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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

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Politik

Migration, gleichberechtig Teilhabe und Staatsangehörigkeitsrecht

von Fremdeninfo 26 November 2021
von Fremdeninfo

Migration,  gleichberechtig  Teilhabe und Staatsangehörigkeitsrecht

 

 Cumali Yagmur

Migration war und ist schon immer Teil der Geschichte unseres Landes. Einwanderinnen und Einwanderer, ihre Kinder und Enkel haben unser Land mit aufgebaut und geprägt. Symbolisch steht dafür das 60-jährige Jubiläum des Anwerbeabkommens mit der Türkei.

Die nationalen Minderheiten – die dänische Minderheit, die friesische Volksgruppe, die deutschen Sinti und Roma sowie das sorbische Volk – sind selbstverständlicher Teil unserer vielfältigen Gesellschaft. Das gleiche gilt für das kulturelle Erbe der Vertriebenen, Aussiedlerinnen und Aussiedler sowie der Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler.

Für mehr Repräsentanz und Teilhabe werden wir ein Partizipationsgesetz vorlegen mit dem Leitbild „Einheit in Vielfalt“ und die Partizipation der Einwanderungsgesellschaft stärken (etwa durch Einführung eines Partizipationsrates). In der Bundesverwaltung und in den Unternehmen mit Bundesbeteiligung führen wir eine ganzheitliche Diversity-Strategie mit konkreten Fördermaßnahmen, Zielvorgaben und Maßnahmen für einen Kulturwandel ein. Die Migrantenselbstorganisationen, die auf dem Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen, sind dabei wichtige Partnerinnen und Partner.

Um neue Potenziale für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland zu erschließen, wollen wir, dass Menschen aus anderen Ländern in unserem Land leichter studieren oder eine Ausbildung machen können.

Wir schaffen ein modernes Staatsangehörigkeitsrecht. Dafür werden wir die Mehrfachstaatsangehörigkeit ermöglichen und den Weg zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit vereinfachen. Eine Einbürgerung soll in der Regel nach fünf Jahren möglich sein, bei besonderen Integrationsleistungen nach drei Jahren. Eine Niederlassungserlaubnis soll nach drei Jahren erworben werden können. In Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern werden mit ihrer Geburt deutsche Staatsbürgerinnen bzw. Staatsbürger, wenn ein Elternteil seit fünf Jahren einen rechtmäßigen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat. Für zukünftige Generationen prüfen wir, wie sich ausländische Staatsbürgerschaften nicht über Generationen vererben.

In Anerkennung ihrer Lebensleistung wollen wir die Einbürgerung für Angehörige der sogenannten Gastarbeitergeneration erleichtern, deren Integration lange Zeit nicht unterstützt wurde, indem wir für diese Gruppe das nachzuweisende Sprachniveau senken. Zudem schaffen wir eine allgemeine Härtefallregelung für den erforderlichen Sprachnachweis. Das Einbürgerungserfordernis der „Einordnung in die deutschen Lebensverhältnisse“ werden wir durch klare Kriterien ersetzen. Wir werden mit einer Kampagne über die Möglichkeiten zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit werben und begrüßen die Durchführung von Einbürgerungsfeiern ausdrücklich.

26 November 2021 0 Kommentare
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Archive

Eskandari-Grünberg: Einst Flüchtling, jetzt Bürgermeisterin in Frankfurt

von Fremdeninfo 17 November 2021
von Fremdeninfo

Eskandari-Grünberg: Einst Flüchtling, jetzt Bürgermeisterin in Frankfurt

Von

dtj-online

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=„Frankfurter Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg“ width
Frankfurt/Main: Die Frankfurter Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg (Bündnis 90/Die Grünen) steht im Eingang des Römers, des historischen Rathauses der Stadt, neben einem Schild, das für die Kampagne „Respekt“ wirbt, die sich gegen Rassismus wendet. Die 56-jährige Kommunalpolitikern leitet das Dezernat für Diversität, Antidiskriminierung und gesellschaftliches Zusammenleben. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Nargess Eskandari-Grünberg hat bereits einen bewegten Lebensweg hinter sich: Sie saß im Iran im Gefängnis, wurde später in Psychologie promoviert und will nun als neue Bürgermeisterin von Frankfurt maßgeblich mitgestalten.

Die Beziehung zwischen Nargess Eskandari-Grünberg und der Stadt Frankfurt begann an Weihnachten, genauer gesagt am Heiligabend 1985. Die damals 20-Jährige war als politisch Verfolgte aus dem Iran geflüchtet und am Flughafen gelandet. Mit ihrer kleinen Tochter fährt sie, so berichtet sie es, weiter zum Hauptbahnhof, nimmt ein Hotelzimmer und versucht, etwas zu Essen zu besorgen.

„Das war schwierig, damals war alles geschlossen. Es wurde ein recht trauriger Abend, alle waren im Kreise ihrer Familien, nur wir waren allein“, erinnert sich die Grünen-Politikerin, die seit September Dezernentin für Diversität und Bürgermeisterin der Mainmetropole ist.

Neues Leben in Deutschland

Nichtsdestotrotz war die Ankunft eine große Erleichterung („Als ich aus dem Flugzeug ausgestiegen bin, war es ein Befreiungsgefühl“) und der Anfang eines ganz neuen Lebens. Ein Leben, das sie bis an die Spitze der Stadtpolitik im Frankfurter Römer geführt hat. Dort regiert neuerdings ein Viererbündnis aus Grünen, SPD, FDP und der Volt-Partei. Oberbürgermeister der Stadt ist weiterhin Peter Feldmann von der SPD.

„Ich habe Frankfurt viel zu verdanken“, sagt Eskandari-Grünberg, die bereits seit fast 20 Jahren in verschiedenen Bereichen der Lokalpolitik aktiv ist. Natürlich wolle sie auch etwas zurückgeben. Wie sie ihre Politik gestalten will? Ihr gehe es vor allem um das gesellschaftliche Klima und den Zusammenhalt in der Stadt.

Menschen aus 180 Nationen

„In Frankfurt leben Menschen aus 180 Nationen. Diese Pluralität und Diversität zu gestalten, auf der Grundlage demokratischer Werte, ist nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen.“ Das bekommt sie auch selbst zu spüren. Für ihren unerschrockenen Einsatz wurde sie aus rechten Kreisen auch schon mal persönlich angegriffen.

