Von: Halit Yaşar Demirbağ
Wir haben Musa (Uğur) Özdemir am 24. August verloren. Uğur, der seiner unheilbaren Krankheit erlag, wurde 1957 in Çemişgezek geboren. In seinen Kindheitsjahren, im Alter von nur 13 Jahren, zog er zu seinem Onkel nach Istanbul. In seinem Viertel, Gazi Mahallesi, lernte er Revolutionäre kennen und schloss sich den Reihen von Devrimci Yol (Revolutionärer Weg) an. Wie jeder Revolutionär blieb auch er von Folter und Gefängnisaufenthalten nicht verschont. Als er nach dem Putsch vom 12. September erneut polizeilich gesucht wurde, ging er 1987 ins Ausland.
Er setzte seinen Kampf in Bremen fort. In Straßburg nahm er an Hungerstreiks teil, um sich mit politischen Gefangenen zu solidarisieren. Später wurde er einer der Mitbegründer des Alevitischen Kulturzentrums (Cemevi) in Bremen, war dort mehrfach im Vorstand tätig und zuletzt dessen Delegierter. Uğur war verheiratet und Vater von zwei Kindern.
Unser Genosse Musa Uğur, der sein Leben der Revolution widmete, war einer von Tausenden Revolutionären, die sich diesem Weg verschrieben hatten, obwohl sie wussten, wie steinig, gewunden und steil der Pfad der Revolution ist. Sein Leben in Bremen führte er bis zu seiner Erkrankung mit dem festen Glauben und dem Bewusstsein für die Revolution fort. Sein Abschied hinterlässt bei uns eine tiefe Trauer.
Lieber Musa, ruhe in Frieden; von nun an werden die Sterne deine Weggefährten sein. Wir werden dich, wie all unsere verstorbenen revolutionären Genossen, niemals vergessen und dich in unseren Herzen weiterleben lassen.