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Impressum

Neue Verbotsattacke gegen Avrupa Demokrat

von Cumali Yağmur 11 September 2025
von Cumali Yağmur

Übersetzung von : Avrupa Demokrat

Die Zeitung Avrupa Demokrat wurde erneut mit Zensur durch türkische Gerichte und kollaborierende Social-Media-Giganten konfrontiert. Unsere Website und Social-Media-Konten werden nacheinander gesperrt, wodurch versucht wird, das Recht der Öffentlichkeit auf Information zu untergraben.

Das 4. Strafgericht des Friedens in Ankara hat unsere Website ohne Angabe von Gründen oder gar einer Erklärung für den Zugang gesperrt. Auf Antrag desselben Gerichts wurde unser X (Twitter)-Konto ebenfalls in der Türkei gesperrt. Die X-Zentrale hat uns schriftlich mitgeteilt, dass unser Konto aus der Türkei gesperrt wurde.

Die Zensurwelle beschränkte sich nicht darauf. Während unsere Website und unser X-Konto gestern Abend gesperrt wurden, hat Facebook heute eine allgemeine Sperrung angeordnet. Dieses Verbot ist nicht auf die Türkei beschränkt, sondern gilt weltweit. Wir haben gegen diese Entscheidung, die als „vorübergehend“ bezeichnet wurde, Einspruch erhoben.

Avrupa Demokrat zum 9. Mal gesperrt

Die seit fünf Jahren erscheinende Zeitung Avrupa Demokrat wurde bisher insgesamt 9 Mal durch Gerichtsbeschluss verboten. Kurz nachdem die am 8. April verhängte Zugangssperre aufgehoben worden war, sahen wir uns erneut einer neuen Verbotsattacke gegenüber.

Die Gerichte der Oligarchie stehen im Dienste des Palastes und spielen weiterhin eine Rolle bei den Angriffen der Regierung auf die Presse- und Meinungsfreiheit. Der einzige Grund, warum Avrupa Demokrat ins Visier genommen wird, ist, dass sie die wahre Stimme der Völker der Türkei zum Ausdruck bringt. Sie haben so viel Angst, dass sie ständig Verbotsentscheidungen treffen.

Unser Kampf wird weitergehen

Als Avrupa Demokrat erklären wir noch einmal deutlich: Kein Verbot, keine Zensur, kein Angriff wird uns von unserem Weg abbringen. Unsere Zeitung wird weiterhin erscheinen, und wir werden unser Volk weiterhin über alternative Wege erreichen, um die Sperrung unserer Website und unserer Social-Media-Konten zu umgehen.

In den kommenden Tagen werden wir detailliertere Informationen zu den Sperrungen unserer Website und unserer Social-Media-Konten bereitstellen.

Wir wiederholen noch einmal: Sie werden unseren Kampf nicht aufhalten können! Avrupa Demokrat wird weiterhin die Stimme der Völker der Türkei sein.

WIR WERDEN NICHT SCHWEIGEN.

11 September 2025 0 Kommentare
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Rassismus

Vorwurf von Verbindungen zur SS – Weleda beauftragt Gutachten

von Fremdeninfo 10 September 2025
von Fremdeninfo

Von: RP-Online

Arlesheim. Neue Untersuchungen könnten Weledas Verbindung zu NS-Gräueltaten belegen. Nun startet der Naturkosmetikhersteller eine umfassende historische Aufarbeitung.

Nach Vorwürfen einer engen Verbindung zur SS hat der Naturkosmetikhersteller Weleda eine neue, unabhängige Studie zur Geschichte des Unternehmens während der Zeit des Nationalsozialismus in Auftrag gegeben. „Wir verurteilen die Gräueltaten des Nationalsozialismus aufs Schärfste. Faschismus, Antisemitismus, Rassismus oder rechtsextremes Gedankengut haben bei uns keinen Platz“, erklärte Unternehmenschefin Tina Müller am Dienstag. „Deshalb setzen wir uns für eine lückenlose Aufarbeitung unserer Geschichte ein.“

Der „Spiegel“ hatte am Wochenende unter Berufung auf eine noch unveröffentlichte Studie der Historikerin Anne Sudrow im Auftrag der Gedenkstätte Dachau berichtet, Weleda habe dorthin eine Frostschutzcreme geliefert, die dort mutmaßlich für Menschenversuche eingesetzt worden sei. Demnach bezog das Unternehmen zudem Heilkräuter aus einer landwirtschaftlichen Anlage, die von der SS in Dachau nach biologisch-dynamischen Methoden betrieben worden sei. KZ-Häftlinge seien dort als Zwangsarbeiter eingesetzt worden.

Weleda erklärte am Dienstag, das Unternehmen habe bereits 2023 die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte mit einem wissenschaftlichen Gutachten zu Teilen der Unternehmensgeschichte während des Nationalsozialismus beauftragt. „Das 2024 fertiggestellte Gutachten war jedoch noch nicht auf eine Untersuchung sämtlicher Detailaspekte ausgerichtet.“

Die Arbeit von Historikerin Sudrow „enthält unter anderem auch Details zu Verbindungen von Weleda in der damaligen Zeit, die in der bisherigen Forschung möglicherweise noch nicht vollständig beleuchtet wurden“, erklärte das Unternehmen. Sudrow habe Zugang zu Archivalien von Weleda erhalten, unter anderem zu Verwaltungsratsprotokollen aus der NS-Zeit.

„All diese Arbeiten nehmen wir zum Anlass, unsere Unternehmensgeschichte im Detail mit einer großen unabhängigen Studie aufzuarbeiten“, erkärte Weleda-Chefin Müller. Beauftragt wurde erneut die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte. Das Gutachten soll voraussichtlich Anfang 2027 veröffentlicht werden.

