DGB: Yasmin Fahimi als Vorsitzende mit großer Mehrheit wiedergewählt

von Fremdeninfo

Von Magen Magazi

In politisch schwierigen Zeiten hat sich der DGB für Kontinuität an der Spitze entschieden. Die amtierende Vorsitzende Yasmin Fahimi wurde für weitere vier Jahre gewählt. Sie übt sich in Beschwörungsformeln

An der Spitze des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ist Yasmin Fahimi (58) mit großer Mehrheit als Vorsitzende bestätigt worden. Die 58-Jährige wurde beim Bundeskongress in Berlin mit 370 Ja-Stimmen (96,1 Prozent) für weitere vier Jahre wiedergewählt. Mit Nein stimmten 15 Delegierte, drei enthielten sich. Die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Fahimi hat den DGB-Vorsitz seit 2022 inne.

In ihrer Vorstellungsrede sagte sie mit Blick auf anstehende Sozialreformen, wenn aktuell unverblümt der Radikalkapitalismus gelobt werde und die Beschäftigten mit ihren Arbeitsbedingungen und ihren Löhnen dafür bezahlen sollten, „dass halt mal wieder Krise ist“, dann solle auf sie Verlass sein. Die Gewerkschaften müssten mobilisierungsbereit sein. „Auf der anderen Seite sind wir und bleiben wir eine Gestaltungskraft in diesem Land.“

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Unter dem Motto „Stärker mit uns“ berät der DGB-Kongress noch bis Mittwoch in Berlin. Am Abend wird Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil (48) erwartet. Die acht Einzelgewerkschaften des DGB – die ‌beiden größten sind die ‌IG ​Metall und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi – vertreten rund 5,4 Millionen Mitglieder.

Neben Fahimi wurde auch die weitere Führungsspitze des DGB wiedergewählt: Elke Hannack (64, CDU) wurde mit 86,49 Prozent der Stimmen als Vizevorsitzende bestätigt. Zum weiteren stellvertretenden ‌Vorsitzenden wurde Stefan ​Körzell (63, SPD) ‌mit 97,63 Prozent der Stimmen gewählt. Das Vorstandsmitglied Anja Piel (60, Grüne) erhielt mit 95,17 Prozent ebenfalls eine breite ‌Zustimmung.

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