Respekt zollt ihr dagegen die politische Gegenseite: Wenn es darum gehe, Farbe zu bekennen und Haltung zu zeigen, habe sie das getan – und zwar nicht aus einer „warmen Wohnzimmersituation“ heraus, sagte ihr Vorgänger, Ex-Bürgermeister Uwe Becker (CDU), am Tag ihrer Wahl im Stadtparlament. Eskandari-Grünberg habe „eine persönliche Vita, die auch unsere Stadt ausmacht, das Bunte, das Vielfältige“. Sie sei eingetreten für ein Miteinander, frei von Rassismus, Diskriminierung oder Antisemitismus. „Das verdient unser aller Achtung.“

„Eine starke Stimme für die Menschenwürde“

Eskandari-Grünberg setze sich für Ziele ein, die die CDU teile: Mehr Bildungschancen, bessere Integration, Gewaltschutz für Frauen, sagt der Oppositionsvorsitzende im Rathaus Römer, Nils Kößler. Sie mische sich mutig ein und sei „eine starke Stimme für die Menschenwürde“.

Ihr politisches Engagement hat sicher auch etwas mit der persönlichen Geschichte von Eskandari-Grünberg zu tun. Schon als Schülerin war sie im Iran nach eigenen Angaben auf die Straße gegangen, um für Freiheit und die Rechte von Frauen zu kämpfen. Als Verfolgte des Regimes kommt sie ins berüchtigte Gefängnis Evin, bekannt für Folter und unmenschliche Haftbedingungen.

Tochter ist Schauspielerin

Noch als Teenager bringt sie dort 1983 Tochter Maryam Zaree zur Welt, die heute als Schauspielerin („4 Blocks“, „Tatort“) und Filmemacherin arbeitet. Für ihren Film „Born in Evin“ hatte sich Zaree auf die Spuren ihrer Geschichte begeben, die eindrückliche Dokumentation wurde unter anderem 2020 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

Nach eineinhalb Jahren wird Eskandari-Grünberg aus der Haft entlassen. Mit gefälschten Papieren gelingt später die Ausreise aus dem Iran. Mutter und Tochter kommen nach Deutschland. „Für mich war klar, ich will in Freiheit leben, ich will studieren und ich wollte natürlich für Maryam eine bessere Welt.“

Deutsch lernen mit Kassetten

Die beiden wohnen zunächst in einer Flüchtlingsunterkunft. Deutsch bringt sie sich unter anderem mit Hilfe von Kassetten bei. Später studiert sie Psychologie, wird promoviert und betreibt eine eigene Praxis. Sie heiratet den Psychoanalytiker Kurt Grünberg, mit dem sie ein weiteres Kind bekommt. „Ich bin sehr zielstrebig und leistungsorientiert“, sagt Eskandari-Grünberg über sich selbst. Und ja, sie sei auf jeden Fall ein optimistischer Mensch – trotz des Leids und all der negativen Erfahrungen, die sie im Gefängnis gemacht hat. Denn: „Das Gute ist, was bleibt, das Böse ist kurzweilig.“

Bereits von 2008 bis 2016 war sie ehrenamtliche Dezernentin für Integration. Seit September führt sie die Behörde hauptamtlich und hat sie direkt unbenannt in Dezernat für Diversität, Antidiskriminierung und gesellschaftliches Zusammenleben, was ihr zeitgemäßer erscheint. Vor ihren neuen Ämtern habe sie enormen Respekt. Es gehe vor allem darum, etwas zu bewegen. „Posten kommen und gehen, wichtig ist, was bleibt.“

dpa/dtj

dtj-online
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17 November 2021 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Nach EU-Sanktionsdrohung: Türkei schränkt Flüge nach Belarus stark ein

von Fremdeninfo 13 November 2021
von Fremdeninfo

Nach EU-Sanktionsdrohung: Türkei schränkt Flüge nach Belarus stark ein

Von

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11.11.2021, Türkei, Istanbul: Menschen aus Syrien versammeln sich vor dem Generalkonsulat von Belarus. Nach Sanktionsdrohungen der EU lässt die Türkei Staatsbürger mehrerer arabischer Länder nicht mehr von ihrem Staatsgebiet aus nach Belarus fliegen. Foto: -/kyodo/dpa

Flughäfen in der Türkei waren bislang wichtige Drehkreuze für Migranten, die zur illegalen Einreise in die EU nach Belarus fliegen wollten. Damit dürfte es nun vorbei sein. Nach Sanktionsdrohungen reagieren die türkischen Behörden.

Nach Sanktionsdrohungen der EU lässt die Türkei Staatsbürger mehrerer arabischer Länder nicht mehr von ihrem Staatsgebiet aus nach Belarus fliegen. Menschen mit syrischen, irakischen und jemenitischen Pässen dürften bis auf Weiteres keine Tickets mehr kaufen und nicht mehr an Bord gehen, teilte die zivile Luftfahrtbehörde der Türkei am Freitag mit. Nach EU-Angaben gibt es auch ein Verbot, One-Way-Tickets für Flüge aus der Türkei in die belarussische Hauptstadt Minsk zu verkaufen.

Die Europäische Union hatte zuvor Strafmaßnahmen gegen Fluggesellschaften angedroht, die Migranten mit der Absicht der illegalen Einreise in die EU nach Belarus befördern. „Alle Airlines müssen wissen, wer sich der Mittäterschaft verbrecherischer Schleusungen schuldig macht, der wird mit Konsequenzen rechnen müssen, auch durch Sanktionen bei Überflugrechten oder Landegenehmigungen“, sagte der geschäftsführende deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ und dem Bonner „General-Anzeiger“ (Samstag).

Belavia kann Turkish Airlines-Netzwerk wohl nicht mehr nutzen

Vor allem an der Grenze zwischen Belarus und Polen war die Lage am Freitag weiter äußerst angespannt. Tausende Menschen aus Ländern wie Syrien oder dem Irak sollen dort auf belarussischer Seite auf eine Chance warten, illegal die Grenze zur EU zu überqueren.

Die EU hofft, dass durch die neuen Maßnahmen der Türkei der Zustrom von Menschen aus armen oder konfliktreichen Ländern nach Belarus deutlich verringert werden kann. Sie sehen nach Angaben aus Brüssel auch vor, dass die staatliche belarussische Fluggesellschaft Belavia nicht mehr das Netzwerk von Turkish Airlines für den Mittleren Osten nutzen kann, um Reisende über Istanbul nach Belarus zu fliegen.

Frankreich bittet Russland um Hilfe

Unterdessen baten der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian und die französische Verteidigungsministerin Florence Parly Russland um Hilfe bei der Beilegung der Krise. Man habe Russlands Regierung „ermutigt“, von ihren „engen Verbindungen mit Belarus“ Gebrauch zu machen und auf die dortige Führung einzuwirken, mit der „Instrumentalisierung von Flüchtlingsströmen“ aufzuhören, teilten die Minister nach einem Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow und dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu in Paris mit. Ähnliches hatte vor Kurzem auch schon die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angeregt.

