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Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
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Flüchtlinge

Die in Europa gestellten Asylanträge sind deutlich weniger geworden. In Deutschland wird...

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Rassismus

Nach Morden in Hessen: „Der rassistische Diskurs wird geduldet

von Fremdeninfo 8 August 2019
von Fremdeninfo

Nach Morden in Hessen: „Der rassistische Diskurs wird geduldet“

von Pitt v. Bebenburg

Auf die Vorfälle der vergangenen Wochen sind teils rassistisch aufgeladene Debatten gefolgt. Die Ausländerbeiräte in Hessen sind beunruhigt.

Frankfurt – Die Ereignisse der vergangenen Wochen haben Enis Gülegen, den Vorsitzenden der hessischen Ausländerbeiräte, aufgewühlt: der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, die Schüsse auf einen Eritreer in Wächtersbach, der Mord an einem achtjährigen Jungen am Frankfurter Hauptbahnhof. Jedes Mal folgten teilweise rassistisch aufgeladene Debatten. „Wir dürfen nicht zulassen, dass wachsendes Misstrauen durch solche Taten und rechte Hetze unsere Gesellschaft spaltet“, mahnte der Frankfurter Gülegen.

 

Frankfurt: Rechte Hetze spaltet Gesellschaft

Herr Gülegen, Sie wollen nicht zulassen, dass rechte Hetze die Gesellschaft spaltet. Wie wollen Sie das erreichen?
Wir müssen aufzeigen, dass im Rechtspopulismus der Grund liegt, dass wir zur Zeit solche Gewaltausbrüche erleben wie beim Mord an Herrn Lübcke. Der rassistische Diskurs ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Mitte der Gesellschaft. Wenn wir Menschen zu Fremden machen, legitimieren wir deren Andersbehandlung. Das reicht bis zu Gewaltausbrüchen und in letzter Konsequenz bis zu Mord und Totschlag.

Sie haben den Mord an Regierungspräsident Walter Lübcke erwähnt, der mutmaßlich von einem Neonazi begangen wurde. Es gab auch die Schüsse auf einen Mann aus Eritrea, die offenbar rassistisch motiviert waren. Ist der Rechtsextremismus in der Gesellschaft gefährlicher geworden?
Die Gewalt ist nichts Neues. Wir kennen sie seit den Gewaltausbrüchen in Solingen, Rostock und Hoyerswerda in den 90er Jahren. Was tatsächlich neu ist: Rechtspopulismus und Rechtsextremismus treten enthemmter auf. Diese Morde geschehen nicht im luftleeren Raum. Ihre Grundlage ist der rassistische Diskurs. Er tritt in der Mitte der Gesellschaft auf, dort wird er geduldet. Am Fall Lübcke sehen wir, dass die Gewalt nicht nur Ausländer trifft, dass es nicht nur eine Frage der Ethnizität ist, sondern dass Rechtsextremisten einen ideologischen Kampf führen. Die tödlichen Schüsse von Ohio sind übrigens auch in diese Reihe einzuordnen, auch das ist eine rassistische Tat.

Frankfurt: AfD leigitmiert rassistischen Diskurs

Welche Rolle spielt aus Ihrer Sicht die AfD?
Die AfD übernimmt die Legitimationsrolle. Sie legt den Nährboden für einen rassistischen Diskurs. Die AfD hat in ihrem Grundsatzprogramm deutlich rassistische Erklärungszusammenhänge. Diese werden in bestimmten Kreisen so aufgenommen, dass man andere bekämpfen darf. Man kann nicht sagen, dass die AfD dadurch zu Mordanschlägen anstiften würde. Aber es ist der Zusammenhang, der hergestellt wird. Das ist das Gefährliche.

Zur Person

Enis Gülegen ist seit 2013 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte in Hessen (Agah). Er sitzt als Mitglied in der Kommunalen Ausländervertretung in Frankfurt und gehört auch dem Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks an.

Mehr als 90 Ausländerbeiräte sind in der Agah zusammengeschlossen. Sie vertreten die Interessen der ausländischen Bevölkerung in ihrer Kommune oder ihrem Landkreis und werden alle fünf Jahre direkt von der ausländischen Bevölkerung gewählt.

Der Diplompädagoge Gülegen unterrichtet seit mehr als 30 Jahren Deutsch für Menschen, die aus dem Ausland nach Frankfurt gekommen sind. Zuletzt war er mehr als ein Jahrzehnt an der Sophienschule tätig, die zum Schuljahresende geschlossen wurde. Nun wechselt Gülegen an die Philipp-Holzmann-Schule.

Was kann man diesem Klima entgegensetzen?
Wir müssen uns auf unsere demokratischen Grundsätze besinnen. Die Einhaltung dieser Grundsätze von allen, auch von Migranten, ist die einzige Grundlage, auf der wir uns auf ein friedliches Zusammenleben zurückbesinnen können. Wir müssen Diskriminierung bekämpfen, auf allen Ebenen. Auf dem Wohnungsmarkt zum Beispiel ist Diskriminierung eine Tatsache. Der Frankfurter Magistrat hat selbst festgestellt, dass Migranten dort für schlechtere Wohnungen höhere Mieten bezahlen müssen. Es gibt die Diskriminierung im Bildungsbereich, es gibt die Diskriminierung im Arbeitsbereich, es gibt sie überall. Wenn wir sie hinnehmen, legen wir die Grundlage dafür, dass Menschen zu Fremden und zu Außenseitern gemacht werden. Das, was wir jetzt erleben mit den Gewaltausbrüchen, ist die schlimmste Konsequenz, die in der Kontinuität folgt.

Nach dem Mord an einem achtjährigen Jungen im Frankfurter Hauptbahnhof haben Sie betont, dass Nationalität und Hautfarbe des Täters keine Rolle spielen. Läuft die Debatte in die falsche Richtung?
Ja, sofern sie in diese Richtung geführt wird. Von Rechtsradikalen und Rechtspopulisten werden solche Taten bewusst instrumentalisiert. Deswegen haben wir darauf hingewiesen, dass Mord überall Mord ist und auf niederen Beweggründen basiert. Ob jemand einer anderen Ethnie angehört oder einer anderen Religion, das ist völlig egal. Ich möchte aber unterstreichen: Es ist wirklich begrüßenswert, dass nach dem furchtbaren Mord in Frankfurt alle demokratischen Kräfte davor gewarnt haben, dass durch Rechtsradikale und Rechtspopulisten eine Instrumentalisierung versucht wurde.

Sollte die Polizei die Staatsangehörigkeit oder die Hautfarbe eines Täters erwähnen? Sollten die Medien dies tun?
Da gibt es eine sehr begrüßenswerte Linie des Presserats: Wenn es ausschlaggebend ist für die Nachricht, dass die Nationalität erwähnt wird, dann soll sie natürlich erwähnt werden. In dem Fall in Frankfurt habe ich keinen Zusammenhang gesehen, dass der Täter eine dunkle Hautfarbe hat oder einer anderen Ethnie angehört. Insofern wäre es nicht notwendig gewesen zu unterstreichen, dass derjenige ein Eritreer war.