Hauptsitz von Weleda ist Arlesheim bei Basel in der Schweiz. Das Unternehmen war 1921 gegründet worden. Seitdem werden auch im baden-württembergischen Schwäbisch Gmünd Heil- und Körperpflegemittel produziert, heute eine deutsche Niederlassung von Weleda.

Laut „Spiegel“ zeigt Historikerin Sudrow in ihrer Arbeit, dass es während des Nationalsozialismus generell enge Verbindungen zwischen der Anthroposophie-Szene in Deutschland, der biologisch-dynamischen Demeter-Landwirtschaft sowie der SS gegeben habe. In Dachau habe die SS-eigene Deutsche Versuchsanstalt für Ernährung und Verpflegung (DVA) eine „Plantage“ betrieben, die der Erforschung und Anwendung biologisch-dynamischer Landwirtschaftsmethoden gedient habe.

(amro/AFP)

10 September 2025 0 Kommentare
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Politik

Erdoğan zerschlägt die Opposition in der Türkei

von Fremdeninfo 10 September 2025
von Fremdeninfo

Von  Bülent Mumay / H.A.Z

Der türkische Präsident höhlt die Oppositionspartei CHP aus. An deren Spitze lässt er eine Marionette einsetzen. Wie es aussieht, ist das der Abschied vom Mehrparteiensystem.In meinem Brief vom 14. August hatte ich Sie gewarnt: Wenn Sie auf dem Flughafen Istanbul landen, könnte es sein, dass die eSIM-Karte, die Sie auf Ihr Smartphone geladen haben, um den Roaminggebühren zu entgehen, wegen einer Sperre von Regierungsseite nicht funktioniert. Hier geht es mit Warnungen gleich weiter: Einmal angenommen, Sie nehmen das Risiko einer exorbitanten Telefonrechnung in Kauf und wollen Ihre eigene SIM-Karte benutzen. Während Sie auf Ihr Gepäck warten, gehen Sie online, um Nachrichten und Mails abzurufen, die eingegangen sind, während Sie im Flugzeug saßen, oder um etwas auf Youtube zu schauen. Doch keine der entsprechenden Apps aktualisiert. Mühen Sie sich gar nicht erst mit den Einstellungen ab, vermutlich liegt keine technische Ursache vor, sondern eine politische.

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Denn hierzulande gehen außerordentliche Dinge vor sich. Glauben Sie nicht, Sie seien mit dem Einpacken jahreszeitgemäßer Kleidung gut auf die Türkei vorbereitet. Laden Sie unbedingt vor dem Abflug die App eines VPN-Anbieters auf Ihr Handy, und öffnen Sie diese gleich nach der Ankunft, um VPN nutzen zu können. Wie auch ich gezwungen bin, beim Verfassen dieses Textes eine solche verschlüsselte Verbindung zu verwenden.

Ich will Ihnen auch sagen, warum. Vor jedem antidemokratischen Schritt und bei jeder durch ihre Fahrlässigkeit ausgelösten Katastrophe schränkt die Erdoğan-Regierung die Internetbandbreite ein. Um den Nachrichtenfluss zu behindern, blockiert sie die digitale Welt. Weder Whatsapp noch die Plattform X funktionieren. Auch Youtube ist nicht mehr erreichbar. So geschehen, als die Polizei mit 5000 Mann und Tränengas vor ein paar Tagen in die Istanbuler Zentrale der größten Oppositionspartei CHP eindrang. Doch wozu diese massive Operation gegen die CHP, die bei den Kommunalwahlen 2024 erstmals nach 22 Jahren die Regierungspartei auf den zweiten Platz verwiesen hat? In der Frage liegt die Antwort: Nachdem Staatspräsident Erdoğan erkannt hatte, dass Ekrem İmamoğlu ihn bei der nächsten Wahl höchstwahrscheinlich aus dem Palast verdränge, ließ er am 19. März zunächst den Istanbuler Oberbürgermeister wegen des Vorwurfs der Korruption ins Gefängnis werfen. Doch dieser Coup verstärkte die Unterstützung für die CHP und ihren Präsidentschaftskandidaten, statt sie zu schwächen. Gleichwohl gelang es Erdoğan, seinen Widersacher vor der Wahl 2028 als Bewerber für die Präsidentschaft zu disqualifizieren, indem er İmamoğlu inhaftieren ließ, nur einen Tag nachdem dessen Universitätsdiplom, das Voraussetzung für die Kandidatur ist, annulliert worden war.

Ein weiterer riskanter Schritt

Dennoch wuchs der Zuspruch für die CHP weiter. Bald war klar, dass jedweder Ersatzkandidat für İmamoğlu das Palast­regime stürzen könnte. Also begann Phase zwei: die Zerschlagung der CHP. Schritte wurden eingeleitet, um den neuen CHP-Vorstand unter Özgür Özel abzusetzen, der die Partei neu aufgestellt hat. Nach fast zwei Jahren wurde ein Prozess angestrengt, um den Parteitag vom November 2023, bei dem Özel zum Vorsitzenden gewählt worden war, annullieren zu lassen. Am 2. September nun wurde der ebenfalls 2023 abgehaltene Istanbuler Regionalkongress der CHP annulliert, weil es bei der Abstimmung dort angeblich „Unregelmäßigkeiten“ gegeben habe. Das Gericht setzte als Vorsitzenden des Istanbuler Parteiverbands einen Mann aus dem Kreis der Gekränkten der Partei ein.