Der Führung in Minsk wird von der EU vorgeworfen, gezielt Migranten ins Land zu holen, um sie dann zur Weiterreise in die EU an die Grenze zu Polen zu bringen. Die Vermutung ist, dass sich Machthaber Alexander Lukaschenko damit für Sanktionen rächen will, die die EU wegen der Unterdrückung der Zivilgesellschaft und der demokratischen Opposition erlassen hat.

Nach Polen kommt Deutschland

Neben Polen ist auch die Bundesrepublik stark von den Entwicklungen betroffen. Dies liegt daran, dass ein Großteil der Migranten, der es über die Grenze nach Polen schafft, nach Deutschland weiterreist.

Die Lage an der polnisch-belarussischen Grenze hat sich seit Wochenbeginn dramatisch verschlechtert, als Tausende Migranten sich von belarussischer Seite aus auf den Weg in Richtung EU machten. Polnische Sicherheitskräfte schritten nach nicht unabhängig überprüfbaren Polizeiangaben auch am Donnerstagabend und Freitag mehrfach ein, um illegale Grenzübertritte zu verhindern.

Tragische Bilder in Istanbul

In der Nähe des Ortes Kuznica hätten belarussische Soldaten versucht, eine rund 35 Menschen zählende Migrantengruppe gewaltsam über die Grenze zu drängen, zitierte die Agentur PAP den örtlichen Polizeisprecher Tomasz Krupa. Unter den Migranten waren demnach überwiegend Frauen und Kinder. Rund 15.000 polnische Soldaten bewachen laut Verteidigungsministerium inzwischen die östliche EU-Außengrenze zu Belarus.

Tragische Szenen gab es am Freitag auch am Istanbuler Flughafen. Nach Augenzeugenberichten wurden dort mehrere Menschen aus den Schlangen vor den Schaltern gezogen. Ein kurdischer Iraker beklagte sich bei einer Journalistin etwa, er könne nun nicht nach Belarus reisen, habe aber all sein Hab und Gut bereits verkauft.

EU bedankt sich

EU-Ratspräsident Charles Michel bedankte sich unterdessen auf Twitter bei den türkischen Behörden „für ihre Unterstützung und Zusammenarbeit“. Diplomaten räumten jedoch ein, dass die Zugeständnisse Ankaras erst nach der Einigung der EU-Staaten auf ein neues Sanktionsinstrument gegen Beteiligte an illegalen Schleuseraktivitäten erzielt wurden. Es soll am kommenden Montag bei einem EU-Außenministertreffen formell beschlossen werden. Im nächsten Schritt könnten dann konkrete Strafmaßnahmen verhängt werden.

Druck übte die EU zuletzt unter anderem auf Fluggesellschaften wie Royal Air Maroc, Emirates, Air Arabia, Etihad, Egypt Air, Flydubai und Iraqi Airways aus. Sie alle seien zuletzt kontaktiert worden und hätten erklärt, dass sie gegen jede Form von Menschenhandel seien, erklärte ein Kommissionssprecher am Freitag.

Gaslieferungen nicht betroffen

Zumindest keine schlechten Nachrichten für die EU kamen am Freitag auch aus Russland. Das Land garantierte sichere Energielieferungen, nachdem Lukaschenko zuvor gedroht hatte, über Belarus laufende Gaslieferungen zu blockieren. „Russland war, ist und wird immer ein Land sein, das seine Verpflichtungen zur Gasversorgung der europäischen Verbraucher erfüllt“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Die „zuverlässigen Lieferungen“ erfolgten unabhängig von den Handlungen Minsks.

dpa/dtj

 

 

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13 November 2021 0 Kommentare
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Religion

Köln: Erster Antrag auf Ezan vom Lautsprecher eingegangen

von Fremdeninfo 12 November 2021
von Fremdeninfo

 

Köln: Erster Antrag auf Ezan vom Lautsprecher eingegangen

Von

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Früher stiegen die Muezzine tatsächlich die Minarette hoch, um zum Gebet zu rufen. Mittlerweile können sie sich dank Lautsprechern den engen und steilen Weg nach oben sparen. Auf dem Bild links zu sehen: die Selimiye-Moschee in Edirne, erbaut im 16. Jahrhundert vom berühmten osmanischen Architekten Mimar Sinan. Foto: pixabay

Bei der Stadt Köln ist ein erster Antrag zur Genehmigung von Muezzin-Rufen eingegangen. Gestellt habe ihn eine Moscheegemeinde aus dem rechtsrheinischen Teil der Stadt.

Der Antrag wurde in den letzten Tagen gestellt. Er werde nun geprüft, teilte eine Sprecherin am Mittwoch mit. Wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist, war zunächst nicht abzusehen. Zuvor hatte die „Bild“ darüber berichtet.

Köln hatte Anfang Oktober erklärt, dass Moscheegemeinden auf Antrag und unter bestimmten Auflagen künftig ihre Gläubigen zum mittäglichen Freitagsgebet rufen dürften. Zu den Auflagen gehört, dass der Gebetsruf nicht länger als fünf Minuten dauert. Für die Lautstärke gibt es eine Höchstgrenze, die je nach Lage der Moschee festgelegt wird.

Auf zwei Jahre befristet

Außerdem muss die jeweilige Moscheegemeinde die Nachbarschaft frühzeitig mit Flyern informieren und eine Ansprechperson benennen, die Fragen beantworten oder Beschwerden entgegennehmen kann. Das Modellprojekt ist zunächst auf zwei Jahre befristet. In den ersten Wochen nach dem Start waren aber noch keine Anträge eingegangen.

Die Stadt Köln verweist bei ihrer Initiative auf die im Grundgesetz verbriefte Freiheit der Religionsausübung. Während in christlichen Kirchen die Glocken läuteten, um die Gläubigen zum Gottesdienst zu rufen, seien es in den Moscheen muslimischer Glaubensgemeinschaften die Rufe des Muezzins, die diesen Zweck erfüllten.

dpa/dtj

 
12 November 2021 0 Kommentare
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Flüchtlinge

In der EU-Migrationspolitik deutet sich eine spektakuläre Wende an

von Fremdeninfo 11 November 2021
von Fremdeninfo

In der EU-Migrationspolitik deutet sich eine spektakuläre Wende an

 
 
Christoph B. Schiltz

|In der Migrationspolitik der EU deutet sich eine spektakuläre Wende an: Brüssel könnte künftig möglicherweise nun doch bereit sein, den Bau von Grenzzäunen finanziell zu unterstützen. Sollte es tatsächlich so kommen, so wäre das eine schwere politische Niederlage für EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. 

