• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Allgemein

PISA-Studie 2025: Deutsche Schüler schneiden so schlecht ab wie nie zuvor

von Fremdeninfo 9 September 2026
von Fremdeninfo 9 September 2026
Schüler eines Gymnasiums im Unterricht © dp
155

Artikel von Heike Schmoll, Berlin/ Faz

Deutschlands 15 Jahre alte Schüler haben bei der PISA-Studie 2025 so schlecht abgeschnitten wie noch nie zuvor. „Was die Jugendlichen heute mit 15 Jahren können, das konnten sie bei PISA 2015 mit 13 Jahren“, sagt der deutsche PISA-Koordinator Samuel Greiff vom Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) der TU München gegenüber der F.A.Z. Der Rückgang der Leistungen hat sich seither verfestigt.

Auffallend ist der wachsende Anteil der Jugendlichen, die keine ausreichenden Basiskompetenzen erreichen. In den Naturwissenschaften ist es rund ein Viertel, im Lesen und in Mathematik ein Drittel der Schüler. Etwa ein Fünftel der Jugendlichen verfügt in keinem der drei Bereiche über ausreichende Grundlagen. Im Lesen und in Mathematik hat sich die Gruppe der Risikoschüler, die im Grunde nicht weiterbildungsfähig sind, seit 2015 verdoppelt.

Gleichzeitig wird die Leistungsspitze immer schmaler. Das gilt vor allem für Lesen und Mathematik, wo der Anteil der Schüler mit Spitzenergebnissen von 13 auf acht beziehungsweise von zwölf auf sieben Prozent geschrumpft ist. In allen drei Bereichen erreichen nur noch drei Prozent der Schüler die höchsten Stufen. Die schmalere Leistungsspitze lässt sich auch in anderen Ländern beobachten, etwa in Kanada, wo sie sich im Vergleich zur ersten PISA-Studie im Jahr 2000 halbiert hat.

Der Leistungsabfall zeigt sich international. In den Naturwissenschaften schneiden 14 Staaten im internationalen Vergleich der OECD deutlich besser ab als Deutschland, das nicht mehr über dem OECD-Durchschnitt liegt. Darunter sind Estland, Kanada, die Schweiz und Österreich. Spitzenergebnisse in Mathematik und Naturwissenschaften erzielen die Regionen Peking, Shanghai, Jiangsu und Zhejiang in China. Beim Lesen liegt Singapur an der Spitze. Vergleichbare Mittelwerte wie Deutschland erzielen die Niederlande und Frankreich.

Alarmierend ist, dass die Lesefreude der deutschen Schüler in den vergangenen Jahren sehr viel stärker abgenommen hat als in anderen Ländern. Knapp die Hälfte der 15 Jahre alten Schüler gibt an, nur dann zu lesen, wenn es erforderlich ist, und nur ein Viertel bezeichnet das Lesen als eines ihrer Lieblingshobbys.

Immer mehr Schüler lesen nur flüchtig

Der Anteil „flüchtiger Leser“, die Texte hastig überfliegen und dann schnelle, aber falsche Antworten geben, hat sich zwischen 2018 und 2025 nahezu verdoppelt. Das sozioökonomisch privilegierteste Viertel der Schüler verzeichnete hierbei die stärksten Leistungsrückgänge. „Gerade jene Kompetenzen, die im KI-Zeitalter am wichtigsten wären – Informationen bewerten, Quellenbezüge herstellen, Gelesenes kritisch hinterfragen –, entwickeln sich besonders zurück“, kommentierte der Deutsche Philologenverband dieses Ergebnis.

Nur Finnland, einst Pilgerziel für deutsche PISA-Touristen, und Norwegen verzeichneten ähnlich ungünstige Entwicklungen, während die Lesefreude im digitalisierungsfreudigen Estland zunahm.

In Deutschland ist der Zusammenhang zwischen Leistungsergebnissen und sozioökonomischem Status besonders eng und hat sich noch verstärkt. Nur zwei Prozent der Schüler aus armen Familien erwerben hohe Kompetenzen, bei reicheren Familien sind es 25 Prozent. Dieser Zusammenhang ist etwa dreimal so stark ausgeprägt wie in Kanada und doppelt so stark wie in Dänemark oder Norwegen. „Anderen Staaten gelingt es deutlich besser, die Abhängigkeit des Bildungserfolgs von den familiären Voraussetzungen zu entkoppeln“, sagt Greiff.

Getestet wurden in Deutschland 6659 zufällig ausgewählte Schüler aller Schularten. 61 Prozent besuchen nicht gymnasiale Schularten, 36 Prozent das Gymnasium und drei Prozent Berufs- und Förderschulen. Die PISA-Studie, die von der OECD koordiniert wird, fand früher alle drei Jahre statt, wird aber künftig alle vier Jahre erhoben.

