• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Religion

Islamismus in sozialen Medien: Die neue Generation der „Tiktok-Dschihadisten“

von Fremdeninfo 9 August 2024
von Fremdeninfo 9 August 2024
oiuztr.jpg
254

Islamismus in sozialen Medien: Die neue Generation der „Tiktok-Dschihadisten“

                                                                                     Artikel von Mike Schier
 
                                  
                                             
                                                Demonstration der islamistischen Szene in Hamburg © Axel Heimken/dpa

                                                 

                                               Radikale Chatgruppen

Islamismus in sozialen Medien: Die neue Generation der „Tiktok-Dschihadisten“

Sie sind jung, radikalisieren sich im Internet und bekommen ihre Befehle aus dem Ausland. Islamistische Chatgruppen sind eine zunehmende Bedrohung.

München – Vieles an diesem Vorgang erinnert an Wien: Im November 2023 taucht in einer islamistischen Chatgruppe ein Video auf. Darin wird ein Anschlag angekündigt, bei dem Ungläubige sterben sollen. Kurz darauf nehmen die Ermittler einen jungen Deutsch-Afghanen im Rheinisch-Bergischen-Kreis (Nordrhein-Westfalen) fest.

Der junge Kerl, erst 15 Jahre alt. Er wird im Juni dieses Jahres zu vier Jahren Jugendhaft verurteilt. Erst vor ein paar Tagen bekommt sein tschetschenischer Komplize (17) vor dem Landgericht Neuruppin (Brandenburg) die gleiche Strafe. Die beiden hatten sich im Netz kennengelernt.

In radikale Chatgruppen konkretisieren sich gewalttätige Ideen unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Der Fall wirft ein Schlaglicht darauf, wie der moderne islamistische Terrorismus inzwischen funktioniert. Gleichgesinnte findet man nicht mehr unbedingt in dubiosen Moscheen in großstädtischen Hinterhöfen, wie es beispielsweise vor dem 11. September 2001 bei der Hamburger Terrorgruppe um Mohammed Atta der Fall war. Man trifft und radikalisiert sich im Netz – und wird dort aus dem Ausland gesteuert.

Die Pläne der Jugendlichen waren noch in einem frühen Stadium, aber doch konkret: Mit einem Lkw wollten die beiden über den Weihnachtsmarkt in Leverkusen-Opladen rasen. „Diejenigen Weihnachtsmarktbesucher, die dadurch nicht sofort getötet worden wären, hätten sie im Anschluss mit Messern erstechen wollen“, berichtete das Landgericht Neuruppin nach seinem Urteil. Die Verhandlungen fanden in beiden Fällen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – wegen des jugendlichen Alters der beiden Täter.

„Tiktok-Dschihadisten“ erhalten laut Staatsschutz Anweisungen aus dem Ausland

Experte Peter R. Neumann, der am Kings College in London lehrt, spricht von „einer neuen Täterdemografie“. Er nennt sie „Tiktok-Dschihadisten“. „Die zentralen Akteure des Islamischen Staates und von El Kaida erhalten ihre Anweisungen aus dem fernen Ausland“, sagt Omar Haijawi-Pirchner, der in Österreich die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) leitet, die federführend an der Aufdeckung der Terrorpläne in Wien beteiligt war.

Dieses Phänomen beschreibt auch das 60 Seiten starke „Lagebild Islamismus“, das der NRW-Verfassungsschutz im Januar veröffentlicht hatte. Extremistische Salafisten orientierten sich im Auftreten inzwischen eher an populären Influencern. Anstelle anspruchsvoller theologischer Diskurse gebe es heute „ein betont lockeres Auftreten, das häufig von Vorbildern aus Gangster-Rap, Kampfsport und kriminellem Milieu beeinflusst ist“. Einzelne Akteure haben mehr als 450 000 Follower auf Tiktok. Den Fahndern erschweren aber oft harte deutsche Datenschutzregelungen die Arbeit im Netz.

Bayernweit 730 Personen dem salafistischen Spektrum zugerechnet

Als besonders gefährlich gilt den Fahndern inzwischen der IS-Ableger in Afghanistan und Pakistan: „Islamischer Staat Provinz Khorasan“, kurz ISPK. Dieser steckte auch hinter der großen Attacke auf einen Konzertsaal nahe Moskau, bei der im März mindestens 140 Menschen starben. Auch in Wien, wo eine hohe Summe Falschgeld gefunden wurde, deutet vieles auf organisierte Strukturen und Hintermänner hin. Nach Ansicht von Experten hat sich die Gefahr seit dem Hamas-Überfall am 7. Oktober und der israelischen Reaktion darauf deutlich erhöht. Die Zahl der vereitelten und ausgeführten Anschläge in Europa habe sich im Vergleich zu 2022 mehr als vervierfacht.

Laut Landesamt für Verfassungsschutz werden aktuell bayernweit 730 Personen dem salafistischen Spektrum zugerechnet, der bedeutendsten islamistischen Strömung. „Der Anteil der 15- bis 25-Jährigen in der salafistischen Szene liegt aktuell bei rund zwölf Prozent“, sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) unserer Zeitung. Damit werde sich auch der Verfassungsschutzbericht fürs erste Halbjahr 2024 beschäftigten, den er kommende Woche vorstelle, sagte der Minister. „Vor allem bei Jugendlichen stellt der Verfassungsschutz fest, dass sich diese gewaltbereiter und radikalisierter zeigen als in den Jahren zuvor.“

• 11

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

vorheriger Beitrag
Großer Run auf deutschen Pass: Hannover hat fast doppelt so viele Anträge
nächster Beitrag
Rechtsextreme Krawalle in Großbritannien: Eine Warnung für Deutschland

Ähnliche Beiträge

SPD-Bundestagsfraktionschef: „Lassen Sie uns das Sivas-Massaker im Bundestag besprechen“Von: Avrupa Demokrat

11 September 2026

Konflikt um Kopftuchverbot soll außerhalb der Klasse bleiben

4 September 2026

ALEVITISCHE INSTITUTIONEN MÜSSEN UMGEHEND EINE GEMEINSAME RECHTSABTEILUNG GRÜNDEN

31 August 2026

EINE DEMOKRATISCHE, LIBERALE UND LAIZISTISCHE TÜRKEI, STATT EINER AUF DER „UMMA“ BASIERENDEN

30 August 2026

Strafanzeige zur strafrechtlichen Verfolgung der in Deutschland lebenden Täter des Sivas-Massakers

25 August 2026

Konföderation der Aleviten Gemeinden in Europa – AABK

24 August 2026

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Spät gelesene Werke

    19 September 2026
  • EIN DEMOKRATISCHES LEBEN KANN AUS DEN VERWESENDEN LEICHNAMEN DER KOLONIALISTEN UND AUTOKRATEN ERSTEHEN

    19 September 2026
  • Aufforderung des Europarates zur „umgehenden Freilassung“ von Yüksekdağ und Demirtaş

    19 September 2026
  • Die Rolle von Frauen der neuen Migrantengeneration in der Gesellschaft

    18 September 2026
  • ALLES GUTE AUF DEINEM WEG, ELIF ERALP!

    18 September 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Spät gelesene Werke

19 September 2026

Neueste Artikel

EIN DEMOKRATISCHES LEBEN KANN AUS DEN VERWESENDEN LEICHNAMEN DER KOLONIALISTEN UND AUTOKRATEN ERSTEHEN
19 September 2026
Aufforderung des Europarates zur „umgehenden Freilassung“ von Yüksekdağ und Demirtaş
19 September 2026
Die Rolle von Frauen der neuen Migrantengeneration in der Gesellschaft
18 September 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung