Von Cumali Yağmur
In Erfurt haben 50.000 Menschen ihre Stimme erhoben, um die Demokratie zu verteidigen und sich gegen die AfD zu stellen, die versucht, Nationalismus und Rassismus im Land zu verbreiten. Der wachsende Nationalismus, Rassismus und die Fremdenfeindlichkeit im heutigen Deutschland bedrohen nicht nur Migranten, sondern die gesamte Gesellschaft.
Demokraten und Antifaschisten aus ganz Deutschland haben einmal mehr bewiesen, dass Rechte nicht ohne Kampf errungen werden können. Als Ergebnis des gemeinsamen Einsatzes demokratischer Parteien, Gewerkschaften, antifaschistischer Bewegungen und zivilgesellschaftlicher Organisationen kamen 50.000 Menschen in Erfurt zusammen und riefen einstimmig: „Kein Platz für Nationalismus, Rassismus und Faschismus!“
Dieser Widerstand hat uns gezeigt, dass Migranten hier nicht allein sind. Wir konnten sehen, dass es einen starken gesellschaftlichen Widerstand an unserer Seite gibt. Eine Partei wie die AfD, die eine Feindin der Demokratie und der Verfassung ist, muss sofort verboten werden, bevor sie der Demokratie weiteren Schaden zufügt. Dieser Partei darf kein einziger Cent aus dem Haushalt zugewiesen werden; jegliche Finanzierung muss umgehend gestoppt werden. Wir können nicht zulassen, dass der Faschismus mit den Steuergeldern des Volkes unterstützt wird und dieser Feind in unserer Mitte genährt wird.
Da wir die faschistische Tradition in der Geschichte dieses Landes und den Schaden, den die Demokratie erlitten hat, kennen, müssen wir ab heute Sofortmaßnahmen ergreifen. In den Parolen während des gesamten Demonstrationszuges wurde immer wieder betont, dass die Demokratie geschützt und Nationalismus sowie Rassismus zurückgedrängt werden müssen.
Trotz zeitweiliger Polizeieingriffe und errichteter Barrikaden verlief die Demonstration weitgehend friedlich und endete ohne größere Zwischenfälle. Verschiedene Gruppen nahmen mit eigenen Blöcken am Marsch teil und riefen gemeinsam: „Der Kampf hat gerade erst begonnen, er wird weitergehen!“
Die teilnehmenden antifaschistischen Gruppen betonten die Bedeutung der internationalen Solidarität und die Notwendigkeit, diese Fahne noch höher zu halten. Gewerkschafter erklärten in ihren Reden, dass man die Demokratie verteidigen müsse und dass – wie in der Vergangenheit – durch Geschlossenheit und gemeinsamen Kampf Reaktionismus, Nationalismus und faschistische Kräfte besiegt werden können.
Die breite Beteiligung demokratischer Parteien und ihrer Mitglieder war äußerst erfreulich. Sie unterstützten den Kampf und riefen dazu auf, neue Kampfformen für die Zukunft zu entwickeln und die Demokratie zu schützen. Jedem war bewusst: Der Kampf hat heute in Erfurt begonnen, er wird fortgesetzt, und wir werden die Fahne des Widerstands gemeinsam hochhalten.
Dieser in Erfurt begonnene Widerstand wird so lange auf der Straße fortgesetzt, bis die faschistische AfD verboten ist und diese Gesinnung auf dem Müllhaufen der Geschichte landet. Unser Kampf wird nicht mit dem Verbot der AfD enden; es wird ein harter Kampf geführt werden, um jede Form von Reaktionismus, Nationalismus und Faschismus aus der Gesellschaft und aus den Köpfen der Menschen zu tilgen.
Zahlreiche Migranten und ihre Vertreter nahmen ebenfalls an der Demonstration teil und unterstrichen, dass man Schulter an Schulter gegen Fremdenfeindlichkeit kämpfen werde. Dieser Auftakt in Erfurt wird nicht nur ein Vorbild für die ganze Welt sein, sondern der Kampf wird auch mit Entschlossenheit weitergeführt. Verschiedene Gruppen erhoben friedlich und begleitet von Musik ihre Stimme.
Es gab keine negativen Zwischenfälle während des Marsches; selbst die Polizei war beeindruckt von dem Frieden und der Disziplin, mit der diese Großdemonstration von 50.000 Menschen ablief. Dies war erst der Anfang; der Kampf wird weitergehen und die gemeinsame Stimme des Volkes wird weiter lautstark zu hören sein.