• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Allgemein

Streit um DFB-Elf und Nationalismus: WM-Spiel sorgt auf Linken-Parteitag für Debatte

von Fremdeninfo 22 Juni 2026
von Fremdeninfo 22 Juni 2026
Die deutsche Fußballnationalmannschaft schaffte es am Abend erstmals seit zwölf Jahren in die KO-Runde einer WM. Reaktionen gibt es auch auf dem Linken-Parteitag.
214

Artikel von Fabian Hartmann

Von: F.R.

Toronto/Potsdam – Nationalismus und Liebe zu Deutschland sind in politisch links geprägten Lagern bekanntermaßen ein heikles Thema. Und davon ist auch die deutsche Fußballnationalmannschaft keineswegs ausgenommen. Am späten Samstagabend (20. Juni) drehte die DFB-Elf ihr zweites Gruppenspiel bei der WM 2026 gegen die Elfenbeinküste durch einen Doppelpack von Deniz Undav und zog so erstmals seit zwölf Jahren in die K.-o.-Runde einer FIFA-WM ein. In Linken-Parteikreisen sorgte die Partie in Toronto jedoch für Diskussionen.

otomontage aus jubelndem Deniz Undav nebst Odilon Kossounou (l.) und Linken-Parteivorsitzendem Luigi Pantisano

Am Wochenende kamen Politikerinnen und Politiker der Partei Die Linke in Potsdam zum Parteitag (19. – 21. Juni) zusammen. Bei der dreitägigen Veranstaltung wurde Ines Schwerdtner mit großer Zustimmung (85,7 Prozent) in ihrem Amt als Bundesvorsitzende bestätigt. Der neu gewählte Linken-Parteivorsitzende Luigi Pantisano holte sein Amt dagegen nur denkbar knapp (53,3 Prozent) ein. Daneben ging es in Potsdam um den parteiintern umstrittenen Gehaltsdeckel sowie um eine Reihe weiterer Themen – und eben auch um das Spiel der DFB-Elf gegen die Elfenbeinküste.

„Ich hasse die FIFA und Infantino“ – Linken-Delegierter bringt Antrag ein, das Spiel der Nationalelf beim Parteitag nicht zu übertragen

Das zweite WM-Gruppenspiel der Nationalmannschaft wurde nämlich im Zuge eines parteiinternen Public-Viewings bei einer Aftershow-Party im Nachgang des Linken-Parteitags in Potsdam übertragen. Unruhe entstand dabei im Zuge der Frage, ob man als Linken-Politikerin oder -Politiker grundsätzlich Spiele der deutschen Nationalmannschaft verfolgen dürfe oder nicht. Dem Focus zufolge versuchte ein Linken-Delegierter per Dringlichkeitsantrag herbeizuführen, dass die für den Parteitag bereits feststehende Übertragung der Begegnung gegen die Elfenbeinküste immerhin kritisch eingeordnet wird. Auch die Junge Freiheit, Sprachrohr der Neuen Rechten, berichtete entsprechend.

„Ich hasse die FIFA und Infantino (FIFA-Präsident Gianni Infantino, Anm. d. Redaktion) ist ein Faschist“, begründete der Linken-Politiker, auf dessen Namensnennung nach außen die Linke verzichtete, seinen Antrag demnach. Die Linken-Führungsriege zeigte sich von jenem Vorstoß nicht angetan und lehnte ihn geschlossen ab. Linken-Bundesgeschäftsführer Jannis Ehling hielt eine Gegenrede zum Antrag und bezeichnete die Avance als „Kleinkram“.

Linken Bundesparteichefin Schwerdtner fällt differenziertes Urteil zur WM – „Die FIFA ist ein Drecksverein, aber Fußball ist natürlich toll

Weil Angehörige der Partei die Übertragung der Partie schon im Voraus als heikel antizipierten, wurde auf einem Flyer zum Potsdamer Parteitag gleich mal eine Zusatzinfo zur Übertragung des Spiels gegen die Elfenbeinküste positioniert: „Keine Fahnen, kein Nationalismus, kein Stress!“, hießen demnach die Verhaltensregeln für das Spiel.