Als das Internet eingeschränkt wurde, war uns klar, dass man Vorbereitungen traf, den von den Delegierten auf dem Kongress gewählten Provinzvorsitzenden aus dem Gebäude zu holen. Zugleich rückten einige Tausend Polizisten auf die Istanbuler CHP-Zentrale vor. Zufahrtsstraßen wurden gesperrt, Zehntausende Bürger mit Polizeigewalt unter Einsatz von Tränengas daran gehindert, sich zur Unterstützung der Partei vor der Zentrale zu versammeln. Stattdessen brachte die Polizei die vom Gericht eingesetzte Vorsitzenden-Marionette in das Gebäude.

Das Regime unterdrückt die Medien und die Zivilgesellschaft und hat den aussichtsreichsten Präsidentschaftskandidaten inhaftieren lassen, mit der Ausschaltung der institutionellen Opposition geht es noch einen riskanten Schritt weiter. Praktisch bedeutet er das Ende des Mehrparteiensystems, das 1946 auf Beschluss der damals allein herrschenden CHP eingeführt worden war. Erdoğan ebnet, genau wie es in Russland geschehen ist, mit der Schaffung einer Opposition, die er persönlich kontrolliert, deren Führung er selbst bestimmt und die ihm an der Wahlurne nicht gefährlich werden kann, den Weg in ein System, in dem Wahlen nur noch auf dem Papier stattfinden.

Einige Autostunden von Istanbul entfernt

Es wäre für mich riskant, auszusprechen, wie ein solches System zu nennen ist. Deshalb überlasse ich die Definition dem amerikanischen Türkeiexperten Howard Eissenstat, den die „Financial Times“ kürzlich zitierte. Er kommentiert die Umgestaltung der Opposition durch die Palastjustiz wie folgt: „Heute fällen türkische Gerichte Urteile, die das Land rasch von einem ‚Wahlautoritarismus‘ zu etwas hinbewegen, das eher einer unverhohlenen Diktatur gleicht. Es gibt zwar noch Wahlen, doch die letzten Reste eines politischen Wettbewerbs sind ausgelöscht.“

Das Palastregime verwandelt die Türkei nicht bloß vom Autoritarismus in das „Etwas“, das Eissenstat benennt. Es baut die Gesellschaft und das Bildungswesen nach islamischen Grundsätzen um. Ein Gymnasium, einige Autostunden von Istanbul entfernt, hat jetzt verboten, dass Mädchen und Jungen nebeneinander in den Schulbussen sitzen. In der Schulkantine dürfen sie nicht länger in derselben Schlange anstehen, beim Sportunterricht sind keine Leggings mehr zu tragen. Ein Arzt in einer anderen anatolischen Stadt, der für die Ehe ab 13 Jahren eintritt und Frauen aufgrund ihrer Kleidung schon mal als „Huren“ tituliert, weigerte sich jüngst, eine junge Frau zu untersuchen, die in Jeans und schwarzem Tanktop ins Krankenhaus kam, denn das sei „exhibitionistisch“. Und gegen die populäre Girlgroup „Manifest“ wird aufgrund der Kostüme bei ihrem Auftritt wegen „Anstößigkeit“ ermittelt.

Neuverschuldung in Milliardenhöhe

Gegen die Opposition geht die Regierung also wegen „Korruption“ vor, doch bei Skandalen, die sie selbst berühren, bleibt sie untätig. Anfang August hatte ich Ihnen geschrieben, dass die Türkei vor einem internationalen Schiedsgericht zur Zahlung von 1,5 Milliarden Dollar Strafe verurteilt wurde, weil ein lange von einem Erdoğan-Schwiegersohn geleitetes Unternehmen Erdöl ohne Genehmigung der Regierung in Bagdad aus der kurdischen Autonomieregion im Irak geholt und international vermarktet hatte. Der Skandal weitete sich aus. 1,5 Milliarden Dollar Gewinn der Firma, bei der staatliche Vermittlung im Spiel war, ging am Fiskus vorbei. Er ist gewissermaßen verdampft. Der Skandal ist belegt, doch Ermittlungen gibt es nicht. Ich will aber der Palastjustiz nicht Unrecht tun, manche Korruptionsfälle, in die die Regierung verwickelt war, greift sie auf – auf ihre Weise. So wurde ein Journalist inhaftiert, nachdem er darüber berichtet hatte, dass eine Gruppe Bürokraten in einer anatolischen Stadt von Geschäftsleuten Geld in Erdoğans Namen nahm.

Nicht nur Regierungsgegner zahlen dafür, dass in der Türkei der letzte Nagel in den Sarg der Demokratie geschlagen wird. Auch der Zustand der von der Regierung ruinierten Wirtschaft verschlechtert sich. So kam es nach der Annullierung des Istanbuler CHP-Kongresses zu Turbulenzen an den Märkten. Um zu verhindern, dass die Devisenkurse durch die Decke gingen, setzte die Regierung in zwei Nächten Devisenreserven von sieben Milliarden Dollar ein. Die jüngsten Beschlüsse der Wirtschaftsführung weisen darauf hin, dass man im Palast eine noch größere Operation vorhat. Der Fiskus wie auch der dem Palast unterstehende Vermögensfonds kündigten Ausschreibungen für eine Neuverschuldung in Milliardenhöhe an, um für Bargeld zu sorgen. Bekanntlich investieren Vermögensfonds, um ihr Vermögen zu vermehren. Bei uns hingegen nehmen sie zu hohen Zinsen Kredite gegen Hypotheken der wertvollsten Unternehmen der Türkei auf. Hoffentlich hat dieser Schritt nichts mit dem Verfahren zu tun, das zur Annullierung des CHP-Parteitags eingeleitet wurde. Denn sollte am 15. September auch CHP-Chef Özgür Özel des Amtes enthoben werden, verlieren wir mehr als das Finanzvermögen des Landes.