© WELT Die Lage an Polens Grenze wird immer katastrophaler, die Verzweiflung unter den Tausenden Migranten an der belarussisch-polnischen Grenze wächst. Bereits die dritte Nacht haben viele frierend in einem provisorischen Camp verbracht. Europa ringt unterdessen weiter um das richtige Vorgehen. Quelle: WELT

Was ist passiert? Am Mittwoch brachte EU-Ratspräsident Charles Michel angesichts des Migrationsstreits zwischen Polen und Belarus überraschend eine Finanzierung von Grenzbefestigungen durch die EU ins Spiel. Die Europäische Kommission unter Führung von der Leyens hatte sich zuvor dagegen mehrfach vehement gewehrt.

Erst Ende Oktober, nur wenige Tage nach dem letzten EU-Gipfel in Brüssel, sagte die zuständige Innenkommissarin Ylva Johansson: „Wir finanzieren verschiedenste Maßnahmen zum Schutz der Außengrenzen, die in den einzelnen Mitgliedstaaten ergriffen werden. Manche Länder wollen, dass dazu auch die Errichtung von Grenzzäunen zählt.

Dazu gab es keine Einigkeit der 27 auf dem EU-Gipfel vergangene Woche.“ Auch von der Leyen, so Johansson weiter, habe klar gemacht, „dass die Kommission kein Geld für die Einrichtung physischer Barrieren zur Verfügung stellt“. 

Druck auf von der Leyen gewaltig gestiegen

Bei einem Besuch in der polnischen Hauptstadt Warschau sagte Michel nun, die EU werde in den kommenden Tagen die Möglichkeit einer Finanzierung von „physischer Infrastruktur an den Grenzen“ diskutieren. Damit fordert er von der Leyen offen heraus.

Aber damit nicht genug: Der frühere belgische Regierungschef präsentierte auch das Ergebnis einer Stellungnahme der Rechtsexperten des Europäischen Rates – also der Vertretung der 27 Mitgliedsländer -, wonach es rechtlich durchaus möglich sei “physische Infrastruktur“ zum Grenzschutz aus EU-Mitteln zu finanzieren. Die finale Entscheidung muss aber die EU-Kommission treffen, denn nur sie allein kann die Finanzmittel freigeben. 

Fest steht: Der Druck auf Kommissionspräsidentin von der Leyen ist angesichts einer verschärften Migrationskrise an der Grenze zwischen Polen und Belarus in den letzten Tagen gewaltig gestiegen. Mehrere Tausend illegale Migranten aus vorwiegend arabischen Ländern, die sich auf dem Territorium von Belarus befinden, versuchen die Grenzbarrieren zu Polen zu durchbrechen und damit auch in die EU zu gelangen.

Nach Litauen und Lettland gerät nun auch Polen wegen des staatlich organisierten Menschenschmuggels durch die Regierung in Minsk immer mehr in die Enge. Alle drei Staaten fordern Unterstützung aus Brüssel – auch beim Bau von Zäunen und Mauern. 

Nun herrscht auch juristische Klarheit

Bereits vor einem Monat hatten zwölf EU-Länder in einem Brief an die EU-Kommission gefordert, dass physische Grenzbarrieren zumindest in Teilen aus dem gemeinsamen Haushalt bezahlt werden sollten.

Der Brief der zwölf Staaten wurde beim EU-Gipfel am 21. Oktober ausführlich beraten. Allerdings war vielen Regierungschefs damals offenbar noch nicht ganz klar, ob die EU auch wirklich Grenzzäune zum Schutz der EU-Außengrenzen mitfinanzieren darf. Nun hat der Juristische Dienst des EU-Rates nach den Worten Michels Klarheit geschaffen: Die darf Zäune finanzieren. 

Ursula von der Leyen unter Druck © Getty Images/Ian Forsyth Ursula von der Leyen unter Druck

Ein hochrangiger EU-Vertreter betonte zudem, dass die EU-Staats- und Regierungschefs in ihrer Abschlusserklärung vom EU-Gipfel im Oktober ausdrücklich festgehalten hatten, dass man „keine Versuche von Drittstaaten akzeptieren wird, Migranten für politische Zwecke zu instrumentalisieren“. Das war damals schon eine klare Botschaft an den belarussischen Machthaber Aleksander Lukaschenko.

Noch wichtiger ist nach den Worten des hohen EU-Vertreters aber Paragraf 20 der Abschlusserklärung. Dort heißt es: „Der Europäische Rat ersucht die Kommission, alle erforderlichen Änderungen am Rechtsrahmen der EU sowie konkrete Maßnahmen mit einer angemessenen finanziellen Unterstützung vorzuschlagen, um eine sofortige und angebrachte Reaktion im Einklang mit EU-Recht und internationalen Verpflichtungen der EU, einschließlich der Grundrechte, sicherzustellen.“ 

„Die EU-Kommission wiederholt die gleichen Fehler“

Aus Sicht einflussreicher EU-Kreise verpflichtet dieser Passus die EU-Kommission zu einer offenen Debatte anstatt sich – wie geschehen – von vornherein darauf festzulegen und eine Mitfinanzierung von Grenzzäunen abzulehnen. Es wird in diesem Zusammenhang aus Kreisen der Mitgliedstaaten auch darauf verwiesen, dass „es Litauen, mit einer fast 700 Kilometer langen Grenze zu Belarus nicht möglich sein wird, einen Grenzzaun alleine zu finanzieren“. 

Am Mittwoch telefonierte Österreichs Innenminister Karl Nehammer mit seinem polnischen Amtskollegen Mariusz Kaminski. Bei dem Gespräch forderte Kaminski neben härteren Sanktionen gegen Minsk vor allem finanziellen Hilfen für die Errichtung eines Grenzzauns an der mehr als 400 Kilometer langen Grenze zwischen Polen und Belarus.

Nehammer ist empört über die EU-Kommission: „Die EU-Kommission wiederholt die gleichen Fehler, die schon bei der Migrationskrise in Litauen gemacht worden sind. Auch da hatte Brüssel eine finanzielle Unterstützung für einen Grenzzaun abgelehnt und wollte nur bei der Aufnahme von illegalen Migranten helfen“, sagte er WELT. Das sei ein „völlig falsches Signal an die Schlepper“.

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WDR und El-Hassan trennen sich – Debatte geht weiter

von Fremdeninfo 11 November 2021
von Fremdeninfo

WDR und El-Hassan trennen sich – Debatte geht weiter

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dtj-online

–

08.11.2021

 
 
 

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Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat sich endgültig gegen eine Zusammenarbeit mit der Journalistin Nemi El-Hassan entschieden. Foto: WDR/Tilman Schenk

Der WDR hat nach wochenlanger Prüfung eine Zusammenarbeit mit der Journalistin Nemi El–Hassan ausgeschlossen. Die Debatte ist damit längst nicht abgeschlossen. Die Hintergründe.

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat sich endgültig gegen eine Zusammenarbeit mit der Journalistin Nemi El–Hassan entschieden. Das teilte der öffentlich-rechtliche Sender in Köln am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor hatte die Journalistin einen Gastbeitrag in der „Berliner Zeitung“ veröffentlicht, in dem sie Kritik am WDR zum Umgang mit ihr in den vergangenen Wochen äußerte.

Vom Sender hieß es als Begründung für seine Entscheidung: „Das Vertrauen für eine künftige Zusammenarbeit ist nicht mehr vorhanden.“ Der ganze Fall rund um die Beschäftigung El-Hassans hängt mit aufgekommenen Antisemitismus-Vorwürfen zusammen. Ursprünglich sollte die Journalistin die Wissenschaftssendung „Quarks“ moderieren.

Antisemitische Parolen

Ihr Start war für November vorgesehen. Die „Bild“-Zeitung hatte dann im Kontext der neuen Aufgabe El-Hassans von ihrer Teilnahme an einer Al-Kuds-Demo in Berlin vor einigen Jahren berichtet. Bei den alljährlichen Al-Kuds-Demos in Berlin waren in der Vergangenheit immer wieder antisemitische Parolen gerufen und Symbole der pro-iranischen libanesischen Hisbollah-Bewegung gezeigt worden.

El–Hassan hatte sich nach dem Medienbericht in einem Statement von der Demo distanziert. Außerdem wird ihr vorgeworfen, israelkritische Posts im Netz gelikt zu haben. In einem Fall ging es dabei um den Ausbruch von Terroristen aus einem israelischen Hochsicherheitsgefängnis.

„Deal with it“

Der WDR hatte sich im weiteren Verlauf der Debatte gegen eine Moderation El-Hassans in der Wissenschaftssendung entschieden. Als Begründung hieß es vom Sender, „dass die Auseinandersetzung um ihre Person zu einer unangebrachten Politisierung der renommierten Wissenschaftssendung geführt hat“. Die ARD-Anstalt hatte dann zunächst weiter geprüft, ob sie möglicherweise als Autorin für „Quarks“ arbeiten könnte.

Am Dienstag hatte El–Hassan in dem Gastbeitrag in der „Berliner Zeitung“ dem WDR im Zuge der von dem „Bild“-Bericht angestoßenen Debatte vorgeworfen, er habe sich selbst aus der Schusslinie ziehen wollen. „Die Reaktion des WDR zeigt exemplarisch, dass es schlecht steht um die vielfach gerühmte Debattenkultur in diesem Land“, kritisierte El–Hassan.

„Demontage einer Person“?

Die Journalistin sprach in dem Gastbeitrag auch von einer gezielten Kampagne. Der «Bild»-Zeitung warf sie vor, sie demontieren zu wollen. „Natürlich darf auch die Bild-Zeitung zur Vergangenheit einer öffentlichen Person recherchieren und Fragen stellen“, schrieb El–Hassan.

„Aber es gibt eine Grenze zwischen kritischer journalistischer Arbeit und einer gezielten Kampagne zur Demontage einer Person.“ Die Kampagne gegen sie sei in rechten Foren von langer Hand vorbereitet worden. Dort verfolge man das Ziel, möglichst viele Menschen muslimischen Glaubens aus der Öffentlichkeit hinauszudrängen.

Antisemitismusvorwürfe würden dazu gezielt eingesetzt, weil sie besonders wirksam seien, um jemanden auf Dauer unmöglich zu machen. Dabei gehe es den Rechtsextremen natürlich nicht um den Schutz jüdischen Lebens, vielmehr sei der Antisemitismus-Vorwurf nur Mittel zum Zweck.

„Land der Täter“

Denn: „Im Land der Täter will sich – verständlicherweise – niemand in eine Situation begeben, die nahelegen könnte, dass man sich nicht vehement an der Bekämpfung des gesamtgesellschaftlichen Problems Antisemitismus beteiligt.“ El–Hassan warf dem WDR vor:

„Der WDR hat sich – in der Hoffnung, sich selbst aus der Schusslinie zu ziehen – allen Argumenten der Bild-Zeitung angeschlossen und somit auch zukünftigen Kampagnen Tür und Tor geöffnet.“ Sie schrieb auch: „Die Reaktion des WDR zeigt exemplarisch, dass es schlecht steht um die vielfach gerühmte Debattenkultur in diesem Land.“

„Vertrauensverhältnis belastet“

Der öffentlich-rechtliche Sender reagierte am Abend auf den Gastbeitrag so: Der Vorwurf, dass der WDR die Moderatoren-Auswahl von einer „Bild“-Kampagne abhängig mache, sei unsinnig. „Unabhängig von der medialen Berichterstattung und dem öffentlichen Druck im Fall Nemi El–Hassan hat der WDR sorgfältig und umfangreich beraten, weil die Verantwortlichen den beruflichen Weg der jungen Journalistin nicht leichtfertig behindern, sondern ihr eine Chance geben wollten.“

Weiter hieß es, ausschlaggebend sei ihr Verhalten in den sozialen Netzwerken und der Umgang damit gegenüber dem WDR. „Relevante Informationen – wie zum Beispiel das Löschen von Likes – erfuhr der WDR erst aus den Medien, obwohl er mit Nemi El–Hassan im intensiven Austausch war. Dies hatte von Beginn an das Vertrauensverhältnis belastet.“

Der Fall El-Hassans war in den beiden vergangenen Sitzungen des Rundfunkrats als Aufsichtsgremium beim WDR debattiert worden. In der ersten Diskussion Ende September hatten sich zahlreiche Rundfunkratsmitglieder zu Wort gemeldet und ganz überwiegend gegen eine Beschäftigung von El–Hassan beim WDR in welcher Form auch immer ausgesprochen. In der zweiten Sitzung vor einigen Tagen gingen die geäußerten Meinungen stärker auseinander.

dpa/dtj

11 November 2021 0 Kommentare
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Kölner Schriftsteller Doğan Akhanlı ist tot

von Fremdeninfo 2 November 2021
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Kölner Schriftsteller Doğan Akhanlı ist tot

Von

dtj-online

–

01.11.2021

 
 
„Schriftsteller Dogan Akhanli gestorben“ width=“696″ height=“464″>
Doğan Akhanlı, deutsch-türkischer Schriftsteller und Preisträger der Goethe-Medaille, nach der Verleihung 2019. Foto: Michael Reichel/dpa

Der Schriftsteller und Menschenrechtler Doğan Akhanlı saß als junger Mann zweieinhalb Jahre in der Türkei in Haft. Als er bereits in Deutschland lebte, verfolgte ihn die Türkei mit einem internationalen Haftbefehl. Nun ist Akhanli verstorben.

Der Schriftsteller Doğan Akhanlı ist tot. Er starb nach kurzer, schwerer Krankheit am Sonntag in Berlin, wie der Sprecher des deutschen PEN-Zentrums bestätigte. Akhanlı hatte lange in Köln gelebt und in jüngster Zeit in Berlin gewohnt. Er soll in Köln begraben werden.

„Als Präsident trauere ich um das Mitglied des deutschen PEN, als Leser um einen großartigen Schriftsteller, als Weggefährte um einen Streiter für Menschenrechte, Frieden und Aufarbeitung der Verbrechen an den Armeniern“, schrieb der amtierende deutsche PEN-Präsident, der Journalist und Schriftsteller Deniz Yücel.

Kampf mit leiser Stimme

„Er war ein mutiger Kämpfer für Menschenrechte in der Türkei und weltweit“, erklärte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker. „Seine Stimme war oft leise, aber seine Botschaft war laut und wurde gehört.“

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) teilte auf Twitter mit: „Mit Dogan Akhanlı verlieren wir einen der bedeutendsten politischen Autoren und einen Kämpfer für Demokratie und Freiheit in der Türkei. Er wird uns allen, vor allem in seiner Kölner Heimat, sehr fehlen.“

Gefängnis und Verfolgung

Akhanli wurde 1957 in der Türkei geboren und lebte seit 1992 als Autor in Köln. Zuvor war er in der Türkei mehrfach verhaftet worden und hatte ab 1985 zweieinhalb Jahre im Militärgefängnis von Istanbul gesessen. 2017 wurde er bei einem Urlaub in Spanien festgenommen, weil der türkische Staat ihn mit internationalem Haftbefehl hatte suchen lassen (DTJ-Online berichtete).

Spanien verweigerte aber seine Auslieferung als angeblicher Terrorist an die Türkei. Akhanli konnte nach zwei Monaten nach Deutschland zurückreisen. In seinem Werk mit zahlreichen Romanen und Theaterstücken greift Akhanli den Völkermord in Armenien auf. 2018 wurde er mit dem Europäischen Toleranzpreis für Demokratie und Menschenrechte ausgezeichnet.

Anerkennung in Deutschland

2019 bekam er die Goethe-Medaille des Goethe-Instituts. Damit werde der Mut des Preisträgers ausgezeichnet, „sich mit künstlerischen und publizistischen Arbeiten gegen politische, religiöse oder gesellschaftliche Widerstände durchzusetzen“, hieß es in der Laudatio.

Akhanli setzte sich neben seinem schriftstellerischen Werk auch in seinem persönlichen Alltag für Verständigung ein. So veranstaltete er seit 2002 in Köln deutsch-türkische Führungen durch ein ehemaliges Gestapo-Gefängnis und hielt Vorträge über „Antisemitismus in der Einwanderergesellschaft“, wie das Goethe-Institut hervorhob.

dpa/dtj

2 November 2021 0 Kommentare
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Özdemir über Einwanderungsgeschichte seiner Eltern: „Und daraus ist dann ein ganzes Leben geworden“

von Fremdeninfo 30 Oktober 2021
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Özdemir über Einwanderungsgeschichte seiner Eltern: „Und daraus ist dann ein ganzes Leben geworden“

 
 
 Vor 60 Jahren kamen die Eltern des Grünen-Politikers aus der Türkei nach Deutschland. Eine Schneiderschere und ein Mantel aus Schurwolle erinnern ihn an sie.
Der Bundestagsabgeordnete Cem Oezdemir (Grüne). © Foto: imago images/ULMER Pressebildagentur Der Bundestagsabgeordnete Cem Oezdemir (Grüne).

Vor 60 Jahren wurde das Anwerbungsabkommen mit der Türkei unterzeichnet, in dessen Folge viele Türkinnen und Türken nach Deutschland kamen, um hier zu arbeiten. Auch die Eltern des Grünen-Politikers Cem Özdemir waren in den 60er-Jahren nach Deutschland eingewandert, fünf Jahre später kam ihr Sohn zur Welt.

Zum Jubiläum beteiligte sich Cem Özdemir an der SWR2 Aktion „Meine kleinen Schätze – Geschichten von Migration“ und nannte zwei Gegenstände, die ihn an seine Eltern erinnern: Der Wintermantel seines Vaters und die Schneiderschere seiner Mutter.

„Der Mantel meines 2015 verstorbenen Vaters bedeutet mir sehr viel“ , sagte der Bundestagsabgeordnete dem Sender. „Er gehört zu den wenigen Gegenständen, die mich an ihn erinnern und die ich eines Tages an meine Kinder weitergeben kann.“

Den Mantel mit schwarz-weißem Fischgrätenmuster habe der Vater vor 57 Jahren in Bad Urach bekommen. Dort habe dieser seine Mutter kennengelernt und geheiratet. Weil sein Vater nachts aufstehen musste, um früh in einer Spinnerei zu arbeiten, schenkte ihm seine Frau das warme Kleidungsstück. Sein Vater sei die Kälte in Deutschland nicht gewohnt gewesen, erzählt Özdemir im SWR-Betrag.

Nach dem Tod seines Vaters sei ihm der Mantel so wichtig geworden, dass er ihn jahrelang im Schrank hängen gelassen habe – aus Angst ihn zu verlieren. „Wenn der Mantel weg wäre, würde ich meinen Vater fast ein weiteres Mal verlieren, so fühlt sich das an.“

Das zweite wichtige Erinnerungsstück sei die Schneiderschere seiner Mutter. Bis zu ihrem Tod habe diese ihre eigene Änderungsschneiderei im schwäbischen Bad Urach geführt. „Die Schere gehörte zu ihrem Handwerkszeug“, sagte Özdemir dem SWR. „Wenn ich an meine Mutter denke, dann sitzt sie in ihrer Schneiderei, zwischen Stoffen und Kleidern, vor sich die Nähmaschine. Sie lächelt und hat die große Schere in der Hand.“

Es sei sicher nicht der Traum seiner Mutter gewesen, aus der großen Weltstadt Istanbul kommend, im kleinen Bad Urach zu landen. Aber sie habe es zu ihrem Traum gemacht. Mit einem Haus, auf das die Eltern ihr Leben lang gespart hätten und der eigenen Änderungsschneiderei.

