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4 Februar 2026 0 Kommentare
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Aushilfen aus der Türkei: Kritik an der Bundesregierung wird lauter

von Fremdeninfo 10 Juli 2022
von Fremdeninfo

Aushilfen aus der Türkei: Kritik an der Bundesregierung wird lauter

Von

dtj-online

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06.07.2022, Brandenburg, Schönefeld: Reisende warten an einem Check-in für ihren Abflug vom Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg (BER). Am Mittwoch war der letzte Schultag vor den Sommerferien in Berlin und Brandenburg. Foto: Patrick Pleul/dpa

Nach Ansicht der Oppositionspolitikerin Anja Karliczek (CDU) hat die Bundesregierung den Einsatz ausländischer Aushilfen an deutschen Flughäfen unnötig verzögert.

Das Abfertigungschaos habe sich schon lange abgezeichnet, sagte die tourismuspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion am Freitag. Die Ministerien hätten zu lang weggeschaut und sogar Warnungen von Gewerkschaften und der Reisebranche ignoriert. „Warum braucht dann die Bundesregierung und die beteiligten Ministerien über fünf Wochen, um die Genehmigung für das Anwerben der 2000 Mitarbeiter aus der Türkei auf den Weg zu bringen?“ Diese Verzögerung gehe zu Lasten der Millionen Touristen, die jetzt am Flughafen stundenlang warteten.

Ähnlich äußerte sich Verdi-Gewerkschafter Özay Tarım, der Missstände an den großen Flughäfen in Nordrhein-Westfalen angeprangert hat. Dem „Handelsblatt“ sagte er: „Es ist keine Entspannung in Sicht. (…) Die Arbeitskräfte, die jetzt aus der Türkei geholt werden sollen, werden nicht so schnell eingesetzt werden können.“ Grund sind die individuellen Sicherheitsüberprüfungen, die bei den zuständigen Länderbehörden durchgeführt werden müssen und in der Regel sechs Wochen dauern. Bei ihnen will auch Karliczek keine Abstriche machen.

Nicht mal mehr 1000 statt 2000 Arbeiter aus der Türkei?

Auf Druck der Flughäfen und ihrer Bodenverkehrsdienstleister hatte die Bundesregierung den Weg zu einer beschleunigten Anwerbung von flughafenerfahrenen Aushilfskräften in der Türkei freigemacht. Danach kann die Arbeitsagentur auf die Prüfung verzichten, ob für die Jobs nicht doch deutsche Arbeitnehmer zur Verfügung stehen.

Statt der ursprünglich geplanten 2000 Kräfte wollen die Unternehmen nun aber nicht einmal mehr 1000 Aushilfen einstellen, wie am Donnerstag der Arbeitgeberverband ABL berichtet hatte. Grund sei neben fehlenden Qualifikationen vor allem der späte Einsatzzeitpunkt. Am Frankfurter Flughafen werden die Kräfte nicht vor September erwartet. Dann sind in den meisten Bundesländern die Sommerferien schon vorbei

10 Juli 2022 0 Kommentare
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Information

Wer ist die neue Antidiskriminierungsbeauftragte Ferda Ataman?

von Fremdeninfo 9 Juli 2022
von Fremdeninfo

Wer ist die neue Antidiskriminierungsbeauftragte Ferda Ataman?

Von

dtj-online

–

09.07.2022

Berlin: Die Publizistin Ferda Ataman (r.) äußert sich nach ihrer Wahl zur Unabhängigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung zusammen mit Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Deutschen Bundestag. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Die Publizistin Ferda Ataman ist neue Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes. Die Personalie polarisiert. Für die einen ist sie genau die Richtige fürs Amt, andere hatten sich mit Händen und Füßen gegen ihre Wahl gewehrt. Wer ist sie und was hat sie nun vor?

Nach aufgewühlten Debatten bekommt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes mit Ferda Ataman eine neue Chefin. Die 42-Jährige Publizistin wurde am Donnerstag im Bundestag wie von der Ampel-Regierung vorgeschlagen in das neue Amt gewählt. Die Wahl war ein Politikum. Kritiker aus Union und AfD aber auch aus der Regierungspartei FDP hatten gegen Ataman mobil gemacht. Ihr Vorwurf: Ausgerechnet die Antidiskriminierungsstelle soll von einer „linken Aktivistin“ geleitet werden. Politiker von SPD und Grünen wiesen das als „verleumderische Kampagne“ zurück und sprachen von haltlosen Behauptungen.

Als das Ergebnis am späten Donnerstagnachmittag im Bundestag verlesen wird, erhebt sich Ferda Ataman auf der Besuchertribüne kurz und verneigt sich leicht – die Hand auf der Brust. „Diejenigen, die mir ihr Vertrauen noch nicht schenken konnten, möchte ich gerne mit meiner Arbeit überzeugen“, sagt sie danach mit Blick auf die Abstimmung. 278 Abgeordnete hatten gegen sie gestimmt. Die nötige sogenannte Kanzlermehrheit – die Mehrheit aller 736 Abgeordneten des Bundestages – erreicht sie nur ziemlich knapp: 376 Stimmen. Nur acht weniger und es hätte nicht gereicht. Viele aus der Ampel seien wegen Corona ausgefallen und konnten nicht mitstimmen, sagte Grünen-Chefin Ricarda Lang später. Die Ampel-Koalition hat zusammen 416 Abgeordnete.