10 September 2025 0 Kommentare
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Religion

Regierung einigte sich auf Kopftuchverbot in der Schule

von Fremdeninfo 10 September 2025
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 Von: Volat Vorarlberg-online

Die Dreierkoalition bringt wie angekündigt ein Kopftuchverbot für unmündige Mädchen an Schulen auf den Weg. Ein entsprechender Gesetzesentwurf geht am Mittwoch in Begutachtung, wie Integrationsministerin Claudia Plakolm (ÖVP) nach dem Ministerrat ankündigte. Bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres soll demnach das Tragen des Kopftuchs sowohl in öffentlichen als auch in privaten Schulen verboten werden.

Es ist bereits der zweite Anlauf für ein gesetzliches Kopftuchverbot. 2020 hatte der Verfassungsgerichtshof (VfGH) ein 2019 von der ÖVP-FPÖ-Regierung unter Sebastian Kurz (ÖVP) beschlossenes Kopftuchverbot an den Volksschulen gekippt. Die Regelung ziele nur auf Muslime ab, was dem Gebot der religiösen Neutralität des Staates widerspreche, kritisierte der VfGH.

Begleitende Maßnahmen

Um den Bedenken des VfGH entgegenzutreten, werden nun auch begleitende Maßnahmen beschlossen, die auf die Stärkung von Mädchen abzielen, aber auch Eltern, Lehrkräfte, Burschen sowie die Islamische Glaubensgemeinschaft aktiv einbinden sollen. So ist etwa eine zielgerichtete Burschen- und Männerarbeit geplant, um Bewusstsein für Gleichberechtigung und Selbstbestimmung zu schaffen. Verwiesen wird zudem auf eine Studie aus Frankreich, wonach ein dort 1994 eingeführtes Verbot nicht zum Rückzug muslimischer Mädchen aus dem Bildungssystem geführt hat, sondern zu einer Verbesserung ihrer schulischen Leistungen und eine integrationsfördernde Wirkung zur Folge hatte.

Skeptisch zeigte sich Verfassungsexperte Heinz Mayer. Er hält eine verfassungskonforme Umsetzung des Kopftuchverbots für schwierig, wie er am Rande einer Pressekonferenz erklärte. „Der VfGH hat 2020 sehr enge Grenzen gesetzt. Es geht um die Unterdrückung von Mädchen, und da hat der VfGH völlig richtig gesagt, warum setzt man nicht bei den Unterdrückern an? Warum setzt man bei den Mädchen an?“ Geldstrafen von 1.000 Euro hält er für keine gute Idee. „Das Kopftuch ist ein Symbol, aber das (Verbot, Anm.) bekämpft ja nicht die Ursache.“

Protest kam von der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ). Das Kopftuchverbot verletzte Grundrechte und spalte die Gesellschaft, kritisierte sie. Der VfGH habe unmissverständlich festgestellt, dass ein solches Verbot verfassungswidrig sei, da es gezielt eine religiöse Minderheit betrifft und den Gleichheitsgrundsatz verletzt. „Anstatt Kinder zu stärken, werden sie stigmatisiert und ausgegrenzt.“ Man werde die Verfassungskonformität prüfen lassen, bleibe gleichzeitig aber gesprächsbereit, so die IGGÖ.

FPÖ und Grüne unterstützen Verbot

Ungewöhnliche Unterstützung für die Regierungsmaßnahme kam von der Opposition. Das Kopftuchverbot für Unter-14-Jährige könne aber „nur ein allererster Schritt“ sein, meinte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz und forderte ein generelles Kopftuchverbot an Schulen auch für ältere Schülerinnen, für Lehrerinnen und andere Betreuungspersonen sowie ein Verbotsgesetz gegen den politischen Islam. Dass Kinder gezwungen würden, ein Kopftuch zu tragen, sei mittlerweile ein echtes Problem in den Schulen, meinte indes die Grüne Vize-Klubobfrau Sigrid Maurer. „Es ist die Aufgabe der Politik, solchen Fehlentwicklungen entgegenzutreten und dafür stehen wir Grüne bereit.“ Ob der neue Vorschlag verfassungskonform sei, müssten nun Juristinnen und Juristen prüfen.

Eine klare Meinung dazu hat bereits die Bundesjugendvertretung (BJV). Das Gesetz diskriminiere trotz begleitendem Maßnahmenpaket muslimische Mädchen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit und widerspreche damit der UN-Kinderrechtskonvention, kritisierte die BJV.

(APA)

10 September 2025 0 Kommentare
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Bildung

Schulbeginn morgen in der Türkei: Millionen von Schülern das Recht auf muttersprachlichen Unterricht vorenthalten

von Fremdeninfo 10 September 2025
von Fremdeninfo

 

Von: MA / Emrullah Acar, Übersetzung Europa Demokrat

Millionen von Schülern beginnen das neue Schuljahr ohne muttersprachlichen Unterricht. Die Sprachinstitutionen in Şirnex betonten, dass Kurdisch eine offizielle Bildungssprache sein muss, damit der Frieden in der Gesellschaft verankert wird.

Die erste Schulglocke für das neue Schuljahr wird morgen läuten. Millionen von Kindern aus verschiedenen Völkern beginnen auch dieses Jahr das neue Schuljahr ohne muttersprachlichen Unterricht. Die in Cizîr (Cizre), einem Landkreis von Şirnex, tätige Sprach- und Kulturverein Birca Belek sowie der in Silopiya (Silopi) tätige Sprach- und Kulturverein Cûdî (Cûdî Der) setzen ihre Sprach-, Kultur- und Kunstkurse gegen die Assimilation fort.

Birca Belek und Cûdî Der kritisierten die Vorenthaltung des Rechts auf muttersprachlichen Unterricht für die Schüler und stellten fest, dass Kurdisch offiziell eine Bildungssprache sein sollte.

Cahit Akıl, Mitglied des Cizîr Birca Belek Sprach- und Kulturvereins, erinnerte daran, dass Millionen kurdischer Kinder ihre Ausbildung in einer anderen Sprache beginnen werden und sagte: „Das geht seit 100 Jahren so. Es ist eine sehr schwierige Situation für das kurdische Volk. Seit Jahren gibt es einen Kampf in dieser Richtung. Kurdische Vereine und Aktivisten setzen ihren Kampf in diesem Rahmen fort. Wie jedes Jahr werden wir auch dieses Jahr unsere Reaktion auf diese Situation zeigen. Wir werden unseren Kampf erweitern und fortsetzen, bis Kurdisch eine offizielle Bildungssprache wird.“

„Fortsetzung der Verleugnung“

Akıl erinnerte an den historischen Aufruf des Kurdischen Volksführers Abdullah Öcalan vom 27. Februar und sagte: „Der Aufruf hat in der Gesellschaft große Hoffnung geweckt. Erwartungen hinsichtlich Demokratie, Recht, Gerechtigkeit und Freiheit traten in den Vordergrund. Die Regierung hat jedoch noch keine notwendigen Schritte unternommen. Die im Parlament eingerichtete Kommission ist wichtig. Wir messen ihr großen Wert bei. Sie muss jedoch auf einer demokratischen Grundlage arbeiten. Den Friedensmüttern, die ins Parlament eingeladen wurden, wurde das Sprechen auf Kurdisch verwehrt. Dies ist eine Fortsetzung der Verleugnungspolitik. Die Haltung gegenüber den Müttern bestätigte einmal mehr die seit 100 Jahren angewendete Politik. Das ist eine große Schande. Einer Mutter wurde nicht erlaubt, ihre Sorgen in ihrer eigenen Sprache auszudrücken. Kurdisch sprechen ist keine Toleranz, sondern ein Recht. Aber das Parlament ist nicht in der Lage, dies zu gewährleisten. Wenn die Hindernisse und Verbote für Kurdisch und die kurdische Kultur aufgehoben werden, lösen sich alle Probleme. Der Parlamentspräsident hat mit seiner Verbotspolitik allen gezeigt, warum die Kurden seit 50 Jahren kämpfen müssen. Diese Politik muss so schnell wie möglich aufgegeben und rechtliche Schritte unternommen werden.“ Akıl betonte, dass die Bedingungen für Abdullah Öcalan, frei zu leben und zu arbeiten, geschaffen werden müssen, und sagte: „Herr Öcalan möchte Frieden und Freiheit nicht nur für die Türkei, sondern auch für die Völker des Nahen Ostens. Die Lösung liegt nicht in Verleugnung und Assimilation, sondern darin, einander anzuerkennen. Wenn die Kommission eine Kommission ist, die Brüderlichkeit und Demokratie als Grundlage nimmt, muss sie zunächst die Existenz des kurdischen Volkes anerkennen. Dann können wir von Brüderlichkeit sprechen. Das kurdische Volk kämpft seit Jahren für seine Sprache. Das kurdische Volk hat es mit seinem Widerstand ein Jahrhundert lang geschafft, gegen die Politik der Verleugnung, Zerstörung und Assimilation zu bestehen. Niemand kann das kurdische Volk mehr assimilieren. Diese Situation zeigt uns, dass Rechte durch Widerstand erlangt werden können. Wenn wir über Frieden sprechen, müssen wir auch den beispiellosen Widerstand erwähnen. Frieden kommt mit Widerstand. Wir werden den Kampf für einen ehrenvollen Frieden verstärken.“

„Gesetzliche Regelungen sollen getroffen werden“

Evin Kulja, Co-Vorsitzende von Cûdî Der, wies auf den von Abdullah Öcalan eingeleiteten Friedens- und Demokratischen Gesellschaftsprozess hin und sagte: „Einerseits gibt es Friedensgespräche, andererseits geht die Verleugnungspolitik weiter. Das Volk äußert seine Bedenken. Die angewandten Praktiken verstärken die Ängste des Volkes. Morgen werden die Schulen geöffnet, und wieder werden Millionen kurdischer Kinder ihres gerechtesten Rechts, des kurdischen Unterrichts, beraubt. Eine neue Bildungsperiode wird beginnen, in der Kurdisch wieder nicht anerkannt und geleugnet wird. Als Sprachinstitutionen erwarteten wir dieses Jahr, dass die Schüler in den Schulen in ihrer Muttersprache unterrichtet werden. Bisher wurde jedoch kein Schritt unternommen. Ohne Kurdisch als offizielle Bildungssprache können wir nicht von echtem Frieden sprechen. Im Parlament müssen so schnell wie möglich die notwendigen gesetzlichen Regelungen getroffen werden, damit Kurdisch eine offizielle Bildungssprache wird. Die im Parlament eingerichtete Kommission sollte nicht das Sprechen der Mütter auf Kurdisch verbieten, sondern eine Position einnehmen, die Hindernisse beseitigt, um einen echten sozialen Frieden zu gewährleisten.“

MA / Emrullah Acar, Übersetzung Europa Demokrat

10 September 2025 0 Kommentare
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Politik

Ständiger Protest in Europa

von Cumali Yağmur 10 September 2025
von Cumali Yağmur

Von Cumali Yağmur

„Ein Freund rief mich an und sagte, dass wir angesichts der Ereignisse in der Türkei nicht gleichgültig bleiben und etwas tun müssten.

