SPD-Oberbürgermeisterkandidat Axel von der Ohe besucht kurdischen Verein

von Cumali Yağmur

Von: Cumali Yağmur

Der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Axel von der Ohe hat den Verein „Gemeinschaften der Kommunen Mesopotamien e.V.“ in Hannover besucht (Kornstr. 17, 30167 Hannover).

Während seines Besuchs hob Axel von der Ohe die internationale und multikulturelle Struktur (Vielfalt) Hannovers hervor und betonte den Reichtum der städtischen Diversität. Von der Ohe teilte mit, dass über 13.000 kurdische Mitbürger in Hannover leben, und unterstrich, dass er im Falle seiner Wahl der Bürgermeister für alle sein und allen Bürgern gleichermaßen gegenüberstehen werde. Er verwies auf die Bedeutung der kurdischen Gemeinschaft für Hannover und erklärte, er werde eine aktive Rolle dabei übernehmen, Probleme anzusprechen und Lösungsvorschläge zu entwickeln.

Axel von der Ohe betonte, dass reaktionäre Parteien wie die AfD den gesellschaftlichen Frieden nicht stören können und ihre Ziele nicht erreichen werden. Er unterstrich, dass man nicht zulassen werde, dass zwischen Migranten und der einheimischen Bevölkerung Zwietracht gesät wird. Von der Ohe fuhr fort: „Wenn ich gewählt werde, werde ich der Bürgermeister für alle sein. Ich werde jedem mit dem gleichen Abstand begegnen und maximale Anstrengungen unternehmen, um Lösungen für die Probleme zu finden.“

Das Vorstandsmitglied des Vereins, İmam Bey, hielt eine umfassende Rede zur kurdischen Frage. Er erinnerte daran, dass Kurdistan nach dem Ersten Weltkrieg in vier Teile geteilt wurde, und betonte, dass insgesamt 40 Millionen Kurden im Iran, Irak, Syrien und der Türkei leben. Er erklärte, dass die kurdische Bewegung in allen Teilen über eine organisierte Kraft verfüge und dass die jahrelange Verleugnungspolitik durch den geleisteten Widerstand zurückgedrängt worden sei. Zudem hob er die Bedeutung hervor, die die kurdische Bewegung der Frauenbefreiung beimisst, sowie die Erfolge der Frauen bei der Erlangung ihrer politischen Unabhängigkeit.

İmam Bey wies darauf hin, dass Kurden auch in Europa und Deutschland über viele Jahre hinweg verleugnet wurden und jeder, der aus der Türkei kam, lediglich als „Türke“ bezeichnet wurde. Er erklärte, dass Rassismus und Nationalismus im täglichen Leben sowohl Kurden als auch andere Migranten negativ beeinflussen. In Deutschland müsse ein grundlegender Kampf gegen Rassismus geführt werden. Probleme könnten nur durch Organisierung und den Dialog mit Politikern gelöst werden, fügte er hinzu.

İmam Bey begrüßte den Besuch des SPD-Kandidaten Axel von der Ohe und dessen Bereitschaft, sich über die Arbeit des Vereins zu informieren. Er rief dazu auf: „Lassen Sie uns im Kontakt bleiben und unsere Probleme gemeinsam lösen.“ Von der Ohe antwortete auf diesen Aufruf: „Lassen Sie uns die Probleme in der Stadt, in der wir leben, benennen, gemeinsam nach Lösungswegen suchen und in ständigem Dialog bleiben.“

Konkrete Vorschläge und Forderungen

Im weiteren Verlauf des Gesprächs unterbreitete der Vereinsvorsitzende İmam Bey Axel von der Ohe folgende konkrete Vorschläge, deren Umsetzung im Falle seiner Wahl erwartet wird:

  1. Newroz-Feierlichkeiten: Offizielle Anerkennung und Förderung des kurdischen Neujahrsfestes Newroz (21. März) durch die Landeshauptstadt Hannover sowie dessen öffentliche Bekanntmachung in der Stadt.

  2. Tag der Muttersprache und Kurdisch-Unterricht: Ausrichtung von Veranstaltungen im Rahmen der Stadtverwaltung zum Tag der Muttersprache (15. Mai) und Initiativen für das Angebot von Kurdisch-Unterricht an Schulen im gesamten Bundesland.

  3. Städtepartnerschaft: Erklärung einer Städtepartnerschaft zwischen Hannover und Diyarbakır.

  4. Halim-Dener-Mahnmal: Errichtung einer Gedenktafel oder eines Mahnmals in Erinnerung an den in Hannover ums Leben gekommenen Halim Dener.

Axel von der Ohe erklärte, dass die Inhalte dieser Forderungen detailliert diskutiert werden müssten. Er sagte, dass diese Wünsche im Rahmen einer demokratischen Zusammenarbeit bewertet werden könnten: „Ich sehe keinen Widerspruch in Bezug auf diese Vorschläge; es gibt kein Hindernis, sie in der Praxis umzusetzen, wenn wir sie gemeinsam diskutieren und beschließen.“

Das Treffen, mit dem beide Seiten sehr zufrieden waren, endete mit dem Entschluss, den Dialogprozess fortzusetzen. Vor dem Abschied besichtigte von der Ohe die Räumlichkeiten des Vereins und informierte sich detailliert über die laufenden Aktivitäten. Am Ende des Treffens gaben die Parteien die Botschaft aus: „Solche Begegnungen ermöglichen es uns, einander besser kennenzulernen.“

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