Deutscher PISA-Koordinator nennt Spitzenländer „sehr agil“

Während Deutschland nun in allen drei Bereichen auf dem OECD-Durchschnitt liegt, war das 2012 nach den Anstrengungen des PISA-Schocks anders. Damals war es deutlich besser als der OECD-Durchschnitt, hatte also aufgeholt. „Die unangenehme Wahrheit ist, aufholen ist schwierig, aber wirklich dranbleiben ist noch deutlich schwieriger“, gibt Greiff im Gespräch mit der F.A.Z. zu bedenken. Die PISA-Spitzenländer „sind einfach sehr agil und dynamisch“, seien aber auch sehr verlässlich in der Umsetzung der Verbesserungen gewesen.

„Die Ergebnisse sind Anlass zur Sorge, aber sie sind kein Schicksal“, sagt Greiff. Bildungssysteme könnten sich verändern – das zeigten andere Staaten, aber auch Deutschland habe es nach dem PISA-Schock im Jahr 2000 bewiesen. Das PISA-Team hält die Unterrichtsqualität für entscheidend, aber auch die frühe Förderung vor der Schule. „Erfolgreiche Bildungssysteme setzen deshalb auf frühe Diagnostik und verbindliche Förderung“, sagt Greiff.

Außerdem müsse die Lernentwicklung der Schüler datenbasiert begleitet werden. „Staaten wie Kanada zeigen, dass mit regelmäßigen, kurzen Tests die Lernentwicklung hervorragend beobachtet werden kann.“ Lehrkräfte sähen den Lernfortschritt in Echtzeit und könnten darauf gezielt reagieren. Außerdem sollten Schulen mit Unterstützungsbedarf nach Sozialindex besser ausgestattet werden. Es sei wie bei einem Waldbrand, bei dem die Flugzeuge auch an die gefährlichsten Brandherde geschickt werden müssten.

Positiv hebt Greiff hervor, dass es Schüler gibt, die sich wirklich für Naturwissenschaften interessieren. Greiff spricht von einer naturwissenschaftlichen Identität. „Wir haben keine Null-Bock-Generation“, es seien junge Leute, die Verantwortung übernehmen wollten, sagt Greiff der F.A.Z. Der Unterricht habe sich in den vergangenen Jahrzehnten relativ wenig geändert. Er sei immer noch sehr stark auf Fachwissen und Auswendiglernen ausgerichtet.

Der Kieler Bildungsforscher und Leiter des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, Olaf Köller, sagte der F.A.Z., Mathematik und die Naturwissenschaften müssten thematisch stärker an der Lebenswelt der Schüler ansetzen. Klimawandel, Abnahme der Biodiversität, Energiewende, Pandemien, das seien auch Themen für die Schule. Schon beim Schwerpunkt Mathematik in der PISA-Studie 2022 habe sich gezeigt, dass Schüler zu wenig mit Daten umgehen könnten. Sie müssten aber Graphen lesen und auch Statistiken interpretieren können.

Köller verwies aber auch auf das Problem, dass kein anderes Land die Flüchtlinge unter den Schülern so verloren hat wie Deutschland. Die Schweiz, Österreich und Frankreich haben auch Flüchtlinge aufgenommen, aber nirgendwo schneiden sie so schlecht ab wie in Deutschland – das gilt vor allem für die erste Generation der Flüchtlinge.

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

vorheriger Beitrag
Vor Rechtsextremisten schützen: Türkische Gemeinde: Sachsen-Anhalt für Asylbewerber zu gefährlich
nächster Beitrag
Protest in Hannover: Rund 2.000 Menschen demonstrieren vor dem Neuen Rathaus gegen die AfD

Ähnliche Beiträge

Eine kurze Reise durch die ägyptische Literatur

19 Oktober 2026

Migrantische Verbände: „Wir haben Angst“

19 Oktober 2026

Banaszak will die Stimmung mit einem Scherz auflockern

19 Oktober 2026

Spuren der Migrationskultur in Hannover

18 Oktober 2026

Spitzen von Linken, Grünen und SPD wollen Koalitionsgespräche aufnehmen

17 Oktober 2026

Strafbefehl gegen früheren Linken-Politiker Diether Dehm

17 Oktober 2026

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Eine kurze Reise durch die ägyptische Literatur

    19 Oktober 2026
  • Türken kaufen sich offenbar Strafanzeigen in ihrer Heimat, um Asyl in Deutschland zu bekommen

    19 Oktober 2026
  • Migrantische Verbände: „Wir haben Angst“

    19 Oktober 2026
  • Banaszak will die Stimmung mit einem Scherz auflockern

    19 Oktober 2026
  • Spuren der Migrationskultur in Hannover

    18 Oktober 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Grundsicherung: Verlieren Hunderttausende Syrer ihren Anspruch? Schutzstatus soll aberkannt werden

11 Oktober 2026

Neueste Artikel

Türken kaufen sich offenbar Strafanzeigen in ihrer Heimat, um Asyl in Deutschland zu bekommen
19 Oktober 2026
Migrantische Verbände: „Wir haben Angst“
19 Oktober 2026
Banaszak will die Stimmung mit einem Scherz auflockern
19 Oktober 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung