• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Flüchtlinge

Kriminalität von Flüchtlingen“Die jungen Kerle sind das Problem“

von Fremdeninfo 4 Januar 2018
von Fremdeninfo 4 Januar 2018
IMG_3936.jpg
387

Kriminalität von Flüchtlingen“Die jungen Kerle sind das Problem“

Flüchtlinge begehen laut einer Studie mehr Gewalttaten als Einheimische. Der Kriminologe Christian Pfeiffer nennt im Interview die Gründe und erklärt, wie sich die Kriminalität reduzieren ließe.

n-tv.de: Sie haben für das Bundesfamilienministerium den Einfluss der Zuwanderung auf die Entwicklung von Gewalttaten in Niedersachsen zwischen 2014 und 2016 untersucht. Was haben Sie herausgefunden?

 

Christian Pfeiffer, Co-Autor der Studie.(Foto: picture alliance / dpa)

Christian Pfeiffer: Es ist besorgniserregend. Wir mussten feststellen, dass in Niedersachsen nach sieben Jahren stabilen Rückgangs der Gewaltkriminalität um insgesamt 21 Prozent zwischen 2014 und 2017 plötzlich wieder ein Anstieg um 10,4 Prozent passiert ist. Der ist über 90 Prozent den Flüchtlingen zuzurechnen.

Flüchtlinge begehen also häufiger Straftaten als Deutsche?

Ja. Doch gilt dies nur eingeschränkt.

Warum?

Erstens: Fremde Gewalttäter werden generell häufiger angezeigt als einheimische. Durch einen Fremden, der die Sprache nicht spricht, fühlen Menschen sich viel stärker bedroht und sehen mehr Anlass, die Hilfe der Polizei in Anspruch zu nehmen. Das ist weltweit so. Zweitens: Zwischen den verschiedenen Flüchtlingen gibt es riesige Unterschiede. Flüchtlinge aus Syrien oder dem Irak machen uns weniger Sorgen. Die Kriegsflüchtlinge sind zwar 54 Prozent der Menschen, die in Niedersachsen angekommen sind. Unter den identifizierten Tätern bei Raubdelikten machen sie unter allen Flüchtlingen aber nur 16 Prozent aus. Dagegen kommen zwar nur 0,9 Prozent der Flüchtlinge in Niedersachsen aus Nordafrika, aber sie stellen 31 Prozent der tatverdächtigen Räuber.

Wie erklären Sie sich das?

Die eine Gruppe hat von uns eine Chance bekommen, in Deutschland bleiben zu dürfen. Sie wollen das auf keinen Fall gefährden, mit den Menschen hier gut klarkommen und die Leistungen unseres Sozialstaats in Anspruch nehmen.

Sie haben Ihre Untersuchung in Niedersachsen durchgeführt. Ist das Ergebnis überhaupt auf ganz Deutschland übertragbar?

Die Niedersachsen hören es ja nicht gerne. Aber die Daten belegen es: Niedersachsen ist ein Durchschnittsland im Hinblick auf die sozialen Faktoren, die für Kriminalität relevant sind, wie etwa die Arbeitslosigkeit, die Armut, die Migration. Deshalb sind die Erkenntnisse, die wir hier gewonnen haben, durchaus in großen Teilen auf die Bundesrepublik übertragbar.

Christian Pfeiffer

Der Kriminologe Christian Pfeiffer war zwischen 1988 und 2000 sowie zwischen 2003 und 2015 Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Dazwischen war niedersächsischer Justizminister. Pfeiffer ist 73 Jahre alt und SPD-Mitglied.

Was ist Ihnen noch aufgefallen?

Unter Flüchtlingen aus Nordafrika ist jeder zweite 14 bis 30 Jahre alt und männlich. Das ist in jedem Land der Welt immer der gefährlichste Teil. Bei uns in Deutschland gehörten 2014 nur neun Prozent der Bevölkerung zu dieser Gruppe, aber sie waren für die Hälfte aller Gewalttaten zuständig. Die jungen Kerle sind das Problem.

Sind Nordafrikaner häufiger kriminell, weil sie eine schlechte Bleibeperspektive haben oder liegen die Gründe in ihrer Herkunft?

Das Letztere garantiert nicht. Nordafrika produziert keine bösen Menschen, aber hungrige, von Armut gezeichnete und chancenlose, die sich auf den Weg nach Deutschland gemacht haben. Weil wir nicht alle Flüchtlinge aufnehmen können, haben wir zwangsläufig Verlierer in dem Prozess.

Die mangelnde Perspektive treibt die Menschen in die Kriminalität?

