.“ Das sei nicht nur eine Aufgabe der Union, sondern auch des Koalitionspartners SPD. „Wenn wir gemeinsam erfolgreich regieren, dann wird es keine sogenannte Alternative für Deutschland mehr brauchen.“

RND/dpa

20 Oktober 2025 0 Kommentare
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