Artikel von dpa
. Er kritisierte auch den Bundestagsabgeordneten Ferat Kocak, der sich im Bundestag gegen die „Stigmatisierung von Clankriminalität“ ausgesprochen hatte und offenbar selbst gerne per Chat mit dem Remmo-Clan kommunizierte.
Die Grünen in Niedersachsen haben Kultusministerin Julia Willie Hamburg als ihre Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2027 nominiert. Auf einem Landesparteitag in Hameln wählten die 212 Delegierten Hamburg einstimmig.
In ihrer Bewerbungsrede distanzierte sich die Vize-Regierungschefin von der schwarz-roten Bundesregierung. Sie frage sich, wie es sein könne, dass ein Mann Bundeskanzler ist, der «immer nur nach unten tritt», sagte sie und kritisierte auch die Energiepolitik: «Das, was Friedrich Merz gerade mit Katherina Reiche macht, das ist wirklich der Tod von unserer Industrie hier in Niedersachsen.
Der Bundeswirtschaftsministerin Reiche warf Hamburg vor, die Energiewende auszubremsen. Das sei «gestrig» und so, «als würde sie mit einer Telefonzelle versuchen, gegen die KI aus anderen Ländern anzukämpfen».
Hamburg solidarisierte sich zugleich mit den Gen-Z-Protesten vieler junger Menschen. Es sei bezeichnend, dass auf der Bundesebene vor allem darüber diskutiert werde, «dass mal wieder die Migranten schuld sein sollen» an den Ausschreitungen am Rande der Demonstrationen. Die «wichtigen und vollkommen berechtigten Anliegen der jungen Menschen» würden damit diskreditiert
Hamburg: Zeit für eine Frau in der Ahnengalerie
Die 40-Jährige deutete auch eigene Ambitionen an, die künftige Landesregierung anführen zu wollen. Mit Blick auf die Ahnengalerie der Regierungschefs in der Staatskanzlei in Hannover sagte sie: «Wenn ihr mich fragt, dann gehört dringend eine Frau in diese Ahnengalerie.» Niedersachsen hatte bisher zwölf Männer im Amt des Ministerpräsidenten.
Aus ihrer Partei hielt sie daraufhin viel Zuspruch als mögliche erste Ministerpräsidentin des Landes. «Es ist Zeit für eine Frau», sagte etwa Umweltminister Christian Meyer