AfD- und CDU-Abgeordnete wettern

Die AfD war am Mittwoch im Bundestag noch mit dem Versuch gescheitert, die Wahl Atamans von der Tagesordnung zu nehmen. Es solle eine Frau zur Antidiskriminierungsbeauftragten gewählt werden, die „durchweg Deutsche diskriminiert“, schimpfte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer Bernd Baumann.

Ähnliche Töne kamen auch von der Union. Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, Thorsten Frei (CDU), warf Ataman vor, für eine „Verniedlichung und Verharmlosung“ von „Clan-Kriminalität“ und Islamismus zu stehen und für das „Bewusstsein, dass Diskriminierung nur von weißen Deutschen ausgehen kann“. Die stellvertretende Unionsfraktionschefin Dorothee Bär (CSU) sagte, Ataman spotte über die deutsche Mehrheitsgesellschaft. Auch im Netz wurde und wird die neue Antidiskriminierungsbeauftragte attackiert.

Für Vielfalt und gegen Diskriminierung

Aus Sicht von SPD-Chefin Saskia Esken ist das eine „verleumderische Kampagne“, wie sie bei Twitter schrieb. Die Fraktionschefin der Grünen, Britta Haßelmann, sagte am Donnerstag im Deutschlandfunk, vieles seien „sachlich haltlose Behauptungen“ und „falsche Tatsachenbehauptungen“. Ataman sei Expertin für Diversität und „in jedem Fall“ die Richtige für das Amt. Sie setze sich seit vielen Jahren für Vielfalt und gegen alle Formen der Diskriminierung ein.

FDP-Fraktionschef Christian Dürr – auch in den Reihen der FDP hatten einige gemurrt – sagte am Donnerstag, Ataman habe jetzt eine komplett andere Rolle. „Und ich erwarte von ihr, dass sie diese andere Rolle auch annimmt und sich bewusst ist, dass sie keine Publizistin mehr ist. Aber so hat sie es auch bestätigt.“ Es gebe keine Zweifel an ihrer fachlichen Qualifikation.

Laschets Redenschreiberin

Ferda Ataman wurde im November 1979 in Stuttgart geboren und wuchs in Nürnberg auf. Ihre Eltern stammen aus der Türkei. Sie studierte Politikwissenschaften in Erlangen und an der FU Berlin. Später wurde sie Redenschreiberin im NRW-Integrationsministerium unter dem späteren Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU). Ataman arbeitete lange als Journalistin und Kolumnistin unter anderem für den „Spiegel“ und leitete bereits 2010 und 2011 das Referat Öffentlichkeitsarbeit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Die Kritik an ihr entzündet sich zum Beispiel an Kolumnen, die sie mit spitzer Feder schrieb – unter anderem an einem Text im „Spiegel“ Anfang 2020, als sie die Bezeichnung „Kartoffel“ für Deutsche ohne Migrationshintergrund verteidigte. In einem anderen Text von 2019 kritisierte Ataman, dass in Deutschland geborene und aufgewachsene Kinder von Familien aus anderen Ländern sich immer wieder Sätze anhören müssten wie: „Sie sprechen aber gut Deutsch!“ oder „Sie sehen gar nicht türkisch aus“. Millionen Menschen würden immer wieder zwangsmigrantisiert und viele seien genervt davon. Die „verbale Ausbürgerung – „Wo kommst du her?“ – könne einen jederzeit und überall treffen.

Öffentlichkeitsarbeit als Hauptaufgabe

Als neue Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes wolle sie sich für alle Menschen im Land einsetzen, die Diskriminierung erfahren, ob wegen des Alters, einer Behinderung, der Herkunft, des Geschlechts, der sexuellen Identität oder der Religion und Weltanschauung, versprach Ataman nach ihrer Wahl. „Ich sehe es als meine Aufgabe, Menschen, die Diskriminierung erfahren, zu unterstützen; durch Beratung, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit mit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.“

Die Stelle hat ihren Sitz in Berlin und ist dem Bundesfamilienministerium angegliedert. Sie berät Betroffene auf Basis des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes bei der Durchsetzung ihrer Rechte, sei es bei Diskriminierungen wegen des Nachnamens bei der Wohnungssuche oder auch bei der Jobsuche wegen des Alters. Die Stelle holt auch Stellungnahmen der Gegenseite ein und vermittelt gütliche Einigungen. Zudem gibt sie Studien in Auftrag, erstellt Leitfäden, Broschüren oder Ratgeber und macht mit Öffentlichkeitsarbeit auf Diskriminierungsthemen aufmerksam.

dpa/dtj

9 Juli 2022 0 Kommentare
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Bildung

Islam-Unterricht: Verfassungsgerichtshof weist Klage

von Fremdeninfo 8 Juli 2022
von Fremdeninfo

 

Islam-Unterricht: Verfassungsgerichtshof weist Klage

Islam-Unterricht: Verfassungsgerichtshof weist Klage ab

Von

dtj-online

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07.07.2022

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Archivfoto: Auf einer Tafel einer Grundschule wird Schülern der 1. Klasse durch einen roten Pfeil angezeigt, dass in der nächsten Stunde bekenntnisorientierter islamischer Religionsunterricht stattfindet. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat eine Klage gegen das neue Wahlpflichtfach Islamischer Unterricht im Freistaat abgewiesen.

Die Popularklage sei unzulässig, heißt es in der am Dienstag publik gewordenen Entscheidung des Gerichts. Das neue Fach gibt es seit diesem Schuljahr landesweit an rund 370 Schulen. Dagegen geklagt hatten der Pädagoge Ernst-Günther Krause, der Bund für Geistesfreiheit Bayern und die Regionalgruppe München im Förderkreis der Giordano-Bruno-Stiftung (Az.: Vf. 42-VII-21).

Mit einer Popularklage könnten alle Rechtsvorschriften des bayerischen Landesrechts angegriffen werden, erklärte das Gericht. Dazu gehörten allerdings nicht die Lehrpläne zum Islamischen Unterricht – das seien lediglich interne Verwaltungsvorschriften, „die der inneren Gestaltung des Unterrichts dienen und denen nicht der Charakter von Rechtsvorschriften mit Außenwirkung zukommt“. Und dass durch die gesetzliche Regelung zum Islamischen Unterricht ein Grundrecht der Bayerischen Verfassung verfassungswidrig eingeschränkt würde, hätten die Antragsteller ebenfalls „nicht in zulässiger Weise gerügt“.

Keine Konfessionslehre

Zudem heißt es in der Entscheidung des Gerichts, entgegen der Annahme der Kläger handle es sich beim Islamischen Unterricht „nicht um konfessionellen Religionsunterricht“ – das lasse sich dem Gesetz selbst und dessen Begründung „eindeutig und zweifelsfrei entnehmen“. Vielmehr handle es sich um einen „allgemeinen Werteunterricht in Kombination mit Islamkunde als Alternative zum Ethikunterricht“.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sagte, die Entscheidung des Gerichts bestätige „den von uns auf dem Boden der Verfassung des Freistaats Bayern eingeschlagenen Weg“. „Der Islamische Unterricht ist ein rein staatlich verantwortetes Angebot, kein konfessioneller Religionsunterricht“, betonte er. Damit biete man ein rechtlich wie pädagogisch fundiertes, attraktives Unterrichtsangebot. „Wir machen mit dem Islamischen Unterricht muslimischen Schülerinnen und Schülern ein gutes Bildungsangebot, das den kulturellen und religiösen Hintergrund der jungen Menschen mit einbezieht.“

Kläger wittern „Etikettenschwindel“

Die Kläger reagierten dagegen enttäuscht und erneuerten auch nach der Gerichtsentscheidung ihre Kritik: Bei den Lehrplänen für Islamischen Unterricht handle es sich um Lehrpläne für islamische Religionslehre und nicht für Islamkunde – das sei „Etikettenschwindel“.

Vor einem Jahr hatte der Landtag die Überführung des bisherigen landesweiten Modellversuchs in ein reguläres Wahlpflichtfach Islamischer Unterricht gebilligt. Wählbar ist es an insgesamt rund 370 Schulen für Schülerinnen und Schüler insbesondere muslimischen Glaubens, und zwar statt Religionslehre und neben Ethik. Es handelt sich explizit um ein staatliches Angebot, bei dem staatliche Lehrkräfte in deutscher Sprache Wissen über die islamische Religion sowie eine grundlegende Werteorientierung „im Geiste der Werteordnung des Grundgesetzes und der bayerischen Verfassung“ vermitteln sollen

 
8 Juli 2022 0 Kommentare
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Religion

Das islamische Opferfest: Welche Hauptgerichte und Naschereien stehen auf dem Speiseplan?

von Fremdeninfo 8 Juli 2022
von Fremdeninfo

Das islamische Opferfest: Welche Hauptgerichte und Naschereien stehen auf dem Speiseplan?

Von

Sirin Saoif

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08.07.2022

 
 
 
 
„Jedes Fest hat seine Traditionen. Beim muslimischen Opferfest spielt das Schlachten eine zentrale Rolle. Doch was sind die für diesen besonderen Tag typischen Gerichte?“ title=“opferfest“ width=“696″ height=“281″>

Wie bei allen Festen und Feierlichkeiten ist ein wichtiger Punkt auf der Liste das Essen. Zu Weihnachten wird die Gans serviert und zu Ostern das Osterlamm, doch was isst man eigentlich an den muslimischen Feiertagen?

Im Ramadan und vor allem an dessen Ende beim Ramadanfest steht das Essen besonders im Mittelpunkt. Im Laufe des Fastenmonats werden zum Iftar (Fastenbrechen) nach Möglichkeit tagtäglich die beliebtesten Gerichte serviert, die gemeinsam mit Familie, Freunden und Nachbarn genussvoll verspeist werden. Bei dem darauf folgenden Fest, das auch Zuckerfest genannt wird, liegt, wie der Name schon sagt, der Fokus besonders auf den Süßspeisen.

Beim Opferfest hingegen verbindet man die muslimische Pilgerfahrt (die Hadsch) und das Schächten von Schafen (oder Rindern und Kamelen) mit diesem Fest, wobei nur jene Muslime, die finanziell und gesundheitlich in der Lage sind, diese zu verrichten verpflichtet sind. Aus diesem Grund werden die Hauptgerichte meistens mit diesem Schafsfleisch zubereitet. Dabei wird das Fleisch des geopferten Tieres vor allem an Arme und Hilfsbedürftige verteilt und nur ein geringer oder sogar gar kein Anteil behalten. Oft übernehmen islamische Organisationen das Schächten für einen direkt in den ärmeren Ländern der Welt.

Herzhafte Gerichte aus der arabischen und türkischen Küche zum Opferfest

Das beliebteste Gericht in allen arabischen Ländern ist „Mansaf“. Es handelt sich dabei um das Nationalgericht Jordaniens. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Interpretationen dieses Gerichts eingeschlichen, doch an das Originalgericht kommt nichts heran. Wer es einmal gekostet hat, hat es direkt lieben gelernt. Hauptsächlich besteht das Gericht aus Lammfleisch und Reis, natürlich kann das Fleisch auch durch anderes ersetzt werden. Das gut gewürzte Fleisch wird auf dem Reis verteilt mit einer Art gekochter Joghurtsauce übergossen und mit vielen gerösteten Nüssen verziert.

