Turgut Öker reagiert auf Bakırhan: „Diese Sprache ist inakzeptabel“

von Cumali Yağmur

 Von: Turgut Öker,

Ehrenvorsitzender der AABK und ehemaliger HDP-Abgeordneter, kritisierte die Äußerungen des Co-Vorsitzenden der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, gegenüber alevitischen Intellektuellen und erklärte: „Frieden kann nur entstehen, wenn wir den Schmerz und das historische Gedächtnis des anderen respektieren.“

Turgut Öker, Ehrenvorsitzender der Konföderation der Alevitischen Gemeinden in Europa (AABK) und HDP-Abgeordneter der 25. Legislaturperiode für Istanbul, reagierte auf die Formulierungen von Tuncer Bakırhan im Zusammenhang mit der Debatte über das „Bündnis zwischen Yavuz Sultan Selim und Idris-i Bitlisi“.

Öker, der zwei Amtszeiten lang gemeinsam mit Bakırhan im Zentralvorstand (MYK) der HDP tätig war, erklärte, dass er die jüngsten Äußerungen Bakırhans nicht für richtig halte. Die verwendete Sprache entspreche nicht der Würde des Amtes, das er innehabe.

„Das Abgeordnetenmandat wurde niemandem geschenkt“

In Bezug auf Bakırhans Worte „Personen, die wir von der Straße geholt und zu Abgeordneten gemacht haben“, entgegnete Öker:
„Was bedeutet es, zu sagen: ‚Wir haben sie von der Straße geholt und zu Abgeordneten gemacht‘? Niemand hat jemandem ein Abgeordnetenmandat geschenkt. Diese Sprache ist inakzeptabel.“

Öker betonte, dass es für Aleviten natürlich sei, gegen die Hervorhebung des historischen Bündnisses zwischen Yavuz Sultan Selim und Idris-i Bitlisi Einspruch zu erheben: „Yavuz ist im Gedächtnis der Aleviten der Name für Unterdrückung und Massaker. Das kann man nicht ignorieren.“

„Gerechtfertigter Protest darf nicht in Kurdenfeindlichkeit umgedeutet werden“

Öker unterstrich, dass die Kritik der Aleviten nicht als Kurdenfeindlichkeit gewertet werden dürfe, und sagte:
„Niemand sollte diesen berechtigten Protest in Kurdenfeindlichkeit ummünzen oder türkisch-islamistischen Kreisen Material liefern. Niemand sollte Wasser auf die Mühlen derer gießen, die gegen den Friedensprozess sind.“

Öker schloss seine Erklärung mit den Worten: „Frieden kann nur entstehen, wenn wir den Schmerz und das historische Gedächtnis des anderen respektieren.“

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