 

8 August 2019 0 Kommentare
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Bildung

Türkisch-Unterricht an deutschen Schulen: KMK will prüfen

von Fremdeninfo 9 Oktober 2017
von Fremdeninfo

Türkisch lernen von Konsulatslehrern

Türkisch-Unterricht an deutschen Schulen: KMK will prüfen

  • dtj-online
  • KulturPolitik
  • 7. Oktober 2017 14:21

ARCHIV: Schüler an einer türkischen Schule. Prometheus72 / Shutterstock.com

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Susanne Eisenmann (CDU), will den sogenannten Konsulatsunterricht in Deutschland auf den Prüfstand stellen. Sie werde das Thema bei der KMK-Sitzung am 12. Oktober zur Sprache bringen, kündigte die baden-württembergische Kultusministerin in einem Interview der «Heilbronner Stimme» (Samstag) an.

Beim Konsulatsunterricht schicken die Herkunftsländer Lehrer nach Deutschland, um Kinder zu unterrichten, deren Wurzeln in ihrem Kulturkreis liegen. Der muttersprachliche Unterricht findet meist an staatlichen Schulen statt, wird aber nicht von der Schulaufsicht kontrolliert. Kritik gibt es unter anderem am Unterricht für türkischstämmige Schüler. Die Gewerkschaft GEW, aber auch Politiker verschiedener Parteien befürchten eine politische Einflussnahme der Türkei.

Ist der Türkische Konsulatsunterricht noch zeitgemäß?

«Natürlich geht es zentral um die Frage, ob die Grundlage für den Unterricht – die Wanderarbeiterrichtlinie der EU von 1977 – noch zeitgemäß ist», sagte Eisenmann. «Damals ging es darum, dass Kinder von Wanderarbeitern den Kontakt zu ihrem Herkunftsland nicht verlieren. Seitdem sind Jahrzehnte vergangen.» Heute gehe es um Integration. «Wir wollen schauen, ob wir zu einem gemeinsamen Vorgehen finden, ob wir auch europäisch initiativ werden müssen.»

Eisenmann: Pädagogisch-didaktischen Erfahrungen von Konsulatslehrern genau überprüfen

Änderungsbedarf sieht Eisenmann insbesondere bei der Überprüfung der Konsulatslehrer. Man müsse sich das genau anschauen in der KMK: «Über welche pädagogisch-didaktischen Erfahrungen verfügen die Lehrkräfte? Ich halte es für sinnvoll, dass wir bestimmte Anforderungen stellen, die die Lehrkräfte erfüllen müssen.»

 

9 Oktober 2017 0 Kommentare
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Allgemein

Fremdeninfo

von Fremdeninfo 2 Oktober 2016
von Fremdeninfo

Unsere „Fremden“ Info-Zeitung besteht in Niedersachsen als Redaktion. In anderen Bundesländern haben wir Unterstützer, die regelmäßig den Informationsaustausch, die Aktualisierung der Nachrichten, die Berichterstattung, die Kommentierung etc. gestalten, koordinieren und auch mitschreiben.

Die „Fremden“ Info Online-Zeitung ist in Hannover ansässig und hat hier ihre Redaktion. Sie beschäftigt sich überwiegend mit den rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten der EinwandererInnen und Flüchtlinge in der Stadt Hannover, in den Gemeinden der Region Hannover und in dem Land Niedersachsen. Wir sind hier vor Ort und nehmen an allen entscheidungserheblichen Entwicklungen in der Stadt, bei Verbänden, politischen Parteien und bei Behörden teil, verfolgen, verwerten und analysieren alle aufkommenden Fragen betreffend der Mitbürger hier mit Migrations- bzw. Fluchthintergrund. Wir beteiligen uns bei Demonstrationen zur Geltendmachung von Rechten für Flüchtlinge. Wir sind dabei, wenn gegen Diskriminierungen vorgegangen wird. Wir waren dabei beim Bündnis „Bunt, statt braun“, haben zur Teilnahme aufgerufen, haben selbst daran teilgenommen und haben darüber berichtet. Wir waren dabei bei der Veranstaltung im Pavillon in Hannover bei der Veranstaltung „Sexismus und Gewalt gegen Frauen“ dabei. Wir waren auch vor Ort bei der Kundgebung „Tanzen gegen Gewalt und Sexismus zum Nachteil von Frauen“ dabei. Darüber hinaus sind wir beteiligt an „Niedersachsen packt an“. Wir führen mit den Beteiligten regelmäßig Gespräche, tauschen Meinungen aus, hören uns Vorträge an und werten diese in unserer Online-Zeitung aus. Die Folgen, die daraus für die Mitbürger aller Nationalitäten in Hannover entstehen, werden öffentlich gemacht. Es werden auch Lösungsvorschläge unterbreitet, wie die Stadt Hannover z. B. die Probleme mit der Gewalt angehen sollte. 

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2 Oktober 2016 0 Kommentare
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Wer schweigt, ist als Nächster an der Reihe

von Cumali Yağmur 10 März 2026
von Cumali Yağmur


Von: Cumali Yağmur

Heute hat der Prozess gegen den Präsidentschaftskandidaten der CHP, Ekrem İmamoğlu, begonnen. Der vor Gericht gebrachte Ekrem İmamoğlu forderte noch vor Beginn der Verhandlung drei Minuten Redezeit; dieser Wunsch wurde jedoch vom Vorsitzenden Richter abgelehnt. Als die im Saal anwesenden Familien der Inhaftierten gegen diese Situation protestierten, sagte der Richter: „Verhalten Sie sich ruhig auf Ihren Plätzen, sonst lasse ich Sie hinauswerfen.“ Die Angehörigen der Inhaftierten verurteilten dieses Gebaren scharf und erhoben lautstark Protest.

Später forderten die Anwälte von Ekrem İmamoğlu, dass dem Ersuchen ihres Mandanten nachgekommen wird. Der Richter verweigerte erneut das Wort und verließ den Gerichtssaal. Die gegen İmamoğlu vorbereitete Anklageschrift ist nichts weiter als ein reines Konstrukt; basierend auf den Aussagen geheimer Zeugen wurde ein Komplott gegen Ekrem İmamoğlu geschmiedet. Laut Anklageschrift werden 200 Jahre Haft gefordert. Es wird prognostiziert, dass der Prozess bis Ende April andauern wird.

Die Familien der Inhaftierten geben an, dass statt eines fairen Verfahrens eine parteiische Haltung an den Tag gelegt wird. Der AKP-MHP-Block ließ İmamoğlu sofort verhaften, nachdem dieser seine Präsidentschaftskandidatur angekündigt hatte. Das Ziel hierbei ist es, İmamoğlus Kandidatur zu verhindern und ein politisches Intrigenspiel in Gang zu setzen.

Die AKP-MHP-Regierung erklärt jeden, der nicht auf ihrer Seite steht, zum Feind. Im Land wird die Demokratie mit Füßen getreten; anstelle der Bürgermeister der CHP und der DEM-Partei werden Zwangsverwalter ernannt und die gewählten Bürgermeister verhaftet. Schweigen wir nicht zu dieser Ungerechtigkeit und Rechtswidrigkeit, erheben wir unsere Stimme!

Der Faschismus verhaftet im Land all jene, die nicht so denken wie er, und wirft sie in die Kerker. Heute sind die Gefängnisse bis zum letzten Platz überfüllt. Personen, die Tayyip Erdoğan kritisieren, werden unter dem Vorwand der Beleidigung ohne ordentliches Verfahren ins Gefängnis geworfen. Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit werden im Land mit Füßen getreten und geschändet.