Die Spiele, die heute mit der CHP gespielt werden, werden morgen mit anderen Parteien gespielt werden. In der Türkei greifen AKP und MHP seit Jahren mit der Taktik des „Teile und herrsche“ an. Zuerst griffen sie die Kurden an und setzten Zwangsverwalter in ihre Gemeinden ein. Jetzt setzen sie Zwangsverwalter in CHP-Gemeinden und Provinzverwaltungen ein.

Wir schweigen dazu nicht. Wir schreiben und rufen unsere Umgebung dazu auf, dagegen zu protestieren – und das tun wir auch.

Das tun wir seit 55 Jahren aus Europa heraus. Wir haben die Militärputsche in der Türkei von 1971 und 1980 aus dem Ausland verurteilt. Monatelang haben wir Hungerstreiks, Märsche und Versammlungen abgehalten, um das Militärregime und die reaktionären Regime in der Türkei zu verurteilen. Jetzt verurteilen wir seit 25 Jahren das reaktionäre Regime der AKP-MHP.

Wir waren nicht die Einzigen in Europa, die ihre eigenen Länder verurteilten. Als 1971 in Chile die Junta an die Macht kam, stand ganz Deutschland auf. Die Deutschen bewunderten damals den lateinamerikanischen Revolutionär Che Guevara. Sie unterstützten die vietnamesische Revolution. Der grüne Politiker  aus Frankfurt am Main Tohms König spendete 400.000 Deutsche Mark an die vietnamesische Botschaft in Berlin und erhielt im Gegenzug eine vietnamesische Lampe.

In Spanien bildete die Friedrich-Ebert-Stiftung spanische Gewerkschafter aus und schickte sie gegen den Franco-Faschismus nach Spanien. Die griechische Junta wurde in Europa verurteilt.

Es wurden das El Salvador Komitee und das Nicaragua Komitee gegründet. Die Türkei-Komitees sorgten in Deutschland mit Märschen, Versammlungen und öffentlichen Debatten für großes Aufsehen.

Die Iraner haben jahrelang Hungerstreiks, Märsche und Versammlungen gegen das Schah- und Khomeini-Regime abgehalten, und die neue Generation tut dies weiterhin.

Die Kurden veranstalten seit 35 Jahren fast täglich Märsche und Protestaktionen in Europa. Die revolutionär-demokratischen Teile jeder Nation, die in Deutschland leben, protestieren täglich gegen die Verletzung von Demokratie und Menschenrechten in ihren Ländern. Die Palästinenser kämpfen seit Jahren aus Europa für das palästinensische Volk. In der Vergangenheit haben sie sogar Flugzeuge entführt, das Münchner Olympiastadion gestürmt und israelische Spieler als Geiseln genommen. Sie haben Europa zu einem Kampfgebiet hinter der Front gemacht und tun dies weiterhin.

Sie protestierten gegen ihre Politiker in der Heimat, um deren reaktionäre, faschistische Politik sowie die Verletzung von Demokratie, Menschenrechten und Frauenrechten in ihren eigenen Ländern anzuprangern. In Europa und insbesondere in Deutschland vergeht kein Tag, an dem Migranten die reaktionären Regime in ihren Heimatländern nicht verurteilen. Sie fordern Deutschland auf, Waffenverkäufe und Handel mit ihren Ländern einzustellen. Sie verlangen sogar, dass Deutschland Touristen dorthin schickt und ihre Waren boykottiert.

Rückblickend stellt sich die Frage, ob diese Aktionen im Ausland in ihren eigenen Ländern etwas bewirkt haben.

Wenn wir an die Dialektik glauben, gibt es in der Dialektik zwei Arten von Widersprüchen: interne und externe Widersprüche. Ohne dass der interne Widerspruch erwacht, kann der externe Widerspruch den internen Widerspruch nicht aktivieren. Aber wenn der interne Widerspruch erwacht, trägt der externe Widerspruch dazu bei, und das nennt man „Autodynamismus“. Das heißt, ohne den Widerstand des Volkes in diesen Ländern gibt es von außen keine große Wirkung. Reaktionäre Regime werden nicht gestürzt, ohne dass die Völker, die in diesen Ländern leben, alle ihre Kräfte vereinen und das Banner des Kampfes erheben.

Ich sage nicht, dass keine Proteste aus Europa stattfinden oder keine öffentliche Meinung geschaffen werden sollen. Ich möchte jedoch betonen, dass Proteste, die im Ausland stattfinden, die reaktionären Regime in diesen Ländern nicht besiegen können, solange nicht alle Demokraten, Sozialdemokraten und Revolutionäre, die in diesem Land leben, sich vereinen und kämpfen. Nur dann können sie reaktionäre Regime besiegen.

 

 

 

 

 

10 September 2025 0 Kommentare
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Bildung

Bildungsbericht: Deutschland zieht immer mehr ausländische Studierende an

von Fremdeninfo 9 September 2025
von Fremdeninfo

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Im internationalen Wettbewerb um Nachwuchswissenschaftler kann das deutsche Hochschulsystem einer Studie zufolge immer stärker punkten. Deutschland ziehe zunehmend internationale Studierende an, heißt es im jährlichen Bericht „Bildung auf einen Blick“ der Industriestaatenorganisation OECD, dessen Ergebnisse für Deutschland in Berlin vorgestellt wurden.

Der Anteil ausländischer Studierender habe sich seit 2013 von 7,1 auf 12,7 Prozent im Jahr 2023 signifikant erhöht. Im OECD-Schnitt liege er bei 7,4 Prozent. Studierende aus Asien bildeten mit 44 Prozent in Deutschland die größte Gruppe, 31 Prozent kämen aus anderen europäischen Ländern.