Eindeutig ja. Das hat man schon in der Kölner Silvesternacht 2015/2016 gesehen. Damals zerrissen die Nordafrikaner ihre Asylformulare vor den Augen der Polizisten, weil sie so deprimiert waren, dass sich ihre Hoffnungen nicht erfüllen. Wir hatten in der Vergangenheit schon häufiger starke Zuwanderung von Aussiedlern. Die waren am Anfang oft hochproblematisch: Machos, gewalttätig, schwer zu integrieren. Bei jungen Türken und Jugoslawen war es ähnlich. Heute sind die alle befriedet, die Gewaltraten drastisch rückläufig. Woher das kommt? Weil die Menschen integriert werden konnten, weil sie in der Bildung mächtig zugelegt haben und bei uns in der Gesellschaft angekommen sind. Deshalb bin ich auch optimistisch, was die Kriegsflüchtlinge angeht.

Was kann man machen, um die Kriminalität bestimmter Einwanderungsgruppen zu reduzieren?

Die Regierung hat sich bemüht, einen Teil der Probleme durch Ausweisung aufzufangen. Das gelingt oft nicht, weil viele Herkunftsländer sich weigern, die Menschen zurückzunehmen. Das ist aber dringend nötig angesichts von 327.000 Menschen, denen wir letztes Jahr den Asylzugang verwehrt haben. Wir brauchen ein riesiges freiwilliges Rückkehrprogramm. Wir müssen den Flüchtlingen während ihrer Zeit in Deutschland Sprachkurse und Praktika anbieten und den Herkunftsländern Angebote machen. Die brauchen Mittel, um attraktive Arbeitsmarktintegrationsprojekte aufzubauen. Die Entwicklungshilfe muss viel höher sein als bisher. Eine der wichtigsten Aufgaben der neuen Bundesregierung wird darin bestehen, erheblich mehr Geld in die Hand zu nehmen, um die Herkunftsländer zu motivieren.

Mehr zum Thema

  • IMG_0385.jpg03.01.18 Steigende Zahl an Straftaten Studie: Mehr Kriminalität durch Zuwanderer
  • 29.12.17 Bildungsstand von Flüchtlingen Umfrage deckt „Wissenschaftsskandal“ auf
  • 13.09.17 Blick in die Polizeistatistik So kriminell ist Deutschland

Ein gutes Timing für die Veröffentlichung Ihrer Studie. Am Wochenende beginnen die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD. Was für einen Ratschlag würden Sie der neuen Bundesregierung beim Streitthema Familiennachzug geben?

Aus kriminologischer Sicht ist die Lage klar. Je höher der Anteil der Frauen unter den Flüchtlingen ist, desto weniger gewalttätig sind die Männer. Frauen haben einen Befriedungseffekt und zivilisieren. Sie machen aus aufgeregten problematischen Männern friedliche und angepasste Männer. Das muss die Politik abwägen.

Mit Christian Pfeiffer sprach Christian Rothenberg

Quelle: n-tv.de

 

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

vorheriger Beitrag
Der kleine Halbneger“: AfD-Abgeordneter Jens Maier beleidigt Noah Becker rassistisch
nächster Beitrag
Antrag der Bundestagsfraktion: Union will antisemitische Zuwanderer ausweisen

Ähnliche Beiträge

CDU-Innenminister will Grundrecht auf Asyl streichen – und noch härter abschieben

26 September 2026

Bundesregierung will Syrern offenbar Schutzstatus auf breiter Front entziehen

21 September 2026

Schutzquote bei Asylverfahren: Anteil der Schutzsuchenden in Deutschland steigt

13 September 2026

Migranten in Ceuta: Spanien will 500 minderjährige Ceuta-Flüchtlinge aufnehmen

20 August 2026

22.500 Migranten auf deutschen Schiffen: Rom fordert Geld von Berlin

19 August 2026

Pro Asyl kritisiert Bruch von Aufnahmezusagen für Menschen aus Afghanistan

14 August 2026

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • 27. September 2026: Mitglieder äußern sich zur Polizeirazzia im kurdischen Verein

    29 September 2026
  • Linke zeigt deutschen Innenminister an

    29 September 2026
  • Wüst äußert sich nach ungewöhnlichem Treffen mit Erdogan – und dankt türkischen Migranten

    29 September 2026
  • Belit Onay gewinnt erneut die Oberbürgermeisterwahl in Hannover

    28 September 2026
  • Am 27. September 2026 führte die Polizei in Hannover eine Razzia im kurdischen Verein in der Kornstraße 17 durch.

    28 September 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Am 27. September 2026 führte die Polizei in Hannover eine Razzia im kurdischen Verein in der Kornstraße 17 durch.

28 September 2026

Neueste Artikel

Linke zeigt deutschen Innenminister an
29 September 2026
Wüst äußert sich nach ungewöhnlichem Treffen mit Erdogan – und dankt türkischen Migranten
29 September 2026
Belit Onay gewinnt erneut die Oberbürgermeisterwahl in Hannover
28 September 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung