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NIEMAND SOLLTE MEHR VON EINER BEFREIUNG DURCH EINE NATIONALE REVOLUTION TRÄUMEN

von Fremdeninfo 27 Juli 2026
von Fremdeninfo 27 Juli 2026
Celal Isik
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                  Von: Celal Işık

Das globale Kapital liquidiert in raschem Tempo Nationalstaaten wie den Irak, Libyen, Afghanistan, Nicaragua, Venezuela und derzeit Syrien, den Iran und Kuba, die sich der von ihm gestalteten „Neuen Weltordnung“ nicht fügen.

Es versucht, so weit wie möglich von seinen Verbündeten wie der Türkei und den EU-Ländern zu profitieren, solange diese seinem System keine Steine in den Weg legen.

Das bedeutet, dass es heute auf der Welt (mit Ausnahme von Kuba) kein Beispiel für einen Nationalstaat gibt, der unabhängig von den Interessen der USA und ihrer alliierten Mächte existiert.

Zuletzt scheiterte Nordirak (Südkurdistan) mit dem Referendum für einen unabhängigen kurdischen Staat daran, dass es die Zustimmung der USA, anderer globaler Mächte und der Marionetten-Regionalstaaten nicht gewinnen konnte.

Es sind nicht ich, Gleichgesinnte oder Parteien wie die DEM und PYD, die den Kurden das Recht auf einen eigenen Staat auf ihrem Territorium im Irak, Syrien oder Iran verweigern, sondern die globalen Mächte.

Die Antwort an diejenigen, die der kurdischen politischen Bewegung in Bezug auf die Prozesse in Syrien und der Türkei vorwerfen, die Sache „verraten“ zu haben, obwohl es angeblich möglich wäre, maximale politische Rechte zu erlangen, ist eigentlich klar:

Bitte sehr, wenn ihr die Kraft habt, mehr Rechte zu erlangen oder gar einen unabhängigen kurdischen Staat zu gründen, dann tut es. Habt ihr die Macht und den Kampfgeist dazu, und hindern euch Öcalan, die DEM oder in Syrien die PYD/SDG etwa daran?

Der heutige globale Kapitalismus ist mittlerweile so global organisiert und mächtig, dass er Revolutionen wie die vom 17. Oktober in Russland, oder die in China, Vietnam und Kuba nicht mehr zulassen wird.

Die Großmächte sind vielleicht nicht unbesiegbar, aber sie erlangen ihre Unbesiegbarkeit weitgehend dadurch, dass sie die Völker der Region gegeneinander aufhetzen und sie spalten.

Kurz gesagt: Der Hauptfeind der armen Völker sind nicht nur die imperialen Mächte, sondern sie selbst, weil sie keine gemeinsame Ideologie und keinen gemeinsamen Willen entwickeln können, der ihnen ein friedliches Zusammenleben ermöglicht.

Beispielsweise sind die Kurden und Palästinenser die zwei ärmsten und am meisten unterdrückten Völker der Region, die sich eigentlich am nächsten stehen müssten. Doch statt zusammenzukommen, nehmen sie gegensätzliche Positionen ein.

Wenn die Völker nicht miteinander befreundet sind, ist ihre Befreiung angesichts der gigantischen globalen Organisation des gemeinsamen Feindes – des Imperialismus – nicht möglich.

In der heutigen Welt ist eine „Revolution in einem einzelnen Land“ nicht mehr möglich; selbst wenn sie gelänge, wären ihre Langlebigkeit und Nachhaltigkeit fragwürdig.

War die leidvolle Geschichte der Völker in alten kolonialistischen Zeiten die Ausbeutung durch das Kapital, so besteht die heutige Tragödie darin, dass das globale Kapital sich zu einer Organisation entwickelt hat, die die arbeitenden Menschen, die sie gestern noch versklavte und ausbeutete, nun gar nicht mehr braucht. Sie verwandelt sie in „überflüssige Menschen“, in Objekte der Migration.

Es herrscht der Wahnsinn, die Welt in einen Ort zu verwandeln, an dem eine Handvoll gieriger Reicher ohne versklavte Völker und ausgebeutete Menschen lebt.

Der gierige Mensch, der seit 500 Jahren die Natur und Millionen von Lebewesen vernichtet, schreitet heute als „Herr der Welt“ darauf zu, eine Ordnung zu errichten, die die arbeitenden Völker, die er gestern noch ausbeutete, nun ganz eliminiert.

Dass sich die Welt in ein Paradies für eine Handvoll globaler Reicher verwandelt, bedeutet, dass sich für die arbeitenden Völker der Welt alle Tore der Hölle öffnen.

Aus diesem Grund liegt die Rettung nicht mehr in nationalen Revolutionen.

Revolution und Leben können nur aus dem global verrottenden Kadaver des Kolonialismus entstehen. Und das kann allenfalls eine globale Revolution sein.

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Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

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