10 März 2026 0 Kommentare
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Wochenendseminar des Vereins „Fikir Atölyesi“ (FAD – Ideenwerkstatt)

von Fremdeninfo 10 März 2026
von Fremdeninfo

 

Der in Nordrhein-Westfalen tätige, überparteiliche und überkonfessionelle zivilgesellschaftliche Verein FAD organisierte mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ein Wochenendseminar im Hotel Jägerhof in der Stadt Willebadessen. Das Seminar begann mit der Begrüßung der Teilnehmer und Referenten durch den Vereinsvorsitzenden Orhan Göktan und das Vorstandsmitglied Birol Keskin, der die Moderation übernahm. Im Mittelpunkt standen wichtige Themen wie die deutsche Migrations- und Integrationspolitik, der Angriff der USA und Israels auf den Iran sowie die politischen Krisen im Nahen Osten. An dem Seminar nahmen 32 Personen teil, darunter auch Akademiker, die erst kürzlich zur Arbeit nach Deutschland gekommen sind. Als Referenten fungierten die Journalisten Mehmet Tanlı und Adnan Aytaç sowie der pensionierte Sozialberater Aydın Sayılan.

„Die Arbeitsmigration aus der Türkei nach Deutschland ist trotz allem eine Erfolgsgeschichte“

Der erste Redner, Migrationsexperte und Journalist Mehmet Tanlı, sagte in seiner Präsentation: „Weltweit befinden sich derzeit 304 Millionen Menschen aus verschiedenen Gründen auf der Flucht oder in Migration. Davon sind 107 Millionen Flüchtlinge und Asylsuchende. Auch in der Geschichte der Türkei gab es große Wanderungsbewegungen, wie etwa den ‚Bevölkerungsaustausch‘ zwischen der Türkei und Griechenland, bei dem über 1,5 Millionen Menschen von ihrer Heimat entwurzelt wurden. Deutschland hat sich lange Zeit nicht als Einwanderungsland akzeptiert, hat aber aufgrund des großen Arbeitskräftemangels und der schrumpfenden Bevölkerung in den letzten Jahren seine Migrationspolitik geändert. Aktuell konzentriert sich Deutschland darauf, ein Gleichgewicht zwischen dem Bedarf an Fachkräften und der Verschärfung der Asylverfahren zu finden. Mit Blick auf die Jahre 2025–2026 hat Deutschland die Migrationsregeln klarer gefasst, aber die Erwartungen an die Integration verschärft. Trotz aller Schwierigkeiten ist das 1961 mit dem Anwerbeabkommen begonnene Migrationsabenteuer aus der Türkei eine Erfolgsgeschichte, die jeder anerkennen sollte.“

Die Schwerpunkte in Mehmet Tanlıs Präsentation waren:

  • Fachkräfteeinwanderungsgesetz und Änderungen:Der Fokus auf qualifizierte Zuwanderung.
  • Verschärfung der Asylpolitik (2026):Im Rahmen der EU-Asylreform (GEAS) verschärft Deutschland seine Gesetze. Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerbern und straffällig gewordenen Geflüchteten sollen beschleunigt werden.
  • Änderungen im Staatsangehörigkeits- und Aufenthaltsrecht (2025–2026):Die zuvor diskutierten Ausnahmen für eine Einbürgerung nach bereits drei Jahren wurden bis Ende 2025 eingeschränkt. Die doppelte Staatsbürgerschaft wurde zwar ausgeweitet, jedoch werden wirtschaftliche Unabhängigkeit (kein Bezug von Sozialleistungen) und die Verpflichtung auf Grundwerte stärker betont.
  • Integrationskurse:Diese bleiben für Neuankömmlinge ohne Deutschkenntnisse verpflichtend, jedoch wurde berichtet, dass es aufgrund des Migrationsdrucks ab 2026 zu Einschränkungen im Kursangebot kommen könnte.
  • Abwanderung von Migranten:Studien zeigen, dass trotz des Arbeitskräftemangels etwa 21 % der akademischen Fachkräfte mit Migrationshintergrund Deutschland aufgrund von Diskriminierung oder langwierigen Integrationsdebatten verlassen haben oder dies planen.

„Erfolg erfordert Anstrengung und Spracherwerb“

Der zweite Redner, Dr. Aydın Sayılan, verglich die Bemühungen der Migranten aus der Türkei mit denen polnischer Bergleute, die im frühen 20. Jahrhundert in das Ruhrgebiet kamen. „Ich muss betonen, dass Integration nur durch einen gesellschaftlichen Konsens, gegenseitige Toleranz und die Anstrengung beider Seiten möglich ist. Deutschland ist ein Land der Möglichkeiten, aber Erfolg erfordert Fleiß. Der Schlüssel dazu liegt im Spracherwerb und in der sozialen Anpassung. Ich kam selbst mit 15 Jahren als Lehrling in dieses Land, habe studiert, bin als Beamter in den Ruhestand gegangen und habe es geschafft“, so Sayılan.

„Syrien ist derzeit ein dschihadistischer Sumpf“

Am letzten Tag des Seminars sprach der Journalist Adnan Aytaç über die jüngsten Kriege im Nahen Osten und die Angriffe auf den Iran. Aytaç erklärte: „Die USA wollen aufstrebende Mächte in dieser Region und weltweit blockieren. Um diese Entwicklung zu stoppen, haben sie ihre Militärausgaben massiv erhöht. Die Zerstörungszüge der USA und der NATO begannen im ehemaligen Jugoslawien, im Irak, in Afghanistan und Libyen, bevor sie sich Syrien zuwandten. Sie brachten Dschihadisten aus 80 Ländern nach Syrien. Das Land, in dem Massaker an Aleviten verübt wurden, ist heute ein dschihadistischer Sumpf. Syrien wurde durch Embargos erstickt. Das einzige verbleibende Hindernis war der Iran. Als die Huthi im Jemen Widerstand leisteten, wurde auch gegen den Jemen Krieg geführt. In diesem gesamten Prozess haben die Regierenden in der Türkei den Imperialisten gedient. Letztlich wurden massive Angriffe gestartet, um den Iran, der sich nicht beugt, zu vernichten. Dies entspricht in keiner Weise dem Völkerrecht. Die USA wollen zudem ethnische Minderheiten im Iran organisieren, um sie gegen das System aufzuwiegeln. Auch aus Aserbaidschan gibt es Erklärungen, die Israel unterstützen. Was auch immer die USA tun, sie werden ihre alte Hegemonie nicht wiedererlangen. Es ist eine Illusion zu erwarten, dass eine Mentalität, die Grundschulen zerbombt und in die ‚Epstein-Akten‘ verwickelt ist, Menschlichkeit oder Völkerfreundschaft bringt.“

„Wir haben aktuelle und wichtige Themen gewählt“

Der Moderator Birol Keskin bewertete das Seminar wie folgt: „Seminare sind Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen, die unter der Leitung von Experten den Wissens- und Erfahrungsaustausch zum Ziel haben. Wir haben ein interaktives, produktives und angenehmes Seminar durchgeführt, bei dem die Teilnehmer Fragen stellen konnten. Wir hoffen, dass es eine bleibende Lernerfahrung bot. Ich danke allen, die teilgenommen und beigetragen haben.“

Das Seminar kam zu dem Schluss, dass Deutschland die Realität als „Einwanderungsland“ zwar akzeptiert hat, jedoch versucht, diese Migration „qualifizierter“ und „kontrollierbarer“ zu gestalten.

