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Deutsche Aktivistin Paula Maier: Ich wurde im Abschiebezentrum (GGM) vergewaltigt

von Fremdeninfo 14 August 2026
von Fremdeninfo 14 August 2026
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Von: Avrupa Demokrat

Die deutsche Aktivistin Paula Maier, die Teil einer Delegation war, die in die Türkei reiste, um sich mit der Bevölkerung von Rojava zu solidarisieren, hat erklärt, dass sie im Abschiebezentrum (GGM) in Istanbul, in dem sie zur Ausweisung festgehalten wurde, vergewaltigt wurde.

Paula Maier gehörte einer internationalen Delegation an, die aus Deutschland in die Türkei gereist war, um angesichts der Angriffe dschihadistischer HTŞ-Banden im Januar auf Rojava ihre Solidarität mit dem kurdischen Volk zu bekunden. Sie gab bekannt, dass sie in dem Zentrum, in dem sie auf ihre Abschiebung wartete, vergewaltigt wurde.

Die Delegation war am fünften Tag ihres Besuchs auf dem Weg zu einer Pressekonferenz in Mardin von Soldaten und Abschiebebehörden festgenommen worden. Die Gruppe wurde von der Polizeistation in Mardin in das Abschiebezentrum nach Istanbul überstellt.

Paula Maier, die auch Mitglied der Föderation klassenkämpferischer Organisationen (FKO) ist, schilderte die Erlebnisse während ihrer Haftzeit wie folgt:

„Während der Zeit im Gewahrsam waren wir physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Es wurde uns weder erlaubt, die Augen zu schließen, noch zu schlafen, uns anzulehnen oder uns hinzusetzen. Wir wurden getreten, beleidigt und angespuckt. Unsere geflochtenen Haare wurden zwischen den Beinen der Polizisten gerieben oder ausgerissen.“

„ICH WURDE IN EINZELHAFT VERGEWALTIGT“

Maier fuhr fort: „Wir wurden gezwungen, Videos von misshandelten Kämpfern anzusehen. Es wurden uns auch eigene Videos aus den vergangenen Tagen gezeigt, und man sagte uns, dass die Personen in diesen Videos nie wieder aus einem türkischen Gefängnis herauskommen würden. Während meiner Zeit in der Einzelzelle wurde ich von einem türkischen Beamten vergewaltigt.“

„DIES IST NICHT NUR MEINE GESCHICHTE“

Maier betonte: „Ich teile diese Erfahrung mit vielen anderen Frauen. Es ist nicht nur meine Geschichte, es ist die Geschichte vieler Frauen. Vor allem der Kampf gegen sexualisierte Gewalt ist eine Geschichte, die uns Frauen eint. Es ist unser aller Aufgabe, diese Erfahrungen in eine Geschichte des Widerstands zu verwandeln.“

„ANGRIFFE DIENEN DAZU, DEN WIDERSTAND ZU BRECHEN“

Auch die FKO reagierte in einer Erklärung scharf auf die Angriffe:
„Wir verurteilen die Angriffe des türkischen Staates und internationaler Akteure auf Aktivistinnen und Aktivisten. In den vergangenen Monaten haben wir wiederholt Berichte von Aktivisten erhalten, die in türkischem Gewahrsam Gewalt oder Folter ausgesetzt waren. Auch Aktivistinnen der ‚Global Sumud Flotilla‘, die sich auf den Weg nach Palästina machten, berichteten von systematischer Folter und Vergewaltigung durch die israelische Armee.

Diese Gewalt und die Angriffe gegen widerständige Frauen sind keine Einzelfälle; sie werden gezielt eingesetzt, um den Widerstand zu brechen. Ziel ist es, Solidarität zu verhindern und sicherzustellen, dass staatliche Menschenrechtsverletzungen die internationale Öffentlichkeit nicht erreichen.“

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