Trend setzt sich fort

Studierende aus dem Ausland strategisch wichtig

Deutschland steht dem Bericht zufolge unter den nicht englischsprachigen Ländern bei der Zahl der ausländischen Studierenden auf Platz eins und insgesamt auf Platz vier hinter den USA, Großbritannien und Australien.

Betont wird in der Studie die „strategische Bedeutung“ einer zunehmenden Internationalisierung: Ausländische Studierende könnten – besonders wenn sie nach dem Studium im Land blieben – einen spürbaren Beitrag für Wirtschaft und Innovation leisten.

Bär: Deutschland MINT-Weltmeister

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hob bei der Vorstellung der OECD-Studie in Berlin die vielen Abschlüsse im sogenannten MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) hervor. Deutschland sei ein hochqualifiziertes MINT-Land und MINT-Weltmeister. 35 Prozent aller Absolventen eines Bachelor- oder gleichwertigen Programms schließen dem Bericht zufolge in Deutschland in einem MINT-Fach ab. Dies sei der höchste Anteil unter den OECD-Ländern (Durchschnitt: 23 Prozent).

  • Deutschland investiert pro Bildungsteilnehmer mehr als der Durchschnitt der Industriestaaten in sein Bildungssystem. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt des Landes sind die Bildungsausgaben mit 4,4 Prozent aber unterdurchschnittlich. Sie liegen demnach deutlich unter denen von Norwegen oder Großbritannien, die mehr als 6 Prozent ihres BIP in Bildung investieren.
  • Herkunft und Familie beeinflussen in Deutschland weiterhin stark den Bildungserfolg: Haben Eltern einen höheren Abschluss ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass auch die Kinder dies erreichen und umgekehrt. Der Chef der Pisa-Studie, Andreas Schleicher, kritisierte in der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“, Deutschland sei in Sachen Chancengerechtigkeit im Bildungssystem schlechter als die USA.
  • Hohe Bildung zahlt sich aus: 25- bis 64-Jährige mit Hochschulabschluss verdienen in Deutschland im Schnitt 50 Prozent mehr als diejenigen ohne höheren Abschluss. Das entspricht in etwa dem OECD-Schnitt von 54 Prozent Mehrverdienst.

In der OECD haben sich 38 Industrie- und höher entwickelte Länder zusammengeschlossen. Die Organisation erstellt regelmäßig Analysen und Studien wie etwa auch die Pisa-Studie und gibt Politikempfehlungen ab. Die Mitgliedsstaaten fühlen sich nach Angaben der Organisation der Marktwirtschaft und Demokratie verpflichtet. (dpa)

9 September 2025 0 Kommentare
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Information

Anlässlich des 25. Jahrestages seines Todes gedenken wir Enver Şimşek.

von Fremdeninfo 9 September 2025
von Fremdeninfo

 

Anlässlich des 25. Jahrestages seines Todes gedenken wir Enver Şimşek.
Enver Şimşek: Heute, am 9. September 2000, gedenken wir ihm erneut anlässlich des Tages, an dem er in Nürnberg heimtückisch ermordet wurde.
Enver Şimşek wurde am 4. Dezember 1961 in Salur Köyü, Landkreis Şarkikaraağaç, Provinz Isparta, Türkei, geboren.
Am 9. September 2000 starb er in Nürnberg, Bayern, Deutschland, als erstes Opfer der Mordserie der Terrororganisation „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). Şimşek, Inhaber eines Blumengeschäfts in Schlüchtern, Hessen, wurde am 9. September 2000 an seinem mobilen Blumenstand in Nürnberg erschossen. Zwei Tage später erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Enver Şimşek wanderte 1985 von der Türkei nach Deutschland aus. Zunächst arbeitete er in einer Fabrik und eröffnete später sein eigenes Blumengeschäft, wodurch er sich selbstständig machte. Dieses Geschäft entwickelte sich zu einem Blumengroßhandel mit angeschlossenen Läden und Ständen.
Enver Şimşek war verheiratet und Vater von zwei Kindern, Semiya und Abdul Kerim.
Am Tattag, dem 9. September 2000, befand sich Şimşek zufällig am Tatort, als er zwischen 12:45 und 14:15 Uhr heimtückisch mit acht Schüssen niedergestreckt wurde. Zwei Tage später erlag er seinen schweren Verletzungen, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben.
Den Schmerz, den seine Familie nach dem Tod ihres Vaters erlebte, und die Haltung der Ermittler gegenüber den Familienmitgliedern beschrieb er 2013 in seinem Buch „Acı Vatan. Deutschland und der Mord an meinem Vater“. Dieses Buch bildete die Grundlage für den 2016 in der ARD ausgestrahlten Fernsehfilm „Die Opfer – Vergesst mich nicht“.
2013 wurde in Nürnberg ein Obelisk zum Gedenken an alle NSU-Mordopfer, einschließlich Şimşek, errichtet (Gedenkstätten der NSU-Mordserie). Am Tatort wurde im September 2014 auf Initiative von Anwohnern und unter Beteiligung seiner Witwe (die den Ort zum ersten Mal besuchte) eine Informationstafel zu seinem Gedenken enthüllt. Nachdem die Tafel von Unbekannten gestohlen wurde, brachte die Gruppe „Sessizlikleri Bozmak“ (Das Schweigen brechen) dort ein Schild mit dem Bild des Ermordeten an.
Viele Blumen und Kerzen. Auf einer weiten Wiese, im Hintergrund stehen weitere Bäume. Am Tatort gibt es keine Bäume.
In Zwickau, wo das NSU-Kerntrio zuletzt im Untergrund lebte, pflanzte Oberbürgermeisterin Pia Findeiß im September 2019 eine deutsche Eiche auf der Ziegelwiese im nördlichen Teil des Schwanenteichparks zum Gedenken an Enver Şimşek. Anfang Oktober 2019 wurde der Baum von Unbekannten gefällt. Findeiß bezeichnete dies als Beweis für „Intoleranz, mangelndes Demokratieverständnis und Verachtung gegenüber den Terroropfern und ihren Angehörigen“. Eine Woche später wurde auch eine Gedenkbank mit Inschrift, die Şimşek gewidmet war, zerstört. Die NSU-Opferbeauftragte der Bundesregierung, Barbara John, wertete dies als Hinweis auf die Existenz von Netzwerken, die die Morde billigten. Daraufhin wurden zehn neue Gedenkbäume an derselben Stelle gepflanzt und Gedenktafeln angebracht.
Şimşeks Angehörige wurden im NSU-Prozess von Rechtsanwältin Seda Başay-Yıldız rechtlich vertreten.
Im März 2020 beschloss der Kulturausschuss der Stadt Jena nach langen Diskussionen, einen Platz in Jena-Winzerla, wo die NSU-Täter aufgewachsen waren, nach Enver Şimşek zu benennen.
All dies wird in der dunklen Geschichte Deutschlands als die ermordeten Opfer der NSU-Untergrundmorde eingehen.
Deutschland muss sich seiner Geschichte auseinandresetzen  , damit solche Morde nie wieder geschehen.