Ein beliebtes marokkanisches Gericht ist „Mruziya“. Hierbei handelt es sich um Lammfleisch mit vielen leckeren Gewürzen und der Hauptzutat Honig. Reis wird nicht dazu serviert, stattdessen arabisches Fladenbrot.

Fällt das Fest auf sonnigere Tage, gehen viele Familien gerne grillen und bereiten leckere Lammhackspieße zu, die man mit verschiedenen Dipps und Fladenbrot verspeisen kann.

Auch beliebt sind mit Fleisch und Reis gefüllte Weinblätter (Dolma) oder Weißkohlblätter, allerdings werden diese Gerichte eher zum Ramadanfest zubereitet.

Süßspeisen aus der arabischen und türkischen Küche

Zwar liegt wie gesagt das Augenmerk nicht auf den Hauptspeisen, doch der Nachtisch darf keineswegs fehlen! In der türkischen Gesellschaft wird üblicherweise Baklava (übereinander geschichteter Blätterteig mit gefüllten Nüssen und Sirup übergossen) serviert.

In der arabischen Küche backt man bereits drei Tage vor dem Fest fleißig Ma’amoul. Es handelt sich hierbei um ein Grießgebäck, das mit Pistazien, Wallnüssen oder Datteln gefüllt wird. Diese zuzubereiten, ist wie das Plätzchenbacken an Weihnachten. Hier kommen viele Familienangehörige zusammen und tauschen ihre kleinen Geheimrezepte untereinander aus.

Künefe oder Knafeh (süßer Käse oder Sahnefüllung mit Grieß überstreut) wird in beiden Ländern gern serviert. Hier gibt es allerdings zwei Varianten, einmal die Variante mit einfachem Grieß und einmal die Variante mit Teigfäden.

Da die meisten in Deutschland lebenden Muslime schon mehrere Jahre hier sind und viele deutsche Rezepte lieben gelernt haben, gibt es an muslimischen Festen auch sehr gerne deutschen Kuchen. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, sei es Käse-, Schoko- oder Zitronenkuchen. Alles, was süß ist, wird direkt verspeist.

Natürlich sind dies nur einige von sehr vielen Gerichten, die zu diesen Festen zubereitet werden, doch diese sind die verbreitetsten. Zwar werden die Feste von allen Muslimen gefeiert, doch wie bei allen Festen haben Familien auch ihre eigenen Abläufe, was den Reiz solcher Tage ausmacht.

Ganz gleich für welche Gerichte Sie sich entscheiden werden, das wichtigste ist das Beisammensein mit den Liebsten. Ich wünschen Ihnen sowie allen Muslimen auf der Welt ein gesegnetes Opferfest. Laden Sie auch Nichtmuslime zu sich ein, zeigen Sie Ihnen unsere Feste und vergessen Sie auch die Armen unter uns nicht…

8 Juli 2022 0 Kommentare
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Wir brauchen eine Sprache der Menschlichkeit…

von Fremdeninfo 8 Juli 2022
von Fremdeninfo

Wir brauchen eine Sprache der Menschlichkeit…

 

Hıdır Eren Çelik

06 Temmuz 2022,

                                    Von :   Avrupa -Postasi  Übernahme

Ist Ferda Ataman überhaupt die richtige Person als Antidiskriminierungsbeauftragte?

Seit Ferda Ataman als Antidiskiriminerungsbeauftragte des Bundes nominiert wurde, laufen durch die Öffentlichkeit und in den Medien hitzige Diskussionen und Debatten über ihre Person, ob sie mit ihrer diskriminerenden Haltung und ihrer Sprache in der Vergangenheit überhaupt die Rolle einer Antidiskriminerungsbeauftragten gerecht ist oder wird. Heute wird sie im Bundestag zur Wahl stehen. Unabhängig von ihrer Wahl hat sie mit ihrer Rhetorik und Sprache viele Gemüter erweckt, die heute ihr für so ein Amt als Antidiskriminierungsbeauftragte Last werden.

Atamans Sprache polarisiert und proviziert, wenn sie gegenüber einem Teil der Gesellschaft diskriminierende, ausgrenzende Begriffe verwendet, die unsere sowieso gespaltene heutige Gesellschaft noch weiter spaltet.

Ihre Herkunft soll bei ihrer Wahl als Antidiskriminierungsbeauftrage nicht entscheidend sein, entscheidend ist, wie sie als Ferda Ataman die Gesamtgesellschaft vor Diskrinminerung und Ausgrenzung schützen wird. Eine Publizistin, eine gute Rhetorikerin, die einen Teil der Gesellschaft, es geht hier um Deutsche, „Kartoffeln“ nennt und sich bisher auch noch nicht von ihren Äußerungen aus der Vergangenheit distanziert hat, kann keine geeignete Person für die Leitung eines solchen Amtes sein.

Wenn sie in 2020 in einer Kolumne für Spiegel Online die Menschen aus nordafrikanischen Ländern als “Nafri“ bezeichnet, was diskriminierend ausgrenzend ist, könnte sie diesem Amt gerecht werden?

