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Massenprotest gegen das Schingal-Massaker in Hannover

von Fremdeninfo 4 August 2026
von Fremdeninfo 4 August 2026
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Von: Cumali Yağmur

Der Angriff des IS (IŞİD) auf Schingal am 3. August 2014 wurde in der deutschen Stadt Hannover massiv protestiert. Infolge des IS-Angriffs auf Schingal wurden mehr als 5.000 Jesiden ermordet und über 6.000 Frauen und Kinder entführt, um auf Sklavenmärkten verkauft zu werden. Dieser Terroranschlag des IS wird von den Esiden als ein Schandfleck der Geschichte verflucht.

An der auf dem Steintorplatz in Hannover organisierten Protestaktion nahmen rund 3.500 jesidische Frauen, Männer und Kinder teil, die aus den verschiedenen Teilen Kurdistans im Irak, Iran, Syrien und der Türkei stammen, um das Schingal-Massaker zu verurteilen. Die Teilnehmer der Demonstration trugen schwarze Kleidung, um ihre Trauer um die Ermordeten zum Ausdruck zu bringen.

Die Esiden wurden in allen Teilen ihrer Geografie über Jahre hinweg unterdrückt und herabgewürdigt. In den letzten Jahren konnten sie in der kurdischen Autonomieregion im Irak zwar ein wenig aufatmen, dennoch waren sie aufgrund ihres religiösen Glaubens weiterhin dem Druck einiger fanatischer Kreise in der Region ausgesetzt. Obwohl die in Syrien und im Irak organisierten Jesiden Widerstand gegen die IS-Angriffe leisteten, wurden sie in Schingal wiederholt Opfer von Massakern und mussten schwere Preise zahlen.

Hannover, die Landeshauptstadt von Niedersachsen, und insbesondere die Stadt Celle beheimaten eine dichte Esidische Bevölkerung. Bei der heutigen Gedenkveranstaltung gingen die Redner auf die Einzelheiten des Schingal-Massakers ein. Alle Redner verurteilten die Ereignisse vom 3. August und sprachen den Wunsch aus, dass sich solche Massaker niemals wiederholen mögen. Es wurde betont, dass dieser schwarze Tag für die Jesiden unvergessen bleibt und der Terror von Generation zu Generation weitergegeben und verflucht wird.

Die Redner forderten die Esiden in Niedersachsen dazu auf, sich zu organisieren, für ihre Probleme sensibilisiert zu sein und diese Solidarität weiter zu stärken. In den Reden, in denen jede Art von Massaker weltweit verurteilt wurde, wurde der IS-Terror erneut verflucht.

Das Oberlandesgericht München verurteilte vor etwa einem Monat das IS-Mitglied Abdulhalid B. zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Damit hat Deutschland zum ersten Mal jemanden für im Ausland begangene Verbrechen bestraft. Während der Kundgebung wurde gefordert, dass alle IS-Mitglieder in Deutschland gefasst und bestraft werden müssen. Zudem verlangen die in Europa lebenden Aleviten, dass jene Täter des Sivas-Madımak-Massakers, die in Deutschland leben, so schnell wie möglich gefasst und der Justiz übergeben werden.

Jesiden und Aleviten waren im Laufe der Geschichte in den Ländern, in denen sie lebten, stets Massakern und Verfolgung ausgesetzt. Historisch gesehen standen die Angehörigen dieser beiden Glaubensrichtungen immer in Solidarität zueinander.

In Europa setzen Menschen alevitischen Glaubens und Esiden diese Solidarität auch innerhalb der Migrationsbewegung fort.

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