Zur Neuorganisation der CHP Niedersachsen in der neuen Amtszeit

von Fremdeninfo

Cumali Yağmur/ Hannover 

Der neu gewählte Vorstand der CHP kam in den Räumlichkeiten der CHP in Hameln zusammen, um die Organisationsstrategien für die kommende Periode zu erörtern. Als vorrangige Aufgabe der Organisation wurde die Gründung von Frauen- und Jugendflügeln festgelegt. Während des Treffens fand ein reger Meinungsaustausch über neue Konzepte für die Organisationsarbeit in Niedersachsen statt.

Der neu gewählte Vorsitzende Mehmet Doğruyol erklärte gegenüber unserer Website Fremdeninfo: „Wir haben die Ärmel hochgekrempelt, um die in Niedersachsen lebenden türkeistämmigen Migranten für die CHP zu gewinnen. Unser Ziel ist es, uns intensiv mit den Problemen zu befassen, mit denen Migranten hier in der deutschen Gesellschaft konfrontiert sind, und durch steigende Mitgliederzahlen wie eine Lawine zu wachsen.“

Doğruyol fuhr in seiner Rede fort: „Durch die Organisierung von Frauen und Jugendlichen aus der Türkei, die in Niedersachsen leben, wollen wir gemeinsam nach Lösungen für ihre gesellschaftlichen Probleme suchen. Eine weitere wichtige Aufgabe besteht darin, die deutsche Öffentlichkeit über den Druck zu informieren, der in der Türkei auf die CHP, progressive Parteien und unabhängige Medien ausgeübt wird. In letzter Zeit wird in der Türkei eine politische Vernichtungskampagne gegen die CHP geführt. Wir verurteilen die Verhaftung von Bürgermeistern der CHP und anderer progressiver Parteien durch den AKP-MHP-Block sowie die Einsetzung von Zwangsverwaltern aufs Schärfste. Diese antidemokratische Haltung werden wir in der besonnenen deutschen Presse zur Sprache bringen und als CHP-Organisation Niedersachsen öffentlich anprangern.“

„Wir streben an, zivilgesellschaftliche Organisationen außerhalb unseres Kreises zu besuchen, um mit ihnen zusammenzuarbeiten und Aktionsbündnisse zu bilden. Wir setzen alles daran, unsere Aufgaben in der neuen Ära zu erfüllen. Unsere Türen stehen türkeistämmigen Migranten weit offen; wir rufen alle zivilgesellschaftlichen Organisationen zu mehr Sensibilität für diesen Zusammenhalt auf.“

„Wir werden angesichts des politischen Drucks in der Türkei nicht schweigen. Wir werden den Dialog mit progressiven deutschen Parteien und zivilgesellschaftlichen Organisationen suchen und diese Repressionen offenlegen. In diesem Zusammenhang laden wir alle türkeistämmigen zivilgesellschaftlichen Organisationen ein, gemeinsam zu handeln.“

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