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Politik

SPD-Politiker fordern von CDU neuen Umgang mit Linksparte

von Fremdeninfo 9 September 2025
von Fremdeninfo

 Von DTS Nachrichtenagentuer

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Mehrere SPD-Politiker mahnen die CDU angesichts der hohen AfD-Umfragewerte zu einem neuen Umgang mit der Linkspartei. „Unvereinbarkeitsbeschlüsse behindern die Bildung stabiler demokratischer Regierungen und erleichtern es der AfD, ihre perfide Strategie der Lähmung parlamentarischer Prozesse umzusetzen“, sagte Thüringens Innenminister und SPD-Landeschef Georg Maier dem „Handelsblatt“. Demokraten sollten immer untereinander koalitionsfähig sein.

Ähnlich äußerten sich der innenpolitische und der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Fiedler und Sebastian Roloff. Es wäre „außerordentlich wünschenswert“, wenn die Union ihre Beschlusslage zur Linken „überdenken und neu bewerten würde“, sagte Fiedler dem „Handelsblatt“.

Laut einem Unvereinbarkeitsbeschluss aus dem Jahr 2018 lehnt die CDU Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit sowohl mit der AfD als auch mit der Linken ab. „Es geht um realpolitische Notwendigkeiten“, sagte Fiedler. Im Bundestag werde man in Zukunft noch vor Situationen stehen, „in denen wir uns über eine Zustimmung der Linken freuen werden – insbesondere immer dann, wenn wir Zweidrittelmehrheiten benötigen.“

Für die in der Koalition verabredete Reform der Schuldenbremse ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundestag nötig, die nur mithilfe der Linken erreicht werden kann. Roloff hält deshalb auch den Unvereinbarkeitsbeschluss der Union gegenüber der Linkspartei für „aus der Zeit gefallen und kontraproduktiv“, wie er dem „

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Religion

Schweineköpfe vor Moscheen bei Paris abgelegt – Name von Macron eingeritzt

von Fremdeninfo 9 September 2025
von Fremdeninfo

Von Welt

Empörung in der französischen Hauptstadt: Vor mehreren Moscheen in und bei Paris liegen am Morgen Schweineköpfe. Innenminister Bruno Retailleau sagt, er könne eine ausländische Einmischung nicht ausschließen.

Vor mindestens neun Moscheen in und um Paris sind am Dienstag Schweineköpfe abgelegt worden. Auf fünf von ihnen war der Name des französischen Präsidenten Emmanuel Macron gekritzelt, wie die Behörden mitteilten. Die Pariser Staatsanwaltschaft erklärte, sie ermittle wegen des Verdachts der Anstiftung zum Hass. „Ich möchte, dass unsere muslimischen Landsleute ihren Glauben in Frieden ausüben können“, sagte Innenminister Bruno Retailleau. „Ich verstehe, dass sie sich verletzt fühlen.“ Schweine gelten im Islam als unrein.

Retailleau sagte, er könne eine ausländische Einmischung nicht ausschließen, die Frankreich in einer Zeit der politischen und fiskalischen Krise verunsichern solle. Die Große Moschee von Paris sprach von einer neuen und traurigen Stufe des antimuslimischen Hasses. „Diese eindeutig koordinierten Taten zielen darauf ab, unsere nationale Gemeinschaft zu spalten“, hieß es in einer Erklärung. Die muslimischen Bürger Frankreichs seien jedoch entschlossen, sich für die Einheit des Landes einzusetzen.

Anstieg von 72 Prozent von antimuslimischen Taten in Frankreich

Einem Bericht der französischen Menschenrechtskommission zufolge nimmt der Rassismus in Frankreich zu. Allein zwischen Januar und März 2025 registrierte das Innenministerium 79 antimuslimische Taten, ein Anstieg von 72 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die islamistische Unterwanderung schreitet voran“, tönt der Innenminister

Im Juni hatte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ihre erste Untersuchung zu einem von rechtsextremen Ideen inspirierten Mord eingeleitet, nachdem ein tunesischer Friseur von seinem Nachbarn erschossen worden war. In Frankreich lebt mit mehr als sechs Millionen Menschen die größte muslimische Bevölkerung Europas

9 September 2025 0 Kommentare
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