Wenn sie keinen Mut hat, sich von kriminellen Strukturen der arabischen Großfamilien in unserem Land nicht deutlich distanziert und sogar die Anwendung der Begriff „Clan-Kriminalität“ als rassistisch bezeichnet, könnte sie sich überhaupt gegenüber Diskriminerung und Ausgrenzung durch Menschen mit Migrationshintergrund bzw. Migrationsgeschichte positionieren? Könnte sie die anderen Kulturen und Andersdenkenden in Schutz nehmen?

Ja, es gibt auch unter uns Zuwander*innen rassistische und diskriminernde Verhalten und Aktivitäten, die wir mutig verurteilen müssen. Ja, unter uns gibt es Gruppen, die aufgrund ihrer Herkunft, ihres Glaubens und ihres nationalen Stolzes die anderen Gruppen diskriminieren, auch innerhalb des eigenen Kulturkreises.

Rassismus und Diskriminerung sind menschenfeindliche Merkmale, die in allen Kulturkreisen, in allen Glaubensgemeinschaften und Religionen vorkommen. Wichtig ist, dass man die Ereignisse, egal wo sie passieren, mit Namen nennt, unabhängig davon, ob sie in der Mehrheitsgesellschaft oder Minderheitsgesellschaft geschehen.

Auch viele Migrantenorganisationen sowie bekannte Persönlickeiten aus Politik und Gesellschaft sind gegen die Wahl von Ferda Ataman als Antidiskriminerungsbeauftragte des Bundes.

Ob Ferda Ataman heute als Leiterin der Antidiskriminerungsstelle des Bundes gewählt wird, oder nicht, diese Debatten über ihre Person lassen Spuren hinter sich, die nicht die Gesellschaft einen, sondern die Spaltung weiter vertiefen.

Wir brauchen eine Sprache der Menschlichkeit, die keinen Kulturkreis und keine soziale Gruppe ausgrenzt sowie diskriminert.

 
 

8 Juli 2022 0 Kommentare
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Archive

Kampagne oder berechtigte Kritik? Warum es Streit um Kandidatin Ferda Ataman gibt

von Fremdeninfo 7 Juli 2022
von Fremdeninfo

Kampagne oder berechtigte Kritik? Warum es Streit um Kandidatin Ferda Ataman gibt

Von

dtj-online

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07.07.2022

 
 
 
 
=“Bundestag – Abstimmung über Antidiskriminierungsbeauftragte“ width
Archivfoto: Ferda Ataman in der Bundespressekonferenz. Sie wird künftig wohl die Antidiskriminierungsstelle des Bundes leiten. Foto: Jörg Carstensen/dpa

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes wird mit einer neuen Chefin besetzt. Was eher langweilig klingt, ist zum Politikum geworden. Die Ampel-Kandidatin für das Amt wird von Kritikern seit Wochen attackiert. Ihre Befürworter sehen eine Kampagne.

Der Bundestag stimmt an diesem Donnerstag über die Neubesetzung der Leitung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ab. Das Bundeskabinett hatte dafür im Juni die Journalistin Ferda Ataman vorgeschlagen. Die Personalie wird seit Wochen von Oppositionspolitikern aus Union und AfD, aber auch einzelnen Vertretern der Regierungspartei FDP kritisiert. Sie sprechen Ataman die Eignung ab und bezeichnen sie unter anderem als „linke Aktivistin“, die für „spaltende Identitätspolitik“ stehe. Auch im Netz wird Ataman attackiert. SPD-Chefin Saskia Esken spricht von einer „verleumderischen Kampagne“. Die Mehrheit für Ataman steht aber wohl.

Ferda Ataman hatte unter anderem mit einer „Spiegel“-Kolumne 2020 für Diskussionen gesorgt, als sie die Bezeichnung „Kartoffel“ für Deutsche ohne Migrationshintergrund verteidigte. Kritisiert wurde auch die Löschung früherer Tweets, die als polemisch interpretiert werden könnten. Private Tweets habe sie aus Neutralitätsgründen von ihrem Account gelöscht, hatte Ataman im Juni dazu gesagt.

Steht Ataman für spaltende Identitätspolitik?

In der FDP äußerte sich vor allem die ehemalige Generalsekretärin Linda Teuteberg immer wieder kritisch über die Kandidatin. Zuletzt in der „Neuen Zürcher Zeitung“: Ataman stehe in besonderer Weise „für spaltende Identitätspolitik, Diffamierung Andersdenkender und eine fehlende Bereitschaft zur Differenzierung“. Identitätspolitik teile Menschen in unentrinnbare Gruppenzugehörigkeiten ein, so dass sich ständig nur Opfer und Privilegierte gegenüberstünden, sagte Teuteberg.

Die notwendige Mehrheit der Ampel-Parteien für die Kandidatin steht aber aller Voraussicht nach, obwohl sich auch einzelne andere Freidemokraten kritisch geäußert hatten. Die FDP würde eine Koalitionskrise provozieren, würde sie der Personalie nicht zustimmen. Schließlich hatte das Bundeskabinett, in dem auch FDP-Chef und Vizekanzler Christian Lindner und weitere FDP-Minister vertreten sind, den gemeinsamen Personalvorschlag gemacht. Ausgegangen war er vom grün-geführten Bundesfamilienministerium, bei dem die Antidiskriminierungsstelle angesiedelt ist.

