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Türkische Gemeinde warnt vor rechter Gewalt in Ostdeutschland

von Fremdeninfo 15 Mai 2026
von Fremdeninfo 15 Mai 2026
Gökay Sofuoğlu nimmt die Politik in die Pflicht.
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Artikel von Silvia Bielert  /F.R.

Der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoğlu, spricht von einem wachsenden Sicherheitsproblem im Osten. Ein Vorfall in Brandenburg zeigt die dramatische Lage.

Gökay Sofuoğlu, Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland, zeigt sich besorgt um die Türkinnen und Türken in den ostdeutschen Bundesländern. „Ostdeutschland wird zu einem immer größeren Sicherheitsproblem für Menschen, die so aussehen wie ich“, wird er in einer Pressemitteilung des Verbands zitiert.

„Wir dürfen uns niemals an ein Klima gewöhnen, in dem es reicht, ein Kopftuch oder eine Kippa zu tragen, um gehasst und attackiert zu werden“, sagt er und verweist auf aktuelle Zahlen des Bundeskriminalamtes, wonach es im Jahr 2025 insgesamt 42.544 rechte Straftaten gab, darunter 1.598 Gewalttaten. Sofuoğlu verweist auch darauf, dass die Gefahr rechter Gewalt relativ gesehen besonders hoch in ostdeutschen Bundesländern ist.

Hintergrund der Sorge ist auch der Post der Autorin Jana Heinicke in den sozialen Medien. Darin berichtete sie über einen Vorfall, den sie in einem Regionalzug in Brandenburg am ersten Mai-Wochenende beobachtet hatte.

Zwei mit Kopftuch bekleidete Frauen sollen von zwei betrunkenen Männern verbal attackiert worden sein. Sie hätten den Frauen gesagt, sie sollten „nach Auschwitz gehen“. Die Zugbegleiterin sei nicht bereit gewesen, die Polizei zu informieren, um keine Zugverspätung zu riskieren. Heinicke habe die Polizei daraufhin selbst verständigt. Nach Recherchen des „Spiegel“ konnte diese die Personalien der beiden Männer aufnehmen. Es laufe eine Anzeige wegen des Verdachts auf Volksverhetzung gegen einen der beiden Männer.

„Ich möchte nicht erst über die Sicherheit von Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland sprechen, nachdem etwas Schlimmes passiert ist“, sagt Sofuoğlu. Politiker:innen seien verpflichtet, „unser Sicherheitsgefühl wiederherzustellen“. Sofuoğlu betont: „Oberste Aufgabe des Staates“ sei es, „dafür zu sorgen, dass wir alle in Freiheit und Sicherheit leben können“.

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