„Man hat sich die Wohnung gekauft, ganz schwäbisch fürs Häusle gespart, das Kind ging auf die Schule, dann wollte man noch warten, bis die Schule fertig ist. Ja, und daraus ist dann ein ganzes Leben geworden“, erzählte Özdemir dem SWR.

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Seine Eltern hätten wie Tausende andere Migrantinnen und Migranten damals hart gearbeitet und so zum Wirtschaftswunder beigetragen, sagte Özdemir der „Augsburger Allgemeine“ in einem Interview. „Rückblickend können wir darauf stolz und dankbar sein“, betonte der Grünen-Bundestagsabgeordnete: „Diese Geschichte von Deutschland als Einwanderungsland ist auch ein Auftrag, dafür Sorge zu tragen, dass alle gleiche Chancen auf Bildung und ein gutes Leben bekommen, egal wie der Nachname klingt.“

Da liege aber „noch ein weiter Weg vor uns, was die schrecklichen Anschläge von Hanau uns traurig vor Augen geführt haben“, fügte Özdemir hinzu: „Es tut gut, die große Mehrheit der Menschen in unserem Land dabei hinter sich zu wissen.“ Deutschland sei heute bunt und vielfältig – „auch dank unseres großartigen Grundgesetzes als gemeinsamer Basis unseres Zusammenlebens“. (Tsp, mit KNA)

30 Oktober 2021 0 Kommentare
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Neuer Einmarsch in Syrien geplant: Zettelt Erdogan einen Krieg an, um die Wahlen zu verschieben?

von Fremdeninfo 27 Oktober 2021
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Neuer Einmarsch in Syrien geplant: Zettelt Erdogan einen Krieg an, um die Wahlen zu verschieben?

 
 
 Von: Susanne Güsten
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|Der türkische Präsident Erdogan hat sich ein neues Mandat für Auslandseinsätze geholt. Die Opposition wirft ihm vor, aus persönlichen Interessen zu handeln

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan plant einen Einmarsch in Syrien. © Foto: Burhan Ozbilici/AP/dpa Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan plant einen Einmarsch in Syrien.

Die türkische Regierung hat für zwei Jahre freie Hand zur Entsendung von Truppen nach Syrien und in den Irak. Präsident Recep Tayyip Erdogan holte sich jetzt ein Mandat vom Parlament in Ankara, das ihm auch die Stationierung ausländischer Streitkräfte in der Türkei erlaubt.

Erdogan droht seit Wochen mit einem neuen Einmarsch in Nord-Syrien. Die Opposition wirft dem innenpolitisch angeschlagenen Präsidenten vor, er wolle einen Krieg anzetteln, um die spätestens 2023 anstehenden Wahlen verschieben zu können.

Erdogans Regierung erklärte in ihrer Beschlussvorlage für das Parlament, die Bedrohungen an den Südgrenzen des Landes nähmen zu. Deshalb müssten auch in den kommenden zwei Jahren grenzüberschreitende Militäraktionen möglich sein. Im Nordirak kämpfen türkische Soldaten gegen die Terrororganisation PKK; der Einsatz dort dauert schon viele Jahre.

Innenpolitisch umstritten sind vor allem die Militäraktionen im Norden Syriens. Erdogan hat seit 2016 den Befehl zu drei Interventionen gegeben, mit denen die PKK-nahe syrische Kurdenmiliz YPG aus dem Grenzgebiet vertrieben werden sollte. Zudem rückten türkische Truppen in die syrische Provinz Idlib ein, um dort eine Offensive syrischer Regierungstruppen aufzuhalten.

Seit dem Tod von zwei Mitgliedern einer türkischen Spezialeinheit nahe der nordsyrischen Stadt Tel Rifat vor zwei Wochen droht Erdogan mit einer fünften Intervention. Der Einmarsch sei „unvermeidlich“, meldete der türkische Staatssender TRT.

[Mehr zum Thema: Berechnend unberechenbar: Warum eskaliert der türkische Präsident den Streit mit voller Absicht? (T+)]

Mit der Einnahme von Tel Rifat könnte die Türkei ihre Position in Nord-Syrien stärken und ihren Einfluss im Gebiet nördlich der syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo ausbauen. Allerdings braucht Erdogan dafür die Zustimmung Russlands, das in der Gegend die Lufthoheit besitzt. Bisher ist unklar, ob Moskau einem solchen Einsatz zustimmen und welche Gegenleistungen der Kreml von der Türkei verlangen wird.

Bisher konnte sich Erdogan in den Debatten über Syrien-Einsätze auf einen breiten innenpolitischen Konsens stützen. Seit 2013, als das Parlament zum ersten Mal die Erlaubnis für Syrien-Missionen der Armee im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) erteilte, hatte die linksnationale Partei CHP als größte Oppositionskraft die Mandate stets mitgetragen.

Nun aber verweigerte die CHP gemeinsam mit der pro-kurdischen Partei HDP und kleineren Linksparteien ihre Zustimmung im Plenum. Das Mandat ging trotzdem durch: Die konservativen Oppositionsparteien IYI Parti und Deva stimmten mit den Regierungsfraktionen, der Erdogan-Partei AKP und deren rechten Koalitionspartnerin MHP.

Die CHP wirft Erdogan vor, nicht im nationalen Interesse zu handeln, sondern seine eigene politische Zukunft retten zu wollen. Die Regierung fordere die Zustimmung des Parlaments zu dem Vorhaben, Soldaten zu verheizen, außenpolitische Abenteuer zu beginnen und notfalls die Wahlen 2023 mit Hilfe einer „Kriegserklärung“ in Syrien auf einen späteren Termin zu verlegen, sagte der CHP-Politiker Özgür Özel in der Debatte.

Regulärer Wahltermin kann aus „Kriegsgründen“ verschoben werden

Die türkische Verfassung sieht die Möglichkeit vor, den regulären Wahltermin aus „Kriegsgründen“ um ein Jahr oder mehr zu verschieben. Özel begründete seinen Verdacht damit, dass die Regierung zum ersten Mal eine Verlängerung der Auslandseinsätze um zwei Jahre durchsetzte: Bisher waren die Mandate immer nur für ein Jahr erteilt worden.

Erdogans AKP und die MHP verlieren wegen der Wirtschaftskrise in der Türkei seit Monaten an Unterstützung und müssen laut Umfragen bei den nächsten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen, die spätestens in anderthalb Jahren stattfinden müssen, mit einer Niederlage rechnen.

