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Warum die EU weniger Asylbewerber als schutzberechtigt anerkennt

von Fremdeninfo 5 Mai 2022
von Fremdeninfo 5 Mai 2022
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Warum die EU weniger Asylbewerber als schutzberechtigt anerkennt

Von

dtj-online

–

05.05.2022

 
 
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=“Asylverfahren“ width
Ein Mann aus Syrien zeigt seine Aufenthaltsgenehmigung. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Die Zahl der Menschen, die in den 27 EU-Staaten Asyl oder einen anderen Schutzstatus bekommen haben, ist 2021 erneut zurückgegangen. Unter den Asylbewerbern finden sie weiterhin viele Kinder und Jugendliche.

Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte, wurde insgesamt 267.360 Schutzsuchenden Asyl oder ein anderer Schutzstatus gewährt. Im Vergleich zu 2020 entspreche das einem Rückgang um fünf Prozent.

Die Zahl war schon 2019 und 2018 in einer ähnlichen Größenordnung zurückgegangen. Mit einem Anteil von 33 Prozent stellte Deutschland als größter EU-Staat die meisten positiven Bescheide aus. Es folgen Frankreich (17 Prozent) und Italien (12), Spanien (8) sowie Österreich und Griechenland (beide 7).

23.255 Anträge von Kindern und Jugendlichen

Die Hälfte aller Bewerber, die einen Schutzstatus erhielten, bekam 2021 nach Angaben von Eurostat einen Flüchtlingsstatus. 30 Prozent bekamen subsidiären und 19 Prozent humanitären Schutz. Subsidiärer Schutz wird in Deutschland unter anderem dann gewährt, wenn Betroffenen im Herkunftsland Folter oder Todesstrafe droht.

Was die Türkei mit Europas Migrationsdrama zu tun hat

Rund ein Viertel (26 Prozent) derjenigen, die einen Schutzstatus erhielten, kam aus Syrien, 20 Prozent kamen aus Afghanistan und 5 Prozent aus Venezuela. Zusätzlich registrierten die EU-Staaten 2021 nach Eurostat-Angaben 23.255 Anträge von Kindern und Jugendlichen, die ohne Erziehungsberechtigten Schutz suchten.

Deutlich mehr unbegleitete Kinder

Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr sprunghaft um 72 Prozent gestiegen. Grund dafür sei vor allem, dass deutlich mehr unbegleitete Kinder und Jugendliche aus Afghanistan Schutz gesucht hätten. Der Großteil (93 Prozent) der gut 23.000 Minderjährigen sei männlich gewesen. Von ihnen seien 68 Prozent 16 oder 17 Jahre alt gewesen.

dpa/dtj

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