Von: DW Türkisch
04.03.2024 (Metindeki 2026 tarihi muhtemelen bir yazı dır, Almanca formatında 04.03.2024 olarak çevrilmiştir)
An deutschen Schulen sind vor allem türkische und arabische Kinder von rassistischer Diskriminierung betroffen. Lehrkräfte geben ihnen schlechtere Noten.
Bildunterschrift: In Deutschland wurde festgestellt, dass Lehrkräfte Kindern mit Migrationshintergrund schlechtere Noten geben. (Foto: Wolfram Steinberg/dpa/picture alliance)
Eine neue Untersuchung aus Deutschland zeigt, dass Kinder und Jugendliche an Schulen rassistischer Diskriminierung ausgesetzt sind.
In dem Forschungsbericht, der am Mittwoch von der zivilgesellschaftlichen Organisation „Mediendienst Integration“ veröffentlicht wurde, heißt es, dass Kinder, deren Familien aus der Türkei oder aus arabischsprachigen Ländern eingewandert sind, am stärksten von Diskriminierung betroffen sind.
Türkische und arabische Schüler gaben deutlich häufiger an, persönliche Diskriminierung erfahren zu haben, als Mitschüler, deren Familien aus Polen, den Staaten der ehemaligen Sowjetunion oder dem ehemaligen Jugoslawien stammen. Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis des Berichts ist, dass sich männliche Schüler häufiger diskriminiert fühlen als weibliche.
Der Bericht basiert auf der Zusammenfassung zahlreicher Studien mit umfangreichen Datensätzen. Den Daten zufolge gab die Mehrheit der Befragten an, selten oder nie persönliche Diskriminierung erlebt zu haben. Die Forscher betonten jedoch, dass dies keine „Entwarnung“ bedeute. Sie erklärten, dass Diskriminierungserfahrungen vor allem junge Menschen treffen, die nicht als Teil der Mehrheitsgesellschaft wahrgenommen werden, und dass rassistische Diskriminierung nicht immer explizit als solche benannt wird.
Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe
Aileen Edele und Sophie Harms, Expertinnen vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM), weisen auf weitere Studien hin, die belegen, dass Diskriminierung insbesondere aufgrund der Hautfarbe erfolgt.
Die Forscherinnen wiesen zudem auf schwere Vorurteile gegenüber Sinti und Roma hin und betonten, dass diese Erfahrungen negative Auswirkungen auf das Selbstbild und die Psychologie des Einzelnen haben können. „Alle Schüler haben das Recht auf eine diskriminierungsfreie schulische Bildung“, warnten die Forscher.
Diskriminierte besuchen seltener das Gymnasium
Der Bericht zeigt, dass diskriminierte Schüler seltener ein Gymnasium besuchen und seltener das Abitur ablegen. Einige Studien deuten darauf hin, dass ein Grund dafür ist, dass Lehrkräfte gleichwertige Leistungen zeitweise schlechter bewerten. Es wird zudem betont, dass das Verhalten der Lehrkräfte dazu führen kann, dass Schüler mit Migrationshintergrund weniger Selbstvertrauen haben und weniger gefördert werden.
Ein weiterer problematischer Bereich ist laut Bericht das mangelnde Interesse an den Muttersprachen von Migrantenfamilien. Dass diese Sprachen an Schulen als Fremdsprache unterrichtet werden, ist nach wie vor die Ausnahme. Während die Möglichkeiten für Muttersprachenunterricht von Bundesland zu Bundesland stark variieren, wird in einigen Schulen der Gebrauch der Muttersprache sogar komplett untersagt.
Die Forscher betonen: „Selbstverständlich müssen auch ausreichende Möglichkeiten zum Erlernen der deutschen Sprache geboten werden.“ Dem Bericht zufolge haben etwa 40 Prozent aller Schüler in Deutschland einen Migrationshintergrund.