Bereits unmittelbar vor dem Linken-Parteitag in Potsdam hatte sich die später als Bundesparteichefin bestätigte Schwerdtner auf einer Pressekonferenz zum Thema der Nationalelf bei der WM 2026 in Kanada, Mexiko und den USA geäußert. „Die FIFA ist ein Drecksverein, aber Fußball ist natürlich toll“, bilanzierte sie dabei. Ein Linken-Parteisprecher erklärte auf Focus-Anfrage, im Parteivorstand sei davon ausgegangen worden, dass es Delegierte geben werde, die das Spiel gerne schauen würden

Neuer Linken-Parteivorsitzender Pantisano trübt sein Vertrauen in der Partei durch schärfste und populistisch anmutende Merz-Kritik

Neben dem WM-Trubel ging es beim Linken-Parteitag in der brandenburgischen Landeshauptstadt jedoch auch noch um reichlich rein politische Themen abseits jeglichen Sportgeschehens. Auf sein knappes Wahlergebnis reagierte Neu-Parteivorsitzender Pantisano auf Nachfrage der ARD-Tagesthemen mit den folgenden Worten: „Ab Montag werde ich daran arbeiten, mir das Vertrauen aller Mitglieder zu erarbeiten.“ Offensiv ausgerichtete Rhetorik brachte Pantisano jedoch schon zu Beginn des Parteitags an, als er als Kandidat bei Bild TV Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) scharf angriff und dessen christdemokratische Partei in ideelle Nähe zum Faschismus rückte.

Er selbst kandidiere als neuer Vorsitzender seiner Partei, „damit Friedrich Merz Angst hat vor uns Linken“, so Pantisano dabei. Weiter nannte er den Bundeskanzler einen „Versager“. Ferner entglitt Pantisano jedoch noch ein weiterer Satz – mit verheerender Aussagekraft. Und zwar auch für einige seiner Parteigenossinnen und -genossen, wie sich bei der späteren Wahl auf dem Potsdamer Parteitag zeigen sollte.

„Letztlich gibt es kaum einen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, und den Faschisten selbst“, urteilte Pantisano dabei. Das Resultat war, wie bei der Wahl am Samstag unschwer erkennbar, ein getrübtes Vertrauen vieler Parteimitglieder, die sich offenbar an Pantisanos scharfer und zugleich populistisch anmutender Rhetorik störten. Denn mit einer solch geringen Zustimmung wie für Pantisano war zuvor noch nie eine Linken-Politikerin, geschweige denn -Politiker ins Amt des Parteivorsitzenden gewählt worden. (Quellen: Focus, Bild-TV, Junge Freiheit) (fh)

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

vorheriger Beitrag
Kurde und Jeside: Wer ist Deutschlands Fußballstar Deniz Undav?
nächster Beitrag
Das Sivas-Massaker und der historische Kampf der alevitischen Gemeinschaft

Ähnliche Beiträge

Islam gehört zu Deutschland“? – Wulff bekräftigt umstrittene Aussage

26 September 2026

EIN ECHTER FRIEDE UND EINE ECHTE DEMOKRATIE WERDEN DAS WERK DER VÖLKER, DER...

25 September 2026

Die Berliner Koalitionsregierung muss schnellstmöglich gebildet werden

24 September 2026

Nach Clankontakten: Wie die Linkspartei über Ferat Koçak debattiert

24 September 2026

Die Berliner Wahl: Der Erfolg der Linkspartei lässt sich nicht auf eine einzelne...

23 September 2026

DEM Parti trifft sich mit Alevi-Organisationen: „Die DEM Parti wird keinen Prozess gutheißen,...

23 September 2026

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Islam gehört zu Deutschland“? – Wulff bekräftigt umstrittene Aussage

    26 September 2026
  • Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.

    26 September 2026
  • CDU-Innenminister will Grundrecht auf Asyl streichen – und noch härter abschieben

    26 September 2026
  • EIN ECHTER FRIEDE UND EINE ECHTE DEMOKRATIE WERDEN DAS WERK DER VÖLKER, DER WERKTÄTIGEN, DER FRAUEN UND DER ÖKOLOGEN SEIN

    25 September 2026
  • Berliner Linken-Chefin: «sehr überrascht» über Kritik

    25 September 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Die Berliner Koalitionsregierung muss schnellstmöglich gebildet werden

24 September 2026

Neueste Artikel

Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.
26 September 2026
CDU-Innenminister will Grundrecht auf Asyl streichen – und noch härter abschieben
26 September 2026
EIN ECHTER FRIEDE UND EINE ECHTE DEMOKRATIE WERDEN DAS WERK DER VÖLKER, DER WERKTÄTIGEN, DER FRAUEN UND DER ÖKOLOGEN SEIN
25 September 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung