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ewalt in der Silvesternacht: Antirassismus-Beauftragte kritisiert Generalverdacht gegen Migranten

von Fremdeninfo 4 Januar 2023
von Fremdeninfo 4 Januar 2023
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Gewalt in der Silvesternacht: Antirassismus-Beauftragte kritisiert Generalverdacht gegen Migranten

Politik

 

 Die 32-jährige Reem Alabali-Radovan ist seit dem 23. Februar 2022 die Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gewalt in der Silvesternacht Antirassismus-Beauftragte kritisiert Generalverdacht gegen Migranten

Die 32-jährige Reem Alabali-Radovan ist seit dem 23. Februar 2022 die Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach den Exzessen gegen Einsatzkräfte in der Silvesternacht in Berlin ist das Entsetzen groß. Die Antirassismus-Beauftragte der Bundesregierung kritisiert die aus ihrer Sicht getroffenen Pauschalurteile von Union und AfD über Menschen mit Migrationshintergrund. Zugleich fordert sie eine schnelle und konsequente Bestrafung der Täter.

Nach den Ausschreitungen in der Silvesternacht hat die Antirassismus-Beauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan, vor einem Generalverdacht gegen Migranten gewarnt. „Wir müssen die Täter anhand ihrer Taten beurteilen, nicht anhand ihrer vermuteten Herkunft, wie dies nun einige tun“, sagte die SPD-Politikerin der Funke-Mediengruppe.

Panorama 03.01.23

Frust, Übermut oder Hass? Wie sind die Silvesterangriffe zu erklären?

Alabali-Radovan warnte vor Pauschalisierungen: „Wer jetzt mit Generalverdacht gegenüber Menschen mit Einwanderungsgeschichte reagiert, trägt zur weiteren Stigmatisierung und Spaltung unserer Gesellschaft bei, statt die sozialen Ursachen des Problems zu bekämpfen.“ Die Gewalttaten der Silvesternacht nannte Alabali-Radovan „abscheulich“. Sie müssten schnell und konsequent mit der ganzen Härte unseres Rechtsstaats bestraft werden.

Spahn: Silvestergewalt offenbart „gescheiterte Integrationspolitik“

Angriffe auf Einsatzkräfte Spahn sieht Zusammenhang zwischen Silvesterrandale und gescheiterter Integration

Zuvor hatte Unionsfraktionsvize Jens Spahn eine gescheiterte Integrationspolitik mitverantwortlich für die Eskalation gemacht . Die Politik in Deutschland müsse sich ernsthaft die Frage stellen, warum die Silvesterfeiern immer wieder an denselben Orten mit den gleichen Beteiligten so eskalierten, sagte der CDU-Politiker. „Da geht es eher um ungeregelte Migration, gescheiterte Integration und fehlenden Respekt vor dem Staat statt um Feuerwerk.“

Die Deutsche Polizeigewerkschaft forderte eine Untersuchung zur Herkunft der Täter. Viele der Angreifer stammten aus dem „Migrantenmilieu“, sagte Gewerkschaftschef Rainer Wendt. Bei vielen Einsatzkräften herrsche nach der Silvesternacht der Eindruck vor, dass „Gruppen junger Männer mit Migrationshintergrund bei diesen Ausschreitungen weit überrepräsentiert“ seien.

Polizei und Feuerwehr attackiert Faeser fordert harte Bestrafung von Silvesterangreifern

Die AfD warf Behörden und Medien vor, den Zusammenhang zwischen den Silvesterkrawallen und mutmaßlichen Tätern mit Migrationshintergrund zu ignorieren. Die Politik müsse „endlich klar machen, dass die Menschen, die als Schutzsuchende in unser Land kamen und nun ihre volle Verachtung gegenüber unseren Traditionen und Werten verdeutlichen sowie straffällig werden, nichts in Deutschland zu suchen haben“, erklärte Parteivize Stephan Brandner.

Vonseiten der Bundesregierung gab es zunächst noch keine Angaben dazu, welchen Gruppen die Übergriffe zuzurechnen waren. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte, es gebe „noch keine Übersicht über Tatverdächtige“. Sie verwies auf den allgemeinen Lagebericht zum Jahr 2021, der rund 88.600 Übergriffe auf Polizeibeamte erfasste. Von den bekannten Tätern seien 84 Prozent männlich und 70 Prozent deutsche Staatsbürger

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Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

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