Kandidatin bringt notwendige Erfahrung mit

Bei einer Probeabstimmung in der Fraktion am Dienstag gab es nach dpa-Informationen zwei Enthaltungen und nur wenige Nein-Stimmen. FDP-Fraktionschef Christian Dürr sagte der „Bild“-Zeitung, obwohl er „nicht in allen Punkten“ mit Ataman übereinstimme und die Kartoffel-Äußerung für „inakzeptabel“ halte, müsse eine liberale Demokratie „unterschiedliche Meinungen“ aushalten. Zudem habe sie im Gespräch mit der FDP-Fraktion die Kartoffel-Aussage als Fehler bezeichnet.

Ataman hatte vor einigen Jahren auch schon den Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Antidiskriminierungsstelle geleitet. Damit bringe sie nachweislich die notwendige Erfahrung für die Position mit, „und darauf kommt es an“, sagte der FDP-Fraktionschef.

AfD, CDU und FDP auf einer Linie

Union und AfD bekräftigten vor der Wahl noch einmal ihre Bedenken. Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei (CDU), sagte am Mittwoch, der Personalvorschlag sei das Gegenteil von Zusammenführung und spalte. Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß twitterte: „Gerade in diesem Bereich brauchen wir mehr Gemeinsamkeit und keine linken Spalter!“ Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Bernd Baumann, sagte, es solle eine Frau zur Antidiskriminierungsbeauftragten gewählt werden, die „durchweg Deutsche diskriminiert“. In Kommentaren im Netz und auch verschiedenen Medien war Ähnliches zu lesen.

Vertreter von SPD und Grünen wiesen die Angriffe zurück. „Die wunderbare Ferda Ataman soll die Antidiskriminierungsstelle leiten – Anlass für eine verleumderische Kampagne, die in Drohungen gegen ihre Familie mündet“, schrieb SPD-Chefin Esken bei Twitter und sprach von haltlosen Vorwürfen. Die stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Agnieszka Brugger schrieb, sie habe Ataman „als klug, sehr empathisch, freundlich, dialogorientiert, reflektiert“ erlebt. „Was manche über sie schreiben, passt überhaupt nicht zur Person, die mir begegnet ist.“

Was wird sie machen?

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes berät Betroffene auf Basis des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes bei der Durchsetzung ihrer Rechte, wenn sie beispielsweise aus rassistischen, ethnischen, geschlechtlichen oder religiösen Gründen diskriminiert werden oder wurden. Das können zum Beispiel Diskriminierungen wegen des Nachnamens bei der Wohnungssuche sein oder auch bei der Jobsuche wegen des Alters.

Die Stelle holt auch Stellungnahmen der Gegenseite ein und vermittelt gütliche Einigungen. Zudem gibt sie Studien in Auftrag, erstellt Leitfäden, Broschüren oder Ratgeber und macht mit Öffentlichkeitsarbeit auf Diskriminierungsthemen aufmerksam.

dpa/dtj

 

7 Juli 2022 0 Kommentare
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Neues Bleiberecht für Ausländer in Deutschland

von Fremdeninfo 7 Juli 2022
von Fremdeninfo
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Deutschland

Neues Bleiberecht für Ausländer in Deutschland

Die Bundesregierung will die Hürden für ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht für langjährig in Deutschland nur geduldete Ausländer senken. Das Bundeskabinett verabschiedete einen entsprechenden Gesetzentwurf.

Eine junge Frau mit einem Duldungspapier ( Symbolbild)

Die Regierungskoalition aus SPD, Grünen und FDP hat damit die erste Stufe ihrer Migrationsreform auf den Weg gebracht. Der Gesetzentwurf zum sogenannten Chancen-Aufenthaltsrecht von Bundesinnenministerin Nancy Faeser soll Tausenden seit Jahren in Deutschland lebenden Ausländern ohne gesicherten Aufenthaltstitel eine langfristige Bleibeperspektive eröffnen. Damit soll die bisher gängige Praxis der „Kettenduldung“ beendet werden.

Bleiberecht für gut integrierte Geduldete

Die geplante Regelung soll für Menschen gelten, die zum Stichtag 1. Januar 2022 seit mindestens fünf Jahren in Deutschland gelebt haben und sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung bekennen. Innerhalb eines Jahres können die Menschen die übrigen Voraussetzungen für ein Bleiberecht erfüllen. Könne dann nachgewiesen werden, dass ausreichend Deutschkenntnisse vorhanden seien und der Lebensunterhalt bestritten werden könne, dürften die Menschen dauerhaft bleiben. Zum 31. Dezember 2021 hielten sich den Angaben zufolge in Deutschland etwa 242.000 geduldete Ausländer auf, davon rund 136.000 seit mehr als fünf Jahren.

Straftäter und Personen, die nachweislich falsche Angaben über ihre Identität gemacht haben, erhalten diese Möglichkeit nicht. Straffällig gewordene Geduldete sollen zudem konsequenter abgeschoben werden.

Verzicht auf Sprachkenntnisse bei Familiennachzug

Weitere Regelungen des Gesetzentwurfs beziehen sich auf die Fachkräftezuwanderung, die die Bundesregierung fördern will, weil solche Kräfte derzeit in vielen Branchen fehlen. Ausländische Fachkräfte sollen künftig Ehepartnerinnen und -partner sowie minderjährige Kinder nach Deutschland holen können, ohne dass diese zuvor Deutsch-Kenntnisse nachweisen müssen – dies war bislang eine hohe Hürde für den Familiennachzug. Auch Asylsuchenden soll die Integration erleichtert werden: Sie sollen künftig von Anfang an Zugang zu Integrationskursen und beruflichen Sprachkursen bekommen.