Die Veranstaltung endete mit der Beantwortung der Teilnehmerfragen. Im geselligen Teil am Samstagabend sorgte der Künstler, Chorleiter und FAD-Vorständler İsmet Kılıç mit seiner Saz (Langhalslaute) für musikalische Momente und sang gemeinsam mit den Teilnehmern wichtige Stücke der türkischen Volksmusik (Deyişler). Unter der Leitung der FAD werden İsmet Kılıç und sein Chor am 26. April in Duisburg bei einer Gedenkveranstaltung für Ruhi Su auftreten.

10 März 2026 0 Kommentare
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Cumali Yağmur
Allgemein

Demokratie kommt nicht durch krieg: stoppt den schmutzigen krieg im iran

von Cumali Yağmur 10 März 2026
von Cumali Yağmur

 

Cumali Yağmur

Die USA und Israel bombardieren den Iran seit  11  Tagen ununterbrochen aus der Luft, als wollten sie das Land dem Erdboden gleichmachen. Das Land gleicht einem Schlachtfeld, und viele Regionen wurden völlig zerstört. Infolge der US-amerikanischen und israelischen Bombardierungen im Iran haben zehntausende Menschen ihr Leben verloren, und die Bevölkerung wurde aus ihrer Heimat vertrieben. Mit ihren imperialistischen Ambitionen verwandeln sie den Nahen Osten in ein Blutbad, und dieser Krieg droht sich immer weiter auszuweiten.

Während Israel einerseits den Iran bombardiert, nimmt es andererseits Milizen im Osten der libanesischen Hauptstadt Beirut ins Visier. Beirut hat schwere Zerstörungen erlitten, und die Infrastruktur der Stadt ist vollständig zusammengebrochen. Man darf eines nicht vergessen: Durch Bomben, die ein Land und seine Zivilbevölkerung vernichten, wird niemals Demokratie einkehren.

Ein Teil der in Europa lebenden Iraner ging anfangs auf die Straße und unterstützte die Bombardierungen der USA und Israels in der Hoffnung, dass das Regime von Ali Khamenei gestürzt würde. Doch als der Krieg andauerte und ihre Angehörigen im Iran zu sterben begannen, erkannten sie ihren großen Fehler; nun erheben auch sie ihre Stimmen gegen den Krieg.

In Europa und auf der ganzen Welt müssen die Menschen gegen diesen schmutzigen Krieg auf die Straße gehen und diese Aggression protestieren. Im Krieg sterben nicht nur Kinder, Frauen und Zivilisten, auch die Natur erleidet eine enorme Zerstörung. Die Unterdrückung, der Druck und die Hinrichtungen, die das Mullah-Regime seit 47 Jahren am Volk verübt, sind in keiner Weise zu verteidigen; dieses repressive Regime muss auf das Schärfste verurteilt werden. Doch beim Protest müssen beide Seiten – sowohl die externe Intervention als auch die Unterdrückung durch das Regime – ins Visier genommen werden, und es muss Solidarität mit den Völkern des Irans gezeigt werden.

In diesem Krieg morden imperialistische Mächte, um ihre Gewinne im Sinne ihrer eigenen Interessen zu steigern. Die Völker des Nahen Ostens sind in großer Sorge; im Iran versuchen Hunderttausende, vor den Bombardierungen zu fliehen und das Land zu verlassen. Diese verzweifelte Lage der Zivilbevölkerung muss berücksichtigt werden; es muss endlich erkannt werden, dass dieser Krieg den Völkern des Nahen Ostens nichts als Blut, Leid und Zerstörung bringt.

In diesem Krieg darf niemals Partei ergriffen werden; im Gegenteil, Gewalt muss in jeder Form entschieden abgelehnt werden. Die USA und die CIA haben versucht, die Kurden gegen das iranische Volk aufzuhetzen, indem sie Gespräche mit kurdischen Führern im Iran, im Irak und in Syrien führten. Die Kurden jedoch erklärten, dass sie in ihrer Region solidarisch mit den Völkern des Irans stehen und einen gemeinsamen Willen zeigen.

Die USA und Israel wollen ihre Angriffe fortsetzen, indem sie nicht nur den Iran bombardieren, sondern auch die Völker gegeneinander aufhetzen. Die Völker der Welt müssen diese Aggression der USA und Israels sowie den Bombenhagel auf Zivilisten sehen und verurteilen. Die europäische und die weltweite Öffentlichkeit müssen ihre Stimme gegen diese aggressive Politik erheben.

Während die entschlossene Haltung Spaniens innerhalb der EU-Länder ein Vorbild darstellt, ist der Kriegsaufruf des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz gemeinsam mit US-Präsident Trump nicht mit einem demokratischen Verständnis vereinbar. Die EU-Länder müssen ihre Stimme gegen diesen schmutzigen Krieg erheben und die Parteien an den Friedenstisch zwingen.

Unter diesem Krieg leidet nicht nur der Nahe Osten, sondern auch die Länder der Europäischen Union und die ganze Welt. Während in Deutschland die Benzin- und Lebensmittelpreise steigen, nimmt die Inflation stetig zu und der Lebensstandard der Bevölkerung sinkt. Der Krieg hat die ganze Welt wirtschaftlich und sozial getroffen; solange er andauert, werden diese Auswirkungen noch weitaus verheerender sein.

Es ist notwendig, die USA und Israel an den Verhandlungstisch zu zwingen und zu beweisen, dass Demokratie nicht durch Krieg in ein Land gebracht werden kann. Es müssen sofort Schritte für den Frieden unternommen werden; diese aggressive und zerstörerische Haltung muss aufgegeben werden. Dort, wo kein Friede herrscht, können weder Demokratie noch Menschenrechte etabliert werden.

10 März 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Dies ist mein letzter Aufruf vor der Wahl an Sie

von Fremdeninfo 10 März 2026
von Fremdeninfo

 

Brillante Luigi

Liebe FrankfurterInnen

bezüglich der Kommunalwahlen in Frankfurt habe ich mich bis heute viele Male von hier aus an Sie gewandt. Nun sind es nur noch wenige Tage bis zur Wahl, und dies ist mein letzter Aufruf an Sie vor dem Wahltag.

Während unserer Wahlkampfarbeit haben wir uns die Probleme der Migrantengemeinschaft vor Ort angehört und waren eng mit Ihnen im Austausch. Leider sind diese Probleme seit Jahren ungelöst geblieben. Als ELF (Europa Liste) kämpfen wir seit Jahren sowohl im Parlament als auch auf den Plätzen für die Rechte von Migranten. Während viele unserer Lösungsvorschläge mit Unterstützung anderer Parteien umgesetzt wurden, wurden einige unserer lebenswichtigen Forderungen durch die Gegenstimmen anderer Parteien abgelehnt oder vertagt.

Wir haben im Parlament die Wege des Kompromisses bis zum Äußersten ausgeschöpft. Manchmal wurden wir unterstützt, manchmal wurden wir ignoriert. Eines wissen wir jedoch: Nur Migranten können die Probleme von Migranten lösen.

