Von: Cumali Yağmur
Eesiden und Aleviten müssen in Deutschland offiziell als Religionsgemeinschaften anerkannt werden. Anstatt sie in Herkunftsländer wie die Türkei, Syrien, den Iran oder den Irak abzuschieben, sollte ihr Recht auf Asyl anerkannt und ihnen ein dauerhafter Aufenthalt in Deutschland ermöglicht werden.
Da diese Glaubensgemeinschaften Teil der türkischen und kurdischen Gesellschaften sind, wurden sie in ihren Herkunftsländern aufgrund ihrer religiösen und nationalen Identität herabgewürdigt, ausgebeutet und systematischem Druck ausgesetzt. So wie sie in ihren eigenen Ländern diskriminiert wurden, sind sie auch in Deutschland ähnlichem Druck durch bestimmte migrantische Minderheiten aus diesen Ländern ausgesetzt. Solche Formen der Unterdrückung und Herabwürdigung müssen umgehend ein Ende finden.
Das Esidentum und das Alevitentum sind in einigen deutschen Bundesländern noch immer nicht als Religionsgemeinschaften anerkannt. In Niedersachsen beispielsweise besitzen Aleviten und Jesiden diesen Status nach wie vor nicht. Es ist schwer nachzuvollziehen, warum dies in einem Bundesland, das von der SPD und den Grünen regiert wird, der Fall ist. Diese Situation muss als ein Schandfleck für die Demokratie betrachtet und schnellstmöglich korrigiert werden.
Die mangelnde Anerkennung der Esiden und Aleviten als Religionsgemeinschaften stellt ein demokratisches Defizit für das Land Niedersachsen dar. Dieser Fehler muss umgehend korrigiert werden, und beide Glaubensgruppen müssen ohne Zeitverlust anerkannt werden. Beiden Gruppen sollte ein Bleiberecht in Deutschland gewährt werden. Es muss unverzüglich Kontakt zu ihren Verbänden aufgenommen werden, um sich an den Verhandlungstisch zu setzen und einen „Staatsvertrag“ zu unterzeichnen.
Solange diese Verträge nicht unterzeichnet werden, wird der Umgang mit diesen beiden Glaubensgemeinschaften als eine antidemokratische Praxis in die Geschichte eingehen.
Die Diyanet, die die sunnitischen Muslime in Niedersachsen vertritt, wird in der Türkei und in Deutschland von der AKP-MHP-Koalition gesteuert. Während sunnitische Gemeinschaften als Religionsgemeinschaften anerkannt sind, ist es inakzeptabel, dass Jesiden und Aleviten weiterhin hingehalten werden. Diese antidemokratische Praxis muss sofort beendet und auch die Esiden und Aleviten müssen offiziell anerkannt werden