Deutschland Bundesministerin für Inneres und Heimat Nancy Faeser

Bundesinnenministerin Nancy Faeser

Noch vor Jahresende will die Koalition ein zweites Migrationspaket auf den Weg bringen. SPD, Grüne und FDP hatten in ihrem Koalitionsvertrag unter anderem Erleichterungen bei der Einbürgerung für Menschen aus der sogenannten Gastarbeiter-Generation sowie die Einführung einer „Chancenkarte auf Basis eines Punktesystems“ für die Arbeitsmigration vereinbart.

„Der Bundesregierung geht es darum, mit einer aktiven und ordnenden Politik einen Neuanfang in der Migrations- und Integrationspolitik zu gestalten, der einem modernen Einwanderungsland gerecht wird“, erklärte ein Sprecher. Das Gesetz muss vom Bundestag beschlossen werden, die Zustimmung des Bundesrats ist nicht erforderlich.

Die Union kritisierte das geplante neue Aufenthaltsrecht. Damit belohne die Bundesregierung „Personen, die nicht verfolgt oder schutzbedürftig sind, ausreisen müssten und sich trotzdem beharrlich weigern“, sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU), dem „Handelsblatt“.

qu/sti (dpa, afp ,rtr, epd)

7 Juli 2022 0 Kommentare
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Handel, aber auch Gewalt gegen Frauen und Migration: Draghi zu Gast in Ankara

von Fremdeninfo 6 Juli 2022
von Fremdeninfo

Handel, aber auch Gewalt gegen Frauen und Migration: Draghi zu Gast in Ankara

Von

dtj-online

–

06.07.2022

 
 
 
 

 

 

 

Ankara: Mario Draghi (M.), Ministerpräsident von Italien, wird durch Recep Tayyip Erdoğan (l.), Präsident der Türkei, mit militärischen Ehren vor einem gemeinsamen Treffen im Präsidentenpalast begrüßt. Foto: Uncredited/AP/dpa

Italiens Ministerpräsident Mario Draghi hat dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan die Rückkehr zur Istanbul-Konvention gegen die Gewalt gegen Frauen nahe gelegt.

„In unserem Gespräch haben wir auch die Wichtigkeit des Respekts der Menschenrechte besprochen“, sagte der parteilose Regierungschef bei seinem Besuch in Ankara am Dienstag. Er habe Erdoğan ermutigt, in die Istanbul-Konvention zurückzukehren, erklärte der 74-Jährige weiter. Die Türkei war großem inländischen und internationalem Protest zum Trotz 2021 aus dem Abkommen des Europarates ausgetreten.

Die Istanbul-Konvention war 2011 vom Europarat ausgearbeitet worden. Unterzeichnerstaaten verpflichten sich, Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen und dazu einen Rechtsrahmen zu schaffen.

Erdoğan hatte argumentiert, die Istanbul-Konvention widerspreche sozialen und familiären Werten der Türkei. Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge haben sich die Rechte von Frauen und Mädchen in dem Land seitdem deutlich verschlechtert. Laut der Organisation „Wir werden Frauenmorde stoppen“ sind in diesem Jahr von Januar bis Ende Juni 167 Frauen von Männern in der Türkei getötet worden.

Draghi: Grenze bei Migration erreicht

Die beiden sprachen auch über weitere, beide Länder betreffende Themen. Italiens Regierungschef sieht die Grenze etwa bei der Aufnahme von Migranten in seinem Land als erreicht an. „Auch wir haben Limits, und jetzt sind wir da angekommen“, sagte er. Man müsse auch verstehen, dass ein Land nicht unbegrenzt offen sein könne. Der frühere Chef der Europäischen Zentralbank betonte, der Umgang mit Migranten müsse menschlich, angemessen und effektiv sein. Italien versuche, Migranten in seinen Gewässern zu retten.

Nach Angaben des italienischen Innenministeriums erreichten in diesem Jahr Stand Dienstag fast 29.400 Bootsmigranten die Küsten Italiens. Im selben Vorjahreszeitraum waren es etwas mehr als 21.700. Die Zahlen stiegen seit dem Frühjahr deutlich an.

„Freund und Partner“

Die Türkei hat sich in einem 2016 mit der EU geschlossenen Abkommen bereit erklärt, gegen unerlaubte Migration in die EU vorzugehen und illegal auf die Ägäis-Inseln gelangte Migranten zurückzunehmen. In der Türkei hat sich die Stimmung gegen die rund 3,7 syrischen Geflüchteten zuletzt verschlechtert. Erdoğan hatte etwa angekündigt, eine Million Syrer nach Nordsyrien umsiedeln zu wollen. Zugleich werde sich die Türkei aber stets für die Menschen aus dem Nachbarland einsetzen.

Draghi reiste am Dienstag mit einer Delegation mehrerer Minister in die Türkei, um dort verschiedene Abkommen zu Verteidigung und Handel zu unterzeichnen. Es war nach 2012 das dritte Treffen dieser Art. Die Türkei sei ein „Freund und Partner“, erklärte Draghi.

dpa/dtj

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Türkische Inflation höher als bei der historisch schwersten Krise 2001

von Fremdeninfo 6 Juli 2022
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Türkische Inflation höher als bei der historisch schwersten Krise 2001

Von

dtj-online

–

05.07..2022

„Weizenernte in der Türkei“ widthKırıkkale: Ein Landwirt erntet Weizen auf seinem Feld. Die Preise für Lebensmittel sind in den letzten Monaten in der Türkei enorm gestiegen. Foto: Mustafa Kaya/XinHua/dpa

Die Inflation in der Türkei steigt weiter. Im Juni erhöhten sich die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahresmonat auf 78,62 Prozent.