Je stärker wir uns in dieser Stadt, in der wir leben, politisch beteiligen und je einiger wir uns sind, desto schneller werden wir unsere Rechte durchsetzen. Mit den angestauten Problemen einer multiethnischen Stadt wie Frankfurt können die anderen Parteien alleine nicht fertig werden.

Als ELF Europa Liste erwartet uns auch nach der Wahl ein großer Kampf. Je stärker wir aus den Wahlurnen hervorgehen und mit je mehr Vertretern wir im Parlament vertreten sind, desto lauter wird unsere Stimme sein.

Geben Sie am Sonntag, den 15.03.2026, Ihre Stimme der ELF Europa Liste und schicken Sie uns mit voller Kraft ins Parlament.

 

 

 

10 März 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Özdemir holt Stuttgarter Direktmandat mit weitem Vorsprung

von Cumali Yağmur 9 März 2026
von Cumali Yağmur

Artikel von dpa

Özdemir setzte sich in seinem Wahlkreis deutlich gegen den Kandidaten der CDU durch. © Katharina Kausche/dpa

Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir hat auch seinen eigenen Wahlkreis in Stuttgart deutlich für sich entscheiden können und das Direktmandat für seine Partei in der Landeshauptstadt gewonnen. Nach dem vorläufigen Ergebnis gewann Özdemir 47,9 Prozent der Erststimmen im Wahlkreis Stuttgart II – das sind 9 Prozentpunkte mehr als sein Vorgänger, Grünen-Verkehrsminister Winfried Hermann, 2021 eingefahren hatte. Auf dem zweiten Platz folgt der Bruder des Stuttgarter Oberbürgermeisters Frank Nopper, Klaus Nopper, mit 25,0 Prozent.

Den Grünen gelang laut vorläufigem Ergebnis in den vier Stuttgarter Wahlkreisen erneut der Durchmarsch: Sie gewannen alle vier Direktmandate. Die Öko-Partei hatte bereits bei den Wahlen 2016 und 2021 alle vier Stuttgarter Wahlkreise gewinnen können.

Fsazit

Cumali yagmur

Nach dem Sieg von Cem Özdemir bei der Wahl zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg herrschte unter den Menschen mit Migrationshintergrund große Freude.

In den sozialen Medien teilten fast zwei von drei Personen Fotos von Cem Özdemir. In den Beiträgen hieß es: „Er ist einer von uns und sucht seit Jahren nach Lösungen für unsere Probleme.“

Während die sozialen Medien an jenem Tag mit Bildern von Cem Özdemir überflutet wurden, waren auch die Kommentare unter den Fotos äußerst bemerkenswert. In den in vielen verschiedenen Sprachen verfassten Botschaften stachen folgende Aussagen hervor: „Viel Erfolg auf deinem weiteren Weg. Respekt, du bist Ministerpräsident geworden; die Migranten sind stolz auf dich. Du bist unser Mann, du hast diesen Erfolg im Sturm erobert, und wir glauben fest daran, dass du auch in Zukunft auf beste Weise dienen wirst.“

Dass es ein Kind von Einwanderern aus eigener Kraft so weit gebracht hat, ist der größte Beweis für seinen Fleiß und seine Entschlossenheit. Du wunderbarer Mensch, du hast uns ein Lächeln ins Gesicht gezaubert! Cem Özdemir, dein Kampf wird für kommende Generationen immer ein Vorbild sein.

Der erste Bundestagsabgeordnete mit Migrationshintergrund, Europaabgeordneter, erneut Bundestagsabgeordneter und Landwirtschaftsminister… Und nun Ministerpräsident von Baden-Württemberg! So erfolgreich kann ein Mensch sein. Cem Özdemir ist zur Stimme, zum Auge, zum Ohr und zum Ein und Alles der Migranten geworden.

9 März 2026 0 Kommentare
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Imamoglu vor Gericht – Staatsanwaltschaft fordert 2.000 Jahre Haft

von Fremdeninfo 9 März 2026
von Fremdeninfo

Von: RP ONLINE

Istanbul. Die Festnahme des Istanbuler Bürgermeisters Imamoglu führte zu Protesten. Nun beginnt der Prozess. Warum das Verfahren für die Zukunft der Türkei wichtig ist und die Anklage von einem Oktopus spricht.

Istanbuls Bürgermeister Ekrem Imamoglu spricht zu seinen Anhängern vor dem Istanbuler Gerichtsgebäude. © Emrah Gurel

Als der Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu vor rund einem Jahr von Polizisten aus seinem Haus abgeführt wird, hält er den Moment mit seinem Smartphone fest. Die Regierung versuche, den Willen des Volkes zu untergraben, sagt der wichtigste politische Gegner des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in die Kamera und bindet seine Krawatte. Das Video verbreitet sich rasch im Netz. Imamoglus Festnahme löst landesweite Proteste aus und wird zum Symbol einer neuen Repressionswelle gegen die größte Oppositionspartei CHP und Regierungskritiker in der Türkei.

Kurz nach seiner Festnahme wird Imamoglu verhaftet, als Istanbuler Bürgermeister abgesetzt und sein Universitätsdiplom – Voraussetzung für eine Präsidentschaftskandidatur – wird annulliert. In den Monaten danach werden zahlreiche weitere Oppositionspolitiker und Journalisten festgenommen, darunter kürzlich der Deutsche-Welle-Journalist und Justizreporter Alican Uludag.

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Schwere Vorwürfe gegen Imamoglu

Imamoglu sitzt seitdem im Istanbuler Bezirk Silivri in Untersuchungshaft. Heute beginnt im Gefängniskomplex der Prozess gegen ihn. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem die Gründung einer kriminellen Vereinigung sowie Bestechung und Geldwäsche vor – und fordert eine Strafe, die Imamoglu bis an sein Lebensende ins Gefängnis bringen könnte.

Erdogan bezeichnet die CHP – Gründungspartei des Landes – als kriminelle Bande, die sich wie ein Oktopus über die Stadt Istanbul ausgebreitet habe, mit Imamoglu an ihrer Spitze. Imamoglu selbst nennt den Fall „eine der härtesten Prüfungen für die türkische Demokratie“ und sieht das Vorgehen als Versuch Erdogans, seine Kandidatur bei der nächsten Präsidentenwahl zu verhindern. Menschenrechtsorganisationen bewerten den Prozess als politisch motiviert.

Hunderte Jahre Haft gefordert

Die Vorwürfe wiegen schwer: Imamoglu ist wegen 142 Vergehen angeklagt. Er soll eine kriminelle Organisation gegründet und geleitet haben, wie aus der Anklageschrift hervorgeht. Ziel sei gewesen, die Istanbuler Stadtverwaltung systematisch für die Begehung von Straftaten zu nutzen und sich persönlich zu bereichern. Konkret wird ihm vorgeworfen, die Stadtverwaltung als Finanzquelle missbraucht zu haben, um die Führung der CHP zu übernehmen und so seine Präsidentschaftskandidatur abzusichern.

Zusammengerechnet fordert die Staatsanwaltschaft Staatsmedien zufolge mehr als 2000 Jahre Haft für Imamoglu. Insgesamt sind in dem Verfahren 407 Verdächtige angeklagt, darunter Imamoglus Anwalt, sein Sprecher, Familienmitglieder sowie Journalisten.