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Ein Oppositionsbündnis aus CHP und IYI Parti liegt gleichauf mit der Allianz aus AKP und MHP, doch könnte der Oppositionsblock mit Unterstützung der pro-kurdischen HDP rechnen und der Regierung damit die Mehrheit im Parlament abjagen. Auch Erdogans persönliche Popularität nimmt ab; bei der Sonntagsfrage liegt er hinter den beliebtesten Oppositionspolitikern.

Die Opposition kritisierte auch, es sei nicht klar, welche ausländischen Truppen in der Türkei stationiert werden sollten. Sie spekulierte, dass damit pro-türkische Milizen aus Syrien gemeint sein könnten. Vielleicht wolle Erdogan ja sogar die afghanischen Taliban zur Hilfe rufen, sagte Oppositionschef Kemal Kilicdaroglu.

Regierungskritiker werfen Erdogan außerdem vor, mit zweierlei Maß zu messen. Noch vor zwei Tagen habe der Präsident mit dem Rauswurf westlicher Botschafter gedroht, weil diese sich angeblich in innere türkische Angelegenheiten eingemischt hätten, schrieb der Journalist Yalcin Dogan auf der Nachrichtenplattform T24. Erdogan finde aber nichts dabei, Truppen nach Syrien oder Libyen zu schicken – da sei dann keine Rede mehr von Einmischung

27 Oktober 2021 0 Kommentare
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Türkei: Der Mann, der Erdoğans Beamte warnt

von Fremdeninfo 26 Oktober 2021
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Türkei: Der Mann, der Erdoğans Beamte warnt

Von Christiane Schlötzer

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Der Mann, der Erdoğans Beamte warnt

Haben er und seine Partei im Jahr 2023 eine Chance, den Präsidenten zu besiegen? Kemal Kılıçdaroğlu ist seit 2010 Oppositionsführer in der Türkei.

© Burhan Ozbilici/AP Seit 2010 an der Spitze der Oppositionspartei CHP: Kemal Kılıçdaroğlu, 72.

Ein Mann aus der konservativen Elite der Türkei, der einst zu den Königsmachern von Recep Tayyip Erdoğan gehörte, erhielt jüngst einen Anruf von Kemal Kılıçdaroğlu, dem Oppositionsführer – mit der Bitte um ein vertrauliches Treffen. Dies wäre nichts Ungewöhnliches, wäre die Türkei ein normales Land, in dem es auch zwischen Regierung und Opposition Gesprächskanäle gibt. In der Türkei aber ist der Graben zwischen den politischen Lagern schluchtentief, Brückenschläge sind äußerst selten.

Kılıçdaroğlu, 72, führt seit 2010 die Republikanische Volkspartei, die „Cumhuriyet Halk Partisi“ (CHP). Damals war Erdoğan schon sieben Jahre im Amt, als Premier, und galt vielen noch als Reformer, der das Land in die EU führen wolle. Für seine Kritiker aber war er ein konservativer Islamist. Die Orientierung an westlichen Werten ist der CHP dagegen in die Gene geschrieben. Die Partei wurde 1923 von Republikgründer Kemal Atatürk geschaffen, sie sollte laizistisch und fortschrittlich sein. In ihrem Wirtschaftskonzept spielte anfangs der Staat eine starke Rolle. Ganz hat sich die CHP davon nie verabschiedet. Schwer getan hat sie sich lange auch mit einem gesellschaftlichen Pluralismus, antikurdische und nationalistische Sentiments waren in ihr lange mehrheitsfähig.

Beim Wahlsieg in Istanbul vor zwei Jahren war er der Königsmacher …

Mit Kılıçdaroğlu hat sich der Ton allmählich geändert. Der Ökonom gilt als Architekt eines Wahlbündnisses aus der CHP und einer nationalkonservativen Partei, die mit offener Duldung durch die prokurdische, linke HDP 2019 das Istanbuler Rathaus eroberten – nach 25 Jahren konservativer Herrschaft. Es war eine Wahl ohne Beispiel, weil die Bürger in der Metropole gleich zweimal zu den Urnen gehen mussten. Beim ersten Mal war der Vorsprung des CHP-Mannes Ekrem İmamoğlu noch haarfein, und Erdoğan ließ das Ergebnis nicht gelten. Bei der Wiederholung war der Sieg der Opposition so deutlich, dass es nichts mehr zu leugnen gab. Auch in der Hauptstadt Ankara sowie in den Großstädten Izmir und Antalya siegte 2019 die CHP.

Seitdem gilt es als nicht mehr unmöglich, dass sie Erdoğan bei den nächsten Parlaments- und Präsidentenwahlen 2023 mit ihren Partnern auch auf Landesebene besiegen könnte. Umfragen deuten ebenfalls in diese Richtung. Würde jetzt schon gewählt, bekämen Erdoğans islamisch-konservative AK-Partei und die ultranationalistische MHP, die er schon seit einer Weile zur Machtsicherung braucht, keine absolute Mehrheit mehr.

… und auch für 2023 wird er zumindest den Gegner Erdoğans aussuchen

Seit sich die Stimmung gegen Erdoğan dreht, tritt Kılıçdaroğlu mit deutlich größerem Selbstbewusstsein auf. Als er jüngst die Türkische Zentralbank besuchte, warnte er die Beamten, sie sollten nicht die „Bürokraten der Erdoğan-Familie sein“ und keine ungesetzlichen Befehle ausführen, oder sie würden sich dafür später verantworten müssen, „denn wir kommen an die Macht“. Dafür wurde der CHP-Chef von der Regierung heftig getadelt: Er habe Beamten nicht zu drohen. Über den nun möglicherweise doch beigelegten Konflikt um zehn Botschafter, die sich für den seit vier Jahren inhaftierten Kulturmäzen Osman Kavala eingesetzt hatten, sagte Kılıçdaroğlu: Erdoğan wolle damit keinesfalls „nationale Belange schützen“, sondern nur von der schweren Wirtschaftskrise ablenken.

Ob Kılıçdaroğlu selbst Präsidentschaftskandidat der CHP wird, ist ungewiss. Persönlich tritt er stets bescheiden auf, im schlichten grauen Anzug, mit roter Krawatte, randloser Brille. Gewiss ist, dass er den Gegner Erdoğans aussuchen wird. Es wird ein Mann sein, eine Frau ist nicht in Sicht. Als einer der aussichtsreichen Anwärter gilt İmamoğlu, der OB von Istanbul, 51 Jahre jung, vor dessen Wahl Kılıçdaroğlu den Königsmacher spielte. Das Gespräch mit dem einstigen Förderer Erdoğans soll übrigens mehrere Stunden gedauert haben, ob der ihm Hoffnungen für einen Machtwechsel machte, ist nicht bekannt.

26 Oktober 2021 0 Kommentare
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