Besonders Transport und Lebensmittel verteuerten sich auf Jahresbasis deutlich. Somit wurde auch die Inflationsrate bei der historischen Krise 2001 von 73 Prozent überschritten. Auch die Herstellerkosten stiegen weiter: Auf Jahressicht erhöhten sich die Preise, die Produzenten für ihre Güter erhalten, laut Statistikamt im Juni um rund 138 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat ist das ein Anstieg von rund 6,8 Prozent. Die Erzeugerpreise fließen in der Regel zeitverzögert und teilweise in die Verbraucherpreise mit ein.

Die Opposition wirft der Regierung vor, die Inflationszahlen zu schönen und geht von einer deutlich höheren Rate aus. Die in Istanbul ansässige Inflations-Forschungsgruppe Enag bezifferte die Teuerung für Juni im Jahresvergleich sogar auf 175,55 Prozent. Gegen den Geschäftsführer der Gruppe läuft ein Verfahren.

Verstärkt Erdoğans Haltung die Krise?

Die Inflationsrate in der Türkei wird durch mehrere Faktoren getrieben. Seit längerem sorgt die schwache Landeswährung Lira für erheblichen Preisauftrieb, da in die Türkei importierte Güter dadurch verteuert werden. Auch steigen die Preise vieler Rohstoffe, nicht zuletzt wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine.

Die türkische Notenbank stemmt sich nach Meinung vieler Ökonomen zudem nicht entschlossen genug gegen die hohe Teuerung. Vielmehr haben die Währungshüter ihre Geldpolitik seit vergangenen Sommer gelockert. Nach gängiger ökonomischer Lehre kann eine Erhöhung der Zinsen der Inflation entgegenwirken. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan argumentiert hingegen, dass hohe Zinsen Inflation verursachen. Die Notenbank folgt Erdoğans Linie und verzichtet bislang auf Zinserhöhungen. Sie hält den Leitzins seit Januar bei 14 Prozent.

dpa/dtj

6 Juli 2022 0 Kommentare
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Flüchtlinge

Vierjähriger an Kontrollpunkt in der Türkei erschossen

von Fremdeninfo 5 Juli 2022
von Fremdeninfo

 

Vierjähriger an Kontrollpunkt in der Türkei erschossen

Vierjähriger an Kontrollpunkt in der Türkei erschossen

Von

dtj-online

–

05.07.2022

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Der Vater des getöteten Kindes sitzt vor dem abgedeckten Leichnam. Foto: Erdal Akildiz/Twitter

Sicherheitskräfte schießen in der Osttürkei auf ein Fahrzeug mit Migranten. Dabei stirbt ein kleiner afghanischer Junge. Menschenrechtler sind empört und fordern eine Untersuchung.

Türkische Sicherheitskräfte haben im Osten des Landes einen Kleinbus mit Migranten beschossen und dabei einen vierjährigen afghanischen Jungen getötet. Das Kind sei bei dem Beschuss in einem Dorf der Provinz Van am Herzen getroffen worden, sagte der Vorsitzende des Menschenrechtsvereins Van, Mehmet Karataş, der Deutschen Presse-Agentur am Montag unter Berufung auf Augenzeugen. Zwölf Menschen seien verletzt worden, darunter die Mutter.

Das Gouverneursamt der Provinz bestätigte ohne Angabe von Alter und Nationalität, dass ein Migrant getötet und zwölf weitere verletzt wurden. Die Gendarmerie habe auf die Reifen eines verdächtigen Fahrzeugs geschossen, nachdem der Fahrer die Aufforderung, sofort anzuhalten, ignoriert habe. Dabei seien Migranten von Querschlägern getroffen worden.

Beschuss trotz harmloser Migranten?

Der IHD-Vorsitzende Karataş dagegen sagte, zwei Gendarmen hätten das Fahrzeug, „intensiv beschossen“, obwohl es unterwegs in eine Sackgasse gewesen sei. Die Fensterscheiben des Wagens seien dabei zerborsten. Das sei eine „Pflichtverletzung und eine Verletzung des Rechts auf Leben“, kritisierte er. Migranten, darunter Frauen und Kinder, seien in eine Scheune und in die Berge geflohen, weil die Gendarmen weiter auf ihre Füße geschossen hätten. Karataş forderte eine unabhängige Untersuchung.

Nach Angaben des Gouverneursamt befanden sich in dem Fahrzeug 40 irreguläre Migranten. Der Fahrer und ein mutmaßlicher Schleuser seien flüchtig. Die Berichte ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Route über den Iran

Die türkische Provinz Van grenzt an den Iran. Von dort kommen immer wieder Migranten vor allem aus Afghanistan in die Türkei. Viele zieht es nach Westen – etwa in die Millionenmetropole Istanbul, um dort Arbeit zu finden oder weiter nach Europa. Schmuggler bringen Migranten, die keine Aufenthaltsgenehmigung haben, in Kleinbussen aus den Ostprovinzen in Richtung Westtürkei und versuchen dabei, Kontrollpunkte zu umgehen.

In der Türkei leben nach offiziellen Angaben zurzeit mehr als 3,7 Millionen Geflüchtete aus Syrien, hinzu kommen Schätzungen zufolge bis zu eine halbe Million Afghanen. Angesichts der sich verschärfenden Wirtschaftskrise hat sich die Stimmung gegen Syrer und Afghanen zuletzt weiter verschärft

5 Juli 2022 0 Kommentare
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