Kritik am Verfahren

Das Interesse an dem Prozess, der Jahre dauern könnte, ist groß. Viele Beobachter haben sich angekündigt, doch die Zuschauerzahl soll stark eingeschränkt werden. Die Regierung betont, die Justiz sei unparteiisch. Doch die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) äußerte ernsthafte Bedenken, dass Imamoglu ein faires Verfahren erhalte.

So sei die Anklageschrift noch vor ihrer Annahme an regierungsnahe Medien durchgestochen worden. Ein Großteil der Beweisführung stütze sich auf rund ein Dutzend Zeugen, deren Identität geheim gehalten werde, ähnlich wie bei anderen politisch motivierten Prozessen in der Türkei, bemängelte HRW. Es gebe voreingenommene Aussagen von Staatsanwälten und Erdogan selbst. Etwa sei Erdogans Oktopus-Aussage in die Anklageschrift übernommen worden.

Für scharfe Kritik sorgte, dass Erdogan im Februar den Staatsanwalt, der die Ermittlungen gegen Imamoglu leitete, zum Justizminister ernannte. Das verdeutliche den „eklatanten Einfluss“ der Regierung auf die Justiz, so Human Rights Watch. Benjamin Ward, stellvertretender Direktor für Europa und Zentralasien, sagte, man gelange zu dem Schluss, „dass die Staatsanwaltschaft versucht, Imamoglu aus der Politik zu entfernen und seine Partei auf eine Weise zu diskreditieren, die die Demokratie untergräbt“.

Wie Imamoglu zu Erdogans Gegner wurde

Um zu verstehen, warum Imamoglu für den Präsidenten zum Rivalen wurde, lohnt ein Blick auf seine Wahl zum Bürgermeister im Jahr 2019. Zuvor hatte Erdogans islamisch-konservative Regierungspartei Istanbul 25 Jahre regiert.

Die Abstimmung wurde nach Kritik Erdogans annulliert. In der zweiten Runde gewann Imamoglu mit noch größerem Abstand – dies galt als schwerer Rückschlag für den Präsidenten. Auch dessen Aufstieg hatte als Bürgermeister der Metropole begonnen, und er hatte sich persönlich im Wahlkampf gegen Imamoglu eingesetzt.

Konnte Erdogan die Präsidentenwahl 2023 gegen den schwachen Oppositionschef Kemal Kilicdaroglu noch für sich entscheiden, landete seine Partei bei den landesweiten Lokalwahlen 2024 erstmals in ihrer Geschichte nur auf dem zweiten Platz hinter der CHP. Das ist auch dem neuen CHP-Chef Özgür Özel zuzuschreiben, der fest an Imamoglus Seite steht und seine Partei neu aufgestellt hatte.

Beobachter gehen davon aus, dass die nächste Präsidentschaftswahl, geplant für 2028, schon im kommenden Jahr stattfinden könnte. Denn um erneut kandidieren zu können, muss Erdogan die Verfassung ändern lassen oder vorgezogene Wahlen ansetzen. Dabei hofft die Regierung auf Unterstützung anderer Parteien.

Imamoglu will trotz ungünstiger Vorzeichen kandidieren, wie er dem Medium T24 in einem schriftlichen Interview mitteilte. Eine Wahl, bei der er nicht antreten dürfe, „wäre eine Wahl, bei der die Legitimität des Präsidenten endet“, so Imamoglu aus dem Gefängnis.

(albu/dpa)

9 März 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Cem Özdemir gewinnt die Landtagswahl in Baden-Württemberg

von Cumali Yağmur 8 März 2026
von Cumali Yağmur

Cem Özdemir gewinnt die Landtagswahl in Baden-Württemberg
Von: Cumali Yağmur

Nachdem Cem Özdemir der erste Bundestagsabgeordnete mit Migrationshintergrund geworden war, übernahm er Mandate im Europäischen Parlament, erneut im Bundestag und wurde schließlich der erste Bundeslandwirtschaftsminister mit Migrationshintergrund. Nun ist er der erste Ministerpräsident von Baden-Württemberg mit Migrationsgeschichte.

Cem Özdemir, der in vielen Bereichen Pionierarbeit geleistet hat, ist ein Parteifreund, den ich seit seiner Jugend kenne. Gemeinsam haben wir die Gruppe „Immi-Grün“ (Migranten-Grüne) gegründet und konnten erreichen, dass Migranten gegenüber der Grünen Partei sensibilisiert wurden. Als die Zeitschrift Fremdeninfo herausgegeben wurde, verfasste Cem Özdemir zahlreiche Artikel für sie.

Für die Grünen sind Migrations- und Flüchtlingsfragen – im Gegensatz zu anderen bürgerlichen Parteien – eine „rote Linie“ (von zentraler Bedeutung).

Cem Özdemir ist ein sehr fleißiger Politiker, der über eine starke Rhetorik verfügt, ein exzellenter Redner ist und die Massen beeinflussen kann. Da er ursprünglich aus dem Journalismus kommt, pflegt er sehr gute Beziehungen zur Presse und hat eine vertrauenswürdige Ausstrahlung, die die Unterstützung der Bevölkerung gewinnt. Er war stets die Stimme und das Ohr der Migranten und hat harte Kämpfe gegen Rassismus, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit geführt.

Gleichzeitig ist er ein sehr arbeitsamer und tief erfahrener Politiker, der die ihm übertragenen Aufgaben stets mit Erfolg erfüllt hat.

Die CDU führte während des Wahlkampfs eine schmutzige Kampagne gegen Cem Özdemir, blieb jedoch erfolglos.

In seiner Erklärung sagte Özdemir: „Ich werde der Ministerpräsident für alle sein – sowohl für diejenigen, die mich gewählt haben, als auch für diejenigen, die mich nicht gewählt haben. Ich werde den Auftrag, den mir die Wähler gegeben haben, gebührend erfüllen. Ich war drei Jahre lang Bundeslandwirtschaftsminister; ich weiß sehr genau, was zu tun ist und wie man es angeht.“

Wahlergebnisse:

  • Grüne: 30,2 %

  • CDU: 29,7 %

  • AfD: 18,8 %

  • SPD: 5,5 %

  • Die Linke: 4,4 % (an der Hürde gescheitert)

  • FDP: 4,4 % (an der Hürde gescheitert)

Der Landtag besteht aus 120 Sitzen, wobei Überhangmandate  sind 80  Nach den aktuellen Ergebnissen werden die Grünen mit 56, die CDU mit 56, die AfD mit 35 und die SPD mit 10 Abgeordneten im Parlament vertreten sein.

 

 

8 März 2026 0 Kommentare
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Kultur

Eine kurze Reise durch die deutsche Literatur!..

von Fremdeninfo 8 März 2026
von Fremdeninfo

İSKAN TOLUN / Rees

Der Frühling ist in diesem Jahr früh nach Europa gekommen. Seit einigen Tagen lacht die Sonne aus vollem Herzen. Ob mit der Familie, mit Freunden oder mit dem Hund an der Leine – jeder versucht auf seine Weise, diese sonnendurchfluteten, herrlichen Tage zu genießen. Ausflugsziele, Parks, Rheinufer, Cafés und Eisdielen sind belebt; kurzum, alles ist in diesen Tagen von einer wunderbaren Betriebsamkeit erfüllt. Neben jenen, die sich im Gras ausstrecken oder auf Bänken die Sonne genießen und plaudern, gibt es eine beachtliche Zahl von Menschen, die sich in eine ruhige Ecke zurückgezogen haben, um in einem Buch zu lesen.

Auch ich nutzte das schöne Wetter als Gelegenheit und mischte mich mit Emile Zolas Roman „Die Wahrheit“ unter sie. Mal nehme ich an ihren Gesprächen teil, mal lausche ich nur, und mal ziehe ich mich zurück, um in meinem Buch zu lesen. Die Gesprächsthemen sind derzeit überall ähnlich: Es geht zumeist um die Spannungen und den drohenden Krieg gegen den Iran, der sich immer weiter auszuweiten scheint. Ich muss anmerken, dass die Kommentare und Analysen dieser „einfachen“ Menschen jenen in den Zeitungen oder den Experten im Fernsehen in nichts nachstehen. Ja, die Deutschen sind ein ausgesprochen kultiviertes und intellektuelles Volk. Ich lebe nun seit über vierzig Jahren in Deutschland und nach allem, was ich beobachtet habe, ist das Bildungsniveau sehr hoch – und es wird viel gelesen…

Rees am Rhein

Dem Lesen wird hier schlichtweg eine enorme Bedeutung beigemessen! Das geht so weit, dass man auf Straßen, in Parks und an Uferpromenaden Figuren, Skulpturen und Symbole errichtet hat, die zum Lesen anspornen. Man könnte fast sagen, dass die Lust am Lesen dadurch tief in das Bewusstsein, ja sogar in das Unterbewusstsein der Menschen einsickert.

Eines kann ich nicht unerwähnt lassen: Wann immer ich in ein Haus eingeladen bin oder jemanden besuche, fällt mein erster Blick auf die Regale, Schränke und Schreibtische. Meine Augen suchen stets nach Büchern, und es ist keineswegs schwer, in den Häusern deutscher Freunde und Bekannter auf umfangreiche Bibliotheken zu stoßen. Ich war oft Zeuge davon, dass Privatpersonen Hunderte, manchmal sogar Tausende von Büchern besitzen. Während ich diese Sammlungen bewundere, ertappe ich mich jedes Mal bei dem Gedanken: „Ich wünschte, jeder würde dem Lesen eine solche Bedeutung beimessen.“

Rees-Haldern

Auch im öffentlichen Raum finden sich für Geringverdiener und Kinder offene Vitrinen voller Bücher – und das zum Nulltarif. Dabei kosten Bücher oft nicht mehr als ein oder zwei Packungen Zigaretten, die einen nur schleichend vergiften. Vielerorts wurden alte, ausgediente Telefonzellen in Bücherzellen umgewandelt, um der Bevölkerung einen kostenlosen Kulturservice zu bieten. Diesem Phänomen begegnet man in ganz Deutschland. Jeder kann sich bedienen, und nach dem Lesen werden die Bücher oft wieder zurückgebracht. Ich möchte betonen, dass dies ein ebenso wichtiger Dienst ist wie die Versorgung mit Brot und Wasser. Wie sehr würde ich mir wünschen, dass es solche Initiativen überall auf der Welt gäbe, besonders in den Entwicklungsländern!

Jeder dieser Bücherzellen nähere ich mich mit großem Interesse und betrachte die Titel für eine lange Zeit. Das macht mich ungemein glücklich. Denn je reicher die Bibliothek einer Nation ist, desto höher ist ihr Verständnis- und Zivilisationsniveau. Von Menschen mit einem hohen kulturellen Horizont kann man immer etwas lernen.

Wenn man von Literatur spricht (einmal abgesehen von der ägyptischen, antiken griechischen oder römischen Literatur), denkt man meist zuerst an die russische oder die damit konkurrierende französische Literatur. Doch meines Erachtens sollte man die deutsche Literatur keinesfalls unterschätzen. Seit Jahren lese ich mit großem Vergnügen die Werke bedeutender deutscher Dichter, Philosophen und Schriftsteller wie K. May, F. Nietzsche, A. Schopenhauer, F. Schiller, H. Hesse, G. Grass, I. Kant und J. W. v. Goethe. Von vielen habe ich sogar das Gesamtwerk gelesen. Oft vertiefe ich mich mit deutschen Freunden stundenlang in Gespräche darüber. Von der deutschen, russischen und französischen Literatur kommen wir dann ganz natürlich auf die Weltklassiker zu sprechen – auf Romane, die uns beeindruckt haben oder die unvergessen bleiben. Neulich erwähnte ein deutscher Freund Goethes Roman „Die Leiden des jungen Werthers“. Ich erzählte ihm, wie sehr ich dieses Buch geschätzt habe.

Aus irgendeinem Grund erinnert mich Goethes „Werther“ immer an Ahmedê Xanês Epos „Mem û Zîn“, auch wenn die Umstände und Kontexte natürlich verschieden sind. Ich erzählte ihm davon und versuchte auch, ihm Yaşar Kemals „Ince Memed“ (Memed mein Falke) ausführlich nahezubringen. Später sprach ich über Cegerxwîn und Mehmet Uzun – doch leider kannte er keinen von ihnen, sodass ich sie ihm auf Google zeigen musste. Aber zurück zum eigentlichen Thema:

Es heißt, dass Johann Wolfgang von Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“ der erste Roman des großen Literaten war. Der legendäre Autor beschrieb sein Werk sinngemäß so: „Ich habe alles, was ich über die Geschichte des armen Werther finden konnte, sorgfältig gesammelt und lege es euch hier vor; und ich weiß, dass ihr mir dafür danken werdet.“

Tatsächlich beeindruckte die Geschichte des armen Werther sogar den französischen Kaiser Napoleon. Als Napoleon den Roman las, war er so fasziniert, dass er ihn nicht nur einmal, sondern insgesamt sieben- oder achtmal gelesen haben soll. Napoleon, der die Macht der Literatur vollends erkannt hatte, begnügte sich nicht damit, sondern wollte den Autor persönlich kennenlernen. Das Hauptmotiv für Napoleons Treffen mit Goethe war sein Wunsch, die Kraft von Literatur und Kunst aus der Perspektive eines Herrschers zu verstehen. Er bewunderte Goethes Ruf als weltweites Genie und suchte den künstlerischen Dialog. Während ihres historischen Treffens im Jahr 1808 in Erfurt standen jedoch die Diskussionen über den „Werther“ und eine Kritik an der Romantik im Vordergrund.

Napoleon, der später auch großes Interesse an Goethes wissenschaftlichen Arbeiten zeigte, drückte seine Bewunderung aus, versuchte aber auch geschickt, Goethe in seine eigene Einflusssphäre zu ziehen. Durch das Treffen wollte Napoleon sowohl eine persönliche Bindung aufbauen als auch tiefgründige Gespräche über Kunst, Natur und Politik führen.

Mit „Die Leiden des jungen Werthers“ erlangte Goethe Weltruhm, leitete die Epoche des „Sturm und Drang“ ein und wurde zu einer legendären Figur. Der Roman stieß besonders bei jungen Menschen auf eine ungeheure Resonanz. Goethe verstand es meisterhaft, die Intensität der Gefühle durch seine Feder fließen zu lassen und löste unter den Jugendlichen seiner Zeit einen regelrechten Sturm aus. Es kam sogar zu einer Welle von Suiziden, weshalb der Roman in einigen europäischen Ländern zeitweise verboten wurde. Dieser Roman, der weltweit ein gewaltiges Echo auslöste, führte dazu, dass die Menschen ihren eigenen Schmerz in Werthers Leiden wiederfanden und sich mit ihm identifizierten. Kurz um, „Die Leiden des jungen Werthers“ ist ein dramatisches und zugleich monumentales literarisches Werk. Der legendäre Autor verstand es in seinen Dramen und anderen Schriften meisterhaft, mystische Elemente mit Erkenntnissen aus anderen Sozialwissenschaften zu verweben.

Alles Gute zum Internationalen Frauentag am 8. März!..

8 März 2026 0 Kommentare
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Politik

Julia Willie Hamburg sprach auf dem Parteitag in Hannover

von Fremdeninfo 8 März 2026
von Fremdeninfo

Von Cumali Yağmur

Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg setzte auf dem Parteitag der Grünen in Hannover mit wegweisenden Erklärungen deutliche Akzente. Zu Beginn ihrer Rede begrüßte sie die Delegierten und unterstrich ihre Entschlossenheit, Belit Onay erneut im Amt des Oberbürgermeisters von Hannover zu sehen. „Wir werden unsere gesamte Kraft bündeln, um Belit Onay für eine weitere Amtszeit zu bestätigen und seine Wiederwahl zu sichern“, erklärte Hamburg.

Mit Blick auf die kommenden Wahlstrategien betonte die Ministerin: „Wir werden von Haustür zu Haustür gehen, an den Glocken läuten, den Sorgen der Menschen Gehör schenken und bei den Kommunalwahlen erfolgreich sein. Wir werden unermüdlich, Tag und Nacht, Wahlkampf führen. Unser Ziel ist es, sowohl aus den Ratswahlen als auch aus der Wahl zur Regionspräsidentschaft als starke politische Kraft hervorzugehen.“

Hamburg hob hervor, dass die Grünen in allen Kommunen und Großstädten Niedersachsens eine starke Präsenz zeigen müssen. Das langfristige Ziel sei es, bei den kommenden Landtagswahlen mit einer deutlich verstärkten Fraktion in das Parlament einzuziehen.

Klare Kante gegen die AfD und lautstarker Protest
Während im Saal über den Antrag von Grünen und SPD im niedersächsischen Landtag debattiert wurde, der ein Verbotsverfahren gegen die AfD prüft, versammelten sich vor dem Tagungsort Mitglieder der „Omas gegen Rechts“, der Linkspartei sowie zahlreiche Grüne zu einer Kundgebung.

In ihrer Rede vertrat Hamburg die Ansicht, dass die AfD keine demokratische Partei sei. Sie bezeichnete die Partei als feindselig gegenüber der Demokratie, den Menschenrechten und den im Land lebenden Migranten. „Für uns Grüne sind Demokratie, Menschenrechte und die Rechte von Migranten unantastbare rote Linien. Wir setzen uns für Demokratieunterricht an Schulen ein. Die AfD hat in keinem Parlament einen Platz und sollte umgehend verboten werden“, so Hamburg deutlich.

Zudem merkte sie an, dass man für Hannover dieses Mal zwar keine eigene Oberbürgermeisterkandidatin aufgestellt habe, dafür aber mit Sinja Münzberg eine starke Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin ins Rennen schicke.

Dank an Leon Flores für herausragendes Engagement
Ein besonderes Anliegen war Julia Willie Hamburg die Würdigung von Leon Flores, der aus dem Parteivorstand ausscheidet. Sie lobte seine Verdienste und seine dreijährige, von hoher Disziplin geprägte Arbeit für die Partei:

„Er hat die Mitgliederzahlen der Partei auf einen historischen Höchststand geführt. Ungeachtet von Wind und Wetter hat er Demonstrationen organisiert und die nötige Energie für die Wahlkampagnen mobilisiert. Durch die enge Begleitung der Stadtteilgruppen hat er gemeinsam mit ihnen politische Inhalte erarbeitet. Seine Fähigkeit, Brücken zu den Menschen und innerhalb der Mitgliedschaft zu bauen, ist beispielhaft. Er war unglaublich erfolgreich in der parteiinternen Arbeit und der Motivation unserer Basis. Auch wenn er heute aus dem Vorstand ausscheidet und kein offizielles Amt mehr bekleidet, wird er sich zweifellos weiterhin mit Erfolg für die Belange unserer Partei einsetzen.“

8 März 2026 0 Kommentare
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Allgemein

Yeter Gültekin wurde in Kölü beigesetzt

von Fremdeninfo 8 März 2026
von Fremdeninfo

Von : Avrupa Demokrat 

Yeter Gültekin wurde auf dem Ostfriedhof am Dellbrücker Mauspfad in Köln im Rahmen einer schlichten Zeremonie auf ihrem letzten Weg begleitet. An der Trauerfeier nahmen Gültekins Familie, Freunde und zahlreiche Weggefährten teil. Auf Wunsch der Familie wurden während der Zeremonie keine Foto- oder Videoaufnahmen gemacht.

Atılım Köln
An der Beisetzung nahmen Künstler wie Güler Duman, Tolga Sağ, Ferhat Tunç, Mikail Arslan und Cemil Koçgiri sowie Vertreter der TSP (Plattform für die Solidarität mit politischen Gefangenen), Hüseyin Mat und Seydi Koparan von der Konföderation der Alevitischen Gemeinden in Europa (AABF) und der Verein TÜDAY (Menschenrechtsverein) teil.

Şenal Sarıhan, eine der Anwältinnen im Prozess zum Sivas-Massaker, betonte in ihrer Rede für Gültekin den seit 32 Jahren andauernden Kampf um Gerechtigkeit und das Leid der 33 Menschen, die beim Massaker von Sivas ihr Leben verloren. Sarıhan erklärte, dass Gültekin nicht nur ein schmerzlicher Verlust sei, sondern gleichzeitig ein Symbol für den Widerstand und den juristischen Kampf.

Sarıhan wies darauf hin, dass der nach dem Sivas-Massaker begonnene Kampf um Gerechtigkeit bis heute andauert und sagte:
„Unser Rechtskampf wird auch im 32. Jahr fortgesetzt. Wir haben einen Prozess durchlaufen, der von den schweren Strafkammern über den Kassationshof (Yargıtay) und das Verfassungsgericht bis hin zu den Verwaltungsgerichten und dem Staatsrat (Danıştay) reicht. Nun bereiten wir uns auf den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vor.“

Sarıhan hob hervor, dass Yeter Gültekin an vorderster Front dieses Kampfes stand; sie sei nicht nur eine Ehefrau und Mutter gewesen, sondern ein Mensch, der unermüdlich für Wahrheit und Gerechtigkeit gearbeitet habe.

Nach den Reden wurde Yeter Gültekin beigesetzt. Im Anschluss an die Bestattung nahm die Familie die Beileidsbekundungen entgegen.

Auf ausdrücklichen Wunsch von Yeter Gültekin wurde nach der Beisetzung… (Der Text bricht hier ab, vermutlich ging es um die Verteilung von „Lokma“ oder ein gemeinsames Essen).

 

 

8 März 2026 0 Kommentare
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