Das ultimative Ziel der Migranten sollte es sein, eine breit angelegte politische Vertretungskraft zu schaffen.

von Fremdeninfo

Polat  Zorlu / Marburg

„Ich lese die Artikel auf der Website Fremdeninfo und empfehle sie all meinen Freunden. Ich möchte ausdrücklich unterstreichen, dass dies eine Website ist, die sehr gehaltvolle Nachrichten über Migranten in Deutschland liefert. Sie setzt ihren Weg mit einem Verständnis fort, das Analysen, Informationen und Nachrichten zu allen Themen rund um die Probleme von Migranten bietet. Sie bringt nicht nur alle Arten von Problemen der migrantischen Minderheit in der Öffentlichkeit zur Sprache, sondern teilt auch ohne Verzögerung Lösungsvorschläge und äußert Meinungen.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich die gesamte Redaktion grüßen. Dem Chefredakteur Cumali Yağmur spreche ich meinen tiefsten Respekt aus. Die Kolumnen auf Fremdeninfo sind so gehaltvoll und voll von treffenden Analysen und Feststellungen, dass es kaum besser sein könnte.

Ich habe auch ein paar Worte an die zahlreichen YouTuber gerichtet, die über Migranten berichten, sowie an diejenigen, die in Deutschland leben und nur über die Probleme der Türkei sprechen: Ihr solltet euch nicht so sehr in die Probleme der fernen Türkei vertiefen, ohne eurem eigenen Wohnort nützlich zu sein. Verschwendet nicht euren Atem, schließt euch mit den Migranten in den europäischen Ländern, in denen ihr lebt, zusammen und berichtet über deren Probleme. Ich höre denen, die hier leben und altklug über die Türkei urteilen, wirklich nicht zu. Sie können so blind sein, dass sie die Probleme der Migranten direkt vor ihrer Nase in der deutschen Gesellschaft nicht sehen. Diese Personen sollten sich wirklich die Website Fremdeninfo zum Vorbild nehmen.

Ich habe ein paar Vorschläge für die Redaktion von Fremdeninfo: Sie sollten den Fokus stärker auf die Themen Jugend und Frauen sowie auf die Tatsache legen, dass häusliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen in der Gesellschaft in verschärfter Form fortbestehen. Räumen Sie den Problemen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Interesse der Zukunft der Gesellschaft mehr Platz ein. Ermutigen Sie sie, in den demokratischen Parteien Deutschlands aktiv zu werden oder durch die Gründung eigener Parteien in die Politik einzusteigen. Migranten sollten ihre eigenen Parteien gründen; sie sollten ihre Probleme durch politisches Engagement innerhalb und außerhalb des Parlaments lösen.

Da ich Ihre Ansichten zu diesem Thema kenne, sollten Sie die Diskussion vorantreiben und die Gründung einer Migrantenpartei im Laufe des Prozesses initiieren. Migranten müssen sich organisieren und bodenständige Strukturen schaffen. Wir leben in einer Zeit, in der die Organisation und der Informationsfluss durch technologische Entwicklungen einfacher geworden sind. Solange Migranten nicht organisiert sind, können sie bei der Lösung ihrer eigenen Probleme kaum Präsenz zeigen. Unser ultimatives Ziel sollte es sein, eine breit angelegte Debatte für die Gründung einer dauerhaften Migrantenpartei zu führen.“

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