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Kriminalität: Ausländer-Straftaten: Wagenknecht fordert Kanzleramts-Gipfel

von Fremdeninfo 26 März 2024
von Fremdeninfo 26 März 2024
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Kriminalität: Ausländer-Straftaten: Wagenknecht fordert Kanzleramts-Gipfel

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Sahra Wagenknecht ist eines der prominentesten Gesichter der Linken. Sie war von Juli 2004 bis Juli 2009 Mitglied des Europaparlaments. Seit Oktober 2009 ist sie Abgeordnete des Deutschen Bundestages dpa 

 

 

 

Bei dem solle es auch um „das Problem der unkontrollierten Migration gehen“, sagte die Vorsitzende der neuen Partei Bündnis Sahra Wagenknecht der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Damit schärft die frühere Linken-Politikerin weiter ihr Profil mit Positionen in der Nähe von Union und AfD.

„Wenn die Kriminalstatistik zeigt, dass Straftaten überproportional von Menschen aus bestimmten Einwanderungsmilieus begangen werden, darf eine Innenministerin dieses Problem nicht tabuisieren und herunterspielen“, sagte Wagenknecht. „Die neuen Zahlen sollten die Innenministerin veranlassen, ihre Ministerkollegen aus den Ländern sofort an einen Tisch zu holen.“

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Die Polizei brauche eine bessere Ausstattung, fügte Wagenknecht hinzu. „Zudem fördert die gesellschaftliche Herabsetzung von Polizisten ein Klima, in dem Kriminelle unseren Rechtsstaat faktisch auslachen. Anstatt Polizisten in vielen Debatten unter Generalverdacht zu stellen, halbe Nazis zu sein, verdient die Arbeit unserer Polizei deutlich mehr Respekt und gesellschaftliche Anerkennung.“

Faeser sorgt sich und droht mit Konsequenzen

Bayern und Nordrhein-Westfalen hatten zuletzt von einem gestiegenen Anteil ausländischer Straftäter berichtet. Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul (CDU) wuchs ihre Zahl 2023 in dem Bundesland um 10,4 Prozent. Schon 2022 erreichte nach offiziellen Angaben bei einem Bevölkerungsanteil der Nichtdeutschen von 15,6 Prozent in NRW der Anteil an den Tatverdächtigen 32,8 Prozent – ausländerrechtli                                                                                                 likke.jpg

Sahra Wagenknecht (3.v.r) steht zusammen mit Thomas Geisel (l-r), Shervin Haghsheno, Amira Mohamed Ali, Christian Leye und Fabio de Masi bei der Vorstellung der Partei

„Bündnis Sahra Wagenknecht – für Vernunft und Gerechtigkeit“ (BSW) in der Bundespressekonferenz.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) reagierte besorgt auf die Zahlen und drohte Straftätern mit Konsequenzen bis hin zur Abschiebung. In beiden Bundesländern wurde bei SPD und Grünen aber vor einem Generalverdacht gegen bestimmte Gruppen gewarnt. Der Kriminologe Dirk Baier ordnete im „Spiegel“ die Kriminalstatistik so ein: „Von 100 Deutschen werden ungefähr zwei bis drei tatverdächtig. Bei den Ausländern sind es circa fünf bis sechs. Das macht klar: Wer auf Basis dieser Zahlen pauschale Maßnahmen gegen ganze Gruppen fordert, trifft damit auch die 94 Prozent, die hier nach Recht und Gesetz leben.“ Es sei auch „vollkommener Unsinn“, dass das Thema Ausländerkriminalität tabuisiert werde.

Wagenknecht als Kanzlerkandidatin?

In den anstehenden Wahlkämpfen dürften Migration und innere Sicherheit in jedem Fall eine Rolle spielen – und es fällt auf, wie Wagenknecht sich dabei positioniert. Während Wagenknecht bei Sozial- und Wirtschaftspolitik nah an den Positionen der Linken bleibt, vertritt sie in der Flüchtlingspolitik ähnliche Forderungen wie CDU/CSU und zum Teil auch die AfD. Zuletzt hatte Wagenknecht bereits die weitreichende Forderung aufgestellt, abgelehnten Asylbewerber ohne Schutzstatus sämtliche Geldleistungen zu streichen.

Sie selbst hat angekündigt, sich als „seriöse Adresse“ für Unterstützer der AfD anzubieten. Tatsächlich sind sich Anhängerinnen und Anhänger von AfD und BSW nach einer Erhebung für das ZDF-Politbarometer in bestimmten Punkten ähnlich, etwa beim Gefühl, benachteiligt zu sein. „Unter der Anhängerschaft der AfD haben wir den größten Anteil, die sich vorstellen können, auch das BSW zu wählen“, sagte Andrea Wolf von der Forschungsgruppe Wahlen in einem ZDF-Podcast. „Das BSW könnte da durchaus Erfolge erzielen in diesem Bereich, in diesem AfD-Lager.“

Bundesweit steht das BSW in Umfragen bei um die fünf Prozent. In Thüringen, Sachsen und Brandenburg, wo im September neue Landtage gewählt werden, waren die BSW-Werte sogar schnell zweistellig. Zugleich sank die Zustimmung für die AfD vor allem in Thüringen spürbar.

Im BSW löst der Anfangserfolg Euphorie aus – so sehr, dass der Bundestagsabgeordnete Alexander Ulrich jetzt auch eine Kanzlerkandidatur Wagenknechts ins Gespräch bringt. „Bei den Beliebtheitswerten kann Sahra Wagenknecht locker mit Scholz, Merz, Baerbock und Habeck mithalten“, sagte Ulrich der dpa. „Die Menschen erkennen auch, dass Sahra Wagenknecht mit ihren Positionen zur Migration, Corona-Maßnahmen, Energiepolitik oder Ukrainekrieg recht hatte.“ Umfragewerte und Geschlossenheit der neuen Partei seien ihr Verdienst. „Daher ist Sahra Wagenknecht für jedes politische Amt geeignet“, meinte Ulrich.

 

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